Beiträge von koeppchen

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    Es ist dringend Zeit, mal die Position des nicht gewinndenkenden Trainers zu vertreten, und auf den entscheidenden Satz von Don Quijote zu verweisen...


    Aber unabhängig von der Tabellensituation habt Ihr sportlich doch gewonnen. Insofern gibt es für die Mannschaft doch abgesehen von den fehlenden Punkten keinen Grund, sich NICHT zu freuen, zumal es offenbar ein gutes Spiel war. Das würde ich den Jungs sagen. Und mich gleichzeitig entschuldigen.


    Nimm das Thema nicht so wichtig, ihr seid die Sieger, moralisch sowieso, und wen interessiert denn eigentlich eine Tabelle, die irgendwo im Internet steht??? Was ihr aus dem Spiel mitnehmt, ist eure Entscheidung!


    Wenn der gegnerische Trainer/das gegnerische Team es nötig hat, in so einem Fall Protest einzulegen, dann sind sie kleinkariert und schlechte Verlierer. Und das unterscheidet euch!

    Paul, ich denke hier konkret an Trainingseinheiten, bei denen die Kinder gezwungen sind, über ihre Kräfte hinauszugehen. Ich denke auch, dass dies in Spielformen eher nicht passiert (zumindest nicht ohne vom Trainer ausgeübten psychischen Druck). Jedoch kann ich mir schon Trainingsformen (Tendenz "alte Schule"!) vorstellen, die auch Kindern körperlich schaden. Das durchaus auch schon bei 3 x Training in der Woche! Dass du eine solche Möglichkeit kategorisch ausschließt, passt gar nicht zu deinen sonst eher reflektierten Beiträgen...

    Ich wäre eher damit einverstanden, dass Strafgelder Bedürftigen zugute kommen würden. DAS würde Sinn machen.


    Damit könnte ich auch leben. Aber ehrlich gesagt, es ist kein Thema, das mir auf den Nägeln brennt. Da wäre mir schon wichtiger zu überlegen, was der SInn und Zweck der Verbände insgesamt ist, und ob sie dem nachkommen.
    Das deutest du mit deinem neuesten Posting auch an... Was wären denn deine Vorschläge, wie der Verband die (Breitensport-) Vereine besser unterstützen kann?

    Das Beispiel passt gut. Der Staat ist die Gemeinschaft der Bürger, so wie der Verband die Gemeinschaft der Vereine ist.
    Ich kann grundsätzlich nichts falsches daran sehen, dass der Verband die Strafe einsteckt, so lange die Strukturen eben so sind, dass der Verband es zum Wohle der Vereine einsetzt. Wenn das nicht so ist, dann sich muss im Verband eben etwas ändern!

    Chris, dein Posting kann ich voll unterschreiben. Aus dieser Erkenntnis müsste zwangsläufig eine Verschiebung der Wertigkeiten - weg vom Herrenfußball, hin zum Jugendfußball folgen. Der eine oder andere würde sich bewusst werden, worin eigentlich die hauptsächliche Daseinsberechtigung eine Fußballvereins (Warum bauen Gemeinden Sportplätze? Warum ist die Benutzung von Sporthallen für die Vereine oft kostenlos? usw.) liegt... Man würde vielleicht nicht mehr belächelt werden, wenn man auf die Frage "Spielst du aktiv Fußball?" "Nein, nur als Hobby. Aber ich bin Jugendtrainer." antwortet...

    Andre, danke für den Zuspruch. Wir spielen tatsächlich schon in der untersten Staffel.
    Meine Mannschaft ist dennoch ehrgeizig, dies äußert sich in hoher Trainingsbeteiligung, großer Motivation und auch Eigeninitiative.


    Natürlich gebe ich den Weg vor, und lasse mich von Elternmeinungen nicht irritieren.
    So möchte ich daran festhalten, dass jeder seine Einsatzzeit bekommt.


    In diesem konkreten Fall hätte ich jedoch im Rückblick anders gehandelt.

    Prima. Das finde ich auch gut. Nur fällt mir leider kein einziges Beispiel ein. Und selbst wenn Du eines rauskramst, wo der Verband feierlich nen Basketballkorb gestiftet hat. Reicht mir nicht. Ich würde gerne mal einen Kassenbericht von denen einsehen. Die Verbände sind schließlich e.V.s. Find aber nichts im Netz.


    Ich hab da z.B. die Sportschulen im Kopf. Die können sicher allein von den paar Euros, die man für nen Trainerlehrgang bezahlt, nicht erhalten werden.
    Dann gibt es noch ein paar organisatorische Dinge, wie z.B. der Spielbetrieb, Staffeleinteilungen usw.
    Die Aus- und Weiterbildung der Schiris muss finanziert werden. usw.

    Eigentlich ist doch der Verband die Gemeinschaft aller Vereine. Das heißt, wenn das Geld dem Verband zu Gute kommt, dann kommt es indirekt auch den Vereinen zu Gute. Daher habe ich dagegen grundsätzlich nichts einzuwenden.
    Dass die Verbände sich teilweise von der Basis weg entwickeln, steht auf einem anderen Blatt...

    Ich fühle mich von Toms Beitrag sehr angesprochen.
    Bei mir ist der Fall genau umgekehrt gelaufen. Nach 4 teilweise unglücklichen Niederlagen in den ersten 4 Pflichtspielen führt unsere Mannschaft fünf Minuten vor Schluss mit 3:1. Ich mache einen Wechsel, nehme meinen Kapitän raus und wechsle einen neuen ein, der noch dazu ziemlich unsicher ist. Wir spielen noch 3:3. Ist natürlich erst mal der Frust da. Ein anwesender Vater tickt aus, meint "ich schaue mir das nicht mehr an". Tja, da hab ich wohl kaum alles richtig gemacht...

    Ja, ich finde die Lösungen von Andre auch zu "einfach" und damit theoretisch. Hilfreicher wären tatsächlich konkrete Vorschläge, wie man mit einem zu großen Kader umgehen sollte...
    Auch die von TW-Trainer propagierte "klare Linie" habe ich für mich noch nicht gefunden. In einem kleinen Verein haben wir seit Jahren zum ersten Mal wieder eine B-Jugend. Toll ist dabei, dass wir in den letzten Monaten mehrere komplette Neuanfänger aufgenommen haben. Manche können schon recht viel, andere müssen noch viel lernen. Wie geht man mit dieser Situation um? Wenn wir unseren Stamm mit den stärkeren Neuen ergänzen, können wir einigermaßen mithalten (heißt immer noch, dass wir den meisten Gegnern unterlegen sind). Wenn drei von den ganz Neuen spielen, wird es sehr sehr schwierig... Es ist ein Balanceakt, kann eben darauf hinauslaufen, dass der ein oder andere mal nur 20 Minuten im Spiel zum Einsatz kommt. Trotz "reinem" Breitensport. Trotz meiner ausgeprägten sozialen Ader...

    Ich würde den Kapitän nie wählen lassen. Nur der Trainer sollte das bestimmen, unter Berücksichtigung aller Faktoren. Ich muss mit meinem Kapitän reden können und wissen, dass er keine Angst hat auch unangenehme Dinge anzusprechen, sei es mir gegenüber, als auch der Manschafft gegenüber.
    Wählen lasse ich hingegen einen Manschaftsrat.


    Das heißt, du traust einer Mannschaft nicht zu, das zu entscheiden??
    Ich finde es enorm wichtig, dass ein Kapitän von vornherein die Unterstützung der Mannschaft hat, seine Aufgabe ist es ja, die Mannschaft zu führen! Mit der Wahl verpflichten sich die Spieler aus meiner Sicht auch, den Kapitän anzuerkennen! Das ist etwas ganz anderes, wenn der Trainer den Kapitän einfach bestimmt.
    Ich habe am Dienstag meine Mannschaft um Vorschläge fürs Kapitänsamt gebeten. Die Vorschläge, die kamen, decken sich fast komplett mit meiner Einschätzung. Mal sehen wie die Wahl nächste Woche wird.

    Lass doch die Jungs wählen. Wer das Vertrauen seiner Mitspieler hat, tut sich als Kapitän viel leichter.
    Das ist nur dann keine gute Idee, wenn du befürchtest, dass deine Spieler einen komplett ungeeigneten wählen...

    Habe mir gerade überlegt, was ich machen würde, wenn ein Gegner uns den ersten Anstoß zuspielen würde wie die Mannschaft von Stevo... Ich würde mich wohl wundern, aber es ist doch irgendwie ein netter Zug, und ich würde es Anfang der zweiten Hälfte genauso machen. Irgendwie nimmt so etwas schon die Aufgeregtheit aus dem Spiel, könnte ich mir vorstellen.
    Stevo, wie gehen denn eure Gegner damit um?

    Zuerst sollte man definieren, welches Ziel im Jugendfußball (untere Jahrgänge) das Ziel Nr. 1 ist, dem sich die anderen unterordnen müssen.
    Die fußballerische Ausbildung - das ist offensichtlich der Weg von Ranwie und Andre.
    Oder der soziale Aspekt, Freundschaften .... wie es duffy und Paul Breitner vertreten.
    Je nach dem ist es dann auch in Ordnung, die Mannschaften nach Spielstärke oder gemischt einzuteilen.

    Hm, ich kann mir deine Situation gut vorstellen... Es hört sich schon so an, als wäre in deiner Truppe nicht so viel Eigenmotivation, oder es fehlt das Verständnis, dass man sich auch mal quälen muss.
    In deiner Situation würde ich den gleichen Parcours nächstes Mal noch mal machen. Dabei gäbe es dann vor dem Training ein paar Worte zum Thema. Nach dem Motto: "Letztes Mal haben wir doch einen Parcours gemacht. Ihr erinnert euch, dass ich ziemlich sauer war wie das lief. Warum habe ich mich geärgert??" Frage an die Mannschaft usw. Dann würde ich die Jungs herausfordern: "Ich habe mir dann abends überlegt, ob ich einfach zu viel von euch verlangt habe? Ist es zu schwer, so einen Parcours volle x Minuten durchzuhalten??" Jetzt würde ich wieder die Antwort der Mannschaft abwarten. Und dann kommt eben die Ansage: "Ich bin heute sehr gespannt, wer das schafft, oder ob es für euch wirklich zu viel ist..."
    Keine Ahnung, ob das bei deiner Truppe zieht, bei mir hat so was schon das eine oder andere Mal funktioniert.