Ist hier, zwar FV Rheinland, genauso. Würde mich auch wundern, wenn es da Möglichkeiten gäbe, das ohne Zustimmung des Gegners zu verlegen. Wenn deine Jungs sich zu benehmen wissen würde ich irgendein Elternteil als "offiziellen" Trainer mitschicken und den Rest, inklusive Auswechslungen und so, können die Jungs machen. Noch besser wäre es vielleicht, es findet sich ein anderer Trainer aus dem Verein. Hast du da schon überlegt, ob sich da jemand finden könnte?
Beiträge von fak
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Das Besondere ist, dass ein Verein im Kinderfussball qualifizierte Trainer installiert.
Neid und Missgunst erkennt man daran, dass erst mal das negative gesucht wird! Vielleicht liegt es daran, dass über eure Bemühungen im Kinder und Jugendfussball nicht ebenso berichtet wird...
Dann lies nochmal nach. Die Reaktion war gar nicht so negativ. Es wurde mehrfach erwähnt, dass das grundsätzlich positiv sein könnte. Dann wurden aber auch Fragen dazu gestellt, was eventuell nicht so toll daran sein könnte. Das ist ja Sinn einer Diskussion, dass man etwas hinterfragt (wobei dazu hier einige Informationen fehlen, um das sinnvoll zu tun). Und Fragen etwa nach dem Ausmaß der taktischen Ausbildung in dem Alter oder dem Mehrwert daran, eine Mannschaft zusammen zu stellen, die dann jedes Spiel hoch gewinnt, finde ich durchaus berechtigt. Der erste richtig negative Beitrag war meiner; der bezog sich nicht auf das Projekt selbst, sondern auf die Berichterstattung darüber. Aus dem Grund, dass das aus meiner Sicht nicht so außergewöhnlich ist, wie es da dargestellt wird und weil da eben suggeriert wird, dass das ganz toll ist, dass die ständig gewinnen.
Im Kinderfußball qualifizierte Trainer installieren ist ja gut, fragwürdig ist halt wieder, dass dort dann nur die talentiertesten Kinder frühzeitig zusammen gezogen werden. Das gibt es wie gesagt meines Erachtens so schon, etwa in den NLZ. Etwas Besonderes wäre es aus meiner Sicht, wenn entsprechend qualifizierte Trainer (gehen wir mal davon aus, dass es sich hier um einen handelt) einfach in normalen Vereinen trainieren würden, ohne in dem Maße frühzeitig die talentierten Spieler zusammenzuziehen. Das gibt es auch, aber meines Erachtens wird in dem Artikel nicht aus dem Grund über die Sache berichtet, dass dort ein qualifizierter Trainer im Kinderbereich arbeitet, sondern aus dem Grund, dass die ständig gewinnen. Und das ist eben nicht die Leistung, das würde ich als ordentlicher Dorfvereinstrainer auch hinkriegen.
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Ich finde es absolut positiv wenn ein augenscheinlich guter und ausgebildeter Trainer sich im Kinderfussball engagiert. Genau das wollen wir ja...
Er macht sicher leistungsgerechtes Training und hat Spass, eine homogene Mannschaft ausbilden zu können. Was ist dabei, wenn dort die besten der Region sind? Seit lieber froh das es qualifizierte Trainer gibt, die sich im Kinderfussball einbringen!
Das Training muss gut sein, sonst wären die Anfragen nicht da. Eure zum Teil negative Bewertung zeugt von Neid und Missgunst...typisch Deutschland halt...
Gruss
MatthiasOh yeah, jetzt kommt wieder die "Neid und Missgunst"-Keule. Die passt immer, wenn jemand irgendwas nicht gut findet, was andere als erfolgreich ansehen. Ein Satz wie "das Training muss gut sein, sonst wären die Anfragen nicht da" zeugt für mich eher von unhinterfragter Zustimmung zu allem, was oberflächlich erfolgreich ist. So nach dem Motto "der Erfolg gibt ihm Recht". Etwas muss nicht unbedingt gut sein, nur weil viele hinrennen.
Ich für meinen Teil finde das anhand der dort beschriebenen Informationen nicht grundsätzlich negativ. Ich frage mich nur, wo das Besondere daran sein soll. Es gibt doch in jeder Region Vereine, die entweder den größten Namen haben oder aber tatsächlich gut aufgestellt sind und da versammeln sich dann die besten Spieler der Region. Im Idealfall ist dort dann auch ein kompetenter Trainer unterwegs, oft ist es aber auch nur ein engagierter. Ständig gewinnen werden solche Mannschaften so oder so. Also: kann sein, dass das gut ist, was da gemacht wird, auch wenn im Artikel auch einige fragwürdige Dinge angeschnitten werden. Ich sehe aber nicht, wo das so außergewöhnlich sein soll.
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Ich sehe da nichts herausragendes, außer das ein offensichtlich ambitionierter Trainer die besten Spieler der Region zu seinem Verein gebracht hat.
Toll wäre es gewesen wenn er bei seinem Verein den Spielern, egal wie ausgeprägt ihr Talent ist, diese Möglichkeiten geboten hätte.Genau das.
Der Artikel ist ziemlich dämlich. Ein ehrgeiziger Trainer holt sich die talentiertesten Spieler aus der Umgebung zusammen, betreibt einen hohen Trainingsaufwand und diese Mannschaft schießt dann alle normalen Mannschaften ab. Wow, das gab's ja noch nie.
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Ist schon richtig, fak, aber: wurde zu Saisonbeginn klar kommuniziert, dass Pflichtspieltermine eben verpflichtende Termine sind und wurden sie an die Elternschaft verteilt?
Mein Beitrag bezog sich ja vor allem auf 16er, den ich so verstanden hatte, als wäre er der Meinung, man könnte die Situation mit Spielverlegungen lösen.
Sicherlich ist dein Einwand aber berechtigt, man muss das auch frühzeitig (und dann immer und immer wieder
) erklären, warum die Termine bindend sind, wenn man sich für Mannschaftssport im Verein entscheidet. Und so lange man da noch Probleme hat, werden immer wieder Gespräche und Klärungen in dem Bereich nötig sein, wie jetzt auch hier. -
Soweot ich weiß ist so ein Leichtathletikwettkampf nicht alle Tage also frag nach und verleg die fraglichen Spiele
Nö, so einfach geht's dann auch nicht. Wenn man in einer Mannschaftssportart aktiv ist gehört es sich grundsätzlich so, dass man so plant, dass man bei Wettkämpfen und im Training auch da ist. Wenn dann ohne Rücksicht darauf andere Verpflichtungen eingegangen werden, dann ist das das Problem der Eltern, die das so machen (und damit letztlich im Zweifelsfall auch ihrer Kinder). Es ist nicht die Aufgabe des Trainers, Spiele dann so durch die Gegend zu verlegen, damit jeder seine Individualinteressen schön verfolgen kann UND dann auch noch, wenn's gerade passt, beim Fußballspiel dabei sein kann. Ein Spielplan im Fußball steht in der Regel relativ frühzeitig und diejenigen, die Mannschaftssport verstehen, richten sich danach. Es geht nicht an, dass dann regelmäßig Spiele verlegt werden, um denjenigen gerecht zu werden, die egoistisch handeln. Damit schafft man die Zuverlässigkeit und Planbarkeit für diejenigen ab, die bereit sind, sich nach den Terminen zu richten, die zur Mitgliedschaft in einer Fußballmannschaft dazu gehören. Sicherlich kann man für einen Termin mal eine Ausnahme machen, wenn da frühzeitig und vernünftig informiert bzw. besser gefragt wird. Dann ist für mich auch mal eine Spielverlegung ok. Aber wenn man immer auf alles Rücksicht nimmt, während einzelne auf die Belange der Mannschaft keine Rücksicht nehmen, dann kommt man irgendwann meines Erachtens zwangsläufig bei so etwas an, wie wir es diese Saison schon erlebt haben, dass nämlich unsere Gegner abgesagt haben, am Morgen des Spiels, weil der Trainer zu diesem Zeitpunkt von einigen Spielern darüber informiert wurde, dass die Spieler in einen Freizeitpark fahren (die Mannschaft wurde dann richtigerweise komplett abgemeldet). Man muss sicherlich gerade im Kinderfußball eine Balance finden, erst recht wenn es darum geht, auch mal andere Sportarten auszuprobieren, aber es ist wichtig, den Mannschaftsgedanken den Kindern (und vor allem den Eltern) frühzeitig zu vermitteln. Das tut man mit einer Spielverlegung, nachdem ohne Rücksicht auf feststehende Termine andere Aktivitäten gestartet wurden, sicher nicht.
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Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, dass es falsch ist, ein Dogma aus dem flachen Spielaufbau zu machen. Die Kinder sollten möglichst flexibel ausgebildet werden und dazu gehört auch schon mal der lange Ball, z.B. um Pressinglinien zu überspielen oder den Gegner wieder nach hinten zu drücken. Das ist für mich Spielintelligenz. In jeder Situation flach aufzubauen ist Zwangsjacke.Volle Zustimmung dafür auch von mir nochmal, obwohl das auch schon mehrere Forenmitglieder geschrieben haben. Die Wichtigkeit der Option des langen Balles fällt mir immer extrem ins Auge, wenn ich mal unseren stärksten Torspieler in der zweiten Mannschaft im Tor habe. Der kommt mit dem Abstoß und Abschlag jeweils zehn Meter weiter als unsere anderen Torspieler und daraus entstehen dann regelmäßig gute Torchancen, insbesondere weil wie erwähnt bei uns die meisten gegnerischen Mannschaften unheimlich hoch stehen. Tatsächlich führt da dann ein anderer Torspieler zu einem deutlichen Plus an eigenen Torchancen.
umgekehrt betreiben wir bis auf kleine ausnahmen kein pressing. wir stellen ab der mittellinie zu und warten darauf, was dem gegner einfällt.
da 90 prozent der teams zur zeit "pressen" oder es zumindest versuchen, sind die teams es gewohnt durch mangelhaftes schieben
große räume vorzufinden, durch die sie schnell spielen können. das ist bei uns nicht der fall und sie verlieren die geduld
und machen schließlich irgendwas...Leicht off-topic, aber das finde ich auch interessant, weil es eben die andere Seite des Themas betrachtet. Ich verfolge aktuell eine C-Jugend Kreisstaffel und eine C-Jugend Bezirksliga intensiv, weil da unsere Mannschaften spielen. In den beiden Spielklassen gibt es zwei Mannschaften, die in der Regel im Mittelfeldpressing verteidigen (das sind unsere), eine, die zwei Spieler hat die im Prinzip nur in der Offensive am Spiel beteiligt sind und acht Spieler die fast nur am eigenen Sechzehner stehen. Alle anderen Mannschaften stellen vorne zu, manche mit Plan und ggf. auch vernünftigem Absinken, viele ohne Plan und mit hoher letzter Linie auch wenn kein Druck auf dem Ball ist. In dem Umfeld kommt es teils zu fast absurden Situationen, wenn man nicht vorne drauf geht, weil die Gegner keinerlei Plan haben, wie sie damit umgehen sollen (noch schlimmer war das Ganze zu einer Zeit, zu der wir tief verteidigt haben). Da werden dann fünf Querpässe gespielt und dann wird der Ball irgendwie sinnlos nach vorne gepölt, wo nur zwei Spieler gegen acht von uns stehen. Oder es wird demonstrativ cool als letzter Mann jongliert um uns zu signalisieren, dass wir doch mal kommen sollen. Nach 20 Sekunden verlieren die Spieler dann aber die Geduld und es kommt ein langer Ball ins Seitenaus oder ähnliche Späße. Es muss nicht immer das Zustellen vorne sein. Gerade im älteren Jugendbereich in unteren Spielklassen ist es auch ganz interessant, etwas tiefer zu verteidigen, da fehlen Gegnern auch gerne mal die Lösungen.
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Nee, so hoch (mittellinie), aber trotzdem das kurze Anspiel nicht zustellen, so verteidigt keine Mannschaft. Habe ich noch nie gesehen.Bei uns verteidigen geschätzt 70 bis 80% der Mannschaften so. Die letzte Reihe steht enorm hoch und vorne wird oft kein richtiger Druck auf den Ball gemacht. Ist also nicht so realitätsfern aus meiner Sicht, zumindest hier in der Fußballprovinz.
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Wir sind meistens ca. 35-40 Minuten vor Spielbeginn auf dem Platz. Das Aufwärmen beginnt mit 1-2 Minuten freier Bewegung zu zweit mit Ball. Dann Übungen aus FIFA11+, geleitet von einem Spieler. Danach variieren wir. Es kommen manchmal Passformen. Dann Dinge wie 4 vs 4 + 2 auf Ball halten oder auch Spielzüge aufs Tor, entsprechend dem, was wir im Offensivspiel haben wollen. Auch mal kurz eine Spielform zur Spielverlagerung oder ähnlichem, das sind dann meistens Dinge, die in der Trainingswoche davor Thema waren und die wir auch im Spiel gerne umgesetzt sehen wollen. Meist kommen zum Abschluss noch einige kurze Sprints.
Die beiden Torspieler machen sich selbständig warm.
Kurz vor Spielbeginn gehen wir dann nochmal in die Kabine, Trikots anziehen etc. und sind dann spielbereit.
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Ich fand den Bericht auch interessant, Schimanski. Weil er auch meine Erfahrungen bestätigt, dass eine vernünftige Vorgehensweise tatsächlich am Ende auch ergebnismäßig bessere Resultate hat. Ich sehe es bei uns im Vergleich zum Nachbarverein, der immer von den unteren Jugenden an schon recht leistungsorientiert arbeitet. In der F- und E-Jugend regelmäßig deutlich gegen die verloren. Im zweiten Jahr D-Jugend waren wir dann schon so weit, dass wir mit den ersten Mannschaften gegeneinander gespielt haben und deutlich gewonnen haben (und immer noch besser Spielzeiten verteilt haben als die und es dann auch ganz entspannt konnten bei deutlicher Führung in einem Pokalspiel) und die zweiten Mannschaften etwa gleich stark waren. Jetzt, C-Jugend, hat der Nachbarverein nur noch eine C-Jugend, die zwar hochklassig spielt, aber zu 80% mit auswärtigen Spielern bestückt ist, nächstes Jahr werden sie voraussichtlich gar keine C-Jugend haben. Wir stehen bei zwei Mannschaften, einer höherklassig und einer in der Kreisstaffel, mit über 90% eigenen Spielern. Die Vorgehensweise zahlt sich einfach aus.
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Ich denke, dass lange Abstöße immer kurzfristig weniger gefährlich sind oder zumindest erscheinen, weil dann eben Ballverluste nicht in der Nähe des eigenen Tors stattfinden. Wenn man dann schon von der F-Jugend an kurzfristig denkt, dann schießt der größte und kräftigste Spieler halt in der F-Jugend den Ball so weit nach vorne wie es geht. Und in der E-Jugend auch. Und in der D-Jugend. Und dann komme ich auf einmal aufs Großfeld und habe - huch - nicht die richtigen Spieler, um hinten rauszuspielen.
Ich glaube, dass viele Trainer sich entweder gar keine Gedanken darüber machen, dass man da ja auch Varianten trainieren kann oder dass sie eben Angst davor haben und dann eben die "sichere" Variante wählen. Hier in der Fußballprovinz geht das bis in die Verbandsliga. Da spielen einige Mannschaften in solchen Spielklassen noch mit Libero 10m hinter der Abwehr, der dann passenderweise auch die Abstöße lang nach vorne schießt.
Letztlich ist es eine Ausbildungsfrage. Die offene Stellung muss klappen, möglichst müssen Abwehrspieler und vor allem der Torspieler beidfüßig sein, der Torspieler muss zügig eröffnen, wenn möglich und bei allen muss der Mut vorhanden sein (und die dazu nötige Rückendeckung des Trainers, wenn mal etwas schiefgeht), hinten raus zu spielen. Dazu braucht es dann gar nicht wahnsinnig viele Varianten oder wahnsinnig viel Trainingszeit, auf Basis dieser Grundlagen eine vernünftige Spieleröffnung zu machen. Unsere Angebote an die Spieler sind denen, die Björn weiter oben reingestellt hat, recht ähnlich. Normalerweise spielen wir am Sechzehner einen IV an. Wenn der Gegner zustellt gehen die IVs neben den Sechzehner und die AVs stellen sich recht tief. Wenn der Gegner dann die IVs freilässt, kann über diese gespielt werden, wenn er sie zustellt, können entweder die AVs direkt flach oder hoch angespielt werden oder es ist so viel Platz im Zentrum, das ein Sechser angespielt werden kann. Das klappt sowohl in der Bezirksliga als auch in der Kreisstaffel und der lange Abstoß ist eine selten eingestreute Variante. Es gibt auch andere Vereine, die hinten vernünftig rausspielen, das sind aber bei uns wenige. Höhepunkt sind für mich als Betreuer der Staffelmannschaft an Spieltagen immer die gegnerischen Mannschaften, die selbst dann einen langen Ball hinten raus kloppen, wenn wir uns für ein eher tiefes Mittelfeldpressing aufstellen und sich nur zwei unserer Spieler überhaupt in der gegnerischen Hälfte befinden.
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Einfach das machen, was ihr für richtig haltet, so wie Andre es schreibt, kann natürlich auch eine gute Lösung sein.
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Versuchen, dem Mann klarzumachen, dass Spieler nicht einsetzen und sie aber gleichzeitig binden wollen, nicht geht. Außerdem stellen sich langfristig Erfolge genau dadurch ein, dass man alle Spieler fördert.
Wenn er da nicht lernbereit ist, dann würde ich entweder einen Wechsel in Erwägung ziehen oder aber mich mit Eltern zusammentun und dagegen ankämpfen.
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Ich bin mit meinen Jungs erst bei Punkt 1 - Kommunion.
Ist aber eine Pflichtveranstaltung und daher gibt es da für mich gar keinen Spielraum. Ich muss die Jungs da hin lassen.Da ist es mit der Terminwahl aber auch immer so eine Sache. Wir hatten damals die Situation, dass eine Mutter eines unserer Fußballer eine Gruppe beim Kommunionsunterricht geleitet hat. Diese Gruppe bestand zu 2/3 aus Jungs, die bei uns Fußball spielten. Nichtsdestotrotz hat die Mutter den Kommunionsunterricht mal schön auf einen Trainingstag gelegt und zeitlich auch so, dass nicht beides möglich war. Dabei bin ich mir ziemlich sicher, dass sie zeitlich flexibel gewesen wäre. Es war ihr einfach scheißegal, sie hat die erste Idee genommen und hat sich auch nicht auf ein Gespräch darüber eingelassen. Solange man sich nur in einem Ort bewegt ist in der Regel aber mit entsprechender Absprache einiges möglich. Wenn's dann doch mal schwierig wird bzw. mit zunehmendem Alter finde ich es wichtig, den Spielern zu vermitteln, dass Fußball ein Mannschaftssport ist und dass man, wenn man sich dafür entscheidet, Teil einer Mannschaft zu sein, dann auch da zu sein hat. Es geht nicht, dass jeder nur an dem Termin da ist, der ihm gerade in den Kram passt, so funktioniert Mannschaftssport dann letzten Endes nicht.
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3:3 und die Haltung, dass alle angreifen und alle verteidigen sollen, passt.
Da wird auch ausnahmsweise niemand hier auf dich eindreschen, da sollten eigentlich so ziemlich alle mit einverstanden sein
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Was die Einzelanweisungen an Spieler in konkreten Situationen anbelangt hat ein Trainerkollege mir vor einer Weile erzählt, dass da etwas in einer Zeitschrift drüber gestanden hätte, ich meine in Fußballtraining. Da wurden in relativ großem Maßstab Spieler danach befragt, was sie von Anweisungen halten und der recht eindeutige Tenor in dem Bereich war, wenn ich mich recht erinnere, dass das nur nervt und irritiert. Also sowas wie "spiel" oder "1 gegen 1". Finde ich auch plausibel. Als Spieler kann ich mich nicht so dran erinnern, wie sowas gewirkt hat, ich glaube ich habe einfach so ziemlich alles ausgeblendet was von außen kam.
Ich grabe das Thema nochmal aus, weil ich den erwähnten Artikel mittlerweile gelesen habe. Das mit dem großen Maßstab hatte der Trainerkollege sich wohl ausgedacht, in dem Artikel wird nämlich nicht erwähnt, wie viele Spieler befragt wurden. War aber tatsächlich in fussballtraining (1+2 2014).
Dort werden drei Verhaltensweisen angegeben, die Spieler laut deren Aussagen stören und drei, die helfen. Als störend wurde empfunden:
- Zu starre Trainervorgaben (die Spieler wollen Raum, um eigene Lösungen zu finden)
- Anweisungen im Ballbesitz (diese würden in der Regel nur verwirren, weil der Spieler mit Ballkontrolle, Überblick halten und Lösungsfindung schon genug zu tun hat)
- Inhaltslose AnweisungenAls hilfreich wurde empfunden:
- Loben und Anfeuern
- Situationsgerechte Ansprache (also keine detailreichen Erläuterungen während des Spiels; diese nur in der Kabine oder ggf. am Rand; ins Spiel hinein nur sehr kurze Anweisungen)
- Emotionskontrolle beim Trainer (wenn die Mannschaft schon hektisch ist, sollte der Trainer nicht auch noch hektisch werden) -
Sportinvalide mit 17 - wieso nicht? Ich war's mit 16, hab dann nur noch bis mit 19 weiter rumgewurschtelt, weil ich's nicht einsehen wollte. Ist auch kein Drama, wenn es so ist, dann sucht man sich halt andere Betätigungen, bevor man noch mehr kaputt macht. Wobei man auch immer vorsichtig sein muss, Ärzte haben da sehr unterschiedliche Einschätzungen. Also wenn ein Arzt sagt, man dürfte keinen Sport mehr machen, heißt das noch lange nicht, dass das unbedingt richtig sein muss. Natürlich sollte man sich schon damit auseinandersetzen, ob's vielleicht richtig ist.
Wie dem auch sei: ich habe mich dann auch aufs Trainersein verlegt. Und das macht meistens tierischen Spaß. Ich würde mir, gerade wenn du als Co anfangen kannst und willst vorab nicht zu viele Gedanken machen. Du schreibst ja zu deiner Spielerkarriere, dass du dich lange nicht getraut hast, einer Mannschaft beizutreten. Du hast dann ja sicherlich gemerkt, dass es eigentlich Quatsch war, sich nicht zu trauen. Das ist jetzt eine ähnliche Situation, denke ich. Du musst nicht Pep Guardiola oder Silvia Neid sein, bevor du dich beim Dorfverein als Co-Trainerin bewirbst. Im Zweifelsfall reicht es, dass du schon mal gegen den Ball getreten hast und vernünftige Umgangsformen hast, dann sind die im Verein, wenn nicht gerade totale Idioten am Werk sind (und das klingt in deiner Beschreibung ja nicht so) froh über jede/n, der/die mitmacht. Dementsprechend: einfach mal nachfragen, sobald wie möglich und dann mal gucken, wie der Trainer, mit dem du das machst, arbeitet und wenn's dir grundsätzlich Spaß macht dann nach und nach das ein oder andere lesen, das ein oder andere Video gucken und einen Trainerschein angehen und so wirst du dann nach und nach immer besser. Du musst nicht schon perfekt sein, damit du überhaupt anfangen darfst, so funktioniert das nicht ;-).
Zuletzt: 3 Stunden vor Spielbeginn am Spielort im Breitensport? Wie verrückt ist das denn. Wir stehen eine Stunde vorher schon manchmal noch vor verschlossenen Türen...
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Im Grunde soll der Spieler dem Ball die Richtung vorgeben und nicht umgekehrt

Sehr schöner Satz, den versuche ich mir zu merken.
Bei den Erfahrungen sprechen wir vielleicht über unterschiedliche Dinge. Ich weiß nicht, bei welcher Art von Verein du aktuell trainierst. Sicherlich hast du mit deiner Beschreibung Recht, wenn es um einen kompletten Jahrgang eines Vereins geht. Die Situation ist bei uns vielleicht ein wenig speziell, weil wir ein Dorfverein sind und mit einem Jahrgang mitgehen, der ausgequetscht ist bis es nicht mehr geht. Sprich: alles was in diesem Jahrgang im Dorf so rumläuft, spielt Fußball, der Jahrgang im Verein ist doppelt so groß wie in vorigen Jahrgängen (in Jahrgängen danach sieht es dann ähnlich aus wie bei uns). Daraus ergibt sich, dass wir zwei Mannschaften stellen, welche dann aufgrund der Klasseneinteilungen auch mittlerweile nach Stärke aufgeteilt sind. Dazu kommt, dass der ältere Jahrgang zwar ganz ordentlich ist, aber relativ klein; sprich, die besseren Spieler des jüngeren Jahrgangs spielen alle regelmäßig in der ersten Mannschaft. Wir haben also eine C2, die fast ausschließlich aus den untalentiertesten Kindern des jüngeren Jahrgangs besteht, die du im Dorf finden kannst. Viele von denen haben sich nun wahnsinnig gut entwickelt; ich nehme wie gesagt für uns in Anspruch, dass wir über Jahre ein sehr gutes Training gemacht haben und das nach wie vor machen; dennoch haben wir jetzt gegen andere zweite Mannschaften (meistens von JSGs aus mehreren Vereinen) zwar meist eine Chance, aber gegen erste Mannschaften dann nicht, sobald da 2-3 ganz gute Spieler des älteren Jahrgangs drin sind. Die sind dann technisch und physisch immer noch zu überlegen, als dass wir da mithalten könnten.
Ich wollte dir im Grundsatz gar nicht widersprechen: ich sehe es im Normalfall genau so wie du, dass man es bei gutem Training mit einem ungefähr durchschnittlich talentierten Jahrgang kaum vermeiden kann, irgendwann viel zu gewinnen (das wäre bei uns auch so, würden wir im Jahrgang spielen, die gute Arbeit hat sich da auch massiv ausgezahlt). Ich wollte nur anmerken, dass es Situationen geben kann, in denen sich (in Spielergebnissen messbarer) Erfolg nicht unbedingt einstellt, aufgrund der gegebenen Bedingungen. Die alternative Erklärung ist natürlich, dass wir gar nicht so gut sind, wie wir denken, das ist auch möglich. Ich bin mir aber relativ sicher, dass wir's sind - wissen kann man's natürlich nicht.
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Übrigens ist es bemerkenswert, das keiner darauf eingeht, das man bei kindgerechter optimaler Ausbildung entsprechende Ergebnisse automatisch erzielt eingegangen?! Fällt das unter Gewinndenken des Trainers oder verstößt das in irgendeiner Art gegen den Fair Play Gedanken?!Die Aussage ist meiner Erfahrung nach falsch. Je nachdem, welche Spieler man hat, verliert man auch in der C-Jugend Staffel noch egelmäßig, egal wie gut man ausbildet. Ich bin mir recht sicher, dass wir wesentlich besser ausbilden als alle Vereine im näheren Umkreis. Die erste C-Jugend ist ganz gut, aber irgendwo sind dem, was Ausbildung leisten kann, auch Grenzen gesetzt. Wenig talentierte Spieler, die auch außerhalb des Trainings wenig Fußball spielen, bekommt man zwar innerhalb von Jahren dahin, dass sie Dinge können, die man in Bambini und F-Jugend sich nicht mal erträumt hätte, aber wenn man nicht auch ein paar talentiertere dabei hat, die auch oft außerhalb des Trainings kicken, dann wird es selbst in einer Staffel in einer schwachen Fußballregion schwierig, Spiele zu gewinnen.
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wir hatten das thema der fouls schonmal recht kontrovers geführt.
was ist ein harmloses foul, ein taktisches foul usw.hier geht es ja eigentlich darum, wie man die spieler dazu bringt, überhaupt vernünftig mit körper zu agieren.
ich denke da auch, die 1 : 1 oder 2 : 1 schulung ist da unablässig.eine konkrete übung die mir dazu einfällt:
beide spieler stehen rechts und links vom trainer ohne ball.
der trainer passt den ball gerade auf eine markierung zu, zb. die 16er linie.
der ball sollte so gepasst werden, dass er dort ungefähr zum stillstand kommt, bzw. einen meter dahinter.
die beiden spieler dürfen den ball aber erst an der linie annhemen.
so entbrennt dann über ca. 15 meter der kampf um die beste position,
natürlich ohne "taktische fouls" ohne hände und halten, ohne beinchen stellen,
nur mit dem körper. das hat bei meinen immer einen guten effekt gehabt.Ich habe mir vor ein paar Tagen haargenau diese Übung ausgedacht, um meine Spieler dazu zu bringen, den Körper zwischen Ball und Gegner zu bringen. Ich dachte, ich wäre mal total kreativ gewesen mit einer eigentlich simplen, aber effektiven Übung. Und was ist? Gibt's mal wieder schon

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