Beiträge von thomasg

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    Beim Thema Spaß beim Training/Spiel geht es meiner Meinung nach nicht so sehr um die Trainingsinhalte. Spaß beim Training zu haben und trotzdem was vernünftiges zu vermitteln schließt sich doch nicht aus. Es geht doch nicht darum, entweder zu trainieren oder nur Faxen zu machen.


    Ich wundere mich immer, wenn ich schon beim Aufwärmen vorm Spiel Mannschaften erlebe, wo der Umgangston des Trainers zu seinen Spielern eher unfreundlich rüberkommt. Es läuft nicht perfekt, verflucht, muss ich wohl Druck machen, die machen ja wieder was sie wollen.......Ich für meinen Teil möchte eine 'Wohlfühlatmosphäre' hinbekommen; korrigieren und auf Fehler aufmerksam machen sicher, aber nach Möglichkeit ohne großartig laut zu werden. Wenn mir das gelingt, dann ist das Ziel Spaß am Fußball zu haben denke ich auch für meine Spielerinnen erreicht.


    Ich habe letztens eine Dokumentation (ging um Migrantinnen im Fußball) gesehen, da äußerte ein Jugendtrainer eines Mädchenteams die Mädels heulen auch mal in der Kabine, aber er hätte schließlich seine Vorstellungen und Ziele, das müsste er auch entsprechend durchsetzen. Na dann viel Spaß....

    hallo rookie69,


    ich würde Dir die Bücher 'Fußball von Morgen Band 1 Kinderfußball, Bambinis bis D-Jugend' (Ein Lehrbuch des DFB) und 'Spielintelligenz im Fussball Kindgemäss trainieren' von Horst Wein sehr empfehlen.


    Gerade im unteren Altersbereich geht es nicht nur darum, Übungen zur Verbesserung der Technik und Ballbehandlung usw. zusammen zu stellen. Ohne weitere Hintergrundlektüre über die jüngeren Altersklassen neigt man sehr dazu, den Fußball ähnlich wie bei den 'Großen' zu trainieren, z.B.Trainingsspiele beim E-Jugend Training mit 10 gegen 10 zu spielen oder ähnliches, anstatt sinnvollere Spielformen anzubieten. Warum man dies oder jenes im Training, insbesondere aber auch bei der Art der Ansprache und bei der Betreuung während der Saisonspiele, mitunter völlig anders handhaben sollte als bei den Großen, vermitteln diese Bücher sehr anschaulich.

    Ich habe gerade im Carport mal nachgesehen, der Ball liegt seit damals unbenutzt herum und ist aus dem Trainingaballnetz 'aussortiert' worden. Ist ein Derbystar Futsalflash light mit 350-370 Gramm Gewicht lt. Aufdruck. Der Verkäufer meinte damals, es gäbe noch eine leichtere Version, aber die hätten sie nicht am Lager und eine E-Jugend müsste eigentlich damit zurecht kommen. Vielleicht hätte ich noch eine Woche warten sollen und den leichtesten bestellen, aber ich wollte unbedingt mal probieren......


    Sicherlich ist die Technik der Mädels nicht besonders gut. Über den Unterschied zwischen den Mädchen und Jungen ist ja schon viel geschrieben worden. Wenn ich einen Jungen in einer Jungsmannschaft habe, der nur im Training gegen den Ball tritt und in seiner Freizeit ansonsten keinen Fußball spielt, dann wird er im Training hinter den fußballbegeisterten Jungen dort weit zurück bleiben egal was der Trainer im Training mit ihm anstellt. Bei den Mädchen ist es aber so, dass dieses Verhalten sicherlich auf 90 % aller Fußballerinnen zutrifft. Da ich im Verhältnis zu den anderen Mädchenmannschaften keine gravierenden Technikunterschiede sehe, mache ich mir darüber keine großen Gedanken.


    Der Ball kommt erst mal wieder ins Netz, die Mädels sind ja jetzt ein Jahr weiter und vielleicht läuft es ja jetzt besser. Werde ich nach den Winterferien mal ausprobieren, aber die werden sicherlich erst mal entsetzt die Augenbrauen hochziehen......

    Aber macht der Einsatz eines Futsal-Balles die Spieler wirklich besser oder ist das aufgrund der Eigenschaften des Futsal-Balles nur eine vorübergehende optische Erscheinung, weil der Ball einfach besser läuft und Kombinationen aufkommen, die mit einem 'normalen' Ball nicht gespielt worden wären ?


    Anders gefragt, können die Spieler durch den Einsatz eines Futsal-Balles tatsächlich was an Ausbildung mitnehmen oder ist alles wieder weg, sobald wieder gegen den normalen Ball getreten wird ? Ich habe letzten Winter auch einen Futsal-Ball besorgt, musste das Experiment aber nach einer Einheit abbrechen. Die Mädels (damals E-Jugend) waren körperlich einfach nicht in der Lage, den Ball weit genug zu treten, als das so etwas wie ein Fußballspiel aufgekommen wäre.......Ich habe seitdem keinen Futsal-Ball mehr eingesetzt.


    Mal eine Frage an diejenigen, die über einen längeren Zeitraum den Futsal-Ball eingesetzt haben: Sieht es nur in der Halle besser aus oder war nach Ende der Hallenrunde beim Übergang nach draußen zu beobachten, dass sich das Fußballspiel, insbesondere das Kombinationsspiel, tatsächlich verbessert hat ?

    wie wird denn jetzt zur Zeit bei einigen Abseitsentscheidungen diskutiert, ob der Stürmer mit einem halben Fuß im Abseits war oder nicht ?Und dann soll ernsthaft durch alle Zuschauer -Trainer,Betreuer, Kindereltern- gleichzeitig kontrolliert werden, ob ein IV oder VI bei der B-Jugend positionstreu spielt oder auch Aktionen hat, die außerhalb seines genau zugeordneten Aufgabenbereiches liegen (wie sieht der eigentlich aus ? was darf ein VI nach vorne gerade noch machen und was nicht mehr ?) Man stelle sich mal die Diskussionen am Spielfeldrand vor.


    Andre, das hat nichts mit nicht unterordnen wollen zu tun, das genaue Einhalten von Positionsangaben ist nicht kontrollierbar. Jeder Betrachter eines Spiels hat seine subjektive Wahrnehmung, das kann nicht klappen. Mal davon abgesehen, haben wir auch keine perfekten Spieler in der Dorf-D-Jugend. Wie vermittle ich denen, wie weit sie noch laufen dürfen auf dem Platz und wann Schluß ist ? Mit Elektrobändern ähnlich wie bei Hauswachhunden, die das Grundstück nicht verlassen sollen ? Ich will Deine Idee nicht veralbern oder ironisch werden, aber die Kontrolle von Positionsangaben bzw. deren genaue Einhaltung kann meiner Meinung nicht klappen, es sei denn man führt genau markierte Feldzonen ein die nicht verlassen werden dürfen wie z.B. im Kinderhandball mit der hier im Forum schon erwähnten Angriffs- und Abwehreinteilung von je 3:3 bis zur Mittellinie (und das wird im Fußball doch wohl kaum jemand wollen ?)


    Wie wäre es mal mit einem Demonstrationsspiel in Absprache mit allen Beteiligten ? Auf den Erfahrungsbericht wäre ich mal gespannt.


    Ich bin übrigens gedanklich kein Gegner der angeordneten Rotation bis z.B. 2. Jahr D-Jugend. Würde mich als Trainer doch von vielen Diskussionen entlasten, da ich ja gar nicht anders könnte. Aber ich halte es nicht für durchführbar.

    Ich denke dass die Rotation viel Sinn macht und die Spieler vielseitiger und flexibler ausbildet, aber eine Anordnung von oben zu dieser Thematik lässt sich schlicht und einfach nicht überwachen. Ansonsten wäre ich sogar dafür, habe gerade am Wochenende wieder erlebt, was einige Spieler plötzlich auf anderen Positionen leisten, wenn sie müssen (3 Ausfälle beim Hallenturnier bei insgesamt 10 Spielern, da wurde einiges ausprobiert). Man legt sich oft doch sehr frühzeitig in der Saison fest, wenn die ersten Spiele gut laufen.


    Wie soll das in der Praxis aussehen? Auf dem Spielberichtsbogen steht neben dem Spielernamen auch die heutige Position und ich als Gegnertrainer muss das dann überwachen, ob die gemeldeten Spieler sich auch auf den Positionen aufhalten, auf denen sie gemeldet sind ?


    Es mag sein, dass mit einer entsprechenden Software die Angaben auf dem Spielberichtsbogen automatisch abgeglichen werden können. Aber irgendjemand muss die Positionsangaben vorher auch am Spieltag überprüfen, ob in der anderen Mannschaft alle richtig auf dem Platz eingeteilt sind. Und mal ehrlich, wer soll das machen im Hobbybereich in der 2. Kreisklasse D-Jugend ? Ich habe genügend Bürokratie am Arbeitsplatz, wenn ich am Samstag nachmittag als Trainer für solche Aufgaben zuständig bin, hätte ich keine Lust mehr. Ich will das Ganze ja auch genießen, ohne überschaubare Regeln geht das nicht mehr. Und was für herrliche neue Konflikherde sich auftung (Aha, eurer Superstürmer spielt also Mittelfeld lt. Spielbericht, der steht ja wieder nur vorne rum...)


    Was anderes ist es mit der Zeitregel, das jeder gemeldete Spieler mindestens eine ganze Halbzeit auf dem Platz stehen muss, mit so einer Regel könnte ich sehr gut leben, die wäre sehr einfach zu überwachen und würde eine ganze Menge bringen bzgl. Gewinndenken (Schwachpunkt: womöglich werden die schwächeren dann überhaupt nicht mehr zum Spiel gemeldet......)


    Also Andre, wenn es Dir gelingt die Rotationsvorgabe in eine leicht kontrollierbare Form zu bringen, wäre das schon eine Überlegung wert. Aber ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen wie das gehen soll.

    Dani2,


    zunächst mal Hut ab vor dieser Aufgabe. Ein Altersgefälle von 7-12, dazu viele neue 'Quereinsteiger', die bislang keinen Fußball gespielt haben und erst einmal heran geführt werden müssen, das ist schon ne Hausnummern.


    Du trainierst also vermutlich eine Mannschaft mit einem sehr großen Leistungsgefälle. Da kann ich Dir zunächst nur raten, die Wechsel so vorzuplanen, dass die Mannschaft möglichst durchgehend gleichstark besetzt auf dem Platz steht. Also keine 'beste 6' zu Beginn auf den Platz, wenn Du dann anfängst zu wechseln kann es ja nur bergab gehen. Bei großer Spieleranzahl lieber möglichst gleichstarke Dreierketten bilden, die gleichzeitig gewechselt werden und auch durchgehend jeweils ca. 15 Minuten pro Halbzeit auf dem Platz sein sollten, damit das Spiel ruhig läuft. Immer wieder einzelne Spieler ein- und auszuwechseln ist denke ich die schlechtere Alternative. Das würde ich auch konsequent vorplanen und durchziehen, auf Spielstände und -verläufe kann man dann keine Rücksicht nehmen.Grundsätzlich sollte man einen Wechselplan für das Wochenendspiel genauso vorgeplant haben wie einen Trainingsplan, finde ich. Vielleicht solltes Du auch eine Rotation für die Spieltage einführen, mehr als 11 Spieler sollten im Kleinfeld eigentlich nicht am Start sein.


    Das die stärkeren Spieler mosern, wenn durch die schwächeren das Spiel verloren wird, ist zunächst normal. Man muss einfach versuchen, zu vermitteln das es jetzt am Anfang um die Entwicklung der Mannschaft geht, nicht um das Gewinnen einzelner Spiele. Ist natürlich schwierig, Erfolgserlebnisse sind schon wichtig. Ob man Kindern in diesem Alter wirklich ein Verständnis dafür vermitteln kann, weiß ich nicht. Aber sie gewöhnen sich schon dran, wenn sie merken dass konsequent eine Linie verfolgt wird.


    Zum Spielsystem fällt mir auf, das Du Deine vermutlich mit Abstand beste Spielerin (nehme ich mal an, spielt hinten als Absicherung durch schreibst Du) ganz hinten als Abfangjäger hinter einer Dreierkette versteckst. Vielleicht solltest Du hier etwas mutiger sein und diese Spielerin einen Platz vorziehen und direkt in der Mitte in der hinteren Dreierkette spielen lassen. Da kann sie immer noch viel ausputzen und Du hast eine Verteidigerin frei, die Du mit nach vorne schieben kannst, statt 1:3:2 könntest Du dann ein 3:3 oder 3:2:1 spielen lassen. Sorgt vielleicht für etwas mehr Druck nach vorne.


    Viel Spaß weiterhin !

    Wir haben ein lernbehindertes Mädchen in der Mannschaft. Mit viel Einsatz und Freude dabei, kann aber einfachsten Anweisungen bei Übungen nicht folgen. Selbst die Vorgabe 'von dieser Linie wird gepasst' kann nicht eingehalten werden, wenn vorher noch irgendwas anderes (z.B. durch Hütchentore dribbeln) gemacht werden soll. Kann sie einfach nicht verarbeiten. Im Spiel ist sie sehr einsatzfreudig, aber für ein konstruktives Zusammenspiel mit anderen reicht es mit diesen Voraussetzungen kaum. Sie spielt daher (bei 6 Feldspielern D-Jugend) in ihrer Einsatzzeit vorne mit der einfachen Vorgabe 'die Verteidiger sind deine Gegenspieler, draufgehen und stören,stören,stören', mehr taktische Vorgabe geht nicht.


    Wenn dein Spieler auch ein echtes Auffassungsproblem hat, weil er einfach schlechter begreift, dann wird man verzweifeln wenn man das permanent durch Anweisungen in den Griff kriegen will. Den muss man dann vielleicht auch einfach mitlaufen lassen und nicht alles kommentieren und verbessern wollen. Aber es muss in der Mannschaft natürlich auch akzeptiert sein, dass da jemand dabei ist der einfachste Dinge vermasselt. Wir haben heute in der Halle ein paarmal hintereinander einen Wettkampf mit zwei Vierermannschaften gemacht, bei der zum Abschluss nach einem Dribbling ein Kasten getroffen werden musste, um einen Punkt zu bekommen. Das Mädchen hat kaum einen Punkt gemacht, da sie nach dem Dribbling immer und immer wieder zu früh abgeschlossen hat, trotz mehrfacher Hinweise (geh noch ein bisschen, lass Dir Zeit). Ist natürliche eine Gratwanderung, wenn die Mannschaft von dem Mädchen den Nachteil hat, weil sie keine Punkte macht. Da kann man nur hoffen, dass die anderen Spieler 'mitspielen'. Bei uns geht es z.Zt. weil die Saison bis jetzt gut gelaufen ist und die Stimmung entsprechend gut ist. Ein besonderes Programm für das Mädchen kann ich nicht fahren, ist ja auch kein Technikproblem.


    Aber das ist vielleicht nicht wirklich das Problem Deines Jungen, nach Deinem Bericht geht er in die gleiche Klasse wie die anderen und an der Auffassungsgabe kann es daher nicht wirklich liegen ? Oder hat er in der Schule auch Probleme ?

    Gute Entscheidung. Wir haben gestern mit unseren Mädels (D-Jugend) mit dem letzten Hinrundenspiel eine 2:7 Klatsche gegen den Klassenprimus eingefahren. Die haben alle 9 Spiele gewonnen und ein Torverhältnis von 55:4, also nicht weiter tragisch die Niederlage. Nach dem Spiel habe ich mit einer Arbeitskollegin gesprochen, deren Tochter bei dieser Mannschaft spielt. Na ja, wohl mehr trainiert muss es wohl heißen. Ihre Tochter gehört zum jüngeren Jahrgang und darf daher kaum einmal mitspielen, sagt sie. Aber nach dem Spiel wurden tatsächlich Fotos mit den ausgeteilten HERBSTMEISTER-Trikots gemacht. Herbstmeistertrikots habe ich vorher auch noch nicht gesehen.
    Und das auch noch das 7. Tor vom Trainer gefeiert wurde, als wenn man gerade in der Verlängerung das 3:2 in einem umkämpften Spiel macht, hat mich schon etwas angefressen.......Einigermaßen ausgewogene Einsatzzeiten sind Pflicht in jüngeren Mannschaften, ca. die Hälfte der Spielzeit sollte jeder eingeteilte Spieler auf den Platz kommen, sonst läuft was falsch. Wer nicht aushalten kann, auch die schwächeren Spieler länger als die Alibi-5 Minuten spielen zu lassen, sollte erst ab B-Jugend aufwärts trainieren....

    Ich hoffe nicht, dass er ins Gefängnis geht. Einfach aus folgendem Grund: In unserem Land stimmt in der Rechtsprechung die Wertigkeit in keinster Weise. Für Steuerbetrug geht es sehr schnell in die JVA, für Körperverletzung, Bedrohung und Nötigung gibt es auch für Wiederholungstäter und notorisch bekannte Mehrfachtäter x-mal nur Bewährung. Ich weiß, Äpfel und Birnen kann man nicht vergleichen, aber das passt einfach nicht. Ich bekomme da beruflich sehr viel mit, und wenn man weniger dafür bekommt (gefühlt nichts bei einer Bewährungsstrafe), einen Pizzaboten in die Falle zu locken und zu verprügeln um ein paar Euros abzuziehen als wenn man Einnahmen dem Finanzamt gegenüber nicht deklariert, stimmt etwas in der Werteordnung der Gesellschaft nicht. Kann ich nicht unterstützen, obwohl die Fälle natürlich nichts miteinander zu tun haben.


    Zudem glaube ich nicht, dass Hoeneß davon motiviert war, weniger Geld an den Staat abzuführen. Nach allem was man liest über die Hintergründe dürfte der Grund für sein Verhalten darin liegen, dass er mit den Schwarzkontobewegungen sein zeitweise sehr ausgeprägtes Spekulieren und 'Zocken' an der Börse ausleben und verschleiern konnte, was ihm wohl peinlich war. Und wenn für alle möglichen Straftäter strafmildernde Gründe angerechnet werden können, warum nicht auch für Hoeneß ?


    Und Sebi11: Als Begründung für die gewünschte Gefängnisstrafe zu schreiben 'der Typ geht gar nicht' ist schon ein bisschen dürftig.

    Kommt regelmäßig zum zuschauen, um anschließend zu stänkern ? ist ja kaum ein haltbarer Zustand, hätte ich keinen Bock drauf. Ist ja schließlich nur ein Hobby, ist ja nicht wie bei den Profis die sich nun mal auch kritischen Journalisten etc.stellen müssen.


    Ich denke es wäre kein guter Schritt da alleine auf eigene Faust was zu machen, da würde ich mir Rückendeckung vom Jugendobmann oder Vorstand holen, da würde ich das mal vortragen.

    o.k., vielleicht bin ich da auch etwas zu überempfindlich. Die derzeit von mir betreute Mannschaft ist sehr inhomogen besetzt, da spielen 2, 3 richtig gute mit einigen etwas schwächeren zusammen. Das wird vom Zusammenspiel nie so aussehen als wenn alle das gleiche Spielverständnis mitbringen wie bei größeren Vereinen mit entsprechender Auswahl für eine erste Mannschaft. Da wird man mitunter etwas dünnheutig wenn es am Spielfeldrand mal wieder heißt 'Ihr müsst im Training mehr Pässe üben' oder so ähnlich . Nix für ungut.

    Vergangenen Freitag hatte ich die ehemaligen Jungs bei einem Punktsiel gesehen. Mit dem Argument, Hauptsache Fußball spielen,kann man sich das ?schön sehen?. Aber sonst? Mit ?spielen?hatdas wenig zu tun!


    Mensch loi,


    Du steckst ja jede Menge Energie und Zeit in die Ausbildungs-chancen deines Sohnes. Gut und schön, ist ja aller Ehren wert.


    Aber die ständigen Seitenhiebe gegen schlechte Trainer und schlechte Mannschaftskameraden (nicht mit dem nötigen Ernst dabei, wie sagtest Du noch, ein einziges Gedeppe) bei Dorfvereinen stößt mir doch etwas sauer auf. Wenn Du dich so engagierst und für Fußball interessierst, wie wärs, mach doch auch mal den Trainer in einer durchschnittlichen Dorf-E-Jugend, die Vereine suchen immer jemanden. Öffnet Dir bestimmt auch ein wenig den Horizont, was ein Trainer alles so zu beachten hat und im Blick haben muss damit die Mannschaft über die Saison kommt......

    Letztens hat ein Kind von uns bei einer befreundeten Mannschaft mittrainiert. Im Abschlußspiel gab es von den anderen Eltern ein paar blöde Sprüche, weil er angeblich nicht abspielt. Dabei hat er die Dribblings in diesem Moment nur gewählt, weil ihm ein Pass nicht zielführend erschien. Er hat den Pass dann nach dem Dribbling gesetzt und damit mehrfach Riesenräume aufgerissen. Aber das haben selbst die Erwachsenen nicht verstanden. Wie sollen das deren Kinder dann lernen

    l


    Genau das ist der Punkt. Habe ich einen Spieler in der Mannschaft,der sich ins Offensivdribbling traut und damit Erfolg hat, hat die Mannschaft eine tolle Waffe. Der Spieler muss dann 'nur' noch lernen, zwischen den Dribblings den Kopf hochzunehmen und zu erkennen, ob als nächstes nicht doch ein Pass die richtige Wahl ist da nach ein, zwei Dribblings eine tolle Überzahlsituation entstanden ist. Das wird aber leider oft nicht wahrgenommen vom ballführenden Spieler, das kommt nicht von alleine, das braucht seine Zeit. Wir haben jetzt in der Hinrunde das nach meiner Meinung stärkste Mädchen in der ganzen Klasse im Mittelfeld. Startet viele Dribblings, schießt viele Tore, bleibt aber auch sehr oft hängen da sie das Dribbling derzeit fast immer wählt und nur selten das Abspiel (2. Jahr D-Jugend).


    Wir werden nach den Spielen oft angesprochen auf das Mädchen (wenn ihr die nicht hättet dann......da müsst ihr aufpassen....). Alles richtig, aber das Mädchen soll dribbeln und soll nach und nach erkennen, wann sie den Ball wieder abspielen sollte. Mitunter sieht vom Rand auch alles locker und leicht aus und auf dem Platz ganz anders, als Zuschauer habe ich keinen Gegnerdruck, da sehe ich natürlich die freien Räume mit der Kaffeetasse in der Hand.....im Training machen wir viele Kleinfeldspiele, da wird für Abspiele ausdrücklich gelobt. Aber auch die anderen spielen im Training viel ruhiger und besonnener als im Spiel, da läuft der Ball viel besser. Im echten Wettkampf kommt das hoffentlich schon noch....

    Das zukünftige System ist sich spontan manifestierende, a priori nicht festgelegte, sich immer wieder neu erfindende und ad hoc improvisierende Kollektivintelligenz, wo sich standardisiertes Verhalten lediglich in kleinen Teilgruppen (z.B. 3er Cluster) findet, welche sich aber wiederum durch wechselnde adhoc "Leader" zu einem situativ möglichst effektiven Ganzen fügen. Kognition und Kommunikation werden dabei eine Schlüsselrolle spielen und nach einem Spielertypus verlangen, den es so heute noch nicht gibt.


    Beim Betrachten der Spiele von Spitzenclubs stellt sich die Frage, wieviel ist an Verhalten (Aufteilung im Raum, Einhaltung antrainierter Laufwege je nach Situation auf dem Platz) verbindlich vorgegeben und wie viel ist der eigenen Entscheidung des Spielers überlassen ? Wird ein Trainer jemals in der Lage sein, den Spielern alle Entscheidungen zu überlassen und keine Verhaltensregeln vorzugeben ? Kann ich mir kaum vorstellen.


    Wenn es den Spielertypus noch nicht gibt (obwohl, der überall plötzlich auftauchende 'Anarcho-Spieler' Thomas Müller vielleicht ein erster Prototyp ?), dann gibt es ganz sicher auch noch nicht den entsprechenden Trainertypus. Selbst Guardiola und Klopp wedeln wie verrückt an der Seitenlinie, wenn ihnen etwas nicht passt.

    Ach ja, bei uns im Trainingsbetrieb hat sich keine Spielform bewährt, wo keine Tore erzielt werden können (also 9:3 oder 5:2 ohne Tore auf Zeit o.ä.). Mache ich nur noch kúrzzeitig als Aufwärmübung. Auch werden Überzahlspiele als 'ungerecht' angesehen. Kann vielleicht damit zu tun haben, das ich Mädchen trainiere, vielleicht ist das bei Jungsmannschaften anders.


    Wir spielen nach der Aufwärmphase viel Kleinfeld von 2:2 bis 4:4 auf alle möglichen Varianten: auf 2 Kleintore, evtl. wie beim Eishokey mit Möglichkeit hinter dem Tor herzuspielen, auf 4 Dribbeltore -die Torlinie muss mit Ball am Fuß überdribbelt werden, keine Schußmöglichkeit- etc. pp. Oder ein Kleinfeld machen, zwei Mannschaften einteilen und als Trainer selbst vorgeben, wieviel Spieler jeweils auf den Platz dürfen, frei variierend während des Spiels Spieler dazu- oder wieder rausrufen. Dann ruhig mehrere Durchgänge machen mit Pausen zwischendurch und gucken, wie sich die Dinge entwickeln. Gestern haben sich die beiden Dreierteams tatsächlich zwischen den Durchgängen zu einer Taktikbesprechung zurück gezogen, ohne das ich irgendwas in der Richtung vorgegeben habe. Das hat mich echt umgehauen. Nach zwei engen Durchgängen gab es im dritten Spiel ein 5:0, also haben die Spielerinnen der einen Mannschaft eindeutig was gelernt über die Raumaufteilung.

    Olympic 1911,


    ich bin jetzt 4 Jahre dabei seit dem 1. Jahr in der E-Jugend meiner Tochter, jetzt 2. Jahr D-Jugend. Wir treffen im Mädchenbereich durch die Jahre immer wieder auf die gleichen Mannschaften, da es immer nur ca. 20 Mannschaften gibt und die Einteilung immer ähnlich ist: Hinrunde 2 Spielklassen (Kreisliga / 1. Kreisklasse), Rückrunde 3 Spielklassen (Kreisliga/1.Kreisklasse/2.Kreisklasse). Man kann also sehr gut Vergleiche zu den anderen Mannschaften hinsichtlich der Spielentwicklung ziehen.


    Wegen dem Kombinationsspiel anderer Mannschaften in der F- oder E- Jugend würde ich mir keine großen Gedanken machen. Das sieht natürlich toll aus, aber entspricht nicht der normalen Entwicklung der Spieler, sondern ist vom Trainer durch Vorgaben aufgestülpt. Die Spieler machen einfach etwas (Abstände zueinander einhalten, Ball passen statt mit dem Ball laufen etc.) was sie als Vorgaben bekommen, ohne selbst zu begreifen warum es funktioniert (Hört sich das blöd an?). Gerade in den Anfangsjahren glaubt man dann, völlig hinterher zu hängen. Aber das verliert sich. Mit zunehmenden Alter kommt ein besseres Verständnis von Raum und Platz auf dem Feld von ganz alleine, und das kann man mit entsprechendem Training (Horst Wein Horst Wein Horst Wein) unterstützen.


    Wir haben in der E-Jugend mal ein halbes Jahr Kreisliga gespielt und gegen den 'Branchenführer' im hiesigen Landkreis 1:6 und 0:8 verloren. Unsere Mädels sind, wie das eben so ist in den ersten Jahren, teilweise zu dritt auf die Bälle gegangen und die haben sich den Ball hin- und hergeschoben und ne gute Raumaufteilung gehabt und haben uns auseinander gespielt. Jetzt haben wir in der Hinrunde wieder gegen diese Mannschaft gespielt, und was soll ich sagen, der Vorsprung ist weg. Spiel auf Augenhöhe.


    Also nicht verrückt machen lassen von den 'Kombinationswundern' in der F-/E-Jugend.

    komplett jüngerer Jahrgang jetzt in der E-Jugend ohne Altjahrgänge ? Dann erklärt die rein körperliche Unterlegenheit schon einiges. Keine Panik. Ansonsten würde ich viele Kleinfeldspiele nach dem Buch von Horst Wein machen 'Spielintelligenz im Fußball kindgemäß trainieren', schult enorm die Spielübersicht, sofort kaufen. Keine Sorge, ich kriege keine Provision für Werbung :)

    TRPietro: Hier bei uns in Bayern werden auch die Ergebnisse und Tabellen der F-Jugend auf den Seiten des BFV veröffentlicht. Unsere "Stammelf" hat in fünf Spielen etwa 50:3 Tore erzielt, aber so ganz nebenbei auch vier Kinder gezeigt, dass sie scheinbar nicht gut genug sind, um auch regelmäßig mitspielen zu dürfen. Darf man so mit Kindern umgehen, die sich gerade erst entwickeln??


    Mit einem Schnitt von 10:1 Spiele zu gewinnen und es bei so einer Überlegenheit nicht fertig zu bringen, schwächere Spieler einzuwechseln (und dafür evtl. 'nur' 5:2 zu gewinnen) ist eine unglaublich schwache Trainerleistung, egal was der Mann als Übungsleiter drauf hat. Absolut ungeeignet für den Kinderfußball. Ich bin sprachlos, selbst bei knappen Ergebnissen muss man es aushalten können,mal nicht die 'Beste Sechs' auf dem Platz zu haben, aber bei solch hohen Siegen nicht wechseln ?????? Ganz ganz ganz schwach.