Beiträge von holzi

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    @Zodiak


    Ich wollte mich schon mal zu Deinem Video äußern, in welchem Du die Kinder "Übersteiger" und Torschuss üben lässt. Nun also ein weiteres Video zu einer recht langwierigen und - wie ich finde - für Kinder, die 7 oder 8 Jahre alt sind, wahrscheinlich (vergleichsweise zu anderen Übungen/Spielen) eher langweiligen Übung. Ich finde auch, dass es Argumente gibt, die gegen solche doch recht langwierigen Übungen sprechen. Aber ich vermute, Ihr werdet bei Euren umfangreichen Trainingseinheiten jede Menge Abwechslung einbauen. Ihr werdet also insgesamt auch jede Menge Zeit haben für Bewegungsspaß, Dribbling, Torschuss und vor allem Fußballspiel. Wenn dann in einer weiteren Einheit zusätzlich Technik trainiert wird, hätte ich persönlich nichts dagegen.


    Eines ist auch klar, die Kinder in den Videos können z. T. sehr gut mit dem Ball umgehen. Ob sie - was für mich in dem Alter viel wichtiger wäre - auch koordinativ gut drauf sind, schnell sind und schon kreativ im Dribbling sind (also im Spiel, nicht um Hütchen), kann man nicht so gut beurteilen. In der Einheit, die Du auf soccerdrills.de eingestellt hast, sind die Abläufe - naturgemäß - überschaubar schnell. Sollten diese Elemente auch gut entwickelt sein, könnt Ihr insgesamt so falsch nicht liegen.


    Ich hoffe, dass Ihr richtig liegt mit Eurer Einschätzung, dass die Kinder optimalen Spaß haben, was in dem Alter eines der wichtigsten Kriterien für gutes Training ist. Hierzu noch meine kleine Anmerkung. Kinder können manipuliert werden. Sie wissen nicht, was als Alternative zum angebotenen Training mehr Spaß machen könnte. Ich habe Kinder im Alter von 7 Jahren erlebt, die mit größter Freude und vermeintlichem Spaß die ödesten und langweiligsten Schlangesteh-Einheiten über 90 Minuten absolviert haben. Wenn das komplette Umfeld kommuniziert, wie toll das ist und dass man sich ganz dolle anstrengen muss, dann ist die Stimmung entsprechend gut. Das gilt erst recht, wenn - wie ja bei Euch der Fall - relativ ambitionierter Fußball gespielt wird und die Trainer sympathisch und wertschätzend sind.

    @totog


    Spezialaufgabe ist relativ einfach. Der entsprechende Spieler wird darauf aufmerksam gemacht, dass Spieler X sehr stark ist und man auf ihn besonders aufpassen muss. Ab welchem Alter das umsetzbar ist, weiß ich nicht, spätestens aber ab junger E. Bei G und F müsste man das testen, ich persönlich hätte aber weder Zeit noch Lust, andere Mannschaften im Vorfeld zu untersuchen, ob es da einen starken Spieler gibt. Aber wenn es sich während eines Turniers aufdrängt, ist es eine Idee wert. Mir wäre es aber völlig egal, ob das nun funktioniert oder nicht...

    ...


    Ich stelle zwar auch fest das meine älteren F Spieler manchmal vor dem Spiel schon reden das der Spieler mit der Nummer X im Hinspiel Y Tore geschossen hat und die beiden besseren dann vereinbaren extra aufzupassen. Ohne das ich Ihnen je Manndeckung oder ähnliches aufgetragen hätte. Das nehmen Sie dann vom Bolzplatz-Kick mit den größeren mit. Ich denke aber das Bambini hier noch nicht so weit sind dies selbst zu entwickeln. Das mehrere Trainer die selbe Ansage machen würden möchte ich mir auch nicht vorstellen. Dann müssten eure Bambini-Trainer ja alle in die selbe Kerbe schlagen. Hoffe ich einfach mal nicht.


    Gruß
    Torsten

    Dass ältere Bambini erkennen, bei welchem Gegner man besonders aufpassen muss, halte ich nicht für ausgeschlossen. Vielleicht ergibt sich das Gefühl der "Sonderbewachung" auch daraus, dass die "besser" entwickelten Kindersich in Zweikämpfe verwickeln, weil sie in besonderem Maße den Ball haben wollen. Insbesondere für die "besseren" Kinder ist es aber auch wichtig, nicht ständig nur durch Slalomwälder durchzudribbeln, sondern auch mal "Gegenwind" zu erhalten. Bei älteren Bambini könnte man vielleicht einfache und leichte 1:1 Übungen erwägen.... Ansonsten ergibt sich durch die Häufigkeit der Spiele entsprechende Praxis.

    @HamburgerTrainer


    Bislang habt Ihr G-Junioren bzw. Bambini betreut. Vo 1 1/2 Jahren war dieser Jahrgang ja noch richtig jung (4- 5 Jahre?). Müsste sich das Thema bei Jahrgang 2009 nicht nunmehr erledigen, weil die Kinder nun in die F aufsteigen und damit ohnehin auf mehrere selbstständige Teams verteilt werden?


    Schade ist nur, dass im Bereich Bambini unverändert solche Trainer agieren dürfen. Noch schlimmer ist es, wenn in diesem Alter auch noch Ligaspiele stattfinden und damit der Erwachsenenfußball um sich greifen kann.

    Gute Frage, richtige Überlegung!


    Ob nun Eltern mitmachen, die das gerne tun, oder "externe" Betreuer, ist - denke ich - nicht so entscheidend. Wichtig wäre nur, dass man einen relativ festen Kreis hat, der dann auch immer dabei ist. Denn man muss sich hin und wieder über Übungsinhalte (was funktioniert, was nicht), Besonderheiten und Entwicklung der Kinder usw. usw. austauschen. Außerdem finde ich es wichtig, dass vorher die jeweilige Übungsstunde/Einheit den Betreuern bekannt ist und man gemeinsam aufbaut und die Stunde entwickelt. Dass grundsätzlich jemand die Verantwortung übernehmen und hin und wieder eingreifen muss, weil die angedachte Einheit einfach nicht funktioniert, wäre auch noch wichtig.


    Das wären für mich die wesentlichen Kriterien.


    Wenn Eltern mitmachen, ist klar, dass dann eine besondere Beziehung zu den jeweiligen Kindern besteht. Ich habe bislang nicht erlebt, dass sich hieraus Probleme ergeben, das ist aber nicht ausgeschlossen. Wir handhaben es bei der Gruppenaufteilung so, dass nach Möglichkeit das eigene Kind in einer anderen Gruppe ist. Großer Vorteil ist, dass Eltern das jeweilige Team auch für einen längeren Zeitraum betreuen können (womit natürlich Nachteile verbunden sein können, wenn das über einen zu langen Zeitraum geht) und dass vielleicht auch mehr "Herzlichkeit" im Spiel ist, was insbesondere bei den ganz Kleinen eigentlich fast ein Hauptkriterium ist.

    Das wurde auch an anderer Stelle in einem anderen thread bereits herausgearbeitet. Maßgeblich ist die herausragende und dauerhaft vorhandene Schnelligkeit in ihren verschiedenen Ausprägungen, also Antritt, Handlung, Reaktion usw.. Eine etwa fehlende Technik kann man dann wahrscheinlich immer noch "antrainieren". Aus einem ("Nur")Fußballer macht man kein Rennpferd, aber aus einem Rennpferd vielleicht einen Fußballer. Ist aber eigentlich auch klar: auch ein technisch begnadeter Abwehrspieler hat doch in der Regel dauerhaft keine Chance gegen einen (in Antritt, Reaktion, Handlung usw.) deutlich schnelleren Stürmer. Gleiches gilt für den begnadeten Stürmer, der gegen einen deutlich schnelleren Verteidiger dauerhaft ebenfalls keine Chance hat. Deshalb denke ich, dass man in jungen Jahren - wenn das überhaupt möglich ist - die "Schnelligkeitsentwicklung" (und Beweglichkeit) maximal fördern (ist ja auch mit Ball denkbar).


    Dass es in jüngeren Jahrgängen Spieler gibt, die mit ihrer körperlichen Überlegenheit und Schusskraft und -Technik zunächst gegnerische Teams zusammenschießen, passiert doch recht oft. Erst recht gilt das, wenn sie auch noch von guten, schnellen Spielern umgeben sind, die ihnen "zuarbeiten". Diese Spieler bleiben durchaus gute Fußballer, ragen aber später nicht mehr heraus, denke ich.

    @soccerbook


    Starker Beitrag!!


    Schön auch, dass Du herausstellst, dass es wenige gibt, die entweder nur Meistertrainer sind oder nur KiFu-Lehrer sind. Die KiFu-Aufgeklärten haben ja trotzdem noch Eltern (Bundestrainer), Verein und Kinder, die gewinnen wollen, zu betreuen. Trotzdem dabei nicht zu verzweifeln und aufrecht zu bleiben, ist die Kunst.

    Das ist auch so ne Sache. Ich weiß, dass fast ausnahmslos alle Trainer bei uns im Verband die G-Junioren wie F-Junioren behandeln bzw. wie Erwachsene. Das wäre alleine kein Grund, von dem abzuweichen, was der DFB empfiehlt. Ich fand es aber die letzten beiden Jahre frappierend, wie die Kinder des letzten Bambinijahrgangs (noch gültige Einteilung) nach Fußball “lechzen“. Ich denke mittlerweile, dass es ein großer Fehler wäre, auch für die älteren Bambini (also wohl eigentlich F) ausschließlich Spielstunden für Bambini anzubieten.


    Da man online beim DFB die Einheiten nach Schwierigkeit filtern kann und man auch bei soccerworld die einfachen Übungen nehmen kann, ist man ja gut versorgt für die U 7.


    Was meines Erachtens für beide Altersklassen zwingend ist, sind kleine Spielfelder und kleine Teamgrößen. Funinho gehört ebenfalls dazu, jedenfalls ab F (neue Zuordnung).

    Ich lese gerade “Kinderfußball - Ausbilden mit Konzept 1“. Auf Seiten 14/15 findet sich eine Alterseinteilung, die sich mit den neuen Altersklassen deckt. Kinder im Alter von 6 und 7 Jahren sind danach F-Jugendliche. Jedenfalls für den Bereich Bambini und F kann ich das gut nachvollziehen. Unsere Kinder Jahrgang 2009 lassen sich mit Bambini-Spielstunden nicht mehr so begeistern. Damit könnte sich auch manch heiße Diskussion über das Vorziehen von Ausbildungsinhalten entspannen?


    Erst einmal Glückwunsch dazu, dass Euer Sohn die Gelegenheit erhält, zum NLZ zu wechseln. Wie man auch immer zum NLZ steht, ist es doch eine besondere Wertschätzung, überhaupt eingeladen zu werden.


    Euer Sohn ist, denke ich, alt genug, um - beraten und unterstützt durch Eltern - selbst die maßgebliche Entscheidung zu treffen. Aufgrund der Probetrainings sollte die Entscheidung leichter fallen. Da er Jahrgang 2006 ist, dürften zumindest die allergrößten Bedenken wegen eines zu frühen Wechsels nicht zutreffen. Richtig ist noch der Hinweis von @Don Quijote, dass ein ziemlich hoher Aufwand entstehen kann.


    Ansonsten sollte man das "Abenteuer" zuversichtlich, aber stets aufmerksam begleiten.


    Unser Sohn beendete mit Abschluss der U 10 seine "Karriere" im NLZ, weil es für ihn mehr Nachteile hatte. Andere sind weiter mit großer Begeisterung dabei. Unser Sohn war vor etwa zwei Wochen Teilnehmer eines Stützpunktturniers unter Beteiligung einiger Teamkameraden aus dem alten NLZ-Verein. Hier wurden die Spieler kunterbunt zu Teams zusammengestellt. Nach meinen Beobachtungen war eine signifikant unterschiedliche Leistungsentwicklung der Kinder nicht festzustellen. Die positiven oder negativen Unterscheidungsmerkmale in puncto Schnelligkeit, Technik, Zweikampfstärke usw. waren wie vorher auch in etwa gleichem Maß zu beobachten. Das heißt mit anderen Worten, dass die Leistungsfähigkeit nach dem Wechsel in einem Breitensportverein jedenfalls nicht sofort und auch nicht in großen Schritten den Bach runtergeht :) . Ich denke, die Nachteile, die im Hinblick auf Trainingsintensität und -qualität (einschl. Disziplin) unbestreitbar vorhanden sind, werden möglicherweise (noch?) dadurch kompensiert, dass er sich als Leistungsträger im Spiel permanent beweisen kann/darf/muss und sich im Spiel deutlich freier bewegen und ausprobieren kann als unter "taktischen Zwängen".

    Ich will es mal ganz deutlich formulieren.


    Als Betreuer einer F-Jugend wäre ich ganz sicher zunächst einmal platt, wenn Eltern Bildmaterial präsentieren, auf denen für Erwachsene "nicht optimale Situationen" gezeigt werden.


    Ich würde mich dann fragen, ob etwas grundsätzlich nicht stimmt, wenn Eltern derartige Dinge aufzeichnen und mir präsentieren. Denn eigentlich soll damit ja zum Ausdruck kommen, dass ich als Betreuer offenkundig zu doof bin, solche nicht optimalen Situationen nicht zu erkennen. Höflich wie ich bin, würde ich sagen, dass es mir vorerst genügt, wenn die "nicht optimale Situation" zunächst verbal beschrieben wird. Sollten wichtige Detailfragen zu klären sein, z. B. ob vielleicht nicht nur drei gegnerische Kinder frei waren oder sogar fünf Kinder, könne man auf das "Beweismaterial" zurückgreifen. Ich würde mich dann als Betreuer fragen, ob das, was hin und wieder von Eltern beteuert wird, dass man nämlich im Grunde ja wirklich eigentlich im Großen und Ganzen zufrieden ist und man ja wirklich gar nicht herumkritteln möchte, vielleicht etwas ganz anderes bedeutet als ich bisher dachte. Und dann wäre ich vielleicht sogar ein bisschen traurig.


    Mit anderen Worten wäre ich an Deiner Stelle mit der Präsentation des Bildmaterials gaaaanz gaanz vorsichtig.


    Schön ist auch Dein Satz: "Beim Gespräch mit den Eltern höre ich oft, das die Kinder sich viele Gedanken über das Training oder die Spiele machen." Man kann es ja förmlich spüren, wie zufrieden alle sind.


    Sorry für den ironischen Unterton...

    Es gibt nur ein "entweder oder".


    Wenn man mit Bambini an Meisterschaftsturnieren teilnehmen will, kann man als Betreuer letztlich nur gegenüber Eltern die Devise ausgeben, dass Ergebnisse zweitrangig sind und alle beteiligten Kinder gleiche Spielzeit erhalten. Ich denke, dass da eine Stoppuhr fehl am Platz ist, aber im Großen und Ganzen sollten die Kinder gleichwertig agieren dürfen. Da sich andere Teams nicht daran halten, bedarf es mit einem schwächeren oder jüngeren Team einer gewissen "Selbsterniedrigungstendenz" und viel Überzeugungskraft gegenüber Eltern, dass alles gut ist :) . Mit einem "normalen" oder gar guten Jahrgang ist es natürlich überhaupt kein Problem, unter Einhaltung der KiFu-Regeln bei Stressturnieren mitzumachen.


    Ansonsten bleiben die vom DFB empfohlenen Spielenachmittage, mit denen ich persönlich gute Erfahrungen gemacht habe. Das bedarf allerdings "mitmachender" Vereine. Gar nicht sooo einfach zu finden. Hier hatte mal ein Betreuer eines anderen Teams, der auch Fußballcamps organisiert, einen unvergesslichen Nachmittag organisiert, der neben kleinen Feldern viele Stationen anbot (Messung Schussgeschwindigkeit, Fußballdart, Rebounder, kleine Spiele usw. usw.). Die Kinder bildeten ganz kleine Gruppen mit 3-4 Kindern und wechselten die Stationen, wo zwei oder drei kleine Fußballfelder eben auch "nur" Stationen waren. Das war trotz annähernd 40 °C grandios. Eindeutig vorzugswürdig, aber wie schon @schroeppke0815 schreibt, nur in Eigeninitiative umsetzbar.

    Abgesehen davon, dass ein U7-Kreismeisterschaftsturnier (egal wie das heißen mag) unnötig wie ein Kropf ist, hat der Trainer in meinen Augen nicht viel gemacht. Man kann diskutieren, ob man in diesem Turnier unbedingt etwas "reißen" muss, aber das ist doch gar nicht der Punkt.


    Er hat sich erdreistet, in einem einzigen Turnierspiel einige Kinder DREI (!) Minuten weniger spielen zu lassen als andere und hatte ohnehin vor, das später wieder auszugleichen. Das glaube ich ihm jetzt einfach mal. Es geht ja nicht darum, dass Kids dagestanden und gar nicht gespielt haben oder in jedem Spiel nur einen Minute reindurften.


    Aber nein, was passiert. Direkt (!) nach diesem Spiel muss er sich mit Elternfurien auseinandersetzen. Das geht so nicht! Ich finde das komplett unakzeptabel. Da steht ein Trainer, engagiert sich in seiner Freizeit 3 - 4 Mal wöchentlich für die Kinder anderer Leute, und diese haben nichts Besseres zu tun, als diesen Trainer anzugreifen. Unfassbares Verhalten für mich.

    Da sind sich denke ich alle einig und da wäre ich als Betreuer auch ziemlich sensibel. Ich denke, ich hätte an einem guten Tag eine Diskussion vor Ort sofort unterbunden und auf einen ruhigen Moment vertagt. Aber trotzdem ist der offene - sich im Rahmen haltende - Konflikt, bei dem man gegensteuern und diskutieren kann, immer noch besser als schleichende Entwicklungen im Hintergrund.

    Die eigentliche Problematik liegt doch darin begründet, dass eine G-Jugend an einem Turnier mit Meisterschaftscharakter teilgenommen hat und damit verschiedene z. T. gegenläufige Interessen beteiligter Akteure (Eltern, Kinder, Trainer, Verein) gegeben waren (gewinnen gegen gleiche Spielzeit).


    Im Vorfeld wurde ja auch schon "ausgewählt", denn offenkundig kamen nur die besten Kinder mit. Das alleine dürfte jedenfalls keine Begeisterung geweckt haben. Ich persönlich meine aber, dass es vertretbar ist, zu solchen "Meisterschaften" die Besten mitzunehmen. Man müsste es aber wieder ausgleichen oder bietet genug Möglichkeiten an, wo Spielzeit vermittelt wird. Das scheint ja vorliegend der Fall zu sein.


    Im Turnier entstand dann weiterer Druck. Ich bewundere die Trainer, die in diesem Umfeld 100 % Gerechtigkeit obwalten lassen. @Libra hat da doch schon viel richtig gemacht, wenn er unabhängig vom Spielstand gewechselt hat und allen "angemessene" Spielzeit gegeben hat. Dass, wenn man nicht vollkommen gleiche Blöcke ein- und auswechselt (Optimalfall), unterschiedliche Spielzeiten herauskommen, ist nicht überraschend. Gelöst wurde es ja von ´@Libra trotzdem okay, weil die betroffenen Kinder danach mehr Spielzeit erhalten haben.


    ich denke, das weitaus größere Problem dürfte darin zu sehen sein, dass ein Spieler unverzichtbar war und - bis auf ein Spiel - komplett durchgespielt hat und gar nicht ausgewechselt wurde. Egal wie nett alle Eltern sind, im Optimalfall sind andere Kinder/Eltern traurig und "trösten" sich mit dem "Mannschaftserfolg". Wenn es schlecht läuft, machen andere Eltern Stress wie geschehen.


    Nun ja, damit stellt sich wieder die Frage, ob man solche Meisterschafts-Turniere in diesem Alter einfach meidet. Aber, wenn man es einmal mit einer Mannschaft mitgemacht hat und das Turnier lief einigermaßen gut, tut man sich bei den Eltern weiter entwickelter Kinder schwer, wieder ausschließlich sogenannte stressfreie "Spielenachmittage" anzubieten. Irgendwie scheint Erfolg bzw. Wettkampf und die Hoffnung auf Auszeichnung/Ehre halt eine Droge zu sein. Ich will das überhaupt nicht verteufeln, aber "Ergebniserfolg" haben wollen und absolute Gerechtigkeit funktionieren wahrscheinlich nur zusammen, wenn man nicht nur einen Überflieger in der Mannschaft hat, sondern mehrere Spieler, die gut entwickelt sind. Auch das kommt durchaus vor und dann darf man entspannt auch wieder "gerecht" sein.

    • @Strznievski
    • Einverstanden! Für die Kinder ist es natürlich großartig, so dargestellt zu werden. Wenn wir die Erfolgsstatistiken weglassen, ist es ja auch nicht sooo schlimm. Und wie schon von allen angemerkt super gemacht. Videos für Kinder, Alben usw als Erinnerung sind auch aus meiner Sicht uneingeschränkt eine tolle Sache!!

    @open-minded und Radagast


    Ganz unkritisch sehe ich das auch nicht. Aber andererseits steckt da so viel Liebe und Engagement dahinter, dass man es fast schon gut finden muss.


    Abgesehen davon: Vielleicht bin ich ja etwas zu spießig, aber ich finde die Darstellungen z. T. ein bisschen zu "professionell", um nicht zu sagen "ein bisschen peinlich". Die Kinder sind maximal 8 (=acht) Jahre alt und werden dargestellt (wollte schon schreiben "vermarktet") wie die "wahren" großen Fußballhelden. Ich würde mir wünschen, dass da zumindest auch ein bisschen Selbstironie dabei ist und die Leute hinter der Homepage ein bisschen über sich selbst schmunzeln können. Mir als Papa wäre die Präsenz des Kindes im Netz ein bisschen zu viel.

    Genau so etwas haben wir auch schon gemacht:


    drei Staffeln, Sprint durch Hütchen, am Ende liegt ein Ball, der in ein ganz kleines Tor geschossen wird. Man staunt, wie motiviert die Kleinen sind. Das Schöne dabei ist, dass auch der/die Langsamere ja noch das Erfolgserlebnis des Torschusses hat. Morgen in der Halle wollen wir so etwas auch mal wieder einbauen. Man muss bei solchen Staffelwettbewerben schauen, dass keine Wartezeiten entstehen, aber das funktioniert meistens ganz gut.


    Danke für die Bestärkung!!

    Ich bin daher der Meinung das gezieltes trainieren bezüglich Antritt und Sprint im Bambini - evtl- E Jugend Bereich eher kontraproduktiv ist und eventuell zu Frustrationen führt. Gerade Übungen für Antritt und Sprint können monoton sein. Der Spass am Fussball und am Training sollte im Vordergrund stehen.

    Das sehe ich genauso!! Reines Antritts- und Sprinttraining wäre sicherlich für die Kinder strunzlangweilig. Ich denke aber wie Du, dass die Lauf- und Fangspiele oder kleine Schnelligkeitswettkämpfe auch ihre Effekte für Beweglichkeit, Koordination und zumindest Handlungs- und Reaktionsschnelligkeit haben.