Beiträge von siebener

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    "Thema ist, was unten ankommt und das ist für mich eine Menge."


    ich kann es dir nicht direkt wiederlegen, aber kommt es nicht vor allem deswegen unten an, weil wir in der basis jede menge trainer haben, die mit herzblut und sachverstand unterwegs sind, auch oder vor allem wenn sie nix von den dfb richtlinien wissentlich umsetzen, da sie ja so nicht direkt bei den vereinen ankommen bzw. durch publikationen so teuer sind, dass sie unerschwinglich scheinen.


    besipiel: ich habe talentierte jungs bei mir, wir spielen inzwischen leistungsklasse und stehen ganz gut da.
    bei uns in der nähe gibt es einen dfb leistungs stützpunkt. dieser stützpunkt hat diverse trainer, die an bestimmten tagen talentierte jungs nach jahrgängen zusammenfassen, trainieren und bewerten, um sie dann einer kreisauswahl zuzuführen. von diesen trainern hat noch niemals jemand eines unserer spiele gesehen. wenn ich meine jungs dort vorbeibringen möchte, gibt es auf der verbandseite einen linkdschungel, den ich weder durchblicke noch zum ziel führt. gebe ich entsprechende stichworte ein, so erhalte ich ergebnisse von 2005. letztendlich kenne ich die termine durch einen trainer, der einen kennt, der wiederum weiss, dass es da und dort stattfindet.
    in diesem stürtzpunkt werden zu 60 % spieler eines zweitligisten, 30 % des nächsthöchsten vereins und nur 10 % der anderen 50 vereine des kreises unterstützt.
    man kennt sich, man fördert sich, es bleibt ein closed shop. wo also kommt der dfb unten an?

    "Ich meine, wir müssen uns hier nicht über Definitionen, praxisnahe Auslegungen oder "Vorzeigeteams" des One-Touch unterhalten. Zum Einen weiss hier jeder, was gemeint ist...wir kennen das Ziel - und zum Anderen ist das nicht die Intension dieses Threads!"


    gehts noch? statt um den heissen brei herumzureden hätte ich jetzt von dir eine klare eindeutige antwort erwartet, mein freund!
    und wie sich ein thread so entwickelt hast nicht du festzulegen, sondern allenfalls uwe.


    mir geht es um den unterschied von "direktspiel" und "one touch". das was ich google hilft mir nicht, da es stark subjektiv geprägt ist.
    so meine ich auch, dass barca kein onetouch im vermeintlich gemeinten sinne spielt und arsenal schon lange nicht mehr, wenn überhaupt.
    also, wo kann ich es sehen, damit ich verstehe was daran anders ist als ein direktspiel über mehreren stationen?

    II Taktik


    1. Einzeltaktik


    a) Verhalten im 1:1; defensiv


    Unterschiedliche Ausgangssituationen ergeben für den Verteidiger unterschiedliche Erfordernisse. Aus diesem Grunde werden hier allgemeine zu erwartende Verhaltensweisen beschrieben.


    Folgende 1:1 Grundsituationen stellen sich dem verteidigenden Spieler immer wieder:


    1 : 1 außen/innen ---Abstand weit
    1 : 1 außen/innen ---Abstand kurz
    1 : 1 außen/innen ---Gegenspieler mit dem Rücken zum Verteidiger/Tor


    Was sollte der Verteidiger können?


    Der Spieler geht nicht „überhastet“ in Zweikämpfe (Geschwindigkeitsüberschuss beim Anlaufen vermeiden)
    Der Spieler folgt dem Grundprinzip des ballorientierten Verteidigens und verschiebt zum Ball
    Je näher sich der Ball am eigenen Tor befindet, desto näher stellt der Spieler den Angreifer zu („mannnahe Deckung“).
    Der Spieler erkennt situationsbedingt die Notwendigkeit, entweder enger oder weiträumiger zu decken.
    Grundsätzlich wendet er aber keine alt hergebrachte Manndeckung an.
    Der Spieler stört den Gegenspieler wenn möglich schon bei der Ballannahme.
    Der verteidigende Spieler stellt grundsätzlich die „innere Linie“ zum eigenen Tor zu.
    Der Spieler startet dem aus größerem Abstand andribbelnden Gegenspieler entgegen und nimmt rechtzeitig (ca. 5m vorher) die Gegenbewegung mit auf. Hierbei stellt er sicht grundsätzlich seitlich und drängt den Gegenspieler nach außen (und/oder auf den schwachen Fuß) ab.
    Der Spieler drängt den Gegenspieler auch bei kurzem Abstand nach außen und wenn möglich auf den schwachen Fuß ab .
    Der Spieler drängt situationsabhängig mit dem eigenen Körper zwischen Gegenspieler und Ball.
    Der abwehrende Spieler ist in der Lage, in der Defensive „Abwehrfinten“ einzusetzen.
    Der verteidigende Spieler nimmt vor einer 1:1 Situation eine aktionsbereite Körperhaltung ein.



    b) Verhalten im 1 : 1 offensiv:


    Auch in der offensive ergeben sich unterschiedliche Grundsituationen mit unterschiedlichen Ansprüchen an den offensiven Spieler.
    Hier die Ansprüche an den Offensivspieler:


    Der Spieler dribbelt wenn möglich den Gegenspieler mit hoher Geschwindigkeit an und verzögert vor dem 1: 1 nicht.
    Der Spieler zieht den Gegenspieler wenn möglich/sinnvoll auf eine Seite.
    Der setzt ihm bekannte Finten zielgerichtet zum Ausspielen des Gegners ein.
    Der Spieler fordert durch Auftaktbewegung das Anspiel durch seinen Mitspieler
    Insbesondere hier kennt er die Laufwege ( Lösen vom Mann; Lauffinte pp.)
    Bei Gegner im Rücken „fühlt“ der Offensivspieler den Verteidiger (Armeinsatz)
    Der Spieler sucht zielgerichtet den Weg zum Tor.
    Der Spieler setzt seinen Körper zum Abdecken des Balles ein und dribbelt wenn möglich mit dem gegnerentfernten Bein.


    2. Gruppentaktik:


    Der Spieler verhält sich im Spiel nach dem Grundprinzip der „Anspielbarkeit“
    Der Spieler kennt die Spielformen „Passweg auf“, meidet den Deckungsschatten und bietet dem den Ball führenden Spieler zusammen mit weiteren Spielern Anspielstationen in „Dreiecksform“.
    Der Spieler kann im Offensivbereich die Spielvariante „Hinterlaufen“ einsetzen
    Das Grundprinzip des „Blank Spielens“ ist dem Spieler bekannt; er setzt dies im Spiel immer wieder um.
    Um anspielbar zu sein löst sich der Spieler bei Bedarf von seinem Gegenspieler (Lösen vom Mann/Lauffinten; Kommen/Gehen)
    Als Verteidiger kann er in der Viererkette spielen und ist in der Lage dementsprechend im Verteidigungsbereich zu agieren (Verteidigungsdreieck bilden; zum Ball verschieben; Innere Linie zustellen; Höhe halten; Sicherer Abstand pp.)


    3. Mannschaftstaktik


    Der Spieler ist in der Lage, im Mannschaftsverbund nach dem Grundprinzip des ballorientierten Verteidigens zu spielen.
    Der Spieler kann dementsprechend auch mit ganzen Mannschaftsteilen zum Ball hin verschieben.
    Das Spiel mit der Viererkette ist jedem Spieler bekannt (insbesondere auch die Rolle des Torwarts als mitspielendem Spieler; Stellung je nach Situation weiter vor dem Tor)
    Der Spieler ist in der Lage im Mannschaftsverbund das Spiel zügig von einer Seite auf die andere Seite zu verlagern.
    Der Spieler kann bei Bedarf im Spiel ein Pressing (insbes. Mittelfeldpressing/Forechecking) umsetzen. Er kennt zumindest die Grundprinzipien.
    Der Spieler kann die taktischen Aufgaben in zumindest zwei verschiedenen Aufstellungen umsetzen (bekannt sind zumindest 4/3/3 und 4/4/2)



    4. Sonstiges:


    a) Verhalten bei Ecken:


    Der Spieler fügt sich in der Defensive unter Absprache mit den Mitspielern in der Deckungsarbeit ein (enge/körperbetonte Manndeckung; Mittelstürmer ggfls. kleinster Stürmer wird ausgenommen)
    Wenn möglich schlägt der den Ball erobernde verteidigende Spieler den Ball nicht sinnlos aus der Abwehrzone, sondern sucht sofort im Aufbauspiel eine Anspielstation.
    Der offensive Spieler wendet Lauffinten an. Eckstoßvarianten (wie z.B. 4 eng zusammen stehende Angriffsspieler an der Strafraumgrenze mit unterschiedlichen Laufwegen) werden selbständig eingesetzt.


    b) Verhalten bei Freistößen:


    Der Spieler läuft mit dem geflankten/hoch in den 16er eingespielten Ball ein und versucht den Ball auf das Tor zu verlängern/zu spielen.
    Der Spieler spricht geplante Freistoßvarianten mit den mitwirkenden Mitspielern unmissverständlich kurz ab.


    c) Verhalten bei Einwürfen:


    Der Spieler bietet Anspielstationen zum „Klatschen lassen“; zum „Ball verlängern“; im „zentralen“ Bereich; im „rückwärtigen“ Bereich.
    Der Spieler bietet sich offensiv für ein Anspiel an. Er will den Ball auch haben.



    Zusatz: Kommunikation auf dem Platz


    Der Spieler ist in der Lage, auf dem Spielfeld mit seinen Mitspielern positiv zu sprechen (anfeuern/loben) und bei Bedarf (z. B. beim Verschieben des Balles; oder in der Viererkette) seinen Mitspieler zu coachen. Im Spiel sprechen die Spieler miteinander. Anspiele werden möglicherweise situationsbedingt verbal gefordert. Mitspieler werden auch direkt angesprochen.



    na, das ist ein Pfund, oder? das ist der unterschied zw. breitensport und absolutem denken des dfb.
    hinzu kommen noch die auswahlkritierien größe und gewicht.


    mal hand aufs herz, wieviele kinder betrifft das in den unterklassigen vereinen, die nicht leistungsklasse oder sonstwas spielen sondern lediglich bauernliga.
    soll man diese, zum teil wenig talentierten kinder ebenfalls so ausbilden lassen oder zusehen, dass man eine schöne und erfolgreiche zeit im verein erlebt?

    dfb kontra breitensport


    ist der dfb darauf aus, das thema fußball als hobby für jedermann zu etablieren, für bewegungsunfreudige kinder, die dann trotzdem ihre erfolge in der gemeinschaft feiern können?
    oder vielmehr zielt er darauf ab, talente zu finden für seine eigenen zwecke?


    nimmt man zb. das ausbildungsprofil einer c-jugend:



    Beschreibung der Fähigkeiten im Bereich der C-Jugend


    Technik


    1. Dribbling


    Der Spieler ist grundsätzlich in der Lage, beidfüssig (abwechselnd bzw. dauerhaft) zu dribbeln
    Der Spieler ist in der Lage, in alle Richtungen zu dribbeln und kann hierzu sowohl die Fußspitze/Spann als auch die Fußinnenseite , die Fußaußenseite und die Sohle benutzen
    Der Spieler dribbelt selbstverständlich auf der den Gegner abgewandten Seite und stellt bei Bedarf den eigenen Körper zwischen Gegner und Ball
    Der Spieler kann zielgerichtet Tempodribblings einsetzen; er kann Tempo und Richtung variieren
    Der Spieler ist in der Lage, unter Einbeziehung von Finten einen Gegenspieler „auszudribbeln“; hierbei dribbelt er den Gegenspieler mit möglichst hohem Tempo an.
    Der Spieler ist in der Lage, mit dem Blick weg vom Ball zu dribbeln.


    Finten


    Der Spieler beherrscht auch unter Gegnerdruck folgende Finten:

    Ausfallschritt (rechts und links)
    Übersteiger (rechts und links, doppelt
    Schere (rechts/links/doppelt)
    Schussfinte (rechts und bedingt auch links)
    Rivelinho
    Mindestens eine variable zusätzliche Finte wie Zidane-Trick etc.


    Der Spieler ist in der Lage, diese Finten zielgerichtet zum Ausspielen eines Gegenspielers einzusetzen.


    3. Passen


    Der Spieler beherrscht den Innenseitstoß (starker Fuß) und ist in der Lage, mit dieser Schussform auch über längere Distanzen (auch 20 – 25 Meter) zielsicher einen Pass zum eigenen Mitspieler zu spielen.
    Der Spieler kann den Druck auf den Ball beliebig variieren (passender Druck je nach Passlänge)
    Der Spieler ist in der Lage, Pässe auch als Außenseitstoß (Außenspann) bzw. Vollspann zu spielen.
    Der Spieler beherrscht das Passspiel nach einer Ballannahme und verbindet dies möglicherweise sofort mit einer „Freilaufbewegung“
    Auch eine direktes Passspiel ist jederzeit und zielsicher möglich
    Der Spieler ist grundsätzlich in der Lage, beidfüssig zu passen.
    Der Spieler ist grundsätzlich in der Lage auch unter Gegnerdruck noch zielsicher zum eigenen Mitspieler zu passen.


    4. Ballan – und Mitnahme



    Der Spieler beherrscht das Prinzip des „Ballansaugens“ (elastische Aktionsbereitschaft; kurze Aufnahme der Ballbewegung)
    Der Spieler ist in der Lage, nach diesem Prinzip sowohl rechts als auch links den Ball anzunehmen
    Der Spieler nimmt den Ball grundsätzlich vom Gegner weg/möglicherweise in die neue Lauf/Dribbelrichtung an und mit.
    Der Spieler ist in der Lage, halbhohe Bälle sowohl mit dem Fuß (vornehmlich Innenseite/Vorderseite) als auch mit dem Oberschenkel anzunehmen. Dies auch beidfüssig und möglichst auch unter Zeit/Gegnerdruck.
    Der Spieler kann hohe Bälle mit dem Kopf oder der Brust annehmen und diese nach zügiger Kontrolle an den eigenen Mitspieler weiterspielen oder sonst weiter verarbeiten.
    Der Spieler beherrscht die Ballannahmetechniken weitgehend auch unter Gegner und/oder Zeitdruck.
    Der Spieler kann verschiedenste Anspiele (flach, halb hoch oder hoch) sowohl nach vorne, zur Seite als auch nach hinten an -und mitnehmen.



    5. Kopfballspiel


    Der Spieler beherrscht das Kopfballspiel aus dem Stand (mit einem beidbeinigen und einbeinigen Absprung)
    Der Spieler benutzt den Oberkörper als „Bogen“ und bringt so beim Kopfball Druck auf den Ball
    Der Spieler ist auch in der Lage, einen Kopfball aus der Bewegung mit einem einbeinigen/beidbeinigen Absprung ohne Richtungswechsel durchzuführen.
    Der Spieler ist bedingt in der Lage, einen Kopfball aus der Bewegung mit Richtungswechsel durchzuführen (Vorarbeit für A/B – Jugend)
    Der Spieler ist in der Lage, je nach Spielsituation Kopfbälle als gezielte Zuspiele zu einem eigenen Mitspieler einzusetzen.


    6. Schussformen



    Der Spieler beherrscht grundsätzlich folgende Schussformen:
    Innenseitstoß (rechts/links; zielsicher rechts bis mind. 25 Meter)
    Vollspann/Volley ohne Drall/Drop-Kick
    Innenspannstoß (Zuspiele/Torschüsse bei größeren Distanzen)
    Außenspannstoß (insbesondere im Kurzpassspiel)
    Hüftdrehstoß (Grundform)
    Flugbälle (starker Fuß mind. über 20 Meter)
    Besonderheiten : Fallrückzieher
    Der Spieler ist bedingt in der Lage, Effetstöße zu spielen

    wir trainieren ebenfalls sehr viel zweikämpfe 2 : 2, 3 : 2, usw. mit torabschluß.
    aber was kommt dabei raus? schnell mit druck auf den abwehrspieler, dann pass (oder selbst gehen und danach pass) und einen direkten pass zurück in die gasse.
    dies wird alles vorm strafraum recht eng, also musst du schnell spielen und du spielst es direkt. diese trainingsformen werden so gefordert, sh. soccerdrills abwehrkette etc.
    und je nachdem wie du diese übungen aufziehst, auf 16er breite zb, mit abseitslinie, startenden aussen und abwehrspielern von hinten, die ebenfalls druck machen, spielst du schnell und direkt.
    natürlich trainieren wir das, wie fast jede c-jugend der welt, aber ist das direktspiel dann onetouch? wie gesagt, mit fehlt immer noch die definition...

    bitte gebt mir mal die definition von one touch!


    hier werden immer wieder barca oder arsenal genannt, aber wann spielen die den sog. "one touch" fußball?
    drei vier ballstationen dann abschluss oder 20 mal im mittelfld ohne raumgewinn nur ballkontrolle.
    dann kommt einer wie messi und macht ein fass auf, aber mit ball am fuss! früher bei arsenal waren es die läufe eines henry über links, aber kein one touch, der zum erfolg führte.
    aber ist es nicht das, was wir auch im pott seid menschengedenken bei 5 gegen 2 üben?


    vielleicht habe ich hier eine andere sichtweise, deshalb helft mir mal weiter.

    ok, da gehe ich mit: onetouch als teamtaktik, die gespielt werden kann, situationsabhängig, aber nicht zwingend muss.
    dribblings im mittelfeld, einzelaktionen über die flügel usw. wollen wir ebenfalls alle sehen, oder. aber wenn man dies so betrachtet gibt es keine mannschaft, die auf diese "einzelaktionen" verzichtet.
    folglich, one touch oder, ich bleibe dabei, direktspiel bleibt ein werkzeug von vielen, die ein team besser machen kann.


    dropout? kommt immer auf den trainer und sein team an und kann nicht verallgemeinert werden. dies ist bei allen teamtaktiken so, vom konsequenten pressing oder schnellen flügelspiel.
    du brauchst die entsprechenden leute auf den passenden positionen. wenn du einen langsamen flügelspieler hast und ihn immer wieder diagonal vor der abwehr anspielen lässt, wird er irgendwann auch keine lust mehr haben. es liegt am trainer diesen spieler anders zu integrieren oder das spiel umzustellen, macht er dies nicht, hat er bald einen spieler weniger...
    und so wird es auch beim one touch sein oder direktspiel sein. in einer "normal" begabten manschaft wird es jungs geben, die das können und andere nicht. lasst sie das spielen was sie können, und durch die trainingseinheiten wissen sie ja dann selbst mit welchen mitspielern das geht oder nicht.


    ich gebe meinen spielern mittlerweile die größtmögliche freiheit beim spiel und habe am letzten samstag nur einmal in 70 minuten etwas reingerufen:
    unser schneller linksaussen wurde verletzt ausgewechselt und ein langsamerer spieler ersetzte ihn. die position wurde allerdings weiterhin die nächsten 15 minuten so extrem angespielt, als wäre es noch der schnelle spieler, mit dem man direkt und schnell spielen konnte. irgednwann erinnerte ich die mittelfeldspieler daran und das ganze wurde verändert.
    so sehe ich es zwar weiterhin nicht gerne, wenn der ball zuviel "getragen" wird, aber die jungs merken selbst, wann sie es können und wann nicht. die entwicklung ist super, in der tat.
    und ich freue mich, den jungs zuschauen zu dürfen, auch nach rückständen wird aus dem team heraus reagiert.
    ich frag mich manchmal ob ich noch trainer oder übungsleiter bin :D

    viele passübungen wie zb das passviereck werden doch ohne echte ballkontrolle gespielt.
    einen doppelpass, so wie ich ihn oben beschriebenen habe, spiele ich immer direkt.
    das sog. give and go wird doch schon in der e-jugend gedrillt. pass spielen und freilaufen.
    klappt dies einigermassen, fangen die jungs an den direkt zu spielen. soll man dies unterbinden?
    nein, holt das raus was ihr könnt. gehts in die hose, habt ihr das "schnell spielen" wenigstens versucht.
    so gibt es doch gerade hier bei soccerdrills unendlich viele kombinationsübungen die "direkt" gespielt werden ohne unter die rubrik onetouch zu fallen, oder?


    gerade in den unteren ligen, wo viel gepüllt wird, ist es doch schön wenn so etwas zumindest versucht wird.
    ich unterbinde ja auch keinen turnaround im mittelfeld obwohl ich genau weiss, das der junge dafür bluten wird.
    wenn er daran spass hat seine trix zu zeigen, dann freue ich mich, denn bei allem ergebnisdenken ist es doch gerade das,
    was uns von den "langhintenrausundeinerhinterhertruppen" abhebt.


    und um auf den onetoch des arsene wenger zurückzukommen, sag ich ja, es ist ein begriff, um schnelles spiel international erklärbar zu machen.
    die statistiken der reaktionszeit folgen natürlich auf dem fuss, logisch, wie laufdistanzen, zweikampfwerte etc.


    ich finde, das sollte man ruhig so machen, ist doch schön anzusehen und macht mehr spass als das "geschiebe".

    na, das ist ja mal wieder eine überschrift, um gottes willen... :rolleyes:


    jeder doppelpass ist one touch und im prinzip von der abwehr heraus ein probates mittel den ball spielerisch nach vorne zu befördern.
    keine zweikämpfe mit ball aus der abwehr, grundregel seid der steinzeit, bedeutet eben diesen doppelpass und ist wenig spektakulär, wird aber von nahezu allen teams ab d-jugend so praktiziert.
    ob das für die teams jetzt one touch ist, sei dahingstellt.


    interessant wird es doch im mittelfeld, wo durch schnelle pässe der ball laufen gelassen wird. ballkontrolle und den gegner laufen lassen nennt man das auch gerne.
    one touch? mmmh... in der gruppe in der wir spielen, gilt dies bei meinen jungs auch als selbstschutz, denn wer hier lange genug den ball hält wird gnadenlos umgetreten.
    also lernen wir schnelles spiel, auch damit wir heil nach hause kommen.


    richtig spektakulär wird es dann aus dem mittelfeld heraus in die spitze. aber ist das nix anderes als direktes spiel mit den üblichen verdächtigen wie hinterlaufen, doppelpass, direktflanke, direktabnahme diagonalpass, in den rücken der abwehr usw.? one touch, ich weiß nicht... du hast ja nicht die zeit im oder vor dem strafraum den ball anzunehmen und in dir hinzuelegen. das war schon immer so, oder nicht? zudem musst du eine kette auseinander spielen, das geht nur schnell durch ballverlagerung und pässe in die tiefe. die müssen direkt gespielt werden, oder nicht?


    so ist doch dieser begriff doch nur ein marketingtechnisches werkzeug schnellen und direkten fußball international erklären zu können, oder nicht!

    ich habe in e und auch d jugend immer lieber mehr übungen zum gleichen thema durchgeführt und sie dafür aber kürzer gehalten. sie sollten allerdings am besten aufeienander aufbauen und nahtlos zu einer komplexeren abschlussübung führen.


    in der c trainiere ich schwerpunktmässig dann auch eher übungen, die dann auch mal 20 maximal 25 minuten dauern können, länger aber nicht, denn dann wird es langweilig für die jungs. sicher, drill führt auch zum ziel wie die soundsovielte wiederholung beim vokabeln lernen, aber macht vokabeln lernen spass? :D

    ich gehe mit der einschätzung von karl zu hundertprozentig mit!
    allein hier in der forums diskussion wird ja schon bereits durch hörensagen meiner meinung nach deutlich übers ziel hinausgeschossen.


    und wenn man mal davon ausgeht, dass es wirklich so war, dann sollte man lediglich an den VEREINSgeist appelieren und das wars dann auch.
    je höher solche dinge gehängt werden, desto mehr raum bekommen sie um sich zu entfalten. beispiel herfür gibt es im tgl. leben genug.


    umgekehrt könnte man es als trainer der "zweiten" geschickt nutzen um ein noch stärkeres teambuilding zu erreichen von wg. "der ersten zeigen wir es jetzt mal durch gute ergebnisse..."
    wie auch immer, hier kommt es auf die kommunikation an, offen und ehrlich, von mir aus mit einem gemeinsamen training der beiden teams.
    das sollte es dann auch gewesen sein, wir wissen doch inzwischen alle wie die lieben kinder und deren eltern so sind, oder :rolleyes:

    bei uns ist es genauso: lagerbildung, outlaws und hardliner, alles da.
    sie an einen tisch bringen ist nahezu unmöglich. hier werden pfründe verteidigt, vorurteile gepflegt und bockigkeit gepflegt.


    warum das so ist? eigentlich ganz einfach, meistens liegt es am fehlenden einheitlichen konzept, schwachem jugendvorstand sowie mangelnder kommunikation.
    wir versuchen zur zeit ein einheitliches konzept zu etablieren. das ding steht eigentlich seid 20 monaten, aber es wird nicht ratifiziert.
    warum? auch in der gruppe der trainer die sich eigentlich bemühen und einig sind gibt es wiederum welche die gleicher sind als andere.
    so ist das, wenn ehrenamtler so vor sich wurschteln und jeder seinen vorteil sucht...


    macht aber nix, wir haben trotzdem spass und erfolg und wenn man einmal aufgehört hat sich zu ärgern, ists auch irgendwann egal.
    zwar insgesamt schade, aber es ist ja nur hobby und da sollte man sich nicht zuviel ärgern müssen.

    @ supertrainer


    häh? wie geht das denn? wie soll der schieri denn die partie leiten bei fouls oder wechsel?
    kann ich mir gar nicht vorstellen oder bin ich dir gerade auf den leim gegangen? :|

    für die eltern ist der aufwand für eine überweisung ungleich höher als dir einen fuffi fürs ganze jahr in die hand zu drücken.
    konto kostet geld und ist nur bei bestimmten banken erst bei einem geregelten mindesteinkommen kostenlos. wer soll also die kontoführungsgebühren zahlen?
    das würde ich mir nochmals überlegen, denn die gute alte metallbox, quittungsblock und die hinweismail ist deutlich preiswerter.

    naja, die gesittete flasche bier? schonmal in eine umkleide gekommen, wo die A ihre gesittete faschen getrunken hat?
    komisch, das um das gepflegte kippchen, was auch immer zum fussek gehörte, nunmehr so ein bohei gemacht wird, inkl. verbotsschilder auf allen vereinsanlagen.
    ich bleib dabei, kein alkohol, kein nikotin oder beides in selbstverantwortung erlauben, von vereinsseite aus.
    als trainer lehne ich beides ab und toleriere es nicht.

    "Anders behandelt habe ich sie, weil ich sie verbal härter ran genommen habe. Das endete mit Streitigkeiten auf der Heimfahrt im Auto und auch am Kaffeetisch zu Hause, wo das Spiel ordentlich alla Löw besprochen wurde."


    das kenne ich sehr gut, war bei mir auch so. aber, man kann ja lernen und sein verhalten reflktiert ändern. mir hat dabei meine frau geholfen, die irgendwann losgepoltert hat, der ganze fußballmist geht ihr auf den keks, immer und überall fußball, schon beim frühstück wurde über transfers geredet usw. sie meinte, ich hätte mich verändert und das nicht positiv. dann hat sie sich die spiele auch nicht mehr angeschaut und ihr eigenes ding in der zeit gemacht. da habe ich dann gemerkt, dass fussek nicht alles ist und auch das verhältnis trainervater vs söhne neu definiert. und ich muss sagen, es geht, nicht zuletzt weil meine beiden, inzwischen 13 und 14 die ganze sache auch kapiert haben. nun ist fußball das was es eigentlich sein sollte, unser hobby, ohne stress aber mit mehr spass, mit weniger allumfassender dominanz dafür aber ehrlicher im umgang in unserer familie. und vlt. kommt meine frau in dieser saison mal wieder zum platz.


    einer meiner söhne spielt die zehn, hat aber kein bock auf kreisauswahl usw. will er nicht, wurde seinerzeit von einem anderen trainer dahin mitgenommen und hat für sich erkannt, dass dieser egoismus der dort vorherrscht nicht zu seiner fußballphilosophie gehört. er ist eigentlich der klassische schönwetterfußballer, der, wenn er bock hat, alles kann und wenn nicht, keinen schritt zuviel läuft. dann klagt er auch bei der auswechslung nicht und es gibt keine diskussionen mehr wir früher, weil ich seine einstellung inzwischen akzeptiere.


    der andere ist kapitän, nicht von mir ausgewählt, sondern von der mannschaft gewählt. er ist nicht immer der beste, hat aber eine große sozialkompetenz, was die anderen wohl zu schätzen wissen. er hat sich selbst immer als einen der besten wahrgenommen, ewiger streitpunkt bei uns, wenn ich ihn kritisierte, inzwischen ist dies aber kein thema mehr. er gibt alles und ich fordere nicht mehr als das er sich anstrengt, wie die anderen auch und gut ist. keine probleme mehr, und bei allen kommt der spass wieder.


    wie viele trainer bin ich als vater dazu gekommen, weil gerade einer gebraucht wurde. erst als co dann richtig. aber leute, eins sage ich euch, so sehr ich es geniesse meine jungs zu bewundern und soviel freizeit mit ihnen verbringen zu können, wenn ich später eine andere mannschaft übernehme, werde ich den fußball noch entspannter genießen können, denke ich mal. :thumbup:

    @ andre


    nein, es geht hier um deine vorstellung was für jugendliche gut oder schlecht ist. die gesetzliche regelung muss nicht richtig sein, meiner meinung nach ist sie zu lasch.
    aber wie du regeln im umgang beim training aufstellst (zb. nicht in der nase bohren und die popels zu fußbällen formen, etc.) kannst du auch für dich und dein team festlegen,
    kein alkohohl solange ich hier im team das sagen habe. und ich denke, es ist recht leicht dies zu begründen.
    das gilt dann für dich und für die anderen. schaden tut es nicht, maximal enthälst du ihnen etwas vor, was sie von rechts wegen dürfen. aber das ist bei allen anderen regeln, die nicht gesetzlich festgelegt sind so...

    gieb ihm zeit, das gibt sich und wird zwangsläufig beim training von alleine passieren. er wird fallen, merkt alles bleibt heil und gut ist. es kann aber ein bißchen dauern.


    ich hatte mal einen spieler in der d. der ist von hinten im vollen lauf umgegrätscht worden. ist nicht viel passiert, trotzdem hat der fast 6 monate gebraucht um wieder einen richtigen lauf über aussen durchzuziehen. immer wenn einer gegner kam, hat er angehalten und zurück gespielt. dann ist der knoten geplatzt und alles war wie vorher.

    hi andre


    du sagst


    "Sicher, ...gar kein Alkohol auch bei einer B ist konsequent. Das ist aber nicht das Leben, ...nicht die Wahrheit. Katholische Priester dürfen keine Sexualpartner haben, ...haben aber viele von Ihnen und oftmals wissen es alle und jeder schweigt darüber. Es ist der gepflegte ehrliche Umgang damit, ...da möchte ich hin."


    und


    "ihr ward selber mal jung ...ihr alten Säcke."


    du hast recht, in jedem fall. und ich muss zugeben, dass der auslöser für mein denken in der familie liegt sowie in der erfolgreichen hexenjagd gegen das rauchen. ich kann es einfach nicht vertragen, dass man uns überall über jahren das kippchen vermiesst, ehem. kettenraucher waren hier die schlimmsten, den genuss von rauchwerk letztendlich verbietet und mit horrenden strafen belegt hat. sicher führt rauchen zu schrecklichen krankheiten, dies tut alkohol aber auch. zudem macht es oft aggressiv usw. ich sehe halt immer die sog. gutmenschen mit ihren weinkelchen die das rauchen verteufeln und danach noch in ihr auto steigen und eine familie tot fahren. ist sicher total übertrieben, aber ich möchte zumindest in meinem bereich eine gleichbehandlung dieser drogen vorleben. wie die jungs letztendlich entscheiden kann ich nur bedingt beeinflussen, aber ich versuchs.

    geht gar nicht!


    wenn die jungs das machen, kann man nix dran ändern, sind die eltern in der pflicht. unterstützen aber, niemals!
    auch entsprechende kommentare müssten sie von mir verkraften und eine genaue beobachtung am sonntag morgen beim spiel.
    ansonsten haben alkohol, zigaretten und sonstige drogen im umfeld jugendfußball nix verloren.
    das geht bei den senioren früh genug los...


    und bevor hier einige stöhnen von wegen betschwester und so, ich rauche hin und wieder und trinke alkohol, nur nicht in gegenwart meines c-jugend.
    soviel vorbild bin ich den jungs schuldig, meine ich.