Beiträge von fak

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    Im November letzten Jahres hatte Björn's Mannschaft gegen meine gespielt. 2x hat ein Spieler von mir das taktische Foul gezogen (ich glaube Trikot ziehen war es), was eine mögliche Chance unterbunden hat. Zitat Björn: "oh sehr clever". Ich finde es beachtlich, dass 12 Jährige Spieler so eine Situation einschätzen können und mit "verbotenen" Mitteln das Spiel unterbrechen. Ich fragte den Spieler in der HZ Pause, warum er dies gemacht hat. O-Ton war, "ich wollte das Spiel unterbrechen, damit sich meine Mannschaft hinten sortieren kann und wir in keinen Konter laufen, die Profis machen das ja auch so".


    Ergo, er hat das Foul gezogen, damit eine Torchance verhindert wird. Wären wir wieder beim Gewinndenken der Spieler.


    Ich bin kein großer Freund von taktischen Fouls, akzeptiere aber, dass sie im Fußball vorkommen. Was mich in diesem Zusammenhang schon mehrfach genervt hat, ist aber, dass die Jugendlichen das teilweise schon machen wie die großen, die Schiedsrichter aber meinen, sie würden faire Kinder- und Jugendfußballspiele pfeifen. Wenn dein Spieler zweimal das taktische Foul gezogen hat, dann sollte der Schiri zweimal die Karte gezogen haben und der Spieler ergo keine Chance mehr haben, das noch ein drittes Mal zu tun. Das klingt in deiner Beschreibung aber auch nicht so, als wäre es so gewesen. Ich bin wie gesagt kein Freund davon, aber ich kann taktische Fouls als Teil des Spiels akzeptieren, wenn sie entsprechend bestraft werden und es ergo wirklich was kostet, einen Angriff des Gegners zu unterbrechen. Wir hatten diese Saison schon Spiele, in denen der Gegner 15 Angriffe aus meiner Sicht absichtlich unterbrochen hat und der Schiedsrichter aber nicht gehandelt hat. In der Häufigkeit ist es dann kein Teil des Spiels mehr, sondern zerstört dasselbe.

    Du darfst deinen Jungs auf keinen Fall beibringen damit anzufangen . Ich weiß aus Erfahrung das bei mir Gegener waren die nur gefoult haben und der Trainer von denen das toll fand :( .
    Ich konnte das nur wenn mir einer so an die Knochen gegangen ist . Dann wurde ich sauer . GENAU das ist falsch habe ich im Nachhinein festgestellt . Sobald man aggresiv wird hast du keine Kontrolle mehr über deinen Körper und verlierst an Selbstbeherrschung , was im Fußball genau das Falsche ist :P .
    Mein Trainer hat es hin bekommen das ich fair und trotzdem energisch in den Zweikampf gegangen bin . Wie ? Wir haben erstmal geübt was fair ist und wie man eine Grätsche ausführt . Kann das bei deinen Jungs eventuell das Problem sein ? Bei uns war es das ...
    wir konnten gar nicht in den Zweikampf rein gehen weil es uns niemand erklärt hat . Wir haben uns automatisch nachdem wir geschlagen waren zurück gezogen ... Versuche vor allem die Grätsche und faire Zweikämpfe zu trainieren ... schon werden vermutlich deine Jungs es im Spiel versuchen anzuwenden . Und sobald die Gegner merken das deine Manschaft auch ohne faire Mittel an den Ball kommt werden auch sie dies versuchen ( ob nun fair oder nicht :D :cursing: :cursing: )


    Lg


    Luca


    Das mit der Grätsche kann man unterschiedlich sehen...beibringen, wie eine geht, kann ich mir noch vorstellen. Vor allem würde ich aber dazu erklären, warum man sie möglichst selten anwenden sollte.

    Und ab welchem Alter würdet ihr das anbringen?


    Pauschal: E-Jugend. Hängt aber immer vom Spieler ab. Ich werde nächstes Jahr wieder einen Spieler haben, dann C-Jugend, der wird das auch dann noch nicht kapieren, obwohl ich's wieder mit aller Mühe versuchen werde, dem IRGENDWAS zu vermitteln.

    Wir hatten auch ähnliche Probleme in der D-Jugend. Wir haben uns sehr am Kinderfußball orientiert vorher, Körpereinsatz spielte bei uns vorher gar keine Rolle. Wobei wir uns immer dessen bewusst waren, dass es im Wettbewerbssport auch Grenzen dessen gibt, was an Zurückhaltung und Fairness angemessen ist und womit man die Kinder dann mehr oder weniger zu "Opfern" erzieht. Wenn ich dem Gegner den Ball holen gehe und der dann schnell einwirft, bevor ich zurück bin, dann muss ich lernen, den zwar ggf. zu holen, aber eben erst aufs Feld zu laufen und ihn dann zum Gegner zu werfen. Wenn Gegner kratzen und beißen, dann muss ich das nicht unbedingt auch machen, aber ich sehe es schon als Aufgabe eines Trainers, da dann zumindest insoweit Körpereinsatz auch zu trainieren bzw. einzufordern, dass die Kinder damit vernünftig umgehen können.


    Was wir neben 1vs1, auch mal auf Intensität, gemacht haben, war ab und an Rugby spielen (bis auf einen Spieler waren da auch alle in der Lage, ein gesundes Maß an Härte zu finden) und wir haben mal American Football-Trainer aus einem Verein in der Stadt zu uns eingeladen und mit denen zusammen einige Übungen ausgearbeitet, die Elemente aus Fußball und American Football kombiniert haben (also zum Beispiel einen Koordinationsparcours inklusive gegen Tacklekissen laufen bzw. zwischen zwei eng gehaltenen Tacklekissen durch mit am Ende dann einem Kopfball o.ä.). Das war ne gute Sache, wobei wir das leider nicht wirklich fortgeführt haben (ursprünglich wollten wir die Übungen im Programm halten, haben wir aber nur kurze Zeit - wie's so ist, es gibt so vieles, was man machen könnte...). Aber um Angst vor körperlichem Spiel zu nehmen war das eine gute Sache.

    Die Bunten Schuhe sind doch klasse :D Man braucht nicht mehr auf die trikot nummer schaun sondern nur noch auf die Schuhe und weiss welcher spieler nen Fehler / tor oder sonst was gemacht hat :thumbup:


    Das klappt bei mir gar nicht. Ich habe keine Ahnung, welcher unserer Spieler welche Schuhe trägt. Ist auch nach dem Spiel gerne mal so, dass ein Spieler sowas sagt wie "das war beim Gegner doch der mit den roten Schuhen, der die Vorlage gegeben hat?" Ich: "Äh, ja, kann sein." Ich nehme das überhaupt nicht wahr.

    Ich würde immer wieder für den Mut loben, Tricks im Spiel anzuwenden. Gerade in dem Alter. Dass er die Tricks noch nicht immer in den richtigen Situationen anwendet ist dabei zum jetzigen Zeitpunkt nachrangig. Gerade wenn er das Potential haben sollte, irgendwann mal höherklassig zu spielen: wenn alle Mannschaften ab einem bestimmten Niveau gut verteidigen, dann kann es zum entscheidenden Vorteil werden, wenn man einen Spieler hat, der auch mal in Gleichzahl oder sogar in Überzahl an einem Gegner vorbeigehen kann. Das wird nur jemand lernen, der das in der Jugend nicht verboten bekommt. Was vielleicht bei einem guten E-Jugendspieler schon nicht mehr unbedingt sein muss, ist ein Dribbling als letzter Mann oder ähnliches, aber da gehe ich bei einem Spieler, der ins NLZ geht, auch davon aus, dass er jetzt schon so viel Verständnis vom Spiel hat. Und wenn nicht, wird er das schnell lernen.


    Es kann natürlich sein, dass ihm das Dribbeln beim NLZ in einem gewissen Maße ausgetrieben wird, entweder von Trainern oder einfach dadurch, dass er stärkere Gegenspieler hat. Das ist aber deren Problem. So lange der Spieler bei dir ist würde ich das Dribbeln fördern, zumindest, wenn er nicht ausschließlich diese Lösung wählt.

    Ich kann da jetzt leider wenig Tipps geben, ich kenne die Eltern meiner Spieler größtenteils nicht.


    Aber ich möchte warnen: So etwas KANN den Gruppeneffekt auch noch auf die Kinder übertragen obwohl es sehr unwahrscheinlich ist. Aber ehrlich gesagt finde ich die Elterngemeinschaft solange die sich nicht gegenseitig beschimpfen und anderweitig verunglimpfen total überbewertet


    Dann hast du vermutlich noch nicht in einer Mannschaft gespielt oder eine betreut, bei der es richtig gut war!?


    Ich habe als Kind und Jugendlicher nur in Mannschaften gespielt, wo es mit dem Umfeld und den Eltern richtig gut war. Dann eine Zeit lang eine Mannschaft betreut, wo das nicht so war, kaum richtige Kontakte bestanden. Jetzt trainiere ich wieder eine Gruppe, wo das richtig gut läuft. Der Unterschied ist enorm. Nicht unbedingt, was den Fußball an sich anbelangt, aber die Stimmung drumherum, das Miteinander; es macht so einfach mehr Spaß.

    Und @fak....ich schätze cirka 99 Prozent der Polizisten würden die Anzeige aufnehmen, so der Sachverhalt entsprechend geschildert würde. Deiner Meinung nach haben die -so ich richtig läge- ...alle keine Ahnung. Hätte ich heute einen Sohn in dem entsprechenden Alter, einen Trainer der ein Arsch ist und ein Verein der dem nicht das P wie Pause setzen würde...dann würde ich als Erster diesen Schritt gehen und euch berichten, was rausgekommen wäre. Ich denke, sogar meine Rechtschutzversicherung für da mitgehen...das wäre ein Spass. Sinn wäre...ich erklärte es...nicht die tatsächliche Bestrafung des Unverbesserlichen, sondern die Warnung an Vereinsverantwortliche :!: ...und dafür würde ich mich noch so gern lächerlich machen, beschimpfen lassen oder was einigen sonst noch so einfallen würde.


    Dass Polizisten eine Anzeige aufnehmen würden ist ja auch gut so. Dabei sollten durchaus großzügige Maßstäbe angelegt werden. Darüber hinaus hat das ja auch zunächst mal eine beruhigende Funktion auf jemanden, der vielleicht über's Ziel hinausschießt. Ich bin mir in dem Fall allerdings bei den 99% nicht so sicher. Das kannst du aber ja mit einer höheren Wahrscheinlichkeit richtig einschätzen als ich, ich habe selten mit Polizisten zu tun und war noch nie auf einer Wache.


    Was ich die ganze Zeit versuche zu erläutern, aber vielleicht nochmal expliziter machen muss: einer solchen, aus deiner Sicht, Fehlbehandlung mit einer Anzeige entgegen gehen zu wollen, ist in der Situation, in der man sich freiwillig in einen Verein begibt, völlig überzogen. Es wäre vielleicht da angebracht, wo man sich einer Situation nicht entziehen kann, das ist aber bei einem Fußballverein nicht der Fall. Bei einem Fußballverein ist so ein Verhalten aus meiner Sicht nur dann sinnvoll, wenn es etwa um klare Misshandlungen gehen würde. Die liegen halt nicht vor, wenn jemand ein Kind zu wenig einsetzt im Fußballverein oder ihm mal vermittelt, dass es nicht so gut ist.


    Du wirkst auf mich wie ein patziges Kind, sorry.


    Ich verkneife mir im Gegensatz zu dir ad hominems weiterhin, auch wenn ich da durchaus was parat hätte. Patziges Kind ist aber mal was interessantes, ich glaube das ist sehr weit weg von dem, wie mich sonst Menschen wahrnehmen. Ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, warum du in der Form darauf reagieren musst, dass ich hier schreibe, dass ich in der Grundrichtung mit dir übereinstimme, dass ich es aber für völlig überzogen halte.

    das schrieb nicht Guenter so, sondern ich. Guenter stellt das ganze Thema in Frage.


    Das, worauf sich mein Satz bezog (dass eine strafrechtliche Verfolgung von sowas wohl kaum ein juristisches Resultat zeitigen würde) hat durchaus Guenter geschrieben, nicht du.


    Zudem schrieb ich von einer These, denn tatsächlich habe ich das nicht erlebt und auch nicht gehört, dass eine solche Anzeige gestartet wurde.


    Ich habe nirgendwo behauptet, dass du das tatsächlich erlebt hast. Aber Strohmänner lassen sich halt sehr schön attackieren.


    Ich weise darauf hin, dass es möglich wäre, eine solche Anzeige aufzugeben und zwar...weil der Tatbestand des Gesetzes erfüllt wäre...


    Nein, wäre er nicht. Das ist - da habe ich mich eben zurückgehalten, aber dann schließe ich mich in der Deutlichkeit mal Guenter an - Schwachsinn.


    Ich schrieb....und nicht Guenter, dass mit Anzeigenerstattung keine Bestrafung einherginge.


    Äh, ja, ich habe deinen Beitrag durchaus gelesen.


    Zudem...enden die meisten Strafen übrigens nicht im Knast. Erst wenn man die Strafgelder nicht bezahlt..kann Knast drohen (Erzwingungshaftbefehl)...aber das nur mal am Rande.


    Ist mir bekannt.


    Meine Kernaussage auch in früheren Zeiten war...das Trainer die sich so verhalten....Kinder verletzen...das ist Körperverletzung....und nun habe ich mehr als nur den Verdacht, dass das auch strafrechtlich relevant sein könnte. 8) Das schmeckt einigen nicht!


    Was mir nicht schmeckt ist mit was für einer Selbstgerechtigkeit du hier Schwachsinn ausbreitest und wenn dir dann jemand widerspricht die Dinge einfach so zurechtbiegst, dass das Leute sein müssen, die da jetzt irgendeine Gefährdung sehen, wenn du Recht hättest. Ich betreue seit Jahren eine Mannschaft bei Spielen, die die überwiegende Zahl der Spiele verliert, auch gerne mal deutlich. Und in jedem Spiel spielt wieder jeder und jeder lang genug und im Training wird jeder gefördert. Weil ich das für richtig halte. Und ich ärgere mich, wenn ich andere Trainer sehe, bei denen ein schwacher Spieler dann für die letzten 5 Minuten kommt, obwohl die Mannschaft schon zur Halbzeit 4:0 führt. Diese Trainer sehen das aber eben anders und obwohl ich von meiner Ansicht überzeugt bin, ziehe ich sogar die Möglichkeit in Erwägung, dass deren Handeln vielleicht sogar richtiger sein könnte. Und deswegen würde ich auch nicht auf die Idee kommen, deren Vorgehensweise damit verhindern zu wollen, dass ich mir irgendeinen Strafrechtsparagrafen so weit hinbiege, dass er dann vielleicht irgendwo entfernt auf das passen könnte, was sie machen.

    Wenn auf einer Wache eine Anzeige aufgenommen würde, weil ein Anfangsverdacht besteht, hat das ja noch lange nichts damit zu tun, ob dann etwas tatsächlich strafrechtlich relevant wäre. Das wäre es definitiv nicht, wie guenter auch schon schrieb.


    Ich bin sicherlich kein Trainer, der vor so etwas Angst haben müsste, weil bei mir Spieler im Kinderfußball komplett gleichmäßige Spielzeiten bekamen und jetzt im Aufbaubereich auch jeder an jedem Spieltag ordentliche Spielzeiten bekommt. Wovor ich allerdings Angst hätte, wäre eine Gesellschaft, die auf ähnlich schwachsinnige Weise mit Strafrecht hantiert, wie du das hier andeutest, Andre. Es gibt Menschen, die gehen nicht ideal mit anderen um. Ärgerlich genug, aber sicherlich kein Grund, das immer gleich gesetzlich regulieren und dann auch bestrafen zu wollen. Wenn wir alle Arschlöcher (oder, wie in dem Fall, auch nur Menschen, die unreflektiert handeln bzw. vielleicht sogar drüber nachgedacht haben und zu einem anderen Ergebnis kommen, als die meisten hier im Forum) irgendwo einbuchten wollten, dann startet morgen das größte Konjunkturprogramm der Geschichte, weil wir das Land mit Gefängnissen zupflastern.


    Letztlich: ein Fußballverein ist keine Pflichtmaßnahme. An die Schule etwa sollte man was Gleichberechtigung und in diesem Sinne vernünftige Behandlung von Kindern angeht, die allerhöchsten Maßstäbe ansetzen. In Fußballvereinen ist es für mich schön, wenn solche Maßstäbe auch beachtet werden. Wenn das nicht der Fall ist, kann man dem ja aber ganz einfach entgehen, indem man nicht Mitglied in diesem Verein ist.

    Beschäftige dich doch nicht mit Dingen die du nicht ändern kannst, sondern bereite deine Mannschaft/Eltern darauf vor.
    Klar ist das doof, aber hat man doch jede Woche - ich strafe solche Trainerkollegen mit übertriebener Freundlichkeit und gehe auf seine Kommentare mit keiner Silbe ein.


    Diese Kollegen sind es gewohnt Gegenwind zu bekommen und sind oft sehr irritiert wen ihr Verhalten keinerlei Beachtung findet. Ich coache mein Team noch intensiver und halte im Grunde während der gesamten Spieldauer nicht den Mund.


    Grüße
    Björn


    Finde ich im Prinzip richtig, hört aber an dem Punkt auf, wo eigene Spieler angegangen werden. Ist bei mir bislang einmal vorgekommen, da war ich zu überrascht davon, aber beim nächsten Mal werde ich in so einem Fall am Rand auch mal deutlich, so geht's nämlich nicht (in dem Fall war es ein relativ hart geführter Zweikampf (aber wirklich nur relativ hart, nicht überhart), nach dem dann der gegnerische Trainer meinte, diverse Kommentare in Richtung meines Spielers abgeben zu müssen und den damit vom spielen ablenkte). Ähnliches gilt für mich, wenn man so einen Schreihals auf seiner Seite hat, dass man sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Dafür finde ich allerdings auch keine Lösung. Was mich aber ärgert, ist, wenn Schiedsrichter sich dann von so jemandem beeinflussen lassen, da weise ich dann schon mal darauf hin, dass sie das bitte nicht tun sollen.

    Mit dem Trainer wurde schon gesprochen, der Weg über die Jugendleitung wurde auch schon gewählt, aber erfolglos. Euer Sohn wird schlecht behandelt.


    Heißt für mich auch ganz klar Vereinswechsel. Und bei Gelegenheit ruhig auch den Vereinsverantwortlichen mitteilen, warum, sonst gibt's dazu irgendwelche seltsamen Interpretationen.


    Wenn es für euch machbar ist vom organisatorischen Aufwand, lasst euren Sohn da spielen, wo man ihn nicht daran hindert. Fußballvereine sollen Fußball spielen ermöglichen und nicht verhindern. Erst recht in dieser Altersklasse. Sicherlich ist es ein wenig unbefriedigend, das Gefühl zu haben, dass der Trainer so mit seiner Verhaltensweise auf gewisse Weise gewinnt. Aber es geht in dem Fall jetzt nicht um das große Ganze, sondern ausschließlich um euren Sohn. Und seine Freunde sind ja auch schon in anderen Vereinen, da sollte der Anschluss auch nicht schwer fallen. Das große Ganze regelt sich übrigens dann in ein paar Jahren, wenn in D- und C-Jugend dann mehr Spieler gebraucht werden und der Verein, in dem euer Sohn aktuell angemeldet ist, dann wegen der ganzen Abgänge nicht mehr genug Spieler hat. Dann haben sich die "Erfolge" aus der F-Jugend ganz schnell erledigt.


    Die D2 wäre für mich dann eine Option, wenn ihr D2 und D3 gleich stark macht. Also die regulären D-Jugendspieler und die E-Jugendspieler auf zwei Mannschaften aufteilt, die dann beide vielleicht die Chance haben, mal ein Spiel zu gewinnen. Ist natürlich etwas von der Stärke der Spieler abhängig. Eine D3 nur mit sehr schwachen D-Jugendspielern und E-Jugendspielern könnte problematisch werden, es sei denn die E-Junioren sind herausragend gut. Das sehe ich also wie Radagast, eher nicht machen.


    Sonst gäbe es vielleicht noch die Option, eine E-Jugend zu machen, die aber nicht am Spielbetrieb teilnimmt. Da dann eventuell die schwächeren D-Jugendspieler mittrainieren lassen (oder auch einmal die Woche bei der D, einmal bei der E, hängt davon ab, wie sehr ihr zusammenarbeiten könnt und wollt). Eventuell könnte man auch die E-Junioren in das Training der schwächsten D-Jugendgruppe integrieren. Dann versuchen, mit den E-Junioren + schwachen D-Junioren das ein oder andere Freundschaftsspiel gegen E-Jugenden zu machen. Dazu natürlich versuchen, weitere Spieler zu bekommen; vielleicht kann ja sogar im Sommer schon eine reguläre E-Jugend gemeldet werden; ansonsten dann vielleicht im Winter, i.d.R. kann man in dem Bereich ja dann noch eine Mannschaft nachmelden.

    Zunächst ist es schon so, dass Schiris aus dem kreis durch Testspiele weitergebacht werden sollen, er lernt durch diese die Mannschaften seines Kreises besser kennen. (Dabei bleibe ich im Allgemeinen, euer 1940er ist natürlich etwas spezieller) und b)ist es logistisch einfacher, auch mit Spesen usw.


    In eurem Fall kann ich den Ärger verstehen, einige Hintergrundinfos wären trotzdem mal interessant:
    1)Ist im kreis an dem Tag Spieltag, also sind schon viele Spiele angesetzt?
    2)War dieser Schiri von Anfang an angesetzt, oder wurde zunächst jemand anderes angesetzt?
    3) Wie weit ist euer Vereinsheim ungefähr von dem des Gegners entfernt?


    Ich hoffe du kannst auf alle 3 etwas antworten, auch wenn es schon etwas tiefer geht


    Zum ersten Punkt hatte ich ja geschrieben, dass ich das Argument grundsätzlich schon nachvollziehen kann, dass man gerne eigene Schiedsrichter fördert, bevor man welche aus dem Nachbarkreis nimmt. Der gute Mann, der angesetzt ist, wird es aber vermutlich nicht mehr in die Bundesliga schaffen...


    Die Spesen hätten wir für unseren Schiri übernommen, das ist also in dem Fall kein Thema.


    1) Es ist - für die meisten Jugendmannschaften - das Wochenende vor Rückrundenbeginn, samstags nachmittags ist das Spiel.
    2) Meines Wissens war kein anderer Schiri angesetzt. Kann ich aber nicht mit 100% Sicherheit sagen.
    3) Ca. 10km.

    Ich hab mal von einem Konzept gelesen, in dem die erfahreren Schieris eines Vereines die Unerfahrenen bei den ersten Spielen begleiten, damit die a)den Zuschauern/Beteiligten nicht schutzlos ausgeliefert sind und b)den Spielbericht im dfbnet ordentlich hinbekommen. Vllt wäre das ja auch was für euch, dass die da schon loslegen können, ich weiß aber natürlich nicht, ob das bei euch mit 5 Schieris funktionieren kann.


    Das wird so laufen. Wir haben nur im Prinzip noch eine Vorstufe eingezogen, bei der sich die Schiedsrichter auch in ihren Fähigkeiten hoffentlich schon etwas weiter entwickeln, bevor sie überhaupt in den offiziellen Betrieb gehen. Aber auch dann erstmal noch mit Begleitung.


    Als nächstes ist es prinzipiell schon sinnvoller, wenn ein Schiri aus dem Kreis pfeifft, wo das spiel ist.


    Wieso?

    Kurz vorab: ich bin normalerweise kein Freund von "einfach mal so auskotzen", es kann aber sein, dass das jetzt nur das wird - sollte dem so sein, dann dient es vielleicht doch einem guten Zweck, damit ich nicht morgen einen Schiedsrichter beschimpfe, der wahrscheinlich gar nichts dafür kann. Aber vielleicht entsteht ja auch doch eine interessante Diskussion.


    Folgende Situation: wie wahrscheinlich in den meisten Regionen, sind wir hier mit Schiedsrichtern nicht gerade im Übermaß gesegnet, geschweige denn mit guten. Unser Verein versucht da seit einer Weile etwas zu tun, indem wir eine Schiedsrichterausbildung und -begleitung machen. Wir sprechen gezielt Jugendspieler und ehemalige Jugendspieler an, die wir für als Schiedsrichter geeignet halten. Diese bekommen dann Unterricht von einem ehemaligen Schiedsrichter in einigen Sitzungen, danach machen sie den offiziellen Kurs beim Verband und die entsprechende Prüfung. Dann schicken wir die Schiris aber nicht gleich in den offiziellen Spielbetrieb, weil wir da nicht kontrollieren können, welche Bedingungen herrschen. Es ist nicht unbedingt wünschenswert, dass ein 15jähriger sein erstes Spiel pfeift, da dann irgendwelche Idioten am Rand oder auf dem Platz sich daneben benehmen und der Schiri verständlicherweise gleich wieder in den Sack haut. Deswegen wollen wir den Schiedsrichtern Gelegenheiten geben, erstmal in geschütztem Rahmen zu pfeifen, darüber hinaus auch unter Begleitung eines Betreuers. Allerdings sind die Gelegenheiten begrenzt: die F-Jugend spielt FPL, unsere D1 hat offiziell angesetzte Schiedsrichter, alles ab C-Jugend sowieso. Bleibt also die E-Jugend und die D2. Das ist allerdings bei aktuell 5 Schiedsrichtern keine besonders große Anzahl an Spielen. Ergo wollen wir die beiden ältesten und besseren auch gerne in der C-Jugend unsere Freundschaftsspiele pfeifen lassen, wo uns das passend erscheint. In unserem Kreis in Absprache mit dem Schiedsrichteransetzer auch kein Problem.


    Jetzt haben wir allerdings im Nachbarkreis ein Freundschaftsspiel. Wir haben das mit dem dortigen Verein abgeklärt, dass wir einen Schiri mitbringen. Der Verein hat das Spiel im dfbnet eingetragen und den Schiedsrichteransetzer über unser Anliegen informiert. Der hat's ignoriert und einfach einen Schiri angesetzt. Mittlerweile sind wir dabei angelangt, dass wir unseren Schiedsrichteransetzer, der das Projekt unterstützt, gebeten haben, mit dem Kollegen zu reden. Der steht allerdings auf dem Standpunkt, dass er zuständig sei und er setzt an, wen er für richtig hält. Außerdem würde er sich darum kümmern, seine eigenen Schiedsrichter zu fördern und nicht die aus dem Nachbarkreis. Könnte ich notfalls noch verstehen, ist in gewissem Maße ja auch nachvollziehbar, auch wenn ich generell nicht dem Eindruck habe, dass ein Mangel an Spielen herrscht, mit denen man Schiedsrichter versorgen müsste. Der Kracher ist jetzt aber, dass der Schiedsrichter, der angesetzt ist, Jahrgang 1940 geboren ist. Läuft also nicht mehr ganz unter Schiedsrichternachwuchs...


    Ich bin eigentlich ein entspannter Mensch, aber aus irgendeinem Grunde regt mich das tierisch auf. Ich bin mit unseren Nachwuchsschiedsrichtern gar nicht so arg beschäftigt, ich habe nur am Anfang ein wenig mitgeguckt, wen man ansprechen könnte und habe mir mal das ein oder andere Spiel angeschaut, wie sie das machen. Aber was mich nervt, ist, dass versucht wird, in einem Bereich was auf die Beine zu stellen, in dem echt vieles im Argen liegt und dann läuft man so vor Wände. Oder sehe ich das falsch und wir vertreten da ein komisches Anliegen? Da wir in dem Kreis mehr Freundschaftsspiele bestreiten als in unserem eigenen wird das auch wieder auftauchen...

    Sowas hängt für mich stark von der Spielklasse ab. Ist Kreisliga in dem Fall was höheres und es gibt darunter noch Kreisstaffeln oder so, oder ist Kreisliga niedrigste Spielklasse?


    In einer höheren Spielklasse würde ich sowas im Sinne effizienten Trainings durchaus machen, gerade wenn mehrere Trainer anwesend sind. In den untersten Klassen würden einen die meisten Spieler aber wahrscheinlich eher verständnislos angucken. Meine Tendenz wäre vermutlich eher, es sein zu lassen. Aber du kennst deine Mannschaft ja am besten, was denkst du, wie sie das finden würden (während des Spiels Übungen machen bzw. nach dem Spiel noch Übungen)?

    Sinngemäß:


    Kann leider nicht kommen, weil ich habe zu viele Süßigkeiten gegessen und nun Bauchschmerzen


    Wohlgemerkt eine U15 8o


    Bei uns hat mal in der D-Jugend ein Spieler sich während einer Passübung abgewendet und bekam den Ball dann in die Hacken. Als der Kollege, der die Gruppe betreut hat, ihn fragte, was er da macht, hat sich herausgestellt, dass er eine Tüte mit Süßigkeiten dabei hatte und dabei war, davon etwas zu essen. Als er gefragt wurde, wie er auf die Idee kommt, während des Trainings Süßigkeiten zu essen meinte er, dass er sich die halt gerade erst vor dem Training gekauft hätte ?( .