Offensichtlich ruft Andres Idee hier sehr kontroverse Diskussionen hervor, wie wird das erst in einem Verein sein! Solche Ideen mit der Brechstange durchzusetzen, macht auch keinen Sinn. Aus meiner Sicht ist das auch nicht der richtige Weg zu mehr Qualität im Jugendfußball, mehr ausgebildeten Trainern usw.
Vielmehr müsste man wie DSV schreibt in den Betrieben ansetzen. Bezahlter Sonderurlaub für Jugendtrainerfortbildungen, Förderung von Betrieben, die ehrenamtlich engagierte Mitarbeiter einstellen usw. Viele von uns kennen das Problem: Sie müssen raus zum Training, aber auf Arbeit gibt es noch "dringendes" zu erledigen. Wäre es nicht schön, wenn man argumentieren könnte, dass die ehrenamtliche Tätigkeit auch dem Betrieb nützt?? Es tut wirklich not, unsere Jugendbetreuertätigkeiten, die der Gesellschaft dienen, in diesem Sinne zu fördern!
Beiträge von koeppchen
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Habt ihr keine anderen Einnahmequellen als die Beiträge? Hallen- oder Feldturniere, Feste, Jugendfußballcamp usw. so kann ein Verein sich auch finanzieren. Wenn die Eltern dann bei solchen Veranstaltungen zu Helfereinsätzen eingeteilt werden, steigt noch dazu der Zusammenhalt im Verein.
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Ich finde es auch schade, dass das eigentliche Thema so schnell in der allgemeinen Diskussion untergegangen ist. Bin auf jeden Fall gespannt, ob du da was erreichen kannst, Ranwie.
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In 13 von 16 Bezirken in Württemberg gibt es keine Tabellen mehr in der F-Jugend. Ich bin selbst kein Trainer in dieser Altersklasse, aber aus meiner Sicht haben sich alle Beteiligten in den letzten Jahren daran gewöhnt (läuft mindestens 4-5 Jahre schon so). Die ehrgeizigen, nicht kindgerechten Trainer gibt es wohl immer noch, aber ich denke, insgesamt hatte die Abschaffung einen positiven Effekt. Die Staffeleinteilung lief so wie von Andre beschrieben, im Herbst Qualistaffeln, im Frühjahr dann nach Ergebnissen neu eingeteilt. Die Ergebnisse erhalten die Staffelleiter ja über die Spielberichtsformulare zugeschickt, so konnten sie sich eine eigene Tabelle errechnen.
Seit dieser Saison wurde hier flächendeckend das 5:5 eingeführt, gespielt wird in kleinen Turnieren, bei denen mehrere Mannschaften auf dem Platz eines Vereins eingeteilt werden und so ungefähr jeder gegen jeden spielen. Tabellen und Turniersieger gibt es nicht.
Die Turnierspieltage sind tolle Ereignisse. Der gastgebende Verein kann ein bisschen Geld durch Verkauf von Essen und Getränken verdienen. Die Spielpläne sind so gestaltet, dass keine langen Pausen entstehen. Meist sind zwei Spielfelder (je etwas kleiner als ein Viertelplatz) gleichzeitig "in Betrieb". -
Das beste ist an der Sache das zwei der Väter selber Trainer sind (Bambini und C-Jugend).Genau das wird auch der Grund sein. Oft ist es sehr schwierig, Trainer und ehemalige Trainer in der Elternschaft zu haben. Diese schauen sich alle Spiele mit der "Trainerbrille" an, nach dem Motto, "was würde ich tun, wenn das meine Mannschaft wäre"... Diese Gedanken sind mir auch schon mal gelegentlich durch den Kopf gegangen, wenn ich ehemalige Mannschaften von mir angeschaut habe. Aber es ist natürlich unfair dem aktuellen Trainer gegenüber.
Mir haben mal ehemalige Trainerkollegen, die als Eltern bei den Spielen dabei waren, nach einem Turnier eine je 2 DINA4-Seiten-E-Mail geschrieben, was alles schlecht gelaufen ist. Die haben sich so richtig ausgekotzt. Das war auch in der F-Jugend. Ich bin wie du aus allen Wolken gefallen! Ein halbes Jahr zuvor hatte ich noch mit den gleichen Leuten gut als Trainer zusammengearbeitet, und ein halbes jahr später kommt derartige Kritik auf so niveaulose Weise - per E-Mail! Ich war fassungslos. -
Zitat
Genau das Gleichw beim Abmelden; Ich würde nach dem Training jeden Einzelnen anrufen... und "nur" einmal erklären, dass man sich abmelden MUSS und das Training und Spiel, fix zu reservieren ist und eigentlich obligatorisch ist... wir sind nicht im Mukiturnen!" Beim zweiten mal gibst Straftraining (Runden laufen)... genau nicht Kindergerecht... gehst in diesem Fall in Ordnung! Verspätungen im Training; Wie währs wenn man für jede Minute zu spät, eine Runde laufen muss (ohne Ball... ohne Spass).Niemals
Erstens: Ich halte nichts davon Spielern hinterherzubetteln und hinterherzutelefonieren. Das hab ich in den ganzen 4 Jahren nicht gemacht (Bis auf Ausnahmen)
Ich bettel doch nicht noch rum das die Eltern doch ihre Kinder bitte zum Training bringen oder abmelden. Noch einmal, JEDER aus dieser Mannschaft, weiß das man sich abmelden muss. Warum sollte ich also noch hinterhertelefonieren? Irgendwann reicht es doch auch einmal.
Und ganz ehrlich? Auf sowas hab ich kein Bock.Sehe ich anders. Wenn ich ein Problem mit Spieler und Eltern XY habe, dann sollen diese das auch erfahren. Und zwar möglichst schnell. Was bringt es denn, den Frust bei sich zu behalten und irgendwann einmal den Spieler zu bestrafen, dass er etwas weniger spielt?
Wenn ich z. B.ein Spiel habe, bei dem 2 Spieler unabgemeldet fehlen, und ich habe dadurch keine Auswechselspieler o.ä., dann ist so ein Anruf einfach fällig. Ich würde die Situation der Mannschaft erklären und die möglichen Konsequenzen (Abmeldung der Mannschaft), die den Jungen direkt treffen (er kann nicht mehr Fußball spielen). Ein solcher Anruf nach dem Spiel hat erstmal nichts mit hinterherlaufen und betteln zu tun ... Insgesamt kommt es natürlich auf die Vorgeschichte an, andererseits wenn das trotz mehrfacher Ansprache wieder vorkommt, dann fliegt der Spieler eben raus. F-Jugend hin oder her. -
Wirklich spannend ist, wie Berichte über Niederlagen aussehen. Oft sieht man bei erfolgreichen Mannschaften ellenlange Berichte über Siege, während Niederlagen mit höchstens einem Satz beschrieben werden. Oder gar nicht. Schade eigentlich. Denn gerade im Umgang mit solchen Spielen kann ein Trainer durch einen entsprechenden Spielbericht Orientierung geben. Oder?
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Vorsicht! Möglicherweise dürfen pro Mannschaft nur 11 Spieler eingesetzt werden. Wäre blöd, wenn ihr wegen einem Spieler zu viel disqualifiziert werdet!
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Gute Idee, Ranwie, ich kann mir gut vorstellen, dass man in Kooperation mit anderen Vereinen was erreichen kann.
Ziel sollte sein, ein Bewusstsein zu schaffen, dass Positionsrotation für eine moderne, zukunftsorientierte und langfristige fußballerische Ausbildung unbedingt notwendig ist! Etwa so wie ein Libero-Spielsystem heute für eine altmodische Auffassung steht, mit der sich kein Trainer irgendwo blicken lassen kann, sollten auch die festen Positionen im Kinderbereich als "no go"/nicht mehr zeitgemäß usw. gelten....
Warum nicht hier eine gemeinsame Konzeption mehrerer Vereine erarbeiten und bekannt machen! Die örtliche Zeitung schreibt sicher gerne darüber, man könnte Flugblätter drucken und bei Turnieren verteilen, oder gegnerischen Trainern bei Spielen in die Hand drücken. So kann man auch ein Gespräch darüber beginnen, nach dem Motto "Heutzutage bildet man doch keine Positionsidioten mehr aus!" und die Eltern anderer Mannschaften haben eine Möglichkeit, die Trainer ihrer Mannschaften anusprechen, zu fragen, ob er schon mal vom Konzept der Vereine XY gehört hat. Sodass vielleicht irgendwann der Trainer, der mit festen Positionen viele Spiele gewinnt, plötzlich nicht mehr der große Held ist, sondern in der altmodischen Ecke steht, der seine Kinder einseitig ausbildet!? -
Ich habe hier noch kein Hallenturnier erlebt, bei dem Spiele vom Schiri abgepfiffen wurden. Es gibt nur die Schlusssirene, die gilt dann auch...
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"....zusammengefasst in einem der inhaltsdichtesten Produkte, die Herr Pott je herausgebracht hat...."
Ich schmeiß mich weg

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Nein, Polokid spricht sicher vom C-Leistungssport. Beim Trainer C-Breitensport wird weder ne Schiri-Prüfung noch ne fußballpraktische Eignungsprüfung, bei der man selber kicken muss, verlangt.
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Bei mir war es gerade umgekehrt: Ich hatte als C-Trainer ein Problem mit D-Jugend-Spielern, die feste Positionen gewohnt waren. Sie beklagten sich plötzlich, als sie eine andere als die gewohnte Position spielen mussten. Jugendspieler müssen sich eine gewisse Flexibilität bewahren, und in der D-Jugend ist eine gewisse Rotation gewiss nicht verkehrt!
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Ich finde, hier haben die Verantwortlichen des Vereins gut zusammengearbeitet, entschlossen gehandelt und so eine Lösung erarbeitet, die funktionieren kann. Wichtig ist - und das kann ich schwer einschätzen - dass die Jungs es einsehen und bereuen und verstehen, dass sie hier eine (letzte) Chance bekommen. Andererseits denke ich, dass man ihnen diese Chance auch geben sollte. Denn der Fußball kann eine Möglichkeit sein, einen Zugriff auf die Jungs zu behalten, damit sie nicht ganz "abrutschen". Solange es nicht ständig auf Kosten der Mannschaft und des Vereins geht...
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Ja, die Regeln sind für die Kinder da und nicht umgekehrt. Ich kann nicht verstehen, dass hier so sehr auf den Buchstaben des Gesetzes geachtet wird. Klar, am besten wäre, die Regeln so zu ändern, dass in einem F-Spiel unbegrenzt Spieler eingesetzt werden dürfen.
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Bei mir (C-Jugend jüngerer Jahrgang) haben wir einen festen Kapitän. Es gab eine geheime Wahl, bei der jeder eine Stimme hatte.
Der Spieler mit den meisten Stimmen ist Kapitän, die zwei nächsten gehören dem Mannschaftsrat an. Ich bin sehr zufrieden, besser hätte ich als Trainer auch nicht entscheiden können.
Ich würde eine Wahl einer Entscheidung des Trainers vorziehen, es sei denn, es besteht die Gefahr, dass ein ungeeigneter Spieler / Störenfried Käpitän wird. Allerdings ist es wichtig, vor der Wahl ein paar salbungsvolle Worte über die Aufgaben und charakterlichen Voraussetzungen eines Kapitäns zu verlieren, damit nicht jeder seinen besten Kumpel wählt.
Zur ursprünglichen Frage: Ein fester Kapitän macht in der D-jugend aus meiner Sicht durchaus Sinn. -
Jedesmal wenn ich das Gelaber von der Leistungsgesellschaft höre, kommt mir die Galle hoch! Viel zu viele begründen mit solchen Argumenten ihre falsche Einstellung zum Kinderfußball. Angeblich gehörst du nicht zu "denen", Kübler, aber in jedem zweiten Posting steckt so ein Satz... Naja, irgendwie muss man seine eigene erfolgsorientierte Einstellung ja begründen können. Da kommt es gerade recht, alles auf die Gesellschaft zu schieben, auf die man die Pflicht hat, die Kinder vorzubereiten.
Wie bereite ich ein Kind auf die Leistungsgesellschaft vor, wie mache ich es stark? Indem ich ihm die Sicherheit gebe, dass es wertvoll ist, egal was es leistet, dass die Leistung nicht alles ist.
Schade, dass 8-jährige beim Ausüben ihres Hobbys mit einem anderen Denken konfrontiert werden... -
Ich kann nur sagen diese Diskussionen sind genau das was die Kinder in der Masse vermittelt bekommen. Erfolg und Leistung ist schlecht.
Das finde ich nicht!!!
Nein, schlecht ist, Erfolg und Leistung im Fußball von 8-jährigen einzufordern und (!!!) in Spielberichten nur auf Ergebnisse einzugehen. Ich bin gespannt, ob du Dirks Beitrag beantwortest - hier sind viele Argumente drin, die du schwerlich widerlegen kannst. Aus meiner Sicht ist ein Wechsel zu einem Verein wie den Kickers vor der C-Jugend nicht sinnvoll!
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Die Zugangsvoraussetzungen sind für Außenstehende nicht ganz nachvollziehbar. Bereits in anderen Landesverbänden absolvierte Seminare werden lediglich nach der Lehrgangsdauer (nicht nach Inhalt und Schwerpunkt) beurteilt. Vorhandene, praktische Erfahrungen in Vereinen werden gar nicht berücksichtigt. Man wird da trotz mehrjähriger Erfahrungen im Leistungsbereich genauso behandelt, als habe man gerade erst im unteren Breitensport angefangen. Zielgruppen-Schwerpunkte (Junioren, Senonioren - Juniorinnen-Frauen) gibt es ebenfalls nicht.
Naja, das mit den Lehrgängen in anderen Landesverbänden ist immer schwierig. Das kriegen ja nicht mal die Unis hin (siehe Studentenproteste).
Praktische Erfahrungen werden bei anderen Trainerlehrgängen auch nicht wirklich berücksichtigt. Ich saß in meinem Trainer C - Lehrgang auch mit "Anfängern" zusammen. Das ist doch kein Problem!?
Für einen Torspieler-Lehrgang mit Zielgruppen würden vermutlich einfach nicht genug Teilnehmer zusammenkommen.Aber du hast natürlich recht, diese Lizenzausbildung sollte deutschlandweit vereinheitlicht werden. Ernst Thaler war ja früher Torspieler, daher hat der wfv hier eine "Vorreiter-Rolle"- vielleicht zieht der DFB bald nach?
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Sinnvoll ist aus meiner Sicht, wenn die großen Vereine ihre E- und F-Jugendmannschaften komplett abschaffen, wie es ja einige Vereine schon machen.
Noch mal zusammengefasst ein paar Argumente, warum es für einen 7- oder 8-jährigen keinen Sinn macht, bei einem solchen Verein zu spielen:- Die F-Jugend-Spieler des Vereins werden trotz der so tollen Ausbildung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit spätestens in der D-Jugend ausgesiebt.
- Dann muss der Spieler den Verein wechseln, aus Sicht von Spielern und Eltern ein Rückschritt. Viele an sich talentierte und fußballbegeisterte Kinder hören ganz auf oder wechseln die Sportart
- Viele Termine (Training und Fahrten zu weit entfernten Turnieren) lassen wenig Zeit für Freunde und eine "unbeschwerte" Kindheit, von der Zeit für die Schule ganz zu schweigen
- Basti schreibt von ehrgeizigen und talentierten Kindern. Ist der Ehrgeiz von 7-jährigen nicht oft im Ehrgeiz der Eltern begründet? Sind nicht oft die Eltern stolz darauf, bei welchem Verein das Kind spielt und üben DRUCK auf die Kinder aus??
Da fällt mir ein, dass ich vor 2-3 Jahren mal eine F2-Mannschaft der Kickers bei einem Hallenturnier gesehen habe. Der Vater neben dem ich stand, war extrem nervös und hat ständig seinem Sohn von der Tribüne aus Anweisungen gegeben, bzw. den anderen gesagt, sie sollen ihm den Ball spielen. Innerhalb von 10 Minuten hat er den Namen seines Sohnes bestimmt 30 mal gerufen - es kannte ihn die ganze Halle! Klar gibt es solche Eltern immer wieder, aber so krass habe ich das noch nie erlebt! - Die Kinder lernen nicht, zu verlieren (außer vielleicht gegen Bayer Leverkusen)
- Die Kinder lernen nicht, Rücksicht gegenüber schwächeren Mitspielern zu nehmen (diese werden ja sofort ausgesiebt)
- Die Kinder spielen normalerweise nicht mit ihren Schulkameraden zusammen, haben teilweise Schwierigkeiten sich zu integrieren, v.a. wenn sie mit ihrem "Erfolg" "angeben"
- Die Eltern müssen viel Zeit und Geld investieren, damit ihr Sohn in dieser Mannschaft spielen darf.
Oft wird argumentiert, das Kind will das ja, hat Spaß usw. - andererseits kennen die Kinder es ja nicht anders und werden außerdem von Eltern und Trainern (Erwachsenen) noch sehr stark in ihrer Meinung beeinflusst.
Ich denke aber, man kann von Eltern erwarten, dass sie ein wenig weiter denken und erkennen, was das beste für ihr Kind ist.
Mich würden mal konkrete Argumente interessieren, warum es für die Entwicklung eines Kindes gut ist, bei einem Verein wie den Kickers zu spielen!
