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    Zitat Gustavo (irgendwas funktioniert hier gerade nicht mit der Zitatfunktion): "Die Frage nach dem System ist auch immer eine Frage welche Spieler hast du. Wir sind diese Saison mit einem 4 - 2 - 3 - 1 gestartet. Nach einigen Spielen fiel aber auf, dass meine 6er einen Tick zu offensiv waren und wir so immer etwas anfällig waren. Wir haben dann auf ein 4 - 1 - 4 - 1 umgestellt. Dadurch sind wir viel stabiler in der defensive geworden. Überleg dir also welche Spieler du hast und wie du dessen Stärke am besten nutzen kannst. Dann 1 - 2 Testspiele um zu sehen wie es funktioniert. "


    Dem vorletzten Satz möchte ich widersprechen. In der C-Jugend geht es meines Erachtens nicht darum, welche Spieler du hast und wie du deren Stärken am besten nutzen kannst, sondern darum, welche Spieler du hast und wie du diese am besten weiter ausbilden kannst. Das kann miteinander übereinstimmen, muss aber nicht.


    Grundsätzlich finde ich ein 4-4-2 nicht verkehrt (das ist aber bislang nur Theorie, ich werde ab Sommer erst das erste Mal eine C-Jugend trainieren). Es ist symmetrisch, du hast zwei mal vier auf einer Linie und du hast zwei Ausbildungsstellen für Stürmer. Aber wie gesagt, letzten Endes ist wichtig, welche Spieler du hast und mit welcher Grundordnung du dich wohlfühlst.

    Ich war mir nicht so sicher, ob das angekommen war, was ich geschrieben habe. Wenn ich nämlich schreibe, dass das System der Ligen so unterschiedlich und wenig aussagekräftig ist und mir dann jemand als Antwort schreibt, dass das System der Ligen so unterschiedlich und schwer durchschaubar ist, dann können da schon mal Zweifel aufkommen :-).


    Eine Angabe zur Stärke innerhalb der Spielklasse ist sicherlich hilfreich, aber vielleicht können wir uns trotzdem darauf einigen, dass 3. von 5 Spielklassen hilfreicher ist als "Kreisliga"? Letzteres kann nämlich so ziemlich alles sein, von der untersten Spielklasse bis zu einer eher höheren, dort wo zwischen "Kreisklasse" und "Kreisliga" unterschieden wird. Wenn jemand nur den Liganamen schreibt weiß ich im Zweifelfall gar nichts. Die Angabe zur Stärke kommt dann, wenn sie relevant ist, sowieso noch, wenn man etwa abgeschlafen Letzter ist. Dass eine solche Angabe nichts bringt, wenn es wie du beschreibst nur eine Liga gibt, das ist relativ logisch - mir ist aber nicht ganz klar, was das mit meinem Vorschlag zu tun hat.


    Abgesehen davon kann die reine Angabe der Position der Spielklasse innerhalb des jeweiligen Systems kann durchaus auch ohne Stärke etwas aussagen, wenn es darum geht, welche Erwartungen zum Beispiel ein Verein hat, Trainer haben etc. Wenn es etwa um die Auswahl von Trainingsübungen geht ist das natürlich nur bedingt aussagekräftig.

    Äh, ja, danke für die Antworten. Ich weiß auch, dass es überall unterschiedlich ist, das ist ja genau das Problem. Und ich weiß auch, dass ich das nachschauen kann. Das Problem würde aber entfallen, wenn jemand, statt einfach allen aus anderen Verbänden Bezirksoberliga, 3. Kreisliga oder was auch immer an den Kopf zu schmeißen, schreiben würde, dass es die 3. Spielklasse von 5 ist. Das war ja genau das, was ich mit meinem Beitrag meinte.

    Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich das richtige Unterforum erwischt habe und vor allem nicht, ob ich damit überhaupt jemand relevantes erreiche, aber eine Sache, die mir immer wieder auffällt, ist die Nennung von Spielklassen in Beiträgen, mit der ich dann nichts anfangen kann. Manchmal ist sie auch nicht so wichtig, aber manchmal ist sie für die Fragestellung interessant. Wenn mir dann jemand was von 1. Kreisklasse oder Kreisliga A oder Landesliga oder was auch immer erzählt, dann kann ich damit nichts anfangen, weil es nichts davon in meinem Landesverband/Kreis in der Jugend dementsprechend gibt. Was dann zu Nachfragen oder Missverständnissen führt. Ich vermute mal, dass das anderen durchaus ähnlich geht. Ich würde also vorschlagen, dass Spielklassen möglichst in der Form "zweithöchste von fünf Spielklassen", "unterste von 3 Spielklassen" genannt werden, das ist meines Erachtens wesentlich hilfreicher. Vielleicht mag sich ja das ein oder andere Forumsmitglied anschließen; auch wenn ich befürchte, dass das vor allem in Beiträgen von neuen Forumsmitgliedern interessant wäre, welche das hier kaum vorher lesen werden...

    Ich kenne diese Software nicht, würde aber auch Excel empfehlen. Damit geht das, was du suchst und vieles mehr und wenn man sich ein wenig damit auskennt kann man auch noch 1000 andere Sachen damit machen. Darüber hinaus dürfte Excel bei vielen schon als Teil von Office vorhanden sein.

    Vielleicht ist das eine Besonderheit bei Bayer Leverkusen, dass man da die Notwendigkeit sieht...


    Ich sehe zwar den Fokus auf der Ausbildung und Entwicklung einzelner Spieler, es ist aber meiner Ansicht nach auch so, dass es sich auch mit Kindern und Jugendlichen und auch im Breitensport leichter "arbeitet", wenn man viel gewinnt, als wenn man viel verliert.

    Wenn man mir 11jährige vorsetzen würde, die noch keine fertig ausgebildeten Fußballer sind, würde ich sofort kündigen.

    Am letzten, heißen Wochenende haben wir ein eher taktisches Training mit vielen Standzeiten gemacht. Wenn die Saison für uns schon beendet wäre hätten wir das aber eher ganz sein lassen, weil es schon extrem heiß war.

    Viererkette geht durchaus auch, funktioniert bei uns gut und wir kassieren wenige Gegentore mittlerweile (ist allerdings das zweite Jahr D-Jugend jetzt). Die geringere Breite ist kein Problem, die Viererkette steht sich nicht auf den Füßen. Du musst ja bedenken, dass 50m für D-Jugendliche mindestens so breit wirken wie die normale Spielfeldbreite für Erwachsene. Und wenn du von Abständen von 6-8m ausgehst zwischen den einzelnen Spielern, dann ist das nicht zu eng. Eine Besonderheit bei der Viererkette bei nur acht Feldspielern ist sicher, dass die AVs noch mehr als mit 10 Feldspielern mit nach vorne gehen müssen, ansonsten ist man vorne ständig in Unterzahl. Das ist sehr laufintensiv und kann meiner Erfahrung nach nur von eher wenigen D-Jugendlichen umgesetzt werden.


    Es geht also mit Viererkette, aber ich finde die bisherigen Ratschläge es eher mit dreien hinten zu probieren, auch nicht verkehrt, gerade wenn die Spieler vorher kein ballorientiertes Spiel kennengelernt haben. Die Frage ob vier oder drei hinten ist dementsprechend aber für mich auch nicht die zentrale; zentral ist, dass du auf ballorientiertes Spiel umstellst. Dann kann man sich danach eher die Gedanken darum machen, ob das nun mit dreien oder vieren hinten besser geht. Also würde ich dir raten, dich selbst damit auseinander zu setzen und das zu vermitteln und die Frage Dreier- oder Viererkette nicht so wichtig zu nehmen. Das ist nur eine Formation; es kommt aber darauf an, wie man spielt, nicht wo bei der Besprechung die Magnete an der Tafel hängen.

    Fazit: nicht jammern, wenn Talente den Verein verlassen, sondern den Verein so gut machen, dass Talente es auch nicht verlassen und evtl. Talente von andere Vereine dazu kommen ohne dafür, abgeworben werden zu müssen.

    Da würde ich noch als dritten Punkt hinzufügen: froh sein, wenn Spieler bei euch so gut werden, dass sie für höherklassige Vereine mit vielleicht noch besserer Arbeit interessant werden. Denn was die Entwicklung des eigenen Vereins anbelangt gibt es dann doch in der Regel Grenzen aus denen schon mal der ein oder andere Spieler rauswachsen kann. Das sollte man dann meines Erachtens nicht nur akzeptieren, sondern es sollte sogar eines der vielen Ziele eines Vereins sein.


    Anders sieht das natürlich aus, wenn Graupenvereine aus der Nachbarschaft selbst keine vernünftige Arbeit machen, dafür aber munter mit großen Versprechungen abwerben. Das ist dann eher ärgerlich, allerdings glaube ich auch hier, dass das wenn man gute Arbeit macht und guten Kontakt zu seinen Spielern hat eher selten vorkommt. Und dass es wenn es doch vorkommt oft Leute sind, auf die man charakterlich eher auch mal verzichten kann.

    Wir fangen solche Situationen mit einem größeren Trainerteam auf. Als alleiniger Trainer stelle ich mir das schwierig vor. Der Co wäre schon (und nicht nur deswegen) wünschenswert. Regelmäßige Spielverlegungen aus dem Grund (3x würde für mich schon unter regelmäßig fallen) würde ich versuchen zu vermeiden, weil ich es schon gut für alle Beteiligten finde, wenn man sich einigermaßen auf den normalen Verlauf einer Fußballwoche verlassen kann und nicht die Hälfte der Spiele verlegt werden. Bevor sich allerdings überhaupt kein vernünftiger Trainer findet würde ich es notfalls auch so machen, nur dann halt versuchen, noch möglichst bald jemanden zu finden.

    1) Der Trainer/Lehrer ist ne Pflaume. Offensichtlich bist du mit der Aufgabe ja überfordert. Warum gibt er dir dann keine Hilfestellung?


    2) Dein Ausgangsposting hat nicht genug Informationen. Eine Einheit heißt tatsächlich ein Training? Und das Thema ist "Offensiv-Taktiken"? Was heißt "im Praktischen Bereich"? Mit etwas genaueren Informationen kann dir vielleicht hir weitergeholfen werden.

    Wir haben in der E-Jugend noch ständig durchrotiert; in der D-Jugend gibt es schon so etwas wie feste Positionen, allerdings nicht in dem Sinne, dass das jetzt die Position für den Rest des Lebens ist. Ein Spieler spielt halt ein halbes Jahr auf einer Position und danach ist bei den meisten wieder etwas anderes dran. Gerade schwächere Spieler haben auch mal längere Zeit dieselbe Position gespielt, bis sie eine gewisse Sicherheit entwickeln. Da freue ich mich dann jetzt schon drauf, wenn der in seiner Persönlichkeit sehr zurückhaltende AV, der froh ist, langsam klar zu haben, was er auf der Position machen muss, sich nächste Saison als Stürmer wiederfinden wird. Der hat schon komisch geguckt, wenn er im Training jetzt schon ab und an mal eher vorne spielen sollte oder bei positionsspezfischem Training als Stürmer ran durfte...will sagen, manche Spieler wollen ja unbedingt auf einer Position bleiben. Eine Zeit lang ist das meines Erachtens auch irgendwann sinnvoll, aber dann braucht's immer neue Herausforderungen. Raus aus der Komfortzone, mit anderen Anforderungen klar kommen.

    Ich find's schon gut, nach dem letzten Spiel noch 1-2 Trainingseinheiten zu haben. Danach würde ich dann möglichst bald den Cut machen, sobald die Spieler alle irgendwo wieder versorgt sind.

    Wir machen's genau so und es funktioniert wunderbar. Stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl in der großen Gruppe und ergibt für das Training Möglichkeiten, die Spieler auch mal unterschiedlich zusammenzustellen. Darüber hinaus könnt ihr eine höhere Durchlässigkeit zwischen 1. und 2. Spielgruppe aufrecht erhalten. Bei uns gibt es so 10 Spieler, die immer D1 spielen und 10, die immer D2 spielen, der Rest spielt je nach aktueller Form mal hier, mal da.


    Was Günter sagt, halte ich für wichtig: die Trainer müssen sich einig sein und ich halte es für günstig, wenn darunter einer ist, der anerkannt von den anderen die Richtung vorgibt. Wenn das nicht der Fall ist, könnte ich mir vorstellen, dass es schwerer umzusetzen wird. Ansonsten sehe ich da viele Vorteile drin.

    Tatsächlich ist es so, dass man bei Dorfmannschaften in der Regel Trainer findet, die zwar behaupten würden, sie spielen mit Dreier- oder Viererkette, bei denen aber dann letzten Endes jeder einem Mann hinterher rennt und einer hinten drin steht. Hier in der Fußballprovinz ist das sogar bei den größeren, ambitionierten Vereinen gerne so. Als ich vor einigen Jahren meinen Trainerschein gemacht habe, habe ich auch noch mit dem Verbandstrainer diskutiert, ob bei einem Dorfverein die Viererkette überhaupt irgendwann funktionieren kann (geschweige denn schon in der D-Jugend). Die Basis meiner Ablehnung war, dass wir es wenige Jahre vorher mit unserer B-Jugend in der höchsten Spielklasse nicht geschafft hatten, eine vernünftige Viererkette einzuführen. Was der Verbandstrainer damals schon vermutete und was ich heute auch so sehe, ist, dass unser Trainer einfach keine Ahnung davon hatte, was er da tut. Mittlerweile habe ich aber die Erfahrung von zwei Jahren D-Jugend mit Viererkette unter kompetenter Leitung und es ist mit wenigen darauf fokussierten Trainingseinheiten und ja, regelmäßigen Hinweisen im Umfeld der Spiele, gelungen, dass unsere beiden Mannschaften jetzt eine ordentliche Viererkette spielen. Auf dem Niveau, dass ich glaube, dass es sogar jetzt schon ein Vorteil gegenüber einer anderen Verfahrensweise ist. Die Spieler coachen sich mittlerweile untereinander; aufrücken und absetzen funktioniert in der stärkeren Mannschaft vernünftig; in beiden Mannschaften sieht man regelmäßig, dass Dribblings des Gegners per gegenseitigem Absichern abgefangen werden und die Gegner stehen zehnmal pro Spiel im Abseits, weil sie damit nicht klar kommen, dass tatsächlich von einer Linie aus nach vorne verteidigt wird. Ich habe also meine Meinung dazu geändert, weil ich gesehen habe, dass es geht - ohne deswegen nur noch das zu trainieren. Allerdings muss man auch sagen, dass wir ein außergewöhnlich qualifiziertes Trainerteam haben, wovon die meisten Dorfvereine sehr weit entfernt sein werden. Diese Einschätzung erlaube ich mir mal, weil ich dabei nicht die zentrale Rolle spiele. Wenn man solche Voraussetzungen nicht hat, kann es natürlich sein, dass das nicht so gut funktioniert.


    Dazu möchte ich noch anfügen, dass hier das D 9 - Feld auch in der Breite verkleinert ist. Bei einer Viererkette und dem offensiv wie defensiv nocht nicht beschulten 1:1 offensiv wie defensiv...finde ich das -gelinde gesagt- sinnfrei zu tun.


    Erstmal die Hausaufgaben...das Fundament schaffen, läuft nix weg. Gruß


    Bei uns ist das Feld auch in der Breite bei 50m. Das Feld wird aber doch von kaum einer Mannschaft in seiner Breite ausgenutzt. Wenn man 4 auf eine Linie stellt führt das eher dazu, dass auch mal die Breite ausgenutzt wird. Bei den meisten Spielen, die ich ohne Beteiligung einer unserer Mannschaften hier gesehen habe, hätte man gut und gerne nochmal 5m auf jeder Seite wegnehmen können, weil da eh kaum mal jemand hinkam. Es würde mich wundern, wenn das in anderen Regionen maßgeblich anders wäre.


    Das Fundament schaffen ist eine Sache - aber was ist denn das Fundament? Ist das Fundament der Viererkette das Verhalten im Verteidigen 1 vs 1 oder 2 vs 1 und darauf baut man dann das Positionsspiel der Viererkette? Oder ist das Positionsspiel die Grundlage und darauf aufbauend kann man dann schauen, was man im Detail in welcher Situation macht? Ich bin mir nicht sicher, glaube aber, dass es durchaus für beide Sichtweisen Argumente gibt.