Beiträge von koeppchen

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    Günter, red doch mal mit deinen Mitstreitern, Trainerkollegen und hol dir Ratschläge zur aktuellen Situation. Die haben gegenüber uns den Vorteil, dass sie die beteiligten kennen. Vielleicht gibt es auch eine "neutrale" Person im Verein, deren Meinung du schätzt?
    Ratschläge muss man ja nicht befolgen, aber sie bringen oft wertvolle Aspekte, die man vorher nicht bedacht hat. Man sieht dann oft klarer...

    Na Günter, leider verfällst du in die gleichen Argumentationen wie viele Gegner der Viererkette. Nach dem Motto "Im Jugendbereich kann man die Viererkette in einer durchschnittlichen Mannschaft gar nicht richtig spielen, da das Know How der Trainer nicht da ist und die Spieler nicht geeignet sind." Ich hoffe, ich habe hier sinngemäß richtig zitiert.


    Bei der Viererkette / dem ballorientierten Spiel ist es wie bei jedem Trainingsziel: Es gibt wichtige Grundlagen und den Feinschliff. Und wie bei vielen anderen Dingen ist es wichtig, zunächst die Grundlagen zu legen. Ich behaupte: Das kann ein Trainer, der mal 2-3 Tage in Schulung investiert vermitteln. Und das kann ein durchschnittlicher Spieler umsetzen. Ganz klar - das Training der Viererkette betrifft die ganze Mannschaft. Ich bilde nicht vier Spieler darin aus, sondern alle müssen diese Grundlagen beherrschen.
    Ob eine Mannschaft, die diese Grundlagen beherrscht, vor deinen Augen bestehen kann, in dem Sinne, dass sie die Viererkette "richtig" spielt, bezweifle ich. Aber ich sollte mir als Trainer sehr bewusst sein, was im Zentrum meiner Arbeit steht: Die kurzfristigen Erfolge oder die langfristige Ausbildung.
    Was mich in deinen Ausführungen sehr verwundert, ist dass du einerseits mit Libero spielst, andererseits aber das Verschieben ein wichtiges Trainingsziel ist. Spielst du gegnerorientiert (Manndeckung) oder ballorientiert?

    Ich kann die Argumente nur unterstützen. Wir spielen ballorientiert / Viererkette mit einer schwächeren C-Jugend-Mannschaft. Die Spieler setzen das sicherlich nicht perfekt um, aber sie lernen jedes Spiel dazu. Durchaus möglich, dass wir das eine oder andere Gegentor mit einer Libero Taktik vermieden hätten. Dennoch bin ich davon überzeugt, dass jetzt das richtige Alter ist, diese taktischen Themen zu lernen, und dass jedes Spiel mit Libero ein Rückschritt wäre, da "falsche" Verhaltensweisen eingeschliffen werden!

    Andre, kompromisslos wie immer... Weder als Lob noch als Kritik gemeint. Nur muss man in der Realität immer Kompromisse machen, egal ob ein schön geschriebenes Jugendkonzept in der Schublade liegt. Welcher Verein würde denn schon sehenden Auges einen engagierten Trainer wie siebener verlieren wollen, bloß weil man auf die Buchstaben des Konzeptes pocht, und damit sein jüngerer Sohn nicht in seiner Mannschaft spielen darf? Hier gilt es eben abzuwägen, wo entsteht der größere Schaden? So ist es (fast) überall, außer vielleicht in deutlich leistungsorientierten Vereinen wie dem von Chris.


    und wenn sich dann mal ein elternteil beschwert, dass der trainer sohnemann häufiger spielt, dann kann man diese ja mal bitten, einmal eine trainingswoche mit allem und scharf und für spass zu übernehmen. wir bekommen ja auch nix dafür, der deal ist dann die betreuung des eigenen sohnes

    Bin zwar schon lange BVB-Fan. Aber auch als Trainer überzeugt mich das Dortmunder Team unheimlich. Jürgen Klopp hat in dieses Team in beeindruckender Weise seine Handschrift hineingebracht! Ich hoffe, dass sich seine Arbeit in den nächsten Jahren noch mehr auszahlen wird, als jetzt schon!!

    Bei uns an der Sportschule wird der Tannenbaum (1-3-2-1) gelehrt. Gilt als die optimale Aufstellung im ballorientierten Spiel. Die Spitze des Tannenbaums muss hierbei allerdings laufstark sein, das "Pressing" immer mitmachen. Nicht der Typ Ruud van Niestelrooy, bei dem man erst bei Toren merkt, dass er auf dem Feld ist...

    Ich habe letzte Woche erstmals meinen Mannschaftsrat "einberufen".
    Am Samstag vor einer Woche war unser Team Mitte der ersten Hälfte beim Stand von 0:2 förmlich eingebrochen... Halbzeitstand 0:6, nach der Pause sind die Jungs wieder engagiert zu Werke gegangen und haben innerhalb von 10 Minuten auf 2:6 verkürzt. Endstand war dann 2:11. Mit meinem Trainerkollegen habe ich nach dem Spiel natürlich intensiv überlegt. Was will man als Trainer machen, wenn das Team mitten im Spiel plötzlich fast nicht mehr auf dem Platz ist? In der Pause hat man Möglichkeiten einzuwirken, aber während des Spiels eher weniger.
    Haben das dann auch mit den drei vom Mannschaftsrat besprochen. Ich war überrascht, wie gut die Jungs mitgedacht und auch nach einer Lösung gesucht haben. In solchen Situationen kann ein Aufrütteln nur aus der Mannschaft kommen. Z.B. von Führungsspielern (= Mannschaftsrat). Wir waren uns da ziemlich einig und haben es im nächsten Training auch mit der Mannschaft besprochen. Wie ist mit Frustsituationen umzugehen. Wie muss die Mannschaft reagieren. Gegenseitiges Aufmuntern, Anfeuern, Anweisungen geben ist wichtig. Sich gegenseitig unterstützen anstatt den letzten Fehler des Mitspielers zu diskutieren. Usw. Das hat die Mannschaft dann auch wirklich gut umgesetzt im letzten Spiel.
    Insgesamt werden wir den Spielern des Mannschaftsrats jetzt mehr Aufgaben geben. Sie dürfen das Aufwärmen vor dem Spiel leiten. Auch während des Trainings mit ihrer Mannschaft im Abschlussspiel die Aufstellung besprechen. Ich bin wirklich mal gespannt, wie sich das weiter entwickelt. Ich bin davon überzeugt, dass es für die charakterliche Entwicklung der Jungs, aber auch für den Mannschaftsgeist, sehr gut ist, wenn die Spieler mehr Verantwortung haben!

    Tom, ich halte deinen Vorschlag für gut und auch umsetzbar. Kleinere Schwierigkeiten wie die Heimspielfrage kann man sicher in den Griff kriegen. Es muss nur der Wille da sein, das System umzusetzen. Es werden wieder die üblichen Meckerer aus ihren Löchern kriechen...

    Da fühle ich mich doch direkt angesprochen. Habe dieses Wochenende 12 Spieler, davon 1-2 angeschlagene. Nach langem Überlegen entschied ich mich gestern, den Kandidaten, der mal wieder unentschuldigt im Training gefehlt hat, doch noch mitzunehmen...
    Warum? Wie oben schon geschrieben wurde, schadet es letztlich ja auch der Mannschaft, d.h. den Zuverlässigen, wenn wir in Unterzahl spielen. Der Spieler, um den es geht, wird erstmal auf der Bank sitzen - auch wenn er einer unserer stärksten Spieler ist.
    Es ist immer irgendwie eine Gratwanderung, aber in einem kleineren Verein hat man eben nicht immer die Wahl, mit einem 20-er Kade in die Saison zu gehen!

    Zu der Frage hier:
    "Welcher spanische Konditionscoach sagt denn, dass Jugenliche auch so trainiert werden können, wie diese Profis?"
    So ist es aber. Barcelona macht bis zum Alter von 16 z.B. kein Krafttraining. Das sind typisch deutsche Geschichten...

    Chris, weißt du inzwischen Näheres über die erwähnten Parcours, mit denen Barca seine Ausdauer trainiert?

    Sie haben die Kontrolle der Spielerpässe bzw. Spielerlisten durch den Verantwortlichen der am
    Spiel beteiligten Mannschaften zu überwachen.

    http://www.sfv-online.de/upload/Schiedsrichterordnung.pdf


    So,habe ich was Anderes behauptet :D So steht es in der Schiedsrichterordnung. :rolleyes:

    Dir ist sicher aufgefallen, dass das die Schiedsrichterordnung des Sächsischen Fußballverbands ist.
    Dann ist es wohl von Landesverband unterschiedlich. Ich habe in meiner ganzen Trainerzeit noch nie eine Passkontrolle beim Gegner gemacht. Und auch erst einmal erlebt, dass ein Gegner unsere Pässe mit den Spielern verglichen hat.

    Leicht wird es sicher nicht, einen Co-Trainer zu finden. Ich würde so vorgehen:


    Überleg dir mal, warum jemand als Trainerkollege bei euch einsteigen sollte. Was macht es so lohnend, mit dieser Mannschaft zu arbeiten? Warum ist es so klasse, dich als Trainerkollegen zu haben?


    Um Kandidaten zu finden, würde ich mal einige Trainerkollegen, die ich gut kenne (aus dem eigenen Verein oder aus der Nähe), ansprechen. Vielleicht kennen die jemanden, der vielleicht Interesse hat?? Ein Bekannter eines Bekannten sozusagen. Den könntest du dann einfach mal anrufen und um ein unverbindliches Treffen bitten - falls bei ihm eine Spur an Interesse an einem Trainerjob vorhanden ist. Und dann solltest du die zuvor gesammelten Argumente in die Waagschale werfen....

    Bei uns sind die Wechselfristen bei ja - 1Monat ; bei nein - 3Monate. :cursing:


    Totaler Hirnriss,denn es sollte doch schon mglich sein,dass kinder ohne stress wechseln können. Wir kreuzeln natürlich bei einem Monat und legen keinem kind irgendetwas negativ in dem weg. wir hatten auch noch keinen stress damit.

    Na, diese Wechselfristen finde ich schon vernünftig. Ein Vereinswechsel sollte wohl überlegt sein, dafür kann man 1 Monat Spielsperre wohl in Kauf nehmen. Die 6 Monate, die es bei Nichtzustimmung gibt, können echt brutal sein. Jeder Einzelfall ist anders...
    Vor allem während der Saison muss ein Wechsel eine Ausnahme sein. Bewi62 hat da ganz treffend die sozialen Kompetenzen ins Spiel gebracht...

    was
    ich aber genau so bescheuert finde,die wechselfristen zwischen e1 und
    e2. gerade bei vereinen mit kleinem kader und großem krankenstand ist
    es echt schwer. ich möchte nicht,dass die kiddys 2 spiele an einem tag
    haben,aber dass man 10 tage warten muß ,ist im kinderbereich echt blöde.

    Ich habe es immer wieder mit dem Sprichwort "Wo kein Kläger ist, da ist kein Richter" gehalten. Sprich - wenn du die E2 mal durch schwächere E1-Spieler (oder gar die E1 durch E2-Spieler) ergänzt, dann wird sich im Normalfall kein Gegner beklagen. Wenn natürlich die Stars der E1 in der E2 spielen, dann hat man eine Strafe auch verdient.

    Unser Skript für den C-Breitenfußball -Schein war vom wfv. Hier hat offensichtlich jeder Landesverband seinen eigenen "Lehrplan" und damit auch seine eigenen Schwerpunkte.
    Einer der Ausbilder hat durchaus darauf hingewiesen, dass in E- und F-Jugend die Rotation schon sein sollte. Die anderen Trainerausbilder sind selbst Auswahltrainer und gehen dabei "natülich" nach dem Leistungsprinzip. Denen fällt es aus meiner Sicht eher schwer, zu vermitteln, dass in der E-Jugend alle Spieler gleich lang spielen sollten....
    Trainerverhalten war durchaus Thema, v.a. in Bezug auf Didaktik, Umgang mit Problemspielern und insgesamt soziale Kompetenzen des Trainers. Hier hatten wir eine externe Referentin, die auch einige spannende Rollenspiele mit uns gemacht hat. Nachher waren alle ziemlich begeistert, auch diejenigen, die vorher eher skeptisch waren.
    Die Ausbildungsziele, altersspezifischen Merkmale der Kinder usw. waren natürlich ein wichtiger Punkt in der Ausbildung, und auch wichtig für die schriftliche Prüfung! Allerdings vertritt der wfv hier eine Meinung, die leicht von der DFB-Meinung abweichend, da für alle Altersklassen das Ballorientierte Spiel propagiert wird. Das gehört schon irgendwie zur Gruppentaktik und soll in den verschiedenen Jugendmannschaften altersgerecht vermittelt werden.


    Eine Eignungsprüfung für den C-Breitenfußballschein gibt es hier nicht!