Einerseits - nein.
Weil zu befürchten ist, dass der Sohn darunter leidet. Dass sich die Leute vom Verein zusammenstehen gegen die Familie.
Weil hier ein ehrenamtlich Engagierter angeklagt wird, der vielleicht auch nur das Beste wollte, sich aber in der Richtung geirrt hat. Wie viele von uns.
Weil hier um eine kleine Sache, die überall vorkommen kann (und vorkommt), viel Wind gemacht wird.
Weil das Problem durch den Wechsel zu einem benachbarten Verein leicht gelöst (oder zumindest vermieden) werden kann.
Andererseits - ja.
Weil die (eher unwahrscheinliche) Möglichkeit besteht, dass im Verein die Vernünftigen überwiegen, den Trainer entsorgen und alles wird gut.
Weil hier offensichtlich dem Kind unrecht getan wurde.
Weil endlich mal in der Öffentlichkeit darüber gesprochen wird: Über kindgerechtes Trainerverhalten, über Erfolgsorientierung im Kinderfußball, über Verbohrtheit und Unverbesserliche.
Weil ein entsprechendes Urteil über Rechte des Kindes im Kinderfußball Signalwirkung hätte.
Die Familie selbst muss letztlich die Argumente abwägen. Wir wissen nicht, ob nur Rechthaberei und evtl. Publicity dazu geführt haben, den Schritt vor Gericht zu tun. Wenn aber die oben genannten Argumente die Hauptrolle gespielt haben, dann habe ich Respekt...