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    Ganz frisch:


    "hi xy ich darf heute nicht ins training kommen weil ich in französisch ein Wort falsch dekliniert habe was mir meine Mutter vorher erklärt hat.:("


    Bringt aber die Trainingsplanung zum Glück nicht besonders durcheinander, weil der Spieler heute sowieso kein Training gehabt hätte...

    In der E-Jugend ist die Taktiktafel eher fehl am Platz, da den Kindern die abstrakte und räumliche Vorstellungskraft fehlt, um den Transfer von der Tafel auf das richtige Spiel zu schaffen.


    Das habe ich beim Trainerschein auch so gelernt, halte das aber so allgemein für zu pauschal. Manche Kinder können meiner Beobachtung nach durchaus schon brauchbare Transfers leisten. Und wenn nicht müssen sie auch das irgendwann nach und nach lernen. Nichtsdestotrotz ist die Tendenz natürlich richtig, in der E-Jugend nicht ausführlich mit der Tafel zu arbeiten.; eben auch, weil viele Kinder damit noch reichlich wenig anfangen können.

    Mal unabhängig davon, ob das bei der E-Jugend grundsätzlich sinnvoll ist: kannst du die Tafel nicht mit rausnehmen? Ansonsten wäre die Notlösung, es vielleicht vorher anzusprechen und dann nochmal kurz draußen zu erinnern. Aber auch da ist in der E-Jugend vermutlich zu lang dazwischen und es bringt nicht wirklich was. Vermutlich ist die beste Lösung sowieso, das ganz wegzulassen ;-).

    Wenn ein Kind etwas lernen will, dann kann es unheimlich viel lernen. Ich würde deshalb das Fußballtraining relativ unabhängig vom schulischen Druck sehen. Sicherlich gibt es auch Situationen, in denen Kindern so viel Input reingeprügelt wird, dass irgendwann nichts mehr geht, aber meinem Eindruck nach ist das bei Schule + Fußball in der Regel noch nicht so. Wir hatten allerdings auch schon zwei Spieler bei uns, bei denen ich den Eindruck hatte, dass sie mit Schule + Fußball + zwanzig weiteren festen Verpflichtungen deutlich überfordert waren. Die spielen allerdings beide nicht mehr bei uns, was zwar fußballerisch schade ist, aber menschlich wahrscheinlich einfach besser so, auch weil wir durchaus etwas fordern. Wobei die beiden wahrscheinlich immer noch von Termin zu Termin gejagt werden, aber da kann ich leider keinen Einfluss drauf nehmen.

    So, wie du das beschreibst, Chris, würde ich es auch machen, auch bei korrekter Platzbreite. Da ist es dann mit vier Verteidigern zwar tatsächlich recht eng, aber dafür kann beim Angriff über den Flügel der ballnahe AV tatsächlich den Angreifer an der Außenlinie stellen und die anderen drei Verteidiger rutschen nach, so dass sie zu dritt die gesamte Strafraumbreite abdecken können, ohne dass der ballferne MA sich in die "Kette" fallen lassen muss. Im Spielaufbau würde ich auch die AV dazu animieren, sich hoch anzubieten, und die IV würden breit gehen. Die Mittelfeldaußen wären Achter.


    Ich würde das auch als Zwischenstufe zwischen dem 2-3-1, das ich vielleicht (unter Rotation) im zweiten E-Jugendjahr spielen lassen würde, und dem 4-3-3, das auch ich anpeilen würde, sehen.


    Wir haben das im hinteren Bereich in der D-Jugend genau so gemacht (allerdings war es ein 4-2-1-1, also vorne etwas anders). Es war hinten nicht wirklich eng. Man muss ja bedenken, dass die Abstände entsprechend der Größe und des Tempos der Spieler noch etwas kleiner ausfallen idealerweise. Wir hatten hinten gut die Breite abgedeckt, haben schon die Viererkette in Grundzügen kennengelernt und haben AVs ausgebildet, die sich gleich daran gewöhnt haben, viel Raum zu bearbeiten außen, was sich jetzt in der C-Jugend schon positiv auswirkt. Wobei das meinem Eindruck nach für die Spieler im jüngeren D-Jugend-Jahrgang noch eher eine Überforderung sein kann, die AV-Position ohne äußeren Mittelfeldspieler zu übernehmen, mit laufstarken Spielern des älteren Jahrgangs war es kein Problem.


    Ob man dann in der Grundformation hinten eine 4 hinschreibt oder eine 2 und die äußeren Spieler eher als Mittelfeldspieler hinschreibt ist letztlich nicht der zentrale Punkt, nur eine Akzentuierung, was man ein wenig betonen will. Der hiesige Stützpunkt spielt in der Altersklasse zum Beispiel auch mit 2 hinten (wobei die aber eigentlich gar keine Abwehrspieler haben, aber das ist wieder ein anderes Thema...).

    Sicher gibt es hier im Forum auch noch genügend aktive Spieler oder solche, die noch vor gar nicht all zu langer Zeit die Fussballschuhe geschnürt haben. Da wäre es mal interessant zu wissen, welcher Trainertyp euch am besten gefallen hat? War es eher der ruhige, sachliche Trainer, der nur ganz selten etwas hineingerufen hat und euch sonst hat spielen lassen und auch in den Pausen bzw. beim Training sein Wissen an euch transportiert hat oder es der emothionale Trainer, der mit seinen häufigen Kommentaren sehr viel von eurer Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat?


    Ich hatte das glaube ich schon mal angedeutet: ich hatte die unterschiedlichsten Trainer und es war mir während des Spiels völlig wurscht, weil ich eh nichts wahrgenommen habe, was die gerufen haben. Das galt für den ruhigen Trainer, der am Rand an die Bande gelehnt stand und sich mit den Eltern unterhalten hat genau so wie für den, der meistens nach zwei Minuten rufend im Spielfeld stand. Ich war auch nach der Mannschaftsansprache immer komplett im Tunnel und hab eigentlich nur noch mit Mitspielern kommuniziert. Meine Eltern waren anfangs irritiert, weil sie mal versucht haben, beim Weg auf das Spielfeld mit mir zu reden und sie dann dachten, dass ich sie ignorieren würden; ich hab sie aber einfach nicht bemerkt, obwohl sie aus ein paar Metern Entfernung mit mir geredet haben. Also für mich war Brülltrainer oder ruhiger Trainer beim Spiel in der Regel so ziemlich dasselbe, nämlich die meiste Zeit nicht vorhanden :D .

    mich wundert es ein wenig was ich hier lese. Ich habe mit meiner E1 die ersten Spiele auf 9er Feld gemacht und ich finde das es ein riesen Unterschied ist. Wir versuchen gezielt auf Abseits zu spielen. das Spielfeld ist wesentlich breiter und wir versuchen diese auch zu nutzen. auf 7er Feld spielen wir 3-3 auf 9er 4-3-1. Es kommen erste taktische Elemente dazu.


    Ich finde das wirklich nicht einfach.


    Ich schon. Es kommt halt auf den Anspruch an. Natürlich dauert es eine Weile, bis sich das alles eingespielt hat, aber die Kinder schaffen das trotzdem locker, sich an die Gegebenheiten anzupassen. Ich finde es wirklich nicht dramatisch, den Übergang und würde das nicht zu hoch hängen.


    Andere Frage: was meinst du mit "gezielt auf Abseits spielen", wie sieht das aus?

    Da fallen dann Sätze wie..."du mußt mehr machen!!!" oder ähnliches...da frage ich mich dann als Zuhörer bis Spieler...."WAS?".


    Bei einem Hallenturnier hat mal ein Trainer einer anderen Mannschaft seine Jungs in ganz energischem Ton eingeschworen. Er hat die Aufstellung verkündet und dann, in ganz eindringlichem Ton, jedes Wort betont, geschlossen mit: "und ihr müsst einfach mal BESSER SPIELEN jetzt".


    Das ist bis heute ein Running Gag zwischen mir und einem Trainerkollegen, der's auch mitbekam, weil wir es so hilfreich fanden.

    3. Der Pusher
    Wie ein Trommelfeuer prasseln seine Aufforderungen "sei als Erster am Ball", "schieß jetzt aufs Tor", "einer ran", "wo bleiben die Angebote" auf seine Spieler ein. Dabei können sich alle angesprochen fühlen. Solange man nicht hinten liegt, fällt ihm immer entwas ein und er hat ein gutes Gefühl. Danach wird er deutlich stiller, ist verärgert und schließlich frustriert, weil sich keiner angesprochen fühlt. Will ihm doch sein Team das gesamte Wochenende versauen?


    In dem Kontext würde mich mal interessieren, wie ihr mit Brülltrainern umgeht. Ich hatte im letzten Spiel der Hinrunde einen Kollegen, der die erste Halbzeit komplett durchgebrüllt hat. Anweisungen, Kommentare, Aufmunterungen, die ein oder andere Beschimpfung...bis auf die Beschimpfungen eigentlich alles ganz ok, als einzelne Rufe, aber in der Masse und Lautstärke unheimlich nervig. Meine spontane Reaktion war erstmal, mich selbst zurückzuhalten, weil er ja für mich mit und noch für 20 andere Trainer mit Lautstärke produziert hat. Habe mir dann aber gedacht, dass es das auch nicht sein kann und habe auch die ein oder andere Ansage gemacht. Ein Spruch in die Richtung, dass er ja, hüstel, ganz schön viel reinrufen würde, wurde mit einem strahlenden "ja, die Jungs brauchen das" erwidert. Vermutlich hilft da nur direkter sein oder es halt aushalten...

    Der Jg. 2001 war damals bei uns im Kreis auch der erste, der als junge D-Jugend D9 gespielt hat. D9 wurde aber für gesamte D-Jugend eingeführt, so dass der 2000er-Jahrgang ein Jahr D11 gespielt hatte, um dann auf D9 zu wechseln. Ich kann mich daran erinnern, dass sich viele Leute damals darüber aufgeregt haben, wohingegen ich meine, dass sich sowas halt nicht vermeiden lässt, wenn Altersklassen mehrere Saisons überspannen.


    Lässt sich in der Tat kaum vermeiden. In unserem Kreis hat halt dann zuletzt ein Jahrgang das erste Jahr E-Jugend mit Abseits gespielt, das zweite Jahr ohne. Ist aber von der Umstellung her für die Kinder gar kein großes Problem (auch wenn ich in diesem Fall die Umstellung inhaltlich fragwürdig finde). Ich hab als Spieler auch die Erfahrung mit solchen Umstellungen gemacht. Das erste Jahr D-Jugend 11er-Feld, das zweite Jahr 7er, dann schön in die 11er-Mannschaft in der C-Jugend die dann auch noch gleich höchste Spielklasse gespielt hat. Hat sich als Spieler aber gar nicht so katastrophal angefühlt, wie es vielleicht klingt. Man stellt sich schnell um.


    Ich habe gerade mal in den Durchführungsbestimmungen unseres Kreises nachgesehen, in der E-Jugend wird offenbar noch immer im 6+1 quer über den halben Platz gespielt. In den Durchfürungsbestimmungen steht sogar, dass das für "alle 7er-Mannschaften" gilt, also bei uns eigentlich auch für F- und G-Jugend, obwohl da von einem nicht näher bezeichneten "verkleinerten Spielfeld" gesprochen wird, wohingegen für D7 und E7 die Spielfläche als (ebenfalls nicht definiertes) "Kleinfeld" bezeichnet wird. Es gibt aber noch eine "Anweisung Fair-Play-Liga", in der für G- und F-Jugendfelder die Maße 32m x 35m respektive 35m x 40m festgelegt sind. Ach ja, das D9 wird bei uns "von 16er zu 16er und über die ganze Platzbreite" gespielt, also mehr oder weniger auf einem Quadrat... Eieieieiei.... :wacko:


    Jaja, das quadratische D-Jugendfeld...das hatten wir hier auch bis vor ein paar Jahren. Hatte glaube ich nicht unwesentlich mit einer Eingabe unseres Vereins zu tun, dass wir mittlerweile 5m vom Strafraum des Großfeldes nach außen rücken. Es gibt zwar immer mal Trainer, denen die zusätzliche Markierung dann noch zu viel Aufwand ist, aber das Spielfeld ist einfach viel sinnvoller. Wobei andererseits die Spiele, die ich mir auf dem Quadrat angeschaut habe, nicht maßgeblich durch die Spielfeldänderung anders gewesen wären, den Raum außen hat sowieso niemand genutzt. Unser E-Jugendfeld ist kleiner als eine Spielfeldhälfte und ich finde die aktuellen Felder so eigentlich ganz gut.

    Welche Art von Tipps und Anregungen hättest du gerne? Wo vermutlich Probleme auftauchen? Wie man das "trainiert"?


    Zunächst mal würde ich es entspannt sehen. Die Kinder gewöhnen sich sehr schnell an die neuen Umstände. Natürlich kannst du ihnen ein wenig dabei helfen.


    Den größeren Räumen bin ich in den ersten Einheiten beim Wechsel von E- zu D- und von D- zu C-Jugend in den ersten Einheiten u.a. damit begegnet, dass ich etwa Passformen betont größer gebaut habe, um eine Gewöhnung an längere Passstrecken zu erreichen. Außerdem haben wir, was wir sonst eigentlich eher selten machen, wenn möglich Spiele über den gesamten Platz der jeweiligen Altersklasse als Abschlussspiel gemacht. Das hängt aber natürlich von der Spielerzahl und dem verfügbaren Platz ab, ob das möglich ist.


    Was Abseits anbelangt: das würde ich zu Beginn mal erklären und dann einige Male im Training anwenden und Unklarheiten beseitigen. Als ich in dem Altersbereich unterwegs war, gab es Abseits noch in der E-Jugend und da hatte es nach wenigen Trainingseinheiten eigentlich so ziemlich jedes Kind drin. Sollte nun in der D-Jugend denke ich eher noch einfacher gehen.

    Ich kenne zwar auch Trainer, die in der Altersklasse schon laufen gehen. Das halte ich aber auch für zu früh und schade um die Zeit, selbst in einem Trainingslager über das ganze Wochenende. A propos zu früh: Wolltest Du wirklich morgens um 7h joggen gehen? Das erinnert mich eher an Kasernenhof und wäre mit den beiden Einheiten + Schwimmen die vierte sportliche Aktivität an dem Tag. Bisschen viel.


    Naja, 7h Uhr laufen und dann noch zwei Einheiten am Tag kenne ich auch noch aus Trainingslagern, so habe ich zwischen 14 und 16 die letzten Wochenenden meiner Sommerferien verbracht =) . So ungewöhnlich ist das nun nicht Das war aber auch C- bzw. B-Jugend im höheren Leistungsbereich. Ich halte das bei einer E-Jugend wie angedeutet auch nicht für angemessen. Den Lauf weglassen, dann passt das.

    Hast du beim 1vs1 differenziert in im Zentrum und am Flügel?


    Was dann das weitere Vorgehen anbelangt: für mich wäre als nächster Schritt 2vs1 verteidigen eine Möglichkeit. Um generell erstmal das Sichern zu haben und die Orientierung am Mitspieler beim Verteidigen. Wenn das funktioniert kannst du relativ schnell auch zum 2vs2 gehen. Dabei finde ich es prinzipiell relativ egal, ob du erstmal Lösungsmöglichkeiten für die Offensive in diesen Situationen erarbeitest oder erst für die Defensive. Deine Bedenken in der Hinsicht, dass wenn du Defensive zuerst machst dann die Offensive nicht mehr einschlägt, halte ich für unbegründet. Wenn du zuletzt sehr viel am Defensivverhalten gearbeitet hast wäre es für mich eine Überlegung, zunächst mal ein offensives Thema zu machen und dann erst den nächsten Schritt in der Defensive zu machen. Wenn du 2vs2 machen willst lässt sich das ja auch gut kombinieren.

    Was mir noch einfällt: im Ausgangsposting hast du hauptsächlich Bücher zur Taktik genannt, die du gelesen hättest. Coerver geht ja dann eher in Richtung Technik. Es ist natürlich etwas von der Altersklasse abhängig, in der du unterwegs bist, aber grundsätzlich würde ich für jede Altersklasse, gerade wenn wir über den Jugendbereich reden, dazu raten, dich nicht zu sehr auf Gruppen- und Mannschaftstaktik als Fortbildungsziel einzuschießen. Auch wenn das sicher viele mit Supertrainer assoziieren. Es gibt so viele Bereiche, in denen man sich weiterentwickeln kann. Technik (welche unterschiedlichen Kopfballtechniken gibt es? Flugball besser mit dem Innenspann oder Vollspann oder sollte ein guter Spieler beides können?), Pädagogik (wie vermittle ich etwas? Gehe ich etwa bei der Vermittlung der Viererkette von den kleinen Bestandteilen zum großen, oder führe ich erstmal die groben Abläufe ein? Welche Lernkanäle spreche ich bei meinen Spielern an? Arbeite ich deduktiv oder induktiv?), Psychologie (Übungen zum mentalen Training, generell Sozialpsychologie/Motivationspsychologie), Ernährung (wann sollte ein Spieler vor dem Spiel das letzte Mal etwas essen und was sollte das am besten sein? Wie viel sollte ein Spieler am Spieltag (und generell) trinken und wann?), Individualtaktik (1 gegen 1 zentral, 1 gegen 1 am Flügel, wann sind Abspiele sinnvoll, wann ein Dribbling), Anatomie/Verletzungsprophylaxe (welche Körperregionen werden beim Fußball besonders belastet? Welche Übungen kann ich meinen Spielern an die Hand geben, um fußballtypischen Überlastungen entgegen zu wirken?). Mehr fällt mir gerade spontan nicht ein, aber ich habe sicher noch was vergessen. Es gibt ein weites Feld an Dingen, mit denen man sich beschäftigen kann. Was ich super finde; Taktik ist zwar spannend, aber öfter mal was anderes bringt Abwechslung rein.


    Ist durchaus ein berechtigter Einwand. Sicherlich kann Co-Trainer sein einen auch daran hindern, eigene Erfahrungen zu machen. Allerdings trainert bonyamin ja schon selbständig in recht jungem Alter. Mit der Erfahrung würde es dann aus meiner Sicht Sinn machen, es sich nochmal aus der Co-Trainer-Position anzuschauen. Die eigene Erfahrung und eigene Probleme als Trainer sind dann die Grundlage dafür, dass man bei einem besseren und erfahreneren Kollegen auf die richtigen Dinge achtet und etwas mitnehmen kann. Das gilt aber natürlich nur, wenn sich da auch jemand findet, der dazu taugt. Bevor man bei einem schlechten Trainer Co-Trainer ist macht man's sicherlich besser selber. Ich habe halt die Konstellation, dass ich in fünf Minuten zum Sportplatz meines Heimatvereins latschen kann und dort in einem Trainerteam arbeiten kann, das von einem erfahrenen, super-engagierten Trainer geleitet wird. In diesem Rahmen betreue ich in vielen Einheiten eine Gruppe selbständig und an Wochenenden die 2. Mannschaft, da wir eine große Gruppe mit zwei Mannschaften haben. Ich habe also die Gelegenheit, gleichzeitig in manchen Bereichen selbständig zu arbeiten und aber mitzubekommen, wie der Kollege arbeitet. Ich habe mir die Situation so nicht gesucht, die ist mir vor die Füße gefallen; aber wenn ich etwas suchen würde, das ideale Bedingungen bietet, um sich als junger Trainer weiter zu entwickeln, dann würde ich sowas wieder suchen. Findet sich aber sicher nicht überall, das ist klar. Und ist auch nur für eine begrenzte Zeit sinnvoll. Ich werde das so noch die nächste Saison weiter machen und dann, wenn ich nicht sogar nochmal Pause machen muss als Fußballtrainer, in einer anderen Konstellation weiter machen. Denn klar, irgendwann wollen die meisten auch mal wieder etwas eigenständig leiten, zumindest wenn sie einen gewissen Ehrgeiz haben. Wobei ich den auch nicht in dem Maße wie bunyamin hab; muss nicht gleich der Supertrainer sein, guter Trainer für den Dorfverein reicht mir momentan.

    Den interessantesten Punkt hast du am Ende angeschnitten. Der direkte Austausch und eine Art Mentor zu haben. Das geht übers Internet nur bedingt. Aber was hältst du von der Überlegung, Co-Trainer zu werden bei jemandem mit viel Wissen und Erfahrung? Dazu müsste sich natürlich im direkten Umfeld die Gelegenheit ergeben, aber vielleicht fällt dir da ja was ein. Ich habe mit 17-20 meist eigenständig Mannschaften trainiert. Habe dann eine Weile pausiert und mit 26 wieder angefangen, dann aber als Co-Trainer von jemand mit A-Lizenz und 20 Jahren Erfahrung im Jugendbereich. Ich glaube, dass es wenig gibt, was einem so viel weiter hilft. Vieles kann man für sich so übernehmen und dann gibt es aber auch Sachen, die man aus nächster Nähe mitbekommt und von denen man dann sagen kann, dass man es genau so begründet nicht machen würde. Ich hab in mittlerweile vier Jahren wahnsinnig viel gelernt, größtenteils einfach so nebenbei. Mit 19 dachte ich, dass das, was ich als Trainer mache, recht gut ist. Jetzt bin ich drei Klassen besser und sehe trotzdem, dass noch viel Luft nach oben ist. Diese Entwicklung liegt maßgeblich an der Konstellation, in die ich mehr per Zufall reinkam. Aber vielleicht ist es für dich eine Überlegung wert, sowas gezielt zu suchen?


    Was ich an Medien zuletzt recht cool fand war dieser Workshop zum Thema Kopfball: http://www.1x1sport.de/worksho…hnik/reichel-kopfball.php


    Inhaltlich meines Erachtens super und das Coaching find ich auch richtig gut.