Beiträge von siebener

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    breitensportverein bedeutet für mich, ehrenamt.
    dies auszufüllen heißt, die eigene freizeit zu opfern.
    wann tue ich das als "vatertrainer"? richtig, wenn mein kind involviert ist.
    dies aus vielen stichhaltigen gründen, ob man das gut findet oder nicht.


    ich behaupte aus eigener erfahrung:
    trainiert man als vatertrainer eine andere mannschaft,
    interessiert sich nebenbei noch für den sohnemann in seinem anderen team,
    gibt es irgendwann zuhause die rote karte, früher oder später!
    wer das durchziehen will. bitteschön, familienfreundlich geht anders.


    das ganze verhält sich meiner meinung nach aber anders, wenn man hier entsprechend entlohnt wird.
    geld ist immer ein argument, auch zuhause. trotzdem geht das nicht lange gut,
    weil man irgendwann fünf tage im verein ist... ohne selbst sportlich aktiv zu sein,
    was man ja auch noch oft gerne sein möchte.

    einfache frage, ganz einfache antwort:


    warum sollten vatertrainer sich das weiter antun, wenn


    1. die eigenen kinder weg sind und man zeit geschenkt bekommt


    2. der rest der familie, sprich die ehefrau, ihren anteil haben möchte und dinge anstehen,
    die man dann macht, wenn die "kleinen" ausgezogen sind


    3. man sowieso überall despektierlich nur als "vatertrainer" angesehen wird, als notnagel, als lückenbüßer läuft


    4. man nicht infiziert ist und man erkennt, dass es andere dinge im leben gibt.


    so einfach ist das. selbst hier im forum haben wir ja einen schlechten stand.
    bei mir wird es ähnlich sein. noch zwei jahre, dann bin ich raus.
    11 jahre sind genug, denke ich. schade um die erfahrung und das wissen, ganz klar,
    aber die leitung als jugendkoordinator, die mir bereits angeboten wurde, bedeutet noch mehr aufwand.
    ich bin voll berufstätig, mit eigener firma, bin verheiratet und habe tatsächlich hobbies, die zu kurz kommen.
    ausserdem will ich nicht mehr jedes WE gebunden sein sondern spontaner leben wollen.


    wenn man als hochkompetenter "nichtvatertrainer" in einem verein rumläuft, womöglich bezahlt wird, ist das ein nebenjob.
    ist man dem verein darüber hinaus seid der jugend verbunden, ist das nochmal was anderes.
    man bleibt dabei, auch ehrenamtlich, hat hier seine familie gefunden und gibt halt zurück.
    das alles trifft auf mich nicht zu.


    ach, und an alle, frohe ostern! :thumbup:

    veh hat mit seiner eintracht bei bayern nix andres gemacht, als ein B-Mannschaft aufs feld zu schicken.
    bei den bayern ist das ein problem? man stelle sich vor, rib und rob und lahm und neuer verletzen sich vor dem halbfinale...


    sammer finde ich ebenfalls zum brechen. was der sich einbildet ist nicht zu toppen.
    allerdings empfinde ich inzwischen das gleiche für seinen widerpart kloppo.
    anderes konzept, genauso eklig...

    @ guenter


    du weißt aber schon, dass ein amt ein non-profit unternehmen ist, oder?
    das heißt, die gebühr fließt eh zurück in die öffentlichkeit, so oder so.
    der verein kann dies bei der steuererklärung geltend machen oder die privatperson...


    wenn du dir mal die mühe machst die amtliche zu lesen, jedenfalls bei uns, dann siehst du wo vereine ihre gelder so verschwenden:
    5 euro, fehlendes passbild, 5 euro, fehlende unterschrift, 5 euro schlechtausfüllung des spielberichtes usw....

    "Aufklärung, ein wachsamese Auge und die Zivilcourage im richtigen Moment. Dafür braucht es keine Gesetze! Das kann jeder machen!"


    ja, zusätzlich zum führungszeugnis!!!! das führungszeugnis schließt den entsprechenden Personenkreis ja bereits aus, so hat man freie sicht auf den rest.
    weiss gar nicht, was daran so falsch ist, wirklich nicht. das kannst du hundertmal sagen, ich verstehe es trotzdem nicht.
    deine fachkompetenz schätze ich sehr, TW-trainer aber hier kommen wir echt nicht zusammen.

    @ torwarttrainer


    das heißt im klartext, ein "einschlägig" vorbestrafter sexualstraftäter oder vlt. auch ein serienvergewaltiger oder ein gewalttäter wäre für dich ein weisses blatt,
    der auch im zusammenhang mit jugendarbeit ein komplett neue chance ohne vorbehalte und einschränkungen erhalten müsste,
    eben weil durch das nicht erfasste führungszeugnis solche vorstrafen gar nicht von belang sind?


    du hälst also demnach nichts davon diesen personenkreis von jugendarbeit auszuschließen und meinst, dass die kinder und eltern eben nicht besonders gewarnt
    oder beschützt werden sollen, wenn man an diese infos herankommen könnte?


    wie gesagt, diese frage ist losgelöst von der einigkeit, die wir ja bereits hinsichtlich wachsamkeit oder falsche sicherheit durch führungszeugnis etc. bereits erzielt haben.

    dann kann man doch problemlos festhalten, ja zum führungszeugnis aber auch ein großes ja zur vermehrten wachsamkeit,
    da das eine zwar "einschlägig" vorbestrafte ausschließt aber nicht vor den generellen gefahren schützt.


    ist das richtig, können das alle unterschreiben oder bleibt es dabei, lieber erst gar keins für alle sondern nur wachsamkeit,
    also im prinzip alles wie es immer schon war...?

    tja, leider hat guenter recht: der gefährlichste ort für kinder und frauen ist zuhause, in der familie!
    gottseidank ist das aber kein thema hier, da es echt erschreckend ist.


    heißt das, die ablehner des führungszeugnisses haben kein problem damit, dass sich ein entsprechend vorbestrafter als jugendtrainer betätigt?
    man müsste ihm nur auf die finger schauen und wachsam sein, alles andere wäre "ein in sicherheit wiegen der eltern"?
    gut, wir haben einen sexualstraftäter dank fehlenden führungszeugnis nicht erkennen wollen aber es kann ja jeder andere auch ein solcher werden?
    sorry, das verstehe ich nicht! wenn man doch die möglichkeit hat, so jemanden auszuschließen, warum sollte man es nicht tun?
    die gefahr bliebe, aber der wäre doch schonmal aus dem rennen...?

    @ TW Trainer


    da ist mir zuviel sozialpädagogisches austesten drin, die freiheit des einzelnen usw.
    wir haben in der gesellschaft massive probleme mit dieser art freiheit, der selbstregulierung und "augen auf".
    die freiheit etwas zu sagen ohne konsequenzen zu befürchten ist für den betroffenen oft schon krasse gewalt.
    eine selbstregulierung zb. in vereinen beginnt oft mit den worten "was, der sowieso, kann ich mir nicht vorstellen..."
    und das eingreifen hat oft für den mutigen selbst schwerste folgen, denn der täter wird schnell zum opfer mit besten anwälten
    und manchmal auch zur gewaltbestie, der dem couragierten helfer schwern schaden zufügt.


    ein zeugnis ist kein allheilmittel, aber ein werkzeug, diese menschen fern zu halten. eine regel, mehr nicht, aber auch ein grenze, die gezogen wurde.
    gleiches recht für alle finde ich deshalb schwierig für gewisse bereiche.

    ja, es ist ein vorgabe die von den kommunen umgesetzt wird und schlußendlich bei den vereinen landet.
    hier heißt es dann, macht mit oder ihr bekommt keine fördermittel mehr. das ist die realität, die basis, die wir hier diskutieren.


    ob sich damit irgendetwas verhindern lässt ist hypothetisch.
    was sich verhindern lässt, und das ist häufiger vorgekommen als wir denken, dass sich einschlägig vorbestrafte in vereinen um jugendarbeit bemühen,
    nicht zuletzt um hier geeignete bedingungen vorzufinden...


    tobn. wenn dich entsprechende studien und zahlen wirklich interessieren, such ich die am WE mal raus.
    diese zahlen und statistiken sind belastbar.


    grundsätzlich wundert es mich doch wirklich, wie viele diskussionsteilnehmer hier zwar den "scheintrainer", also den trainer der einen schein hat,
    in kompetenz dem scheinlosen oder gar vatertrainer ganz klar vorziehen, aber den schein "führungszeugnis" skeptisch sehen,
    da es für sie keinen unterschied in der bewertung desjenigen mache, ja sich sogar verweigern würden nach aufforderung.
    verstehe ich echt nicht.

    bist du Chirurg tobn? alles sezieren, satz für satz...


    kein führungszeugnis schützt die kinder vor dem unbekannten täter.
    wenn man ganz streng ist, könnte man sogar behaupten, man wiegt eltern dadurch in falscher sicherheit.
    aber viele gelegenheiten lassen dann selbstgesetzte kontrollen brechen und es passiert.


    ich habe viele studien zu diesen themen gelesen... schreckliche wahrheiten! das zeugnis ist eine reaktion darauf.
    wir wollen es nicht wahrhaben, wo fängt es an und wo wird es gefährlich?
    das thema duschen mit den kindern nach dem sport wg. schwitzen usw. hatten wir ja schon.


    ach, und tobn, das gesundheitszeugnis ist standard, ohne dessen du im lebensmittelbereich nicht arbeiten darfst.
    da geht es nicht um spezielle krankheiten sondern du wirst allgemein nach vorgabe gecheckt.
    so ist das eben mit grenzen und regeln... überall gibt es grauzonen, die uns als erstes auffallen, wenn wir sowas hören.

    @ tobn


    ein vergleich ist immer drastisch, sonst ist er oft nicht plakativ genug.
    mein beispiel ist ein these, die du sicher unterschreiben würdest, doer?
    ein entsprechend vorbestrafter sollte kein erzieher werden, denke ich doch?


    kosten werden vom verein übernommen und sind im vergleich zur transparenz die entsteht akzeptabel.
    dies würde für einen verein schwierig werden, wenn es dort trainer gebe, die sich "prinzipiell weigern".
    die aussenwirkung wäre fatal!


    "generalverdacht" ? es gibt dutzende dinge im tgl. gebrauch, wo man einen "schein" in kauf nimmt,
    ohne darüber auch nur eine sekunde nachzudenken. ist dies in diesem fall schwieriger? warum?


    auch beispiele, die meine these plakativ unterstreichen:
    das gesundheitszeugnis ist erforderlich wenn man zb. in der gastronomie arbeitet, auch für ein unentgeldliches praktikum.
    ein problem? denke nicht...
    du brauchst einen perso, wenn du in die disco willst oder ein schreiben des EZBs. könnte auch nach gut glauben und gewissen laufen, oder?
    vereine hätten gerne trainer die kindertrainerscheine machen. warum? ein problem?
    generalverdacht, dass alte trainer ohne schein schlechte trainer wären?
    usw....

    im ruhrgebiet scheint dies nunmehr auch pflicht zu werden und bindend für die vereine, auch fußballvereine.
    bei weigerung gibt es zb. keine förderung mehr etc.
    unser verein hat kurz drüber gesprochen und ohne nein stimme dies akzeptiert für alle trainer.
    finde ich prinzipiell gut, auch für die aussenwirkung.


    eine weigerung "rein aus prinzip" halte ich für schwierig.
    es liegt dafür kein akzeptabler grund vor, denn man möchte ja auch zb. nicht, dass die eigenen kinder in kigas betreut werden,
    wo resozialisierte straftäter durch crashkurse als erzieher arbeiten.

    hier geht es wohl um die genehmigung bei den "damen" mitzuspielen, richtig?
    dafür benötigt man U18 eine ärztliche untersuchung.


    warum spielt sich nicht in der jugend?
    und karl hat recht: ohne spiele keine motivation.

    leider ist dass oft alltag im verein.
    altvordere trainer erhalten stillschweigend kohle,
    neulinge oft nicht, weil es so verkündet wird
    "wir arbeiten hier alle ehrenamtlich"
    kommt es raus, frust und folglich stress.


    ich würde dies mal so nebenbei auf einer traininersitzung ansprechen.
    vlt. bist du ja nicht allein...