@ Rosario:
Ich trainiere eine B-Jugend. Ich habe Duschpflicht (zumindest kostet es einen Betrag in die Mannschaftskasse, wenn man nicht duscht). Ich habe kein Problem damit, wenn in Unterhose geduscht wird. Ich dusche mit der Mannschaft.
Wenn ich lese, dass du mich (Aussage aus deinem ersten Posting in diesem Thema) in die Nähe eines Pädophilen rückst - da muss ich mich wirklich zurückhalten.
In deinem zweiten Posting vergleichst du Duschen mit nackt durch den Park laufen.
Versuch mal zu argumentieren, anstatt so einen dumpfen Unsinn abzulassen.
Hier macht dich niemand an. Du bist bisher bloß kein kompetenter Gesprächspartner.
@ Günter:
Du schließt von einem bedauerlichen Einzelfall auf eine Regel für die breite Masse.
"Keine Duschpflicht, weil ein inkontinenter Junge aufhörte Fußball zu spielen" ist genauso sinnvoll wie z.B. "alle Priester totschlagen, weil ein Priester ein Kind angefasst hat".
(Das Beispiel ist krass, ich weiß, aber ich wollte nur das wissenschaftliche Prinzip verdeutlichen, dass von einer Einzelbeobachtung nicht auf ein allgemeines Verhalten rückgeschlossen werden darf.)
Zum Zitat von dir "wir sind keine Weltverbesserer": Nein, das sind wir wahrlich nicht. Aber wir haben die Möglichkeit und meiner Meinung nach deshalb auch die Aufgabe, einen positiven Einfluss auf Kinder und Jugendliche auszuüben.
Warum Duschen und warum Duschpflicht?
Nun, ich bin überrascht, wie gering manche hier den Wert einer gemeinsamen halbe Stunde mehrmals pro Woche schätzen. Das sind unschätzbare soziale Kontakte, vor allem in einer Zeit, in der sich die meisten Gespräche in meiner Kabine darum drehen, ob man gerade einen Headshot bei Counterstrike gesetzt hat...
Natürlich bringt ein Ausflug mehr für den Teamgeist - aber wie oft mache ich einen Ausflug, und wie oft wird pro Woche geduscht?
Neben der Steigerung des Zusammengehörigkeitsgefühls lernt man als Trainer in verschiedenen Gesprächen beim Duschen seine Spieler auch mal ganz neu kennen. In meinem letzten Training führten z.B. sechs Spieler - ein Pfarrerssohn, ein Albaner, ein Kurde und drei Deutsche (nicht christlich) - eine Diskussion darüber, welchen Beruf Jesus gehabt habe, und beleuchteten die Hintergründe der christlichen Feiertage. Ich habe ungläubig zugehört, mich aber insgeheim sehr gefreut, dass ein Thema gefunden wurde, welches sechs von Haus aus sehr sehr unterschiedliche Jugendliche an eine Abend alle interessiert hat. Zudem stand ein Spieler, der sonst eher Außenseiter ist, mal im Mittelpunkt. Sowas würde nie passieren, wenn alle einfach nach dem Training verschwinden!
Weiteres Argument: Duschen ist disziplinfördernd. Warum lassen z.B. Trainer, die nur zwei- bis dreimal die Woche trainieren und ein Spiel haben, auslaufen? Das bringt dem Körper nichts - führt aber dazu, dass die Spieler über das Spiel/Training reden und als Team nach dem Willen des Trainers auftreten. Und damit diszipliniert werden/auftreten.
@ Günter: Jetzt warte ich auf deine Liste der 50 wichtigeren Dinge.
