Beiträge von Keller-Kicker

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    Ja du hast recht-aber würden die Eltern Kinder zu Trainern geben,die nur spielen lassen ?


    1. Ballkontroll-Druck, 2. Gegnerdruck, 3. Raumdruck, 4. Zeitdruck (2, 3 u. 4 = räumliche Enge, die 1 oft verhindern lässt), 5. situativer Entscheidungsdruck (mehrere Optionen: allein durchgehen, schießen, 2 Pass-Optionen...), 6. Lautstärkedruck (viele Rufe um einen herum, aber der geniale Pass ist unsichtbar u. artikuliert sich nicht laut), 7. Binnendruck (multiple Ziel- o. Selbst-Vorstellungen, Ängste, Zweifel im Kopf, Erwartungen, oft von Mitspielern o. Trainern stimuliert etc.), 8. Physis-, Psyche- o. Lebensdruck (Gedrücktheit etwa nach schlechter Schulnote, Streit zuhause, Klassenarbeit am nächsten Tag etc.), 9. Fehler- o. Niederlagendruck (wer grad einen Fehler machte, wem wg. Rückstand die Niederlage droht, ist nicht mehr frei fürs Spielerische im Kopf), 10. Visualisierungsdruck (wer ideale Ausführung im Kopf hat, sie aber nicht in die Bewegungspraxis umzusetzen weiß) usw. usw. Wie wird man all diesem Druckmachern Herr bzw. kann, soll man es? Ist nicht Gelassenheit zielführender, indem sie von Innen her prä-stabilisiert, eigendynamisch sich entfaltenden Charakter befestigt, "Marktbereinigung" contra verwirrenden Fehlanreizen zu- u. dabei zu überraschenden Aktionen Fenster offen-lässt?


    Ich habe die Kids sehr offen einfach spielen lassen: was mich beliebt machte, da sie genau dies wollten. Eltern interessiert dies weniger, die wollten wenn eher nur, dass das Team in den Punkt- o. Turnierspielen gewinnt, was dank Spielfreude o. -flow auch meist geschah. Wer aber zynisch kommentierte, waren die unverständigen Trainerkollegen: na, machst du es dir heute wieder ganz einfach? Na, das reicht ja auch für deine Loser.... Als dann meine "Zweite" (aus 3 Jahrgängen, dh vielen Jüngeren) zB die auserlesene Erste (in der ja all die vorab als gut ausgewählten Talente einsortiert worden waren) 3mal hintereinander gegen die "Loser"-Zweite verlor, wuchs die Zynik über Neid zu Hass heran u. die Trainer der 3 Jahrgangsersten, die mir ja nur ihre Schwächsten zugeteilt hatten, verstanden die Fußball-Welt nicht mehr: die 'frechen Kids', wie das Mixed-Team hieß, sollte wieder zurück auf die Ersten in ihre Jahrgänge aufgeteilt werden, was die Eltern u. ich verweigerten. So wurden wir in die höchste Staffel gesetzt, so dass nun einst als zu schwach aussortierte 2000er bis 1998er zumeist gegen die stärksten 1997er ran mussten - und natürlich nurmehr untergehen, dann mitten in der Saison aufgelöst werden konnten, da wir in Absprache das Antreten verweigerten. Wofür wir, die Opfer kinderfeindlichen Fußballpraxis, Strafe bezahlen mussten! Seitdem bin ich dann zum basiskritischen Korrektiv, zum sog. "Nestbeschmutzer" gegen ein System mutiert, das solch 'Druck' auf zur Kreativität erzogene Kids, also pure Destruktion zulässt, ja per Punktspiele-Praxis Sanktionen zu Tage fördert.


    Die Überzeugung, dass kinderfreundliche mentale Förderung ihre Eigendynamik zu Leistungssprüngen stimulieren könnte, aber blieb, auch wenn die Kraft zur Durchsetzung im Fußballbetrieb verschwunden ist, leider: ich bin zu ner Art Foren-Troll zusammengeschrumpft, komme mir so jedenfalls nurmehr vor, und ich gestehe: voll Argwohn, Wut, Widerwille. Aber ehrlich: nicht um meiner selbst willen, denn ich bin längst glücklich zum Tennis gewechselt, um der Kinder willen, denen Freiheit im Spielerischen zu oft versagt, nur der fremde Druck im Herzen bleibt. Oft würde ich ganz unmännlich in all den Männerbünden, die vor Ort über den KiFu herrschen, nur am liebsten losheulen - ein Eingeständnis, das nicht leicht fällt, aber wahr ist: es wird so viel kaputt gemacht u. ich Einzelner fühl mich grad auch bei den eigenen Kids nur so völlig ohnmächtig, dass mir mitunter schon suizidal dies ganze Leben verleidet ist, auch da alles nen Deja vu zur eigenen Kindheit, so ohne Fortschritt, daher scheinbar sinnlos ist - daher meine Reaktion, wenn "Druck" auf Kids so gepriesen wird :(


    PS: Individuell mag es Kinder gegeben, die - zB da bereits Multimedia-süchtig - gewissen Druck durchaus benötigen, um in Gang zu kommen, aber "trainiert" wird im Fußball eben als u. im Team. Kein Trainer kann mal eben in 1,5 Stunden 15 o. 20 Kinder fürs Leben per genau ihnen entsprechendem Druck formen, prägen, 'schleifen', auch noch ohne jede Ausbildung: dies zu glauben, wäre ja sehr vermessen...

    coke: Richtig - ganz schön viel, oder? Zu Erwachsenen sagt man oft gern, man mache sich Druck immer nur selbst, was etwas unkorrekt ist: eher auch o. oft, etwa, indem man innerlich äußeren Druck an sich heranlässt, davor zurückweicht bzw. Widerstand leistet etc. Wir sind vom Selektionsdruck im Grunde unseres Daseins zumeist aber biologisch entlastet, d.h. befreit. Psychosozial aber wächst vielen der Druck immer mehr über den Kopf, sie wissen damit nicht umzugehen. Schon jedes 4.Kind kennt Migräne, Burnout, auch Depression ist verbreitet. Und nun kommen Trainer u. meinen, die müssten auch noch in der Kinder Freizeit Druck ausüben, per Sichten, Selektieren der für sie Besten, per leistungsbezogenem Aufstellen, per "Fördern u. Fordern", wie es so verbrämt schön heisst? Klar, als Fassade heisst es da gern: wir bereiten so nur aufs Leben vor, weisen die Richtung (unsere!), stimulieren gar positiv Resilienz. Siche3r, aufm Platz gibt es Zeit-, Raum-, Gegner-, Mitspieler-Druck, aber wieso o. wieviel, das kann man als Trainer doch steuern, indem man da auf die Kleinen aufstachelnd herunter schreit "Rauf, rauf!" o. "Druck, Druck!": um die icheigenen Ziele zu erreichen - oder indem man sie einfach spielen, laufen lässt - wie früher beim Straßen- u. Wiesenfußball! Was wäre wohl kindgerechter, was hätten Kinder wohl für sich lieber, falls man sie jemals selbst fragen wollen täte? Man kann es an ihren Augen sehen: wann da Begeisterung blitzt - und wann sie verzweifelt anrennen und "fighten", wie Erwachsene o. schlimmer! Wer nie hinschauen mag, der wird dies auch nie erfahren u. von sich aus gehend den Druck verstärken. Was man wie gesagt sogar per Lob praktizieren kann. Ist man nur laut, penetrant o. aggressiv genug, werden Kinder nie protestieren, nur stumm mitmachen, zu Mitläufer - und nie große Spieler, die in sich zu ruhen verstehen, daher ihre Kraft u. Konzentration beziehen - werden. Und wird immer wieder wer auf sie Druck ausüben, da sie ja unter ihren Möglichkeiten spielen. Schade, schade, finde ich nur.

    DSV: Das ist die Illusion, die sich jeder gern vorspiegelt! Erst wenn man sich dieses Spiegels entreisst, kann man beginnen, wirklich sich selbst (Ich) im Anderen (Du) zu reflektieren - denn mehr vermag gedanklich kein Mensch, so sehr er auch glaubt, sich in andere hinein versetzen zu können o. dies vorgibt! Zumindest ich habe noch keinen Gehirn-Austausch zwischen Menschen miterlebt, das macht unsere Festplatte (noch) nicht mit ;):rolleyes:


    PS: Der Satz ff. war pure Selbstironie - nicht bemerkt?

    sich 90 Minuten lang auf eine Sachen konzentrieren können


    holzi: In Foren sucht ja jeder vor allem Zustimmung, sich quasi in seinen Ansichten rückzuversichern - daher erstmal danke! Fürs komplexere Schreiben kann ich echt nichts, denk nun mal so, kann nicht anders, sorry aber dafür, dass du Probleme beim Lesen hast. Denn: auch ich bespiegle mich vor allem selbst, will erstmal, dass wer ja und amen sagt (Projektion); Verstehen kommt danach (für den, der will: denn Erkenntnis folgt 'Interesse', gutem Glauben, Anteilnahme, sozialer Übereinstimmungsfantasien...) -
    Auch die, die Kids gern u. ständig Druck machen wollen, zu dürfen meinen u. dank aktueller Systemstrukturen auch können, lesen hier ja viel mit u. sie fühlen sich eben voll bestätigt, sobald sie von anderen lesen: Druck muss sein, hat noch keinem geschadet etc. Auch Strafe, 'liebevoll kleine Schläge, seien sie nur verbal, nominell...? Ich weiß, dass grad in höherklassigen, so meist vorbildhaft erscheinenden Leistungs-Vereinen o. DFB-Auswahlen u.ä. die dort eben auch oft honorierter bezahlten Trainer auf viel offenen wie latenten Druck setzen, will meinen zu über 90 %. Auch, da sie selbst wieder unter Erfolgs-Druck stehen: haben ihre Teams keinen Erfolg, fliegen sie dort bald raus! Was in kleineren Amateurvereinen hingegen praktisch nie passiert, egal, was auch auf dem Rücken von Kindern abläuft, einzige Ausnahme eben: man kritisiert die, die hierarchisch (also ganz un-vereint) über einem selbst stehen sollen, weniger wegen ihrer Fachkompetenz als ihrem Sitzfleisch (schon immer im selben Verein), ihrer Beziehungspflege usw. Grad so erdrückt auch Lob: wenn jeder wie üblich extrinsisch auf es (vom Trainer aus) statt (von sich selbst aus) eigene Motive baut: eine latente, letztlich alle in ihrer Eigenverantwortung aufm Platz lähmende Abhängigkeit vom 'Übervater' wächst dann heran - so entstehen dann wohl auch Gäps - die andere per Druck beseitigen zu können meinen: da sie ihn ausüben!! Wie aber drückt man Lern- o. Leistungslücken denn eher, besser, effektiv aus Anderen raus, mit Liebe o. Gewalt ?( Oder lässt man Kids wachsen: von selbst?!


    PS: Wer glaubt, irgendwer, gar Kinder könnten sich 90 min auf eine Sache konzentrieren, der könnte 100fach Druck machen u. würde nie was erreichen! Denn das kann kein Mensch!! Vielleicht sollte man da nochmal nachlesen, wer zu welch Aufmerksamkeitsspannen fähig ist, bevor man wehrlose Kinder aufgrund solch Irrannahmen quält? Die sind nämlich meist das Problem, der "gap" - nicht die Kids... ;)

    Sicher machte ich mir dann selber Druck


    Das wäre nicht Druck i.e.S., sondern eben grad das Gegenteil: intrins. Eigenmotivation! Man redet da nur im übertragenen Sinn von Druck: da man es sich anders nicht vorzustellen, zu veranschaulichen weiß! So aber verkehrt man die Phänomene - begrifflich sehr oft anzutreffen, daher ist Sprache so verwirrend ;)


    PS: Bei Druck ist hingegen der Ofen aus, wie du schreibst. Etwas anderes: wenn man selbst nen personal trainer nachfragt, um seiner eigenen Faulheit zu Leibe zu rücken u. stets die Vorstellung im Kopf haben kann - ich will das, der Trainer folgt meinem Motiv nach!

    Nachtrag, obwohl alles Wichtige oben gesagt: das Militär ist ein Zwangsapparat, streng hierarchisch: die Kleinen (meist Jungen) werden an der Front verheizt, während die Großen (meist Alten) fernab ihre Schlachtpläne aus Blut der Ersteren schmieden. Bestes Beispiel, wie fatal Druck für die ist, auf die man ihn ausübt! (Und Fußball hat von altersher bekanntlich viel Militärisches, das im Aufrüsten seit jeher nur beschönigendes Wort für Gewalt ist - stets nur zu Abwehrzwecken, klar...) Bestes Beispiel, was Druck nicht nur im kindlichen Empfinden bewirkt (einst galten auch Erwachsene aus gutem Grund als Kinder Gottes, wo heute nur jeder Ich sein will): HSV gestern! Ersatzbank für Nationalspieler, hektisches Rumgebolze, Stress, spielerischer Offenbarungseid - und hoffentlich Abstieg! :D


    PS: Leider konnte man nirgendwo mehr was dazu lesen, wieviele vom HSV mit ihrer Verlierermentalität zu Slomka's "Geistheiler" gingen - vermutlich keiner! Nicht dass ich den kennen würde, aber im Geist scheinen die Spieler doch irgendeiner Art Heilung zu bedürfen, noch mehr aber im Team als individuell. Was Druck sei, dazu muss man nicht viel philosophieren: HSV-Spieler haben ihn!

    Die Frage, ob wer Druck von außen, Trainern, Eltern, Lehrern, Chefs, (NLP- o. ä. Forderungs-)Formeln im Kopf etc. benötigt, o. so starken eigenen Willen bzw. Eigenmotivation hat, entscheidet über Sieger- vs Verlierer-Mentalität. Letztere lässt wegen "sozialer Faulheit" in Teams suboptimal funktionieren, nach Motto "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen" braucht man dann irgendwann von Dritten den Tritt in den Hintern etc. Als Kind sollte jeder ein Recht darauf haben, dass ihm a. Siegermentalität noch zugetraut, aber auch etwa b. die Angst vor zu viel Aufmerksamkeit, dem Auffallen zugebilligt wird etc. - alles bei Linz, Erfolgreiches Teamcoaching gut erläutert! Wer zB als Großer Kindern als Kleinen viel Druck macht, kann sie - zumal, wo er sich gern groß fühlt dabei - schnell in IHREN eigenen Motiven erdrücken. Dies gilt sogar fürs Loben als vermeintlich positives Verstärken. Letzteres mag zwar Absicht sein, da man sich als den, an dessen Lob fortan Selbst-Aktivität gemessen werden soll o. muss, in den Vordergrund schiebt, wird jedoch auch scheinbar so Positives wie Lob als etwas entlarvt, was erdrückt: Da es ähnlich wie im sog. Helfersyndrom sich selbst dient. Eins ist klar:


    Druck ist nie 1.Wahl, das hat die Absatz-Forschung zB zur Unterscheidung von schlechtem Push- u. gutem Pull- Marketing geführt. Ersteres funktioniert nur in der Masse, auf Masse bzw. Herdentriebe in den Leuten hin, letzteres baut auf individuelle Bedürfnisse, züchtet die jedoch z.T. künstlich erst heran, was zeigt: auch Pull-Effekte kann man wieder pervertieren, falls man falsche, fremdbestimmende Intentionen dabei unter der Hand verfolgt. Ebenso kann das Push-Marketing andere befruchten, wenn das Produkt stimmt: man wird zwar zum Probieren mit etwas Druck verführt, bemerkt dann aber die Vorteile, dass es einem selbst gut bekommt. So auch im Sport: wer in sich unmotivierte Faule trainieren soll, die eigentlich gar nicht selbst sich bewegen, viel Hingabe leisten wollen etc, muss mit Druck gegen sie, ihren überwiegenden inneren Schweinehund arbeiten. Bei Kindern aber spielt hier eine hohe Verantwortung mit, da sie per se nicht mündig u. wehrhaft sind, um sich u.U. gegen Eingriffe zu verwahren. Daher sollten nur ausgebildete Pädagogen bzw. Therapeuten Kindern gegenüber Druck ausüben dürfen!


    Wir alle hier aber wissen, dass es die in aller Regel im KiFu nicht gibt. Da macht meist jeder, wie er will o. denkt, u. bemerkt zu oft gar nicht, wenn Kinder dadurch unmotivierter werden, ihren Spaß o. ihre Lust auf Bewegung u. Etwas-erlernen einbüßen, verlieren. Dann büßen die Kids für die Ausbildungsmängel ihrer Betreuer, was sonst per Gesetz ausgeschlossen werden soll, von der Krippe an aufwärts ist jeder, der Kinder prägend betreut, zur pädagogischen Ausbildung von genug Fachverstand verpflichtet u. wird in einer Aufsichtsstruktur kontrolliert. Dass es in Vereinen oberflächlich ohne all diesen sonst üblichen Aufwand in etwa funktioniert, ist fast ein Wunder, aber um den Preis, dass keiner hinter die Kulissen schauen dürfen soll, jeder der es betriebskritisch tut, sofort o. schnell rausfliegt, entfernt wird - wieso? Weil es zu viel Missstände zu entdecken gäbe, die zulasten von Kindern Schaden anrichten, sich auch durchaus sehr negativ für sie auswirken. Aber es ist viel leichter immerzu wortstark ihren Spaß zu beschwören, obwohl man sich anders verhält, später den Dropout o. Fangewalt geschickt als gesellschaftlich bedingt weg zu erklären, die Kosten stets outsourcend...


    PS an DSV: Sehr gut, dass du dich dem Phänomen stellst! Entscheidend ist nicht, dass du gestern Druck gut u. richtig fandest, sondern, dass du differenzierst, veränderungswillig und -offen bleibst, kritische Fragen ernst nimmst - tun nicht so viele, eher ganz wenige! Ich werde mich auch nochmal schlauer zu machen versuchen, inwiefern o. wem gegenüber man Druck positiv einsetzen kann: als Trainer von Erwachsenen ist das ja legitim, denn man merkt u.U. selbst schnell, wenn immer weniger kommen - und dann muss man sich Fehleinschätzungen auch stellen o. fliegt raus, da die Anderen abwehrend selbst Druck machen! Bei Kindern aber, die fressen ihn in sich rein, schweigend, leidend - und irgendwann ist IHR Spaß ganz klein geworden... ;(

    Karl: In diesem Land, seinem Fußball sind Kinder nichts wert, sofern sie nicht Erwachsenen (im Prinzip monetär fixierten Denkens)einen Zins, Renditeeffekte verheißen, richtig, leider...Völlig korrekt auch dein Hinweis, dass in erster Linie Eltern (bzw. 'die Gesellschaft', wo Eltern versagen) verantwortlich sind, welche aber nunmal gern ihre Kids nur billig abschieben, sich danach um nichts kümmern. Nur können deren Kids nichts dafür, sind mit ihnen schon bestraft genug, oder?


    Vom Trainer her betrachtet ist der, der im KiFu tätig ist u. primär auf Bezahlung, Ehreninsignien, Erfolge aus ist, fehl am Platze, soweit dazu. Vom System aus betrachtet aber ist es ein bezeichnendes Signal, dass Kindertrainer keine Bezahlung wert sein sollen (außer sie betreuen die sog. Toptalente, die dem System später eine Rendite versprechen, dh per Spitzenleistung für Erfolg stehen) u. im Zweifel keinerlei Ausbildung o. Aufsicht brauchen, Motto: ist uns schietegal! Dann aber sollen diese Personen in ihrer Position aktuell noch weiter exponiert, allen vorangestellt werden im Idealismus, dass so alles besser ablaufe, wo sonst in der Gesellschaft stets die, die etwas am intensivsten lernten, also ausgebildet wurde, wegen ihrem höchsten Fach- u. Sachverstand die Führung des (Spiel-)Betriebs verantworten. Wer käme auf die Idee, den unausgebildeten Praktikanten die Firma o. Schule leiten zu lassen, nur weil er am billigsten zu arbeiten bereit ist, keinerlei Bezahlung für seinen Job fordert? Jeder würde bemerken, dies sei absurd, oder? -


    Inhaltlich nun gehört diese Thematik eher zum "Mentalen Teamcoaching" im Erklären, wieso derartig ja übliche Trainerköpfe im KiFu sodann Teamgeist/-play belasten o. abtöten können. Was - sobald die 'Kleinen' mündiger werden - m.E. sozialpsychologisch in direkter Linie zu Dropout bzw. später u.U. Aggressionen derer, die nurmehr als Fans passiv am Spiel teilzunehmen verstehen, führen kann (nicht muss) - ein im fußballspezifisch häufigen sozialen Widerwillen vermutlich wirklich zu hochkomplexes Thema für Forendiskussion. Daher will ich hier keinen weiter damit belasten, obwohl nur mehr Aufklärung u. Sich-auseinandersetzen (derer im 'guten Willen') - wenn überhaupt - positiv Veränderung bringen könnte. Vielleicht ist die sog. Kinderfeindlichkeit in unserem Lande aber auch nicht mehr zu korrigieren, uns zur 2.Natur geworden...? Daher stärke ich auch den Trainern unserer Söhne zB den Rücken, sehe aber eben auch ihre blinden Flecken: dass sie am liebsten doch wie fast alle sich selbst loben, Erfolge eher sich statt den Kids zuschreiben etc.: nicht weil sie 'böse' wären, sondern die Gesellschaft uns von der Wiege auf ihre Denkmuster einimpft, vorgibt - und es (zu) viel Selbstarbeits-Aufwand kostete, daheraus eigene Denk- o. gar Handlungsmuster alternativ zu entwickeln: von niemand zu verlangen, aber doch ante portas pro Kids (Nach-wuchs, aber auch mehr: echte, selbsteigene Zukunft statt Unter-bau unserer Denksysteme!) zu erhoffen... Oder was meinst du? :S

    DSV: klar, wieso Druck verteufeln! "Mit ihm ist es wie mit dem Loben, manche brauchen es mehr als andere" - ein Kinderversteher? Ich als erwachsen gleichrangiger Counterpart würd dir da was pfeifen, ehrlich! Es macht ja auch soviel Spaß, ihn auszuüben, Lob - an die, die eigenen Zielen nützen - selektiv zu verteilen, bevormunden, alle wie Marionetten des eigenen Spiels aufstellen: dem Chef gegenüber den kleinen Mitarbeitern, dem Lehrer gegenüber unterlegenen Schülern, dem Sieger contra Verlierer - so Vater und/oder Kindertrainer sein Druck auf unmündige Kinder! Oh du schöne patriarchale Welt, was wärst du nur ohne diese Floskeln, dass dein Druck doch Spaß für alle anderen sei! So stehen sie da am Rande, die Trainer, die Väter, immer öfter auch Mütter o. Große Brüder, die (für Profis noch zahlenden) Fans, Vereinsobere und alle schreien, machen das, was sie wollen: Druck, Druck, Druck! (Fast geniale Männer-Alternativfloskel: Drauf, drauf, drauf! Und wie heisst dann im Smalltalk mit kritischen Eltern: es geht hier doch nur um: Spaß, Spaß, Spaß!) Und kaum wer ist da, der die todtraurigen Kinderaugen in diesem fan-atischen Spektakel u. Zirkus für die Erwachsenen noch sähe - oh du schöne, neue-alte heile Fußballwelt der Vereine! Danke dafür, zeigt mal wieder, warum ich hier wenigstens ab u. an mal opponieren muss - auch wenn dann fast alle schnell nur Bahnhof zu verstehen meinen, da es nicht lohnt, für Kinder die eigenen grauen Zellen mehr zu bemühen? Aber ich bleibe dabei: ganz viele, die dieser Art Druck machen, stünden bei Herren ganz schnell ohne Team, allein da - wetten? Probier's mal aus, indem du Herren trainierst u. dich wie viele Kindertrainer aufführst! Daher nämlich hören die meisten der letzteren auf, wenn sie ihre Kinder nicht mehr als Entree in den Fußball haben: bei den Herren hätten sie Null Chance, als Trainer anzukommen. Das weiß ich so genau, da ich mit etlichen Vorständen redete u. die hinter den Kulissen schon oft sagen, was sie wirklich denken, auch vom eigenen KiFu u. dessen Personal halten. Das trifft natürlich nie auf alle zu, aber auf die, die so gern von sich als Großen auf wehrlos unmündig Kleine Druck ausüben fast stets, auch bzw. gerade in Leistungsvereinen, Stützpunkten bzw. Auswahlen...


    So, sorry, musste sein, da ich sowas nicht so einfach lesen kann, ohne dass sich meine Nackenhaare aufbäumen: denn auch unsere Kinder müssen diesen Druck (neben aller Schule) ertragen: nur weil sie Fußball lieben u. alternative, kritische Trainer wie ich im System von oben abgesegnet abgeschossen werden, weil sie offen für kindgerechteren, faireren Fußball mit mehr Respekt eintreten! Wen die betroffenen Kinder selbst dabei als Trainer wollten o. gar lieben, Demokratie, recht, Wahrheit, Kompetenz o. Qualifikation ist dabei leider in der Regel völlig unerheblich - Glückwunsch an alle, die in einem Verein sein dürfen, der soziologisch die Ausnahme darstellt. Wieso Ausnahme? Da erwachsene Menschen fast immer im Herdentrieb o. Gruppenzwang befangen: nervös, hektisch, ängstlich, gehemmt sind, sich per Schwarmintelligenz hinter 'allen anderen' verstecken, wie zB Financial Behavior zeigt: um dem Binnendruck aufs eigene Rückgrat, der sozialen Angst (dh Enge) auszuweichen übrigens. Aber auf Kinder Druck zwecks eigener Ziele o. Ehr-geiz machen, tja, das ist so schön einfach in dieser Gesellschaft, da schauen alle nur weg, sagen nichts. Wart ihr alle denn nie mal Kind, habt ihr nie unter all dem Druck gelitten, den Erwachsenn ausüben? Möchte man fast glauben. Dabei ist es die sie entspannen lassen sollende Freizeit, der Fußball aller Kinder, nicht 1es Erwachsenen als übermächtigen Kopfes, der sie wie einen ihm gehorchenden Organismus o. Leib behandelt, sich einverleibt, zu seinem Material erklärt, auf das er Druck machen dürfte. Was kann man als Eltern dagegen tun: nichts! Nur wieder Kinder davon so befreien, dass man sie zugleich für diese Erwachsenen bestraft, indem man sie aus dem Fußball entfernte: Opfer anstelle der Täter! Das ist leider die (politisch oft - zu ihrem Besten, klar - unter-drückte) Wahrheit von allem... :( (Vorsicht Ironie!)


    PS: Will ich noch anfügen - meinem Gefühl nach blockiert Druck eins vor allem: Spielintelligenz, zumal in Teamplay! Mich hat er jedenfalls früher oft im Kopf blockiert, irgendwann hab ich dann in Teams mit Druckatmosphäre einfach nie mehr gespielt, mir die seltenen Ausnahmen gesucht - und obwohl da schon fast 40 (also wohl erwachsen) war ich plötzlich besser, bekam noch etliche Anfragen von Trainer ausm Herrenfußball wg. der Ruhe, die ich ausstrahle - nur hätte ich die bei den meisten eben ganz schnell wieder eingebüßt! Wieso schießen denn noch Profis so oft aus 2 Metern vorbei: zu viel innerer, ihre ruhe zerstörender Druck! Auch im Tennis, wo ich erst vor 5 Jahren anfing, spiele ich nun schon Verbandsklasse - wieso? Kein Druck! Keiner da, der meint, von außen ihn mir machen zu müssen (um ihn so für sich selbst abzubauen, also seine statt meine Bedürfnisse zu stillen: auf meine Kosten)! Nie ne Trainerstunde gebucht, dafür aber besser als welche, die von Jugend auf Trainer hatten! Fazit: ich hasse schon das Wort Druck, das wer im Munde führt, um ihn auf mich o. andere, meist ihm ausgeliefert Unterlegene auszuüben. So falsch kann mein Denken nicht sein, sonst hätte ich ohne (extrinsischen) Druck nicht viel mehr sportlich Erfolg geerntet als mit. Daher mein entschiedenes Veto ;) Sicher haben viele nen starken inneren Schweinehund zu besiegen, um Erfolg zu generieren, benötigen mitunter gegen ihn von außen Hilfestellung - das meinst du evtl., aber: kann sie in Druck bestehen, so wie du es formulierst?

    guenter: Wer Ideen umsetzen möchte, benötigt politisch die Macht zur Durchführung - daher ist vieles ein sehr langer, dornenreicher Weg! Gegen gute o. richtige Ideen spricht er aber nicht als Totschlags-Argument, dann wäre man in Diktaturen ja per se im Recht, indem man jeden mit anderen Ideen einfach aus- o. einsperrte! (Vgl. Nela: "Diktat von oben" - ja, so wird in miss- o. unstimmigen Systemen leider oft vorgegangen...) - FPL ist ja im Grunde voll systemkonform: sie greift niemand an, entfernt nur die schwächsten Glieder: Eltern u. Schieris, hhm, stärkt aber all die in ihrer Wichtigkeit, die eh das Sagen haben: die sog., nur immer öfter versagende Ordnung* von oben her...


    Karl: mach dich nicht ständig in ernsten Themen so über alles lustig: Sollen, wollen wir hier juristisch diskutieren, wäre das "konkret"?! Du weisst genau, was ich meine, oder? Aber nochmal erklärt - das alte Sprichwort: "was nichts kostet, ist auch nichts wert!" dürfte auch dir bekannt sein, oder? Kindertrainer kosten fast nichts, was signalisiert: ihr, eure Arbeit ist (uns, dh denen, die in Verein o. Verband das Sagen haben, entscheiden, wichtig sind) nichts wert! Sind Trainer für kinder nichts wert, heisst das aber: die Kinder sind 'uns' nichts wert: keine Ausbildung ihrer Betreuer, keine kontrollierende Aufsicht, wer wie mit Kindern umgeht, welche Werte man vermittelt, kein fair-freier Ich-Du-Dialog, ob in Teams alle gleichberechtigt o. gar entwürdigend behandelt werden, ob die Verantwortung nur auf geduldigem Papier steht o. reell praktiziert wird, kein echtes Wir! All dies ist: nichts wert im KiFu, und das sagen hat de facto meist nur einer - als sei dies seine Bezahlung, sein Honorar!!! Und das ist das ursächliche Problem, das das FPL-Konzept eben nicht ausdrücklich nennt, indem - sicher 'diplomatisch' wie pragmatisch als (evtl. eben fauler) Kompromiss gemeint - an Symptomen kuriert, u.U. aber grad absurd ein Bock zum Gärtner erklärt wird. Worüber dann vielfältig eine dünne Firnis per Verkleidungen (TR- o. Vereins-Logo aufm Anzug etc.), Ämtererfindung: auch ohne jede Quali Titel wie Trainer o. JL vergebend etc. gelegt wird.


    Wieso ich so urteile? Mitfühlend mit unseren Kindern, aber auch in eigener Jugend habe ich zuviele von denen erleben, erleiden müssen, die ich weit mehr zu Böcken denn Gärtnern zählen würde, denen ich die zugeschobene Verantwortung folglich nicht zutraue: Hätten sie sie, würde sie sich nämlich schon mal zuallererst ausbilden lassen, vgl. Horte, Krippen, Kindergärten, schulen o.a. Einrichtungen - überall ist dies selbstverständlich, wo wer fremde Kinder betreuen soll o. will, außer im sog. Vereinleben! Sie wissen es nicht besser: Da das System allen suggeriert: es genügt, wenn wer das TR aufm Anzug hat! Schön billig u. Tradition, also: Ruhe - u. Friede, Freude, Eierkuchen? Mitnichten. Obwohl es eben auch hier genauso unverantwortlich ist, völlig unausgebildet Kinder fürs ganze Leben lenken u. prägen zu wollen, dies als Vorstand o. Jugendleiter im Verein bis hin zum DFB wie seit jeher so abzunicken, da man das Geld lieber nur in Renditechancen steckt, aus dem breiten-KiFu es eher abzieht statt ihn zu subventionieren: ein echter Skandal, aber völlig normal! Logisches Ergebnis zB: massiver Dropout, sobald Kinder ein eigenes Ich entwickeln, mündiger u. mobiler werden, Alternativen finden u. selbst entscheiden dürfen. Für mich sehr traurig, wie steril (!) dies ganze System gegen Kinder, ihr reelles Wohl ist! Dies per Aufklärung in Köpfen zu verändern, ist mein Ansinnen. Offenbar geht's fast allen 'Großen' mächtig gegen den Strich: jeder soll auf Linie sein? Aufgeben aber gilt für mich (noch) nicht, bin ja noch nicht scheintoter Greis... :huh:

    Karl: ...Für mich sehr traurig, wie steril (!) dies ganze System gegen Kinder, ihr reelles Wohl ist! Dies per Aufklärung in Köpfen zu verändern, ist mein Ansinnen. Offenbar geht's fast allen 'Großen' mächtig gegen den Strich: jeder soll auf Linie sein? Aufgeben aber gilt für mich nicht... :( Sorry, bitte nun bei Interesse an anderer Stelle nachlesen...

    denn "machen" kann keiner eine Aufstellung, verantwortlich durchführen können dies nur Experten. Mir ging es ausdrücklich nur um die Team-, nicht eine Familien-Aufstellung: wenn du das 1:1 durcheinander wirfst, erweckst du leider völlig falsche Eindrücke, ob tendenziös gewollt o. nicht: ? Mit Genogramm hat dies aber gar nichts notwendig zu tun, dies begrifflich abzuklären reichte schon ein Blick hinein bei Wikipedia, den ich für dich tat, nun zwecks nem gewissen Konsens diese Plattform zitierend: "Heutzutage werden Genogramme in der Familienforschung, der Medizin, der Psychologie, der Psychiatrie, der Bildung und der Sozialpädagogik angewandt. Außerdem benutzen einige Familienberater Genogramme, um ihren Klienten Probleme besser darstellen zu können. Der Ursprung der Genogrammarbeit reicht weiter zurück als in der einschlägigen Literatur benannt. So zeigte das Deutsche Hygienemuseum Dresden im Dezember 2006 Genogramme mit der einschlägig bekannten Symbolik in einer Sonderausstellung. Diese Genogramme fanden im Dritten Reich Anwendung bei "Rassefragen", vermeintlich vererbten Charaktereigenschaften, Behinderungen oder Suchtmittelabhängigkeit. Eine unreflektierte Nutzung dieser darstellenden Technik ist ethisch und moralisch fragwürdig. Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Aspekt fehlt bisher..." Du siehst: mit vorschnellen Gleichsetzungen bewegt du dich auf so dünnem Eis, dass es fahrlässig ist; erklärlich nur so, dass du zwar mal bei Aufstellungen mitgemacht hast, aber eben nur als aufgestellter Statist ohne rechtes Verstehen, nun aber daraus alles Mögliche ableitest, was dir in den Sinn kommt: oder? Und ich muss das dann hier korrigieren, um mein Thema vor haltlosen Vorwürfen zu retten? Ne blöde Arbeitsteilung für mich: es geht mehr um spitzfindige Details, die fehlerhaft präsentiert werden, als MTC im Ganzen... Daher hab ich auch keine große Lust mehr, sorry.


    Hatte dir u. DSV zugleich geantwortet - er behauptete für mich eher skuril, er habe nen Schein fürs Familienaufstellen. Deshalb fragte ich nach inwiefern er den habe. Wie vernünftig welches Konzept im Detail sei, das zu diskutieren ginge zu weit off Topic. Ansonsten siehst du doch selbst in anderen Threads es kritisch, wenn sogar sog. Profi-Trainern in Kids was trainieren wollen, das es i.d.R. alters- o. eben intelligenzmäßig noch gar nicht gibt! Da bringen systemische Aufstellungen dann zB Aufschlüsse - grad für Trainer selbst! Nun denn, egal, ich werde weiter versuchen, Leute davon zu überzeugen, dass unsere o.a. vor allem uns selbst aufspaltende Trennung von Körper u. Geist - auf dass ein steriler/--lisierter Kopf alles Leben- und Leibesüben steuere - weit mehr Schaden anrichtet, als hernach mechanistische Berechnen von Kalkülen scheinbar an technologisch-ökonomisch nützlichen Ertrag bringt. Ein Folge zB: dass dann sog, selbsternannte erwachsene, aber nicht verständige Sichter/Scouts/Trainer schon über 7- o. 8-jährige ihr rigides, da von sich, ihrem Blicken statt dem fremden Serin (im Kinde) ausgehend meist negatives Urteil fällen: du schaffst es nie, du wirst aussortiert, ab zu denen, die unsere 'professionelle' Förderung nicht wert ist, du gehörst außen vor...! Diese systemisch selbsternannten Fachleute (kontrolliert nur durch sich selbst in ihren Erwachsenen-Zirkeln) erahnen nicht mehr, was Leib u. Seele ausmacht o. Heranwachsen eigendynamisch bedeutet. Daher stellen diese sich oberwichtig ver-nehmenden Leute zwanghaft alles auf sich, ihr Ego ab, buttern Kids unter! Dies zu korrigieren ist daher dringende Aufgabe, um Kindern wieder ihr Freisein für sich selbst zu geben: zurück zu erstatten. Dass dies kaum wer diskursiv-offen zu verstehen bereit, tja, das ist schon ent-täuschend, aber symptomatisch in unserer kinderarmen wie -feindlichen Gesellschaft, ihre 'Grund-Aufstellung'. Erwachsene nehmen zuerst nur sich selbst, ihresgleichen wahr, bleiben als 'Protagonisten' (positiv anerkannte Hauptpersonen) unnatürlich unter sich - schon mal aufgefallen?


    Ich kann jeden nur bitten: 1. Interesse entwickeln, 2. sich informieren, 3. ums rechte Verständnis ringen statt eilens alles nur verdammen u. aburteilen. Danke!

    Fazit: Trainer haben ihre Aufgaben hier ungenügend wahrgenommen.


    Plus Zitat guenter: "am meisten verbreitet ist das Nichteinhalten der Coachingzone, nirgends gesehen.nach 10 Minuten Spielzeit war die aufgelöst, oft greifen die Trainer, häufig ein Dominanterer ,von Aussen mehr ein, als manche Schiris..."


    Genau da wurzelt das Problem - mit wie ohne FPL! Wer quasi alles auf unausgebildete Personen setzt, die Ordnung immer mehr an ihnen allein festzumachen versucht, produziert u.U. am Ende nur eine Totgeburt. Doch darüber intensiver nachzudenken, ist z.Z.. nicht gewollt, da das Baby noch innerleiblich heranwächst, verständlich zwar, aber nicht zuträglich. In ähnlichem Zusammenhang versuche ich zB seit langem, dass sich unsere in der Region monopolartig die öffentliche Meinung vorbestimmende Tageszeitung mal des Themas "Dropout" widmen würde, statt fast ausschließlich nur jede Woche neu u. trotz Verfehlen fast aller sportlichen Ziele stets positiv über den hiesigen Leistungs-JFV zu "berichten" - inkl. Ursachenforschung. Denn wer ist der erste Verantwortliche fürs Tam, wo wäre da anzusetzen? Doch keiner will dies wohl, da dann ein Problemkomplex lawinenartig losbrechen könnte: keine Ausbildung, keine Bezahlung, keine Aufsicht etc. - eigentlich müsste dies dem Jugendschutz-Gesetz nach verboten werden. Doch dagegen stehen massive Interessen: Vereine, DFB, Sponsoren (der sog. Aushängeschilder), alle funktionell sog verantwortlichen Personen, die nicht grundlos bisher allein das Sagen haben, Eltern, die vorrangig bequem ihre Ruhe behalten wollen etc. Bei solch breiter Front lässt sich daher mit bloßen guten Worten nichts in Köpfen bewegen, nichts in Zeitungen veröffentlichen, ins Nachdenken bringen, was ja nur unsere unmündig Kleinsten beträfe... :S

    @FB: Wenn jeder Worte privat definiert, wird Verständigung schnell unmöglich bzw. bleibt alles beim vagen Raunen. Daher streite ich weniger um Worte als deren differenten Sinn (bring ansonsten gern Wiki als Normalkonsens ins Spiel, wobei ich von jedem erwarte, sich erstmal da selbst zu informieren) - und der leuchtet mir noch nicht vollends ein, zumal im Blick auf Spielintelligenz. (Bin ja bescheidener im Ansinnen, s.o.) Sonst hätt ich nie niemals all die Unwissenden gegen dich in Schutz genommen, wo sie mich auch meist nicht verstehen ;)


    PS: Bei uns laufen ja gar Schlauberger-Trainer (JLZ/Stp/Vereine) herum, die schon 8-jährigen einbleuen: ihr werdet es nie höher schaffen! Da war Uwe's neuro-biologischer Hinweis ja goldrichtig...

    Denn wat der bur nit kennt, dat frit er nicht! Guenter: wie "machst" du denn Familienaufstellungen? Davon hattest du doch gar nichts geschrieben - und den "Schein" würde ich auch mal gern sehen! Was real ist, kannst du gern nachprüfen auf der Homepage der hiesigen Vhs, meinen "real name" hast du ja! Find die rigide Reaktanz nur immer wieder erstaunlich (grad, da es um Kinder geht, denen man offenbar gern ihrer Chancen auf mehr eigener Freiheit im Sich-entfalten beraubt), kommentiere dies aber nicht mehr weiter: Überzeugen könnte ich nur den, der offen für echten Ich-Du-Dialog ist! Übrigens auch was, das Kids noch in Rollenspielen viel lernbereiter ausprobieren als "Erwachsene", die (als moderne Sub-jekte*) nun mal sich selbst allem, falls es damit etwas auf sich haben soll, zugrunde legen wollen....
    *Daher zitierte ich hier sogar mal den nie aus seinem Dorf Königsberg herausgekommenen Chef-Aufklärer Kant vs noch Weltbürger Descartes' "ich denke/zweifle (also: weiß nicht), also BIN ich" - ich dabei noch ganz klein geschrieben: Zweifeln bzw. denken (als Selbst-Vollzug) aber das Tor zu wahrhaftem Sein vs bloßem Schein!

    Tja, Guenter, die Welt soll heute nicht nur keine Scheibe mehr sein, sondern sogar nie stillstehen! Wer aber dies dennoch für sich tut... Spielintelligenz ist eben auch nicht mehr simpel das, was sie mal war. Abertausende Spitzensport-Trainer, -Forscher, -Coache oder sonstwie -Manager allerlei Couleur müssen doch schon irgendetwas produzieren! wer wollte ignorant dies ihnen absprechen? Ob dies alles nur Zeitwert o. mehr entwickelt, sei dahingestellt, wer aber up-to-date sein will, sollte sich stets eigenständig dazu informieren, bevor er nur noch Bahnhof versteht, wenn die Besserwisser zu raunen beginnen und er unter ihre Räder zu geraten droht... :P:D


    PS: Ich bin ja bescheidener - würden erstmal all die, die als Trainer Teams aufstellen, den spielentscheidenden Wert von Spielintelligenz im Team an-erkennen, sich selbst in ihrer Rolle zurückstellen etc. - dann wäre für die Spieler u. ihre Entwicklung - nicht nur im KiFu - oft schon viel gewonnen! Etwa als 1.Regel: das Spiel ist aufm Platz - im lebendigen Teamgefüge - zu führen statt vom Rand aus! Spitzfindige Details kämen daher später...

    @Uwe: Da hast du erstmal völlig Recht. Ich glaube fast, FB könnte schon Zweijährige in die Bundesliga führen, wenn man ihn nur ließe ;) Aber im Ernst u. sorry FB: Zu Resilienz zB gibt es schon länger Bücher, die sogar diesen Begriff als Titel haben! Man müsste sie nur lesen wollen: ich würde mich daher auf komische Nachfrage gar nicht mehr so einlassen, dass ich dies Phänomen dann in der ja stets geforderten Kürze u. Einfachheit zweifelhaft erklären muss statt für die schnelle Wurst auf Wikipedia zu verweisen. Auch eine Vermengung des Mentalen mit Intelligenz wirft definitorisch sauviel Probleme auf: oder?
    Intelligenz ist wiss. bekanntlich höchst unterschiedlich: Es gibt folglich Ausnahmetalente, die schon früher mehr wie andere, evtl. sogar als Erwachsene "peripher sehen" können. Auch sie, nicht nur breites Mittelmaß haben dann ein Recht auf Fördern! Intelligenz kann u. muss ja auch immer stimuliert werden, ist nicht einfach so da. All dies kann man ja nachlesen. Das selektive Wahrnehmen ist aber m.E. noch weitaus entscheidender, ebenso der Mut zum Risiko im Dribbling, Alleingang o. konsequenten Abschluss: grad gestern wieder im Länderspiel zu sehen - wo der Schwabe u. 'Erfolgstyp' Löw übrigens auch wieder sehr selektiv, sprich: befangen seine Neunationalspieler ausgewählt zu haben schien - merke: wer bei Schwabenclubs spielt, wird schneller Nationalspieler... - Das eigenverantwortet selektive Wahrnehmen (Lassen) wie Handeln (Tun) wird aber oft durch zu frühes Drillen aufs Zusammenspiel ausgetrieben, so das für Intelligenzaktivierung wichtige Entscheidungstempo im Kopf blockiert... Dazu aber gibt's noch keine auf Sichtungs- o. Trainingsmoden surfende Bücher - leider, will ich mal behaupten! Mein Appell daher: erst lesen, dann aber auch noch selber dazu nachdenken, was stimmt, wirklich wie ankommt - so wenig ausrechenbar einfach u. leicht das Trainergeschäft dadurch auch werde, so unbeliebt dies gemeinhin auch machen mag, dafür zu werben.
    Was etwas bewirkt o. Spielintelligenz (bzw. ebenso entscheidend: Charakter) bedeutet, ist stets unvoreingenommen durch das eigene Trainer-Ich, schlau verbreitete Patentrezepte bzw. Begriffe, also erst individuell u. dann im Team-Ganzen aller Einzelteile zu betrachten... :thumbup:

    Man sollte Menschen stets individuell betrachten und auf IHRE Ziele beziehen: (zu) viel Lob von Trainern, Eltern etc. kann auch schnell intrinsische Eigenmotivation ersticken o. fehlendes Lob eigenem Ehrgeiz grad Impulse geben: dem zeig ich's! Es kommt eben auf jeden Einzelnen im (frühkindlich geprägten) Charakter an.
    Ob es Trainern in seiner Aufgabe gestattet ist, einige Kinder viel zu loben, andere gar nicht, einige zu Stars zu erklären, andere - gar wider reelle Leistung - persönlich zurückzusetzen etc., ob es für alle gerecht zugehe o. zuerst nach Vor- u. Belieben von Einzelpersonen, Trainern (zulasten einzelner, ihrem Urteil ausgelieferten Kindern) - das entscheidet 'der Verein', JL, VV etc. Wer aber gern mit Fairplay, Integration, Sportsgeist sozialen Werten bei Verwaltern öffentlicher Kassenlagen hausieren geht, der müsste dann auch demgemäß handeln. Passiert leider im Lande immer seltener reell. Für Kinder ist natürlich vor allem interessant, was sie vor ihrer "peer group" gelten, nicht, was ein Trainer dann im Stillen zu deren Beruhigung - vermutlich allen - Eltern sagt! Vermutlich ist der beschriebene Trainer jungs-fixiert, da er sich mit seinen ichbezogenen Träumen natürlicher, besser in sie hinein projiziert kann - vielleicht sollte man ihn mal mit solch Psycho-Analyse konfrontieren? Das Dumme nur: je mehr sie ins Schwarze träfe, desto eher könnte er mangels Selbstreflexionswille per Blockade, sauer reagieren, mit allen neuen Risiken fürs Kind - daher: Vorsicht: Solch Trainer wollen sich meist in ihrer Identität über dieser Rolle etwas beweisen, tragen ein innerlich tief verletztes Selbst mit sich herum, ohne sich - mangels eigens verspürtem, da verdrängtem Schmerz - dies eingestehen zu wollen/können. Wer daran therapierend zu rütteln beginnt, wird schnell als Feind vernommen, rigoros abgewehrt... Dies wird dann uU auf dessen Kind negativ projiziert. Also evtl. lieber privat ausgleichen? :(


    PS: Vllt einfacher gesagt - ist euer Kind ohne Lob motiviert, gut, lernoffen, dann ist es innerlich top-gesund o. die aktuelle Situation (Mädchen unter Jungs) offenbar Motivation genug und der Trainer nicht euer Problem(-Kind) - lasst ihn u.U. einfach, außer seine scheinbare Abneigung wirkt sich ungerecht auf Spielanteile etc. aus! Dann wäre Holland in Not, da er die Aufstellungsmacht hat u. wider Kind- bzw. Leistungsgerechtigkeit genießt, sich aber kaum wird freiwillig reinreden lassen wollen....

    Früher hat man "bitter" verprügelten o. vergewaltigten Kinder gern gesagt: seit froh, dass ihr nicht totgeschlagen wurdet! Später, wenn ihr groß seid, dürft auch ihr das süße Leben genießen o. es besser machen - was gemäß dem neuen Buch "Deutschland misshandelt seine Kinder" dann in aller Regel dazu führte, dass der einstige Schmerz im eigenen Schmerz-Zufügen-Karriere 'kompensiert' wurde. Dies Muster mag nun offiziell abgeschafft sein, in den Köpfen aber ist es eben noch voll verankert, wie etwa das TA-Modell aufzeigt: der welt-offene Ich-Du-Dialog wäre der Kommunikation Erwachsener von Gleich zu Gleich überall angemessen, - doch wo kommt er reell vor? Grad im Sport regiert unter der Hand jene ganz andere 'Kommunikation' vom Eltern- zum Kinder-Ich - ein Trainer, Vorstände (o. neu: Geldgeber) als erstbestimmende Chefs (=Machtinhaber), ein dominant tonangebender Spielmacher o. -führer (Kapitän), Stars, wo doch das Team verbal der einzige "Star" sein soll: was man nur stets betonen muss, da dem in der Praxis fast nie so ist - immer mehr latente Hierarchie vs echte Harmonie. Wieso? Jeder möchte gegenüber seinen Mitmenschen Eltern-Ich: "groß", Sieger, dominant sein, da er fast stets aufs Kinder-Ich reduziert wird: als Geld ver-dienen müssender Arbeitnehmer, als politisch nur repräsentiert freier Pseudo-Souverän: ob nun demokratisch Wähler, massenmedial Zuschauer/-hörer wie marktlich Ein/Abkäufer: was angeboten wird, bestimmen stets erstmal andere, die oben u. man je selbst ist unten - alles für lange Zeit u. fast überall bitter. Das Süße aber bleibt vor allem, ein oft leeres Versprechen - so auch im Fußball!


    Wie viele Kids sollen ständig alles geben, ernsthaft sich anstrengen - für den Spaß derer, die dies sagen, fordern, wollen! Und wer wird am Ende vorn den Kids etwas anderes ernten als das Erbe eines Postens über anderen, falls man sich genug anpasst, lange genug den verschlagenen Diener vor anderen machte, bevor man sich dann nach oben gedient hat, dank Geld, Macht, Brutalität? Wer würde im "Traumberuf Fußballprofi" (vgl. aktuelles, letztlich natürlich noch systemkonformes Buch) wirklich frei? Im Grunde jetzt, aktuell doch niemand, bestenfalls "später mal", nach dem großen (End-)Sieg?! Wann also in echt? La dolce vita - nichts als Traum, Illusion, Schimäre - oder Farce! Selbst wer Weltmeister würde, kann morgen schon - vor wie in sich selbst - abstürzen...


    Bittersüß - wo Leben ist zum Sterben schön, in unserer bequemen Spaß-Gesellschaft, wo stets andere für uns vor-bestimmen, definieren, was dieser Spaß sei, über die Köpfe aller hinweg: wo jeder nurmehr ein anderer ist, ein sich selbst im Grunde Fremder? Daraufhin zielt doch von Kindesbeinen auf alles ab, wo man später dann bloß im Mainstream mitmacht - Erziehung zu uns ("erwachsen" genannt) als Eltern-Ich hin per "Zensuren", Taschengeld, Lob wie Tadel etc. Nur mal so zu möglichem Nachdenken, was wir von Kindern lernen könnten, statt sie von uns - sorry: ich erinnere mich noch zu sehr daran, wie bitter vieles in meiner normalen Kindheit war - auch mein (nunmal trainerbestimmt negativer) Fußball im Verein: wo der sog. "Spaß" nichts als Quälerei war: weswegen mein Freund u. ich nach 3 Monaten zurück auf die wilden, freien Wiesen flohen. Und was hat sich seither wirklich so Großartiges verändert, wo ist mehr Bewusstsein für Kinder, ihren Spaß, ihre Wünsche, ihre Eigen-Dynamik, wo ist mehr mental reelle Vereinigung, flach o. gar nicht hierarchische Kommunikation MIT ihrem Kinder-Ich statt von oben, Groß zu Klein her laufend In- bzw. gar zumeist viel Obstruktion, mit Vorschreiben, Abstrafen, Zusammenpfeifen. Da das Frische als das Rohe abgewertet von Großmeistern weich gekocht werden muss? Wo denn bitte ist da das wahrhaft Süße, Mitmenschliche? Kommt es nicht so oft zu kurz, wie 'man' gern von Kindern als zu kurz geratenen redet ?(


    Noch nen PS: Wo muss Ent-Täuschung dann also ansetzen? Zuerst bei jedem selbst, bevor man Kids zurechtweist, gar mit erhobenen Zeigefinger, Strafen, lautem Tadel (sie vor ihren Freunden ent-blößend) etc.? Man müsste da pädagogisch schon äußerst sensibel vorgehen können, um ein Ziel als echt gutes evtl. zu erreichen. Ent-täuschen ist immer gut, mache ich hier ja auch oft, nur: Menschen reagieren sensibel darauf, missverstehen es schnell, daher hat es sensibel zu sein, insbesondere, wo andere unmündig sind, per se - da nicht erwachsen - nicht Nein sagen, zurückfragen können, in ihrer Motivation 'unverschuldet' am Frust ersticken könnten... Verstehst du, was ich damit meine?

    Solch Exzerpt ist immer ne gute Sache, nur bin ich thematisch-rational wie emotional zu sehr drin. Übrigens wäre mit Blick auf spielerisches Kultvieren von Teamplay-Praxis (s. Thread zu Mentalcoaching-Übungen u. -umsetzung) die Dialektik von "Schwarm- vs Individualintelligenz" (bzw. soziale vs Führungs-Kompetenz) hier auch als Mosaikstein unterzubringen, dh nochmal aufgreifenswert - sowie konstruktiver als manch andere Rumstreitetrei... ;)