Beiträge von thomasg

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    Ich denke es geht genau in diese Richtung und ich denke, jemandem dem es gelingt diese implizite, zufällige Gefühl in explizit, erarbeitbares Wissen zu fassen, wird nicht nur ein reicher Mann, sondern auch auch den Fussball der nächsten Jahrzehnte prägen.


    Das hat schon jemand geschafft, Jürgen Klopp. Die Mannschaft des BVB bewegt sich, trotz der regelmäßigen Abgänge von Leistungsträgern wie Kagawa und Götze und des notwendigen Einbaus neuer Spieler, seit Jahren scheinbar wie ein einziger Organismus über das Feld. Perfekte Schwarmintelligenz ohne sichtbares Zeichen von außen, das jemand den Takt vorgibt.


    Offenbar ist doch der Trainer die entscheidende Komponente, die Spieler haben verschiedene Ausbildungswege hinter sich, die sie irgendwann zum BVB gebracht haben. Irgendwas macht der Klopp da viel besser als alle anderen, nicht auszudenken wenn der den derzeitigen Kader des FCB zur Verfügung hätte.

    fußballbaron, du kommst aus der schönen Schweitz die sich aus allem heraus hält und und immer so schön neutral ist und die Menschen anderer Länder ganz sicher weniger Rechte einräumt als Deutschland und deshalb kann man ja schön die Nase rümpfen über die Probleme die sich in anderen Ländern auftun die es sich nicht so einfach machen, halt doch einfach mal den mund.

    ups, lese gerade noch einmal den Beitrag 4 von tobias.hameln.


    gibt offenbar doch jemanden, der konsequent und schon länger fast ausschließlich GAG trainiert. Daher noch mal ein paar Fragen an tobias.hameln:


    - trainierst Du eine 1. E oder D Jugend mit ausschließlich guten Kickern oder sind auch nicht so gute Fußballer dabei ?


    - ist eine großer Unterschied im Spielverständnis (im echten Samstags-Spielbetrieb, nicht im Training) im Vergleich zu vermutlich 'herkömmlich' trainierten Mannschaften oder mit den anders trainierten Mannschaften in eurem Verein zu sehen, fällt das ins Auge ?


    - ist die Entwicklung deiner Mannschaft auch technisch zufrieden stellend, kann man auf reine Technikübungen verzichten bzw. genügen Korrekturübungen als technisches Training (stelle mir schon lange die Frage, ob reine Technikübungen wirklich weiter bringen. Was nutzt die tollste Passübung im Dreieck mit Hinterherlaufen und im Spiel wird der Kopf nicht hochgenommen und der freie Mitspieler nicht gesehen. Kommt die Technik durch die entsprechend vielen Ballkontakte im Kleinspiel von ganz alleine oder hilfst Du bei einigen mit Extrag-Übungen nach ?)

    Es gibt noch keine Meldung von jemandem, der sich traut, ausschließlich nach der GAG Methode zu trainieren. Spricht glaube ich für sich. Ich will damit nicht sagen, dass einem ausschließlichen Weg nach der GAG-Methode zu mißtrauen wäre, vielleicht ganz im Gegenteil. Aber es wäre doch so ungewöhnlich, dass einem viel Argwohn entgegen schlagen würde (Motto: der läßt ja nur spielen, ist doch kein echtes Training).


    Kleine Fußballspiele (u.a. dem Buch von Horst Wein) gehören bei uns auch zum Training dazu, werden aber immer nur als ein Bestandteil eingebaut oder auch mal schwerpunktmäßig. Finde ich ideal, um den Kindern ein Verständnis von sinnvoller Raumaufteilung nahe zu bringen, insbesondere Spiele in die Breite zu ziehen durch vier Tore an den Seiten oder künstliche Überzahlsituationen herstellen s. z.B. das 2:1-Spiel im Beitrag 9.


    Vielleicht macht es tatsächlich Sinn, als Projekt mal ein halbes Jahr nur so zu trainieren und abzuwarten, wohin es die Mannschaft führt. Aber schon im eigenen Mini-'Trainerstab' gehen da die Meinungen weit auseinander. Ich würde mich daher auch um die Meldung von jemanden freuen, der ausschließlich nach dieser Methode trainiert oder Mannschaften/Vereine von Hörensagen kennt, wo dies praktiziert wird. Gibt es das irgendwo, weiß jemand was ?

    Mach auf jeden Fall den Kreisauswahltrainer. Ist doch ne tolle interessante neue Aufgabe nach ein paar Jahren Vereinstraining. Du bist jung, Du bist motiviert, Du bist offenbar richtig gut (sonst wärst Du ja nicht gefragt worden), und Du hast familiär noch nichts an den Haken. Nur zu.


    Falls Du nicht beide Mannschaften parallel machen kannst und Dir die Kreisauswahlgeschichte nicht gefällt, kannst Du immer noch zurück ins Vereinstraining. Und ich glaube, die nächste Mannschaft die Du übernimmst wird Dir nicht weniger am Herzen liegen wie Deine jetzige Mannschaft, das kommt von ganz alleine.

    FB, Andre, Uwe,


    Richtig.


    Wir haben bei uns im Verein die kleine Sondersparte Mädchenfußball (in der kommenden Saison von E - B Jugend mit je einer Mannschaft besetzt, dazu eine Damenmannschaft). Trainer sind teilweise Papatrainer, teilweise aber auch aktive Spielerinnen aus der Damenmannschaft. Wie der ganze Verein hat diese Sparte kein Ausbildungskonzept, jeder macht halt so gut er kann. Es gibt aber einen Mädchen- und Frauenfußballobmann. Ich werde mal damit anfangen, den zu fragen, ob man nicht zumindest für den Mächenbereich ein Ausbildungskonzept (Trainingsinhalte, Rotation, Einsatzzeiten etc.) inkl. Verhaltenskodex (Trainer u. Elternverhalten) aufstellen könnte. Bin mal gespannt, ob da was in Gang gesetzt werden kann, sollte doch eigentlich im Interesse aller Beteiligten sein.

    Der Anspuch ist ja auch nicht groß, selbst wenn nur ein Trainer von der Umsetzung des kindgerechten Fußballs überzeugt wird, haben wir vielleicht 15 Kindern einen Gefallen getan. Jeder von uns hat hier Dinge gelesen, darüber nachgedacht und manchmal auch umgesetzt.


    Ganz wichtiger Punkt.


    Ich gehöre zu der vermutlich großen Masse von Betreuern, die sich mit ihrer Mannschaft beschäftigen, aber sich darüber hinaus nicht im Verein engagieren. Jetzt könnte man der Meinung sein, das dies etwas dürftig ist. Aber die Beschäftigung mit Fußball ist Freizeit, und mit 2 x Training die Woche und am Wochenende Spiel fühle ich mich als reiner Papatrainer ausreichend ausgelastet, zu mehr kann ich mich momentan nicht aufraffen, auch wenn unser Dorfverein sicherlich viele der angesprochenen Baustellen hat (kein Jugendkonzept, hauptsache irgendjemand findet sich fürs Training etc.).


    Trotzdem habe kann ich diesem Forum und dem Übungsportal viel entnehmen, was zumindest den 13 Mädchen zugute kommt, die wir momentan im Training haben. Sei es an Trainingsmethoden, sei es an Gedanken über den KIFU überhaupt. Ich habe zwei Mit-Papatrainer, die trotz Vorerfahrungen als Trainer keine Lust haben sich groß über irgendwas zu informieren. So sah dann am Anfang auch das Training aus (z.B. das beliebte Torschußtraining mit einem Mädel das dran ist und alle anderen haben Standzeit) und die Einsatzzeiten beim Spiel ('erste' Sechs fängt an, dann mal sehen wie es läuft.....kann man sich dann denken was einige für Einsatzzeiten hatten). Hier konnte ich durchaus etwas bewirken, da ich beruflich als Einziger immer Zeit fürs Training und Spiel hatte blieb den anderen gar nichts anderes übrig, als mir gegenüber auch Zugeständnisse bei der Trainingsplanung und die Aufstellung zu machen, habe ich jetzt in der Rückrunde quasi alleine machen können.


    Keine Ahnung, ob ich über die Tätigkeit als Papatrainer hinaus dem Fußball erhalten bleibe (Meine Tochter kommt jetzt in das 2. D-Jugend-Jahr, in der C-Jugend möchte ich eigentlich nicht mehr als Trainer dabei sein, sehe mich beim 'unteren' Altersbereich ganz gut aufgehoben. ). Aber ohne die Soccerdrill-Seite wäre ich vermutlich nur als Mitläufer dabe gewesen und hätte mich nicht für die Einführung einiger KIFU-Gedanken eingesetzt. Und das ist immerhin etwas, auch wenn das nur Auswirkungen auf eine sehr begrenzte Anzahl von Kindern hatte.

    ach ja, ganz vergessen: die Kommandos sollten nicht zu einfach sein, um die Konzentration hochzuhalten. Also z.B. Ziffern vergeben wie 3 = mit rechtem Fuß stoppen, 2 = mit linke Fuß stoppen usw. usf. Bei meinem Mädels kann ichs aber nicht zu schwierig machen, da reicht die Ballkontrolle nicht für aus :rolleyes: Finde ich ebenfall eine sehr interssante Form der Trainingsgestaltung, sollte man immer mal einstreuen.

    Für meine Mädchen bin ich immer auf der Suche nach Übungen, bei denen Sie neben der Ballführung auch den Kopf hochnehmen und ihre Umgebung beobachten müssen. Z.B. in einem Viereck dribbeln, der Trainer ändert ständig seine Position und bewegt sich rund um das Viereck und auf verschiedene Handzeichen müssen die Spieler eine Übung ausführen (z.B. auf den Ball setzen, den Ball mit dem linken Fuß stoppen usw.). Oder alle in ausreichenden Abständen zueinander mit Blickrichtung zum Trainer und dann auf optische Zeichen bei der Ballführung Richtungswechsel durchführen oder auch mal mit einem Partner den Ball tauschen. Um die Konzentration hochzuhalten, kann man auch das Gegenteil von dem verlangen was man anzeigt: z.B. Hand auf das rechte Bein = den Ball mit dem linken Fuß stoppen).


    Kommt an sich immer gut an, da sie mental nicht abschalten können und sich konzentrieren müssen statt stupide vor sich hin zu traben oder eine exakt vorgegebene Übung abzuspulen. Außerdem sollen die Mädchen irgendwann auch soweit kommen, auch im Spiel automatisch den Kopf hochzunehmen, wenn sie den Ball haben und nicht nur zu bolzen (ist noch ein längerer Weg ;) Ich bin mir aber nicht sicher, ob ältere Jahrgänge Übungen dieser Art nicht irgendwann albern finden (trainiere bislang E- und D-Jugend Mädchen).

    Auch bei uns gibt es nichts von seitens des Vereins. Jeder macht es so, wie er es für richtig hält, ein einführendes oder begleitendes Konzept gibt es nicht. Man wird also ins kalte Wasser geworfen. Wenigstens gibt es ausreichend Material (Koordinationsleitern, Stangen etc.pp) in einem Gerätehäuschen, aber Hilfe bei der inhaltlichen Trainingsgestaltung gibt es nicht. Da heißt es learning bei doing, und Gott sei Dank gibt es heutzutage das Internet mit Seiten wie Soccerdrills :)

    Kicker,


    ich glaube es ist viel einfacher. Ein Spiel wird angepfiffen, und plötzlich wird aus der eigentlich entspannten Haltung zum Fußball und der einfachen Freude an der Sache eine völlig andere Stimmung, eine Angespanntheit und Nervosität, aus der schnell eine agressive Stimmung werden kann. Man will seine Mannschaft gewinnen sehen. Das ist Samstag nachmittags bei der D-Jugend nicht anders als abends in der Kneipe beim CL-Spiel des Lieblingsvereins. Ich war nie sonderlich ehrgeizig oder extrovertiert, aber beim Fußball kann sogar ich abgehen.


    Die Frage ist doch nur, kann man es kontrollieren, hat man sich im Griff; gerade als Trainer. Und was kann ich am Platz bewirken, welchen Einfluß habe ich ? Und ich glaube, dass mein Einfluß auf andere begrenzt ist. Ich versuche als Trainer so ruhig wie möglich zu bleiben und Stimmungen nicht noch zu befeuern, ich denke das gelingt mir auch ganz gut. Mag sein, dass ich meine Spieler damit auch beeinflussen kann, vielleicht auch noch deren Eltern, wenn überhaupt. Mehr Einfluss habe ich nicht, dass sollte man sich nicht einbilden.

    Als Trainer einer Jugendmannschaft auf dem Dorf kann ich mich nicht für alles verantwortlich zeichnen, was rund um den Platz am Spieltag passiert. Diese Verantwortung kann ich nicht tragen. Ich kann mich selbst ruhig verhalten, dass ist schon mal sehr wichtig. Dazu kann ich noch versuchen, auf die 'eigenen' Eltern Einfluß zu nehmen. Schon das ist mitunter schwierig, da hilft nur immer wieder reden.


    Schon der Wille, auf Eltern/Betreuer des anderen Teams mäßigend einzuwirken, kann genau das Gegenteil bewirken. Ich habe Gott sei Dank noch keine Begegnung gehabt, wo es zu körperlicher Agressivität gekommen ist. Ich denke aber dass die Mechanismen zur Gewaltentwicklung zu unkontrollierbar sind, um jede Situation mit dem bloßen Willen zur Deeskalation in den Griff zu bekommen. Wenn eine geringe Frustationstoleranz gegeben ist und die Bereitschaft, einen Disput nicht nur verbal zu lösen, dann wird man enorme Probleme bekommen.


    Was also tun ? Breitensport komplett abschaffen, da kein flächendeckender Einsatz von Polizei- und Ordungskräften beim bundesweiten F- und E-Jugend Spielbetrieb möglich ist ? Ich denke, dass ein Platzverbot -u. deren konsequentes Durchsetzen durch Rufen der Polizei, falls diese doch zum Spiel erscheinen- für Zuschauer, die durch gewalttätiges Auftreten in Erscheinung getreten sind, absolut geboten ist. Spieler ausschließen, deren Eltern gewaltätig geworden sind ? Das würde in der Tat Sippenhaft bedeuten, und das ist mit Rechtsstaatlichkeit nicht vereinbar. Da gebe ich Kicker Recht, wenn ich auch die sonstige Argumentationskette, die aus den handelnden Tätern mal wieder Opfer macht, die wir als Gesellschaft vorher einfach zu schlecht behandelt haben, sehr kritisch sehe.


    Gerade bei 'alteingesessenen' türkischen Familien, die jetzt in der 2-3 Generation hier sind, staune ich immer wieder, das offenbar eine komplette Parallelgesellschaft ohne Berührungspunkte entstanden ist. Selbst der gemeinsame Schulbesuch der hier aufwachsenden Kinder scheint oftmals wenig daran zu ändern, dass ein echter privater Kontakt zu eingesessenen Schulfreunden und deren Familien nicht zustande kommt. Ich habe wie früher schon mal geschrieben auch beruflich mit der Materie zu tun. Und die Schuld für den mangelnden Kontakt und das einander nicht verstehen (bzw. nicht einmal miteinander etwas zu tun haben wollen) immer nur beim Gastland zu suchen, dazu habe ich gerade aus meinen beruflichen Erfahrungen heraus keine Lust mehr. Schon mal von ähnlichen Problemen mit italienischen oder spanischen Gastarbeiterfamilien gehört ? Tschuldigung, dass es in eine Ausländerdiskussion abrutscht, aber die Auseinandersetzungen zweier türkischer Familienclans am Spielfeldrand haben für mich wenig mit KIFU-Strukturen zu tun. Hier den Verein oder die Trainer anzugreifen halte ich für falsch. Da sollte sich mal jeder überlegen, wie er so eine Eskalatian wohl hätte verhindern sollen. Im Breitensport nicht möglich, man kann nicht alles von oben kontrollieren wollen, wie soll das denn gehen, ich bin froh wenn ich als Trainer meine Mannschaft vernünftig trainiert und organisiert kriege, da kann ich nicht auch noch als Puffer für soziale Probleme herhalten. So größenwahnsinnig bin ich nicht, den Einfluß habe ich nicht.

    Interessanter finde ich mittlerweile die Frage (gerade im unteren Jugend- und Ausbildungsbereich z.B. D-Jugend), reagiere ich als Trainer auf so eine spezielle Situation eines besonders starken Spielers und werfe meine Planung über den Haufen oder lasse ich einfach laufen ?


    Ich habe in dem o.g. Spiel ein paar Minuten vor Schluss noch einmal zwei körperlich schwächere Spielerinnen vom Platz genommen und zwei stärkere gebracht, obwohl die nicht mehr dran waren für eine Einwechslung. Eigentlich habe ich immer einen festen Wechselplan, den ich den Kindern vor dem Spiel mitteile und unabhängig vom Spielstand durchziehe (hat den Rest der Rückrunde auch geklappt). Aber einmel bin ich eben doch umgefallen, weil ich dem gegnerischen Trainer das Siegtor nicht gönnte wg der Spielweise, wir sind dann mit einem Unentschieden vom Platz gegangen. Aber ärgern tut mich mein Umfallen doch, das Signal an die ausgewechselten Spieler ist kein Gutes.....

    günther,


    Deine Ironie stört mich nicht. Ich denke aber, dass Du mir unterstellst, ich würde gerne Regeln einführen die solche Einzelaktionen unterbinden. Das ist nicht so. Wer sich in den Wettbewerb begibt, muss immer damit rechnen, teils deutlich geschlagen zu werden. Das ist grundsätzlich nicht schlimm und normal. Letztes Jahr im 2. E-Jugend Jahr habe ich mich ja auch nicht geärgert, wenn unsere schnelle Stürmerin mal wieder zugeschlagen hat. Im ersten Jahr D-Jugend sind wir halt körperlich hinterher.


    Aber ärgern tut es mich schon, gegen eine schlechtere Mannschaft zu verlieren, bei denen nur eine einzige Spielerin den Ball nach vorne trägt. Und warum soll man das nicht sagen und drüber reden dürfen im 'Trainerkollegenkreis' ? Jetzt tu mal nicht so, als wenn der ideale KIFU-Trainer keinerlei Emotionen hat, egal wie das Spiel läuft. Ich habe aber ganz bewusst nicht unsere beste Spielerin 'drauf' gestellt (wie gerne mal von Zuschauern gefordert wird). Das ist nicht meine Vorstellung davon, Fußball zu vermitteln. Aber da das Doppeln und das Verteidigen im Raum bei uns noch nicht ganz so gut klappt :) hat sie dann halt öfter den Durchmarsch starten können. Da fehlen dann die taktischen Mittel, bei den Mädels lässt sich wenig machen,die haben genug mit sich selbst und ihrer Technik und ihrer Rolle auf dem Platz zu tun ohne zu detallierte Anweisungen befolgen zu sollen, das geht nach hinten los. Das muss man als Trainer dann auch mal aushalten, keine Sorge das kann ich.

    Wir haben dieses Jahr 3:3 gegen eine eher schwache Truppe gespielt, gegen die wir noch sehr viele Torchancen hatten und deutlich besser waren. Alle drei Gegentore hat eine Mittelfeldspielerin mit einfachen 'Tempogegestößen' gemacht. Sobald die im Mittelfeld den Ball erobert hat, also keine von uns zuerst am Ball war, hat die mit Ball am Fuss Tempo aufgenommen und über links alles überlaufen. Konnte gefühlt zigmal aufs Tor schießen, ohne dass sie nur ein einziges Mal abgeben 'musste'. Gott sei Dank konnte sie meistens zumindest nach außen abgedrängt werden und hatte nicht immer optimale Schußbahn. Sie konnte auch immer zu zweit angegriffen werden, da die anderen ohnehin keine Rolle spielten und nicht von ihr eingesetzt wurden.


    Ich habe ein paar Wochen später dem Nachbarverein beim Spiel gegen den gleichen Gegner zugeguckt, wir hatten spielfrei und ja, ich bin schon so bekloppt dass ich mir dann Samstags morgens ein D-Jugend-Mädchen Spiel angucke. Muss ich vor meiner Frau verheimlichen, das Anschauen der 2. Halbzeit konnte ich unbemerkt zwischen Müll weg bringen und einkaufen gehen schieben. Ergebnis 3:4, Spielverlauf genau wie gegen uns. Nicht ein einziger Angriff unter Beteiligung eines anderen Mädchens, immer nur das Fahrt aufnehmen des gleichen Mädchens über die linke Seite.


    Ärgerlich, insbesondere wenn diese Tore lautstark gefeiert werden muss man sich zusammen reißen um nicht rauszuschreien: eigentlich könnt ihr aber nix ! Aber die jetzt praktizierte Jahrgangseinteilung ist schon o.k., mit allen anderen Alternativen würde man die Struktur des typischen Dorffereins sicherlich überfordern und 100 % gerecht wird es nie. Hört sich für mich auch alles sehr kompliziert an, neben Alter auch Größe und dann müssen ein paar D-Jgdl. in der C-Jugend mitspielen und umgekehrt ?! Hört sich nicht sehr gut an, auch von der mentalen Entwicklung müssen die Spieler doch zueinander passen. Die o.g. Spielerin war körperlich nicht mal herausstechend, die war normal groß und normal gebaut. Keinerlei körperliche Vorwahrnung, was da gleich nach der Ballanname passiert. Man kann ja ein Kind schlecht dafür bestrafen, dass es viel schneller ist als alle anderen und in die C-Jugend 'zwangsversetzen'.


    Ich fände z.B. die Umsetzung des Vorschlages sehr gut, dass jeder Spieler per Spielordnung sagen wir ca. 15 oder 20 Minuten draußen sein müsste. Käme auch dem KIFU-Gedanken sehr entgegen und die Mannschaft müsste auch mal eine Zeitlang ohne den 'Superstar' klarkommen, wäre sowohl für den Gegner als auch für die eigene Mannschaft gut.

    Niemals Trainer und Jugendleiter gleichzeitig, das frißt Dich auf. Es sei denn, da willst und kannst Deine ganze Freizeit für den Vereinsfußball opfern. Aber wenn Du nicht gerade ein Junggeselle ohne Verpflichtungen bist, dann laß es lieber.

    wir haben nach 2 Jahren E-Jugend und einem Jahr D-Jugend auch erstmalig das 'Luxusproblem' zuviele Spieler für eine Mannschaft zu haben (ca. 22 Mädchen, 6+1). Als Betreuer haben wir uns nach längerer Debatte dafür entschieden, zwei relativ gleichstarke Mannschaften zu bilden, die dann eben beide nur in der Kreisklasse spielen, dort aber mithalten können. Ziel ist, alle Mädchen durch die Saison zu bringen.


    Es gibt im Verein und insbesondere bei einigen Eltern der leistungsstärkeren Mädchen den Wunsch, eine leistungsstarke Mannschaft in der Kreisliga zu melden und den 'Rest' dann in der Kreisklasse. Aber das Risiko, das die schwächere Mannschaft nach Abzug aller Leistungsträger nur Haue bezieht und die Mädchen die Lust verlieren, ist uns zu groß.


    Aber die Situation im Mädchenfußball ist wohl eine gänzlich andere. Leider gibt es aufgrund der Mannschaftszahlen meist nur 2 Klassenabstufungen, so dass man nicht so richtig 'tief' melden kann für ein schwächeres Team, so 4. Kreisklasse oder so wie bei den Jungs. Dann würden wir nach Leistung aufteilen.


    Wir haben uns aber erst intern geeinigt, die Diskussionen mit den Eltern stehen noch aus.....schon in der Hallenrunde gab es einige Irritationen, weil wir bei einer Mannschaftsstärke von insg. 13 Kindern für die Turniertage 2 gleichstarke Mannschaften gemeldet haben, was ein Erreichen der Hauptrunde von vorne herein unmöglich machte. Aber es sollten alle viel spielen und bei einer starken und schwachen Mannschaft wäre eine Mannschaft ganz böse untergegangen (und als jüngerer Jahrgang konnten wir uns für ganz vorne ehrlich gesagt sowieso nichts ausrechnen). Mal schauen ob wir unsere Idee durchkriegen, auch die Mädchen werden allmählich älter und machen nicht mehr alles mit, die Leistungsunterschiede werden schon sehr viel stärker wahrgenommen und kommentiert als noch in der E-Jugend.


    Es ist wohl immer ein Spagat, ich müsste lügen wenn ich nicht zugebe dass es mich auch mal reizen würde aus den Mädels nur die besten 8 rauszupicken und damit mal zum Spiel oder Turnier zu fahren........