Beiträge von holzi

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    holzi: irgendwie empfinde ich das jetzt als einen persönlichen Angriff, vielleicht irre ich mich da ja auch - ich erwarte in sportlicher Hinsicht überhaupt gar nichts, ich möchte nur, dass die Kinder Spaß haben und vielleicht auch belohnt werden, in dem sie Tore schießen, ich setze niemanden unter Druck, auch meine Tochter nicht.
    Sie ist nicht in einer Opferrolle und ich bemittleide mich auch nicht selbst. Ich bin gefragt worden, ob ich helfen möchte als Betreuer und ich tue es gerne, ich bin kein Trainer und habe dementsprechend auch nicht den sportlichen Background wie die meisten hier. Trotzdem bin ich immer noch Mutter und habe halt auch ein paar Fragen. Momentan kommt es mir ein bisschen so vor, als säßen alle hier und würden sich mit der flachen Hand gegen den Kopf schlagen... ?(


    Ich bin immer dankbar für Tipps und kann auch mit Kritik umgehen, aber ich komme mir gerade abgewatscht vor...

    Ich will Dich auf keinen Fall abwatschen. Ich kann Deine Gedanken und Sorgen gut nachvollziehen. Wenn ein Betreuer sagt, das Kind "läuft falsch", kann ich Deine Fragen verstehen. Auch dass Du traurig bist, wenn die Mannschaft verliert, weil aus deiner Sicht dumme Tore fallen, kann ich nachvollziehen, weil dann die Kinder ein Spiel verlieren. Aber wenn für 5-jährige Kinder bzw. deren Eltern das überhaupt ein gravierendes Thema ist, finde ich das eigentlich schon nicht so gut. Da spreche ich aus eigener Erfahrung. Möglicherweise gäbe es für Euch alle weniger Stress, wenn Eure Mannschaft keinen Spielbetrieb hätte, sondern einfach z. B. Spielnachmittage, bei denen ja durchaus Fußball gespielt werden darf. Nochmal sorry, wenn das als "abwatschen" rüber kommt. Ist nicht so gemeint.

    Ich habe nur wiedergegeben wie es ist, wenn Du das als Selbstmitleid empfindest, okay. Meine Tochter ist durchaus nicht in der Opferrolle, sie spielt auch ohne explizit gelobt zu werden. Ich wollte es nur grundsätzlich wissen, nicht weil meine Tochter gebauchpinselt werden muss. Beim nächsten Mal werde ich sie nicht als Beispiel anführen.


    Und was die Laufwege betrifft (das fragte jemand vorher) - sie läuft weder auf einem Bein noch rückwärts - der Trainer sagte nur zu meinem Mann, dass er Angst hat, dass ihr irgendwann der Fuss platzt - was immer das im einzelnen bedeutet, hätte er es mir gesagt, hätte ich nachgefragt.


    betreuer72


    Jetzt muss ich aber noch mal meinen Senf loswerden. Deine Tochter ist 5 Jahre alt und offenkundig spielt sie in einer Bambini/G-Junioren-Mannschaft, die am Spielbetrieb teilnimmt. Liege ich richtig, wenn ich vermute, dass das genau die Mannschaft ist, bei der Du Dir wünschst, dass sich das Abwehrverhalten ändert? Ich hatte an einer Stelle den Betreuer Deiner Tochter (schon den Begriff Trainer halte ich da für fragwürdig) gerügt, weil er ein 5-jähriges Mädchen (Deine Tochter) kritisiert bzw. von falschen Laufwegen "faselt". Nach Lektüre aller Beiträge zu den beiden Themen komme ich zum Schluss, dass Du Dir vielleicht (das ist sehr zurückhaltend formuliert!) viel zu viele und auch falsche Gedanken sportlicher Natur machst. Für mich ist die Diskussion ein ganz klarer Beleg dafür, dass für G-Junioren ein geordneter Spielbetrieb falsch ist, wenn nicht alle Beteiligten ganz genau wissen, worum es bei G-Junioren bzw. Bambinis geht. Denn sowohl Betreuer wie auch Eltern machen sich dann Gedanken, die fehl am Platze sind und ganz gewiss nicht im Kinderwohl sind. Das ist alles menschlich sogar nachvollziehbar, aber wenn ich mir vorstelle, dass Eltern am Rand stehen und sauer (wird dann gerne als "traurig sein" verkauft) sind, weil Kinder Gegentore zulassen, obwohl doch andere Kinder so tolle Tore geschossen haben,


    NEIN DANKE!!!

    wichtig ist doch sie erkennen zu lassen, wann der richtige moment gekommen ist um seinen mitspieler einzusetzen, denn fußball ist und bleibt ein mannschaftssport! (auch bei den lütten)


    Achtung, es geht wieder los!! Das Forum ist zu dem Thema nach meinem Gefühl (Achtung: starke Vereinfachung!) grob in drei Lager gespalten:



    1. 8-jährige Kinder sollen sich bis zu einem gewissen Alter ohne jede (fußballerische) Einschränkung auf dem Platz austoben dürfen. Wenn das Zusammenspiel freiwillig kommt, ist das schön, mehr aber auch nicht.


    2. Kinder sollen möglichst früh im Sinne eines "schönen" Kombinationsfußballs zusammen spielen, wobei individuelle Fähigkeiten natürlich auch weiter gefördert werden sollen.


    3. Grundsätzlich stimmt 1., aber man kann schon relativ früh anfangen, Situationen zu simulieren, in denen die Vorteile eines Zusammenspiels erkennbar werden, ohne dass es im Spiel direkt gefordert wird.



    Ich persönlich bin der Meinung, dass 3. sehr verführerisch klingt, trotzdem aber 1. gefühlt richtig ist. :S

    holzi
    1. Gespräch mit dem Trainer suchen (am besten wenn man einige andere Eltern auf seiner Seite hat)
    wenn das ned fruchtet
    2. Gespräch mit JL


    Erst mal reden.
    Es gibt immer eine Möglichkeit und ned immer gleich mit Vereinswechsel ankommen


    Wenn für einen Trainer in einer G Laufwege wirklich relevant sind, dann stimmt etwas grundsätzlich nicht und ich als Vater hätte zunächst einmal 0,0 Vertrauen in ein gutes Kindertraining dieses Trainers. Du hast aber Recht, dass sich theoretisch auch ein solcher Trainer auf entsprechende Hinweise "bilden" könnte. Vielleicht sollte man das wirklich in Betracht ziehen und auch den JL hinzuziehen, wobei ich es grundsätzlich besser fände, wenn ein Übungsleiter sich vor Ausübung seines Amtes mit dem Thema beschäftigt. Selbst wenn er aber "hinweisresistent" bliebe, würde das natürlich nicht zwingend zum Vereinswechsel führen, sondern ausschlaggebend wäre, ob das Kind trotzdem Spaß hat und sich wohl fühlt. Wobei das dann aber zu dem beschriebenen inneren Konflikt führt.

    Hallo,


    vielleicht kann ein Trainer mehr dazu sagen. Bei meiner Tochter wird gesagt, dass sie falsch läuft. Sie schießt ihre Tore, aber ihre Laufwege seien falsch, sie komme über die falsche Seite. Ich kenne mich da nicht so wirklich aus, da ich kein Trainer bin und kann es ihr daher auch nicht erklären, was falsch ist. Sie ist Rechtsfuß


    Hier entsteht die klassische Situation der Rat- und Hilflosigkeit von Eltern.


    Auf der einen Seite der Kindertrainer, der scheinbar weiß, was gut für die kleinen Fußballerin ist und irgendwie ja auch tierisch viel Erfahrung hat und sehr sehr ernst rüber kommt. Besonders lustig wird es, wenn diese G- oder auch F-Jugend auch noch Spiele gewinnt.
    Was soll nun betreuer72 machen? Hinweis an den Trainer, dass er das falsch sieht? Richtigerweise müsste betreuer72 ja sogar richtig laut werden, denn "Laufwege in der G-Jugend" sind ja eigentlich völlig daneben. Auf den ersten Blick sicher. Das würde aber vermutlich rein gar nichts bringen, erst recht, wenn betreuer72 nicht selbst schon 20 Jahre Erfahrung als "Kindertrainerin" auf dem Buckel hat. Ich fürchte, man müsste wohl Mannschaft oder im schlimmsten Fall gar den Verein wechseln. Aber wäre das auch das Richtige für das Kind? Manche Kinder haben ja sogar Spaß am erfolgreichen "Erwachsenenfußball" und finden sogar den Trainer vielleicht sogar cool, weil er so ist. Schwieriger Fall, wie ich finde!!

    mir fällt immer wieder auf, dass unser Trainer andere Kinder für ihre Leistungen viel lobt, nur bei meiner kleinen Tochter tut er es nicht. Macht sie ein gutes Spiel, erzählt er es uns, dass sie gut war, aber alle anderen Kinder bekommen dieses Lob immer direkt von ihm, sie hingegen nicht, obwohl ich denken würde, dass es ihr sehr gut täte. Mit Kritik ist er hingegen ihr gegenüber sehr direkt. Macht sie mal ein nicht so gute Spiel. heißt es, sie sei unter ihren Möglichkeiten geblieben oder wie gestern: sie läuft falsch...


    Wenn Du von Deiner kleinen Tochter sprichst, gehe ich mal von einer G- oder F-Jugendlichen aus. Bei jungen Fußballern sollte es eigentlich im oder nach einem Spiel überhaupt nichts zu kritisieren geben, jedenfalls nicht in sportlicher Hinsicht. Was heißt denn in Deinem Beispiel: "sie läuft falsch"? Läuft sie rückwärts oder nur auf einem Bein? Kannst Du selbst mit der Einschätzung denn etwas anfangen? Mich als Vater/Mutter würde so eine Äußerung in jeder Hinsicht hellwach machen. ?(


    Vielleicht liege ich aber auch bei meiner Alterseinschätzung falsch und Du klärst uns einfach mal auf?

    Also eines ist sicher, ich war schlicht entsetzt, als ich als neuer Papa-Trainer verglichen habe, was auf den Kinderfußballplätzen los war mit dem, was hier so gelehrt wird. Dass mancher Papa-Trainer froh ist, dem Spielbetriebs-Wahnsinn wieder zu entkommen, kann ich nachvollziehen. Ich kenne einen Kinderfußball- und Papatrainer (den besten, den ich so kenne), der es strikt ablehnt, eine Kinderfußballmannschaft (egal, welches Alter) im Spielbetrieb zu betreuen. Ich kann das angesichts der Zustände nachvollziehen.


    guenter
    In Post 21 hast Du geschrieben, dass es halt der normale Wahnsinn sei, den man so als Papa-Trainer-Neuling erlebt. Da möchte ich deutlich widersprechen. Es ist schlicht anstrengend, wenn man mit guten (= modernen) Ansätzen gegen eine Wand anrennt. Ich möchte beileibe nicht alle über einen Kamm scheren. Aber es gibt so eine typische alte "Ergebnistrainerschaft", die wahrscheinlich Angst davor hat, dass irgendwelche Dahergelaufenen das liebgewonnene Spielzeug wegnimmt. Die haben natürlich auch Einfluss auf Eltern (man kennt sich in einem kleinen Verein). Das sind keine typischen Anfängerprobleme (mal abgesehen davon, dass das Deinerseits ein wenig überheblich klingt), mit denen ein Papa-Trainer zu kämpfen hat, der sich theoretisch mit dem auseinandergesetzt hat, was er tut.
    Betonen möchte ich aber, dass Du mit den Eltern absolut Recht hast. Habe ich auch viel zu spät erkannt, dass Eltern schlicht und ergreifend ein Recht darauf haben, konkret zu erfahren, was man da eigentlich mit den Kindern so treibt und vorhat. Darauf zu hoffen, dass sie das uninformiert gut finden, kann ein Fehler sein.

    Deine Situation kenne ich bestens. Wurde selbst als (engagierter, aber limitierter ?( ) Freizeitfußballer Papa-Trainer und habe auch ohne Sohn ("Leistungsverein", hallo FB) erst mal weiter gemacht. Im Sommer ist mit Abschluss E-Jugend Schluss und ich freue mich auf die Bambini (wo dann der jüngere Sohn loslegt; ich selbst werde aber Kinderfußball nur noch bis maximal F-Jugend betreuen, aber das dann vielleicht dauerhaft). Die von Dir geschilderten Erfahrungen kenne ich bestens. Man wird teilweise als weich oder ahnungslos eingeschätzt, wenn man die in diesem Forum propagierten Grundsätze anwendet. Das tut zum Teil weh. Leider habe auch ich in der rauhen Umgebung diese Prinzipien (vor allem zu Beginn) nicht alle so anwenden können, wie es aus heutiger Sicht wahrscheinlich richtig gewesen wäre. Über kurz oder lang ist aber trotzdem bei mir (und ich glaube auch immer mehr in Vereinen und bei Eltern!!) die Überzeugung mehr und mehr gewachsen, dass die Mehrzahl aller Kinder am meisten davon hat, wenn (zumindest in etwa) nach den hier und vom DFB propagierten Prinzipien trainiert und gespielt wird, und zwar vor allem altersgerecht und kurzweilig. Und da sind mir (hoffentlich) zukünftig auch "Erfolgs-Eltern" egal.

    Dafür kenne ich lustige Dorfvereine denen brechen in der C und B ganze Mannschaften weg. Was denen gemeinsam ist: Kein Ausbildungskonzept, kein Respekt, keine Disziplin, bis in die E immer schön lustig, in der D Mittelfeld, in der C am Arsch. DAS nenn ich aussortieren, wenn wir schon mal beim Thema sind !


    @FB
    1. Mir sind wenige Leistungsvereine bekannt, die schon eine U 7 im Bestand haben. Von daher kann die These nicht stimmen, dass die "Außenspieler-Übung" Teil eines aufeinander aufbauenden Konzepts der Leistungsvereine ist. Die Übung wird in Leistungsvereinen aber praktiziert, weil die Kinder das können und weil sich damit bessere Spielergebnisse vor allem gegen ältere Teams erzielen lassen. Und es macht ja auch mordsmäßig Eindruck, one-touch-Fußball in der U8! Wow, Trainer sind stolz, Eltern sind glücklich und die Kinder dann auch (weil die Trainer und Eltern es ja auch sind). Weil manche Kinder sich aber möglicherweise nicht so weiter entwickeln können, wie sie es im Dorfverein könnten (von mir aus ego dribbeln) oder weil sie einfach nur aus körperlichen Gründen im Leistungsverein dabei sind, werden sie ausgetauscht gegen Könner, die sich andernorts weiter entwickeln können. Und diese Kinder kommen ja nun nicht immer aus Vereinen, wo streng nach dem Konzept der Leistungsvereine trainiert wird, oder?


    2. Dass es wahrscheinlich allen Vereinen besser ginge mit einem guten Ausbildungskonzept (vor allem unter Anwendung des Prinzips altersgerechten Trainings) und ausreichend vielen und guten Übungsleitern, da sind wir uns einig. Dass Teams auseinanderbrechen, liegt m. E. aber daran, dass eben nicht möglichst viele Kinder mit Konzept gut und altersgerecht entwickelt werden, sondern die (temporär) Besseren bevorzugt werden zur Ergebniserzielung und der Schwerpunkt genau darauf gelegt wird. Die Bevorzugten wechseln den Verein früher oder später (wird ihnen auch niemand übel nehmen, wenn sie es auch selbst wirklich wollen!!), die "nicht Entwickelten und Vernachlässigten" hören auf. Aber das ist ein anderes Thema.

    Ich habe größte Zweifel, dass man auf dem Dorf Kinder mit oder ab 6 Jahren beisammen hat, die dann mit 7 Jahren die dargelegte Übung sinnvoll abspielen können. Ich weiß aber auch, dass man die Übung sehr wohl trainieren kann. Kinder lassen sich ja zu relativ vielen Dingen bewegen, auch solchen, die sie nicht sicher beherrschen und/oder verstehen (sie finden es halt möglicherweise langweilig). Die Frage ist aber nun wirklich: würdest Du bei einer Mannschaft, deren Spieler sehr unterschiedliche technische Fertigkeiten haben, bei der es grandiose Könner, aber eben auch Kinder gibt, die gerade mal den Ball halbwegs stoppen können, die Übung "umsetzen"? Eines ist sicher: auch für die Kinder unter 8 Jahren, die gut entwickelt sind, wäre die Übung vermutlich entsetzlich langweilig, weil sie ja den Außenspieler gar nicht brauchen. Sie kommen ja sowieso immer durch und haben Spaß dabei; warum dann als 7-jähriger einem Außenspieler abgeben? Und der 7-jährige "Wenigkönner" hat eigentlich andere Themen als den Blick in Tiefe und Breite. Was meinst Du?

    @ FB


    Die Übung ist wohl nur mit einer sehr disziplinierten jungen F-Jugend umsetzbar und setzt gut entwickelte individuelle Fertigkeiten der einzelnen Spieler voraus, oder? Da wären wir wieder bei dem Problem, dass die "normale" F-Jugend-Mannschaft das wohl nicht umsetzen kann und diese wohl auch keinen Spaß hätte, es zu "erlernen". Würdest Du es dann trotzdem angehen oder würdest Du zustimmen, dass man es dann vielleicht besser lässt?

    Das soll vermutlich eine gewisse "Überzahlsituation" herstellen, so dass für die Spieler neben dem 1:1 und riskanteren Abspielen auch sicherere Abspielmöglichkeiten vorhanden sind. Gibt es bei soccerdrills glaube ich auch als Variation von Zweikampfübungen. In einer U8? Ich finde nicht, dass es schadet, wenn die Jungs was damit anfangen können. Aber in einer U8 gibt es vielleicht wichtigere Dinge. Na, da wird sich hier sicher gleich mal jemand melden....

    @Enno


    Nur mal so eine Idee; vielleicht könntest Du in dem von mir erwähnten Forum (Post 7) ganz sachlich Deine Chemnitzer Erfahrung kundtun, dass die Einführung kleinerer Felder und sogenannter Pools oder Leistungsstaffeln (ich vermute ohne Auf- und Abstieg?) ausschließlich Vorteile hat? Das wäre möglicherweise für die Leipziger Traditionalisten überzeugender als die Wiedergabe von DFB-Verlautbarungen?


    VG

    für mich kein Problem. Pass beantragt. Geburtsjahr um ein Jahr verschoben.


    dann haben sie 2 Jahre bei mir in der F gespielt, im letzten Jahr eigendlich ja zu alt.


    da keine Spielgewinner, körperlich nicht aufgefallen, hat das keinen gestört, wohl auch keinem aufgefallen.

    Sorry, aber wer entscheidet, ob das keinen stört? Du? Ich hätte kein Problem, dass ein zu alter Spieler mitspielt, wenn das vorher zwischen den Beteiligten geklärt ist. Dass ein Trainer entscheidet, dass ältere Kinder mitspielen, weil das ja keinen stört (stören kann), ist ja schon mal ein Problem für sich. Dass dazu Pässe "manipuliert" werden, ist der Hammer. Oder bin ich da jetzt zu spießig? ?(

    Holzi
    Ein F Jugendlicher sollte einen Pass auch unter Gegnerdruck spielen können, sonst hat er ja gerade keine Alternative zum Dribbeln oder schlichtem Bolzen.
    Ist ein durchschnittlich begabtes Kind hierzu nicht in der Lage, ist dies wohl eher ein Resultat von isoliertem Techniktraining ohne Zeit und Gegnerdruck.

    Ist das so, dass ein F Jugendlicher einen solchen Pass spielen können muss? Ich persönlich finde es toll, wenn sie es können; aber müssen tun sie doch eigentlich nur dribbeln können, alles andere dürfen sie gerne können..... Scherz beiseite, es ist meines Erachtens richtig, dass es bemerkenswert F-Jugendliche viele können, obwohl es nicht zentrales Ausbildungsziel ist. Aber das war nicht die Ausgangsfrage!

    Ausgangslage: Anfrage eines Trainers zum Umgang mit " Egodribblern"
    Ergebnis: Typische KIFu Debatte, mit unwissenschaftlichen Vergleichen und unbewiesen Fakten.


    Nicht ganz richtig. Dass Kinder in dem Alter in der Lage sein können, ohne Gegnerdruck einen kontrollierten Pass zu spielen, war eigentlich bislang nicht Thema. Es ging dem TE und Guenter um die Frage, ob man Spieler dazu auffordern soll, einem besser postierten Spieler zuzupassen statt das 1:1 zu suchen. Es kamen hierzu Antworten, nämlich überwiegend: "Machen lassen" oder auch "sanft auf Optionen hinweisen"


    Die KiFu-Debatte ist dann entbrannt, weil die Meinung aufkam, alle oder viele Kinder müssten dahin gebracht werden, dass ein Pass (wohlgemerkt nur in der vom TE oder Guenter beschriebenen Situation!!) die anzustrebende und bessere Option sei.


    Die andere behauptete Situation, dass in einer älteren F Kinder anderen Kindern den Ball wegnehmen, ist meines Erachtens in der Tat ungewöhnlich und deutet auf frühere Versäumnisse hin. Bei Bambinis ist das schon mal ein Thema und auch da genügen in aller Regel ein paar nette (gegebenenfalls wiederholt) Worte. Hierzu gibt es - denke ich - keine unterschiedlichen Auffassungen.

    In der F habe ich in drei Jahren niemals den unzufriedenen Spieler gehört, niemals. Das findet so ab der D ..mal...statt. In der F...das ist ein Trugschluß.


    Zudem ...sollte es tatsächlich so sein, könnte es ein Spieler sein, der zu den 3 Prozent gehört.

    Das ist exakt auch meine Erfahrung. Ich würde sogar noch weiter gehen. Murren tun eigentlich nur die Papas/Mamas von Spielern der 3%-Kategorie, die meinen, dass der Pass auf das eigene Kind doch besser wäre, damit dieses das Tor schießen kann, weil es das ja so gut kann (und damit die 5 € verdienen kann, die der Papa für jedes Tor versprochen hat). Das klingt jetzt ein bisschen verbittert, ist aber die Erfahrung aus vier Jahren "Spielbetriebswahnsinn" in F und E.

    Holzi, wenn du so willst, vertritt hier FB ein verschwindent kleine Minderheit (gibt es die überhaupt?) und versucht sein Dogma allgemein für den Kinderfußball aufzusetzen. Die Realität sieht doch ganz anders aus und wir laufen Gefahr, dass Leser tatsächlich glauben, ihre Lernziele so anpassen oder verändern zu müssen oder können.


    Das sehe ich genau so. Die Gefahr ist auch, dass die "alten" Betonköpfe, die ja schon immer vertreten haben, dass Kinder mehr spielen (damit meinen sie nichts anderes als "erwachsen passen") sollen, damit wieder bestärkt werden könnten. Ich glaube aber ehrlich nicht, dass die dieses Forum verfolgen. ;)


    Bei dieser Gelegenheit möchte ich das Forum loben, weil es bestimmt mit dazu beiträgt, dass sich die Kinderfußballrealität derzeit tatsächlich radikal verändert. Als ich vor vier Jahren als Papa-Trainer angefangen habe, habe ich erst mal im eigenen Verein und dann auch im Spielbetrieb festgestellt, dass sich wirklich niemand (!) an DFB-Vorgaben oder ähnlichem orientiert. Durch das (von mir eher zufällig entdeckte) Forum und das Kennenlernen "guter" Kinderfußballtrainer auch im eigenen Verein wusste ich aber, dass da draußen Leute sind, die anders denken. Und zwischenzeitlich entwickelt sich da - so mein Eindruck - ganz allgemein etwas in die richtige Richtung. Das ist jetzt nicht wissenschaftlich belegt, sondern "gefühlt". ;)