Beiträge von Tom Bombadil

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    Kommt ein Kind zum Beispiel ohne Absage nicht nach einer angemessenen Zeit zum Training, bist du verpflichtet, ihm hinterher zu telefonieren. Es könnte ja sein dem Kind ist auf dem Weg zum Sportplatz irgendwas passiert und die Eltern denken es ist gut behütet bei dir zum Training erschienen.

    Hm, ich meine, es gibt nichts, was es nicht gibt, aber das wäre schon heftig.

    Die Frage ist nicht gut formuliert. Oder vielleicht doch, aber dann kann man sie nicht korrekt beantworten.


    Ich denke, man verändert sich und macht Dinge anders. Ob das dann besser ist, müssten andere beurteilen, nicht ich.


    Ansonsten alles so, wie bei Siebener. Eins vielleicht noch on top: Ich stehe seit letztem Jahr neben den gegnerischen Trainern während des Spiels. Meistens klappt das gut, manchmal flüchten die Kollegen aber ganz langsam und leise ;)

    Habe mir gerade den Artikel aus der Zeitung durchgelesen (danke dafür) und würde sagen, dass da ne Menge schief laufen kann. Vor allem das BGH-Urteil macht nachdenklich.


    Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Sportlehrerin,
    die mit einer 6. Klasse einen Waldlauf unternahm, einer Schülerin, die
    durch einen herabhängenden Zweig am Auge verletzt wurde, zum
    Schadensersatz verpflichtet ist. Die Lehrerin habe ihre Aufsichtspflicht
    verletzt, da sie die Schüler vor dem Lauf eindringlich hätte darüber
    belehren müssen, dass sie herabhängende Äste achten sollen.

    Man lernt immer noch dazu...


    Eigentlich gehe und ging ich davon aus, dass sich meine Aufsichtspflicht am Alter orientiert. Richtig, das ist mein Bauchgefühl.


    Sprich, bei G bis E bin ich solange da, bis auch die letzte Mutter vom Einkaufen kommt und bei einer B oder A-Jgd käme ich nicht auf den Gedanken zu warten, denn die Jungs sind
    ja schon 'groß' und wahrscheinlich mit Rad oder Mofa da.


    Wie verhält es sich dazwischen? Sprich, bei D und C-Jugenden?


    Ich hatte jetzt so einen Fall, dass sich eine Mutter, die 20 Minuten nach dem Training noch nicht da war, bitterböse beschwert hat, dass ich ihren Sohn allein gelassen habe.
    Natürlich sollte das nicht passieren, aber ich hab ihn einfach nicht gesehen. Alle, so schien es, waren weg und so ging ich auch. Er war aber scheinbar noch da. Der Junge ist 12 Jahre und hätte ja auch was sagen können.


    Aber wie verhält sich das offiziell? Ich konnte im Netz nicht finden, bei welcher Altersstufe welche Regelung Anwendung findet.


    Wie macht ihr das?

    Mit den Eltern brauche ich als Trainer in solch einem Fall gar nicht sprechen. Denn die verstehen es genauso wenig wie ihr Kind.

    Noch vor einem Jahr hätte ich dir geantwortet: Setzen, 6!, weil es immer eine Möglichkeit zu sprechen geben sollte.


    Mittlerweile habe ich auch diese Art Mensch kennenlernen dürfen/müssen und sehe die Sache anders.



    Da hilft dann wohl nur noch wirklich die Regeln konsequent durchziehen und entweder der Spieler hält sich daran oder er muss die Mannschaft/Verein verlassen

    Nun, deine Regeln sind deine Werte, solange Du sie erklärst. Die Eltern wirst Du nicht ändern, das Kind vielleicht schon.

    Ich habe schon Trainer in der F-Jugend sagen hören "wenn's nicht anders geht, wird halt am Trikot festgehalten"

    Das ist mir lieber als die Aufforderung auf die Knochen zu gehen.



    Der erste Gegner, der das feststellen musste, packte dann recht bald die Sense aus

    Das höre ich ganz oft, ist aber m.E. falsch. Es ist meist ein einzelner Spieler, der so handelt. Dann passiert etwas. Die einen brüllen 'Foul' und die andere Seite winkt ab. Ein Wort ergibt das andere. Es werden Emotionen von außen auf's Spielfeld getragen. Und erst dann kann man von kollektivem Handeln sprechen. Ansich schlimm genug.


    Nein, ich möchte keinen meiner Spieler treten lassen, kann ihn aber auch nicht direkt schützen. Was soll ich also tun? Soll ich sagen: "Haltet dagegen, aber fair" oder "wenn ihr getreten werdet, dann schreit ganz laut". Ich weiß es nicht.


    Zum Glück, Otto sagte es bereits, sind die meisten Teams sehr fair und es gibt wenig Probleme.

    Guter Punkt, Rene.
    Aber wie soll das gehen?


    Wir 'eiern' doch schon hier ohne Ende.


    Die meisten Themen driften leider völlig ab. Am Ende berichtet Uwe ganz moderat von den Vorzügen der Fairplay-Liga und Andre postet das, was er schon zigtausend Mal geschrieben hat und ein paar User geben zum Besten, wie gut sie die KiFu-Prinzipien umsetzen.
    Das ist ja auch ok, beschäftigt sich aber nur grob mit dem eigentlichen Thema: Dem Sinn der Rotation.


    Ich hatte dieses Thema ganz bewusst in den Pool geworfen, weil ich glaube, man sollte es etwas differenzierter betrachten. Die meisten Antworten sind mir, wir hatten das schon, zu schwarz oder weiß. Worum geht es eigentlich?


    Keine, teileweise oder totale Rotation? Das ist der Kern der Frage.
    Ich hatte im Ursprungsthread geschrieben, dass ich nun ganz verzichten werde, nachdem ich meine Jungs danach gefragt hatte. Ein Fehler, weil ich nicht exakt genug war.


    Denn, dass das so nicht umzusetzen ist, sollte klar sein. Rotation wird es immer geben müssen. Und jeder Spieler wird davon betroffen sein. Aber in Maßen. Sonst müsste der linke Außenverteidiger verdammt lange warten, bis er wieder eingewechselt werden kann.
    Was ich bislang gemacht habe, kam einer totalen Rotation gleich. D.h., ein Spieler hatte bis zu 4 verschiedene Positionen pro Spiel. DAS werde ich so nicht mehr machen, weil es meinen Spielern nicht gefällt.

    Du schreibst ja schon wieder in meinen Zitaten... X(


    Dazu hat er ein Gehirn und die Fähigkeit, sich selbstkritisch zu hinterfragen.

    Man muss es sich nur oft genug sagen... ;)


    Für dich mag das alles gewinnorientiert erscheinen. Von mir aus.
    Manch anderer hier sieht das eben anders und ist deswegen kein schlechter Trainer.


    Mir persönlich geht's darum, dass sich die Jungs wohlfühlen, motiviert sind, ihren Platz im Team haben, beim Team bleiben und sich, wenn sie mal groß sind, an eine schöne Zeit erinnern.
    Und ja, richtig, der banale Kreisklassenfußball, in dem sich die meisten hier bewegen, läßt diese Vorgehensweise und Ziele locker zu. In einer LK sieht das sicherlich anders aus.
    Da bin ich d'accord mit dem Kollegen Siebener.


    Weißt Du Andre, ich schätze dich ob deines Einsatzes und deiner Vehemenz wirklich, möchte dich aber trotzdem nicht als Nachbarn haben, wenn meine Hecke 10cm zu hoch ist.
    Du siehst viele Dinge einfach zu verbissen.


    Die Prinzipien des KiFu fallen nicht gleich in sich zusammen, wenn ein Trainer es vorzieht, die permanente auf-Teufel-komm-raus-Rotation zu stoppen. Etwas davon wird es immer geben, da man nicht eine komplette 2. Mannschaft einwechseln kann.

    Absolution gibt's doch sonst nur von dir, Andre ;)


    Nun, was ich zum Ausdruck bringen wollte war, dass Rotation im allgemeinen einfacher umzusetzen ist, wenn man das stärkere Team hat.
    Der 'Fußballtheoretiker-in-Reinkultur' ansich neigt dann schon mal dazu, etwas vorschnell zu urteilen. Aber kein Vorwurf an dieser Stelle.


    Spaß hat sehr wohl etwas mit Rotation zu tun, nämlich dann, wenn die Jungs darunter leiden. Nun ist das Wort 'Leiden' sehr relativ zu sehen. Natürlich nehmen sie keinen Schaden, aber es gefällt ihnen einfach nicht. Wenn ich etwas tun muss, was mir nicht gefällt, dann ist das schon mal ein ernstzunehmender Zustand.


    Das Beispiel Schule finde ich suboptimal. Denn, Schule soll, Fußball muss Spaß machen. Schon mal daran gedacht?


    P.S.: Und wenn Du mich schon zitierst, bzw., meine Zitate in deinen Antworten verwendest, dann, lieber Andre, mach es doch bitte richtig und verfremde nicht das, was ich gesagt habe, indem Du deine Kommentare in meine Zitaten integrierst.
    Die anderen Leser erschrecken sich sonst ;)

    Leider kommt es immer häufiger vor, dass das Rohmaterial das beim Training abgegeben wird nicht nur Fußball lernen soll, sondern auch soziale Kompetenz.

    Sieh es mal als Chance. Du darfst deine Werte vermitteln. Bei dir lernen sie Teamgeist, Unterordnung, teilen, einander helfen, Selbstkritik, usw.. Das finde ich gar nicht schlecht.

    deswegen würde ich aus heutiger sicht wirklich gnadenlos durchrotieren. in der d eigentlich völlig latte, wie das ergebnis aussieht,

    Hey Siebener, ich verstehe deinen Punkt. Absolut sogar.


    In der LK ist es sicherlich sehr hilfreich, wenn Spieler auf mehreren Positionen eingesetzt werden können, aber in der Kreisklasse?
    Dein Posting geht so ein bisschen in die Richtung 'alles machen, um auf höhere Ziele (LK) vorbereitet zu sein'.


    Ich sehe meine Spieler aber nicht in einer LK in den nächsten Jahren. Und wenn, dann am unteren Ende. Da ist da, wo es dann nur bedingt Spaß macht.


    Vielmehr halte ich es da mit Paul, der sagt, dass ihm das Wohlbefinden der Jungs über alles geht. Wir sind eben nur eine Kreisligatruppe und da stehen Spaß und Teamgeist an erster Stelle.
    Ich möchte nicht auf Umwegen hören, dass sich die Jungs in der Schule über ihre Unzufriedenheit unterhalten und, womöglich, irgendwann lieber zum Basketball gehen, weil es dort lockerer ist und der Trainer nicht dauernd darauf besteht, dass Positionen gewechselt werden.

    Hallo zusammen,


    ich habe ganz bewusst einen neuen Thread aufgemacht, da dieses Thema schon vielfach diskutiert wurde, aber meistes nur als kleiner Bestandteil des großen Themas 'Prinzipien des KiFu'.
    Es geht um die sogenannte Rotation.


    Alle Threads der jüngeren Vergangenheit stellen die Rotation als gut, wichtig und notwendig dar. Keiner widerspricht, viele eröffnen ihre Postings schnell mit: 'Bei mir spielen alle gleich lang' und 'ich lasse natürlich rotieren', meines Erachtens häufig, um anderen etablierten Schreiberlingen hier bloß keine Angriffsfläche zu bieten.


    Und weil auch ich von der Richtigkeit dieser Vorgabe überzeugt war, lies ich kräftig rotieren. Zum Glück konnte ich es mir leisten, da wir in unserer Gruppe unterfordert sind und bislang alle Spiele gewinnen konnten.


    Im Spiel sieht es dann so aus, dass wir enorm viel Druck ausüben, wenn jeder auf seiner 'bevorzugten' Position spielt. Wechsel ich durch, z.B., Innenverteidiger gegen Stürmer, dann ändert sich meist nichts am Spielstand, aber es fällt klar auf, dass es nicht mehr so glatt läuft. Der Gegner wird dann meist stärker und wir spielen nicht mehr so zwingend.


    Was ich hier im Forum vermisst habe, ist die Tatsache, dass scheinbar noch niemand seine Spieler gefragt hat, wie die das sehen.


    Ich habe das gestern mal nachgeholt und mit jedem Spieler gesprochen. Alle, und zwar ausnahmslos, waren derselben Meinung: Rotation ist blöd.
    Gefragt nach dem Warum, meinte die Mehrheit, dass sie sich 'sicherer' auf der angestammten Position fühlt und das Wechseln der Positionen als unangenehm empfindet.


    Ich werde nun nicht mehr rotieren lassen.

    Alternativ würden die Mannschaften ohne den Trainer mit einem anderen vom Verein gestellten Trainer zu allem antreten können.

    Das wäre doch eine Lösung. Hat sich der Verein darum gekümmert?



    Wenn wir alle nicht fristgerecht kündigen, bekämen die Kinder ne Sperre von 2 Monate o.ä. .

    Warum dann kündigen?

    Würdest du dich in der Schule mit in die Klasse setzen, um deinem Kind ständig zu sagen, was es zu tun hat? Wie würde es aussehen und was würde abgehen, wenn das Eltern machen würden? Die Lehrer würden sich bedanken und die Kinder auch.

    Das Beispiel ist nicht schlecht, aber auch nicht gut.


    Ich denke, gerade in den angesprochenen jungen Jahrgängen, geht es nicht ohne Eltern.
    Wer bringt die Kinder denn zu den Spielen?
    Wer bindet ihnen die Schuhe zu?


    Ich finde, man sollte die Eltern aufklären und ganz klare Grenzen ziehen. Nach dem Motto: Das sollst und darfst du und das sollst und darfst du nicht.


    Wenn das klar ist, dann geht das ganz hervorragend mit den Eltern.