Beiträge von Willi

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    Hallo Paul,


    ich schildere dir mal drei Fälle. Es würde mich interessieren, wie du jeweils entscheidest. Es handelt sich jeweils um Fälle aus der Realität unseres Vereins.


    Fall 1:
    Du bist Trainer einer A-Jugend. Einer deiner Spieler engagiert sich als Trainer in der F-Jugend. Er kann ein Training der A-Jugend nicht wahrnehmen, weil es Überschneidungen mit dem F-Jugend-Training gibt.


    Fall 2:
    Du bist Trainer einer B-Jugend. Einer deiner Spieler engagiert sich als Schiedsrichter. Er kann ein Training nicht wahrnehmen, weil er ein Spiel zu leiten hat.


    Fall 3:
    Du bist Trainer einer B-Jugend. In der Vorbereitung gibt es vier Termine pro Woche. Ein Spieler teilt dir mit, dass er nur drei Termine wahrnehmen möchte, weil seine Freizeit auch Musikinstrument und Religionsgruppe mit einschließt und er schulisch auch einiges lernt.


    Wie würdest du jeweils reagieren?

    Ich denke aber Du hast was nicht richtig gelesen. Es geht darum, dass die Mannschaft von NF 2x1,5h trainiert und ein Spiel macht. Die Mama von Kind2 sagt: Mir ist das zuviel - er kommt nur einmal weil er noch Auswahltraining hat. Das heißt 1mal von 2mal = 50%


    Ja - aber das Kind macht doch trotzdem zweimal die Woche Training. Es trainiert also genau so viel wie die anderen Spieler. Du erweckst immer den Eindruck, der Spieler mache weniger.


    Kind2 kann meinet wegen noch 5 Trainingseinheiten pro Woche bei Bayern München direkt bei van Gaal trainieren. Das interessiert mich als Trainer der D-Mannschaft (wie NF das ist) nicht. Ich habe eine (meine!) Mannschaft zu betreuen, auszubilden und aufzustellen. Ich bin der Mannschaft verpflichtet. Sie vertraut mir und ich vertraue ihr. Die Aufstellung mache ich nach für jeden nachvollziehbaren und Kriterien wie z.B. Trainingsteilnahme und Leistung.


    Hierzu zwei Dinge:
    Erstens sehe ich hier Kirchturmdenken. "My team is my castle." Du hast ein talentiertes Kind - das kann sich am Stützpunkt weiterentwickeln. Warum willst du ihm diese Chance verwehren?
    Zweitens kann man doch auch nach den von dir genannten Kriterien aufstellen, wenn man weiß, dass das Kind zweimal die Woche trainiert und bei dem einen Mal, bei dem es bei mir trainiert, sauber mitarbeitet. Am Stützpunkt wird es sich wohl auch nicht hängen lassen.


    Hier gibt es keine Aufweichung. Wer einmal damit anfängt hat spätestens nach 3 Monaten ne Horde Mamas und Papas im Genick, die Mannschaft fängt zu nörgeln an und an ein ruhiges Arbeiten ist nicht mehr zu denken.


    Genau das meinte ich mit schwarz und weiß.
    Wenn ich sauber und nachvollziehbar argumentiere und hinter meinen Entscheidungen stehe, aber trotzdem für sachliche klärende Gespräche zur Verfügung stehe, bekomme ich als Trainer erfahrungsgemäß keine Probleme.
    Gerade wir, die wir eher im "Breitensport" tätig sind - keines unserer zu betreuenden Kinder wird später sein Geld mit Fußball verdienen - sollten uns immer wieder vor Augen halten, dass unsere Hauptaufgabe letztendlich in Vermittlung von sozialer Kompetenz liegt. Hört das Kind wegen dir auf und treibt dann keinen Mannschaftssport mehr - wo soll es die dann lernen?


    Was mich bei solchen Eltern voll ankotzt ist, dass sie die Kinder meist überall reindrücken. Der Filius muss alles machen. Englisch im Kindergarten, Skikurs mit 5J., Musikinstrument spielen spätestens in der ersten Klasse, Schwimmkurs auch im Kindergarten, im Fußballverein mitmischen, ins Sommer-Ferien-Camp des BFV gehen, Auswahlspieler sein und dann damit angeben


    Jo - ich kann diese Eislaufeltern auch nicht leiden - und ich habe in 10 Jahren Jugendtrainer und Jugendleiter durchaus einige kennengelernt. Schlimmer finde ich allerdings Menschen, deren Kinder ich teils mehrere Jahre trainiert habe, aber sie noch nie auf dem Sportplatz gesehen habe.
    Aktuell sehe ich aber als viel größeres Problem die schulische Belastung, Stichwort G8, und der "Zwang zum Gymnasium". Wird hier ja in einem anderen Thema diskutiert.



    Interessant wäre für mich, wenn du kurz auf meine These eingehst, dass der Verein mit der Meldung zur Sichtung eine Entscheidung getroffen hat und der Trainer die Folgen damit implizit zu tragen hat. Wie siehst du das?


    Paul, das hier ist nicht der erste Beitrag, in dem ich den Eindruck gewinne, dass deine Welt entweder sehr schwarz oder sehr weiß ist und Grauschattierungen selten vorkommen.


    Das Kind kann selber ja nichts für den Trainingstag des Stützpunkts. Es trainiert weiterhin genauso oft pro Woche wie seine Teamkameraden (und nicht 50% seiner Teamkameraden, wie du es schreibst). Nicht zuletzt hat dein Verein durch die Meldung zur Sichtung eie Entscheidung getroffen - und es liegt nicht an dir als Trainer, das zu torpedieren. Ich als dein Jugendleiter würde dir was husten.
    Ich selber lege durchaus Wert auf Disziplin und Teamgeist bei meiner Mannschaft. Wenn mir aber z.B. ein Kind erklärt, dass es die drei Trainings pro Woche + 1 Spiel in der Woche in der Vorbereitung nicht wahrnehmen kann, weil eben auch noch Schule / Musikunterricht / etc. dazukommen, dann spielt das Kind weiterhin und ich freue mich, dass das ehrliche Gespräch mit mir gesucht wurde.

    Wer in einem Forum eine Frage stellt, muss damit leben, wenn konträre Meinungen geäußert werden.


    Und ich bin bei diesem Thema bei Karl - und zum ersten Mal wohl auch bei Manne. :huh:
    Finde bitte erst mal zu dir selbst, bevor du dasselbe bei Kindern und Jugendlichen mit verantwortest. Vom Schreibstil und dem Gehalt deiner Ausführungen her hätte ich dich nicht auf 28 geschätzt - eher auf 11.

    Bis jetzt ist noch "Niemand" mit seinen Vorstand sooo glücklich wie Du das gerne war haben möchtest (statistisch gesehen).


    Woran das liegen könnte, habe ich ja weiter oben beschrieben. Deine Umfrage ist eine nach dem Motto "ich vertraue keiner Statistik, die ich nicht selbst gefälscht habe".


    Wie viele Berichte hast Du hier gelesen, die erzählen "wie gut der Vorstand X ist"? Ich kann mich (leider) an kein einzigen positiven Bericht erinnern.


    Bei uns Schwaben gibt es ein Sprichwort: "Nix gsait isch g`nug g`lobt." Auf verständliches Deutsch übersetzt: Wenn man sich nicht über etwas äußert, empfindet man es als angemessen bis gut. Dasselbe trifft wohl auch auf die von dir verlangten Berichte zu. Warum sollte hier jemand einen Thread verfassen "Mein Vorstand ist super"? Keiner könnte sich dazu weiter äußern und es würde wohl auch niemanden interessieren.


    Die einzige Behauptung die Ich Dir nicht glaube ist; dass Du in deinem Umfeld, von 10 Vereinen, 7 davon, als gut funktionierend beschreibst. Tut mir leid... ich war eben in sechs Vereine und kein einziges war gut geführt.


    Naja - es ist aber so. Man kennt nach 10 Jahren ja seine Pappenheimer aus den anderen Vereinen.
    Ich weiß ja, dass es auch schlimm geführte Vereine gibt. Ein Kumpel, der auch hier im Forum aktiv ist, berichtet mir des öfteren von seinem Verein. Da kann es einem schon grausen.


    Aber: Wenn ich wie du als Trainer bei sechs Vereinen war - und überall gab es Probleme: Vielleicht könnte es auch (mit) an dir liegen?


    Sorry aber, falls ich Dich nerve. Jedoch wirst Du mich kaum umstimmen können, da meine "negativen" Erfahrungen logischerweise höher gewichtet sind als deine Worte. Nimms mir nicht übel.


    Ist mir schon klar - ich werde dich da durch warme Worte nicht zum Undenken bewegen.
    Nimm mir aber bitte nicht übel, wenn ich als selbst im Vorstand aktiver negative Pauschalisierungen zum Thema nicht unwidersprochen zulassen möchte.

    @ TRPietro:


    Eine Umfrage mit einer positiven, einer neutralen und fünf negativen Abstimmungsmöglichkeiten? Was soll das Ergebnis denn da wohl aussagen?


    Besser wäre evtl gewesen:
    Ich bin mit meinem Vorstand
    - sehr zufrieden
    - zufrieden
    - stehe neutral gegenüber
    - unzufrieden
    - sehr unzufrieden
    und als sechste Möglichkeit "bin selber Vorstand".


    Sorry, aber als Jugendleiter meines Vereins gehen mir deine ständigen Pauschalisierungen "alle Vorstände sind schlecht" irgendwie auf den Geist. Ich kann z.B. sagen, dass von den zehn relativ direkten Nachbarvereinen, die wir haben, sicherlich sieben einen annehmbaren bis guten Jugendleiter haben.

    Bei einer unserer internen Trainerschulungen empfahl der Referent - ein ehemaliger Amtsrichter - auf jede Frage zunächst einmal mit "das kommt darauf an" zu antworten. Diese Antwort sei immer richtig. Also:
    Das kommt darauf an. ;)


    - Welche Ziele hat der Verein / die Mannschaft?
    - Gibt es weitere Mannschaften im Verein? Wie sind die Strukturen diesbezüglich und wieviele Kinder gibt es in der Altersstufe insgesamt?

    Ich habe eines lernen müssen in meiner Zeit als Jugendleiter:
    "Sensible" Dinge klärt man immer in einem persönlichen Gespräch. Nie schriftlich, nie per Mail. Sitzt man anderen nicht persönlich gegenüber, schleicht sich schnell ein Ton ein, der nicht wirklich gewollt ist, oder wird ein Satz schärfer verstanden als er geschrieben wurde.
    Dasselbe würde ich auch dir raten. Hattabi hat den richtigen Weg bereits aufgezeigt.

    @ PaulBreitner: Ich habe auch Übergewicht. Und zwar nicht wenig. Ich wehre mich aber dagegen, deshalb ein schlechterer Trainer zu sein. Ich finde, du gehst hier ein bisschen zu weit. Rauchen und Trinken in der Öffentlichkeit kann auch anderen schaden - mein Gewicht aber eher nicht.
    Diesbezüglich geht auch eine "Vorbild"-Diskussion etwas weit.


    @ Manne44: Dir macht das Provozieren wahrscheinlich noch mehr Spaß als das Rauchen und Trinken, nicht wahr? Ich denke du bist im realen Leben weitaus weniger rüpelig als hier im Forum. Als Jugendleiter meines Vereins würde ich das Trinken und Rauchen des Trainers am Spielfeldrand aber schnellstens unterbinden.


    Evtl solltet ihr eure Diskussion per PN weiterführen oder wieder zum Thema allgemein zurückkehren.

    Ich habe nicht gedacht, dass ich in diesem Leben Paul Breitner einmal in allen Punkten zustimmen muss. ;)
    Jetzt ist es aber soweit.


    Zu Punkt 1:
    Ein Trainer, der am Seitenrand raucht? Ich hielt das zunächst für eine Scherzfrage. Das geht auf keinen Fall. Das beste Beispiel, warum das so ist, hast du selbst gebracht: Der Chef, der selber dauernd zu spät kommt, nimmt man nicht ernst, wenn er das von seinen Mitarbeitern verlangt...
    Nicht zuletzt würde ich als Vorstand deines Vereins schon wegen der schlechten Außenwirkung von dir verlangen, damit aufzuhören.


    Zu Punkt 2:
    Das muss alles eins sein. Keiner deiner genannten Punkte ist wichtiger als ein anderer. Die Handlungen müssen entsprechend ausgerichtet sein.


    Zu Punkt 3:
    Das ist die Frage der Ziele deines Vereins. Will er nach oben, wird es für die vier Spielerinnen schwierig. Will er einfach seine Mannschaft halten, musst du sie unbedingt einsetzen.
    Bedenke: Ohne Einsätze werden sie über kurz oder lang aufhören. In einer Frauenmannschaft nur 13 Spielerinnen zu haben wäre katastrophal (Studium, Schwangerschaften, etc) - das mittelfristige Ende der Mannschaft wäre vorprogrammiert.





    Sei mir nicht böse Paul, aber woher nimmst du dir das Recht, irgendjemand vom Platz zu schmeißen?
    Welches "Hausrecht" glaubst du denn auf einem Fußballplatz zu haben?


    Ob DerCoach125 neben dem Spielfeld eine raucht oder nicht, kann doch dir vollkommen wurscht sein, er spielt ja nicht selber.
    Solche verbissene Zeitgenossen wie du verleiden anderen Leuten ihr Hobby auszuüben, weil sie glauben, die Weisheit mitn Löffel gefressen und die Wahrheit gepachtet zu haben.


    Deine Machtfantasien hören sich eher nach Wehrsportgruppe als Fußballclub an.


    Du bist auch im D-Zug-Tempo durch deine Kinderstube gerauscht, wa?
    Lies dir nochmal dein Posting in Ruhe durch. PaulBreitner hat sachlich und höflich seine Meinung zum Ausdruck gebracht.
    Ich hoffe - da dieses Forum sehr gut moderiert ist - dass dir ein solches Posting zumindest eine Verwarnung einbringt.

    @ Chris: Wir sagen tatsächlich nicht mehr "Linksverteidiger". Eben aus dem von dir genannten Grund. Das ist "links hinten" oder schlicht und einfach die "3".


    @ TRPietro: Dir gehen wieder deine Autoritätsgäule mit dir durch. Ist natürlich nicht das Einzige, auf das bei uns geachtet wird. Z.B. sind unsere Verbandssportlehrer 1996 bei Berti Vogts aufgeschlagen und haben ihn gebeten, als Bundestrainer auf da ballorientierte Spiel umzustellen bzw. dieses zu propagieren, damit es sich schneller verbreitet. Antwort Vogts: "Das wird sich nie durchsetzen."

    Ich habe mir die Mühe gemacht, das ganze Zeug hier mal durchzulesen. Leute, mir sträuben sich wirklich die Haare. Soviel undifferenziertes Gerede auf einem Haufen habe ich wirklich selten gelesen.


    Als Erinnerung für die, die es wohl nicht mal geschafft haben, den Eingangsfall genau durchzulesen: Der Spieler, der hätte raus müssen, hat anschließend sofort per Strafstoß das Tor erzielt. Deswegen - und nur deswegen - wurde dem Einspruch stattgegeben. Der Spieler hat direkten Einfluss auf das Spielergebnis gehabt.
    Wäre dem nicht so gewesen, hätte der Verband das Ergebnis nicht kassiert.
    Über den Protest an sich kann man moralisch natürlich streiten.


    Ich find es aber einfach billig, wenn hier jeder nur schreibt "die bösen Verbände". Natürlich erlebt man als Ehrenamtler manchmal die Bürokratie - versucht man aber, mal den Sinn zu hinterfragen, stellt der sich meistens heraus.


    Für mich gilt: Bitte Beispiele bringen. Einfache Verbandsschelte ohne Beispiele oder Hintergründe ist ungefähr genauso sinnig wie die Aussage "Schweizer sind doof". Pauschaler Blödsinn!

    Ich hab gerade geschlagene zwei Minuten meines Lebens vergeudet weil Willi unfähig ist taktische Systeme ohne den Torwart anzugeben...


    Bei uns im Württembergischen Fußballverband werden alle Trainer darauf geschult, taktische Systeme mit Torspieler anzugeben. Ist ja auch irgendwie logisch. Der darf ja auch mitspielen.


    Und worauf koeppchen hinauswill: Wir nennen ihn nicht mehr Torwart, sondern Torspieler. Und zwar deshalb, weil sich durch die neuen taktischen Anforderungen die Anforderungen an das Torwartspiel so verändert haben, dass der Torspieler die Fähigkeiten eines Feldspielers auch annähernd besitzen muss.

    Sag mal was bist Du denn für ein Willi,wenn ich will tauch ich auf und sag Dir mal kräftig Glück Auf!
    Sitzt wohl am PC und weinst manchmal,wenn bisl eh hartes Wort rüberkommt. :rolleyes:
    Man oh man. ;) Trainer oder Träne? :thumbdown:


    @ Manne: Nö. Ich unterhalte mich einfach gerne auf einem bestimmten Niveau. Das sähe ich bei einer Teilnahme deinerseits untergraben. Und bei so einem Beitrag: q.e.d.


    @ Uwe und Pietro: Alles klar. Der Termin sollte dann baldmöglichst kommuniziert werden zwecks Planung.

    Mit den 10 Jahren habe ich vielleicht übertrieben. Aber in der Champions League ist das System seit ca. 5 Jahren einfach Standard.

    Dass Podolski in der NM besser spielt als im Klub, liegt auch daran, dass der deutsche Fußball taktisch schon wieder 10 Jahre hinterherhinkt. Unter internationalen Spitzenmannschaften ist das 1-4-2-3-1 längst Standard. Nur die Deutschen haben's bis auf die Bayern dieses Jahr nicht hinbekommen.


    Für Podolski und Klose z.B., aber auch für Leute wie Özil und Müller, ist dieses System optimal auf ihre Fähigkeiten zugeschnitten, während im Klub eben anders gespielt wird.

    Ich habe das jetzt so verstanden, dass Pietro das bei sich macht. Ansonsten kommt bitte auf mich zu.


    Bei einem früheren Treffen in einem anderen Forum haben wir uns am Rande eines U21-Länderspiels getroffen. Falls z.B. ein BuLi-Spiel in der Nähe ist, wäre ein gemeinsamer Besuch doch was Spaßiges.


    Ich habe weiterhin Interesse teilzunehmen. Einzige Bedingung: Manne bleibt daheim.