@ fak
aha, ohne sinn und verstand?
wie du meinst...
aber auch du weisst, dass immer jemand zuständig (vlt. gefällt dir das wort besser) ist für etwas, was passiert, oder?
wenn du eine gruppe von kindern betreust, bist du zuständig.
wenn du in einer fremden halle bist und du hast die kinder nicht alle im blick,
weil du vlt. fahrlässig nur alleine da rumspringst und es passiert etwas,
wen kriegt die versicherung dann dran? na? da kannst du wettern soviel wie du willst:
du bist verantwortlich, äh sry, zuständig.
und wenn auf dem weg zum platz ein umzug statt findet und ein klavier gerade hochgezogen wird
und du nicht darauf aufpasst, dass die kinder nicht darunter hergehen, ja, dann kriegen sie dich anne hacken, mein lieber.
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Jep, ohne Sinn und Verstand. Weil du nicht differenzierst zwischen der Situation, wie Dinge in der Regel rechtlich beurteilt werden und der Beurteilung dessen, ob das so sinnvoll ist. Genau das, was du beschreibst, ist meines Erachtens das Problem: es muss immer jemand verantwortlich sein. Selbstverständlich habe ich eine Aufsichtspflicht und das ist auch sinnvoll so. Wenn also der Umzug stattfindet (woher wusste ich, dass dieses Beispiel kommt...
), dann muss ich darauf achten, dass sich da möglichst niemand in Gefahr begibt. Ich habe deswegen ganz bewusst geschrieben "aus heiterem Himmel" und meinte das als Beispiel für etwas, mit dem man nun absolut nicht rechnen kann. Das ist auch genau der Punkt, der für mich entscheidend ist bei diesen Dingen; es gibt immer eine Grenze, die man gesellschaftlich und rechtlich finden muss, ab der man jemanden verantwortlich macht für etwas und ab der man auf der anderen Seite sagt, dass das nicht in der Verantwortung einer Person, die die Aufsicht hat, liegt, weil hier keine offensichtliche Gefahr übersehen wurde. Ich bin eben der Ansicht, dass die Tendenz dazu geht, in zu vielen Situationen nicht zu akzeptieren, dass Dinge trotz generell verantwortungsbewusstem Verhalten von Menschen passieren und stattdessen immer irgendjemanden zu finden, der schuldig ist.
Davon unbenommen versuche ich natürlich trotzdem, mich den Regelungen entsprechend zu verhalten. Hieß zum Beispiel diese Woche, dass ich mit zwei Jungs, die an einer Laufeinheit nicht mehr teilnehmen konnten, zurück zum Sportplatz gegangen bin, statt sie alleine gehen zu lassen (5 Minuten durch den Ort, was ich zwei 14jährigen durchaus zutrauen würde...), einfach weil ich ja während der Trainingszeit die Aufsichtspflicht habe. Ich versuche also, mich den Regelungen entsprechend zu verhalten; deswegen muss ich sie aber ja nicht unbedingt gut heißen.
So wie sich der Fall, mit dem es hier losging, nach dem Artikel darstellt, den ich eben eingestellt habe, hat der Trainer übrigens meines Erachtens zurecht eine Mitschuld zugewiesen bekommen.