Beiträge von Tom Bombadil

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    Ihr nutzt vermutlich die vom Staat vorgesehenen Mechanismen die Euch zur Verfügung stehen nicht. Die schützen den Bürger/Spieler aber, weil sie funktionieren und deshalb gut sind.

    Wir reden immernoch über Fußball, oder?


    Und bevor die genannten Mechanismen auch nur ansatzweise greifen, ist das Kind schon in den Brunnen gefallen. Und bevor das passiert, bin ich mit meinen Jungs weg.
    Ich habe nämlich so gar keinen Bock, mich mit solchen Leuten auseinanderzusetzen, selbst wenn ich weiß, dass ich vor Gericht Recht bekomme.
    Das ist mir die Sache nicht wert.

    Zitat von »Alexbonn«
    Dagegen gibt es aber genug Vorschriften.




    Was D-Jugend betrifft magst Du recht haben. Ich hab's nicht im Kopf.

    Es handelt sich hier um den sogenannten Festspielparagraphen:


    Auszug WFLV



    (3) Jeder Verein kann an einem Spieltag bis zu zwei Junioren einer höheren Mannschaft in einer unteren Mannschaft einsetzen,
    wenn diese Junioren nach dem letzten Pflichtspiel in der höheren Mannschaft zehn Tage an keinem Pflichtspiel teilgenommen
    haben.

    Sprache hat was mit Integration zu tun

    Richtig, wenngleich ich nach wie vor nicht glaube, dass es die Sprache ist, die so etwas auslöst. Vielmehr ist es die Deutung der Sprache. Die Betroffenen sind sicherlich in der Lage,
    unsere Sprache zu verstehen, haben aber ein Problem, diese richtig zu deuten.
    D.h., ein harmloser Spruch wird schnell als Ehr. -oder Stolzverletzung interpretiert. DAS ist das Problem.


    Auch ist mir persönlich schon mehrfach aufgefallen, dass sich türkische Teams in ihrer Sprache untereinander, mit Gegner und Schiri 'auseinandersetzten. Legitim, keine Frage, aber sportlich fair? Ich bin mir da nicht sicher.



    Ich habe mir für nächste Saison vorgenommen - falls es wieder dazu kommt - nicht zu dem/den fraglichen Vereinen zu fahren bzw. anzutreten

    So oder so ähnlich würde ich es auch handhaben. Spätestens wenn ich merke, dass das Spiel mit Fußball nicht mehr viel zu tun hat, würde ich den Platz verlassen. So geschehen bei einem Trainerkollegen, der daraufhin vom Gegner, dessen Trainer und den Zuschauern lauthals verhöhnt wurde.

    Die Fairplay-Liga und ihre Grenzen?


    Ich glaube nicht, dass die beschrieben Gewalt in irgendeiner Verbindung zur Einführung der FPL steht und auch kein Argument dagegen liefern kann.

    Uwe, das glaube ich eben auch nicht.
    Die FPL ist das, was in unserer 'Macht' liegt. Hier können und sollen wir Weichen stellen. Die Wut und der Hass, dem Spieler und Schiedsrichter vermehrt ausgesetzt sind liegt eben genau
    außerhalb unseres Machtbereiches.
    Deswegen habe ich beides mit der Überschrift in eine Beziehung gestellt.

    Ich finde Tom hat recht. Ich z.B. habe ausnahmslos schlechte Erfahrungen mit türkischen Kindermannschaften und deren Elter gemacht.

    Ich würde eher sagen, dass ich Angst habe vor dem, was da kommen kann.


    Bislang hielt sich alles in Grenzen.
    Zum Glück leben wir ländlich. Wenn es südländische Spieler in den jungen Jahrgängen gibt, dann sind diese Teams stark mit Deutschen oder Italienern durchzogen.
    Es gibt einen Teamgeist, richtig, aber keinen 'wir sind alle Brüder-Patriotismus'.
    Eine ganz normale Mannschaft eben.


    Jedoch mit zunehmender ethischer Dichte stelle ich fest, dass 'von draußen' viel Aggression reingetragen, aber zum Glück noch nicht umgesetzt wird. Von Trainerkollegen weiß ich, dass sich das ab der C-Jugend durchaus ändern kann.


    Wer die AM (amtliche Mitteilungen)-Online bekommt weiß, wovon ich spreche.

    Und ich habe mit ihnen noch keine schlimmen Erfahrungen gemacht

    Das ist doch schön und ich wünsche dir, dass es so bleibt.
    Allein der Glaube daran fehlt mir.


    Nochmal, der Thread zielte in erster Linie auf die FPL - die ich für gut und unterstützenswert halte- und ihre Grenzen, die ich zu sehen glaube. Ich muss nicht Recht haben. Würde mich sogar freuen, wenn ich mit meiner Annahme daneben liege.


    Für mich ist die FPL eher ein Grundstein. Ein Schritt in die richtige Richtung. Aber eben nicht ein Allheilmittel.
    Solche Dinge, die im Video gezeigt und beschrieben wurden, kriegen wir so nicht in den Griff.
    Ich empfinde das als Ohnmacht.

    Ich bin kein Psychologe aber ich glaube nicht, dass das mit der Herkunft zu tun hat. Es hat ein kleines Stück weit mit Sprache zu tun.

    Es ist die Herkunft, die Erziehung, das Werte.- und das Selbstverständnis. Nicht die Sprache.


    Natürlich darf man nicht den Fehler machen und 'alle über einen Kamm scheren'. Das wäre falsch.
    Ich frage mich lediglich, wie man sowas ernsthaft vermeiden kann. Ich möchte nicht, dass mein Sohn jemals dieser Gefahr ausgesetzt wird, obwohl er nur Fußballspielen möchte.


    Hier im übrigen das Video zum Thema
    http://www.youtube.com/watch?v=B7Q80-LW-lg&feature=related

    Hallo zusammen,


    anlässlich eines Lizenzerhaltungslehrgangs wurde uns gestern eröffnet, dass in unserem Kreis, ab der kommenden Saison, in der G und F-Jgd die Fairplay-Liga eingeführt wird.


    Es wurde in großer Runde über die Vor.- und Nachteile diskutiert. Dank dieses Forums hatte ich schon einen gewissen Informationsvorsprung. :)
    Natürlich steht es außer Frage, dass die FPL ein positives Zeichen ist und eingeführt werden muss.


    Aber, und das wurde ebenfalls sehr deutlich - als ziemlich irritierende Filme über Gewalt auf Fußballplätzen gezeigt wurden - es ist kein Allheilmittel.
    Diese Filme liefen auch schon in der Sendung 'Report' und zeigten üble Kampfszenen, ausgehend von 'Mitbürgern' südlicher Herkunft, die mit soviel Hass um sich schlugen und traten, dass
    einem Angst und Bange wurde. Sowas möchte ich nie erleben.


    Und leider wird das auch die FPL nicht ändern. Ab einem gewissen Alter setzt irgendwas bei diesen Typen aus. Ich weiß nicht, was es ist. Aber was ich gesehen hab, läuft mir jetzt noch nach.
    Spontan würde ich sagen, dass Mannschaften, die sich schon ob ihres Namens eindeutig abgrenzen (FC Kosova, Turkiyemspor, etc) verboten gehören, bzw. eine 'Deutschenquote' haben müssten.

    Um mal zur eigentlichen Frage zurückzukommen...


    'Brauchen wir Exzentriker und/oder Individualisten?'


    Die Frage ansich ist schon mal falsch gestellt. Exzentriker sind im allgemeinen die 'besonderen' Spieler und somit die Individualisten. Das Gegenteil ist wohl eher der angepasste, sich unterordnende Spielertyp.


    Welches Mischungsverhältnis nun eine erfolgreiche Mannschaft ausmacht, kann wohl keiner exakt sagen.
    M.E. sind die Individualisten das Salz in der Suppe. Es geht ohne, aber es schmeckt nicht so gut.

    Ich seh darin eher weniger das Problem aber eben die genannten Skeptiker. So was haltet ihr davon?

    Vor allem würde ich die Sache nicht überbewerten.


    Zum einen ist ein dribbelstarker und auch eigensinniger Spieler in einer F durchaus wünschenswert, weil er sich verbessert. Nach dem Motto: ' Abgeben lernt er in der D-Jugend'. Dass er dabei mehr Tore schießt sollte Nebensache sein.


    Zum anderen jedoch bezieht er verstärkt die anderen Spieler ins Spiel ein, die dadurch mehr Ballkontakte bekommen und nicht ständig 'umsonst' mitlaufen.


    Beides hat Vor.- und Nachteile. Die goldene Mitte sollte das Ziel sein.

    und einen zweiten, freiwilligen Tag anzubieten an dem einfach etwas gespielt wird

    Dann läufst Du Gefahr, dass Du nur mit 2 Damen da stehst. Und zum Fußballspielen ist das aber nicht ausreichend...



    Oder glaubt ihr, dass es gut ist einmal zu sagen: "3 Wochen Pause!" damit anschließend alle wieder total Bock haben endlich wieder zu spielen?

    Warum nicht. Ich mache das in der Jugend nicht anders. Die ersten 4 Wochen der Sommerferien sind sowieso frei. Für die letzten beiden Wochen frage ich vorher an, wer da ist.
    Dann kann ich entsprechend planen.

    Ich finde das nicht kleinlich. Ich wundere mich eher, dass ihr bis jetzt kurz vor Saisonende mit nicht unterschriebenen Pässen durchgekommen seid, das hätte eigentlich schon längst ein Schiedsrichter monieren müssen.

    'Durchgekommen' hört sich klasse an ;)


    Wie gesagt, ich hätte die Jungs unterschreiben lassen, fühlte mich ob des Auftretens des Schiris aber etwas an die Wand gedrückt.
    Und mal ehrlich, wozu ist die Unterschrift eines 11-jährigen gut? Für gar nichts.


    Natürlich sagt die Jugendspielordnung ganz eindeutig, dass Spielerpässe unterschrieben werden müssen. Was sie nicht sagt, ist ab wann. Theoretisch müssten Bambini, die ihren Namen schon schreiben können, ebenfalls unterschreiben. Lächerlich, oder? Deutschland schönes Regelland.




    Gerade Schiedsrichter-Neulinge sollte man, wenn sie nicht gerade groben Unfug pfeifen, unterstützen, schließlich müssen wir froh sein, dass jemand diesen Job macht, auch wenn man sich oft über sie ärgert.

    Sehe ich zu 100% genauso. Ich hatte ja auch erwähnt, dass der Schiri ansonsten gut gepfiffen hat. Ich gehöre im allgemeinen zu den Letzten, die Jungschiris kritisieren. Das gehört sich einfach nicht. Der Job ist nicht einfach. Das allerdings weiß man erst, wenn man selber mal gepfiffen hat.



    in was für nem verband spielt ihr? bei uns im kreis gibt es jedes jahr zu saisonbeginn eine sog. passvorlage zu der alle mannschaften kommen. dort werden alle pässe mit den meldebögen verglichen und wenn unterschriften fehlen müssen diese später gemacht werden, sonst gibt es eine ordnungsstrafe

    FVN. So eine Regelung wie ihr haben wir leider nicht.



    und die geschichte mit den eckbällen: jeder von uns gestanden kerls weiss was es bedeutet einen fehler einzugestehen, oder...?

    DAS war für mich der Punkt. Der junge Mann war nicht bereit, berechtigte Kritik von beiden Trainern auch nur im Ansatz zu hinterfragen. Das jedoch sollte er lernen, denke ich.


    Man bekommt das Gegentor nicht wegen eines falsch gepfiffenen Eckballs, sondern weil man sich zu lange darüber aufregt und daher unkonzentriert verteidigt.

    Absolut korrekt. Aber darum ging es nicht. Wir haben das Spiel gegen den Tabellenersten recht locker gewonnen. Völlig unabhängig von der Regelauslegung des Schiris.
    Blöd wäre sicherlich gewesen, wenn nach diesen Ecken ein Tor gefallen wäre.
    Man stelle sich vor, er hätte die Ecke 5 Meter vom Tor entfernt ausführen lassen, weil er es so wollte. Dann wären möglicherweise gleich mehrere Tore gefallen. Ich bin mir nicht sicher, was dann passiert wäre...

    Wenn man schon über 'Jungen vs. Mädchen' spricht, dann sollte man sich auf die Masse konzentrieren, nicht auf irgendwelche Ausnahmen.
    Na klar gibt es Mädchen, die locker mit Jungs mithalten können oder sogar besser sind. Aber das entspricht nicht der Regel.


    Zu unterschiedlich sind körperliche Voraussetzungen, das Naturell und das Verständnis des Spiels.


    Ich habe recht gute Vergleichsmöglichkeiten, da mein Sohn (U13) bei mir spielt und meine Tochter im Nachbarverein in einer U15. Da sind Welten zwischen.


    Beide Mannschaften strengen sich an, nur wenn es bei den Mädchen nicht klappt, sprich, der Ball springt über sie oder sie am Ball vorbei, dann hört man schon mal ein lautes 'ohhh' mit anschließendem 'hihihi'.
    Denke, sie nehmen den Fußball nicht ganz so ernst. Für sie ist die soziale Komponente, also ein Teil der Mannschaft zu sein, sich austauschen, etc, ganz wichtig. Wohlbemerkt in der Breite.


    Jungs sind viel ernster bei der Sache. Ein 'hihihi' von einem Spieler würde mich doch arg irritieren...

    Das einzige was Du brauchst ist eine "geht nicht - gibt's nicht" Einstellung

    Hi Paul,


    ich mag im allgemeinen deine Beiträge, da sie auf den Punkt formuliert und durchdacht sind.
    Die o.a. Verallgemeinerung ist sicher auch nicht verkehrt, geht aber m.E. an der Mehrheit der Betroffenen locker vorbei. Nicht jeder ist in der Lage den heutigen G8-Anforderungen gerecht zu werden. Zu häufig geht dieser Spaß zu Lasten des Freizeitverhaltens. Auf lange Sicht kostet es viel Kraft auf mehreren Hochzeiten zu tanzen.


    Meine Tochter geht in die 8.Klasse eines bilingualen Gymnasiums. Sie hat jetzt schon 35 Wochenstunden und ab dem nächsten Jahr sogar 39. D.h., sie ist 3x in der Woche erst um 17:00 Uhr zuhause. Trotzdem mache ich mir keine Sorgen, weil sie es, ähnlich wie Olli, schafft. Andere jedoch bleiben auf der Strecke. Sie bezahlen den erhöhten Lernaufwand mit Freizeitverlust. Und wofür?
    Weil sich irgendwelche Politiker überlegt haben, dass es gut ist, wenn die Schulzeit verkürzt wird.


    Ich bin froh, dass meine Zeit am Gymnasium damals recht locker verlief und meine Freizeit schon mittags begann.

    Wenn der Schiri dann wieder bei euch ist .... hast du einen neuen Freund.

    Ich habe jetzt gleich mehrere Nächte drüber geschlafen und sehe es nun nicht mehr ganz so dramatisch.
    Menschen sind verschieden. Das gilt in gleichem Maße für Trainer und für Schiedsrichter.


    Er hätte in der Halbzeit nachgucken können, von wo Ecken ausgeführt werden. Kurz den Fehler zugegeben und alles wäre in Ordnung gewesen.
    Das muss der junge Mann noch lernen.


    Und richtig GC, ich habe so gar keinen Bock zukünftig auf einen in seiner 'Ehre' verletzten Schiri zu treffen.

    ...sind wünschenswert.
    Wenn aber dieses Selbstbewusstsein mit Arroganz und Ignoranz daherkommt, wird's schnell schwierig.
    So geschehen am Wochenende.


    30 Minuten vor dem Spiel. Die Jungs befinden sich beim Warm-up.


    Der junge Schiri (ca 16 Jahre alt) kommt zu mir und bemängelt, dass die Spielerpässe meiner Jungs nicht unterschrieben sind und er erst anpfeifen könnte, wenn ich das erledigt hätte.
    ?!
    'Moment', sage ich, ' von mir aus gerne, auch wenn ich den Sinn nicht verstehe (wir hatten das Thema hier im Forum schon mal vor geraumer Zeit), aber nicht mehr vor dem Spiel. Danach ist es ok'.


    Ich staunte nicht schlecht, als er mich mit dem Satz 'vorher oder kein Spiel' stehen ließ.
    Natürlich hab ich mich keinen Zentimeter mehr bewegt und quatschte mit dem gegnerischen Trainer. Der Schiri, nicht blöd, schnappte sich meine Passmappe und dackelte zu jedem Spieler und ließ ihn unterschreiben. Hm, ganz schön frech, dachte ich mir.


    Das Spiel ansich leitete er souverän. Ohne Fehler, bis auf die Ecken. Diese ließ er nämlich von der Ecke des Spielfelds ausführen. Sowohl der andere Trainer als auch ich macht ihn unisono, aber freundlich, darauf aufmerksam, dass bei D-Jgd 9er-Teams die Ecken vom Großfeldsechzehner ausgeführt werden müssen.
    Das war ihm sowas von egal.
    Selbst die Spieler protestierten lautstark. Er blieb dabei. Alle Ecken wurden von dem Punkt ausgeführt, den er für richtig hielt.


    Nach dem Spiel nochmal darauf angesprochen, motze er rum, dass wir keine Ahnung hätten und erstmal den Schirischein machen sollten. Aha. So nicht, Freundchen. 'Wie ist dein Name?' fragte ich ihn. Uh, das war ein Affront. Der junge Mann, türkischer Herkunft, war nun richtig sauer. Ich soll auf den Spielbericht gucken und wir würden uns vor dem Sportgericht wiedersehen.


    Das hatte ich gar nicht vor. Eine Beschwerde an seinen Obmann würde ich trotzdem gerne loslassen. Die Regeln sollte der junge Mann schon beherrschen, oder?