Beiträge von fak

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    Es ist schon mal gut, dass du dir langfristige Gedanken machst. Später braucht man nämlich alle diese Spieler. So weit denkt in der E-Jugend nicht jeder. Zu den schwachen Spielern: du glaubst nicht, was für Graupen irgendwann zumindest geradeaus laufen können und Flachpässe spielen können, wenn sie nur einige Jahre regelmäßig dabei bleiben.


    Die Frage, die sich mir zunächst stellt: warum habt ihr nach Leistung eingeteilt? Gibt es unterschiedlich starke Staffeln?

    Ja, natürlich wird da das eine oder andere ins rechte Licht gerückt. Allerdings ist klar, wenn vom DFB so etwas produziert wird, dass man sich selbst möglichst toll, harmonisch, professionell, menschlich, ... darstellt. Über das kann man, denke ich, mit einem augenzwinkern, drüber hinweg sehen. Mir hat der Einblick (so geschönt er auch war) in das "Camp-Leben" ganz gut gefallen.


    Und bitte nicht falsch verstehen: Ich habe ja nicht gesagt, dass der Film gut sei. Lediglich, dass ich ihn nicht SO SCHLECHT empfinde wie alle anderen.

    Dass es nicht übermäßig kritisch wird ist schon klar, ja. Aber ich fand den gesamten Ton des Films in seiner Konsequenz dann auch mit dieser Erwartung noch peinlich. An sich jetzt natürlich im Prinzip nicht wahnsinnig problematisch, nur im Zuge dessen, dass in allen möglichen Bereichen immer mehr darauf geachtet wird, Berichterstattung (zu ungunsten eines freien Journalismus') selbst zu steuern, ein weiterer Baustein. Und das gefällt mir nicht besonders. Für das, was er war, war er nicht schlecht gemacht - nur das, was er war, ist halt Mist ;-).

    Ich werde diese Aussagen, die von Ärzten getroffen werden, nicht anzweifeln. In dieser Hinsicht sind wir alle Laien.






    Einerseits ja, andererseits ist "ab 27 Grad sollten Kinder sich nicht mehr anstrengen" ja keine vernünftige, wissenschaftsbasierte Aussage. 27 Grad sind ja arbiträr gewählt, es gibt da nicht irgendeinen logischen Cut, warum es ausgerechnet 27 Grad sein sollten. Außerdem hängt sowas ja nicht nur vom Alter ab, sondern stark von der Konstitution und den individuellen Eigenschaften. Die Aussage ist also letztlich nur, dass man bei Kindern noch etwas vorsichtiger sein sollte - hilft aber ja auch weiter. Im jüngeren Bereich kann man zu Wasserspielen einladen oder ausfallen lassen, im älteren Bereich ausfallen lassen oder je nach Spielniveau mal eine Theorieeinheit machen. Letzteres haben wir gestern gemacht und es als sehr gute Einheit empfunden. 45 Minuten Theorie, dann 20 Minuten auf dem Platz spazieren gehen, um zu schauen, ob das zumindest theoretisch verstanden ist - im Tempo umgesetzt wird's dann (hoffentlich) wenn's wieder kühler ist.

    Meine Deutschlehrerin sagte damals immer, dass für das Verständnis von Ironie ein geistiges Alter von 12 Jahren erforderlich ist ;)

    Das hält sich hartnäckig und wurde auch etwa in meinem Trainerlehrgang erwähnt, es ist aber Quatsch. Es kommt auf den sprachlichen Umgang an, den die Kinder gewöhnt sind. Ich hab das eben meiner 9jährigen Nichte und meinem 7jährigen Neffen erzählt, die haben es verstanden und verstehen auch sonst Ironie (als ich sagte, dass jemand das mit den Winterjacken gefragt hat, sagte mein Neffe: "Das war der Dümmste" und lachte...). Ob Ironie ein sinnvolles pädagogisches Mittel ist, insbesondere bei jüngerem Alter und vor einer Gruppe, in der man nicht überprüfen kann, wer was versteht, steht wieder auf einem anderen Blatt (eine meiner Schwestern ist Lehrerin und hat immer mal wieder Schwierigkeiten damit, dass auch 12er am Gymnasium die aus ihrer Sicht offensichtlichsten Sachen, ironisch gesagt, nicht verstehen).


    So, und jetzt habe ich gerade gesehen, dass du ja "geistiges Alter" geschrieben hast, womit diese ganze Ausführung wahrscheinlich unnötig war :-).

    Wir machen heute 45 Minuten Theorie und dann maximal 30 Minuten diese Inhalte auf dem Platz stellen und gehen.


    In der whatsapp-Gruppe kam dann die Frage, ob die Torhüter dafür Torwartsachen brauchen oder ob sie kurze Sachen anziehen können. Trainerkollege sagte dann, dass kurz dafür selbstverständlich ok ist. Ich hab hinzugefügt, dass sie aber sicherheitshalber auch mal Winterjacken dabei haben sollen. Frage eines Spielers, der gerade aus der D-Jugend hochgekommen ist: "Winterjacken sollen aber nur die Torhüter mitnehmen, oder?"

    Es kommt immer auf die Haltung an. Bei den Spielern, die bei uns auch überwiegend verloren haben, sind mehrere Stützpunktspieler dabei. Einer, der jetzt gerade zum Verein mit den höchsten Klassenzugehörigkeiten in der Region wechselt und einer, den wir versuchen, zu einem Bundesligisten zu vermitteln und da auch ganz gute Chancen sehen. Die haben sich auch nicht gefreut, wenn sie oft verloren haben, aber es war klar und normal, dass das bei uns von den Abläufen her einfach so ist und bleibt, wie es war und es gab da nie größeres Theater. Es ging also, zumindest bei uns. Das heißt nicht notwendigerweise, dass es anderswo mit anderen Voraussetzungen auch geht, aber ich bin doch geneigt zu glauben, dass das mit der entsprechenden Vermittlungen meistens funktionieren wird.

    Normalerweise trainieren wir. Da momentan eine problematische Platzbelegung und der Eindruck dazu kommt, dass einige Spieler ein wenig fußballmüde sind, lassen wir diese Woche Dienstag und Freitag Training weg und trainieren nur Donnerstag (wobei dann nicht gerade der Shuttle-Run-Test an dem Tag gemacht wird...) und Samstag (Fitnesstrainer der Präventionsmaßnahmen erklärt, auch nicht so laufintensiv).

    Da der Verein kein 2005 bzw. E1 Team und nur 3/4 2005er Spieler hat, müssen die 2006er Kinder Punktspiele gegen ältere Kinder spielen (wenn wir nur ein Team anmelden spielt es als E1 - automatisch). Deswegen die Idee: Mehr Leistungsträger bei Punktspiele ( fak). Ich habe (mit meinem großen Sohn) erlebt wie es ist wenn eine Mannschaft immer hoch verliert....
    Pflichtpsiele sind sowieso nicht viele. Wir können wahrscheinlich viel mehr Freundschaftspiele organisieren.


    Ehrlich gesagt, werde ich lieber von der 2005er Kinder mich verabschieden oder immer welche von denen zu Hause lassen, aber das ist sicher keine gute oder machbare Lösung.


    Bei uns gibt es keine Regelung bezüglich E1 und E2, es ist also mehr oder weniger Zufall, wie Staffeln zusammengestellt werden. Schön, dass es auch Verbände, in denen das geregelt ist, schaffen, dass die Regelung dann wieder zu unpassenden Zusammenstellungen führt...


    Wie war das denn, immer hoch zu verlieren? Wir hatten in der D-Jugend eine Saison, in der unsere erste aufgrund einer nicht funktionierenden Spielgemeinschaft völlig auf verlorenem Posten stand und die zweite u.a. auch deswegen in der Kreisstaffel nur auf die Nüsse bekommen hat. O Punkte, 5:131 Tore. Die D1 hat es damals immerhin auf 6 Punkte bei einem Torverhältnis von -100 geschafft. In dieser Saison sind uns zwei Spieler abgesprungen, die aber auch vorher schon unzuverlässig gewesen waren. Die anderen sind nach wie vor dabei, obwohl auch die Saisons danach zumindest für die zweite Mannschaft nicht wahnsinnig erfolgreich waren; immerhin gab es ein paar Erfolgserlebnisse. Wir haben ab unserem Jahrgang abwärts so große Jahrgänge wie unser Verein noch nie hatte (und Breite zu schaffen ist die Grundlage jedes Vereins, alles andere, Klassenzugehörigkeiten usw. ist Beiwerk); darüber hinaus haben wir in der Spitze jedes Jahr zwei Spieler, die für die Verbandsauswahl nominiert werden; in den Jahrgängen, die ständig auf den Sack bekommen haben. Ich glaube, dass es darauf ankommt, dass man gutes Training und eine gute Gemeinschaft bietet. Dann ist es zweitrangig, ob man auch mal eine Zeit lang sehr viel verliert. Wenn Trainer und Eltern nicht zu viel von den Ergebnissen abhängig machen werden die Spieler es auch nicht tun. Die Regelung bezüglich E1 und Staffeleinteilung bei euch ist ungünstig, aber nachdem ich es einmal so mitgemacht habe gibt es keine Alternative mehr für mich dazu, im unteren Jugendbereich allen Spielern gleichmäßige Spielzeit zu geben. Scheiß auf die Ergebnisse. Wir haben in der E-Jugend Klatschen gegen den Nachbarverein bekommen; jetzt haben die Schwierigkeiten, noch eine Mannschaft zusammen zu bekommen und unsere C1 spielt höher als deren UND wir haben noch dazu eine zweite Mannschaft. Die haben die bessere Infrastruktur und die größere Tradition und größeren Namen. Wir haben gute Arbeit geleistet. Aber vor allem: die haben in der F- und E-Jugend leistungsorientiert gearbeitet und wir haben alle Spieler gleichmäßig eingesetzt und allen Beachtung gegeben. Die Situation, wie sie sich jetzt darstellt, ist das Ergebnis der Umsetzung der Prinzipien des Kinderfußballs mit genug kompetenten Trainern. Macht das auch so, scheißt auf die Ergebnisse (Staffelsieger E-Jugend im Kreis Buxtehude-Bürkelfeld ist jetzt, global betrachtet, nicht so wirklich wichtig) und langfristig werdet ihr sehen, wie euer Verein davon profitiert.

    Ich würde schauen ob nicht noch in der Saison neue Spieler dazu kommen, eventuell auch ein bisschen werben, doch mal Freunde mitzubringen.


    Dann für die Hinrunde zunächst mal nur eine Mannschaft melden und vielleicht einige Freundschaftsspiele machen - die Runden sind in der Altersklasse ja meist recht kurz, da kann man noch ein paar Freundschaftsspiele einschieben und dann halt zwischen allen Spielern, die regelmäßig da sind und sich vernünftig benehmen die Spielzeiten gleichmäßig verteilen. Wenn möglich würde ich dann versuchen, zur Rückrunde eine Mannschaft nachzumelden, wenn bis dahin noch 2-3 Spieler dazugekommen sind vielleicht.

    Beim Zusammenkommen kann es je nachdem Wunder wirken, von 3 (oder 5) runterzuzählen. Laut und langsam. Dann mit irgendeiner "Strafe" verbinden, für jemanden, der nicht rechtzeitig da ist. Drei "Liegestütze" oder was einem auch immer dazu einfällt.

    Würde mir auf die Nerven gehen als gegnerischer Trainer. Mir gehen aber auch jegliche Torjubel auf die Nerven, die in irgendeiner Form einstudiert oder übertrieben exzessiv sind, deswegen bin ich da vielleicht nicht ganz repräsentativ.

    Platz, dem eine besondere Bedeutung zukommt...da fällt dann der erste schon rein, nach meiner Interpretation (also, jetzt mal davon abgesehen, ob es sowas wie "besondere Bedeutung" in einer Kreisstaffel bezüglich sportlicher Resultate überhaupt gibt). Ist aber halt sehr interpretationsfähig und -bedürftig, die Formulierung. Seid ihr beteiligt? Ist ja letzten Endes relativ wurscht, wenn es ein Entscheidungsspiel gibt und ihr das unwichtig findet müsst ihr ja nicht antreten.

    Ich hatte mal gemeinsam mit einem Kollegen aus dem Trainerteam sehr viel Spaß, als wir bei einem Hallenturnier die Besprechung eines Trainerkollegen bei einer jüngeren E-Jugend mitbekamen. Der Trainer machte irgendwie geschäftig mit seinen Notizen rum, gab dann ein paar inhaltslose Sätze von sich, die ich leider nicht mehr erinnere, und schloss dann mit einem eindringlich betonten "also...ihr müsst jetzt im NÄCHSTEN Spiel EINFACH mal BESSER SPIELEN".

    Ich halte das für eine relativ schlechte Lösung, weil es so scheint, dass diese Sortierung nach Leistung vorgenommen wurde, was ich in der Regel nicht besonders sinnvoll finde. Führt dann in dem Fall eben auch dazu, dass man sich abgeschoben fühlt. Hängt ein wenig von der Organisation des Spielbetriebs ab, aber so wie er bei uns läuft finde ich leistungsmäßig gemischte Mannschaften sinnvoller. Wenn's aber nun mal in dem Verein so läuft (wenn es Leistungs- oder Jahrgangsstaffeln gibt kann das eventuell auch sinnvoll sein) würde ich auch wie holzi dazu raten, zu versuchen, die positiven Aspekte zu sehen, die sich möglicherweise ergeben.

    Ich glaube das "altersgerecht" versteht man im Idealfall am besten als Schutzgedanke vor Überforderung, aber nicht als zwingende Limitierung. Sprich: nicht kollektiv und systematisch überfordern (in der E-Jugend also vielleicht nicht auf dem 11er-Feld spielen und die Hälfte der Trainingszeit auf taktische Abläufe verwenden), aber durchaus auch individuell mehr fordern, wo mehr möglich ist. Also: die Basis sollte das sein, was aus meiner Sicht mit altersgerecht gemeint ist, darüber hinaus kann aber auch leistungsgerecht etwas Weiterführendes gemacht werden. Wobei ich den Grundsatz, sich ein wenig zu beschränken schon ganz gut finde, weil es eine schwierige Sache ist, jeden Spieler entsprechend seinem Leistungsstand zu fordern und der Gedanke, wenn es geht schon mehr zu fordern, auch gerne mal missbraucht werden kann ("in meiner E können halt schon alle die Viererkette verstehen" - scheiß Beispiel, mir fällt nichts treffenderes ein...).