Beiträge von siebener
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verstehe ich nicht ganz. worum geht es hier?
geht es um die kleinen bis d-jugend oder im jugendfussball allgemein?dein beispiel beckenbauer ist ja so auch nicht richtig, schließlich hat er wie ein trainer gedacht und trainerstatt dann die taktik vorgegeben.
einer muss das sagen haben und vorgeben, was und wie es gespielt wird, oder nicht?
selbst die konzepttrainer klopp und konsorten sind bei der taktischen ansprache nicht anders als magath.
der weg dahin, die vermittlung der fertig- und fähigkeiten ist ein anderer, aufm platz sind alle gleich.
der eine mag kurzpass, der nächste lang in die spitze. der eine mag tiki taka der nächste den 10 sekunden angriff nach balleroberung.noch ein beispiel: auch die kleinsten passübungen hier bei soccerdrills, wie der läppische doppelpass, ist ein spielzug, mit dem man eine abwehr aushebelt.
man übt dies passformen, andre möge mir verzeihen, ab der e-jugend. und letzlich freut man sich ein ast, wenn man diesen spielzug im spiel sieht.
meinst du das mit trainerfußball? wenn ja, dann ist das wohl so, denn der übungsleiter trainiert die jugendlichen und freut sich wenn es klappt. -
ich würde auch meinen, das trainieren von überraschungsmomenten widerspricht sich irgendwie:
training bedeutet etwas einzuüben, etwas vorhergesehenes abzurufen, für den gegner überraschend, trotzdem einstudiert.
was nützt ein "no look" pass, wenn der mitspieler nicht weiss, dass der kollege den spielen kann.
ist dies ein zufälliger pass in einen zufällig freien raum, starten abwehrspieler und angreifer gleichermassen, nach erkennen der situation.
also muss man dies trainieren und legt laufwege fest. keine kreativität also, sondern drill.wirklich kreative jungs haben diese gabe als talent, das man fördern kann, indem man ihn ermuntert es durchaus öfter zu probieren.
antrainieren? denke, das ist nahezu unmöglich.was man trainieren kann ist ein überraschungsmoment im 1 gegen 1 durch finten. da gehe ich mit, das funzt auf jeden fall durch training.
darüber hinaus, sprich für einen pass, dafür brauchst du zwei, das ist einstudiert und kein überraschungsmoment wie ich das definiere. -
boa, der andre hat wieder einen geschrieben...
hab dich auch lieb, schönes 2012! -
ok, nehmen wir das thema ballbesitz.
wir trainieren schwerpunktmässig in zig verschiedenen grundformen diese mannschaftstaktik:
mit pass durch hütchentor, mit besetzten aussenlinien oder ecken, mit doppelpässen usw. alles ohne torabschluss.
die jungs können das gut, auch auf engem raum. hier spielen die blöcke miteinander, es klappt halt.
im spiel? die geduld endet an der mittellinie. hinten alles super, dann in der gegenerischen hälfte geht die post ab, abschluss nach 10 sekunden.
habe ich das vorgegeben? nein, bisher nicht, im gegenteil. trotzdem machen sie es und ich bin drauf und dran eben genau dieses, den schnellen abschluss zu trainieren, vermutlich werden sie dann auf ballbesitz spielen
ist aber nicht schlimm, nur zeigt es mir immer die diskrepanz zwischen training, vorgaben und spiel.das gleiche thema bei einem kooperierenden bundesliga verein:
gleiches alter, aber die taktik geht auf. die jungs haben die geduld jeden pass zu spielen wenn der mitspieler frei ist, egal wohin. das führt natürlich zu 80 prozent ballbesitz, allein aus der geduld heraus, denn die gegner sind gleichwertig. nur verlieren diese irgendwann die geduld und die lücken sind da um dann ein tor zu schiessen. das ist teamtaktik. aber ist das ok in der jugend? für mein breitensport team wäre das zu langweilig, für mich als trainer wäre es die erfüllung der taktischen vorgaben, aber es ist weit weg vom spiel der strasse, von der lust und dem spiel, meine ich. das kannste machen wenn es wirklich um was geht, um punkte die kohle bringen oder? -
es kommt hier wirklich darauf an, was du für spieler hast und wie sie dir folgen:
im breitensport hast du einen kader von 16 spielern, davon zwei verletzte und zwei die nicht so gut sind wie die anderen, ergibt sich eine aufstellung von selbst. dann besetzt du die positionen, gibst ein ziel vor und meinetwegen schwerpunkte. den doppelpass an der stelle will ich sehen, schnelles direktes spiel über die aussen oder auch, ms, du bleibst beim libero. nur, das klappt nicht, weil die jungs ja spielen wollen, sich ihre freiheiten nehmen und andere entscheidungen treffen, die dann auch zum sieg führen. und dann? stehste da, mit deinen vorgaben, die nur funktionieren, wenn alle mitmachen. wie oft hat man pressing trainiert, aber der vierte macht nicht mit. so ist das.
anders ist das mit einer leistungsorientierten mannschaft, wo die konkurrenz groß ist und mit den hufen scharrt. gleichstrke teams treffen aufeinander, die taktik entscheided häufiger als die individuelle klasse. da kannste das machen, musst du sogar. da wird es auch meistens funktionieren. im breitensport hingegen bleibt es die ausnahme, vlt. zwei drei spiele wo das so gut läuft, aber dann kommt der nächste schwache gegener und die jungs wollen panna.
ist aber nicht schlimm, finde ich. man muss nur wissen wo man steht und welche ziele man realistisch verfolgt, mit den spielern die man hat.
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kann man machen, sehe das nicht so eng wie oben beschreiben...
kann allerdings auch eher lustig werden für die jungs, da sie unter garantie versuchen werden dem trainer panna zu geben.
und wenn man dann noch mit 15 jährigen spielt, oha, geht nur noch im tor und selbst da dann mit der erklärung, dem troschützen das tor nicht wegnehmen zu wollen.
empfehle ab der C-jugend ein spiel eltern mit trainer gegen die jungens, gern auch auf großfeld.
das ist was, oha....




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gut, dass wir italien aus dem weg gehen. das ist für mich der absolute geheimtipp!
was die so im stillen an jungen leuten nachgezogen haben... und unser unentschieden gegen die hat mich nachdenklich gestimmt.... -
vielen dank, toto2, ich werde die übungen mal ausprobieren. hört sich gut an

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ja, ich bin auch zufrieden. aber man will sich ja stetig verbessern und ein rhythmuswechsel wäre da die nächste stufe:
beispiel, eine mannschaft, gegen die wir neulich spielten und die uns völlig unbekannt war,
schaute die ersten 10 minuten erstmal, was wir so drauf haben und wie wir spielen.
heißt, man spielte viel hinten rum in der eigenen hälfte und lockte uns. dann schoben die jungs sich stetig nach vorne und erkannten,
dass wir gerne auch über die aussenverteidiger spielten.
die wurden dann recht schnell in den ecken gestellt. diese taktische finesse des abwartens, analysieren und reagieren fehlt uns.
meine jungs gehen drauf, ein rhythmus, inkl. pressing und so weiter. diese ruhe, den gegner erstmal spielen zu lassen, fehlt.
es geht mir um gottes willen nicht um ein ergebnis halten, never!aber die tatsasche, dass man diese art von tempofußball evtl. bald nicht mehr spielen kann, lässt mich vorausblicken.
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danke für die antwort svtrainer.
ja, so ähnlich trainieren wir das schon. im training, wenn der trainer die vorgaben macht klappt das auch, im spiel siegt dann der freigeist der jungens und der besagt, gib ihm....

naja, bleibt die frage, bestärken und ausbauen oder bremsen?
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moinsen zusammen
zur zeit spiele ich mit meinem team in einer stadtgruppe, junger jahrgang, einen recht ansehnlichen fußball: viel kombination, überwiegend flachpässe, inzwischen sehr gute kette hinten und vorne einen recht aktiven sturm. das system 4 - 2 - 3 - 1 wird gut beherrscht, noch nicht zur gänze, was aber überwiegend an der taktischen dizsiplin mancher liegt, aber ich bin sehr zufrieden mit den jungs.
so, jetzt zu meiner frage. mein team spielt bei ballbesitz in der eigenen hälfte sehr sicher, lässt den ball laufen, bezieht den torwart mit ein, die IVs beteiligen sich am spielaufbau, die sechser bieten sich gut an und die AVs laufen rechtzeitig in stellung. aber sobald wir die mittellinie überqueren wird es hektisch. jetzt bringt man keine geduld mehr auf sondern sucht den schnellen abschluss. oft funktioniert das auch, aber der aufwand sich die bälle wieder zu erkämpfen, was durch eine starke doppelsechs dann auch überwiegend gelingt, ist schon enorm. auch habe ich festgestellt, dass dann der sturm sich darauf verlässt, dass die sechser die bälle schon holen. auf zuruf arbeiten sie dann zwar auch zurück, aber ohne das kammando eher weniger.
meine philosophiefrage ist jetzt eigentlich folgende: soll man dieses schnelle (hektische) spiel abstellen oder fördern und verbessern? der kraftaufwand ist enorm, bei zweimal in der woche training sind die jungs zwar fast jedem team läuferisch überlegen, aber nächstes jahr spielen wir wieder LK und dann muss ich mich entschieden haben. immer wenn ich in der halbzeit gefordert habe, doch mal ruhiger zu spielen, man führe schließlich, war der rhythmus komplett weg. soll ich das laufen lassen oder ändern? wie gesagt, hier geht es nicht um sieg und niederlage sondern um den spielfluss und den taktischen rhythmus.
wenn man also beschließt, wir spielen auch in der gegnerischen hälfte vermehrt ballkontrolle, wie trainiert man den transfer zum spiel? ein hauptbestandteil meines trainings sind spiele auf ballhalten ohne abschluss in x variationen. das können sie inzwischen auch recht gut, trotzdem wird vorne immer der tdl. pass gesucht, den tunnel oder das hackenzuspiel. sieht echt klasse aus, ich will mich nicht beschweren, aber im nächsten jahr, wenn vlt. das privatleben bei 16 jährigen noch wichtiger wird, könnte es an die kraftreserven gehen.
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wohsein

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ronaldo polarisiert eben, so ist das

ansonsten macht der ton die musik, beleidigungen gehen gar nicht, dafür ist der moderator da und ist entsprechend eingeschritten.
damit sollte es gut sein, finde ich. -
er sollte in dieser reihenfolge:
- vater sein (kein vatertrainer, kann zwar, muss aber nicht)
- kinder und jugendliche so mögen wie sie sind
- vorurteilsfrei und tolerant sein
- fußball interessiert sein
- selbst ein sportler sein
- kritik empfänglich sein
- teamfähig sein
- weiterbildungsinteressiert sein
- fußballverrückt sein -
trotzdem würde ich den trainer als menschen ganzheitlich betrachten.
er kann ja ein guter trainer sein mit allem was dazu gehört, aber wenn er menschlich daneben ist,
vertraue ich ihm auch nicht mein kind an.
