Beiträge von Goodie

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    zwei Kinder, ein Ball
    Einer stellt sich mit gespreizten Beinen hin, der andere soll durch passen, auf die andere Seite wechseln und wieder durch die Beine zurück spielen. Also von vorne und von hinten. Nach einer kurzen Übungsphasen ein Wettbewerb auf Zeit. "Wer schafft mehr in 30 Sek."
    Dabei sollen die Kinder eben nicht zu weit passen...


    zwei Kinder gegenüber mit einem Ball
    in der Mitte ein Hütchentor (1m). Welches Pärchen schafft am meisten Tore in 45 Sek.

    Dreht sich die Welt wirklich so schnell dass sich die Kinder beim kicken nicht mehr freuen können? Die Szenen, die ich im Kopf habe waren vollkommen normal, die Kinder haben keine Choreographie abgehalten sondern sich normal gefreut. Und es waren noch nicht alle in der eigenen Hälfte zurück. Da es aber keine Linien gibt... Also Anstoß und bevor die Kinder wussten was passiert - zack drin.


    Übrigens wurde das bei uns Erwachsenen mit stoischer Ruhe hingenommen. Aber wenn dann Sprüche vom anderen Trainer kommen... Sorry, irgendwo sind Grenzen

    Normalerweise geht es erst weiter wenn alle wieder so weit sind. DAS ist Fairness. Wenn das ein Gegner nicht bedient, dann bitte schön! Meins ist das nicht. Und ja, ab und an gibts was zu bejubeln. Da hat vielleicht der dicke Paul sein erstes Tor überhaupt gemacht. Oder der Sechsjährige zum ersten mal mit eins mit links...


    Aber da du das ja gutheißt und die dieses Verhalten noch als "schnell umschalten" lobst: hier ist deine Ananas...

    Unsere Mannschaft erzielt ein Tor und läuft zurück in die eigene Hälfte. Unser Trainer macht dann einen Blockwechsel (4 raus - 4 rein). Der Gegner legt sich während dieses Wechsels auf Anweisung des Trainers den Ball auf den Punkt, stößt sofort an, läuft frei auf unser Tor und schiebt ein.

    das hab ich schon häufiger beobachtet. Die Mannschaft mit dem Torerfolg liegt sich noch jubelnd in den Armen während die andere Mannschaft schon weiter spielt und im Gegenzug den Ausgleich erzielt.
    Ich hab den Jungs geraten, dass sie den Ball nach Möglichkeit selber ausm Tor holen und ihn einfach beim Feiern festhalten.


    Ansonsten bin ich einfach so vermessen und zähle das Tor nicht. Ob es der Gegner dann zählt, kann mir ja wurscht sein. (Bambinis) Wer es braucht!


    Nur, ohne zu wissen wer die Mannschaft übernimmt, sind das für mich nichts mehr als leere Phrasen.
    Und die Selbstwahrnehmung der eigenen Fähigkeiten durch die betroffenen Kinder steht auch nochmal auf einem ganz anderem Blatt.

    Richtig! Also muss die oberste Zielsetzung sein, zuerst einen Trainer zu finden der sagt: Hey, ich freue mich auf euch!
    Das darf auch ruhig mal ein B-Jugendlicher aus dem eigenen Verein sein! Da muss man nicht immer bei ein Papa sein.
    Und wenn der Trainer da ist, erst dann könnt ihr sinnvollerweise trennen...

    Vielleicht stolperst du aber schon über die Bewertung, was "das Beste" ist.


    Muss ein Spontantraining zwangsläufig schlecht sein, wenn ein Trainer ein riesen Repertoire an Übungen und Ideen im Kopf hat?
    Ist ein Trainer der sich zwei Stunden mit der Vorbereitung befasst hat, wirklich besser?


    Im Trainerlehrgang hat der Referent immer wieder in der Altersklasse bis E-Jugend einschließlich gepredigt: Spaß, Spaß, Spaß. Dann kommen die Kinder gerne, dann kommen sie wieder, sind einsatzwillig und spielfreudig.
    Was auch andere schon mal aufgeworfen haben, nämlich wie hoch der EInfluss der Trainer denn nun sei, zielt in die gleiche Richtung. Die die intervenieren haben wieder die künftigen Schweinsteigers, Lahms und Messis vor Augen und vielleicht benötigen diese Talente in der Tat ne andere Ansprache, Trainingsinhalte und Mitstreiter.


    Ich hab da eher Johannes, Mika und Noah vor Augen, die sich vielleicht mit 17 intensiver den Mädchen zuwenden... oder in der Kreisliga A spielen werden... oder gleich in eine bunte Liga gehen.


    Ist es nicht viel wichtiger, dass die Kinder rückblickend sagen können: Boar, es war toll im Fußballverein. Wir hatten tolle Fahrten, ne super Mannschaft und unser Trainer war echt cool.


    Mit 10 bin ich Skirennen gefahren, hab Slalom und Riesenslalom trainert, ich kenne noch alle Namen aus unserer Trainingsgruppe und hab noch viele Anektoden im Kopf. Meine Volleyballjugendtrainer, ich würde jeden noch auf der Straße erkennen. Bei manchem würde ich stehenbleiben und ne Runde quatschen, bei anderen wohl eher die Straßenseite wechseln. Hat das mit der spielerischen Weiterentwicklung zu tun? Nein, mit dem zwischenmenschlichen.
    Andre hatte dies bechrieben, was auch mein Mann erzählt: früher hat man in der D-Jugend überhaupt erst angefangen und wurde da belächelt.


    Natürlich hat sich der Spitzensport extrem weiter entwickelt. Wenn man heute ein Buli-Spiel aus den späten 80ern anschaut, dann glaubt man ja, dass die Spieler sich so gut wie gar nicht bewegen... Aber ob diese Effekte im Breitensport auch so ausgeprägt sind? War ein Kreisklassespiel vo 30 Jahren so viel langsamer als es heute ist? Vorallem ist es so viel schneller, dass wir schon bei achtjährigen anfangen müssen, sie darauf vorzubereiten?



    Modernes Kifu-Training, das mit Spaß statt mit stupiden Übungen die Kinder zum Spielen (im weitestens Sinne) anregt... das ist es was wir benötigen. Funino geht doch in die Richtung. Die Kinder sollen/wollen spielen, viele Tore erzielen und welche verhindern. Zeig mir den der nach dem Training zu Hause sagt: "boar Mama, ich habe heute den Ball 17 mal hin und her gepasst und der Trainer hat mir zwei mal gesagt, dass mein Fuß noch nicht optimal steht." :S

    Ich glaube, auf dem Papier würde ich so vorgehen...


    Team A: die besten vier
    Team B: die schlechtesten vier
    Die mittleren 12 würde ich dann gleichmäßig auf die beiden Teams verteilen. So hast du zwar Team A stärker als B aber B dürfte in der untersten Klasse auch nicht komplett untergehen.


    Ich hab ja immer ein Herz für die Resterampen. Ich habe ja mal so ein Team übernommen und bin mit den Kindern echt weit gekommen. Die waren nämlich dankbar, nicht mehr herumgeschubst zu werden sondern einen Trainer zu haben, der sich für sie einsetzt.


    Ob sich das so umsetzen ließe wäre freilich eine andere Frage...

    Ich möchte hier mal die Frage in den Raum stellen warum jeder derart in seinem eigenen Mannschafts-Cosmos fest hängt? Oder ist das bei euch der Verein der das Vorgibt?

    Ich möchte mich gerne aus drei Blickwinkeln dazu äußern


    Verein
    Wir hatte die Erfahrung gemacht, dass es manchmal einfach nicht geht weil man mit dem Trainer der anderen vereinsinternen Mannschaft nicht mal annähernd auf einer Wellenlänge liegt. Insgesamt wurde ein Austausch im alten Verein überhaupt nicht gefördert und jeder kochte sein eigenes Süppchen. So konnte ein Trainer durchaus im jüngeren Jahrgang mal einen ausleihen aber ein System, etwa zur Förderung einzelner war da nicht dabei. Offiziellen Beschwerden über oben genannten "Kollegen" ging man übrigens auch nicht nennenswert nach.


    Im neuen Verein scheint der Umgang sehr viel verbindender zu sein. So gibt es eine dreitägige Fahrt für alle Kinder der F-D Jugend bei der ein buntes Turnier gespielt wird. Sprich, die Kinder lernen sich kennen. Aushelfen war nach meiner Beobachtung nicht notwendig weil jeder Jahrgang eher zu voll als zu leer ist.


    Trainer
    Mir persönlich geht es so, dass ich schon ein Vertrauensverhältnis und somit eine Verbindung zu den Kindern aufbaue. Ein beliebiges hin und her wechseln wäre nicht so meins. Ich würde freilich Talente auch in einen höheren Jahrgang abgeben oder auch den ein oder anderen jüngeren mit dazunehmen aber ich möchte durchaus "meine" Kinder & Eltern haben.
    Wobei ich mir langfristig vorstellen kann, mal der Bambinitrainer zu werden, der jedes Jahr neue Kinder bekommt. Aber das erst, wenn meine Jungs dem Kleinfeld entwachsen sind.


    Kind
    Mein Großer (08er) ist jemand, der sein festes Team und bestenfalls Freunde um sich herum haben möchte. "Du hast Talent, du trainierst einmal die Woche im Jahrgang über dir" wäre für meinen Jungen nix. So ein hin und her mag er überhaupt nicht und möchte seine festen Bezugspersonen.
    Mit dem Weggang von meinem und einem weiteren Spieler sind die Trainer in die F2 (gleicher Jahrgang) marschiert und wollten dort die besten "hochziehen". Die Jungs wollten nicht! Sie würden dort keinen kennen und hätten in der F2 ihre Freunde.

    Die Eltern haben in der FPL nichts an der Seitenlinie zu suchen, das würde ich an deiner Stelle sofort unterbinden. Es gibt Flyer zum Thema FPL, die würde ich ausdrucken und direkt an die Eltern verteilen.

    ist noch schlimmer... beim Training!!! <X<X<X Aber ich muss nicht everybodys darling sein und diese Auseinandersetzung werde ich ggf. führen.

    Hallo,


    hier gibt es ja einige die Blockweise wechseln und dann den Sturm rausnehmen, die Abwehr geht nach vorne und die Einwechselspieler bleiben hinten.
    Ab wann (welches Alter der Spieler) habt ihr das eingeführt und wie seid ihr da rangegangen, so dass es auch alle kapiert haben?

    Gruppenarbeit ist prinzipiell gut aber leider konnte kein anderer kurzfristiger Termin gefunden werden als nach dem Training ab 17:30 an einem Donnerstag. Da werden die Kinder noch mit am Platz sein und wir haben die Uhr im Nacken. Um spätestens 19 Uhr werden wohl alle daheim sein wollen. Ich wollte die Versammlung aber unbedingt vor den ganzen Feiertagen machen... nicht ideal aber das wird schon. Der aktuelle Bambinitrainer wird die Kinder draußen beaufsichtigen während wir im Vereinsheim sein werden.



    Der Knackpunkt - so von den ersten Eindrücken - wird sein, dass Ruhe am Platz herrscht. Min. zwei Väter stehen mit den Zehen auf der Seitenlinie und texten beim Abschlussspiel.
    "Pass auf!", "Schieß", "Lauf"...
    *grrrr* das kann ich leiden wie Zahnschmerzen und Fußpilz.



    Was meint ihr: ist ein Changing-Team-Turnier oder ein "normales" Training der bessere Einstieg bei den Kindern?

    Ich plädiere nochmal für unsere Methode zu vielen Kindern bei den Spieltreffs zu handhaben:


    Wir nehmen prinzipiell immer alle mit aber bei mehr als 11 Kindern setzt jedes Kind für ein Spiel ganz aus. Es bekommt ein Leibchen an was ihn entsprechend markiert, darf sich aber ansonsten zu den anderen an den Rand stellen (oder Kuchen essen gehen, das ist mir wurscht). Wenn die Kinder ein Leibchen anziehen (wie bei der Nationalmannschaft ;) ) dann weißt du immer wen du noch einsetzen musst und wen nicht. Sonst kommt man am Rand schnell durcheinander.
    Wenn du also 15 Kinder hast und drei Spiele, dann stehen immer 10 Kinder pro Spiel zur Verfügung.




    Wir schreiben die Trainingsbeteiligung auch mit. Anfangs hatten wir auch die Philosophie im Kopf, dass die die nicht zum Training kommen eher aussetzen sollten als die die immer da sind. Wir haben das jedoch schnell wieder verworfen denn die Trainingsbeteiligung sagt zu wenig über die Motivation und den Einsatz der Kinder aus. Wenn sich z.B. Kinder immer reinhängen aber gesundheitlich häufiger angeschlagen sind, dann dürfen sie doch spielen auch wenn sie mittwochs noch nicht fit waren. Eine unserer Mütter war immer auf Oma&Opa angewiesen, damit all ihre Kinder zu ihren Trainings kommen konnten. Das hat halt auch öfter mal nicht funktioniert... so what. Solange man in gutem Kontakt steht, ist das doch alles kein Problem.


    Noch ein Haken wenn du die Trainingsfleißigen bevorzugst ist, dass die Schere weiter auseinander geht. Solange man die Spielfeste als weitere Trainingszeit ansieht, verbietet sich der gezielte Ausschluss einiger eigentlich von selber.



    Unentschuldigt fehlen geht freilich gar nicht! Du musst nicht den Bambinis die Werte vermitteln sondern den Eltern. Da wäre ich auch knatschig und wenn mein Kader nicht super klein wäre, würde ich den Eltern klar machen, dass man auf solche Familien verzichten kann. Dann sollen sie sich einen Sport ohne Wettkampfbeteiligung suchen.

    Wir haben eine Pampersgruppe U5 aufgebaut und diese drei Jahre gehabt.
    Natürlich war eine Weiterentwicklung zu sehen. Die Frage ist doch eher: sind deine Ziele und Vorstellungen realistisch?


    Wenn du meinst, dass deine Truppe schon weiter ist als die beim DFB vorgeschlagenen Spielstunden für Bambinis, dann probiere es doch einfach aus. Nimm ein F-Jugendtraining her und überlege dir, ob 80% des Teams diese Aufgaben hinbekommen könnte. Vielleicht kannst du auch den Aufbau und die Inhalte so erleichtern, dass es alle schaffen können. DANN bist du wohl aufm richtigen Weg.
    Wenn du das ausprobierst, dann achte darauf ob alle bei der Sache sind. Ist eine Übung zu schwierig oder zu leicht, dann fangen die Kinder an Quatsch zu machen.
    Wir haben zum Beispiel das DFB-Schnupperabzeichen mit den Kindern gemacht, als sie 5 waren. Das haben sie gut hinbekommen und ist "zielgerichtet".


    Du hast einen 11er Jahrgang, richtig? Was die Aufstellung angeht: Klar schickt man den einen als Stürmer aufs Feld und den anderen als Abwehrspieler aber mal ehrlich... beim üblichen Knubbelfußball ist das doch eher eine grobe Idee denn eine Aufstellung. Die Kinder laufen nach spätestens 2 Min dorthin, wo sie sich wohlfühlen. Eine Rotation ist in meinen Augen noch quatsch.
    Wir achten darauf, dass das Team über die ganze Zeit gleichstark besetzt bleibt. Wir fangen nie mit der wohl stärksten Aufstellung an sondern mischen von Anfang an. So vermeidest du dass das Team im Spielverlauf abbaut oder dass du den dicken Paul dann doch nicht einwechselst, weil du unbedingt das 4:3 halten willst.
    Wir haben Spielfeste mit 3-4 Spielen und bei uns muss bei voller Besetzung jeder ein Spiel komplett aussetzen.
    Wenn am Rand 6 Kinder ein- und ausgewechselt werden sollen, dann ziehen sie dir die Shorts aus: "darf ich jetzt rein?"


    Beim Torwart stellen wir keinen ins Tor, der Angst hat. Ab und an haben wir TW-Übungen für alle gemacht und hatten am Ende von 13 Kindern zehn die ins Tor wollten - der eine öfter, andere nur ab und zu.


    Eltern... da hilft nur Aufklärung und permanentes Wiederholen der Philosophie. Guck mal hier https://www.dshs-koeln.de/file…ior14_04_ansichts_pdf.pdf auf Seite 14 des PDFs


    Wenn du die Fortschritte wissen willst, dann guck doch einfach mal im Verein bei einem Jahrgang höher. Die Unterschiede werden dir sofort auffallen.

    Hallo,
    wir werden in Kürze eine künftige F-Jugend übernehmen (Jahrgang 2010). Ich war schon beim aktuellen Bambinitrainer als Zaungast dabei und habe einen sehr positiven Eindruck von Eltern und Kindern erhalten. Wir werden unser neues Amt mit einem Elternabend starten, den ich aktuell vorbereite. Neben uns als Personen wollen wir natürlich auch unsere Schwerpunkte und Philosophie vorstellen.


    Vorstellungsrunde
    Ausbildungsziele/Schwerpunkte der F-Jugend
    Umfang von Turnieren und Freundschaftsspielen (da wurde bisher fast nichts gemacht)
    Spielrunde (wieviele Kinder werden nominiert, alle spielen alles etc.)
    Fairplayregeln (ich weiß nicht ob diese allen bekannt sind)
    ein paar rechtliche Dinge wie Aufsichtspflicht (Übergabe der Kinder), rechtzeitiges Abmelden wenn man nicht kann, Schmuck/Sportbrillen etc.
    Termine
    Sonstiges


    Jetzt würde ich gerne euer Schwarmwissen nutzen: Wo sind nach eurer Erfahrung die Fallstricke und Stolperstellen, die man leicht umgehen kann? Was sollten wir beachten?

    Das hat der Jahrgang über uns versucht und ist voll in die Hose gegangen, weil Kinder wie Eltern als Strafe empfunden haben, in die vierte "abgeschoben" zu werden. Da konnten die Trainer reden wie sie wollten... Das hat ziemlich viel Unruhe ausgelöst.

    Bleiben die Ergebnisse aus, muss man seine Methode der fußballerischen Ausbildung stark hinterfragen.

    Ist nicht genau das das Problem? Dass man schon Grundschüler mehr in einer "Ausbildung" denn in ihrem Hobby sieht? Dass man nicht mal warten kann, bis die Kinder aus dem Kleinfeldalter raus sind?
    Es wäre doch totaler Zufall wenn wir den einen, der er später in die Spitze ankommt, trainieren würde. Unser Augenmerk muss also doch auf den ganz normalen Sportlern liegen.