Beiträge von Keller-Kicker

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    guenter: Alles hängt mit allem zusammen, fragt sich nur wie - das ist des Pudels, aller Probleme Kern. Im Be-Schreiben versucht man nun, das, was man für real hält, zu rekonstruieren, erstmal nur für sich, dann - überzeugen o- überreden wollend - evtl. für andere. Wer überredet, wählt im Marketingsprech simple Schlagworte, platte Formelsprüche, suggeriert Patentrezepte etc. Da echte Überzeugung nie eine felsenfeste sein darf, inwieweit Welt stets in Veränderung zu begreifen bleibt, bleibt Überzeugungsarbeit immer zuerst bei sich selbst: dabei praktisch auf der Suche u. weltoffen. Sie kann den zweiten Schritt nie vorm ersten tun, mit dem sie nirgends fertig zurande gekommen sein darf. So erklärt sich, wieso Populismus zwar schön für alle eingängige Satzgefüge o. Bücher verkauft, sich darin aber selten originär wahrhafte Erkenntnis findet, sondern nur Wiederaufgewärmtes. An diese Kost hat man sich nun so gewöhnt, dass man nichts anderes mehr essen mag, gar eher Rohes nur als Zumutung empfindet und ob dieser Ungenießbarkeit verklagt. Daher ist die Philosophie heute als 1.Wissenschaft quasi genauso tot wie jede echt geisterfüllte, d.h. nie schon für sich "volle" Kreativität zwischen Menschen - auch im Fußball, den ich als äußerst monoton erlebe, dem von Kindesbeinen an die echte Eigendynamik immer mehr abzugehen scheint.


    Dies war wohl mal mein Stimulus, nicht nur ein Traineramt bekleiden, sondern "mental" etwas verändern zu wollen - ohne klar berechenbaren Plan, ein fertiges Konzept voll Modell-Vorstellungen o. Mechanismen (wie sportbezogen bio-, neuro- o. psychologisch) im Kopf. Mitunter weiß ich dann aber auch nicht mehr weiter, zB aktuell: wenn jeder dies Suchen nur negativ aburteilt, ich nirgends mehr innerlich (an-)spannende Impulse finde, mich nur abgeschlafft o. resigniert fühle: jeder blockt nur ab, verulkt die Sache, will o. kann nicht verstehen, um was es (mir) geht u. alles läuft überall nur wie seit eh und je... Daher so long!

    guenter: Natürlich Lothar Linz, s.o. sein für viele Trainer wegweisendes Grundlagenwerk. Ein Zitat zB: Wer mit Kindern arbeitet, ist stets der Große - tja, und mancher fühlt sich dabei wie Alexander der Große, der Feldherr, in voller Rüstung. Dann steht er sich, vor allem aber dem Team, dessen Selbst- wie Flow-Erleben, jedem Erfolg, nicht nur zählbarem im Wege. Und es ist verwunderlich, wie viele Kindertrainer in meinem Umkreis diese nun wirklich simpelste Binsenweisheit weder erkannt, noch verinnerlicht haben, geschweige denn so beherzigen, dass sie sich mehr in Zurückhaltung üben, die früher mal als vornehm galt, sich freilich heute in Erwachsenen-Welten nurmehr als Malus auswirkt. Im Ausgleich für eigene Mentalprobleme aber vor Kids groß rauskommen zu wollen, befreit niemand wirklich, kann keine gute Lösung sein u. geht nur auf Kosten ihres Teamplay. Dies war hier mal MTC-Ansatz, bevor alles abdriftete...

    Andre: ist nicht böse gemeint, aber so bestätigst du ja mein Vorurteil, dass sich Kindertrainer zu viel um sich selbst drehen - auch wo sie von Talenten reden. Thema fand ich zwar gut, aber man muss sich doch bemühen, deren Binnenblick o. Befindlichkeit zu erahnen statt nur äußere Fakten aufzählen. Denn was sind echt neuralgische Wendepunkte, auf die es ankommt? Wo sind Türen für Talente: an welchen sollten sie in IHREM Werdegang vllt besser vorübergehen, obwohl offen, welche sind wichtig, aber evtl. aus irrationalen Gründen verschlossen, und wie nem Kind zu eröffnen? Wer steht warum wieder auf, wenn er scheiterte, Niederlagen, Antipathen o. Negativurteile zu verkraften hat? Inwiefern kann wer mental den Rücken, sein Rückgrat verstärken, im Kopf von fremden Götzen befreien? Denn dies Werden findet weit mehr in seinem eigenen Kopf als den Füßen statt, die man üblicherweise trainiert, würde mich viel mehr interessieren, sorry, Guenter. Das Schöne am Teamplay: keiner darf in sich als Einzelzelle verhaaren - oder er verliert. Also sieh FB wieder als Mitmensch, wie er aufm Klo die Scheisseritis hat, willst du ihm noch grollen? Lass ihn doch bisserl auf d hochfliegen, bevor er dahin kommt ;):P


    PS: Guenter, was an Troll-Kunst im "anderen Thema" zum Besten gegeben wird, dazu schweige ich lieber, aber: es gibt auch ne PM für sowas! Keinen interessiert, ob du in irgendwelchen mir völlig obskuren Fantasien mit zur WM darfst - jeder sich über Mentalthemen informieren wollende Neu-User des TT-Forums wird zZ da nur denken: was geht denn da Irres ab? Schade drum, echt - PM für Privates nutzen, bitte!!!

    @all: hab ne ganz originelle Idee - jetzt Füße stillhalten, alle zum TrainerTech anmelden, alles da mit Gesicht austragen u. nachher nen Bier zs. trinken... Und nun das zwar nicht neue, aber stets wichtige Thema in den Fokus, da gibt's genug Stoff, s.u., geht aber um Kids, nicht euch! :P


    Ob nun dieser Lehrer den Sohn ins Schulteam aufgenommen hat, um den Weg des geringsten Widerstands zu gehen oder ob er vom Vater oder Sohn überzeugt werden konnte, bleibt sicherlich dahin gestellt. Wichtig dabei ist, dass es glaubhafte Schicksale sind!


    Und wichtig: dass da ein Vater anrufen kann u. der Sohn wegen dessen Behauptungen sofort im Team ist. Klar, da ich die Trainer-Psyche seit 10, 20 Jahren studiere, weiß ich, wie man sie manipulativ packt: nen kleinen Superstar verheißen, so nen Sieggaranten gegen den favorisierte Schule (komplett nur Auswahlspieler) versprechen - und es macht klick. Da muss man plötzlich den Spieler gar nicht mehr vorher ansehen, er überholt alle "Gesichteten" auf ner linken Überholspur... Auch das hat mich darin bestätigt, seit ich von mysteriösen Umschlägen hörte, die gutsituierte Eltern Trainern im JLZ o. anderswo zugesteckt haben sollten, o. seit ich nem Auswahltrainer erst nen Platz für seine privaten, bezahlten Fördertrainings besorgen wollte, auf dass er dann unseren Sohn sich nochmal näher anschaue - so läuft das leider hierzulande: die 2.Option, sein Kind in ein L-Team zu drücken. Die dritte: Insider sein, denn die Trainersöhne sind im hiesigen JLZ auf wundersame Weise alle hochtalentiert u. in Teams. Schön, wo es weniger korrupt o. subjektiv zugeht, nützt mir vor Ort nur nichts. Daher fuhr ich auch mal auf dieser Schiene, schupps: geklappt! Schon erstaunlich, wie einfach Menschen nach fremdem Willen funktionieren, wenn man nur die Skrupel davor verliert, sich ihrer Motive zu bedienen - kriegte ich von der Userin Mentala hier tiefer vermittelt, der ich damals noch nicht glauben wollte - danke! Für mich war's Eigennutz wie auch ein demagogischer Test: Kann jeder nem Trainer sein Talent einfach suggestiv einreden - dass es auch da war, da war ich selbst mir gar nicht mehr so sicher, da unser Sohn schon zu oft versagt hatte, als es eben "drauf ankam".
    Fazit: Erwachsene bestimmen, wer Talent bzw. als solches dabei sei, obwohl es das Kind sein müsste. Und Ausnahmetalente? Ich weiß nicht: hab schon zu viele Pferde kotzen sehen. Beim Schulspiel war dann wohl keins dabei, denn das ist der Beste, also diesmal unser Sohn aktuell sicher nicht. und wer weiß: in der nächsten Spielrunde hat er als mutmaßlich Bester nun Druck, versagt vllt völlig, während da grad Sichter zuschauen, die dann mit wichtiger Miene wieder ein dickes Kreuz durch seinen Namen, seine Identität machen, jedem Werdegang das Wasser abgraben.... ;)


    Baert: Wie bei euch das Talente-Erkennen u- Auswählen abläuft, weiß ich nicht, klar. Wie meinst du das, jetzt mal ein Werdegang? Die Sache ist ja klar: viele Jahre lang wurde immer alles nur negativ "gesichtet", meine Einschätzung: da in den Kriterien völlig einseitig, ja borniert. Nun ohne all dies sog. Fördertraining, all die Sonder-Events o. positiver Bestärkung ist ein 14-jähriger - noch dazu zuletzt 3-mal länger verletzt - laut Ansicht eines nun weit gründlicher, akademisch ausgebildeten wie dafür bezahlten Oberschulen-Fachbereichsleiters mit 25 Jahren Praxis im Sportunterricht trotz ca. 15 Auswahlspielern mit ihm aufm Platz der Beste - das sollte doch jeden, der - natürlich wie stets von sich aus - von Talenten redet, ins Grübeln bringen. All das Gequatsche vom Talent vllt nur Riesen-Kokolores, Tanz ums Goldene Kalb, damit einige Leute sich selbst produzieren können? Mein Verdacht. Meine Erklärung für urplötzlichen Leistungssprung: kein unmenschlicher Sichtungsdruck, keine wichtigen Sichter am Rand, keine sog., bei ihm leider fast stets dominanten Ego-Trainer, sondern ein echter Pädagoge als Betreuung plus hohe Eigenmotivation o.ä. Mal sehen, wie es weiter geht: von außen nen "Werdegang von Talenten" betrachten, na ja, im Nachhinein funktioniert das prima, aber es käme drauf an, vorher den Talenten nicht all die Belastungen zuzumuten, damit man selbst seine wichtige Rolle in einem Zirkus spielen kann - oder? Und wieso ist dein vorher so zur Auswahl anstehendes Kind nun trotz all dem zusätzlichen Fördern draußen, was ja auch bedeutet: andere, die vorher nicht als Talent galten, nicht dies Fördern hatten, sind nun besser, oder? Spricht dies dann fürs aktuelle Talentfördern der Stützpunkte/Auswahlen, oder gegen sie? Werden vllt mehr Trainer-Selbstbilder "gestützt" als die Spieler, um die es vorgeblich gehen soll? Oder versagt die Sichtung komplett? Bei uns gibt es da auch jedes Jahr nen regen Wechsel....

    Entscheidend ist ja nicht was andere erreicht haben, sondern einzig und allein was man selber macht und tut - und zwar täglich.


    Da will ich dir mal ausnahmslos Recht geben: Daher schilderte ich auch ganz konkret ein Fallbeispiel! Denn dies betrifft nicht nur Trainer, ebenso Spieler: sie müssen dies allerdings erstmal dürfen! - Sichter wie "Gesichtete" (hört sich schon so verschroben an, wie es auch ist) sind individuell: jeder Jeck ist, tickt anders! Grad daher kotzen mich die an, die da oberwichtelnd mit ihren Checklisten u. TR-Anzügen des DFB herumlaufen, dann aber z.T. wie auch hier viele nicht mal die wissenschaftlichen Standardlektüren kennen, aber auch Null Lust zeigen, sich mal zu informieren, schlauer zu machen. Da ist mir ein Urteil eines viel Jahre auf Uni u. in Praxis ausgebildeten Sport-Fachbereichsleiter ner großen Oberschule schon weit mehr valide: qualitativ höherwertig. Klar fühlt man sich da bestätigt, nach all den negativen Abwertungen des eigenen Kindes zuvor spürt man auch echte Wut auf die, die sich solch Urteile vorschnell anmaßen, damit Kinderseelen in ihrer eben oft sensiblen, zerbrechlichen, da erst heranwachsenen Eigenmotivation zerstören, um für sich die Besten auszulesen, als wäre man auf dem Viehmarkt... Da kann das DFB-System seine Apologeten verkleiden u. benennen, wie es will, fundiert u. wiss.-empirisch haltbar ist das Meiste bei näheren Hinsehen u. Hinterfragen nicht. Da flüchtet man sich allzu schnell in sein selbst-erhöhen-sollendes Amt, gibt sich arrogant - so hohe Nasen stinken mir halt gewaltig...


    Und die kleinen, völlig unausgebildeten, dh selbsternannten Trainer vor Ort machen diese Posen ja eifrig nach: Eltern haben nicht zu sagen, hieß es da zuletzt. Auch wenn sie 100mal mehr Ahnung vom Fußball, von Pädagogik u. ihren Kindern haben, da der sog. Trainer gar keiner ist, gar niemals Fußball spielte, nicht mal sich Training-online o.ä. anzuschauen bequemt: Pure Willkür kraft Amtsposten, wie vor 100 Jahren in teutschen Amtsstuben, nein schlimmer!. Nun denn, diese fachlich unhaltbare Arroganz ist ja das Gros ihrer "Bezahlung", wie ich oft betonte, aber eben keinerlei Teamgeist, nur halsstarrig sturer Kopf. Und wenn hier von Werde-Gängen von Talenten die rede sein soll, müsste auch ein Günter eben erstmal überhaupt erkennen: diese Gänge können Kinder nur selbst gehen! Also sollte man sie als guter Trainer lassen. Jeden Werdegang den er hier wiederkäut, sollte er also vor allem daraufhin untersuchen: wie wurde werdend gegangen! Aber darauf hast du keinen Bock, wie du oben bekundest, oder Guenter? Heute wollen Eltern, Trainer, Lehrer zumeist nur, dass Kinder die von ihnen vorgebahnten Wege verfolgen: dass es aber um die jedem Kind eigens möglichen Wege zu gehen hätten, sollen Kinder Erfolg selbst realisieren können, daran mag keiner mehr denken. Am Ende entlässt die schule so vor allem hörige Karrieristen o. der Fußball in sich per Scheuklappen reduzierte, eher geistlose Marionetten: denn anders als "robust" kann kein Kind ins Ziel kommen: ab- und ausblenden will auch gelernt sein, verengt aber Sicht wie Wege...


    PS: Unser Jüngerer ist übrigens das ganze Gegenteil des Älteren: will mit dem Kopf durch die Wand, meist fast sicher mal Bundesliga spielen zu können, tut aber wenig dafür, auch weil sein Trainer immer nur verbreitet: Hauptsache der Spaß, Leistung ist unwichtig - auch traurig, hier nun als beim Pubertierenden oft ohnmächtiger Papa in anderer Richtung gen Realismus korrigieren zu müssen. Wer die Individualität nicht hochachtet, wird Kindern nie voll gerecht, blendet alles aus, was nicht in sein Schema passt - und überträgt dies zumindest unbewusst auf all seine Schützlinge, per Sichten von Anfang an. So geht jede Menge Talente verschüttet! In meinen Mental-Kursen bemühe ich mich, diese wieder zu befreien, die Kids wieder zu sich selbst kommen zu lassen - sehr schwer, da in den Vereinsstrukturen dies Selbst stets sogleich aneckt u. wieder stromlinig gemacht werden soll, oft mit indirekter Gewalt wie Strafen von oben herab, also in Ohnmacht versetzend. Dies beschädigt dann noch mehr. Daher gebe ich nun keinerlei Kurse für Kinder direkt mehr, biete nur mehr Mentales Teamcoaching für Trainer an, die Talente reeller fördern wollen - dass es die praktisch kaum gibt, zeigt mein katastrophale Bilanz im Akquirieren, die ich wohl eingestehen will: ganze 2 Engagements in 1 Jahr, je alsbald beendet, sobald ich den federführenden Trainer den selbstkritischen Spiegel vorhielt, also zB den Erfolg seines Warmmachens bzw. seiner HZ-Ansprachen anhand nackter Zahlen vorhielt: zB zur HZ beim infrastrukturell überlegenen NLZ 0:0, dann nach seiner ichbezüglichen "Brandrede" in der 47. min das 0:1, in der 50 min das 0:2, am Ende 0:3. Man konnte eindeutig ersehen, wie aus motivational beschwingten, erfreuten Leiber in der Kabine arme gepresste Würstchen wurden, die danach auf den Platz schlichen: als Verlierertypen, auf deren Kosten sich ihr Trainer profiliert zu haben glaubte.
    PS-2: Hört doch bitte mit all dieser viel zu persönlichen Streiterei auf! Du weißt: wir fetzten uns auch mal - was hast's gebracht? Nichts. Vorher fand ich deine Infos zur Schwarmintelligenz zwar nicht stets richtig, aber immer aufschlussreich... Es sollte als Nettikette nur mehr um die Sache gehen dürfen, dann hätten alle mehr Gewinn: der sicher möglich wäre. Danke!!!

    Karl: Lass mich doch bitte einfach in Ruhe, ok? Du willst o. kannst scheinbar nicht genauer lesen, ok. Aber alles, was du erfragst, steht bereits im Text oben, ist ja lang genug, oder? ;)
    Jeder wird es irgendwann müßig, alles x-mal wiederholen zu sollen, ist für andere auch witzlos. Ansonsten gilt: das menschliche Gehirn ist hochkomplex, die Psyche vielschichtig u. zudem gibt es biografisch nicht nur lineares Werde, sondern viele Brüche. Das erklärt, wieso Menschen ständig anderer Meinung o. zwiegespalten sind, diese sich verändert etc. Wer hier immer auf fixe Standpunkte pocht, hat das menschlich nicht verstanden, sorry: mein Ansinnen hier aber war es stets, dass auch sensible, zerbrechliche, nervöse o. gehemmte Kinder ihre Chancen erhalten, natürlich, da auch mein Ältester so ein Kandidat ist. Die selbsternannten selektiven Sichter aber meinen, mal eben nach 1, 2 Terminen ganze Menschen in ihren Werdegängen beurteilen zu können, zu dürfen - das ist für mich schon mal im Ansatz ein unmenschliches Vorgehen (eben wie altgriech.: meth-hodos), zumal gegenüber Kindern. Wer reflektierter, zuinnerst offener o. auch spielintelligenter ist, fällt so schnell durch den Rost, gibt sich dann natürlich irgendwann selbst bzw. komplett den fremdbestimmten Fußball auf: da kenne ich hier jede Menge Fälle ehemaliger Leistungsspieler, die scheinbar urplötzlich mit 13, 14 Jahren schon ihre Schuhe an den Nagel gehängt haben - das ist für jeden Einzelnen tragisch. Denn nicht jeder hat zuhause nen Vater, der ihn im Frust immer wieder aufzubauen sucht u. positiv verstärkt...
    So, nun aber genug, keine Lust mehr, mich immer weiter so erklären zu müssen, da einem ständig Übles unterstellt wird. Danke, wenn du es endlich mal dabei belässt: ich mach mir auch nicht permanent öffentlich solch Gedanken über deine Person, oder? Täte ich es, wüsstest du, wie sehr dies nervt, auf Dauer... Danke also vorab! ;):thumbup:

    guenter: Wenn man als Trainer Linz nicht mal kennt, aus diesem Unwissen her Urteile wie "verantwortungslos" fällt, kann man dies immer noch in dieser mal ernstgemeinten, da thematisch für nunmal in Körper wie Geist wachsen könnende Kinder für viele Trainer (zumindest unter echten wie in NLZ) längst wichtigen Sache toppen - auch ne Erfahrung, aber mal wieder ne nur frustrierende, dh ent-täuschende, 'Vorurteile' bestätigende: zuerst geht's den meisten im Trainer-Job um den eigenen Spaß, was man sonst auch immer vorschieben mag. Nun denn, kann ich nichts gegen machen, wenn so alles zum Witz erklärt wird, ist aber sehr schade, ehrlich...

    Wichtig ist ja das Wort Werde-Gang: wer geht, selbst gehen darf, der kann auch wer werden! Bei uns liefen Dorftrainer immer herum u. sagten schon 7-jährigen: von euch wird es nie einer in die Bundesliga schaffen. Ich opponierte stets: dies hätte zwar immer ein äußerst geringe Wahrscheinlichkeit, aber viele Leute spielen auch ihr Leben lang Lotto, obwohl da die Wahrscheinlichkeit viel gen Null geht. Vor allem aber läge es zu 100% nicht an diesen Trainern, das zu beurteilen, da sie keine Ahnung davon hätten, wer dies wie o. warum schaffe, die BuLi nur von außen betrachten u. zudem sicher jeder der Jungs auch stolz auf sich sein würde, mal RL o. OL zu spielen. Reaktion: Lächeln o. Spinner-Urteil (daher gefiel mir der gleichnamige Song der Revolverhelden so: Spinner sind Gewinner...) Interessant aber ist die Frage: Was geschieht mit, in Kindern, wenn sie früh über viele Jahre solch Leuten als scheinbar fachkompetent ihnen Maßstäbe setzenden Trainern ausgeliefert u. durch ihr Bashing mental geprägt sind, wo es anderorts positivere Ermutigung, Positionsrotation zwecks spielerischer Selbstfindung wie Flexibilität im Lernen o. Motiv-Erweiterungen gibt?


    Hautnah, innerlicher u. reell kann man dies ja als Eltern am Beispiel der eigenen Kids beobachten. Man muss auch sehen, wie einer auf dem Klo scheisst, vor allem: wie oft vorm entscheidenden Spiel. Bisher ging ich davon aus, dass sie so fußballerisch, aber auch zwischen-menschlich einfach relational zugrunde gehen müssen. Unser Ältester hat sich mir gegenüber dann mit 12, 13 Jahren darauf versteift, dass er nur(mehr) zum Spaß Fußball spielen wollen, der ambitioniertere Papa nicht mit zu Spielen kommen dürfe etc. So war er dann auch im Schulteam nicht vorgesehen, im Gegensatz zum 1,5 Jahre jüngeren, so schon etwas schwächeren Bruder. Da für jenen dies innerlich demütigend empfunden werden muss, rief ich mal frech den Sport-FBL der Schule an, fragte nach den Kriterien etc., behauptete, der Ältere sei - trotz 7 Monaten Verletzungen im letzten Jahr - besser, auf Auswahlniveau - und schupps siegte der Trainer-Ehrgeiz, der Ältere gehörte ohne jede Sichtung o. Auswahl-Zugehörigkeit (wie bei den meisten: er war wg. Hemmungen o. Nervosität da früher immer gleich als "untalentiert" rausgefallen) unbekannterweise zum bereits feststehenden Team. Wohl das ganz normale Unrecht beim sog. Selektieren, wo eben - so mein von der Praxis stets neu bestätigtes Vorurteil - in Wahrheit meist Erwachsene die Haupt-, Kinder die Nebenrolle spielen. Nach dem 2:0-Sieg gratulierte ich, fragte mit schlechtem Gewissen/Unsicherheit nach, ob sich das Risiko der Blanko-Aufstellung gerechtfertigt worden sei, er mitgespielt habe. Zwar kein Dank, aber er hatte durchgespielt, sei der Beste gewesen u. ohne ihn hätte das Team gegen die höherklassig besetzte Nachbarschule nicht gewonnen. Das nun erstaunte selbst mich sohnfixierten Optimisten: wollte ja nur, dass auch er mal bei so einem Event dabei sei, da die Erinnerung daran immer bleibt...


    Nun muss man bedenken, dass jene Auswahlspieler alle in höherklassigen Vereinen mit echten Trainern sind, wo 3- bis 4-mal sowie auch in den Ferien trainiert o. jedes WE gespielt wird, plus die Impulse durch Auswahltermine o. Fußball-AG, wo unser 14-jähriger auch nie war. Er hatte außer mir praktisch nur ihrerseits sohnfixierte Nichtfußballer (bei einem dürfte nur dessen Sohn u. ein anderer aufs Tor schießen, alle anderen mussten abspielen, auch zurück, wenn sie 3 Meter vorm freien Tor waren...) o. Aggro-Schreihälse. Was jetzt mit dieser Überraschung anfangen? So ganz untalentiert, wie die hohen JLZ-Scouts o. auch DFB-Sichter mit ihrem oberflächlichen Daumen-hoch-runter-Sichten stets meinten, kann er wohl doch nie gewesen sein. Er selbst tat das Spiel wie stets gleich ab als Glück u. guten Tag, aber jeder Fußballer weit doch, dass es zwar schlechte Tage o. Formschwächen für Fußballer geben kann, aber nie einer, der nichts kann, alle anderen plötzlich überragen kann: wer das tut, könnte dies auch stabilisieren, durch neue bessere Trainingsimpulse noch weiter über sich im vermeintlichen Endstatus hinauswachsen. Die Türen der L-Vereine o. gar Stp sind aber ja längst zu, nach unten in unseren Kreisklassen-Alltag schaut von denen nie wer u. bei Sichtungs- o. Probe-Events versagt unser Sohn sowieso stets, da er - durch seine Intelligenz - zuviele Optionen im Kopf hat, zu viel sieht, wie er selbst abwehrend sagt: den Tunnelblick lehnt er ab, da er ihm nicht entspricht, er gern mehr im Ganzen, nicht nur sich wahrnehmen will. Obwohl solch Spieler eben m.E. das wichtigste Talent in sich tragen: weltoffenen Blickes im u. als Team spielen zu können, müssen sie unter für sie unerträglich fremdbestimmenden Druck eben versagen. Daher grüble ich seit Jahren - Hoffnung stirbt zuletzt, wie man solch Kindern den Weg in höherklassigen Fußball eröffnen, die geistige Beschränktheit der als Gatekeeper fungierenden Trainer in deren Fokussiertheit u. Erbsenzählerei bzgl. sog. Leistungsstärken aufheben könnte... Unmöglich, da sie den Sinn von Fußballspiel einfach nicht erfassen, so unabänderlich die spielintelligentesten Jungs verkennen u. als unfähig aussortieren müsse, dabei per arroganter Selbstzuschreibung jedes Fragwürdige am eigenen Tun nur abwürgen können? Weil sie nicht authentisch in Werde-Gängen zu denken bereit sind, nur Ist-Zustände registrieren, daher auch bedenkenlos heute Jungs ein- u. dieselben nach ihrer Förderung morgen wieder aussortieren, so idiotisch dies jedem zum Zweifel an diesem erdrückenden Top-down-System fähigen Außenstehenden erscheinen muss?


    Wenn du deinen guten Betrag also ernstnimmst, guenter, was sagst du zu meinem konkreten Fallbeispiel: wo sind noch Wege, die ein am Fußball zwar stark zweifelndes, aber noch nicht verzweifeltes Talent zwecks Werden gehen könnte? Meinerseits ist dies kein Zwang, für meine Frau gar ne Bedrohung für die schulische Laufbahn, da sie nicht versteht, das womit-auch-immer ausgefüllte Zeit (bei gewisser Selbstbestimmung) stets besser als das viele Abhängen sonst im Alltag ist, aber jeder lebt nur einmal: daher sollte man alles versuchen, sich in seinem Sein-Können nicht vorschnell aufgeben, oder? Mit 24 ist es zwar sicher prima, noch in die RL wechseln zu können, sollte dies riskieren, aber ein Talent ist man in diesem Alter ja nicht mehr, Scheitern wohl wahrscheinlich, daher die Verbindung mit dem Beruf viel wichtiger. Bis 18, 19 Jahren aber finde ich es nicht verkehrt, alles auf eine Karte zu setzen: wenn es der eigene Sport, man eigenmotiviert ist - dies bleibt mental der Schlüssel zum Erfolg, ohne den i.d.R. alles vergebens ist! Daher ist eingangs nachzuprüfen, inwiefern er passt, bevor man über Jahre sinnlos sich selbst verfehlt: Da Talent der geringste Anteil an Karrieren bleibt (wiss. 10%), dh von viel zu früh fürs eigene Ich profilneurotisch selektieren wollende System-Followern extrem überbewertet wird, so mein Urteil nach jahrelanger Beobachtung dieser oft Kinder ihrer selbst entfremdenden, sie daher in eigenen Motiven verheizenden "Förder"-Praxis Mentale Stärke aber kann jeder auch noch spät erlernen, sie ist dann meist Ursache bei sog. Spätstartern: sie wurden nur früher übersehen u. in ihrem Selbst übergangen, in ihren Talenten fremdbestimmt, dh belastet o. beschädigt. Sobald dies - von innen her - abzublocken gelernt ist u. aufhört, folgen dann Leistungssprünge u. die Karriere beginnt erst richtig wie aktuell bei einem A.Hahn, der noch vor kurzem im Fußball aufgeben wollte, aufgehört hätte, wäre er nicht zum Glück nach Augsburg gewechselt, nun Nationalspieler ist: an solch seidenen Fäden hängen Karrieren in Wahrheit, mit Talent hat sie letztlich wenig zu tun, oder? Das meine Überzeugung... ;)

    Leute, nur kurz: Fakten, Fakten, Fakten! Tod von 4.200 Jugendteams allein in 2013, jede Menge Dropout - ich habe da keinerlei "verantwortliche" Position, wohl aber all die, die in Vereinen Ämter bekleiden. Sie sind der Kopf, von dem her der Fisch, der leib, die Basis zuerst stinkt. Vorsicht Ironie: Riecht ihr nichts? Guenter, seit 11 Jahren hab ich Praxis, allerdings etwas mehr wie du, der wohl nie Fußball jenseits des Vereinssystems kennenlernte: Ballschule für 2-jährige aufm Dorfplatz, woraufhin der Verein vor Ort tätig wurde: Zur Gemeinde gehen, den Platz für sich beanspruchen dann umzäunen, abschließen: Ende der freien Bürgerinitiative. Meine Coole-Kidz-Initiative o. meinen eigenen dollen drei Monate als Kind im Vereinsfußball schilderte ich bereits, auch dass in Vereinen bei mir nie ein Kind die Lust aufs Kicken verlor, viele aus der Ersten aber lieber in der als Loser von den Trainerrivalen diffamierten Zweiten von mir mitgemacht hätten: so sie nur gedürft hätten. Und 3mal ging nach meiner Entfernung dank Intrigen meine absolut intakten Teams innerhalb kürzester Zeit kaputt - das ist Praxis-Efahrung, leider. Von dem, was unsere Kids sonst so in ihren Teams mit Trainer erleben mussten, noch erleben, will ich gar nicht anfangen: ein Horror. Ein Wunder, dass sie bisher noch dabei geblieben sind, nicht wie schon viele andere aus Frust aufhörten. Das ist die - traurig - Realität, nicht all das eitle Gerede, wie toll man doch sei, sorry. Wie schon x-mal gesagt: immer zuerst in den Spiegel schauen, dabei auch die ganz weit im Hintergrund statt nur sich u. Seinesgelichen sehen: die wirklich Anderen, die Kleinen, die Unmündigen....
    Andre, danke, aber das geistige Niveau zu drücken, ist nicht Lösung, sondern Teil des Problems: wer komplexer zu denken vermag, Neues beachtet, der wird in Vereinen eben oft von einer sich in ihren schönen Führungsposten bedroht fühlenden Meute "einfach" nur abgeschossen, so platt gemacht, wie sie denken wollen: obwohl das Gehirn von jedem Menschen viel mehr hergeben würde! Dies sollte man nie vergessen: die Trägheit im Wollen ist allzu oft der Schrittmacher im Lernen, wo viel mehr drin wäre... Danke aber für die Reaktionen - das ist ja ein Anfang: Bewegung, möglicher Aufbruch zu neuen Ufern!!!

    Ich selbst hatte einen krassen Fall, aber Urdeutsche, die gar nichts machte, nicht einmal Sohn aus dem Nachbardorf zum Training brachte (Kind kam immer mit Nachbarsjungen) da sie angeblich keine Zeit habe und sich nebem ihrem Halbtagsjob darauf berief, dass sie schliesslich alleinerziehende Mutter sei. halt ne faule .. (Tiername fällt mir nicht mehr ein)


    DSV: Nein, von meiner Schwägerin, die es alles hautnah miterlebte. Aber du weißt es besser? So wie Guenther genau weiß, wie leicht es ne alleinerziehende Frau in unserer Gesellschaft doch hat. Mal ungeschminkt:, da kann man schön drauf herunterschauen, oder? Und wer so "ne faule ..." als Mutter hat, der gehört als Kind abgestraft. Klar, logisch? Genauso kenn ich es aus der Praxis vor Ort: subjektive Willkür zulasten der Kinder pur! Das nennt man echt kompetent, sozial, verantwortungsvoll. Was so an Einstellungen rüber kommt - ne, dazu fällt mir nichts mehr ein. Kein Wunder, dass Vereine kaputt gehen! Weiß nun noch besser, was man da im Ehrenamt so alles hinter der Fassade vorfindet. Wer mal eben wie Karl gebildeteren Eltern, die man im eigenen Horizont nicht versteht, aus der Ferne vorwerfen zu dürfen meint, sie würden ihre Kinder verheizen, um so Kritik argumentfrei per sach-verdrehtem Machtwort auszukontern, aber dann proklamiert: "könnte sein Kind nehmen und SICH einen neuen Verein suchen" belegt, dass Kindertrainer oft Null Achtung vor Kindern haben, nur elternfixiert auf Erwachsene schielen, mit denen sie als "Trainer" (gleich einem Über- vs den vielen Unter-Menschen) aber keinerlei vernünftigen Sachdialog führen mögen - etwa, um nicht als heiße Luft einer Blase aufzufliegen? Wer IST man denn, sich so über Eltern zu stellen u. auf Kosten ihrer Kinder zu produzieren? Irgendwie muss all die Arroganz ja mit dem Traineramt zusammen hängen: warum man es will, zu wem man darin dann heranwächst... Ich hätte niemals ein Kind rausgeworfen, abgestraft, um damit meinen Konflikt mit Eltern auf des Kindes Rücken zu lösen - dies ist wahrlich verantwortungslos gegen Kinder!


    So, ich weiß, solch Meinung wird schnell Protestgeheul o. Beschwerden derer hervorrufen, die nie ehrliche Widerworte ertragen mögen. Ganz despektierlich - nur halt gegen unmündige Kinder - ist man aber zuerstmal selbst gewesen in seinen Äußerungen - nur scheint dies eben üblich, normal. Man sollte aber auch mal einstecken können, wo man so gegen wehrlose Kinder pauschal austeilt u. deren Position hier mal jemand verteidigt, den Anklagespieß umdrehend in die gerechtere Richtung, oder? Insgesamt kann ich nur sagen: all meine Vorurteile wurden stets als richtig bestätigt. Und genau deshalb gehen Vereine ringsum in der Jugend am Stock, kam 2013 für 4.200 Jugendteams das Aus! Immer mehr Gegen- statt dialogisches Mit-einander im Verein, von der Spitze weg: das Sprichwort "Der Fisch stinkt zuerst vom Kopf" will da nur niemand hören! Denn die Zeche bezahlen ja nur Kinder, die sind in Vereinen de facto meist nur als Unterbau definiert und was wert. Wer dies aber beklagt, der wird nur zum Buhmann erklärt u. kann sich dann wie von den eitel selbstbezüglichen Amtsinhabern als Oberen gewollt nur stigmatisiert davonschleichen. Oh du dolle "Vereins"-Welt, geh mir bloß bald zugrunde! Dann könnte was Neues, Besseres entstehen! Wenn nur die Allgemeinheit, wir alle per Steuermitteln diese Vereine nicht mehr so massiv subventionieren, aushalten müssten: dann wären sie längst weg von unverdienten Fleischtöpfen, Schluss mit lustig!


    Schluss mit der Verarsche, der Ausnutzerei, ja, bitte! Sportplätze für alle Bürger öffnen statt exklusiv ewiggestrigen Vereinen andienen, das wär's: Dann könnte jeder im fair freien Wettbewerb jenen parasitären Konstrukten zugunsten von "Herren der Schöpfung" zeigen, was besser ist, könnte man Kindern endlich echte Alternativen bieten, per fairer Konkurrenz Geist u. Geschäft wiederbeleben, was so Vereine nur abblocken: wie im Fall meiner "Coole-Kidz-Initiative" - zwecks Erhaltung ihrer Pfründe, ihrem Vorrang der "Herren" vorm Nachwuchs wird jede Initiative von unten nur zerstört, niedergemacht (und da hatte ich mehrere gestartet: stets mit begeisterten Kids, was jene Herren der Vereine aber nie ertrugen) - selbst also x-mal leidvoll erlebt. Leider ist so jede Initiative noch weit entfernte Utopie, daher jeder zur Inaktivität verurteilt, den dies Herummeiern o. jammervolle Sich-bemitleiden in Vereinen nurmehr ankotzt: doch das werden ja offenbar immer mehr, den unbestechlichen Zahlen zufolge: die aber gehen, fliehen nur statt standzuhalten, in der Sache, für die Kinder zu diskutieren, auf zZ ja verlorenem Posten... :(


    PS: Ich hoffe, ihr seid so respektvoll gegen demokratisch freien Meinungsaustausch, nun nicht sofort nach einer Zensur zu schreien. Ich bin nur EHRLICH, stecke ja auch ständig unsachliche Herabwürdigungen meiner Person ein: nur da ich nicht im natürlich laut Forumdefinition klaren Mainstream pro Traineramt mit treibe? Ich reagiere nur - mit ner kleinen einzelnen Stimme der Kritik an den Protagonisten. Die sollte man doch ertragen können bei allem eigenen Austeilen in Richtung Dritter, oder? Ist in dieser klaren Form auch ne einmalige Protestvolte, da es eh wenig erreichen dürfte, ok? Haut also lieber mi offenem Visier drauf (wenn's sein muss), als euch hintenrum zu beschweren: da mag man Erfolg haben, ist aber im Grunde nur peinlich für jeden, der (im Gegensatz zu den von mir in ihrem Wohl gegen die Mehrheit erwachsener Herren verteidigten Kids) nen eigenen Mund hat, um sich zu wehren - danke!

    Karl: ...das sagt schon alles. Dazu noch Ignorieren o. dein arrogantes Abwerten aller Widerworte aus Richtung der Basis als "Gefasel" - so kann man dann per pauschal ehrabschneidenden 'Rufmord' am Gegenüber immer schön unter sich als Amtsinhaber bleibend seine Spielgelgefechte inszenieren, zulasten Dritter, s. auch deine Ressentiment geladene Bemerkung zum Sozialsystem. Alles wie gehabt. . Natürlich begriff ich, dass die zitierte Dame keine Trainerin (wo wird die von den Herren schon mal geduldet), sondern ne meist auch fürs UUmkleidensäubern (was die Herren selten gelernt haben) zuständige Wirtin war: oft würde die in der Privatwirtschaft nur pleite gehen, da eben alle nur weiter fahren, keiner in ihre "Gaststube" kommen mag, so unfreundlich hintenherum und pauschal wie sie über Dritte: Eltern labert... Nun denn, wie gesagt: so Leute haben entweder keinen Spiegel zuhause, der sie zeigt, wie sie echt sind, oder man dreht sich davor nur um sich selbst u. Seinesgleichen, sieht andere nie, blind für die Hintergründe der eigenen Misere: 4.200 Jugendteams weniger in einem Jahr. Klar, dafür sind dann nur Eltern o. gar die Kinder selbst als Opfer verantwortlich, nicht die vorher alles bestimmenden Leute, die sich so gern als tätig präsentieren. Wer Verantwortung real übernimmt, das zeigt sich in der Niederlage, wenn es schief geht - hier aber zeigt man stets nur auf andere, die Basis selbst. Ich finde solch Problemdiagnostik äußerst lachhaft, aber leider typisch. Da kann ich den Verantwortlichen nicht mehr helfen, die eigene Niederlage müsste man schon eingangs anerkennen können, um daraus etwas Neues zu lernen, denen zuzuhören, die frustriert den nur wenigen gehören sollenden Vereinen den Rücken zukehren; sonst ist jedes Wort, jeder Diskurs wirklich zuviel, schade! Dennoch Dank für die Antwort: sie hat ja meine Vater-Vorurteile mal wieder voll bestätigt... :(


    PS: Der klasse Slogan "Egomanen statt Germanen" sollte am Bundestag unterm Adler positioniert werden. Allerdings nicht so, dass Politiker mit ihm anklagend aufs Volk als von ihrnen gelenkter Basis zeigen, sondern eben als Erkenne-dich-selbst-Spiegelbild für all die erst im Nehmen von Amt u. Würde großmäuligen, dann in Scheitern u. Zerstören verantwortungsscheuen Master in Groß- wie Kleinformat. Ihr Mastering im 1.Akt: Zeigen auf andere im bloßen Positiv-Sehen-wollen seiner selbst... ;)

    Wie viele herzliche Trainer kennt ihr im Jugendbereich, wo allein 2013 gut 4.200 Teams den Spielbetrieb einstellen mussten. Haben Trainer damit so gar nichts zu tun, obwohl sie vorher doch gern auf ihre über alle anderen ragende Verantwortung pochen? Da müsste man doch im Nachdenken endlich mal bereit sein anzusetzen, oder? Klar, dafür muss jeder zunächst selbstkritischer in den Spiegel schauen, u.U. sein darin über Jahrzehnte schöngemaltes Bild zu zerstören fähig und willens werden - was - keine Frage - unendlich schwer fallen mag... Aber not-wendig wäre!


    PS: Wer den "Bericht" lanciert hat, ist wohl klar, wenn man Sprüche wie "Auto vor, Kind raus" liest - die, die stets auf ihre überragende Verantwortung pochen, allen voran die Oberen der Verbände u. Vereine, die Jugend zum Unterbau degradieren, versuchen sie nun im Ruinösen an die Eltern weiter, zurück zu reichen, und dumme Journalisten gehen dem 1:1 auf den Leim - doll! So entsteht dann "öffentliche Meinung"....

    Karl: Verantwortung schreibt man sich im Verein gern auf die Fahne, aber die läge zuerst darin, "seine" Spieler als Kinder statt als "Material" wahrzunehmen. Und für Kinder sind nunmal zum Glück in unserem Land zuerst die Eltern, nicht Erzieher o. gar Trainer wie einst in der DDR zuständig! Kinder sind dabei als Körper wie Geist bzw. ihre Gesundheit vielfältig zu betrachten. Die für Verantwortung primär Zuständigen zu ignorieren, die angemessen Sicht auf Kinder zu verweigern, ist also von Beginn an unverantwortlich und unangemessen, aber oft typisch - eine der Folgen ist der "Eltern-Dropout" beim Helfen, über den die dafür Verantwortlichen danach u.U. klagen. Wer nur als Handlanger fungieren soll, obwohl es zuerst an ihm läge zu sagen, was verantwortlich sei, der kann wohl nur so reagieren, dass er nicht mehr hinschaut, sich ausklinkt, wegbleibt o. auch dies Treiben per Abwesenheit abstraft, um seine Selbstachtung zu bewahren. Nun denn, mein Problem war das nie, das Warum dafür will wohl keiner sonst registrieren, dann lass ich es damit gut sein, obwohl ich das Gejammer oft nicht gut hören kann: weil das Phänomen: Hierarchie statt Miteinander (ICH der Über-, ihr Untermenschen) von wenigen Ausnahmen ab meist hausgemacht ist: also bitte auch dafür die Verantwortung tragen, so lästig dieser Hinweis auch erstmal klingt... :rolleyes:

    guenter: Das ist diese zynische Art im Umgang mit Problemen anderer, die in unserer Gesellschaft oft typisch ist: wie - du moserst, da dir 5 Euro zu wenig Lohn ist, in Afrika verhungern sie, in Nordkorea bringt man jeden um, der widerspricht... Welch abwegige Blockadehaltung, zumal wir hier ein Trainer- bzw. KiFu-, keinem Klage-bei-Gott-und-die-Welt-Forum sind! Aber klar: Zustimmung ist dieser "Logik" gewiss, so lästige Fragen abzuwehren. Ebenso wie zB beim Versuch, systemische Team-Aufstellung näher zu bringen, mit der ich einst ein Kinderteam sehr gut coachen konnte: du gabst "Erfahrungen" vor, zogst alles als Unsinn ins Lächerliche u. der Hinweis auf Logik o. seriöse Literatur wie L.Linz, Erfolgreiches Teamcoaching, wurde nur überlesen: dies Buch scheint zwar bei 3. Auflage (auch hier bzw. von Soccerdrills beworben) viel gekauft, aber kaum wirklich gelesen o. gar verstanden worden zu sein... Daher zu diesem Beispiel noch mal "on Topic" ein paar Sätze - für sonst o. auch dennoch Unbelehrbare? - im Auszug:
    Dabei "...handelt es sich um die Familienaufstellung nach Hellinger... Es spielt keine Rolle, ob es sich um Familien..., Vereine oder auch Mannschaften handelt... Regeln bestehen einfach und man kann es erfahren... Viele Trainer haben mir dies in Vorträgen schon bestätigt (Anm: gemeint sind wohl echte Trainer, die sich damals hier nicht zum Diskutieren fanden - ?). Dass die grundlegenden Regeln für ein Sportteam mit denen einer Familie übereinstimmen, ist übrigens gar nicht so überraschend... Team stammt nämlich aus dem Altenglischen und meint Familie! Die Familie scheint so etwas wie das Urteam zu sein..." - das in unserem Kulturkreis patriarchal geprägt ist: wie seine Regeln. Darüber nachzudenken, scheint aber für viele völlig unmöglich u. wer dazu Fragen aufwirft, muss sodann eben unmöglich gemacht werden - was nur belegt, dass es dabei wohl um Wesentliches ginge... Sicher kann man den verspotten, der reflektiert, inwiefern Kinder irgendwo "nur" seelisch missbraucht o. per struktureller bzw. gar bloß sematischer Gewalt misshandelt werden könnten u. zwecks Entlastung vom Thema auf schlimmere, körperliche Gewalt- o. gar Todes-Fälle verweisen, als würden jene Untaten dadurch irgendwie besser, aber das Einzige was dies bringt, ist "mental" Ablenkung der Aufmerksamkeit von sich selbst, wodurch dann jegliche Diskurs ad absurdum geführt, d.h. de facto unmöglich wird: das Problem ist also für sich selbst gelöst, man ist außen vor, braucht keine Bücher schlauerer Leute mehr lesen u. kann sich über alles altklug hinwegsetzen? Ist es das, was du wirklich willst? Dann kann ich heute morgen nur gute Nacht sagen...


    *Im systemischen Teamaufstellen bin ich dank Austausch mit namhaften Familieaufstellungsexperten wie Frau Pedrig weiter gekommen. Hier aber dreht man sich immer nur ums Gleiche im Kreis,. tritt man auf der Stelle, will gar nicht vorankommen - oder wäre dies wirklich für die eigenen Köpfe zu komplex, zu unverständlich? Daran mag ich nicht Recht glauben, vermute menschlich eher Lernunwille, wie er ja schon in der Schule bei Jugendlichen einsetzt - auch systembedingt, wobei das Schulsystem im Ansatz seit jeher unabänderlich inszeniert wird: per destruktivem "Notenterror" (Prof. Hüther) von oben herab - mit in Demokratie u. freien Wettbewerbsmärkten für Erwachsene lassen wir unsere Kinder achtlos nur mitmenschlich demütigen, zerstören, ignorieren alle Zweifel, halten dies noch für ne dolle zivile Errungenschaft... Tja und Karl: die CC-Werbung kokettiert abstrus mit dem Hang vieler zu fauler Dummheit: nichts mehr selbst lesen, sich an Bildung erarbeiten, einfach blindlings auf Bankberater als vorkauende Einflüsterer hören? Und nachher jammern, dass er nur nen Verkäufer war, deese Dummheit schamlos ausnutzte, um irgendwelchen Finanzschrott loszuwerden, ne Prämie auf fremde Kosten abzukassieren! So ist der Mensch, unabänderlich? Ok, dann hat er als Erwachsener nicht anderes verdient, als abgezockt zu werden! Aber unschuldige Kinder, die zu 100% auf unsere Fürsorge u. reelle Verantwortung angewiesen sind? Soll man wie vor 80 Jahren alle Bücher verbrennen, Bibliotheken als Unfug schließen, jedes höhere Studium verbieten, oder auch mal an sie denken, die noch nicht ganz verdorben sind o. wurden? Sie bergen noch Zukunft in sich, wären unsere Hoffnung - doch wie gehen wir "mental" mit ihnen um? Geht's zuerst um eigene Extravaganz oder das echte Be-treuen der in unseren Schutz Befohlenen? Da will MTC genau ansetzen, blocken die, die sich als Teammacher/-bildner aufstellen, i.d.R. leider nur einsilbig ab, u.U. sehr zum Schaden der Kids: Lesen o. diskutieren unerwünscht, da zu kompliziert? Auch ein mentaler Befund, aber sehr traurig... :(

    Karl: "da ist es MIR völlig egal" - das ist wohl vielerorts wahr als "Trainer-Position": ich allein bestimme, was abgeht ;) Wem Vernunft wie andere Eltern in deren Ansichten demokratisch völlig egal sind, sofern sie sich unterscheiden, den mag man kaum auch noch aktiv unterstützen, logisch, oder?? Außer man muss, sprich: wird in Abhängigkeit vom 'Aufstellungsmächtigen' übers Kind hinweg (dem Leid androhend) gezwungen - das ist dann aber der innere Tod jedes Teamplays/-geistes, was vielen aber wohl auch egal ist) - Null Bock? Aber doch den Trainer machen - wozu? Auch wenn das instrumentalisierte Kind bei demjenigen bleiben will o. muss, da es nicht allein weite Wege fahren kann, vor Ort all seine Freunde sind, hilft man nurmehr widerwillig - logisch! Dies sind genau die (Macht-Ohnmacht-)Verhältnisse, wie sie fast überall im Vereins-KiFu vorherrschen u. es bedingen, dass sich vermehrt Eltern schrittweise aus allem ausklinken. Mich wundert nur, dass sich Trainer darüber wundern u. dies nicht als Konsequenz ihres eigenen Werks in Betracht ziehen? Ich hatte diese Probleme wohl deshalb nie, da ich nie zum im Kleinen abgehobenen Übermensch qua Trainerposten (alle anderen unter mich stellend) mutierte, sondern im Miteinander unter Eltern nur ein Teil ihrer blieb. Mir wäre nie in den Sinn gekommen, sie als "egal" abzutun, die als Erwachsene genau in gleicher Position wie ich sind, gegenüber denen ich keinen Deut besser mich dünken dürfte. Wenn also eingangs von "Verarsche" die Rede war, sollte man auch mal bereit u. fähig sein, Perspektiven umzudrehen: die andere Seite der Medallie zu sehen, ne Spur mehr anzuerkennen, wenn sie hier schon oppositionell vorstellig wird - das, nämlich echtes Miteinander hilft oft mehr weiter als ewig-einseitig Selbstmitleid u. Jammern, ehrlich!!! Dass das sog. Vereinsleben u.U. ein Dino im Lande ist, mag sein; es dann aber andere anklagend retten zu wollen, kann nie funktionieren: denn so IST man kein pro-aktives Vorbild, selbst nur (bloß von oben herab, sich daher besser fühlend o. mehr in Pflicht nehmend) negativ drauf... Doch gilt: jeder, der nicht wie selbstverständlich teilnimmt, hat offenbar keine Lust drauf! Da wäre ohne Scheuklappen zu fragen: Wieso? Wie wieder Lust drauf machen? Oder hat man zuinnerst selbst gar keine Lust? So kann man dann zwar Leute zwingen o. als egal abtun, aber keinen positiv anstecken... ;):thumbup:

    Karl: Wo gibt es noch organisierten Kinderfußball jenseits von Vereinen, dh dem DFB-System? Praktisch nirgends, das Monopol ist dank massiver Alimentierung durch die öffentlichen Kassen so perfekt, dass niemand sonst bestehen könnte. Und off Topic: Gesundheit ist ein relativer Begriff! Bluterguss, Erkältung, Rippenprellung, Fingerbruch - mit allem hab ich schon gespielt, nur natürlich nicht auf jeder Position o. mit je vollstem Einsatz. Ein sehr guter Schüler wird auch mit starkem Kopfschmerz noch eine befriedigende Arbeit schreiben, an die ein mangelhafter Schüler nie heranreichte. Oder schau dir mal das legendäre Match M.Chang vs I.Lendl in Paris an, um zu verstehen, statt mit Worten wie "Lügen" Rationalität auskontern zu wollen... Und zuletzt: es geht hier um Kinder, dh ein zT herzzerreissendes Dilemma: Sollen gute Eltern ihr Kind sofort abmelden, da sie eine Betreuungsperson pädagogisch miserabel o. im Einfluss verderblich finden, obwohl das Kind dadurch auch sein Team, seine Freunde verliert, todunglücklich würde? Das machen viele, da sie nur so die Abhängigkeit u. Folgen begegnen können, ist aber brutal. So oder so kann man seinem Kind in dieser Lage nur Schaden bzw. Schmerz zufügen - so ist das bei Monopolen: man hat keine wirkliche Wahlalternativen wie in freien Märkten mit echtem Wettbewerb.... Und da soll dann jeder noch lustig mit helfen? :(

    @koep, OT: Natürlich stört es mich, aber das war eben der Punkt: soll man alles mundgerecht auf Nachfrage (mit Kaufkraft) herunterfahren? Zu welchem Sinn? Welt wie Menschen SIND komplex: wer da nie mitgehen, sich nie fundierter informieren will, der will all das, was grundanders sein könnte wie er selbst, in seiner Nabelschau gar nicht verstehen, stumpft ab. Solange ihn keine Not betrifft, mag dies sich wohlig anfühlen.. Dies ist ein sehr breites Phänomen, schau aber mal nicht nur in den Supermarkt um die Ecke, sondern dich mal um in dieser Welt o. auch nur in manch Kinderaugen: dann erkennst du auch die üblen Folgen vielerorts, die Not - der anderen! Dabei sind nun mir die Ängste o. anderen Folgen für die Opfer (zuerst Kinder) stets näher als die der Täter (wer-auch-immer-da-in-Frage-komme), auch wenn Medien unseren Blick mental stets über Täter als Protagonist prägen, schau dir nur Krimis an.. - Dass ich damit fast allein dastehe, mag sein u. spräche gegen mich, wäre diese Welt ein (Kinder-)Paradies. Es mögen viele so tun, als sei dem im KiFu so, ich leihe lieber weiter meine Augen den wahren Erfahrungen von Kindern, denn das tun die wenigsten u. der anderen gibt's einfach viel zu viele: die tragen eben wie grad jetzt allzu gern Streits untereinander aus u. vergessen, worum es gehen sollte: da zu anstrengend, nicht ihr Interesse, nicht "in" o. (im Verein) karrierefördernd - was weiß ich: diese Motive aber zu erkennen wäre wichtig! Sie werden uns alltäglich quasi 100mal am Tag eingeimpft, bis "man" gar nicht mehr anders kann als zu meinen, diese Motive seien echt: die eigenen. Da sollte man Fromm's "Die kranke Gesellschaft" mal weiter zu denken versuchen - Desinteresse, Indifferenz, Impotenz werden doch immer größer bei uns: wann bequemt "man" sich aufzuwachen ;)


    PS: Und hier im Kleinen tut man die Chancen von Mentalcoaching für Kinder lieber ad hoc pauschal ab, obwohl es nun wirklich viel seriöse Literatur zum Thema gäbe. Man registriert die einfach nicht - alles zu kompliziert? Aber Kinder "be-treuen" will man doch - wie passt das zusammen? Doch wenig, oder? Man sollte sich also mhr bemühen, wie man Kinder wirklich gut betreuen kann bzw. sollte, oder nimmt die eigentliche Aufgabe gar nicht so richtig ernst: da es primär um anderes geht, vllt sich selbst? Ich weiß, ich bin der Ketzer, mit solch Fragen zu kontern, aber: es geht ums Wohl von "Schutzbefohlenen" - das vergisst man mir heute allzu leicht... Lese grad "Abenteuer aus der Trainerhölle", was sich gut verkaufen soll: da es der gewünschte Perspektive wohl entspricht. Würde aber lieber mal "Abenteuer aus einer Kinderhölle" im Titel lesen, dürfte sich aber wohl kaum verkaufen... :(

    @koep/uzun: Man kann nicht jeden "bekehren" wollen, sollte einfach Vereinsmeierei u. Sport endlich mal mehr trennen (dürfen)! Da es um die Kids geht, nicht deren Anhang, außer Trainern wären diese Personen wichtiger als ihre Spieler: wären sie dann aber Trainer? Ein Herren-Trainer käme doch nie auf die Idee, einen guten Spieler auf die Bank zu platzieren, da der am Würstchenstand nicht seinen sozialen Dienst geleistet hat. Sowas funktioniert nur "über" Kinder, da Eltern abhängiger, eben erpressbarer (s.o.) sind wie der Herrenspieler: der würde drauf pfeifen u. wechseln, seine Freunde ihm folgen u. der Trainer wäre schnell Geschichte. Kinder aber sind wehrlos, wenn man sie gegen Eltern instrumentalisiert, um Eltern in die Knie zu zwingen, sich in den Verein "einzugemeinden". Dies aber ist weder ("erwachsenenpädagogisch") Sinn von KiFu noch sportlich gegen die kleinen Spieler!!!! Es ist ein Problem, wie Vereine finanziell o. auch sozial Ausgleich praktizieren: diese Politik auf dem Rücken der Kids als schwächsten Gliedern statt unter Männern/Erwachsenen (die sich eben oft lieber um sich selbst drehen) zu lösen, ist leider oft symptomatisch... :(

    Na ja, mein Ältester fing vor 10 Jahren zu trainieren an, da sind die letzten 2, 3 Jahre nicht alleiniges Maß... Wenn ich z.Z. aber sehe, was sich viele Trainer so herausnehmen (ich melde den nur zuschauen wollenden Sohn krank, der Trainer überredet ihn rücksichtslos mitzuspielen, sein Schulturnier gefährdend; versucht ihn stets manipulativ gegen mich zu instrumentalisieren, indem er letzten Sa. zB trotz dickem Fuß u. Spielverbot im Sturm spielen musste, nicht ins Tor dürfte, wofür ich ihn notfalls fit meldete: da alternativlos; diesen Sa. nun soll er plötzlich im Tor statt Sturm spielen: nur um mir des Trainers Machtwillkür zu demonstrieren, gleichgültig, dass er nen 12-jährigen seit längeren - mit üblen schulischen Folgen - völlig durcheinander u. um jede Linie o. Logik bringt zB), wundert mich nicht, wenn irgendwann keiner mehr was mitmachen mag. Mich hat als Trainer nie interessiert, ob Eltern materiell was beibringen: ihr Ding! Nicht jeder muss KiFu so wichtig o. ernst wie ich nehmen, Da gab es Eltern, die nie da waren. Na und? Wer bin ich denn, denen auf die Pelle zu rücken? Wenn ihnen KiFu gleichgültig ist, ihrem Kind aber nicht u. dies Kind die Termine einhält, wo ist ein Problem? Zum Glück sind wir alle als Individuum gleich u. frei zu betrachten u. wenn nur das Kind, nicht seine Eltern, im Verein ist, haben Eltern auch nicht interne Pflichten, so sehr die Vereinsführung sich auch freuen möge, wenn sie wer unterstützt: Es ist - noch - in Deutschland erlaubt, Fußball nicht obenan zu stellen. Ja, es soll sogar Eltern geben, die ihn hassen, obwohl ihre Kids ihn spielen - ist doch prima für alle Beteiligten. Wer aber Trainer sein will, der hat die Aufgabe u. Verantwortung - freiwillig - übernommen, was dafür zu tun, daher ja auch das Sagen, auf dem viele dann gern lauthals beharren. Zum Glück darf jeder selbst entscheiden u. ist die DDR Geschichte, wo Zwangsdienste verordnet wurden! Kids genießen ihre eigene soziale Soße, das genügt ;(

    Karl: Ist nicht - von für mich nicht nachvollziehbaren Geldproblemen ab - Hauptproblem, dass die meisten mehr Vater als Trainer sind? Ein echter Trainer schielt doch gar nicht darauf, ob irgendwelche Eltern voll mit im Boot sitzen, den interessiert der Sport, seine Spieler, die Spielweise, der Erfolg, nicht, ob auch ja alle Eltern sich korrekt einbringen, alle gleichviel bezahlen o. Kuchen backen. So dreht man sich eher als Elternteil statt Trainer um sich selbst - im Ressentiment: ich "muss" mehr machen als die anderen? Keiner muss! Will man nicht nur Kinder trainieren o. auch ein wenig (besser) erziehen, sondern zudem noch Eltern, und alles oft ohne jede Ausbildungsform? Ist nicht klar, wenn grad so Eltern Abstand nehmen? Ich hatte da nie Probleme, da ich nie was hätte erzwingen wollen, einfach auch Eltern vom KiFu zu begeistern suchte, ihnen aber stets ihre Freiheit selbst zu entscheiden ließ, keinen belehrte o. von oben herab entgegentrat. So haben dann alle auch gern mitgemacht... ;)