Beiträge von Goodie

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    Wir haben aktuell einen Abgang von einem Kind des Jahrgangs 2017. Der Knirps ist total Ballaffin, immer gut gelaunt, hat schon mit drei Jahren bei mir angefangen. Er hat zum Teil bei zwei Jahre älteren mitgemacht. Er war als 2017er in der G1 bei einem netten Trainer.

    Nun sind die Eltern ohne weitere Rücksprache, ob man den Kurzen irgendwie hausintern fördern könnte mit ihm gewechselt.


    Warum? Antwort der Mutter, als das Kind schon im Brunnen lag:

    Sie seien von zwei Vereinen angesprochen worden und da hätten sie sich für einen entschieden.
    Das sind keine NLZs oder so, einfach andere Vereine, die etwas größer sind als wir.

    Btw, in der Rückrunde war es hier so organisiert: zwei Spielfeste kunterbunt durcheinander (also die G1 vom FC Leistungsorientiert gegen die G4 vom FC Kreisklasseforever)

    Die Spielfeste drei und vier wurden dann nach den Ergebnissen der ersten beiden Termine zusammen gestellt, hier wurde es dann etwas homogener.


    Funfact: beim letzten Spielfest ist einer mit zwei Teams gekommen und hatte zwei F-linge dabei. Er hat diese in ein Team eingeteilt und das gar nicht weiter erwähnt. Ich habe zufällig als letzte den Turnierbogen ausgefüllt und mir ist das da aufgefallen.
    Ich habe dann bei der Eröffnung gesagt, dass wir gegen dieses Team nicht antreten werden. Die anderen Trainer haben sich angeschlossen (alles 17/18er außer dieser Verein der mit 16ern + 2x 15er anreiste). Es gab kompletten Tulmult, die Trainer uneinsichtig und wütend, die F-Kinder am heulen, einer zerrte gar seinen Sohn vor mich hin und spie mir entgegen: "Schau was du angerichtet hast."
    Äh, ja, bedankt euch bei eurem Trainer der alle verarschen wollte.


    Bei Fußball erlebt man echt fast alles!

    Mein Vorschlag basiert auf folgender Grundlage:


    Team A dominiert haushoch, Team B stellt überfordert jede Gegenwehr ein. Ab diesem Moment kann man auch Hütchen als Hindernis für Team A aufstellen. (Sorry aber ich habe aktuell genau solche Team B Kinder, die hören einfach auf, wenn der Gegner zu groß oder übermächtig ist). In diesem Fall ist Fritz schon mindestens 6 mal ohne Bedrängnis zum Tor gelaufen und hat ihn reingemacht.

    Gerne dann auch diese Situation: meine holen den Ball aus dem Tor, bleiben erstmal stehen und die Gegner rennen schon wieder auf sie zu. Sie überlassen diesen Jungs kampflos den Ball. Hier schreiten häufig die Kollegen schon ein mit dem Satz: "jetzt lasst sie doch erstmal hinten raus kommen."


    Das sind jedoch Spiele, die keinem was bringen! Und bei so gruselig heterogenen Spielfesten liegt das ja nicht in unserer Macht. Wir haben auf den Spielfesten auch schon Spiele getauscht und solche auf Augenhöhe einfach ein zweites mal abgehalten.


    Zurück zu Fritz: an diesem Tag in diesem Spiel lernt er ohne Provokationsregel gar nix mehr. Der läuft noch 6 mal los und Otto sieht den Ball auch nicht.


    Wenn die Trainerkollegen meinen Vorschlag aufgreifen, dann nehmen sie meist zuerst den zweiten Kandidaten - nennen wir den Karl. Nach Karl kommt dann Otto, danach darf Fritz wieder. (ich denke ihr versteht wie das gemeint ist.)

    meine 6 jährigen sind leider nicht so nett

    Das ist ne steile These und ich würde meinen, dass das eher ist, was du oder andere Erwachsene in die Kinder reininterpretieren.

    Kinder sind eher kooperative und nette Wesen.

    Du siehst es doch schon kommen: wenn deine Sechsjährigen gegen Fünfjährige antreten müssen, weißt du doch schon was passieren wird. Warum sollte man den Kindern nicht folgendes mit auf den Weg geben: "Wenn es 5:0 steht, dann machen wir folgendes Spiel: ich rufe den nächsten Torschützen auf und nur der macht das nächste Tor. Das geht dann reihum. Probiert das mal aus."


    Ob die Eltern aus Team A sich über die Extrakurven aufregen weiß ich nicht. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, darauf zu achten. Bei den Kindern habe ich Pässe gesehen,
    ich habe gesehen, dass der Kopf hochgenommen wurde um den Mitspieler zu finden.
    Ich habe mitbekommen, wie die Mitspieler Otto animiert haben, nach vorne zu gehen
    Ich habe gesehen, dass Otto im Grunde auch unbedrängt durch die Gegner ein Tor schießen konnte.

    Ich habe gesehen, dass sich Otto total gefreut hat.
    Und ich habe gesehen, dass die unterlegenen Kinder wieder etwas mehr mitgemacht haben.



    Unterm Strich ist das eine viel bessere Lösung als einen Spieler mehr aufs Feld zu schicken (noch ein Hütchen mehr) oder das der Gegner gar einen runternimmt. (das mag ich gar nicht). Wenn andere Provokationsregeln schon klappen: super. Ich nehme was ich bekommen kann.

    Was ich nicht mache sind Geschenke an die Gegner a la "lasst sie ein Tor schießen", das wäre eine Demütigung für die gegnerischen Kinder und deren Trainer:in.

    Ganz ehrlich: Geschenke sind manchmal ne gute Sache. Die Kleinsten merken das doch gar nicht und freuen sich dennoch.


    Ich kommuniziere das aber auch mit den anderen Trainern bei der Begrüßung ganz offen: "ich bin mit Totalanfängern hier, alle Jungjahrgang. Wenn wir irgendwie, gerne auch mit euer Mithilfe, auch ein Tor schaffen würden, wäre das echt cool." Die Antworten sind dann meist: "das sollte machbar sein" oder "mal sehen" (hier wird das meist nix)


    Und warum sollte die McD-Geschichte gut sein aber dem Gegner so zu ermöglichen, mal 2 Min kein Gegentor zu kassieren nicht? Verstehe ich nicht.



    Btw: ich hatte mal mit ner F2 ein Spiel gegen Totalanfänger, seinerzeit im 7vs7 mit zwei mal 20 Min. Nach der Halbzeit hatte ich Fritz ins Tor geschickt damit er vorne nicht noch mehr "unheil" anrichtet denn auch der linke Fuß hat ihn nicht aufgehalten. Otto musste das nächste Tor schaffen und wurde von seinen Mitspielern bedient und aufgemuntert. Außerdem bat ich den TW in den letzten fünf Minuten einen reinzulassen und habe zwei Kinder vom Platz geholt:
    "Karl, komm mal her - dein Schuh ist offen!"
    Antwort: "stimmt doch gar nicht."

    Ich habe dann den Schuh aufgezogen: "doch" :evil:;)

    Meine Kinder haben alle nach kurzer Erläuterung verstanden warum wir das machen. ich habe sie an Spiele erinnert, die wir 16:0 verloren hatten und dass wir netter sind und dass wir den anderen einen Ehrentreffer ermöglichen. Alle sind mitgegangen und es ist in der Tat ein Tor gefallen.

    Zwei Wochen später traf ich den Trainerkollegen zufällig außerhalb vom Fußballplatz. Er bedankte sich nochmals und erzählte, dass das die Kinder total beflügelt hätte.


    Und ihr müsst bedenken, dass ich immer mit dem Jungjahrgang am Platz stehe. Dass sich das im Jahr drauf schon dreht, bekomme ich ja nicht mehr (live) mit.
    Toll sind die Spiele gegen andere Jungjahrgänge. Hier hören die Kinder auch nicht auf mitzumachen. Gegen die Großen aber eigentlich fast immer.

    ...wie sollen die Zwerge da gegen meine mithalten? Mehr als anbieten kann ich es dem Trainer nicht und ich sag ihm jedes mal nach dem Spiel "mach dir nix draus,das sieht nächstes Jahr schon wieder anderst aus".

    Doch, es gibt eine Möglichkeit, den Spielfluss bei den Kleinen schon zu beeinflussen. Der Torschuss mit dem schwachen Fuß hält das ganze ja auch nicht wirklich auf. Was aber klappt ist: Du kannst bei einem 5:0 oder so den nächsten Torschützen vorgehen. Meist hat man ja doch einen, der zurückhaltender ist. Wenn die Ansage "Otto schießt das nächste Tor" kommt, dann müssen deine besseren Otto in Szene setzen. Somit "hilfst" du dem Gegner mit einem Trainingseffekt für deine!

    In der vergangenen Saison sind wir mit vier Januar 18 Kindern angetreten und haben erwartungsgemäß die Hucke vollbekommen. Diesen Rat haben fast alle befolgt mit total schönem Ergebnis. Die besseren haben sich orientiert wo Otto ist, sich so positioniert dass ein Passweg frei wurde, es gab Anspiele die sonst ausgeblieben wären. Und während dessen sind ein paar Momente vergangen, in denen wir kein Tor kassiert haben.

    Steht und fällt eher mit der Ehrlichkeit der Kollegen.

    Bei den Bambinis hören die überforderten einfach auf wirklich mitzumachen. Aber ich hatte schon coole Moves bei den Gegnern damit meine kleinen auch ein Tor schaffen. Von insgesamt 12 Trainern war ein echter Idiot dabei, einer musste meine Minis abschießen (lassen) und mit 10 wars cool. Aber wie gesagt: basierte auf Freiwilligkeit.

    Die neuen Kifu-Spiele hören sich toll.an. Wäre schön, wenn Sie oft zum Einsatz kommen.

    meines Wissens ist der FV Niederrhein der letzte und auch hier wird nun endlich umgestellt.
    Wir haben in der Rückrunde erstmalig daran teilgenommen und die Spielform war freiwillig. Mit dem netten Nebeneffekt dass alle Trainerkollegen ebenfalls in diesem System spielen wollten(!) Dadurch war es sehr entspannt. Was allerdings überhaupt nicht geklappt hat war, ausgeglichene Spielfeste zu organisieren. Ich hoffe, dass das künftig besser läuft.
    Bei krassen Entwicklungsunterschieden ists nämlich wurscht ob 3 oder 7 Kinder hoffnungslos überfordert sind.

    Dadurch wird er auch möglicherweise weniger in Spielen, die wichtig erscheinen, nicht eingesetzt.

    Hallo,

    ein Bambini sollte immer spielen, vollkommen unabhängig vom können. Sollte ein Trainer eine größere Gruppe teilen und die schwächeren gegen vermeindlich schwächere spielen lassen, so macht er ja nix falsch. Jedes Spiel ist wichtig denn in dem Alter geht es einzig und alleine um Ballkontakte, Spaß und dem Sammeln von Erfahrungen.
    Trainingsinhalte sollten unter dem Aspekt "der Ball, mein Freund" liegen und wenn ein Erstklässler (oder jünger) den Ball nicht hergeben mag, dann entspricht das vollkommen dem normalen Entwicklungsstand.

    Ja, es gibt immer wieder Kinder die das Abspielen oder angreifen schon raus haben und auch schon wissen, wie sie sich freilaufen müssen. Diese Kinder haben zumeist einen großen Bruder...


    Im Spiel gegen bekannte Gesichter ist es auch immer ganz anders, als gegen wildfremde Kinder. Das ganze Getöse mit Trikots, "anfeuernde" (oder fordernde) Eltern am Rande, Trainer die Anweisungen rufen, Gegenspieler die einen umrennen... auch hier ist eine Zurückhaltung bei vielen Bambinis vollkommen normal. Ihr selber formuliert ja auch einen gewissen Anspruch ans Kind.


    Überlege dir immer folgendes: würdest du das alles auch machen, wenn dein Sohn Klavierunterricht nähme? Oder beim Schreiben lernen?

    "er hält den Stift technisch wirklich sehr gut und beim Malen eines Hauses sieht das auch schon gut aus. Aber die Silben en und ge könnte er schneller und geschwungener schreiben. Sagt mein Mann auch, der ist Lehrer für Physik und Mathe in der Oberstufe."



    Ich wünsche dir von ganzem Herzen viel Freude dabei, deinen Sohn beim kicken zu begleiten und ohne aktive Eltern und deren Unterstützung geht es ja nicht! Aber ich rate dir zu einer größtmöglichen Gelassenheit. Bis er auf dem Großfeld spielen muss und die Technik beherrschen sollte, ist er in der 7. Klasse. Reichlich Zeit, oder? Sei geduldig.


    Und zu deiner Frage, was man im Training mit solchen Kindern macht... Geduldig sein =), die Kinder immer wieder animieren und in die Situation schubsen und warten, dass der Knoten platzt. Wenn er wirklich (!) gerne kicken geht, dann wird der Knoten platzen. Keine Sorge.


    Ich habe vor geraumer Zeit einen Knirps gefragt, der immer hinten stehen bleibt und sich nicht nach vorne traut:

    "Schießt du heute mal ein Tor?"

    Antwort kopfschüttelnd: "nein"

    ich: "warum denn nicht?"

    er kleinlaut: "da sind so viele Kinder"


    Ach so, ja klar, ich Depp. ;) Hätte ich auch sehen können. Ein paar Wochen später wars schon viel besser.


    Nur mal so zu den Entwicklungsschritten:

    ein Vierjähriger hasst idR. Wettkampfspiele. Die Kinder verweigern sich meist, manchmal sogar unter Tränen. Spiel mal mit einem Vierjährigen Mensch ärgere dich nicht! Das geht nicht lange gut. Daher ist das Training auf Kooperation und nicht auf Wettkampf ausgerichtet. So mancher Vierjähriger spricht das erste halbe Jahr nicht mal mit mir. (nur mal so am Rande)

    Ein gutes Jahr später und zahlreiche altersangemessene Spiele weiter funktionieren einfache Wettrennen oder Staffelläufe auf einmal. Idealerweise ergattern die Kinder Teampunkte und gewinnen so gemeinsam oder eben nicht. Das macht es leichter Misserfolge zu akzeptieren. (und inzwischen müssen mir die meisten Kinder von ihrem Tag erzählen)

    Am Ende der Bambinizeit sind die meisten schon erfahrene Schulkinder - ein Umstand der wie ein Katapult auf die Entwicklung der Kinder wirkt. Die Schritte sind riesengroß. Wettkämpfe wie 1vs1 werden mit großen Spaß und Ehrgeiz geführt.

    Und dennoch gibt's in jedem Entwicklungsschritt Kinder die weiter sind und welche die sich noch zurückhalten.


    Wenn wir Erwachsenen endlich mal die Interessen der Kinder in den Vordergrund stellen (und Tabellen und somit "wichtige" Spiele gehören sicher nicht dazu) und uns entspannen, dann würde sich vieles verbessern. Die neuen Kifu-Spiele gehen in die richtige Richtung aber es sind noch dicke Bretter zu bohren.

    Bei den kleinen haben wir 29 Grad festgelegt. Danach sind Kinder einfach besser im Pool aufgehoben zumal wir schon um 15:30 trainieren... Da ist auch die Sonnenintensität noch heftig

    MICH würde jetzt ein Geldbetrag nicht locken, tatsächlich würde es mich eher beschämen, Geld zu nehmen.

    In dem Augenblick, wo ich Geld nehme fühle ich mich als "Angestellter". In dem Augenblick, wo ich das Gefühl habe, etwas Gutes zu tun habe ich das "Ehrenamt", dass ich schätze.

    Ja geht mir auch, nur diese Haltung muss man sich leisten können.

    Bei Schülern sieht das aber anders aus. Hier ist ein verdienter Euro sicher viel mehr wert als einer von Oma und somit sicher eine geeignete Wertschätzung. Und Studenten müssen jobben um über den Monat zu kommen...

    Ich generiere bei meinen Minikickern ja auch neue Kollegen. Das sind zumeist Väter (und eine Mutter), die selbst kicken. Man muss die Leute freundlich ansprechen, häufiger auch mehr als einmal. Denn das Phänomen, dass man sich nicht aufdrängen möchte, muss man erst mal überwinden.

    Einige nicht kickende Eltern bieten sich als Helfer an, auch kann man ein paar Eltern mit einzelnen Aufgaben beauftragen. So ist eine Mutter Admin in der WhatsAppgGruppe und nimmt die Kontaktdaten von neuen Familien auf.


    Manchmal hat man Elternteile, die Bambinis oder F noch nicht als Fußball ansehen und keine Lust haben sich hier aufgeschlossen zu zeigen. Aber auch das Traineramt muss ja erlernt werden.

    Ich hatte allerdings aktuell einen Jahrgang wo bei den Eltern nix ging. Zumeist Alleinerziehende oder Ausländer ohne gescheite Deutschkenntnisse. Hier konnte jetzt ein Jungtrainer aktiviert werden

    Welche Erfahrungen hast du denn mit 15jährigen Trainern gemacht?

    Ich hatte mal einen 13 jährigen, der mir über ein Sozialpraktikum (Schulinitiative) an die Seite gestellt wurde. Der hat sich in diesem Jahr vom "ich steh hier unbeholfen rum" zu einer echten Hilfe gemausert. Wenn solche Kids dran bleiben würden, wäre das super.

    Die drei Jungs von denen ich sprach haben alle den Juniorcoach absolviert. Auch eine Schulinitiative. Im Anschreiben stand sinngemäß "wir haben dich nominiert weil wir dich toll finden und dich auf deinem Weg bestärken wollen"


    Generell glaube ich nicht, dass der letzte Honk so eine Ausbildung absolviert.

    Also dein Vorstand hat dich offen kritisiert - das könnte mann ja positiv bewerten wenn sie dir konkrete Verbesserungsvorschläge mitgegeben hätten. Das gleiche bei den Spielern. "kein Spaß" ok aber dann können sie doch das ganze sicher auch weiter ausführen, oder?

    Einfach so ne Pauschalaussage raushauen und dich damit stehen lassen, ist Käse.

    Für 50€ im Monat Aufwandsentschädigung alleine, würde niemand den Trainerjob übernehmen.

    Ich hatte heute drei frisch gebackene Junior Coaches (15 J.) im Auto und ich habe sie gefragt, was sie motiviert hat den Kurs zu machen (kein Unterricht) und was passieren müßte damit sie nun ne F übernehmen würden. Alle drei sofort: "Kohle!" 60-70 € fanden die Jungs übrigens angemessen...

    Hallo,

    das Thema Hitze nimmt ja deutlich zu. Habt ihr euch als Verein hier schon mal Gedanken gemacht?
    Gibt es bei euch ein Konzept? Oder pfiffige Ideen, die über einen aufgestellten Wassereimer hinaus gehen?

    Also wenn man sich das so alles durchliest, dann frage ich mich, ob ihr eure Vorstände bezahlt. Der Vorstand muss dies und soll das. Am Ende sind das doch die gleichen Ehrenamtler wie die Trainer. Nee, nee, das ist in meinen Augen nicht der richtige Weg.


    Ich glaube vielmehr, dass sich Verein vollkommen neu aufstellen muss. Nämlich analog zu Musikschule oder anderen Bildungseinrichtungen eben weil sich niemand mehr engagieren will. Beide Eltern berufstätig, gerne noch mit reichlich Überstunden, die Kinder im Ganztag, der Haushalt will auch noch gemacht werden - alle sind gestresst. Man kanns verstehen.


    Ich plädiere schon sehr lange für einen Verein, der erst einmal sehr teuer ist und sich die Mitglieder durch aktive Mitarbeit von den Kosten wieder befreien könnten. Dafür würden die Macher dann aber endlich mal gescheit bezahlt.


    Die Realität sind aber niedrige Beiträge, hohes Anspruchsdenken bei allen (Trainer, Vorstand, Eltern, Aktive) und statt dass man sich aktiv unterstützt, macht man sich gegenseitig das Leben schwer. 🤷

    Was haben 17-24 Jährige denn sonst für Nebenjobs? Sowas wie Kellnern oder Regale einräumen - typische 200-450€ Jobs. Von daher müsste man wohl irgendwas in diesem Bereich monatlich zahlen.


    Einkleidung und Finanzierung der Aus-, Fort- und Weiterbildung (zumindest bis einschließlich C-Lizenz) sollten ebenfalls selbstverständlich sein.

    Kommt ja auch auf den zeitlichen Aufwand an. Mein Neffe (21) bekommt beim Rudern 20 € pro Einheit.


    Mein Sohn macht gerade den Junior Coach. Ihn lockt ausschließlich Geld. Hier im Umfeld wird aber überhaupt nichts bezahlt und so wird er auch erstmal nichts machen. (außer ich verhafte ihn ab und zu mir zu helfen)

    Mich lockt Geld gar nicht. Ich mache das aus Spaß.


    Ich plädiere auch dafür alle jungen Trainer aus Schule und Ausbildung ordentlich zu bezahlen!

    Ich hab mir ja überlegt das aus reinem Spaß mal 5 Minuten spielen zu lassen im letzten Training, einfach nur um mal zu sehen wie sowas aussieht. :D

    Da kann ich dir schon vorhersagen wie das ausgeht: die Kinder werden begeistert sein. Die Faulis können sich ausruhen, die ballverrückten haben den Ball. Und TW will in dem Alter eh jeder mal sein, weil die Handschuhe so cool sind.
    Die Kinder stört das nicht.


    Dieses Phänomen hatten wir nämlich letztens: einer meiner Bambinikollegen hatte alle gegen alle spielen lassen auf die Jugendtore. Anschließend kamen zwei Kinder zu mir (andere Hälfte) und meinte: "haste das gesehen? wie bei den Großen. Warum haben wir das bei dir nie gemacht?"
    Fängst du damit einmal an, dann haste ruck-zuck Diskussionen - diesmal mit den Kindern.


    Das ist wie das vierte Eis am Tag: die Kinder finden das super.