Beiträge von Willi

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    DFB-Konzept, Vorbereitung, wasweißich sind doch nur "Abfallprodukte" für engagierte Trainer. Vereinsmeierei, Talente für die Aktiven rausbringen wollen, alles okay, aber:


    Im Breitensport, in dem wir tätig sind, ist doch die Nummer 1 aller Ziele, dass ich Spieler auch sozial weiterbringe, oder? Dass ich Ihnen bewusst mache, dass es höhere Ziele gibt als die eigenen individuellen. Dass das wesentliche am Mannschaftssport ist, zugunsten der Mannschaft auch mal zurückzustecken.
    Oder auch soziale Skills zu entwickeln - z.B. dass ich den Paule, der gerade holzklassemäßig das Eigentor erzielt hat, nicht zusammenbrülle, sondern aufbaue.


    99,999 % aller unserer Spieler werden kein Geld mit Fußball verdienen.


    Andre, willst du mir wirklich sagen, dass Werte wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit, etc. da nicht gefordert werden dürfen, auch nicht in einer E?
    Darf ne E wirklich nicht zweieinhalb Wochen vor dem ersten Spiel mal anfangen zu trainieren, auch wenn es in den Ferien liegt?


    Darf ich von dir als Elternteil wirklich nicht verlangen, dass dein Sohn zum Training kommt, wenn er da ist? Was signalisierst du ihm dadurch, dass du ihn nicht hinschickst?

    Ich finanziere auch was aus eigener Tasche. Nämlich Geschenke für die Trainingsfleißigsten, ggf. auch noch für Mannschaftsrat etc.
    Die haben dann im Gegenzug auch was dafür geleistet und meine Mannschaft hat mitbekommen, dass sich Engagement auch lohnen kann.


    Meine Identifikationsmöglichkeit mit dem Verein ist, dass meine Spieler beim Aufbau der Jugendturniere helfen, vor unseren Faschingsbällen Turngeräte beiseiteräumen, ein- bis zweimal pro Saison Würstchen grillen helfen... ;)

    dDie Ausbildung ist wesentlicher Teil des Auftrags, den du seitens des Vereins hast. Spielern Geschenke zu machen aber nicht.


    Ich finde das total überbewertet.
    Wir schenken keinem Spieler was - und uns laufen die Leute nicht weg, ganz im Gegenteil.


    Man sollte lieber danach schauen, dass es in jeder Jugend pro Spieler mindestens einen Ball gibt, dass genug Hütchen / Stangen / Hürden / etc. da sind, dass Koordinationsleitern vorhanden sind, etc. Eben die Rahmenbedingungen für alle verbessern.


    Ist für den Verein auch ne finanzielle Frage.
    Wir bekommen als Abteilung 25 € pro Kind. Wieso sollte ich davon 10 € wieder als Geschenk ausschütten?

    Geburtstagsgeschenke für die Spieler?
    Wieviel Beitrag zahlt ein Kind bei euch?


    Bei uns in der Mannschaft ist es grad anders rum. Wer Geburtstag hatte, bringt nen Kasten Spezi und Brezeln mit.

    An manchen Tagen kann ich echt nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.


    "Schwächere Gruppe"


    "Nur 10 Kinder mitnehmen"


    "Spielfluss nicht durch Wechsel torpedieren"


    Du willst also deine Gruppe sinnvoll auf ca. 12 Spieler reduzieren. Die schwächeren Spieler sollen dann zurbisher schon schwächeren Gruppe, die laut deinen Worten auch schon 16 Spieler hat, dazu.
    Auf Deutsch: Die "Elite" kickt bei dir und hat ideale Bedingungen. Hinter dir dann die Sintflut.


    Und das alles bei Bambinis/F2... meine Fresse.

    @ TW-Trainer:


    Dass es Unterschiede gibt und geben muss, ist schon klar. Zitat meinerseits vor der Frauen-WM im Freundeskreis: "Frauenfußball ist so etwas wie eine andere Sportart - die man aber auch gut anschauen kann".
    Warum ich aber nicht kritisieren soll/darf, dass Nadine Angerer ihr Tor nicht verlässt oder die Spielerinnen hinten innen keinen vernünftigen Pass im Spielaufbau spielen, ist mir trotzdem fraglich.


    Dafür, dass der Frauenfußball noch nicht so weit entwickelt ist wie der Männerfußball, lassen sich durchaus sachliche Gründe finden.
    - fehlende Verdienstmöglichkeiten --> die guten Trainer interessieren sich deshalb nicht dafür
    - fehlende Leistungsdichte im Unterbau --> wie bereits von dir erwähnt z.B. erst jetzt Einführung Bundesliga
    - fehlender Durchsetzungskampf --> ein Talent spielt relativ sicher und schnell 1. oder 2. Bundesliga und muss nicht so viele Mühen auf sich nehmen wie bei den Männern
    - späterer Beginn --> Mädchen fangen in aller Regel erst im E- oder D-Alter an, ihnen fehlen damit fünf bis sieben Jahre Ausbildung und Wiederholungszahlen
    - veraltete Regelungen --> Mädchen dürfen nur bis zur D bei den Jungs spielen bzw. nur mit Ausnahmegenehmigungen auch später --> damit verhindert man die Weiterentwicklung der "zweiten Reihe" und damit vieler potentieller späterer Jugendtrainerinnen
    - Strukturen --> zumindest bei uns in der Gegend gab es bis vor einigen Jahren kaum Frauenfußball --> damit gibt es auch keine Trainerinnen. Mädchentrainer sind oft schlechter ausgebildet als Jungentrainer, weil man hier absolut die nehmen muss, die man kriegen kann. Ändert sich erst in den letzten ein, zwei Jahren.


    Trotz allem gab es hier in der Gegend in den letzten Jahren eine gefühlte Verdoppelung der Mannschaftszahlen. Im Nachwuchsbereich geht also was.
    Der Zweitbundesligist VfL Sindelfingen, bei uns gleich um die Ecke, spielt kommendes Jahr z.B. mit einem Durchschnittsalter von 18,8 Jahren in der 2. Bundesliga.

    Also TW-Trainer,


    die Bemerkung sei mir erlaubt: Du schreibst in der ersten Empörung über die Kritik hier im Thread auch nicht gerade sehr differenziert. ;)


    Es gab zwar reichlich schlechte Schiedsrichterinnenentscheidungen - aber jetzt davon zu reden, dass das dem Frauenfußball schadet, halte ich für übertrieben. Die gleiche Diskussion gibt's doch jede Männer-WM auch. Und dort wird trotzdem weiterhin zwei Mark fuffzich bezahlt.


    Dass Frauenfußball anders beurteilt werden muss als Männerfußball, weil es auf andere Dinge ankommt und das athlethische nicht so brutal im Vordergrund steht, das war mir auch vor der Frauen-WM bewusst.
    Trotz aller WM-Euphorie und Frauenfußball-Unterstützung muss dennoch auch sachliche Kritik erlaubt sein - v.a. wenn man den Eindruck hat, dass gewisse taktische Dinge einfach nicht sitzen. Und das in vier Spielen, und das nach 10 Wochen Vorbereitung. Da kann man sich m.E. nicht mit "kann die Tore nicht selber schießen" herausreden. Das finde ich unsachlich.

    Nächste Woche an dieser Stelle:


    Wann fettet Trainer Müller seine Bälle ein?


    Um wieviel Uhr holt Mutter Schulze ihren Sohn vom Training?


    Wieviele Fliegen umschwirren den Trainingsplatz, der in der Mitte des Dreiecks Idar-Oberstein, Castrop-Rauxel und Garmisch-Partenkirchen liegt?

    Die Gründe sind denke ich vor allem im Bereich des Trainerteams zu suchen. Taktisch fand ich es teilweise grob unsinnig, was da gespielt wurde.


    Torspielerin:
    Nadine Angerer interpretiert das Torspielerspiel so, wie ich es nun seit Jahren selten im Fernsehen gesehen habe: Mit Pattex auf der Linie kleben. Gegen Japan wurden ständig lange Bälle teils bis an den deutschen Strafraum geschlagen. Jedes Mal dachte ich innerlich "Torspieler!", und jedes Mal kam Angerer nicht, sondern es wurde gefährlich.


    Hintere Reihe:
    Krahn und Bartusiak sind reine Abräumerinnen. Haben sie den Ball, dann kommt fast immer ein weiter Schlag nach vorne, der beim Gegner landet. Die Anforderung, die im Männerbereich mittlerweile an die Innenverteidiger gestellt wird, dass das Spiel eröffnet werden kann, ist in der deutschen Frauen-Nationalmannschaft wohl noch nicht angekommen.
    Peter und Schmidt/Bresonik hatte ich defensiv stark gesehen, offensiv aber als kaum eingeschaltet


    Mittlere Reihe:
    Hier trifft dasselbe zu wie in der Innenverteidigung. Beide Doppelsechserinnen sind Abräumer, keine Spieleröffner im Sinne eines Schweinsteiger.
    Über außen ging im gesamten Turnier viel zu wenig.


    Vordere Reihe:
    Die beste Stürmerin saß mit Popp fast immer lange draußen. Der Rest mühte sich.


    Außerdem habe ich weder eine funktionierende einstudierte Standardvariante noch einen gelungenen einstudierten Spielzug gesehen.
    Ich habe schon vor der WM Schlimmes befürchtet, als arglos in Interviews über die "sieben Lehrgänge" berichtet wurde, in denen jeweils Themen wie z.B. Abwehrverhalten usw. trainiert wurden.
    Das wird heutzutage einfach auch nicht mehr so gemacht. Dinge müssen immer wieder trainiert werden, damit es sich einbrennt und es wirkt.


    Und das Allerschlimmste ist:
    Es hätte wohl trotzdem gereicht, wenn nicht die psychische Komponente (plötzlich schauen alle auf uns, großer Druck entsteht) dazugekommen wäre...



    P.S.: Nicht dass es jemand falsch versteht: Ich bin ein großer Freund des Mädchen- und Frauenfußballs.

    Ich denke, dass "ab der D-Jugend" als Aussage nicht ausreicht, sondern noch weiter nach Alter, Liga und sportlichem Ziel zu differenzieren ist.


    Ab einer leistungsorientierten C z.B. ist für mich eine Vorbereitung unter vier Terminen in der Woche keine Vorbereitung, sondern ein Treff zur gemeinsamen Einstimmung auf die Saison mit Fußballcharakter.



    Meine Frage an die Trainer im Forum:
    Wie haltet ihr es mit Testspielen?
    Möglichst viele Testspiele (zwei pro Woche mit 3 bis 4 Tagen bzw. je einem Training dazwischen) - oder überfordert das die Spieler?


    Ich halte es bisher so, dass ich Testspiele für eine super Vorbereitung halte. Wie kann man sich fußballspezifischer auf eine Saison vorbereiten als mit Fußballspielen? :]
    Deswegen gestalte ich meine Vorbereitung mit zwei Testspielen pro Woche.

    Staffelläufe, Diagonalläufe


    Das ist aber auch ne Philosophiefrage. Diese zwei Dinge halte ich z.B. - sorry - für Blödsinn, da ohne Ball, bzw. ausschließlich auf Laufen fixiert. Es gibt viel zu viele Übungen, bei denen man gleichzeitig mehr Sachen schult und trotzdem die Grundlagenausdauer bedient.


    Was aber nicht bedeutet, dass ich nicht auch 15 Minuten Ballführparcours für zu wenig halte.

    Hallo liebe Trainertalkgemeinde,


    ich suche für meine B-Junioren ein Trainingslager in Baden-Württemberg.
    Termin: 10. bis 11. September 2011.


    Bietet jemand hier so etwas an?


    Kennt jemand jemanden, der das anbietet?


    Wäre super.