Beiträge von koeppchen

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    Ist übrigens sehr interessant, dass sich DFB-Philosophie (keine Mannschaftstaktik in F- und E-Jugend) und WFV-Philosophie (Ballorientiertes Spiel "von Anfang an") hier sehr deutlich unterscheiden um nicht zu sagen widersprechen.


    Da ich auch schon in Ruit beim WFV war, kann ich mich besser mit dem BOS identifizieren. Gemeinsames Ballgewinnspiel, das kann man in Grundzügen schon F-Jugendlichen vermitteln. Gerade auf einem kleinen Spielfeld mit 5 gegen 5.


    Was sind denn die Argumente des DFB gegen die Vermittlung von Mannschaftstaktik im unteren Jugendbereich?

    Der Trainer des anderen Vereins scheint ja menschlich ein wenig "daneben" zu sein... Hast du denn mal persönlich mit ihm gesprochen?
    Klar ist: ein Wechsel zum Saisonende (Abmeldung beim alten Verein bis spätestens 15. Juli) ist problemlos.

    Hallo siebener,


    in den meisten Diskussionen bin ich ja deiner Meinung, was Leistungs- und Breitensport angeht. Nur, in diesem Fall kommt auch der Gerechtigkeitsfanatiker in mir zum Vorschein. Ich finde die Strafe ungerecht und falsch, wie ich gestern schon geschrieben habe. Und ich denke auch, dass ich halbwegs rübergebracht habe, dass meine Gründe nicht in einer sehr egoistischen (O-Ton Big Bopper) und pur erfolgsorientierten Trainersicht fußen.
    Ich war ein genauso breitensportorientierter Trainer wie du und bin es wahrscheinlich immer noch. ABER ich habe eine ganz ähnliche Situation wie Sebastian in der letzten Saison auch erlebt. Mit Mühe und Not haben wir vor der Saison einen C1-Trainer gefunden (ich war C2-Trainer und habe auch bei der C1 mitgeholfen), der sich bereiterklärt hat, die im Vergleich schwache Mannschaft in der Bezirksstaffel-Saison zu betreuen. Es war von vornherein klar, es geht um den Klassenerhalt. Jetzt hat er (und ich) sich eine ganze Saison aufgerieben, um die Mannschaft sportlich weiterzuentwickeln, einen Teamgeist zu schaffen, und die Mannschaft trotz Misserfolgen mit dem gemeinsamen Ziel Klassenerhalt weiterzuführen. Ein solches Ziel kann meiner Meinung nach ab dem C-Jugend-Alter schon wichtig sein, auch wenn man breitensportorietiert denkt. In diesem Fall war es bei den vielen Niederlagen unbedingt erforderlich, das Fernziel zu haben! Jetzt kommt nach vielen Rückschlägen und kleinen Erfolgserlebnissen kurz vor Saisonende das entscheidende Spiel gegen den Kontrahenten im Tabellenkeller und es passiert der von Sebastian beschriebene Fall. Da geht einem als Trainer einfach das Messer in der Tasche auf! Was für ein Schlag ins Gesicht der Trainer und der Mannschaft.


    Abschließend noch mal zum Thema "Schule geht vor Hobby": Es steht nirgendwo, dass der Junge wegen einer Schulveranstaltung zu Hause bleiben musste oder weil er auf eine wichtige Arbeit lernen musste. Nein, es geht vermutlich um einen verzweifelten Rundumschlag der Eltern, die alles treffen, nur nicht das eigentliche Problem.

    Es ist schon ein bisschen erschreckend, wie einfach es sich manche hier machen.
    Nach dem Motto, Schule ist wichtiger als Fußball, Eltern haben das Recht über ihre Kinder zu entscheiden. Also können sie mit dieser Begründung so ziemlich nach Belieben bestrafen und müssen sich vor niemandem rechtfertigen, erst recht nicht vor dem Trainer, der soll sich gefälligst nicht innerfamiliäre Dinge einmischen.
    Dass diese Argumentation in dem beschriebenen Fall überhaupt nicht passt, scheint kaum zu interessieren.


    Zunächst mal ist das hier keine innerfamiliäre Angelegenheit, sondern die Mannschaft und der Trainer werden zu direkt betroffenen. Ganz abgesehen davon, dass Mannschaft und Trainer nichts dafür können, haben sie als Betroffene aus meiner Sicht absolut das Recht, ihre Meinung zu sagen und sogar eine Begründung für die Bestrafung zu verlangen. Außerdem ist es vor diesem Hintergrund des Trainers gutes Recht, andere Lösungsmöglichkeiten für den Konflikt zu diskutieren.
    Stellen wir uns vor, was hier gestern abend passiert ist. Angenommen, der betroffene Spieler spielt zwar ganz gern Fußball, aber hat nicht allzu viel Verantwortungsbewusstsein der Mannschaft gegenüber. Er sitzt also daheim, zockt gemütlich PlayStation. Währenddessen sind seine Mannschaftskameraden auf dem Platz, strengen sich an und verlieren trotzdem dieses wichtige Spiel, weil ein Tick (oder ein wichtiger Spieler) fehlt. Nach dem Spiel schleichen sie mit hängenden Köpfen vom Platz, ebenso die Trainer, die viel Zeit investiert haben, die Mannschaft zum Klassenerhalt zu führen, und nun tief entäuscht sind. Da fragt man sich doch: Wer wird hier bestraft????
    Wie einige schon geschrieben haben, ist eine weitere Schwachstelle, dass die Bestrafung nicht anlassbezogen ist, und daher wenig hilft.


    bcefferen mit seiner reichhaltigen Trainer- und Lebenserfahrung hat natürlich recht, wenn er die menschlichen Schwächen anspricht und dass man lernen muss, damit umzugehen... Aber was für ein Signal würde gesendet, wenn die Eltern die Bestrafung revidieren (bzw. in eine andere umwandeln), nachdem sie die Sichtweise von Mannschaft und Trainer gehört haben? Geht hier wirklich die Autorität der Eltern verloren? Ich meine, hier lernen Kinder und Jugendliche, dass Probleme durch Reden und Argumente gelöst werden können bzw. ein Kompromiss gefunden wird! Wäre das nicht die beste Lektion?

    Wenn ich das Posting jetzt noch mal durchlese... Es wurde gestern erstellt, und das entscheidende Spiel ist morgen, also heute, also jetzt ... Dann bin ich mit meinen Ratschlägen etwas spät dran, die Anfrage war ja auch ein wenig kurzfristig ;)
    Egal wie das Spiel ausgegangen ist, würde ich das Thema jetzt ruhen lassen, kein Brief oder so - das nützt wirklich nichts.

    Hmm, also ich kenne ganz wenige Trainer, um nicht zu sagen, gar keinen persönlich, die in der beschriebenen Situation die Meinung von TRPietro und anderen Schreibern hier vertreten würden und diese Entscheidung einfach akzeptieren.


    In dieser Situation gäbe es für mich nur einen Weg: Ich würde heute abend bei der Familie persönlich vorbeigehen und die Sache ausdiskutieren. Das hat einige Vorteile gegenüber dem Telefon.
    Klar muss man erstmal volles Verständnis für die Eltern haben und ihnen auch das Recht zugestehen, diese Entscheidung zu treffen.
    Aber die Eltern sollen auch die Sichtweise des Trainers und der Mannschaft in aller Deutlichkeit erfahren.
    Da kann man sich ja einige Argumente zurechtlegen, nach dem Motto "Hier wird nicht der Sohn bestraft sondern die ganze Mannschaft." oder auch dass die Arbeit der Trainer und der Mannschaft auf dem Spiel steht.
    Ziel sollte sein, dass die Bestrafung umgewandelt wird in eine andere Strafe, die den Junior mindestens genauso hart trifft. So behält auch die Mutter ihre Autorität. Dazu braucht es natürlich die Bereitschaft des Spielers.


    An deiner Stelle würde ich jemanden mitnehmen, der im Gespräch mit Eltern sicher und ruhig argumentieren kann, evtl. ein Trainerkollege oder Jugendvorstand, der selbst Vater (oder Mutter) ist.


    Klar sollte in dem Gespräch kein zu großer Druck aufgebaut werden. Es sollte nur eure Situation deutlich werden und die Dringlichkeit. Die Entscheidung soll letztlich die Familie treffen. Evtl. brauchen die Eltern am Ende des Gesprächs auch noch Bedenkzeit und müssen wohl noch mal mit dem Sohn reden.

    So wird es leider nicht sein. Fußball ist halt zu einem großen Teil Kopfsache - und bei den Bayern kann der Trainerwechsel eigentlich nur positive Auswirkungen haben. Ich stimme allerdings bcefferen zu, Heynckes wird dieses Potenzial nicht optimal nutzen können....

    Naja, es macht doch keinen Sinn, alle Trainer zu informieren, bevor man mit dem Nachbarverein spricht. Für solche strategischen Planungen ist die Jugendleitung ja da! Wenn es dann konkreter wird, müssen natürlich die Trainer schnell informiert werden, damit keine Gerüchte aufkommen. Grundsätzlich hat eine Zusammenarbeit meist mehr positive als negative Seiten, aber viele Trainer sehen das nicht, weil sie lieber ihre eigene Suppe kochen :(

    Ich würde einfach mal den Staffelleiter anrufen und ihm erzählen, wie das Spiel abgelaufen ist. Vielleicht kann er das nächste Spiel der besagten Mannschaft mal anschauen, bzw. dafür sorgen, dass erfahrene Schiris deren Spiele pfeifen. Das hilft euch jetzt auch nichts mehr, aber vielleicht hilft es etwas "für die Zukunft".

    Hört sich an, als würden sich zwei Jugendspieler streiten, wer erster in der Schlange war. Als Trainer hab ich solche Streitigkeiten meist dadurch gelöst, dass beide sich hinten anstellen dürfen :)

    Das gibts doch nicht! Noch ein Friedhelm-Funkel-Fan :)
    Ich oute mich auch: FF war schon bei Uerdingen, Duisburg und Köln einer meiner Lieblingstrainer. Dass er dann auch noch zu meinem Lieblingsverein Frankfurt gekommen ist, war schon ein großes Glück. Noch besser war, dass er schon mehrere äußerst brenzliche Situationen überlebt hat. An ihm schätze ich besonders seine sachliche, unaufgeregte Art und eben seine beständige Arbeit. Außerdem kommt er "echt" rüber.


    Für meinen anderen Verein BVB ist Jürgen Klopp auch ein großer Glücksfall. Kaum einer, der Fußball so leidenschaftlich lebt, aber gleichzeitig doch meist den Durchblick behält.

    Danke schon mal für eure Antworten. Bei der Altersklasse bin ich nicht so festgelegt, C, D oder E wären OK...
    Die Homepages der Umgebung habe ich schon angeschaut, auch ein paar Spiele verschiedener Vereine als stiller Zuschauer. Da bekommt man einen guten ersten Eindruck. Trainingseinheiten unbemerkt beobachten ist etwas schwieriger...

    Ich bin umgezogen, möchte aber wieder eine Jugendmannschaft übernehmen. Hier in der Nähe gibt es mehrere Vereine.


    Worauf würdet ihr besonders achten, wenn ihr einen neuen Verein suchen müsstet?
    Wer von euch hat schon bei mehreren verschiedenen Vereinen gearbeitet? Gute/schlechte Erfahrungen?

    Eine Trainersitzung sollte zum Informationsaustausch da sein. Hat bei uns auch selten länger als ne Stunde gedauert. Zwar hat jeder Trainer auch in 3-4 Sätzen kurz über seine Jugend erzählt, aber daraus entstanden keine langen Diskussionen.
    Um Probleme zu lösen, setzen sich am besten die betroffenen Trainer und der Jugendleiter zusammen. Ich kann gut verstehen, dass z.B. ein Bambini-Trainer nicht bei Trainersitzungen Stunden mit A-Jugend-Problemen verbringen will....