Beiträge von Keller-Kicker

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Denn genau das tun, wollen solch Trainer ja. Man muss die Effekte ihrer Schreierei der komplexen Situation gemäß einordnen: ihre Spielerinnen sind es gewöhnt, Resilienz schützt sie und lässt die gewünschte Reaktion automatisiert zeigen (da sie ja 'müssen', sonst keine Ruhe bekommen); deine Spielerinnen verstört es, sie bemerken, wie durchs aufstachelnde "Anfeuern" mehr Kampf, Biss, Härte, sie drohen so ihre eigene Contenance zu verlieren: da sie eben noch Kinder sind!, dies zu ernst nehmen, wo Erwachsene so Trainer auslachen würden. Außerdem geht jene Reaktion uU auf die Knochen, das tut weh, regt alle auf, bereitet Angst... Ebenso werden auch (Jung-)Schieris so oft beeinflusst pro Schreihals-Team zu pfeifen, eben wegen dem darauf auffordernd abzielenden Druck, der bald unbewusst Wirkung zeigt. All dies verdirbt die harmonische Atmosphäre, die nervliche Konzentration, die sportliche Grundstimmung und, wie gesagt, seine Spielerinnen kennen diese Beeinträchtigung. Im Grunde aber verlieren auch sie oft das Spielerische, die für Kreativität notwendigen Gelassenheit weicht nervöser Hektik, krampfartiger Anstrengung - alles im Prinzip des jeden selbst bestimmen lassenden Spielflusses schädlich, für Eigenverantwortung destruktiv, aber kurzfristig durchaus effektiv per "positiv verstärkender Wechselwirkung" (mentales Stichwort "Lasertechnik für Trainer"), die sich jedoch, wie jeder Ingenieur weiß, brandgefährlich auswirken kann. Das interessiert solch armes Würstchen in seiner privaten WE-Schreitherapie aber mitnichten, Hauptsache er hat sich am Ende per Brüllorgan ausgepowert, stark gefühlt u. darf noch mangels allgemeinen Mut zum Widerspruch meinen, so per Druckmachen den Sieg nach Hause gebracht zu haben.


    Da so Gedanken eben auch die Guten wie hier dich befallen, infizieren sie oft das gesamte Umfeld und am Ende wird statt Fußball am Ende "mein Kampf" durch geistig verarmte Klein-Selbstdarsteller aufm Sportplatz auf dem Rücken der unmündig Kleinsten gespielt: was bei Erwachsenen viel eher nen Riegel vorgeschoben würde, da die sich solch selbsternannte "Ego-Trainer" wohl meist verbitten würden! In der Ruhe liegt schließlich die wahre Kraft wie Konzentration aufs Wesentliche. Daher wünsche ich mir mehr Zivilcourage, hab sie aber selten erlebt u. auch selbst kaum einmal mehr die Kraft dazu: bestenfalls verwickle ich solch Typen samt Anhang in der Pause in nette Gespräche, um sie ein wenig zu befrieden und werbe nebenbei ein wenig um Einsicht: ihr seid doch technisch echt überlegen, braucht gar keine Blutgrätschen, im Gegenteil bringen die euch raus, riet ich dem lautstarken Gegnertrainer im letzten Spiel meines Jüngsten zur Pause beim Stand von 0:1, bei schon 3 gelben Karten, einigen Verletzungen; Ergebnis: er war in der Tat ganz ruhig u. sein Team gewann 8:0, q.e.d. Meinem Sohn habe ich von diesem Tipp aber lieber nichts erzählt, aber mir war's lieber wie weitere Quasi-Keilereien auf wie neben dem Platz. Würde nun noch unser Trainer öfter mal diskursoffen sich zumindest anhören, was warum schief läuft, statt alles besser, perfekt zu wissen, trotz solch 0:8-Klatsche, frustrierten Kids... ;)


    PS: Gönn ihnen solch kleinen Erfolg, sie benötigen ihn sicher dringender wie du u. vielleicht werden so die betroffenen Kids am Ende gar mal gelobt, dürfen sich besser fühlen. Ergebnisse zählen: Endergebnisse! Und am Ende wird dort die Ente verkacken, wo sie bei dir mit gesundem Stuhlgang noch beim Scheißen freudigen Flow erleben kann :thumbup:

    @Uzun: "Das Fleisch gehört dir, der Knochen mir" - tja, dies Motto beim Ab-Geben des Frischfleisches passt in meine Wahrnehmung des KiFu-Betriebs u. wäre wohl nach dem Geschmack des aktuellen "System Fußball" da, wo es um renditeträchtige Talentobjekte geht. Denn: wir machen das schon, also Eltern, geht auf Abstand, ihr habt hier eh nichts mehr zu sagen. Viele kleine, unausgebildete Breitensporttrainer aber verwechseln nun zudem sich mit jenen immerhin in etwa fachkompetent-selbstreflexierter wie per Erfolg im Ergebnis kontrollierter dem System vor- u. zuarbeitenden 'Profi-Trainern', stellen auch sich dann auf solch Sockel der Unnahbarkeit: Ich bin der Trainergott und du - niemand! Und da schließlich nahezu kostenlos (schnell da, wo eigener Ehrgeiz o.ä. Motive im Vordergrund des Engagements verwechselt mit: sozial) gearbeitet wird, hat man dann vereinsseitig 100% Rückendeckung von oben: denn auch diese KiFu-Trainer halten ja vice versa den Vorständen den Rücken frei, damit die sich in ihrer Präsenz/Aufmerksamkeit voll auf ihr Steckenpferd u. mediales Aushängeschild: die 1.Herren konzentrieren dürfen, der Unterbau als geregelt vernachlässigt werden kann... Da ich dies nun x-mal vor Ort live erleben wie zu Passivität verurteilt erdulden, über unsere Kids mit erleiden musste, meine zynische Vorstellung dieser nicht zwingend überall vorhandenen, aber stets vom wegschauenden DFB doch ignorant ermöglichten Strukturen, von denen sanktioniert, die bequem nichts wissen wollen, die sich in ihren Positionen in Amt u. Würde genießen. Also gibt's natürlich auch hier Druck: nach unten, gegen jedes Aufbegehren von der Basis her, sofern es sich nicht wenigstens systemkonform zu verkaufen bereit zeigt, für mich eher faule Kompromisse (was ich da meine, weiß man, wenn man mich kennt) absegnend, so eben keinerlei Druck auf die Verantwortungsspitze mehr machen wollend. So funktionieren System nämlich stets: Druck von oben nach unten ausübend, umgekehrt aber blockierend.


    Die selbstbezüglich-systemische Förder-Strategie geht da heute gern über einkalkuliert 'nur' seelische, unsichtbar mögliche Schäden: bist du zu schwach, ist es zu stark. Auf die im Schatten, die als Loser-Ausschuss scheitern, kaputt gehen u. dann aussortiert werden wie Müll, schaut 'man' nicht, nur auf die glänzenden Stars von morgen, mit denen 'man' sich als Fan so gern identifiziert. Irgendwie schmeckt mir aber dies gängige Druckmachen verdammt bitter, wo von einst lebendig fußballbegeisterten Kids mental ausgeweidet nurmehr Knochengerüste übrig bleiben sollen. Daher bin ich Revolutionär statt Reformist: Stachel im Fleische derer, die sich gern ganz oben, über alle anderen und zumal Kinder hinstellen: hab schon zu viele im Charakter zurecht-verbogene Kinder mitansehen müssen: und das macht mir Druck, von innen, vom Gewissen her...


    PS: Obwohl doch die ÖR-Medien ständig werben: Eltern, schaut hin, was euer Kind macht (bzw. mit wem es sich trifft, umgeht), scheint dies im KiFu als ne Erbsünde zu gelten. Jedenfalls behandeln mich die Trainer unserer mitunter frustriert mit hängenden Köpfen vom Platz schleichenden Jungs stets so, wenn ich mal nach nem üblen 1:13, 0:8 o. 0:4 zuletzt versuchte, ihnen per objektiv auch sie (die stets den Kids nur danach noch verzählen, was die verkehrt machen, wer Schuld sei) mal einbeziehender Fehleranalyse aufzuzeigen, woran dies liegen könne - Majestätsbeleidigung. Und was sagte dann einer zu mir wörtlich: da bin ich ganz Diktator. Dem ist nichts hinzuzufügen, so geht's zu mit dem Druck im System, jedenfalls bei uns - soll, darf, kann sich dies nie ändern? Es macht mich alles unendlich traurig, was da so passiert. Ich rate heute bekannten Eltern ab, ihre Kleinen zum Fußball zu schicken u. werbe für Tennis, Musik, Kunst - soweit ist es mit mir einst Fußballverrückten schon gekommen, aber: ohne dass ich schon aufgäbe, den Kids, die Fußball lieben, da raus zu helfen - irgendwann... :(

    @uzun: Das Baumbeispiel macht's deutlich - wo wer Druck ausübt, den Zögling in den Schatten stellt, um selbst besser im Licht zu stehen, seiner Wurzel das Wasser abgräbt, muss der Baum sich anpassend verbiegen o. schnell umorientierend mit aller Kraft neue Quellgründe aufsuchen, oder er geht irgendwann ein, zugrunde. Sicher kann man Kindern gegenüber mit diesem Prinzip "spielen", sie unter den von sich selbst als Maß u. Meister her ausgeübten Druck in die für nützlich erachtete Richtung zwingen, aber wer soll da profitieren, wessen Ehrgeiz o. Renditewunsch erfüllt werden? Sollen Eltern zu solch Experimenten nur passiv wegschauen u. schweigen - auf Abstand gehalten gegen das als Nachwuchs eigene "Fleisch und Blut" indifferent in die Rolle bloßer "Fans" als Randfigur im Trainerrevier degradiert, wobei die Fans wie auch erwachsen mündige Spieler Trainern da, wo es professionell zugeht, ja oft grad die Hölle heiß machen, statt deren Rollen-Hoheit blindlings zu akzeptieren? Jeder, der anderen, gar Kindern sagt, Druck sei 'erzieherisch' gut für sie, weiß meist gar nicht viel pädagogisch übers Erziehen u. hat selbst diesen Druck auch nicht - da redet es sich dann gefährlich leichthin...

    Christian: Jetzt verstehe ich den Thread zum chaotisch-respektlosen Team besser u. muss ehrlich sagen, dass dann wohl die 'natürliche Autorität' in Sachen Fußball fehlt. Die kann man sich aber nicht per Abstrafmentalität schaffen, wo sie sportlich aufm Platz o. auch der eigene Mut, sich der Herausforderung aktiven Fußballs zu stellen, fehlt. Ist sicher ne Art Höllenritt, mit 19 was anzufangen, auch wenn ich zB erst mit 45 im Tennis anfing, aber nun schon per Ehrgeiz, Trainingsfleiss, Lernwille wie eben auch Ballgefühl u. Sportlichkeit Verbandsliga spiele. Aber mit 36 konnte ich zB nicht mal mit links den Ball stoppen, lernte dies dann wg. erstmaligem Vereinsbeitritt (wo ich mich nicht blamieren wollte) in 4 Wochen an ner Hallenwand mittels ca. 20 min Fuß-Training dreimal die Woche. Danach klappte es schon ein wenig, nach 8 Monaten schoss ich das erste Tor mit links, später konnte ich Flanken kopfgenau platzieren - also: wo ein Wille, da ein Weg! Natürlich hast du Nachteile, wenn du per se unsportlich bist, aber jedem Team tut auch nen Spaßvogel gut, der nicht gleich nen Stammplatz einfordert, andere so in ihrer Position bedroht, stets Zufriedenheit ausstrahlt nach dem Motto "Dabeisein ist alles". Sicher, realistische Selbstironie benötigt man dazu schon, um den Leistungsmangel vor sich (im Selbstbild) auszugleichen. Aber wieso nicht auch bzw. nur Schiri? Da gibt es sogar noch Geld, Beitragsbefreiung etc. Und gut, moderat pfeifende Schiris lieben alle, außer man spielt zu schlecht, so dass einzelne Fehlentscheidungen gleich am Selbstbewusstsein so kratzen, da man sich als Verlierer fühlt. Aber ein lächelndes "Sorry, falls ich es falsch gesehen haben sollte..." wirkt auch da meist Wunder... Bleib dran, aber schätze vor allem dich als Trainer so realistisch wie als möglicher Spieler ein! ;)

    Dein Fehlschluss Kicker - so ich dich richtig verstehe - ist der, dass Anweisungen und Vorgaben des Trainers IMMER die Entwicklungs der Spielintelligenz hemmen. Das muss man einfach differenzierter betrachten:
    FALSCH ist es wenn der Trainer jede BEWEGUNG des Spielers vorgibt und kommentiert
    RICHTIG ist es wenn der Trainer die UEBUNGSPARAMETER sehr detailliert vorgibt und dem Spieler dann INNERHALB dieser Uebung den Freiraum gibt GEZIELT auf ganze bestimmte Aufgabenstellungen hin kollektive und/oder individuelle Spiel-Intelligenz zu entwicklen.


    Danke erstmal für die Antwort inkl. Verstehensvorbehalt. Keiner weiß hier sicher, ob er andere richtig versteht o. sich dies nur einbildet; daher hätte mich dein Gesamtkonzept ja auch mal interessiert: sieht man immer nur einzelne Bruchstücke sind Missverständnisse ja vorprogrammmiert. Mir geht's generell um die Homunculus-Fantasien im Förderbetrieb des Systems, seiner "Macher": jeder verfolgt per se i.d.R. erstmal von oben nach unten eigene Interessen, so ist der Mensch nunmal hinter allen sozialen Fassaden... Oder bist du 100% selbstlos?


    Wer ganz unten ist, ist eben die unmündige breite Masse, die man zwar irgendwie mit betreuen muss, da man alles Vereinswesen als sozial engagiert bzw. Ehrenamtsbetätigung verkauft, so eben alle öffentlichen Mittel für den eigenen Gesamtbetrieb generiert, der ohne diese Subvention nicht funktionierte, die aber nicht wirklich im Fokus steht, nur billigst abgefertigt, im Betreuen vernachlässigt wird. Wer darüberhinaus was tun, bewegen will, ist schon mal positiv zu bewerten, könnte aber dabei auch "Trugschlüssen" unterliegen - daher erzeugt freies Diskutieren ja Sinn! Doch die Trainer, die ich vor Ort erlebe (oft ohne zu erahnen, woraufhin sie sich soviel einbilden: kein sportlicher Erfolg als Spieler wie Trainer, keine sport- wie sozialpädagog. Ausbildung o. Kritik-/Konfliktbefähigung, dh Welt-Offenheit, schon mehrere Teams aufgelöst...), die blocken nur ab, stellen sich über alle anderen, dh würgen Teamgeist/-Play ab statt es reell: in jedem selbst wie allen im Teamganzen zu fördern. Daher wehe jedem, der zB nach nem bitteren 0:8 o. 1:13 als bloßes Elternteil wie Extrainer o. jahrzehntelanger Spieler - natürlich meilenweit unter ihnen selbst stehen sollend, eben auf nichts als formelle Amtsmacht hin (wie zu Oma's Zeiten!) - nachzufragen wagt: aus Fürsorge u. Verantwortung für sein Kind etc. Da fehtl im Kopf dann doch jede "Spielintelligenz" - und woher soll sie aufm Platz dann kommen, wenn alle nur nach Plan machen sollen, was dieser Kopf als "Großer" ihnen vorgibt...? ?(

    Es nützen nur ehrliche Antworten! Wer die sogleich per Projektion mit "Vorwurfshaltung" bewertet, verkennt die knallharten Fakten! Wer sog. "chaotische" etc. Kinder gleich pauschal im u. als Team anklagt, einzelne rigoros abstrafen, lang von Spielen o. Trainings - dank seiner Machtposition o. Revierverhalten - verbannen will, könnte sich ganz schnell Riesenärger mit Eltern einhandeln: falls er selbst primär Ursache der (auch Erziehungsberechtigten mit) unterstellten Respektlosigkeit wäre. Die genauen Verhältnissen vor Ort o. was wer mit Tipps anfängt bzw. ob er sie übel nimmt, können wir nicht ad hoc beurteilen, ist auch egal: wer fragt, bekommt ne ehrliche statt über-solidarische Antwort, besser hier als vor Ort gar handgreiflich durch die, die es nunmal auch gibt u. da kein Pardon kennen: da es um Wohl u. Wehe ihrer Kleinen geht, die sich ja nicht zur Wehr setzen können u. unterlegen sind! Daher rate ich zu Vorsicht: Kinder sind keine abzurichtenden Tiere, Chaotik ist ihre spontane Natur - das sollten sie betreuende Trainer schon verstehen, tolerieren können. Weiß aber, dass es leider oft nicht so ist, da Qualifikation, Kontrolle, Korrektur fehlen: kein Vorwurf an sie, da sie ja meist kostenfrei u. unbedarft arbeiten, sondern ans System, das Schäden bei Kids in deren Entwicklung aus finanzfixiertem Geiz (Hauptsache billig, reicht für Kinder, wogegen Jogi's WM-Stars inkl. U20 in Saus u. Braus wie Könige dank DFB-Kohle residieren - tja, so verteilt sich das, ganz selbstverständlich: unsere Kinder pfui, unsere Gaga-Helden hui) einkalkuliert... :(

    wenn die Trainer schreien



    Respekt will verdient werden, grad bei Kids: die reagieren nämlich "spontan-natürlicher"! Sprichwort: Wer schreit, hat selten Recht bzw. immer Unrecht. Ihm fehlt es meist an natürlicher Autorität, an Wirkungskraft o. auch schlicht Nerven. Daher dreht er ab statt Haltung (Contenance) zu bewahren: und erscheint so als Verlierer! Nach außen mögen Kids so gehorchen müssen, aber innerlich kommt's zur Abwärtsspirale u. Revolte: der Idiot heisst es unbewusst im Kopf, hinter vorgehaltener Hand, was bildet der sich ein... Ist's erstmal soweit, wird's schwer, wieder auf vernünftige Gleise zu kommen. - Unsere E hieß seinerzeit gar "Freche Kids", um Kids da abzuholen, wo sie nunmal gern sind, was sie auch aufm Platz oft weiter, ihnen subjektiv ergebnisunabhängig Erfolgserleben :) ich darf frech spielen!) bringt - der Weg als Ziel! Name war nicht von mir, taufte ihn später in Coole Kidz um: da Eltern potentiell neuer Spieler die Nase rümpften, die Jungs älter wurden...


    Wir wollten genau nicht die vorm Trainer in Ehrfurcht erstarren müssenden Salzsäulen heranzüchten, da Chaos kreativer macht als von oben befohlene Ordnung o. (gar vorauseilen müssender) Gehorsam. Und genau deshalb hörten die einst wirklich frechen Jungs auf uns Trainer: sie spürten, dass wir sie akzeptierten, wie sie waren, und in ihrem Selbst fördern statt verbiegen wollten. Gegenseitiger Respekt ist da das Zauberwort. Daher wird deine Strategie zwar vielleicht äußerlich Ruhe reinbringen, sie könnte aber 1. die trügerische vor dem Sturm sein (innerlich rebelliert man, was in D o. C dann offen als Unlust u. Demotivation ausbricht: Abgänge etc.) o. 2. direkt für noch mehr Unmut sorgen. Wer hingegen sportlich mit echten Zielen zu begeistern wüsste, was ja auch 1. Traineraufgabe im Vorbildsein ist, dürfte alle eher u. nachhaltig auf die richtige Spur lenken. Man muss keine Sportskanone sein, die Gesinnung ist wichtiger als die Leistung, aber Sportmuffel als Kinder-Trainer (kenne so welche leider) haben natürlich ein Autoritäts- wie Animationsproblem u. können bestenfalls einen auf locker, zu Selbstironie fähig lustiger Spaßvogel (bloßer Breitensport eben) machen - besser als nichts! ;)



    PS: Dass sie dich nur unter max. Druck, nicht wirklich akzeptieren, ehrlich, es wundert mich bei deinen Maßnahmen nicht, sorry.

    wenn die Trainer schreien


    Respekt will verdient werden, grad bei Kids: die reagieren nämlich "spontan-natürlicher"! Sprichwort: Wer schreit, hat selten Recht bzw. immer Unrecht. Ihm fehlt es meist an natürlicher Autorität, an Wirkungskraft o. auch schlicht Nerven. Daher dreht er ab statt Haltung (Contenance) zu bewahren: und erscheint so als Verlierer! Nach außen mögen Kids so gehorchen müssen, aber innerlich kommt's zur Abwärtsspirale u. Revolte: der Idiot heisst es unbewusst im Kopf, hinter vorgehaltener Hand, was bildet der sich ein... Ist's erstmal soweit, wird's schwer, wieder auf vernünftige Gleise zu kommen. - Unsere E hieß seinerzeit gar "Freche Kids", um Kids da abzuholen, wo sie nunmal gern sind, was sie auch aufm Platz oft weiter, ihnen subjektiv ergebnisunabhängig Erfolgserleben :) ich darf frech spielen!) bringt - der Weg als Ziel! Name war nicht von mir, taufte ihn später in Coole Kidz um: da Eltern potentiell neuer Spieler die Nase rümpften, die Jungs älter wurden...


    Wir wollten genau nicht die vorm Trainer in Ehrfurcht erstarren müssenden Salzsäulen heranzüchten, da Chaos kreativer macht als von oben befohlene Ordnung o. (gar vorauseilen müssender) Gehorsam. Und genau deshalb hörten die einst wirklich frechen Jungs auf uns Trainer: sie spürten, dass wir sie akzeptierten, wie sie waren, und in ihrem Selbst fördern statt verbiegen wollten. Gegenseitiger Respekt ist da das Zauberwort. Daher wird deine Strategie zwar vielleicht äußerlich Ruhe reinbringen, sie könnte aber 1. die trügerische vor dem Sturm sein (innerlich rebelliert man, was in D o. C dann offen als Unlust u. Demotivation ausbricht: Abgänge etc.) o. 2. direkt für noch mehr Unmut sorgen. Wer hingegen sportlich mit echten Zielen zu begeistern wüsste, was ja auch 1. Traineraufgabe im Vorbildsein ist, dürfte alle eher u. nachhaltig auf die richtige Spur lenken. Man muss keine Sportskanone sein, die Gesinnung ist wichtiger als die Leistung, aber Sportmuffel als Kinder-Trainer (kenne so welche leider) haben natürlich ein Autoritäts- wie Animationsproblem u. können bestenfalls einen auf locker, zu Selbstironie fähig lustiger Spaßvogel (bloßer Breitensport eben) machen - besser als nichts! ;)

    @:Fragt sich, warum man dann "keinen Spaß mehr" am eigenen Sport hat, empfindet. Da Sport plötzlich blöd geworden ist? Wie das, ist Sport, Fußball denn langweilig? Die gleichen Jungs gehen aber dann später als Fans in Stadien, bezahlen Eintritt etc., um passiv am Fußball teilzunehmen. Dies ist sicher vom DFB-System z.T. so gewollt, denn an Passiven verdient man mehr Geld, auch über TV- u. Werbe-Gelder, wogegen Aktive zwar ein guten Faustpfand als Alibi bieten, aber eher Aufwand u. Geld, oft auch Ärger kosten. Also wäre es ökonomisch doch ne klare Linie: Aktivität minimieren, Passivität fördern. Folglich ist der Einsatz zur motivationalen Verbesserung von Jugendarbeit über Trainerqualifikation, so der Befähigung zur Animation statt der weit verbreiteten Demotivation durch zwanghaft ehrgeizgetriebene Selbstbezüglichkeit oft zuerst auf sich fixierter Trainer im Teamcoachen auch in der Breite nicht grad groß: finanziell interessant für "Forschung, Entwicklung, Ausbildung etc. ist nur die Spitze der Aktiven, alles Weitere fällt "einfach" durch den Rost... ;) :(


    PS: Der Artikel belegt grad, dass Trainer das meist über Freunde im Teamgeist auftauchende Interesse am Fußball allererst zu erwecken, zu vertiefen u. so zu vermitteln haben - eine im Marketing-Überangebot schwierige Aufgabe, die nach echter Kompetenz schreit. Sie aber wird von den Verantwortlichen eben fast überall für verzichtbar erklärt. Dafür investieren soll man privat o. eben gar nicht; im letzteren Fall macht dann jeder, wie er will u. meint - und im Zweifel den Kids alles an aktiv-sportlichen Zukunftschancen kaputt! Die Oberen lassen die unten im Prinzip mit dieser Basisaufgabe allein - und das eben hat leider 'System'! Auch subjektiv sich übermittelndes Erfolgserleben ist für Kids wichtig zwecks Eigenmotivation: wo sie aber zuerst teamintern gegenüber Trainern als Machtmenschen unterliegen, per Strafen, Stress, Härte gefühlsmäßig zu Verlierern werden, da erlahmt ihr Interesse am einst so geliebten eigenen Sport, am Sich-bewegen im Miteinander als Hobby irgendwann - was individuell fatal ist: Sportmuffel werden so geboren! Wo aber hin mit ihrem inneren Triebstau u. -überschuss? Er macht laut Psychologie nie nur träge, wird "aggressiv", speist den "Destrudo", Todes- vs Lebenstriebe....

    @FB: also Reden um des Redens willen, ständig off Topic u. willkürhaft statt auf verbindlicher Grundlage: unnötig genauer zu verstehen, worum es geht? Dies alle zs. erahnen zu lassen nämlich ist Sinn jeder Definition einer Sache - mit Philosophie hat dies gar nichts zu tun, da sie Definitionen grad hinterfragt u. die Sache selbst neu erforschen will! Erst denken, dann handeln - im KiFu vielleicht deswegen für unnötig gehalten, da Kinder sich ja nicht wie Erwachsene mündig zur Wehr zu setzen können? Daher doch wollen Trainer auch so gern Eltern außen vor o. per Aufstellungsmacht (entweder du redest mir nicht rein oder...) ruhig halten: die könnten wie in jedem Herrenteam normal auch mal lästige Fragen stellen statt sich nur dem 'Großen' manipulativ zu unterwerfen. Allein diese Konstellation aber ist alles andere denn förderlich für Intelligenz, indem man so vorgibt, den kindlichen Spielern ihr Denken abzunehmen, auf dass sie im Kopf passiv, träge werden: einrosten statt ihre Potentiale entwickeln! Wein ist zwar in vielen wegweisend, aber sein Kuchenbeispiel hinkt: Könnte jeder den perfekten Kuchen backen, wenn er nur das Rezept hätte, gäbe es nur Sterneköche. Nur wenige aber sind intelligent genug, mit dem richtigen Rezept auch das Richtige anfangen zu können (Ausnahme; ne Fertigpackung); so, wie aufm Platz o. mit Tennisschläger, Geige etc. zwar jeder 10 Stunden täglich trainieren kann, aber doch stets nur sehr in ihrer Leistung zur Spitze gehören, genug Talent, Intelligenz, innere Ruhe dazu haben. Die aber zuzulassen, dies ist Voraussetzung für ihre Entwicklung.


    Wie oft sieht man ehrgeizige Trainer, die ihre Teams mit hochkomplexen Übungsabläufen ein besseres Spiel einhämmern wollen, aber die einzelnen Spieler stehen wie vor den Kopf geschlagen da, kapieren es nicht - außer vielleicht einem! Und der ist es dann, der mehr Spielintelligenz entwickeln könnte, wenn er die Impulse und Unterstützung hat. Alle anderen aber unisono "intelligenter" machen zu wollen, kann nie funktionieren, sie nur quälen u. frustrieren... Falls du dies also versuchst, mit diesem Anspruch alle Kids belästigst, tun sie mir jetzt schon leid. Denn ich bin ja nicht gegen jedes Talentsichten, nur gegen das grundfalsche, bornierte Vorgehen, indem man für sich die Leistungsstärksten ausfiltert: die Robusten, Größeren inkl. RAE o. die, die einfach früher mehr trainierten, so in der Praxis geübter, aber eben nicht talentierter, intelligenter sind.... Man tut dann so, als hätte man wie Gott das Auge, die Talentiertesten zu selektieren, will dabei aber im Grunde vor allem sich selbst als wichtig produzieren. Dann quält man u.U. die von eigener Gnade als zu immer mehr Leistung verdammten 'Auserwählten' bis zum Burn-/Dropout, die wahren, eben oft noch in sich versteckten Talente aber übersieht, ignoriert u. missachtet man! Es ist alles nicht mehr als ein Zirkusshow u. Talent bzw. Spielintelligenz der Götze (o. das goldene Kalb, das am Ende Dukaten scheißen soll, was natürlich in aller Regel Illusion bleiben muss.)


    Damit klinke ich mich dann aber aus, sorry, doch wo man Spielintelligenz drauf schreibt, sollte sie auch drin sein. Sonst ist es Etikettenschwindel - wie heute fast alles, was sich gut verkaufen soll. Man kann Spielintelligenz aber nur als etwas trainieren, was im Kind schon da ist, erschafft sie also niemals. Wein selbst will auch nur "kindgemäß" stimulieren, nicht Rezepte 1:1 repetieren lassen, wie man sich auf ihn berufend einzelne Worte auslegt, da sie ihn nicht genau verstanden haben - pures Praktizieren von wildwüchsigen Vorstellungen, trial and error, learning by doing auf Kinder Rücken im Glauben, sie intelligenter machen zu können, das ist sicher gängige Macher-Fantasie. Insofern gut, dass du sie zum Besten gabst. Dass man meint, gute Absichten zu haben, will ich keinem absprechen, aber die Zeche für u.U. schädliche Intelligenz-Experimente bezahlen Kinder, die ihre Stimme kaum dagegen erheben können. Lasst sie einfach spielen, in sich selbst entwickeln, besser bekommt keiner von außen es hin - schaut wo IHRE, nicht eure Begeisterung o. der dynamische Impetus am höchsten ist, stoppt selbstkritisch (also intelligent) EURE Praxis, wo sie blockiert, per Unlust lähmt, zuinnerst zum Stillstand bringt! ;)

    Leute, bitte, ihr seid wieder sowas von weit weg vom Threadthema bei der Selbstbeschäftigung. Man dreht sich nur um sich selbst u. zur Sache kommt nichts, echt schade: wird das nun - leider - zur Regel? So macht es vllt euch Spaß, aber denkt mal an ernsthaft interessierte Leser! Und: kollektive Spielintelligenz per Ausbildungskonzept - wie das bitte? WAS bitte ist denn Intelligenz? Etwa was, das Trainer erst Spielern beibringen? Nein, Menschen haben je ihre individuelle Intelligenz, als Trainer braucht man sie aufm Platz nur zulassen. So ist sie jedenfalls meines Wissens bisher definiert: oder? Daher bitte mal wieder zur Sache kommen, sie scheint ja alles andere als geklärt... ;)


    PS: Nichts von der angesprochenen Person, sorry Oliver u. Karl - da meine ich, dass man Intelligenz eben nur gestatten u. aktivieren, vor allem aber unterminieren kann, indem man sich selbst (sein ich per subjektivem Konzept/System an-/eintrainieren wollend über sog. taktische Automatismen etc) allem Spielerischen u. Kollektiven überlagert.

    Spielintelligenz ist die Fähigkeit eines Spielers, Spielsituationen möglichst früh und genau zu erkennen, um dann optimal reagieren zu können - gut; im Teamsport nicht nur individuell ichbezogen, sondern ebenso im Kollektiv sensibel, d.h. situativ für Intuition wie Inspiration offen! Trainer jedoch können nur soweit fördern, dass ein Repertoire an Handlungsmöglichkeiten erlernt wird; die richtige Auswahl jedoch ist aufm Platz als jeweilige Entscheidung von Spielern zu treffen, gerade nicht beeinflussbar. Sie benötigt daher maximale Freiheit im Kopf. Diese subjektive Kreativität ist im Team-Prinzip unendlich und nicht antrainierbar, eben daher per se befreiend wie begeisternd. Wer - gar schreiend - seine Spieler obstruktiv dominieren, hat daher nie Recht, erstickt so Spielintelligenz in der Spieler Köpfen, sorgt für Unruhe von außen, der neben reaktiv zwanghaftem Einsatzwillen auch Hektik, Stress, Konfliktpotentiale folgen, die alsbald vom spielerischen Momentum ablenken dürften, also alle im Teamspirit mental abschwächen auch das für Konzentration aufs Wesentliche not-wendig individuelle Selbstbewusstsein angreifen, wo Spieler es nicht per se haben. Daher hat per Trainer-Fußball die kollektive Spiel-Intelligenz seit langem immer mehr abgenommen: fürs Kollekitv offene, sensible Spieler fallen durch den Rost, nur robust durchsetzungsfähige (die Taktlk stur befolgen, innerlich aber mit dem Kopf durch die Wand wollen u. können) reüssieren in solch Systemfußball auf Dauer... ?(


    PS: Purer Wahn ist es, alles beim Alten belassen zu wollen und zugleich zu hoffen, dass sich etwas zum Besseren verändere (nach A. Einstein).

    @uzun: Na ja, wenn man Leute entfernt hat u. in den Schatten der Bedeutungslosigkeit stellt, kann man sie leicht ignorieren - weil es alles eh kaum wen interessiert, wie es unserem Nachwuchs geht, nicht mal die eigenen Eltern in ihrer Mehrheit. Daher ja der Frust der letzten Mohikaner. Wenn ich dir zB erzähle, dass ich bei unserem Breitensport-Dorfverein 2 TW-Trainings mit nen befreundeten Nationaltorwart schon organisiert hatte, die aber absagen musste, da neidische 'Kollegen' mit mehr Macht hämisch verboten, dass auf 'ihren' Plätzen mein Sohn da teilnehmen darf, der aber oft als Ersatz-Torwart spielen soll, kannst du dir vllt vorstellen, um wen es bei uns im KiFu stets zuallererst geht. Nur dass dann heute ein Trainer wie einst auch ich oft gleich zwei Teams trainieren soll, muss, da keiner sonst mehr da ist - das liegt aber weniger am Mangel von Bereitschaft als diesem internen Klima! Wer macht dann am Ende überhaupt noch diesen "Job" - und unbezahlt? Ähnlich Schieris: man wirbt zwar aus der Not heraus viele an, die dann natürlich bei Kindern sich ausprobieren, Erfahrung sammeln, erst aus natürlich vielen Fehlern lernen sollen, bevor sie zu den viel höherwertigen Herren in der 4. KKL dürfen. Nur dass sie dort oft grad schwierigste Spiele vorfinden, oft vom unausgebildeten Ehrgeiz-Trainer u. nachfolgend Eltern hemmungslos nieder geschrien werden, großteils schnell überfordert aufgeben - das sieht man jedes Jahr neu! Man meint, man könne immerzu neu Dumme anwerben, aber irgendwann bleiben nur die sehr Ehrgeizigen, die aber bald gen Herren weg sind, und die, denen im Prinzip Sportsgeist o. Pädagogik egal ist, zu allem Ja u. Amen sagen, nur sich im Kopf haben...


    Wo aber würde dies mal Thema? Das wird von oben unterdrückt, bagatellisiert, ignoriert etc. Praktisch null Bewegung in den Leitungs-Köpfen, seit 40 Jahren! Schlaue Weisheiten verbreitete ein Zwanziger auch erst, nachdem er draußen war, oder? Ich bin auch nurmehr froh, wenn ich aus diesem KiFu mental raus bin, meine Jungs erwachsen sind, ehrlich... :(


    PS: Ich fordere noch heute Verbesserungen ein, aber man wird nur verlacht, da man keinen Posten mehr inne hat. Du bist nur Eltern, Eltern haben nichts zu sagen, allein ich stelle das Team auf und bestimme, in etwa O-Ton eines Trainers zu mir, als ich zB Fehler nach einem 1:13 ansprach. Wobei man zufügen muss: Eltern haben bei uns keinerlei Mitbestimmungs/Stimmrecht für ihre Kinder als Mitglieder - man darf also nur Beitrag bezahlen u. sonst Mund halten. So ne gängige Vorstellung des Gemeinnützigen: was mir nützt, ist auch für euch gut, kapiert: Nachfragen nicht zulässig! Leider aber hat der nächste Verein schon keine adäquates Jugendteam mehr, alle platt gemacht; weitere sind weit weg (= 3mal 12 km hin- u. herfahren je Woche), also ist man dem Ist-Zuständen ausgeliefert - so ist KiFu hier real, aber wo würde dies mal publik? Doch nur öffentliche Kritik kann zu Veränderung u. Fortschritt antreiben vs 'anything goes': Beliebigkeit, Zufall regiert! Leute wie Maddog werden da leider immer seltener: kann nur warnen, als Einzelner (von unten) groß was verändern, bewegen zu wollen, indem er über den Tellerrand hinausschaut...

    Das witzige ist dabei: wenn wir eine obere D-Jugend im Traiingsspiel schlagen sollten, werden sich alle wundern wieso das möglich ist, obwohl alle meinen dass die besseren Individualspieler bei den oberen D-Jugend Mannschaften sind - ohne sich zu fragen ob es am Trainingskonzept liegen könnte. Ich beobachte nämlich bei meiner Mannschaft eine Verbesserung des kompletten Teams + Verbesserungen bei einzelnen Spieler und Torwart.


    Nochmal ganz großes "Vorsicht!" - genauso dachte ich auch, als man in der E-Jugend alle "Zu-schlechten", 'Unzuverlässigen' o. ADHS-kranken aus drei Jahrgängen (`98/2000) zu mir abschob; in der Tat schlugen diese Jungs nach gut 1em Jahr die 98er-Erste gleich 3mal binnen 1em Monat. Toll dachte ich, aber dann kam es: die besser vernetzten Trainer der 3 Ersten wollten sich die ihnen nun gut erscheinenden Spieler zurück herauspicken, was weder sie noch ich wollten. Daraufhin hat man unser Team so zerschlagen, dass der nun plötzlich aktivierte JL unser Team mit Spieler aus unterer E- sowie F-Jugend in die höchste E-Klasse "setzte", es nurmehr zweistellig verlor, bis kein Kind mehr kommen möchte, wir Strafen fürs Nichtantreten zu bezahlen hatten etc. Ich wurde als Versager entlassen (den "Schein" wie andere hatte ich eh nicht, 'nur' Pädagogik studiert, aber das ist im Lizenz-System ja Null wert) u. nur in einem hatten sie Pech: bis auf 1 Kind (das nach Kurzem wieder Ersatzspieler wurde, später aufhörte) hörten alle im Verein mit Fußball auf, über die Hälfte komplett: Gewinner gab es so praktisch keine, nur Zerstörung u. Verlierer! Daher: bloß nicht solche Träume!
    Ich weiß ja selbst, woher sie kommen: denen will ICH mal zeigen, was möglich wäre, wenn sie so gut arbeiten u. sich engagieren würden, wie sie nach außen immer tun, denn am Ende kackt die Ente, Ergebnisse zählen sportlich... Ja, sollte man im üblichen Siegerkult-Denken meinen, nur gibt es meist was, das viel wichtiger ist als der Sport, hab ich als Spieler wie Trainer immer wieder erleben müssen. Selbst nett Hilfe anzubieten, wird im Haifischbecken bereits als arroganter Angriff - auf eigene Eitelkeit - bewertet, zumal wo du eben keinen "Schein" hast. Klar bekommt man dann jene Fantasie, es denen zu zeigen, aber die werden sich zu rächen wissen, wenn du besser, sie schlechter dastehen. Und die Zeche bezahlen am Ende die Kids, denn das indifferente Desinteresse an ihnen u. ihrem Wohl dokumentiert die Vereinsführung ja gerade. Also mach nur dein Ding, provoziere keinen, ignoriere die anderen Erwachsenen wie sie dich ignorieren u. pflege lieber vereinsextern ausgesuchte Freundschaften mit den Trainern, die wie du ticken u. reell was leisten wollen: macht auch dir letztlich mehr Laune, die Kids profitieren von entspannt motivierenden Freundschaftskicks!


    *Die Scheine sollen als Lizenz nur die Kontrollmacht dessen ab-sichern, der sie vergibt, o. die aufwerten, die sonst evtl. gar nichts vorzuweisen hätten. Wenn du etwas Pädagogik u. einschlägige Literatur studierst, hast du die theoretische Grundlage dir selbst im Kopf erschaffen statt im (Ge-)Wissen abhängig von für mich zweifelhaften Institutionen zu bleiben. Dann bei Toptrainern als Hospitant deren Coaching beobachten, nachfragen, ob man mal etwas mitmachen kann, sie als Vorbild zu dir zwecks Demo-Training einladen o. auch Ferienschulen-Trainer unter der Woche mal privat - aber nicht auf dem Vereinsplätzen: wurde bei uns zB aus Neid u. Lagerdenke verboten - keine fremden Trainer auf 'unserem' Gelände! - buchen (machten die sehr preiswert für 100 Euro je Trainingseinheit - weniger als jeder Heizungscheck zuhause kostet!), mal ein gemeinsames Training mit Abschlussspiel im nächsten Bundesliga-NLZ organisieren, und alle Kids brennen von sich aus darauf, demnächst 2 statt 1,5 Stunden zu trainieren, 3mal die Woche, in den Ferien am liebsten jeden Tag wie im Trainingslager etc. - und das ermöglicht dann jedem Quantensprünge im Aktivieren ihrer Talente. Du kannst dir noch Trainer-Seminare wie oben TrainerTech heraussuchen, um dich auszutauschen: bei uns sponserte eine Große AG Schulungen mit O.Reck, N.Meier o. B.Möhlmann am WE - da kamen dann per se nur Top-motivierte Trainer, mit denen man nachher wieder schön Kontakt halten, sich befruchten konnte... Aber zeige nie betont den TR-Anzugsträgern (ihr heimliches Motto ja: ICH hab den Größten!), wieviel besser deine Arbeit ist, sie werden dich dafür vernichten wollen statt ihren Hut zu ziehen u. reell zu lernen u. zu leisten: wollten sie dies, hätten sie es ja längst getan!!! ?(

    Das witzige ist dabei: wenn wir eine obere D-Jugend im Traiingsspiel schlagen sollten, werden sich alle wundern wieso das möglich ist, obwohl alle meinen dass die besseren Individualspieler bei den oberen D-Jugend Mannschaften sind - ohne sich zu fragen ob es am Trainingskonzept liegen könnte. Ich beobachte nämlich bei meiner Mannschaft eine Verbesserung des kompletten Teams + Verbesserungen bei einzelnen Spieler und Torwart.


    Nochmal ganz großes "Vorsicht!" - genauso dachte ich auch, als man in der E-Jugend alle "Zu-schlechten", 'Unzuverlässigen' o. ADHS-kranken aus drei Jahrgängen (`98/2000) zu mir abschob; in der Tat schlugen diese Jungs nach gut 1em Jahr die 98er-Erste gleich 3mal binnen 1em Monat. Toll dachte ich, aber dann kam es: die besser vernetzten Trainer der 3 Ersten wollten sich die ihnen nun gut erscheinenden Spieler zurück herauspicken, was weder sie noch ich wollten. Daraufhin hat man unser Team so zerschlagen, dass der nun plötzlich aktivierte JL unser Team mit Spieler aus unterer E- sowie F-Jugend in die höchste E-Klasse "setzte", es nurmehr zweistellig verlor, bis kein Kind mehr kommen möchte, wir Strafen fürs Nichtantreten zu bezahlen hatten etc. Ich wurde als Versager entlassen (den "Schein" wie andere hatte ich eh nicht, 'nur' Pädagogik studiert, aber das ist im Lizenz-System ja Null wert) u. nur in einem hatten sie Pech: bis auf 1 Kind (das nach Kurzem wieder Ersatzspieler wurde, später aufhörte) hörten alle im Verein mit Fußball auf, über die Hälfte komplett: Gewinner gab es so praktisch keine, nur Zerstörung u. Verlierer! Daher: bloß nicht solche Träume!
    Ich weiß ja selbst, woher sie kommen: denen will ICH mal zeigen, was möglich wäre, wenn sie so gut arbeiten u. sich engagieren würden, wie sie nach außen immer tun, denn am Ende kackt die Ente, Ergebnisse zählen sportlich... Ja, sollte man im üblichen Siegerkult-Denken meinen, nur gibt es meist was, das viel wichtiger ist als der Sport, hab ich als Spieler wie Trainer immer wieder erleben müssen. Selbst nett Hilfe anzubieten, wird im Haifischbecken bereits als arroganter Angriff - auf eigene Eitelkeit - bewertet, zumal wo du eben keinen "Schein" hast. Klar bekommt man dann jene Fantasie, es denen zu zeigen, aber die werden sich zu rächen wissen, wenn du besser, sie schlechter dastehen. Und die Zeche bezahlen am Ende die Kids, denn das indifferente Desinteresse an ihnen u. ihrem Wohl dokumentiert die Vereinsführung ja gerade. Also mach nur dein Ding, provoziere keinen, ignoriere die anderen Erwachsenen wie sie dich ignorieren u. pflege lieber vereinsextern ausgesuchte Freundschaften mit den Trainern, die wie du ticken u. reell was leisten wollen: macht auch dir letztlich mehr Laune, die Kids profitieren von entspannt motivierenden Freundschaftskicks!


    *Die Scheine sollen als Lizenz nur die Kontrollmacht dessen ab-sichern, der sie vergibt, o. die aufwerten, die sonst evtl. gar nichts vorzuweisen hätten. Wenn du etwas Pädagogik u. einschlägige Literatur studierst, hast du die theoretische Grundlage dir selbst im Kopf erschaffen statt im (Ge-)Wissen abhängig von für mich zweifelhaften Institutionen zu bleiben. Dann bei Toptrainern als Hospitant deren Coaching beobachten, nachfragen, ob man mal etwas mitmachen kann, sie als Vorbild zu dir zwecks Demo-Training einladen o. auch Ferienschulen-Trainer unter der Woche mal privat - aber nicht auf dem Vereinsplätzen: wurde bei uns zB aus Neid u. Lagerdenke verboten - keine fremden Trainer auf 'unserem' Gelände! - buchen (machten die sehr preiswert für 100 Euro je Trainingseinheit - weniger als jeder Heizungscheck zuhause kostet!), mal ein gemeinsames Training mit Abschlussspiel im nächsten Bundesliga-NLZ organisieren, und alle Kids brennen von sich aus darauf, demnächst 2 statt 1,5 Stunden zu trainieren, 3mal die Woche, in den Ferien am liebsten jeden Tag wie im Trainingslager etc. - und das ermöglicht dann jedem Quantensprünge im Aktivieren ihrer Talente. Du kannst dir noch Trainer-Seminare wie oben TrainerTech heraussuchen, um dich auszutauschen: bei uns sponserte eine Große AG Schulungen mit O.Reck, N.Meier o. B.Möhlmann am WE - da kamen dann per se nur Top-motivierte Trainer, mit denen man nachher wieder schön Kontakt halten, sich befruchten konnte... Aber zeige nie betont den TR-Anzugsträgern, wieviel besser deine Arbeit ist, sie werden dich dafür vernichten wollen statt ihren Hut zu ziehen u. reell zu lernen u. zu l: wollten sie dies, hätten sie es doch längst getan!!! ?(

    @maddog: Das sind die üblichen Zustände da, wo Sport laut Plakaten ja am schönsten sein soll. Mein Tipp: nur nicht kritisch mosern, etwas daran zwecks Verbessern rütteln wollen, dann wirst du nämlich u.U. bald von den hören, denen alles so egal ist: wie schlecht du bist zB. Gibst du weiter nicht Ruhe, wird man dich vllt abrupt entfernen - so wie es mir geschah. Sei also lieber froh, solange du deine Ruhe hast, erdulde mögliche Missstände, hätte ich auch besser getan ;)

    Karl: Ich wollte nicht zu tief ins Philosophische gehen. Es gibt ja auch ständig neue Veröffentlichungen, die ich hier gern diskutiert hätte statt alte Kamellen wie, was sog. Trainer-Fußball heute in der Praxis vs "erfolgreiches Teamcoaching" bedeutet, vgl. oben - im Fortgang des o.g. L. Linz etwa "Konformität kontra Individualität" (S.34 ff.): Auf die meisten Menschen wirken Gruppen so, dass sie versuchen, breite Anerkennung zu kriegen. Folge ist, dass sie sich zunehmend blindlings anpassen, in ihrem Selbst aufopfern wie verraten. Dies macht Gruppen zunächst numerisch stark und stärker. Es fehlt ihnen aber per se an Spitze zwecks reeller Führung. Woher und woraufhin soll es nun diese geben? Diese Fragwürdigkeit, wo die Mannschaft der Star sein soll, begründet die aktuell per hierarchisch vorgeordneten Posten zugespitzte Position von Trainern über dem Teamganzen, das gleichwohl als Ursache aller Gruppendynamik zu gelten hätte. Dies Wissen fehlt jedoch den meisten Posteninhabern, zumal den relativ unausgebildeten an der Basis, wobei der KiFu eben - gemäß maßgebender Auslotung per Finanzausgleich für den Job - am wenigsten wert zu sein scheint. Qualifikation wird zudem von der bei Theweleit in "Tor zur Welt" schon vereinsspezifisch thematisierten Männerbündelei überlagert: Schulterklopfen, also Konformismus um fast jeden Preis, ist berufungstechnisch i.d.R. die 1. Qualifikation, um als Trainer ernannt zu werden. Sie taugt aber nun gar nicht, um kinder- wie auch erwachsenpädagogisch als 'sozialer Ingenieur' zielführend tätig zu werden. Da setzt folglich die Kritik eines MTC an, natürlich erstmal wenig beliebt, da ja jene Bündeleien aufbrechend. Die formelle Aufstellungsmacht wird systemkritisch versus reeller Ingeniösität geprüft, indem das Teamganze in Rollenspielen zwang- und hierarchiefrei rekonstruiert wird. Jeder darf, soll sich authentisch einbringen: jeder wird wieder für sich Hauptperson, Protagonist! Kreative Cluster bilden sich dabei intuitiv wie im Ideal aufm Platz, nicht nur wie trainingsüblich re-, sondern ebenso individuell pro-tentionaler Bewusstseinsschweif kann sich im Spielerischen kultivieren etc etc. Mehr führte hier sicher zu weit...


    PS: Grad gestern mussten wir wieder in der D-Jugend den üblichen Trainer-Fußball erleben - erst verlief das Spiel recht harmonisch, dann fing der ehrgeizige Gegner-Trainer das aufheizende Brüllen an, so kam viel Aggression, dann Härte auf den Platz, am Ende mehrere Verletzte u. die Antwort meines Sohnes, wieso er in der 2. HZ praktisch nicht mehr mitgespielt, nur rumgestanden habe - keine Lust, dies 'Spiel' war ihm zu brutal - denn wirklich: es war brutaler als bei den Profis. Woher diese Note ins Spiel kam, war klar - vom Rand des Platzes! Leider gewann die Aggro-Truppe dann 8:0, nachdem es lange 0:0 stand....

    guenter: Es ist jedoch menschlich, dass jedermann es zuerst für sich selbst einfach machen will - und das ist für Heranwachsende dann da eine Riesengefahr, wo jemand unausgebildet u. wenig selbstreflexiv von sich ausgehend alles mit seiner "Macht" anordnet u. durchsetzt. Denn Heranwachsen heisst: Sich-selbst-verinnerlichen! Jeder kennt die stets vom kleineren Part sehr leidvoll erlebten, später etwa schriftstellerisch verarbeiteten Vater-Sohn-Konflikte als Ergebnis eines väterlichen "Sich-es-einfach-machens" - das eben es oft grad den Kindern unter viel schädlichem Druck enorm schwer macht, zu sich selbst zu kommen. Tendenziell ist diese Sozialfigur auch im KiFu wirksam, die späteren Folgen sind auch im Grunde bekannt, nur selten anerkannt o. rational-offen zwischen Ich und Du diskutiert: Dropout, Fangewalt, Suchtverhalten. Wer sein dieserartiges Leiden artikuliert, wird ganz schnell von genau denen, die das Sagen alleinig zu haben beanspruchen, nach unten, gegen den kleineren, schwächeren, zu passivem Leiden verurteilt bleiben sollenden Widerpart "Druck ausübend" abgeblockt, ausgegrenzt: in seinem Widersprechen per se kaltgestellt, bis er sich dann so hundeelend fühlt, dass er sich selbst als minder- o. unwert nurmehr dem fremden Wunsch gemäß ver-, tot-schweigt - außer irgendwo böte sich eben die Gelegenheit, (gern aus einer Menge heraus o. hinterhältig) zu(rück)zuschlagen, wobei es dann oft egal wird, gegen wen man schlägt, Hauptsache einmal irgendwo Wirkung erzielen u. sich des (im eigenen Triebleben) aufgestauten DRUCKes entledigen, sich entladen...

    für mich hat nämlich die bisherige Diskussion hier mehr verwirrt als Klärnung gebracht


    Das ist doch immerhin was, prima, wo "einfach machen" die übliche Devise ist. Und indem du nachforscht, setzt die Selbstreflexion auch schon 'mächtig' ein. Sprichwort: (das heilige) Rom wurde nicht an einem Tag erbaut... Man kommt aus dem Suchen (Wissen-Nachfragen, dh nämlich echt modern: zu wissen, dass man nichts weiß) nie heraus, falls man sich der Weis- bzw. Wahrheits-Liebe verschreibt ;)