Ein klasse Thema.
Warum?
Weil es vieleTeams in dieser Altersklasse betrifft.
Ich wollte erst abwarten was so die Allgemeinheit zum Thema von sich gibt. Hier hätte ich erwartet, dass sowas kommt wie 'gerade die Schwachen zu verbessern ist eine Herausforderung' oder '
Kinder dürfen auf keinen Fall aufgegeben werden' und was weiß ich noch alles.
Alles schön und gut. Jedoch bin ich fest davon überzeugt, dass es sie gibt: Die Nicht-Fußballer im Fußballverein.
Aber was sollen wir mir ihnen abfangen? Extrem viel Zeit aufwenden, um einfachste Basics zu vermitteln? Einzeltraining? Puh...
Ich hatte in meinen 6 Jahren mit der Mannschaft 6 bis 7 dieser Fälle (zum Glück nicht alle auf einmal). Ich hab's ausgesessen und akzeptiert, solange sie da waren, dass nicht alle Übungen erfolgreich durchgeführt werden konnten, dass manchmal Unmut bei anderen Spielern aufkam (von den Eltern mal ganz zu schweigen), dass wir in Spielen, bei denen diese Jungs auf dem Platz waren, in Unterzahl spielten.
Aber irgendwann sehen diese Jungs ein, dass Fußball eigentlich gar nicht ihr Sport ist und ziehen sich zurück. Ich denke, sowas gehört zum Breitensport. Da müssen wir als Trainer durch. Ich würde es auch kaum über's Herz bringen, einem Jungen eine andere Sportart zu empfehlen, ihn also fast aktiv auszuschließen. Manche Dinge erledigen sich von selbst.
Aktuell habe ich 2 solcher Spieler in meinem Kader. Einen Newbie, der es eben schwer hat, weil er erst mit 12 zum Fußball kam und einen anderen Spieler, den ich von Anfang an bei mir habe. Der wäre ein toller Turner. Was der von Haus aus kann ist beeindruckend. Leider schafft er es nicht, einen Ball über 5 Meter geradeaus zu spielen. Ich mag ihn aber und er hat seinen Platz in der Gemeinschaft. Also muss ich mich zusammennehmen und akzeptieren, dass, wenn er spielt, das meiste schief geht. Aber ok, wie gesagt, wir befinden uns im Breitensport.