Beiträge von holzi
Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
-
-
Vorab: Ich kann Deine Ausführungen grundsätzlich gut nachvollziehen. Aber wenn Meisterschaften eine Rolle spielen, gibt es doch niemals nur ein entscheidendes Spiel, in welchem man seine 2 "grottenschlechten" Spieler niemals bringen würde. Ich frage mich dann schon, wie Du es geschafft hast, dass diese (von Dir so bezeichneten) "Nichtfußballer" sogar in etwa gleiche Spielzeiten erhalten wie die Guten. Nur über Freundschaftsspiele? Oder haben die Guten die Spiele jedesmal so früh klar gemacht, dass alle zu gleichen Einsatzzeiten kamen?
Wir diskutieren bei diesem Thema, ohne vorab die Randbedingungen zu klären. Es gibt Verbände, bei denen schon mit den G-Junioren um Meisterschaften gekämpft wird, und es gibt Verbände, bei denen das erst ab E- oder sogar D-Jugend losgeht. Ich denke, das Thema "gleiche" Einsatzzeit wurde/wird bei Dir überhaupt erst ein Problem, als es um Meisterschaften ging. Vorher war es doch überhaupt kein Thema, sondern die Einsatzzeiten waren immer gleich verteilt. Richtig?
Und wenn es um Meisterschaften geht, wäre doch ein Kompromiss denkbar, dass es um faire (also auf keinen Fall nur Alibi) und nicht um immer gleiche Einsatzzeiten geht. Bei unserem Verband sehe ich insofern ein Problem, als es spätestens ab F-Junioren um Punkte, Titel und Auf-/Abstieg geht. Und selbst bei G-Junioren geht es um Turniersiege usw.. Hält man sich da als Betreuer fern, um nicht wegen der gleichen Einsatzzeiten unter Druck zu geraten? Oder erklärt man den Eltern, dass man zwar mitmacht, aber man vorrangig um gleiche Praxiszeit bemüht ist. Man hat dann ganz schön viel Gesprächsbedarf bei Eltern, aber es kann (eigene Erfahrung) mit einigen - früher oder später sicheren - Abgängen funktionieren.
guenter Du sagst, man kann das über die ganze Saison ganz gut steuern mit den gleichen Einsatzzeiten. Wenn man eine Meisterschaft ernst nimmt, geht das meines Erachtens nicht oder nur dann, wenn die Guten anderen Teams gnadenlos überlegen sind. Ich glaube, man muss eine Meisterschaft als Trainer definitiv ignorieren, wenn man wirklich auf gleiche Einsatzzeiten kommen will. Ansonsten geht halt beides (Meisterschaft ernst nehmen und gleiche Einsatzzeit) nur schwer zusammen. Wenn das bei Dir geklappt hat, umso besser.
-
2) Unabhängig davon, ob oder für wen der Gang in ein NLZ nun Richtig ist oder nicht, möchte ich noch anfügen, dass man dabei nicht ausschließlich das Ziel Profi etc. bei der Erörterung in den Mittelpunkt rücken muss.
Möglicherweise gibt es zwei Herangehensweisen. Es gibt vermutlich Eltern/Kinder, die unreflektiert und uninformiert den Wechsel NLZ mit dem Ziel Profi angehen. Das ist zwar unvernünftig, aber vermutlich neben den vernünftigen sich informierenden Eltern auch Realität. Das kann für Gegner des frühen Wechsels schon bitter sein, der Vorwurf richtet sich dann aber eher gegen Eltern als gegen NLZ. Möglicherweise ist die fehlende Information der Eltern ein Grund für die negative und dogmatische Einstellung von TW-Trainer. Klar gibt es hier große Enttäuschungen. Wenn es - was ich nicht beurteilen, aber eigentlich kaum glauben kann - NLZ gibt, die ohne jeden Hinweis auf oder sogar unter Leugnung der zu erwartenden späteren Selektion Kinder/Eltern akquirieren und diese dann später ohne jedes Feingefühl wieder "feuern", wäre auch das anzuprangern. Wie gesagt fehlt mir da der Einblick.Freude am Fussball innerhalb der NLZ- Rahmenbedingungen mit dem Wissen um eine temporäre Geschichte kann dich auch ein Faktor sein. Vielleicht sogar der beste Grund, um das NLZ dann als Erlebnis auch richtig wahrzunehmen, eben zu erleben und nach dem Ausscheiden mit Freude auf diese Zeit zurückblicken zu können.
Gerade unter der Prämissen kann es Kindern auch viel Freude bereiten, sie in ihrem Entwicklungsprozess voranbringen und auch nach dem Ausscheiden positiv bewertet werden.
Ja, so sehe ich es auch.Trotz allem Leistungsdruck kann außerdem das Training und der Spielbetrieb im NLZ insgesamt für Persönlichkeit und sportliche Entwicklung besser sein als der Verbleib in einem Verein, der kein altersgerechtes Training anbietet und wo es - allerdings ohne entsprechendes Fundament - auch nur um Ergebnisse in Form von Spielresultaten geht (Spiel gewonnen, alles gut; Spiel verloren, schlechte Stimmung). Man muss doch schauen, welche Alternative Kinder und Eltern haben. Wenn dann noch das NLZ mit vergleichsweise geringem zeitlichem Aufwand erreichbar ist, fehlen mir ehrlich gesagt Argumente gegen das NLZ. Das war in etwa das Beispiel von Karl in #86. Gleichwohl muss man zu jeder Zeit gewappnet sein wegen des statistisch früher oder später zu erwartenden Wechsels. Aber ist das wirklich immer der Weltuntergang?
-
habe aktuell das Problem das ich zur Vorrunde mit 19 Kids gestartet bin und diese Woche habe 3 gekündigt. Nicht wegen Problemen mit mir. Sondern da kaum Zeit bleibt um zu trainieren laut den Eltern. Dazu noch andere Sportarten getestet werden wollen. Gut das hat sich schon angekündigt. Da einige nur alle 2 Wochen ins Training kamen bzw. von Anfang an keine große Lust am Fußball hatten. Dazu wurde dann von Monat zu Monat der Abstand zu den fleißigen Kids immer größer.
Ich denke, dass eine gewisse Fluktuation normal ist. Unlust am Fußballspiel wäre ein mehr als nachvollziehbarer Grund, aufzuhören. Manche Kinder (Eltern) "quälen" sich noch eine Weile und wechseln dann, was völlig ok ist.
Wer kennt dieses Problem was nach 1 Jahr F-Jugend auf einmal ein kleines Spielersterben entsteht? In der F2 hat noch keiner aufgehört und jetzt in der F1 schon 3 und ein paar werden es auch nicht mehr lange machen. So nach meinem Gefühl. An zu wenig Einsatz etc. kann es nicht liegen da ich unheimlich viele Freundschaftspiele gemacht habe für die etwas schwächeren Kids. Aber genau diese hatten dann auch fast nie Zeit.
Werden die Kinder, die nach Deinem Gefühl aufhören wollen, aus ähnlichen Gründen aufhören? Da Du für ausreichend Spielzeiten für alle sorgst, sollte ja insoweit alles in Ordnung sein. Wenn dann noch die allgemeine Stimmungslage im Training okay ist und die Kinder gut mitmachen, sind die Wechsel einfach nur Pech oder Schicksal....
-
Es sind Bambini!!
Bei uns liegen im Fußballspiel der Bambini ständig Kinder auf dem Boden und sie stehen auch schnell wieder auf. Das liegt ein bisschen an der Traubenbildung und der fehlenden Koordinationsfähigkeit, fehlendem Bewegungsgeschick der Traubenbeteiligten (sowohl aktiv = Tretende wie auch passiv = Stürzende). Ist das brutales Spiel? Ich finde das bis zu einer gewissen Grenze normal, selbst wenn ein Kind ein anderes Kind ungeschickt umstubst. Mit Absicht (im juristischen Sinne) macht das im Spiel kein Kind. Außerhalb des Spiels hat man durchaus mit sich "kabbelnden" Kindern zu tun. Verbal wie non-verbal wird da über die aus unserer Erwachsenensicht banalsten Dinge gezankt und gestritten. Ist das dann eine Schlägerei? Leider gehört das zum Betreueralltag, lässt sich aber lösen oder erledigt sich ganz schnell von selbst.
Und es gibt auch Kinder, die ein aus Erwachsenensicht aus verschiedensten Gründen nicht tadelloses Verhalten an den Tag legen. Das sind die schwierigeren Fälle. Auch hier gehört es zur anspruchsvollen Betreueraufgabe, diese Kinder "mitzunehmen".
PS: Ich als Betreuer würde 4- oder 5-jährige Kinder nicht ganz alleine spielen lassen. Ich greife aber auch nicht zu oft ein und wenn, dann als lieber Onkel, der ein bisschen was erklärt. Dazu gehört halt auch, dem frischen Bambini zu erklären, dass sein Wunsch, unbedingt den Ball haben zu wollen, zwar nachvollziehbar ist, er aber dabei Gegenspieler und auch seine Mitspieler nicht treten soll. Das Mittelding wird richtig sein. Es gibt Verfechter des "freien" Spiels, die das Spiel vollständig laufen lassen. Warum nicht?
MIT FPL hat all das wirklich wenig zu tun. FPL sollte nur für Kinder sein, die die Regeln auch verstehen. Denn es ist ja wohl Sinn der FPL, dass Kinder selbstständig und eigenverantwortlich die Einhaltung der Regeln überwachen sollen. Das können bestenfalls ältere Bambini, die die Regeln verstehen und auch akzeptieren. .
-
Nummer 4
Diplomatie ist wohl Dein 2. Vorname? Bin fast ein bisschen sauer, dass mir so ein Beitrag nicht gelungen ist und ich vielleicht vorschnell in den Ironiemodus geschaltet habe. Auch inhaltlich gibt es nichts hinzuzufügen.Ich hatte bei der Lektüre der Threaderöffnung das Gefühl, dass Verein und aktuelles Team bzw. Training bei Illubu nicht gerade hoch im Kurs stehen. Wenn sich da nichts ändert, wird es für beide Seiten schwer, also Spieler/Eltern einerseits und Team andererseits. Denn das “Spielermaterial“ wird ja nicht spontan den Unterschied aufholen. Deshalb finde ich den Hinweis auf die D auch gar nicht schlecht.
-
Der Duden sagt zum Wort(teil) "-material":
"kennzeichnet in Bildungen mit Substantiven zusammenfassend eine bestimmte Anzahl von Personen als für eine bestimmte Aufgabe o.â??Ä. zur Verfügung stehend (wird oft als inhuman empfunden)
Beispiel
Patienten-, Spielermaterial"Es geht mir um die Kombination von "mäßig" und "Spielermaterial". Das stört mich bei der Beschreibung von 8-jährigen Kindern schon sehr.
Ich würde nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. Nicht immer haben zwei Menschen die gleiche Vorstellung von einem Wort. Wie der Duden schreibt, es wird so empfunden, muss aber eben nicht so gemeint sein.
Da muss ich wohl sehr sensibel sein.

-
NUN DIE FRAGE: Soll man ihn aus dieser geschützten Welt rausziehen und zu einem guten Verein gehen? Wir meinen NEIN und fragen uns, ob wir ihn nicht selber ein bisschen fördern können, um den Schritt zu einem großen Verein noch etwas hinaus zu zögern? Was meinen die Experten hier? Wir sind durchaus bereit, zusätzlich zu seinem Training regelmäßig mit ihm auf den Platz zu gehen (frische Luft und Bewegung ist für Kinder und Eltern schließlich gut) und mit dem Ball zu üben - Balltraining sollte doch in dem Alter doch noch im Vordergrund stehen? Gibt es Ideen? Woran könnten wir arbeiten, was beim normalen Training mit eher mäßigem Spielermaterial nicht geübt wird?
Wer die Mitspieler seines Kindes als "mäßiges Spielermaterial" bezeichnet, sollte ganz schnell wechseln!!!
Über Ratschläge wären wir wirklich sehr dankbar - wir sind gespannt. Beste Grüße und Danke!
Siehe oben.
-
tobn
Du antwortest sehr differenziert. Deshalb bräuchte ich eigentlich mehr Zeit für eine Erwiderung.Zunächst möchte widersprechen, dass eine NLZ-Breitensport-U8 (welch ein Wortungetüm, sorry) wirklich jede U9 weghaut. Das kenne ich anders. In den älteren Jahrgängen mag das dann eher zutreffen.
Nun aber zu meinem Gedanken. Anlass des Gedanken war, dass der Vorwurf ja dahin geht, dass die NLZ die Kinder gnadenlos verheizen und dass die Kinder (und Eltern) eigentlich sogar Schaden nehmen, wenn sie früh dahin wechseln und dann wieder weg müssen. Bei Werder Bremen gibt es nun sehr viele D-Jugend-Mannschaften, ab (z. B.) D4 bis D 7 oder 8 firmieren die dann unter Breitensport, wo vermutlich viele Kinder Zugang haben, also auch die, die vorher aus dem NLZ "verabschiedet" wurden. Ist aber eigentlich eher ein "Luxusproblem".
Die anderen NLZ-Modelle, wie sie in der von Dir zitierten ft Junior vorgestellt wurden, verlagern das "Aussortierungsproblem" ein wenig von U8 nach hinten, können es ja aber auch nicht verhindern.
PS: Unabhängig von der Qualität des Trainers gibt es ja noch den Punkt, dass Kinder in NLZ sich im Training (welches wesentlich mehr Zeit als Spiele beinhalten dürfte) mit gleich starken Kindern messen ("Gegnerdruck"), von diesen Dinge abschauen, lernen usw. Ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Entwicklungspunkt. Deine "Spielertypisierung" (4. und 5. Absatz) finde ich im übrigen sehr gelungen.
-
Ich hätte ein paar Fragen, wobei ich mittlerweile der Meinung bin, dass nur die vereinsseitige Regelung und Überwachung von Spielzeiten im Nachwuchs zu einer Besserung der Gesamtsituation führen kann.
Jeder anwesende Spieler einer Mannschaft bis zur U15 spielt mindestens die Hälfte der Spielzeit des Spiels. Egal wie alt oder gut. Auch mit einem Spielverlust müssen sich Trainer und besonders Eltern abfinden. Dies fällt besonders den Eltern zunächst sehr schwer.
Bedeutet das "zunächst", dass sie es dann später besser akzeptieren?
Bei zu vielen Spielern wird vor dem Spieltag vom Trainer der Kader benannt. Auch dabei muss der Trainer darauf achten, dass alle Spieler möglichst gleichmäßig nominiert werden. Der Trainer hat auf die Saison verteilt die Möglichkeit, die von ihm bevorzugten Spieler maximal doppelt so lang (wird nie ausgewechselt) wie die weniger geliebten / schwächeren (spielen nur das halbe Spiel) spielen zu lassen.
Einschließlich Freundschaftsspiele, vermute ich?
Stellt sich ein Spieler als ungeeignet (unzuverlässig / keine Entwicklung ...) für das Team heraus, so wird ihm (im Gespräch mit den Eltern und der Jugendleitung) ein Vereinswechsel nahegelegt und bei der Suche nach dem neuen Verein auch geholfen und natürlich keinerlei Sperre / Entschädigung verlangt.
Ab welchem Alter geschieht das?
-
NLZ und Breitensport
Vielleicht sollte man die NLZ dazu verpflichten, zwingend auch eine Sparte "Breitensport" zu betreiben. Was Werder Bremen da macht, gefällt mir eigentlich sehr gut....
-
@Uzunbacak
Da haben wir in 2015 einiges zu besprechen!!! Was die Spielenachmittage angeht, baue ich schon ein Netzwerk auf::::: -
Wir sind eine recht heterogene Bambinigruppe der Jahrgänge 2010 bis 2008 mit etwa 30 - 40 Kindern. Wir haben nun seit 2 Monaten (3 Betreuer) unsere wöchentlichen Spiel- und Übungsstunden, die stets sehr gut besucht sind und wo die Kinder mit viel Spaß bei der Sache sind.
Nun haben wir mit einem befreundeten Trainer und seinen Bambini eine Art Spieletreff organisiert. Auf zwei Feldern spielten Teams mit der Stärke 1:5. Die älteren Kinder des anderen Vereins spielen z. T. seit zwei Jahren zusammen und absolvieren regelmäßig Turniere. Sie waren körperlich, koordinativ und spielerisch überlegen und wurden von außen mit Anweisungen ("Spiel nach außen", "geh nach" usw.) gecoacht; ambitioniert, aber durchaus entspannt. Hier gab es außerdem Vorgaben für die Kinder in "vorne und hinten". Ich habe mich mit Anweisungen zurückgehalten, keinerlei Positionsvorgaben gemacht und mich mehr oder weniger auf das Ein- und Auswechseln beschränkt. Insbesondere bei den jungen Spielern der Jahrgänge 2009 und sogar 2010 habe ich festgestellt, dass hier ganz selbstbewusste handlungsschnelle Spieler dabei sind, während ältere Kinder z. T. schlicht handlungslangsam sind und sich darauf beschränken, den Ball irgendwohin zu spielen. Für mich kein Problem, wenn sie Spaß dabei haben.
Wir haben dann ein oder zwei Spieler hin- und hergewechselt und schon waren die Spiele relativ ausgeglichen.
Ich bin der Meinung, dass dieser Spielnachmittag für die Kinder eine super Sache war. Spiel in Trikots mit Zuschauern usw. usw. Also strebe ich eine Wiederholung mit anderen Teams an. Vielleicht gibt es da weniger ambitionierte Teams. Nun die Frage: bleibe ich dabei, dass ich überhaupt keine Positionsvorgaben mache und gar nichts reinrufe und ausschließlich schaue, dass die Spielzeit für die Kinder gerecht verteilt wird? Ich habe tatsächlich nur eingegriffen, wenn ich gemerkt habe, dass auf das falsche Tor gespielt wird oder wenn der Torwart hinter der Linie stand u. ä..
"Klassische" Turniere sollte man dann schon deshalb meiden, weil man hier regelmäßig auf organisierte Teams treffen wird mit entsprechender Organisiation und Coaching von außen. Oder?
Frage zum Schluss: Bei den Kindern der jüngeren Jahrgänge sind erkennbar "Granaten" dabei. Die wird man - wenn sie sich weiter entwickeln - spätestens in der nächsten Saison auch auf Stressturnieren (also solche, wo es um Turniersieg und Platzierungen geht) nach KiFu-Gesichtspunkten spielen lassen können. Das wird weniger am Training liegen, sondern daran, dass hier vermutlich ein "guter" Jahrgang mit einigen motorisch gut entwickelten, gut motivierten und handlungsschnellen Kindern beisammen ist. Sollte bzw. kann man dann Stressturniere spielen oder sollte man sich generell von solchen Turnieren fernhalten? Andere Turniere werden hier (noch) nicht angeboten, muss man also selbst organisieren (gehen wir auch an).
-
Mein Sohn über den ich schon in einem anderen Thread mal berichtet habe hat nun den Verein (Dorfverein) verlassen da er von einem Leistungsorientierten Verein abgeworben wurde. Junger D Jugend Jahrgang.
In diesem Verein gibt es einen Trainer der die Kinder nur anschreit sie nicht lobt über Disziplin klagt aber jede Aktion der Kinder ist für ihn einfach Scheiße.
So sagt er es auch den Kindern. Selbst wenn ein Pass zum Tor führt sagt er wir wollten aber die Seite wechseln das war schlecht.
Er lobt die Kinder überhaupt nicht es wird nur kritisiert und rum gebrüllt.
Es werden nur Passübungen trainiert kaum das es mal ein Abschlussspiel gibt. Den Kindern fehlt komplett das Selbstvertrauen.Das rum Geschreie und Gebrülle nervt alle kein loben nur niedermachen. Es gab einen Elternabend aber tja da trauen sich halt dann nur 2 etwas zu sagen und die anderen schweigen und dann kommt auch noch so ein Spruch Wenn es nur an 2 liegt dann kann es wohl nicht an mir liegen.
In dem Thread geht es um einen konkret beschriebenen "Brülltrainer". Es macht einen Unterschied, ob sich jemand mit Lautstärke nur akustisch bemerkbar machen will - das wäre für mich unter Umständen ok - oder ob die Lautstärke Anzeichen für einen gewissen "Erregungszustand" sind. Letzteres möchte ich im Kinderfußball nicht gut heißen, und zwar unabhängig davon, ob die Lautstärke nun gut (übermäßige Freude; lautstarke Hinweise, was zu tun ist usw. usw.) oder böse (herablassende Kritik gegenüber Personen) gemeint ist. Es hat immer damit zu tun, dass ein emotionaler Erregungszustand eine Rolle spielt. Das finde ich bis zu einem gewissen Kindesalter - jedenfalls was sportliche Belange angeht - grundsätzlich nicht gut. -
Vielen Dank für den Link. Werder ist ein gutes Beispiel für die Reformierung des Nachwuchsfussballs. Wie man leicht erkennen kann, spielt selbst die D 1 lediglich in der D-Jugend-Kreisliga. Noch vor ein paar Jahren war deren D 1 bereits eine Auswahlmannschaft und spielte in der C-Junioren-Liga mit. Damals meinte man, die Jungs müßten schon früher an einen härter geführten Zweikampf-Fussball herangeführt werden.
@ TW
Die D 1 von Werder dürfte doch deren U13 sein, oder? Die U 13 spielt C-Jugend Kreisliga. Auch die U11, also eigentlich (älterer) E-Jugend-Jahrgang spielt D-Jugend, wenn auch Kreisklasse.
-
@uzunbacak
Sehe ich anders mit der Fahrerei. Ich finde die Ansage, dass es bei 5 Minuten Spielzeit besser sei, zu Hause zu bleiben, sogar konstruktiv. Der Trainer wird vermutlich nicht böse sein und - wenn er nicht dumm ist - vielleicht darauf hinweisen, dass es bei mangelndem Personal schön wäre, wenn er auf den Jungen zurückgreifen kann.
Richtig schlimm ist dabei nur, dass es Kinder gibt, die auch 5 Minuten Spielzeit akzeptieren, nur um dazu zu gehören. Um diese Kinder kann es einem leid tun.
-
Wenn ein BuLi Verein auch Mannschaften bis U9 anbietet... Okay. Kann da jetzt pauschal nichts verwerfliches dran finden. Wichtig wäre hierbei qualifiziertes Training unter Gesichtspunkten des Kinderfußballs. Kann man mit ein wenig Glück auch im eigenen Ort finden. Ist halt eine Abwägung was ich habe und was bekommen würde, wenn man wechselt. Wie hier schon erwähnt ein wesentlicher Punkt wäre Anfahrtszeit / Aufwand.
Von U9 bis U11 sieht es für mich hinsichtlich ( Achtung Fettdruck ) einer vorläufigen Prognose schon etwas anders aus. Und die Kinder fangen in diesem Alter schon an, erfolgsorientierten Ehrgeiz zu entwickeln. Bei Negativerlebnissen ist es dann wichtig zu beobachten, wie der Spieler damit umgeht. Das ist für später ein wesentlicher Faktor.
Ab U12/U13 wird es dann interessant.
Finde es ganz gut, dass in diesem Thread ein differenziertes Bild zum Thema "Wechsel in NLZ" vermittelt wird.Man muss meistens als Eltern einen Vergleich anstellen, wenn sich die Frage eines Wechsels ergibt: was haben Kinder/Eltern statt des Wechsels? Wenn das ein Verein ist, der nach KiFu-Grundsätzen (was meines Erachtens eine optimale Entwicklung garantiert) trainiert, wäre ein früher Wechsel unabhängig von weiteren Themen wie Fahrtzeiten auch nach meinem Dafürhalten sehr problematisch. Ist aber die Alternative ein "Ergebnistraining und -trainer" ohne wirklich dahinterstehendes Konzept (und das ist leider eher die Regel, wie dieses Forum ja immer wieder bestätigt), wird die Beantwortung schon sehr sehr schwierig.
Nach meinen Beobachtungen gibt es im übrigen kaum Eltern, die die Nachteile des Wechsels überhaupt nicht bedenken. Es ist zumeist eine bewusste Entscheidung nach (versuchter) Abwägung von Vor- und Nachteilen. Ob dabei die zeitliche Inanspruchnahme durch Trainingsaufwand, Turniere (Fahrtzeiten) richtig eingeschätzt werden kann, steht auf einem anderen Blatt Papier.
-
Das ist ganz einfache eine unmögliche Vorgehensweise des Trainers.
Ich würde ihm da, eine ruhiges Gespräch vorausgesetzt, ohne folgende Verbesserung,, vor versammelter Elternmannschaft
sehr deutlich die Meinung blasen, egal welche Konsequenzen folgen., denn Unbefriedender kann es fürs Kind nicht gehen.
Da stimme ich Guenter vollständig zu.Ich persönlich wüsste - auch ohne dass ich jetzt mit der Stoppuhr vorgehen möchte - keinen Grund, warum im konkreten Fall ein Kind im Alter von sechs Jahren immer und grundsätzlich nur die letzten zwei Minuten spielen darf. Dazu dürfte es ja eigentlich auch keine Diskussion geben, sondern nur eine Verhaltensänderung. Wenn sich nichts ändert, bliebe mal wieder die Frage: wie geht es mit dem Kind/Trainer/Verein weiter? Oder darf ein Kind von den Einsatzzeiten her signifikant anders behandelt werden als andere? Der DFB hält sich mit seinen Empfehlungen so deutlich zurück, dass davon möglicherweise auch der "Aries1986-Trainer" abgedeckt wäre ("auch mal die Guten draußen lassen", "alle spielen").
-
TW-Trainer
Lass uns das an anderer - meines Erachtens besser passender - Stelle vielleicht zu Ende diskutieren. Anlass der Diskussion waren brüllende Trainer. Bei dem Problem an sich sind wir einer Meinung. Im übrigen sehe ich ein wenig die Gefahr, dass wir aneinander vorbeischreiben. Deine Hinweise auf die Gefahren eines frühen Wechsels kenne ich, sie sind nicht neu. Sie sind auch richtig, nur kann man damit nicht jedes Thema erledigen, zum Beispiel nicht den Brülltrainer. -
Das klingt nicht nur negativ, es ist auch so! Ausserdem gibts im unteren Jugendbereich größerer Vereine mindestens genauso viele Brüllaffen. Denn dieses persönliche Merkmal hat auch mit dem Charakter der Trainerperson zu tun. Was sich bei größeren Vereinen auf Platz 10 zuträgt, interessiert dort in der Regel auch niemand. Muß auch nicht, weil trotzdem jährlich genug Anmeldungen kommen. Lizenzen und praktische, erfolgreiche Erfahrungen sind keine Bedingung, weil das Logo auf dem Trainerdress für vermeintliche Qualität bürgt!
Kenne ich definitiv anders. Wir reden definitiv nicht von dem gleichen Verein.
Nach irgendwelchen Garantien wirst du auch bei größeren Vereinen im unteren Jugendbereich verzweifelt suchen müssen!
Wir müssten wahrscheinlich mal "größere Vereine" definieren. Was meinst Du mit "Garantien"?
Kann es sein, dass du gerade eines deiner Kinder bei einem umliegenden, größeren Verein angemeldet hast oder dich mit dieser Absicht trägst und dich wunderst, warum du dafür kaum eine Bestätigung für deine Entscheidung findest?
Nein, mein Lieber. Vor zwei 1/2 Jahren fiel die Entscheidung mit allen Konsequenzen. Ich brauche dafür keine Bestätigung und hinterfrage ständig, ob es richtig ist. Alle Kritikpunkte waren damals bekannt, wurden hin und her erwogen, sie sind es auch heute. Sie treffen aber in der massiven Pauschalität, wie Du Sie äußerst, einfach nicht zu. Bisher waren die Trainer das klare Gegenteil von "Brülltrainern" und deshalb möchte ich Deine Vorbehalte nicht einfach so stehen lassen. Brülltrainer gibt es Gerüchten zufolge auch in dem Verein, habe ich aber bisher noch nicht kennengelernt. Es gibt einige (hier im Forum diskutierte und mir bestens bekannte) Kritik- und Gesichtspunkte, die auch mich immer wieder sensibel werden und bleiben lassen (vor allem die Fluktuation und die Austauschbarkeit), aber "Brülltrainer" ist es nun mal - bislang - nicht. Und das in einem Umfeld, wo jedes Wochenende der absolute Wahnsinn an Brülleltern und -trainern unterwegs ist. Und darum geht es in diesem Thread.
Wenn ja, dann solltest du dich auch rasch mit dem Thema der sozialen Entwicklung deines Kindes während seiner Freizeitaktivitäten beschäftigen. Denn es gibt seit Jahren umfangreiche Erfahrungen darüber, dass sie die sportliche und soziale Entwicklung für Kinder einschl. D-Jugend in der gewohnten Athmosphäre mit den Alltagsfreunden im Heimatverein meist deutlich besser entwickelt, als in einem seelenlosen Haufen, der sich nur zum Fussballspielen trifft und in dem dein Kind auch nur auf seine fussballerischen Fähigkeiten reduziert wird. Auch wisschenschaftliche Untersuchungen kommen zu dem Schluß, dass bei größeren Vereinen mit kurzfristigen Saisonzielen der Spaß im Kinderfussball zu kurz kommt.
Es ist komplizierter, als Du es darstellst. Deine Wortwahl wie auch Deine z. T. recht pauschalen Ausführungen lassen auf eine gewisse Verbitterung schließen. Insbesondere das mit dem seelenlosen Haufen stimmt schlicht und ergreifend nicht und deutet auf eine gewisse Emotionalität hin. Ich denke, das liegt auch ein bisschen an den beteiligten Menschen, meinst Du nicht? Bessere Trainer - und zwar auch und vor allem im pädagogischen Bereich - als in den ersten zwei Jahren hätte man für mein Kind kaum finden können. Zufall? Kann sein...
Wenn du dir ein wenig Mühe machst, wirst du auch hier im Forum genügend Informationen darüber finden. U.a. findest du dort auch einige mutige Eltern, die den Frust ihrer Kinder sowie die eigene Enttäuschung beschreiben. Das ist aber nur der Eisberg, denn es läßt ich denken, dass beim pernanten Sieben bei der Suche nach den besten Talenten sehr viel Spreu abfällt. Die Meisten schämen sich so sehr, dass sie sich gar nicht getrauen darüber zu sprechen.
Da ich mir die Mühe bereits vorher gemacht habe, kenne ich auch Äußerungen von Eltern, die Kritikpunkte aufzählen, schlussendlich aber zum Schluss kommen, dass der Wechsel zum "großen" Verein auch wenn er nicht gut endete, gleichwohl eine richtige Entscheidung war. Wenn Du willst, nenne ich Dir den Thread...
Leider werden wir Beide die "Brüllaffen am Spielfeldrand" kurzfristig nicht abschaffen können. Aber es besteht Hoffnung, dass zumindest bis einschl. der F-Jugend durch die Einführung der Kinderfussballs nach vereinfachten KIFU-Regeln ein wenig mehr Ruhe im Umfeld des Kinderfussballs einkehrt.
100 % Zustimmung!
Wie ich aus deinem Nick entnehme, bis zu Bambini-Trainer! Da hast du es doch auch selbst in der Hand, in deinem Heimatverein zu zeigen, dass sportliche Entwicklung in einer angstfreien Umgebung keinen Widerspruch darstellt. Denn wenn du es verstehst, den Kindern den Spaß am Fussball zu vermitteln, dann wird bei einigen Spielern auch der Spaß an der eigenen Leistung dazu kommen. Wie weit das dann geht, entscheidet das Kind selbst. Aber es braucht dazu deine Unterstützung inform von besonnenen Entscheidungen. Das du dich hier und vielleicht woanders darüber informierst, ist schon mal ein guter Weg.
Nun ja, "Bambinibespaßer" würde ich eher sagen. Da ich zuvor schon vier Jahre lang F, Bambini bis E betreut habe, sind mir einige Facetten bekannt. Auch zur Frage, ob ein Kind zu dem Traumverein wechseln soll, wurde ich mitunter konsultiert und habe meine Meinung dazu geäußert (durchaus in Deinem Sinne ;)). Ich denke, ich setze Kinderfußball, wie wir ihn hier im Forum diskutieren, um, vielleicht für unser Umfeld sogar ein bisschen schnell. Denn wenn das zu schnell umsetzt, hat man mit ganz anderen Problemen zu tun (Stichwort: beim Nachbarverein spielen aber immer die Besten, da gehe ich hin!!). Aber ich denke, das wird...
Fazit:
Ich verstehe Deinen Ansatz und teile ihn auch. Mir sind auch die Argumente bekannt, weshalb üblicherweise von einem frühen Wechsel aus dem Heimatverein abgeraten wird. Ich bin mir aber nicht sicher, ob diese Empfehlung auch bei "Heimatvereinen" gilt, deren Trainer - zumindest teilweise - von Ergebnisdenken geleitet sind und deren Training von Erwachsenenfußball geprägt ist. Klar, jetzt könnte man sagen, Training und Trainer werden im Kinderfußball eh´ überschätzt. Aber wenn die Alternative spannendes und vorbereitetes Training ist? Wir können die Diskussion gerne an anderer Stelle führen.
Noch etwas. Ich bin ja nun auch schon einige Zeit in diesem Forum aktiv und zuvor passiv zu Informationszwecken unterwegs. Mir kommen Deine Formulierungen mitunter etwas herablassend vor. Das muss nicht sein, ich verstehe auch ohne Deinen gutmütigen Unterton, was Du meinst.
