Beiträge von holzi

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    Zu den Schiefbahnern sei gesagt: Auch wenn der Autor von Tabellen redet, die Trainer wissen schon zu großen Teilen, worum es im Kinderfussball geht. Wir haben mehrfach gegeneinander gespielt und auch recht intensiven Kontakt. Da ist kein Reinbölken, kein Leistungsdruck und auch kein unfaires Spiel.


    Bist Du da sicher? Wenn ich auf die homepage der betreffenden F1 und zur Teamvorstellung gehe, stelle ich fest, dass die Kinder zum Teil auf ganz konkrete Positionen (z. B. rechter Außenverteidiger) festgelegt sind. Und dann wird der Tabelle und dem "sportlichen" Erfolg schon recht große Bedeutung beigemessen. Nur weil Trainer und Umfeld vergleichsweise ruhig sind, muss nicht der große Kinderfußball dahinter stehen. Wenn es "sportlich" nicht läuft, kann sich das ganz schnell ändern. Und dem zitierten Spielbericht mit seinen Formulierungen lässt sich das ja auch deutlich entnehmen!!


    Ich denke, die FPL wird es bei jungen Mannschaften grundsätzlich schwer haben, wenn Tabellen und Ergebnisse eine große Rolle spielen. Wenn die Dinge da aus dem Ruder geraten, wird halt die FPL verantwortlich gemacht. Ich persönlich habe große Zweifel, dass Tabellen/Abstieg/Aufstieg/Ergebnisveröffentlichungen und FPL überhaupt zueinander passen...

    Danke, das ist ja Wahnsinn: den Beitrag habe ich vor einigen Monaten vehement angeregt, um auf die Probleme aufmerksam zu machen! Statt wie damals nur auf den FIFA-Zug aufzuspringen. Da haben die das echt aufgegriffen, sagen aber nicht mal Bescheid, dass sie dies tun u. nun senden... :sleeping:

    Dache zuerst, das sei ironisch von Dir gemeint. Aber Du meinst das ernst, oder? Selbstbewusst bist Du ja, chapeau :thumbup:

    neinsiewerdenimmersoschlechtbleibenwiejetzteshatkeinensinn11jährigenetwasbeibringenzuwollendielernendasehniemalsundesistsehrentscheidendwiejetzttestspieleamsaisonendeausgehen

    Da mache ich den Rechner an und dann das :] . Herrlich!!!

    PS: Bevor du diese Reaktion völlig verkennst - meine eigenen Jungs gelten in ihren Teams als quasi die Besten, sind gesetzt u. spielen fast immer durch. Auch bei uns aber sitzen andere fast komplett draußen, dürfen dann für 5 Minuten mitspielen - das ist für mich ein Unrecht gegen sie, ebenso all die selbsternannten "Leistungsvereine", in denen Erwachsenen-Interessen dominieren u. bei Niederlagen komischerweise völlig anders als bei Profis stets einzelne, oft später "aussortierte" Kinder Schuld sein sollen, aber fast nie die 'verantwortlichen' Trainer - für mich eine im Leistungsabfordern völlig verkehrte Welt. Daher mein Beitrag: KiFu, der primär Erwachsenen-Wohl dient, ist nämlich kein echter, oder? Er befriedigt Erwachsene in ihren 'Neigungen', vermittelt Kindern keine Liebe bzw. nur mittelbar denen u. darin, wo sie als Spieler fremden Absichten dienen. Oder ist dies nicht euer KiFu-Verständnis, verstehe ich ihn völlig falsch? Dass jene Mutter mit ihrer Wutbürger-Selbstjustiz falsch liegt, zudem nur scheitern kann - schon klar.


    Die Eltern liebe ich, die zufrieden und eigentlich immer gut am Rande stehen und zusehen, wie toll die eigenen Sprösslinge spielen, während andere Kinder traurig zusehen und gar nicht oder alibimäßig für 5 Minuten rein dürfen. Was in Eltern vorgehen muss, deren Kinder am Rande stehen sind und nicht mitspielen dürfen, sollte eigentlich jedem klar sein, der ein bisschen Mitgefühl hat.


    KK, wenn das für Dich wirklich ehrlich empfundenes Unrecht ist, rede verdammt noch mal mit dem Trainer. Und wenn sich - was ich nach einem vernünftigen Gespräch nicht einmal glaube - nichts ändert im Interesse der von Dir so bedauerten "Verliererkinder", dann gehe - nach vorheriger Androhung - mit Deinen Jungs halt weg von Mannschaft und Trainer. Und wenn Deine Jungs es ok finden, dass Kinder nicht spielen, und Du deshalb keine Konsequenzen ziehst oder auch ziehen kannst, dann lass es gut sein und höre auf mit dem "Gejammere" über die schlimmen Trainer.


    Für mich wäre es als Papa eines guten (oder meinetwegen auch des besten) Kindes nicht akzeptabel, dass Kinder zu Spielen mitgenommen werden und dann nicht oder nur lächerlich kurz spielen. Man müsste das dann solange ansprechen, bis Bewegung reinkommt. Und als Papa des Mannschaftsstars hat man da gerade bei "Erfolgstrainern" wirklich gute Möglichkeiten. Du wärest - wenn Deine Aussage stimmt - in meinen Augen mit verantwortlich dafür, dass sich die Dinge nicht so schnell im Kinderfußball ändern, wie es sein könnte! Trainer sind vielleicht manchmal "Holzköpfe", aber oft genug wissen sie es nicht besser. Bei Dir wäre das anders. Du kannst und musst etwas ändern, weil Du es besser weißt.



    Deinen obigen Beitrag kannte ich bei Verfassen meiner Antwort nicht. Aber so richtig steige ich immer noch nicht durch. In der G ist doch ohnehin mehr oder weniger alles frei. Das wirst Du ja nicht meinen mit der "Gewöhnungsrotation".


    Du hattest mal an anderer Stelle geschrieben, in zwei Jahren F und einem Jahr E würden von Dir die Grundlagen geschaffen für eine vernünftige Rotation. Wie gehst Du da vor? Freie "Propellerrotation"? Das hast Du bisher - finde ich - offen gelassen. Ich vermute stark, Du hast da zumindest sanft das Spielen auf Positionen praktiziert, was ich auch - jedenfalls bislang - für vernünftig gehalten habe. Nunmehr schreibst Du aber, hier könne "durchaus" wie in der G verfahren werden.


    holzi, werde ich noch tun, wenn du aber mal nachliest wirst du aber wohl schon einiges nachvollziehen können.


    Hallo Günter, das denke ich mir, weil Du aber die sogenannten "Alibirotationen" kritisiert hast, interessieren mich da schon die Feinheiten.


    Ich beginne demnächst mit Bambini und möchte alte Fehler nicht erneut begehen. Bei uns wird schon ab F-Jugend in der Mannschaftsstärke 1:7 auf halbes Großfeld gespielt mit Ligen, Tabellen, Auf- und Abstieg usw.. Da habe ich als "Frischling" zu Beginn meiner Tätigkeit bei Spielbeginn Positionen vergeben (das machen hier ausnahmslos alle Betreuer!). Und wenn das einen "Ergebniserfolg" gebracht hat, habe ich (Faktor "Mensch") das erneut praktiziert. Klar war ich nicht sauer, wenn das nicht 1:1 beherzigt wurde. Es entwickelte sich dann so, dass Kinder auf ihren "angestammten" Positionen sicher wurden und auf fremden Positionen eher unsicher. Nun habe ich ja dazu gelernt und in der älteren F und dann auch ab E versucht, mehr zu rotieren. Da habe ich (sicher nicht übertrieben!!) von Spiel zu Spiel gewechselt oder auch - auf Kosten eines besseren Ergebnisses - auch im Spiel. Das entwickelt sich auch ganz gut. Aber es gab und gibt Spiele, wo ein Spiel nach Positionswechseln zusammenbricht und sich die vorher schöne Ordnung auflöst. Da verliert man schon mal ein Spiel und nach außen sieht das planlos aus, halt "Alibirotation". Aber mir sind dann ehrlich gesagt "Alibirotationen" lieber als gar keine Wechsel bzw. wenn sie erst beim Stand von 20:0 oder, wenn die Meisterschaft (oder auch Platz, 2, 3 oder was auch immer) feststeht, vorgenommen werden.


    Die Lösung ist dann in G und F eigentlich nicht "Rotation" im engen Sinne, sondern allenfalls grobe Orientierung vorne und hinten mit dann aber permanentem Wechsel und der Hinnahme schlechter Ergebnisse? Ich vermute: ja. Und so wird es ja hier auch immer wieder formuliert. Gegenüber "geordneten" Mannschaften wird man z. T. hoch verlieren. Ist es dann so, dass man ab E-Jugend alle Spieler kurzfristig überall einsetzen kann, man also jeden Spieler auch überall ganz spontan spielen lassen kann und ja auch soll? Oder ist es so, wie Günter schreibt, dass kurzfristige Positionswechsel (also z. B. in einem Spiel) besser nicht vorgenommen werden sollten? Wie sind da die Erfahrungen der Trainer?


    Eine weitere Frage wäre die, das es ja vielleicht Kinder gibt, die ihre Qualitäten vorne oder hinten (oder auch außen und innen) haben. Hindert man nicht mit Positionswechseln deren bestmögliche Entwicklung? Das war auch immer wieder Diskussionsgegenstand.

    dafür habe ich mir 3 Jahre Zeit gelassen 2 F, 1 E, mit dem Ergebnis dass ab dem 2. E Jahr jeder einzelne Spieler auf mehreren
    Position einsetzbar war, ohne dass das negativen Einfluss auf die Mannschaft hatte.
    nach diesen 3 Jahren konnte ich dann auch bedenkenlos kurzfristige Rotationen vornehmen, der Spieler wusste was auf der entsprechenden Position zu tun ist.

    Hallo Guenter, könntest Du kurz/grob schildern, wie die Rotation in den von Dir genannten ersten drei Jahren (2 F, 1 E) ausgesehen hat? Ich nehme an, Du hast Positionen oder Zuordnungen über einen längeren Zeitraum beibehalten und dann gewechselt?


    Du schreibst, dass Du danach durchaus kurzfristig rotieren konntest. Darf man das dann so verstehen, dass es einfacher kürzere Intervalle sind oder eher so, dass je nach Situation gewechselt wurde (wenn ja, warum?)?

    @ boque
    Grundsätzlich würde ich auch empfehlen, in der D noch zu rotieren. Es bringt den Jungs einfach Vorteile, alle Positionen kennen gelernt zu haben und immer vielseitig einsetzbar zu sein. Mal ganz abgesehen von spezifischen technischen Schwächen der Spieler, die nur auf wenigen Positionen ausgebildet wurden. Aber: wie weit das in Deinem speziellen Umfeld sinnvoll ist, musst Du leider selbst herausfinden. Bei Dir gibt es Aspekte, die die Rotation erschweren könnten: Spieler, Verein und Eltern scheinen die Rotation bisher nicht kennengelernt zu haben und im Verein gibt es sogar offenbar eine Erwartungshaltung:
    Zitat von »boque« Die Mannschaft ist eine reine Leistungsmannschaft und nominell ein Aufstiegskandidat Hier werden viele sagen: Das ist egal, die Ausbildung steht im Vordergrund. Sehe ich grundsätzlich auch so, aber ich glaube schon, dass es hilft, auch das Umfeld zu betrachten: Frage an die anderen: Was nutzt es @boque, wenn er systematisch rotiert, und sich bei den Beobachtern (Eltern, Vereinsvertreter) der Eindruck festsetzt, er setze die "Erfolgschancen" der Mannschaft aufs Spiel mit seinen "neumodischen Ideen". Dann kann sich schnell etwas entwickeln, was @boque nicht mehr kontrollieren kann.

    Ich glaube, das ist ein ganz ganz wichtiger Punkt, der übergreifend für den KiFu gilt. Ohne Akzeptanz seitens der Eltern und im Idealfall auch des Vereins (Stichwort: fehlendes ernst gemeintes Konzept) lassen sich generell moderne Herangehensweisen nur schwer umsetzen. Manchmal sind dabei auch kleine Schritte hilfreicher als Eltern und Verein unvorbereitet und unkommentiert mit einem modernen KiFu-Programm zu konfrontieren.

    vorab: öfters gesehen und sehe es immer noch:
    grössere Rotation in der Halbzeit, Rotation bei jeder Spielereinwechselung, in jedem Spiel die Mannschaft auf mehreren Positionen verändert. nenn sowas Propellerrotation.

    das ist für mich keine ergebnisorientierte sinnvolle Rotation, sondern Alibirotation eines Trainers, der modern erscheinen will.

    Ist das zwingend so? Wenn die Kinder vorher gut und universell ausgebildet wurden, muss das doch nicht zu Verunsicherung führen. Und selbst wenn: Eigentlich ist es doch toll, wenn die Spieler im Spiel in der Lage sind, verschiedene Positionen zu besetzen. Verstehe ich jetzt nicht ganz........ ?( Und was genau meinst Du mit ergebnisorientiert. Ich vermute mal, die bestmögliche Entwicklung der Spieler, bin mir aber nicht ganz sicher....


    Deinem Gedanken, weit entwickelte G-Jugendliche einer gegebenenfalls zusätzlichen F zuzuordnen, stimme ich vollkommen zu. Man braucht dann nur genügend Betreuer. Auch könnte man ja die G in weiter entwickelte oder weniger weit entwickelte G unterteilen.


    Ich kenne es bei den mir bekannten Dorfvereinen etwas anders. Dort werden oft die bekannten "Anstehübungen", gerne auch "Runden laufen ohne Ball" usw. praktiziert mit dann allerdings großem Abschlussteil, in welchem Fußball unter lautstarken Trainerkommentaren gespielt wird (vielleicht ist das ja das von Dir beschriebene "freie Spielenlassen"?).


    Dass Vereine ohne jeden Rahmen völlig frei spielen lassen, ist mir nicht bekannt. (Ich fände es übrigens insbesondere für kleine Kinder als Teil der Übungsstunde durchaus richtig). Deshalb kann ich nicht beurteilen, ob dies zur beschriebenen Verstärkung der Leistungsunterschiede führt. Den Gedanken, dass man Leistungsunterschiede in einem Jahr zwingend egalisieren kann oder sogar muss, teile ich so nicht.



    Fazit: Wenn du Leistungsunterschiede in der Mannschaft hast, dann hast du ein Jahr Zeit die Schwächsten INDIVIDUELL so weit zu fördern, dass sie entweder mithalten können oder für sich entscheiden, dass Fussball nicht der richtige Sport und/oder der Teamgedanke das Richtige für sie wäre.
    Wenn du das nicht schaffst, dann hast du und der Verein versagt, resp. denke ich dass Eltern dann das Recht hätten mal nachzufragen, ob die mit Steuergeldern finanzierte Infrastruktur wirklich optimal genutzt wird. Denn immerhin hat man sich entschieden Infrastruktur für FUSSBALL zu unterhalten und nicht nur einfach einen weiteren Kinderhort hinzustellen.

    Das ist ein harter Ansatz für ein Kind, welches trotz aller Mühen die (trainerseits oder vielleicht auch nur von Eltern anderer Kinder) gewünschte Entwicklung nicht schafft und trotzdem weiter mit der Mannschaft Fußball spielen will. Und wer weiß, vielleicht schafft es den ersehnten Leistungssprung einfach ein bisschen später?

    Deshalb: Enge Ballführung ist in der G sicher ein gutes ETAPPEN-Ziel um die Kids an den Ball und damit verbundene Bewegungen zu gewöhnen. Aber man muss aufpassen, dass man das nicht als die einzig gültige Wahrheit verkauft und dabei den Moment verpasst wo man dann eigentlich mit dem bewussten 360'-Grad- FristTouch beginnen sollte.

    Wir im Breitensport erfreuen uns daran, dass in der G-Jugend überhaupt mal ein Kind den Ball (eng) führen kann. Das ist jetzt nicht abwertend gemeint gegenüber den Kindern, die das - altersgerecht - noch nicht so können. In aller Regel verlassen die "guten" Kinder den "kleinen" Dorfverein früher oder später. Aus Deinen Ausführungen, FB, kann man schließen, dass Deine Kinder in der G ausnahmslos den Ball eng führen können; deshalb ist das für Dich kein Thema und deshalb kann ich Deine Überlegungen gut nachvollziehen. Wie würdest Du aber nun vorgehen, wenn Du Übungsleiter in einem kleinen "Dorfverein" wärest und wenn Du wüsstest, dass die gut entwickelten Kinder früher oder später wahrscheinlich den Verein verlassen? Würdest Du dann das Training ausrichten an den wenigen weiter entwickelten Kinder oder würdest Du die Kinder so trainieren lassen, bis die Mehrheit der Kinder gut mit dem Ball umgehen kann, wobei - leider, leider ist das so - die gut entwickelten Kinder unterfordert wären? Der "Dribbelschwerpunkt" (wir reden nur über grobe Orientierung) würde dann vielleicht sogar - je nach Qualität der Spieler - bis zur E reichen.

    Aus meiner Sicht ist aber genau das Gegenteil der Fall. Allein auch schon von der Logik her:
    Ich glaube nicht dass der RAE im kleinen Dorfverein eine Rolle spielt.
    Meine derzeitige E-Jugendmannschaft besteht aus 2 Jahrgängen (03/04). Hierbei ist der jüngste Spieler (November ´04 geboren) der momentan stärkste Spieler der Mannschaft. Auch der zweitstärkste gehört dem jüngeren Jahrgang an.
    RAE erlangt doch erst dann Bedeutung wenn es zu einer Selektion kommt, oder sehe ich das falsch? Bei den meisten Dorfvereinen findet doch mangels Kinder überhaupt keine Selektion statt...

    Auch im Dorfverein kann der RAE gerade beim sogenannten "Erfolgstrainer" eine Rolle spielen, wenn nämlich die (statistisch betrachtet) körperlich weiter entwickelten Spieler (in Deinem Beispiel also ein Spieler aus dem 1. Halbjahr 2003) bevorzugt behandelt/eingesetzt werden, mehr Spielzeiten erhalten usw. Nur bei einem (Ideal-)Trainer, der alle Kinder konsequent gleich behandelt, spielt der RAE keine Rolle. Natürlich gibt es auch im 2. Halbjahr viele Kinder, die überdurchschnittlich weit entwickelt sind, sei es körperlich, koordinativ usw.. Aber damit lässt sich der RAE nicht wegdiskutieren-

    So früh wie möglich sollte man die Kids mit der Begrifflichkeit von "vorne", "hinten", "links" und "rechts" und deren Uebertragung ins Spiel und Feld vertraut machen. Man darf das nicht einfach voraussetzen, dass die das immer schon 100% intus haben. Deshalb empfielt es sich IMMER eine Anfangsposition vorzugeben - wobei ich es da weniger mit der Taktiktafel habe, sondern glaube, dass es die Kleinen besser checken wenn ich ihnen gleich schon zeige WO im real existierenden Feld "vorne-links" ist (Beim 1:1 Uebetragen von der Abstraktion der Taktiktafel aufs Feld hätte ich bezüglich F-Junioren noch so meine Zweifel - aber wer weiss, vielleicht ist die FIFA14 Generation da schon weiter).
    Beim Anspiel würde ich darauf beharren dass sie diese Positionen einnehmen (Reminder). Dass sie dann wieder Rudel bilden ist normal.
    Dann sollte man sie soweit bringen, dass wenn der Trainer das Wort "Position" ruft, jeder Spieler wieder seinen Platz sucht, resp. sich erinnert fühlt, dass es da doch mal eine Vorgabe gab ;)
    Das waren und sind meine Vorgaben für unsere G. Mehr kann und würde ich da auch nicht erwarten.

    Mit der geschilderten Vorgehensweise kann ich mich im Großen und Ganzen identifizieren. Wir spielen bei uns in F- und E-Jugend leider auf halbem Großfeld (1:7). Da entsteht das Problem, dass man ohne "Grobzuordnung "auseinandergenommen" wird. Wenn die Zuordnungen dann nicht konsequent eingehalten werden und die Jungs/Mädels selbst modifizieren und "ballorientiertes Universalpressing" spielen, ist das völlig in Ordnung (manchmal sogar "ergebnisorientiert" besser). Bei kleinerem Feld und 1:5 und vor allem bei G würde ich wahrscheinlich maximal "vorne" und "hinten" ausgeben, wobei mir die Devise "alle verteidigen, alle greifen an" besser gefällt.

    Zitat von »holzi« Gib uns einfach - wäre ja anonym - die Altersdaten aller Eurer Teams
    Allein dieser Vorschlag impliziert die Einfachheit im Denken des Autors:
    Unsere Teams (wir haben pro Jahrgang mehrere) werde definitiv nicht nach Alter sondern nach aktueller Spielstärke eingeteilt. Somit gibt es eine Mannschaft mit körperlich schwächeren und eine mit körperlich stärkeren Spielern welche aber bezüglich Ausbildung gleich behandelt und bezüglich der Resultaten gleichwertig sind. Die 1-3 absolut stärksten Spieler spielen in der nächsthöheren Ux.
    Unter dieser Konstellation macht doch die Aussage über Altersgruppenzuteilung doch gar keinen Sinn, oder. Eine solche Aussage kann nur ein Trainer treffen der all seine Jungs die er hat ungeachtet ihrer Stärke, Fortschrittens und Könnens völlig undifferneziert in die gleiche 0815 Mannschaft schmeisst. Logisch hat er da den RAE. Und logisch macht er dann solche Vorschläge. Und logisch, ist er damit Teil des Problems und nicht der Lösung.


    Es geht nach meinem Verständnis der Problematik nicht darum, dass Kinder von vorneherein unabhängig von ihrem Leistungsstand bewusst nach Ihrem Alter ausgewählt oder gefördert werden. Kein Mensch würde sich einen Grobmotoriker in seine Mannschaft wünschen, nur weil er im Januar geboren wurde. So viel Dummheit würde ich keinem 0815-Trainer unterstellen, also auch nicht Dir. Das Problem ist folgendes: wenn es um die Bildung einer Jahrgangsmannschaft geht und weil es statistisch (nicht im Einzelfall) so ist, dass ältere Spieler des gleichen Jahrgangs (bei ansonsten gleicher Entwicklung) in Deinem Sinne leistungsstärker oder körperlich stärker sind, dann werden diese Spieler nun mal (unbewusst) bevorzugt ausgewählt.


    Ihr könnt - wenn ich es richtig verstanden habe - mit diesem Problem umgehen, weil Ihr mehrere Teams habt und damit die körperlich nicht so weit entwickelten (und damit statistisch eher dem 2. Halbjahr zuzuordnenden) Kinder nicht aus dem Auge verliert und ihm die gleichen Ausbildungsinhalte vermittelt. Trotzdem teilt Ihr Eure Teams ja so ein, dass Ihr eine Mannschaft mit körperlich stärkeren und eine mit körperlich schwächeren Spielern habt? Welchen Grund hat das? Vielleicht weil Ihr findet, dass die körperlich starken Kinder (bei ansonsten gleichem Entwicklungsstand) eher gegen "leistungsstärkere" Teams antreten sollten? Wenn es möglich wäre, fände ich eine Antwort prima, die keine diffamierenden Inhalte hat. Oder bin ich da zu sensibel? ?(

    Persönliche Beobachtung:
    Da wir in unserem Verein primär auf kognitiv-/koordinative, soziale und mentale Stärken bauen und diese entsprechend fördern scheint mir der RAE nur im direkten Vergleich mit "robusteren" Mannschaften eine Rolle zu spielen, innerhalb unserer Teams aber kaum mehr, resp. könnte ein Aussenstehender bei uns nur schwer sagen welches Kind - rein äusserlich - in der ersten oder zweiten Jahreshälfte geboren wurde.


    @FB


    Gib uns einfach - wäre ja anonym - die Altersdaten aller Eurer Teams und wir schauen dann mal, wie die Verteilung tatsächlich aussieht. Ich würde fast wetten, dass die Mehrheit jeweils der 1. Jahreshälfte angehört. :)

    Der VfB Stuttgart hat wegen der "schwierigen Talentprognose" vor dem 10. Lebensjahr beschlossen, nur noch Teams ab der U 11 zu betreiben (vorher hatte man eine U 10). Aber es werden externe Trainingseinheiten für jüngere gesichtete Kinder angeboten, die aber ihren Heimatvereinen zugeordnet blieben. Ich glaube so oder so ähnlich (Partnervereine des Leistungsvereins) praktizieren das einige Clubs.


    http://www.vfb.de/de/verein/ve…/7744-1-8-1399293893.html

    DSV: klar, wieso Druck verteufeln! "Mit ihm ist es wie mit dem Loben, manche brauchen es mehr als andere" - ein Kinderversteher? Ich als erwachsen gleichrangiger Counterpart würd dir da was pfeifen, ehrlich! Es macht ja auch soviel Spaß, ihn auszuüben, Lob - an die, die eigenen Zielen nützen - selektiv zu verteilen, bevormunden, alle wie Marionetten des eigenen Spiels aufstellen: dem Chef gegenüber den kleinen Mitarbeitern, dem Lehrer gegenüber unterlegenen Schülern, dem Sieger contra Verlierer - so Vater und/oder Kindertrainer sein Druck auf unmündige Kinder! Oh du schöne patriarchale Welt, was wärst du nur ohne diese Floskeln, dass dein Druck doch Spaß für alle anderen sei! So stehen sie da am Rande, die Trainer, die Väter, immer öfter auch Mütter o. Große Brüder, die (für Profis noch zahlenden) Fans, Vereinsobere und alle schreien, machen das, was sie wollen: Druck, Druck, Druck! (Fast geniale Männer-Alternativfloskel: Drauf, drauf, drauf! Und wie heisst dann im Smalltalk mit kritischen Eltern: es geht hier doch nur um: Spaß, Spaß, Spaß!) Und kaum wer ist da, der die todtraurigen Kinderaugen in diesem fan-atischen Spektakel u. Zirkus für die Erwachsenen noch sähe - oh du schöne, neue-alte heile Fußballwelt der Vereine! Danke dafür, zeigt mal wieder, warum ich hier wenigstens ab u. an mal opponieren muss - auch wenn dann fast alle schnell nur Bahnhof zu verstehen meinen, da es nicht lohnt, für Kinder die eigenen grauen Zellen mehr zu bemühen? Aber ich bleibe dabei: ganz viele, die dieser Art Druck machen, stünden bei Herren ganz schnell ohne Team, allein da - wetten? Probier's mal aus, indem du Herren trainierst u. dich wie viele Kindertrainer aufführst! Daher nämlich hören die meisten der letzteren auf, wenn sie ihre Kinder nicht mehr als Entree in den Fußball haben: bei den Herren hätten sie Null Chance, als Trainer anzukommen. Das weiß ich so genau, da ich mit etlichen Vorständen redete u. die hinter den Kulissen schon oft sagen, was sie wirklich denken, auch vom eigenen KiFu u. dessen Personal halten. Das trifft natürlich nie auf alle zu, aber auf die, die so gern von sich als Großen auf wehrlos unmündig Kleine Druck ausüben fast stets, auch bzw. gerade in Leistungsvereinen, Stützpunkten bzw. Auswahlen...


    So, sorry, musste sein, da ich sowas nicht so einfach lesen kann, ohne dass sich meine Nackenhaare aufbäumen: denn auch unsere Kinder müssen diesen Druck (neben aller Schule) ertragen: nur weil sie Fußball lieben u. alternative, kritische Trainer wie ich im System von oben abgesegnet abgeschossen werden, weil sie offen für kindgerechteren, faireren Fußball mit mehr Respekt eintreten! Wen die betroffenen Kinder selbst dabei als Trainer wollten o. gar lieben, Demokratie, recht, Wahrheit, Kompetenz o. Qualifikation ist dabei leider in der Regel völlig unerheblich - Glückwunsch an alle, die in einem Verein sein dürfen, der soziologisch die Ausnahme darstellt. Wieso Ausnahme? Da erwachsene Menschen fast immer im Herdentrieb o. Gruppenzwang befangen: nervös, hektisch, ängstlich, gehemmt sind, sich per Schwarmintelligenz hinter 'allen anderen' verstecken, wie zB Financial Behavior zeigt: um dem Binnendruck aufs eigene Rückgrat, der sozialen Angst (dh Enge) auszuweichen übrigens. Aber auf Kinder Druck zwecks eigener Ziele o. Ehr-geiz machen, tja, das ist so schön einfach in dieser Gesellschaft, da schauen alle nur weg, sagen nichts. Wart ihr alle denn nie mal Kind, habt ihr nie unter all dem Druck gelitten, den Erwachsenn ausüben? Möchte man fast glauben. Dabei ist es die sie entspannen lassen sollende Freizeit, der Fußball aller Kinder, nicht 1es Erwachsenen als übermächtigen Kopfes, der sie wie einen ihm gehorchenden Organismus o. Leib behandelt, sich einverleibt, zu seinem Material erklärt, auf das er Druck machen dürfte. Was kann man als Eltern dagegen tun: nichts! Nur wieder Kinder davon so befreien, dass man sie zugleich für diese Erwachsenen bestraft, indem man sie aus dem Fußball entfernte: Opfer anstelle der Täter! Das ist leider die (politisch oft - zu ihrem Besten, klar - unter-drückte) Wahrheit von allem... :( (Vorsicht Ironie!)


    PS: Will ich noch anfügen - meinem Gefühl nach blockiert Druck eins vor allem: Spielintelligenz, zumal in Teamplay! Mich hat er jedenfalls früher oft im Kopf blockiert, irgendwann hab ich dann in Teams mit Druckatmosphäre einfach nie mehr gespielt, mir die seltenen Ausnahmen gesucht - und obwohl da schon fast 40 (also wohl erwachsen) war ich plötzlich besser, bekam noch etliche Anfragen von Trainer ausm Herrenfußball wg. der Ruhe, die ich ausstrahle - nur hätte ich die bei den meisten eben ganz schnell wieder eingebüßt! Wieso schießen denn noch Profis so oft aus 2 Metern vorbei: zu viel innerer, ihre ruhe zerstörender Druck! Auch im Tennis, wo ich erst vor 5 Jahren anfing, spiele ich nun schon Verbandsklasse - wieso? Kein Druck! Keiner da, der meint, von außen ihn mir machen zu müssen (um ihn so für sich selbst abzubauen, also seine statt meine Bedürfnisse zu stillen: auf meine Kosten)! Nie ne Trainerstunde gebucht, dafür aber besser als welche, die von Jugend auf Trainer hatten! Fazit: ich hasse schon das Wort Druck, das wer im Munde führt, um ihn auf mich o. andere, meist ihm ausgeliefert Unterlegene auszuüben. So falsch kann mein Denken nicht sein, sonst hätte ich ohne (extrinsischen) Druck nicht viel mehr sportlich Erfolg geerntet als mit. Daher mein entschiedenes Veto ;) Sicher haben viele nen starken inneren Schweinehund zu besiegen, um Erfolg zu generieren, benötigen mitunter gegen ihn von außen Hilfestellung - das meinst du evtl., aber: kann sie in Druck bestehen, so wie du es formulierst?


    Mensch, KK!!


    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich Deine Beiträge nicht immer verstehe und deshalb oft nur querlesen kann! Aber hier hast Du meine volle Zustimmung!!!!


    Druck ist doch schon sprachlich negativ besetzt, warum sollten wir Kindern den in ihrer Freizeit antun? Etwas vollkommen anderes ist es doch, dass man ab einem bestimmten Alter auf Fehler hinweist, diese korrigiert oder auf Verbesserungsmöglichkeiten vermittelt, aber Druck finde ich in jeder Hinsicht bei Kindern unangebracht!! Vielleicht haben wir aber auch nicht alle das gleiche Verständnis von diesem Begriff?