Beiträge von open-minded

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    Kann mir jemand sagen ob man diese Bälle für die E-Jugend wirklich nicht nehmen sollte oder ob es nicht so schlimm wäre?

    Frage vorab, warum spielst du nicht einfach mit den bisherigen Bällen (wenn es denn geeignete sind) weiter und nimmst die neu geschenkten dann, wenn sie vorgesehen sind, also in einigen Monaten?


    Was sind die Vorteile u. Nachteile der leichteren Bälle im Allgemeinen ?
    - ein leichter Ball lässt sich von einem "leichten Bein" mit mäßig entwickelter Muskulatur leichter beherrschen. Techniken mit dem Ball gelingen besser und raumgreifendere Pässe oder Flanken, die ja in der älteren "E" immer öfter vorkommen, werden allen Spielern möglich gemacht. Der leichte Ball macht somit das Spiel der Kids dem späteren "großen" Fußball ähnlicher.
    - Vorbeugung bei Überlastungsschäden an Gelenken und Erschütterungen bei Kopfbällen
    - Bolzer, die den Ball jedesmal über den Platz hinaus in die "Rüben" schiessen, schadet meist mehr Feingefühl nicht !
    Nachteil ist evtl. das instabilere Flugverhalten insbesondere bei Wind und dass der leichtere Ball auf unebenen Untergründen etwas leichter verläuft. Beides wiegt aber obige Vorteile nicht auf.

    schließlich ging es um die Erfahrung im Bezug auf die NLZ Spieler und Trainer sowie deren Verhalten

    ...wenn´s nicht zu viel wird noch einige Fragen:
    - forcierten die Trainer diese von dir genannte Handlungsschnelligkeit durch darauf gerichtetes Coaching, oder haben diese Jungs das bereits weitestgehend verinnerlicht?
    - ich weiß, es sind 2008er, aber dennoch die Frage, ob die Bayern außer der Handlungsschnelligkeit noch weitere Dinge zeigten, die ihr so nicht gewohnt ward, z.B. Kreuzen der Stürmer o.ä. im Breitensport erst später angesiedelte Dinge?

    Ich bin sehr sehr zufrieden mit dem Ergebnis und vor allem mit unserer gezeigten Leistung

    ich denke, das kannst du auch sein. :thumbup:
    Das Endergebnis ist ja nur eine Seite der Medaille, wie es ja aus deinem Bericht deutlich wird.
    Sicher gibt es für die meisten 2008er-Teams wichtigere Dinge mit der Trainingszeit anzufangen, als Eckstoßvarianten einzustudieren.
    Schön ist doch, dass ihr technisch auf Augenhöhe wart.
    In diesem Zusammenhang hätte mich interessiert, wie die Bayern den Spielaufbau gestalteten. Fand er überwiegend geordnet von hinten heraus statt ?

    Neben dem Spiel werde ich auch das Verhalten der Trainer und Spieler genau beobachten und kann euch meine Eindrücke gerne im Anschluss schildern, sofern gewünscht.

    ...ja, ist gewünscht !
    Was ich neben den Beobachtung im laufenden Spiel interessant finden würde, ist auch das Verhalten der Spieler und Trainer vor/nach den Spielen und in den Pausen.
    Wie strukturiert und sinnvoll sind diese Dinge gestaltet, wie haben die Trainer ihre Teams "im Griff". :)

    Wie kann ich die Kids im Alltagstraining besser anstacheln.

    Ich weis das beide richtig gute Anlagen haben und eine gute Spielintelligenz

    Dieses Wissen sollte der "Fixpunkt" sein, der durch kurzfristige äußere Einflüße nicht dauernd in Frage gestellt werden sollte.
    Hat man als Trainer diese Haltung bewußt eingenommen, kann man sich überlegen, welche Entwicklung für den speziellen Spieler realistisch ist und wie diese unter Berücksichtigung der jeweiligen individuellen Fakten ( Charaktäre, Umfeld, u.s.w.) gefördert werden kann.
    Sich dabei bietende Chancen gilt es zwar zu nutzen, sollen aber in´s Konzept passen, damit man nicht zum "Getriebenen" wird.


    Im Grunde hast du gut beschrieben, wie die beiden Jungs so "ticken":
    -ruhig, introvertiert, körperlich etwas retardiert, aber technisch stark und spielintelligent (evtl. genau deshalb).


    Zitat von Jobs82

    Wenig bolzen und viel spielen. Läuft es aber mal nicht in der Mannschaft dann verstecken die 2 sich komplett. Wenn es gut läuft trumpfen sie auf.

    ...passt Alles zum Gesamtbild ! KLar, wenn´s "läuft" heißt, dass die Mannschaft das macht, was auch die beiden betreffenden Spieler gut können und sich wohlfühlen, eben wenig Kampf und Bolzerei, sondern "schön spielen ;) ".


    Zitat von Jobs82

    nie von selber lautstark den Ball fordern. Wird aber aktuell schon besser.

    ...passt wieder in´s Bild ! "Typmäßig" sind es eben keine Vorreiter und schon gar nicht bei Dingen, die ihnen nicht liegen. Das heißt aber nicht zwangsläufig, daß hier keine Vortschritte erzielt werden können.
    Je sicherer und anerkannter sie in ihren "Stammgebieten" sind und je weiter ihre eigene körperliche und mentale Entwicklung vorangeht, desto besser wird es auch in den von dir geforderten Dingen.


    Zitat von Jobs82

    Ist halt oft sehr schade da ich des Öfteren ( außerhalb von Pflichtspielen) sehe was in ihnen steckt.

    ...ja, schade für das aktuelle Pflichtspiel vielleicht, aber insgesamt doch o.k. wenn man die Gesamtentwicklung vor Augen hat, oder ?


    Zitat von Jobs82

    Wie kann ich die Kids im Alltagstraining besser anstacheln.

    ...Anstacheln alleine ist zu wenig. Du mußt ihre individuelle Entwicklung in dieser Richtung im Training unterstützen und fördern. Erfogserlebnisse schaffen z.B. im Zweikampf durch Übungen , die sie bewältigen können und Lob einfahren können.
    Mittels gutem Coaching ihnen Möglichkeiten aufzeigen auch ungeliebte Situationen zu meistern.
    Da du schreibst, gutes Zusammenspiel ist dir wichtig, liegt die Vermutung nahe, dass du das im Trainingsanteil hoch gewichtest. Kommen evtl. Zweikampfübungen u.ä. zu kurz für die betreffenden Spielertypen? Einfach mal abchecken.

    "Lass! rufen" mit einem unfairen Hintergedanken kann doch nur die Mannschaft, die nicht im Ballbesitz ist, oder?

    ...folgende Situation:
    Pass kommt zwischen zwei Spieler von Team A. Einer schreit "Lass Ihn" und meint damit seinen Kollegen. Ebenfalls in Reichweite und mit der Absicht den Ball zu ergattern ist ein Spieler von Team B. Der könnte sich nun angesprochen fühlen...?!
    So wechselt also der Ballbestitz durch Schiri´s Gnaden zu Team B.

    Ihr solltet den Hersteller des Kunstrasens kontaktieren und nachfragen, welches Schuhwerk für eueren Rasentyp geeignet ist.
    Zudem sollte geklärt werden, ob die Verlegung samt Unterbau fachmännisch vorgenommen wurde.
    Evtl. könnten es auch vorübergehende Umstellungs-/Anpassungsschwierigkeiten sein. Wäre interessant wenn da jemand Erfahrung mit hätte.

    Aha, ich verstehe.
    Na, was kann man hier in nur einer Hallensitzung erreichen ?
    Ich würde sagen Gewöhnung an die veränderten Bedingungen in der Halle.
    Gewöhnung an den veränderten Untergrund, die Hallenschuhe, die Bälle, insbesondere deren Verhalten bei Ballführung, beim Passen, verändertes Absprungverhalten u.s.w.
    Deswegen würde ich zu diesen Themen Ballführung, Passen je eine Übung laufen lassen, welche die Spieler schon von draußen kennen. Dadurch können sie direkt vergleichen, was anders als draußen läuft ohne die Konzentration auf neue Abläufe richten zu müßen.
    Dann evtl. veränderte Formation besprechen und den Rest der Zeit spielen lassen.


    Ich für meinen Teil bin für meine Spieler und mich selbst froh, keine solche Hallenrunde absolvieren zu müßen.
    Die Punktspielrunde draußen war stressig genug.