Beiträge von Keller-Kicker

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Bei etwas aufhören, stehen bleiben, sollte man nie. Aber das, was die FPL sucht, gibt es für mich längst, nur besser: als Bunte Liga, leoder eben außerhalb des DFB-Systems. Die, die sie betreiben, würden auch niemals ins DFB-System sich eingliedern wollen und lassen. Trotzdem könnte der DFB es für Kinder adaptieren: Man redet doch so gern vom "Straßenfußball" als bester Schule, sichtet so, dass Eigenverantwortung, Entscheidungskompetenz, peripheres Wahrnehmen gefordert werden. Aber in der Trainingspraxis? Oft regiert nur einer von oben, stellt als Souverän Teams auf, schreit, dirigiert ins Spiel hinein...


    Bei der FPL stört mich ungemein all das Aufbauen von "Zonen": Fußball sollte alle verbinden, auf dem Platz wie in den Köpfen (was noch wichtiger ist), nicht voneinander abgetrennt halten. Kann das eine gute Lösung sein? Bestenfalls ein Zwischenschritt von etwas, was Kinder in ihrem Spiel sehr belasten kann, zu einer zeitgemäßen Form ihres für sie freien Fußballs, indem man sie von ihren Eltern fernzuhalten sucht: da einige wenige Eltern als negative Belastung empfunden werden müssen. Hauptursache bzgl. der Verantwortlichkeit o. maßgeblichen Vorbildwirkung liegt aber eben woanders, bei der Obrigkeit, die sonst auch meist so dominant auftritt: wieso zeigt sie sich meist nur so gern bei den Herren, seltener bei den Damen und fast nie bei den Kindernn? Zeichen der Wertschätzung, oder?

    Denunzieren ist eindeutig definiert u. läge dabei gar nicht vor. Das Motiv, die Allgemeinheit vor schädlichen Leuten zu schützen, wäre es wert, sich im Kopf mehr zu bewegen, hinzuschauen, den Mund aufzumachen u. keinen stets unter Artenschutz zu stellen. Sollen die, die Kindern schaden, dann ruhig meinen, das man sie denunziere, ich würde trotzdem jeden beglückwünschen, der den Mut fasst und tätig wird für kindgerechten Fußball. Denn:Faktisch darf sich jeder Trainer nennen, Jacken mit TR tragen, der im Verein ein Team abkriegt. Das ist doch absurd, solange mitunter vor Ort - wie oft erlebt - nichts an Qualität etc. kontrolliert wird, bei Rückständen lauthals rumgemotzt, eigener Fan-Frust abgebaut statt ein demoralisiertes Kind aufgebaut wird etc. Sich den Respekt erarbeiten statt ihn frei Haus zu kriegen, das wär's!


    Auch gegen rabiate Eltern könnte jeder Verein sein Hausrecht geltend u. jeder Kreis mobil machen. Da sie aber nicht ausgewiesen Verantwortungsträger sind, ist es schwieriger. Da müssten sich alle im Kreis einig werden und gemeinsam vorgehen. Offenbar fehlt der Wille zur konkret lebendigen Verantwortung, sonst gäbe es nicht so viele kleine o. große Exzesse wie heute, von denen man ja ständig hören u. lesen muss, jedenfalls bei uns. Man jammert gern viel, aber das ist alles letztlich hausgemacht. Irgendwie müsste man insbesondere schutzbefohlene Kinder auch reell schützen, erkennen, wie schädlich all der Rabatz bei ihren Spielen ist, das wäre jeder seiner Verantwortung schuldig, wenn er sie hat und es miterlebt. Die FPL ist da nur ein Anfang, die Lösung des Problems liegt in den Köpfen aller, die nicht konsequent handeln u. eingreifen, zumal wenn sie Ämter innehaben, die dies forderten. Ich sehe da nur ganz viele schweigen u. sogar denen, die etwas verändern wollen, noch viele Steine in den Weg legen, mitunter auch welche werfend, damit alles beim Alten bleibe.


    Und nochmal: die "Märtyrer" dabei sind all die, die so schon als kleine Kinder ihre Lust an ihrem Spiel verlieren, nicht der, der für sie die Stimme erhebt. Zurückgeben besagt, dass Kindern ihr Fußball weggenommen wurde. Wer gab denen dies Recht, die sie enteigneten, wie rechtfertigen sie dies, Leistungsstress u. Erfolgsdruck eigentlich? Da wäre eine Antwort doch mal interessant...

    also wenn ich das so gesehen hätte oder sehe, hätte ich alles mir Verfügbare aufgewendet, meine Söhne vom Fussball fernzuhalten und sie von einem anderen Hobby überzeugt.


    Da ich im DFB-Spielsystem manches kritisch sah, sollte alles "total negativ" gesehen sein u. ich alles Verfügbare aufwenden, um meine Söhne ganz vom Fußball fernzuhalten etc. - sorry, das die Information zu meiner obigen Antwort u. deine Rede, noch mal "richtig" lesen? ;)


    @Paulwurf: Es gibt diverse Bunte Ligen, leider nur für Erwachsene. Die Gestaltung differiert von Ort zu Ort minimal u. ist jeweils detailliert auf den Homepages beschrieben, die bei mir sofort angezeigt werden, auch via Google. Wichtige Eckpunkte: keine Schieris o. Obrigkeit, sondern demokratisches Miteinander, freies Wechseln im Spiel u. zwischen Teams, alles easy, Spaß für alle im Mittelpunkt, keine Sperren, die beim DFB schon 8- oder 9-jährigen Kindern drohen. BL erhalten oft von den Städten keine passablen Plätze bzw. Vereine haben immer Vorrang. DFB bzw. FIFA haben eben seine Lobbyarbeit, die leider alles tut, um andere Formen des Fußballs nicht florieren zu lassen. Erwachsene können sich da selbst organisieren u. tun es, auch immer noch einfach auf wilden Wiesen, Kinder können dies in aller Regel nicht, das ist das Problem, für das man erstmal sensibilisieren müsste. Dass viele genau dies als mutmaßliche Konkurrenz verhindern, im Keim ersticken möchten, ist verständlich, aber man sollte dabei tolerant, integrativ u. fair bleiben, das nicht nur auf Plakatwände pinseln. Wäre das DFB-System voll kindgerecht, kämen alternative Ideen o. Fantasien nämlich gar nicht erst auf, also liegt dies mehr an einem selbst denn an bösen Widersachern, oder?

    Wo ist hier denn eine "total negative Sichtweise"? Es hieß z.B. "Fluch UND Segen", nicht nur Fluch! So wird nur Negatives hinein interpretiert. Schon die Suche nach Verbesserungen als Anliegen beweist das Gegenteil. Gier nach dem Sieg ist aber allgemeinmenschlich belegt. Man muss so sportpolitisch den Rahmen vorgeben o. benötigt z.B. Schieris, da sich sonst 22 Akteure bald die Köpfe einschlügen. Also darum offen miteinander ringen, um die negativen Veranlagungen im Menschen zu zivilisieren, die man jedes WE in Stadien, Dorfplätzen o. eben sogar bei Kinderspielen beobachten kann! Das abzuleugnen o. wegzuschauen, kann uns nie voranbringen. Klar macht es depressiv, vieles in dieser Welt hinsehend, mitfühlend zu erleben, was sich real ereignet. Klar wäre es spaßiger, es zu ignorieren, einfach ans Schöne u. Gute als Wahres zu glauben. Dioch die freie Auseinandersetzung wie in Sozialismen dafür zu blockieren, führt ins Abseits. Wo uns doch alle das gleiche Interesse zu vereinen scheint, sollte man da nicht so tolerant sein, jedem seine Wahrnehmung der Welt selbst zu belassen, danach u. nicht schon davor zu streiten: ohne sich dafür entschuldigen zu müssen!


    Das haben "Konflikte" (s. Threadvorgabe) so an sich, dass man Dinge grundverschieden sieht. Was kann ich dafür, was um mich herum faktisch passiert, ich es sehe, wie ich es wahrnehme? Man kann doch nicht suggerieren, dass die Mitteilung dessen unwahrhaft sei, nur weil sie sich ins eigene Weltbild nicht 1 zu 1 einfügen lässt? Es tut mir ja leid für jeden, der an eine heile Welt glauben will, sie vielleicht vor Ort auch wirklich zu seinem Glück orfindet o. ehrlich an ihr arbeitet, hilft mir aber nichts und sorry: Ist es nicht wichtiger, sehenden Auges was für die andernorts betroffenen Kinder zu verbessern, als auf den Goodwill einiger dies fordernden Erwachsener zu schielen (was z.B. bei uns, aber auch überall erst zu fortwährenden Misständen führt). Also nichts für ungut, aber ich nehme Dinge nun mal wahr, wie sie sich für mich darstellen und du, wie sie sich für dich darstellen. darüber kann man dann streiten, aber doch nicht sagen, ich sei "nur negativ": wo ich jede Menge unternehme, um Dinge zu verbessern, auch viel Anerkennung gerade bei Kindern, um die es gehen sollte, fand und finde. Irgendein Ich sollte gar nicht Thema sein, sondern das Phänomen "Leihspieler", was daran gut o. schlecht, gemäß den Regeln erlaubt o. verboten ist usw. Bitte nicht böse sein, dass ich mich nicht in eine nur negative Ecke stellen lassen mag, ich könnte ja auch ähnliche Thesen über mir eigentlich ganz ubekannte Leute aufstellen (wie ich es anfangs im Reflex tat), ok?


    Jedem seine Wahrnehmung, dann darüber diskutieren, Fehler o. Widersprüche konkret belegt suchend, vielleicht findet man zusammen, sonst aber ist es auch nicht schlimm: ein Christ darf Christ und ein Moslem Moslem bleiben, sonst ginge das Bekehrenwollen am Ende schlimm aus. Das eben ist das Problem an "Systemen": sie wollen jeden in ihr Raster einfügen. Doch keiner sollte den Glauben (o. das Fußballspiel) für sich aufgeben müssen, nur weil andere anderes glauben, dies für jeden verallgemeinern wollen, oder? Ich spiele lieber in der Bunten Liga, würde mir dies Spiel auch für Kids wünschen, du findest eben den Punktspielbetrieb des DFB besser, aber zum Non-plus-ultra, zum Fußball überhaupt sollte ihn keiner erklären, das würde Stillstand bedeuten...

    Na, da bin ich beruhigt, denn nur eifersüchtig will ich ja auch nicht sein. Also den KiFu Kindern zurückgeben, alle in ihrem Team spielen lassen, den Trainer nicht von außen Verstärkungen holen lassen zwecks Ergebnismanipulation oder, um wem zu gefallen. Ich denke, es kann schnell der Anfang vom Ende werden, wenn in einem Team plötzlich ständig fremde Spiele die Plätze belegen, fremde Interessen aufgedrückt werden. Natürlich kann man das alles positiv darstellen als Hilfe o. Anwerbeprogramm, aber letztlich macht man sich so nur abhängig o. läuft abwerbend fremden Spielern hinterher, was dem eigenen Team unterschwellig den Eindruck vermitteln muss, es nicht wert zu sein, und den eingeschworenen Teamgeist verletzt, abgesehen davon, dass jeder Spielpraxis braucht, nur das ihn weiter bringt. Sicher, die meisten verlieren nicht gern, aber es geht um langfristige Siege für alle!

    Ja, das ist eben für mich das große Rätsel! Offenbar macht die Gier nach Siegen und Titeln viele verrückt drauf: eigentlich ganz ok, aber auf dem Platz wie daneben ein anderer Mensch, da zählt dann nur noch eines, notfalls mit Gewalt o. Pfusch, egal ob sonst Schieri, Staatsanwalt, Polizist, Lehrer - jede Ordnung, Fairness, Regeltreue o. Pädagogik wird zu den Akten gelegt...

    Jeder am Ich statt Wir festgemachte Mensch soll lt. Soziologie ja süchtig nach Anerkennung und Selbstbestätigung sein. Die Frage ist dann immer, wie das System ihm dies in Aussicht stellt: über Siege u. Titel, über Zufriedenheit o. gar Begeisterung im Team, übers Verlieren-können... Das ist der Rahmen. Wenn in diesem dann trotzdem wer aufs Gegenteil aus ist, kann er selbst das ok finden, wird aber von den meisten anderen negativ betrachtet werden. Solange über allem am Ende der Sieg steht, der Rest nur als Art Fassade gilt, wird sich alles daran ausrichten und die Mehrzahl stets auf einen möglichst klaren Sieg schielen... Ansonsten ist Sozialismus gescheitert, da Plan und seine Erfüllung, nicht Elan, "Profitness" o. Begeisterung das Maß war. Wo jeder objektiv das Beste im Sinn haben muss, sonst weg vom Markt ist, muss man z.B. Beschwerden, Unzufriedenheiten oder Mitgliederverluste 100% ernst nehmen, sonst nicht.

    Mir ging's ursprünglich nur um die offizielle Punkt/Pokalrunde, die paragrafenmäßigen wie moralischen Regeln dabei. Für letztere kann man manchen schon die Augen öffnen, wobei ich nur von mir konkret reden kann: als wir mal gegen ein Mädchenteam spielen mussten, deren Trainer mir vorher erzählte, dass sie in einem Jahr noch nie ein Tor geschossen hätten, habe ich mein Team schwach aufgestellt und den Torwart gebrieft, dass er heute durchaus mal nen Ball reinlassen dürfe, da... Da es mein Sohn war, hat er es gleich verstanden und umgesetzt, sich dann mit gefreut, als die Mädchen beim Stand von 0:5 das erste Tor ihrer Geschichte feierten. Nachher meinte er, er hätte auch gern noch ein 2. Tor rein gelassen, so wie die sich freuten. Heute fällt es dann schon leicht zu sagen, dass ein Gegner verdient gewonnen habe, da er besser war. Nur im Team ist Konkurrenzdruck, der ihn belastet, da bei Niederlagen o. Gegentoren schnell Schuldige gesucht, die dann zusammengestaucht werden. Das frisst dann seine Seele wohl auf. Da robuste Charaktere überall gefragt sind, wackelt oft sein Fuß, so sein Stammplatz. Auch geht er nie "rabiat" drauf, zieht oft lieber "fair" zurück, liefert Bälle bei den "Besten" ab statt selbst durchzugehen, was bei Trainern schlecht ankommt, die ihn zuletzt negativ kommentieren - was es nur schlimmer macht.


    So richtig war's vielleicht doch nicht, dass er auch mal zu geben lernte, nun ist er zu weich u. will schon wie 2 Freunde zum Basketball wechseln (beides geht nicht). Wer bleibt so der Fußball-Begeisterung erhalten: zuerst jene robusten u. allseits protegierten Leihspieler. Wäre alles reiner Profi-Betrieb, ok, aber es ist doch Breitensport, getragen von den Steuern aller, damit ALLE sich bewegen lernen, mit Spaß, auch um gesund zu bleiben. Die Verengung des Systems auf eine kleine Elite, die Erfolg u. Geldverdienst (Ausbildungsentschädigung/Ablöse) verheißt o. Eltern mit Geld, Vitamin B, Macht etc. haben, st für mich die große Fehlentwicklung im KiFu, die große Schäden verursacht: nicht nur schwächere, auch kreative Spieler fallen schnell durchs Raster, die LZ grasen schon früh den Globus nach Talenten ab, importieren diese lieber statt Problemfällen vor Ort auf die Beine zu helfen, die man einfach wie eine Ware aussortiert, austauscht, d.h. gnädig kleinen Vereinen "gut ausgebildet" zurückgibt. Die Schlechten aber will eigentlich keiner, höre oft: die kosten den Verein nur Geld. Ja, wieso das? Weil die von der Gemeinde für alle zur Verfügung gestellten Plätze einfach so von den "Aushängeschildern" als selbstverständlich benutzt werden, weil alle Sponsorengelder nur auf die Erste verrechnet werden o.ä. Alles Leben strebt nach Licht u. ihren Gestalten? So, etwas abgedriftet, aber es ist der Hintergrund, wieso man Leihspieler als so herausragend wahrnimmt und fördert, für sie alles tut u. ohne lange Bedenken auch Schwächere zurücksetzt, notfalls Regeln aushebelnd, die Breitensport schützen sollen.




    @Don: zum (späteren) Glück (eigene Potential zu nutzen) zwingen - hab ich mir auch schon oft gesagt. Wenn dein Kind sich aber weigert, anderswo zum Training auch nur mitzukommen, trotz Eis-Versprechen? Und sein Trainer ist eigentlich voll ok, auch der Jugendwart, nur machen sie eben Dinge, die wie beschrieben zweifelhaft erscheinen, lehnen Dialog ab. Die ganze Familie leidet, da meine Frau eh meint, nur Freunde zählen, Fußball sei sch....egal, ich ein "Verrückter" ;)

    Gut, bin schon eher der Idealist. Aber erzwingen können nur Verein u. Verband etwas. Klar habe ich schon Vereinen einen konkreten Trainer-Kodex, ein "Mentoren-Modell" für Neulinge o. einen Runden Tisch o. eine Kinderbefragung zur Zufriedenheit o. Problemen (auch u. gerade derer, die nicht mehr kommen) zur Diskussion vorgeschlagen: alles ergebnislos! Verbände würdigen Anfragen meist keinerlei Antwort, also diskutiert man dann hier "schwammig", woran dies liegt, was man machen könne etc. Nur in den LZ stieß ich auf reges Interesse, doch leider: am Ende wurden nur die Ideen wie Hausaufgabenbetreuung im LZ u. auch die stärksten Spieler meiner "Bunten Liga" (während des gemeinsamen Trainings mit dem LZ-Team) nur "geklaut", so dass ich es ließ, da ich Frust hatte. Nicht weil ich denen u. den Spielern nicht ihre Chance gönnen würde, aber es kostet zuviel Kraft, immer wieder alles von vorn aufbauen zu müssen, ringsum nur als Abwerber fürs LZ beschimpft zu werden o. Unruhe zu ertragen. Daher müsste der Verband über alles (freier Trainer-Input wie freie Selbst-Auswahl) seine schützende Hand heben, sonst geht es nicht lange gut.

    Bei euch scheint die Lage echt vertrackt, so dass ich sie nicht zu beurteilen wage. Zweistellige Ergebnisse finde ich für Kids immer absolut ätzend, man sollte sie verhindern. Man kann dies einvernehmlich versuchen, indem der Gegner ab dem 4:0 mal schwächeren Spielern volle Einsatzzeiten gönnt u. euch schont. Wenn die Gegner aber zur Selbstbefriedigung drauf aus sind, kann man (erlaubte) Leihspieler schon erwägen, kommt auf den Teamgeist an: verkraften er hohe Niederlagen, lacht man nachher gemeinsam drüber o. fließen Tränen, fallen laute Worte (nicht von dir, sondern z.B. Eltern)... Schwächere können aber auch über sich hinaus wachsen, wenn sie Einsatzfreude haben, sich was zutrauen können und dürfen. Auch wenn Leihspieler vom Team eher positiv angenommen zu werden scheinen, könnte das auch nur Opportunismus sein: da sie eben besser sind, fürs gute Ergebnis sorgen, so einschüchtern u. Protest egoistisch erschiene etc. Sie führen immer doch irgendwo dem Team vor, dass es allein zu schlecht sei, oder? Das kann die Integrität des Teams verletzen, mit dem Ergebnis, dass sich Bessere bald abwenden, die heute aussortiert Schwächeren nicht mehr akzeptieren wollen, ihre Motivation verlieren o. delegieren, weg wechseln sei es ins bessere Team o. in andere Vereine z.B. Es gibt also viele Optionen, die ich nicht abschätzen kann.

    Danke. Dass mit den rhetorischen Fragen merkt man selbst ja leider meist gar nicht, sorry! Meine Maxime war immer: die Kinder sollen ihre Sache selbst entscheiden dürfen. So entsteht für den fußballverrückt "Erziehungspflichtigen" dann der leidvolle Konflikt: gegen den Willen des Kindes den Wechsel doch erzwingen o. die scheinbar unabänderlichen Verhältnisse ertragen? Das größte Rätsel ist, wieso Leute so falsch agieren und jeden selbstkritischen Dialog darüber nur blockieren können, wieso schon x Kinderteams kaputt gingen und es keinen näher interessiert usw. Ich glaube jeder Verein war mal ein hohes institutionelles Kulturgut, für das viele Menschen über Generationen jede Menge Herzblut gaben. Ist heute nurmehr eine Hülle übrig? Oder verkläre ich da die Historie, war's nie anders (außer im legendären Straßenfußball)? - Gut, mich interessieren hier ja einfach mal die Regeln, die geschriebenen wie ungeschriebenen (Festspielen/Schutz Schwächerer vs Förderung der Elite/Wahren der Team-Integrität als Basis echten Teamgeistes)? Und natürlich, wie sich Kinder dabei fühlen mögen, ob das Elend meiner Jungs viele trifft o. sie einfach die Ausnahme sind, wo alles schiefläuft. Denn ich kann die Unlust nicht verstehen, da ich früher jeden Tag zig Stunden voll Leidenschaft spielte. Wieso fehlt z.B. meinen Jungs diese fast völlig, obwohl sie sie mit 4 o. 6 Jahren noch hatten. Hatt ich sie nur übertragen, habe vielleicht zuviel gewollt, selbst viel Verantwortung dafür, bin ich also schuldig o. sind's jene Verhältnisse?

    Gute Frage! Das System gibt den Rahmen vor, in den Trainer sich einordnen müssen, wollen sie tätig sein dürfen. Über diesen Rahmen kann man das Gute nicht erzwingen o. stringent produzieren, aber viel Negativem durch Konsequenz im Kontrollieren u. Steuern vorbeugen. Also ist bzgl. Negativem für mich das System entscheidend u. verantwortlich, bzgl. Positivem (als dem, was über 08/15 hinausginge) der jeweilige Trainer dann selbst: Dienst nach Vorschrift o. aus echtem Interesse (bitte mehr, als den eigenen Sohn zum Star zu protegieren) und mit Begeisterung für echtes Teamplay, d.h. jedes einzelne Mitglied.

    Kleine Einheiten, die erstmal menschlich die Augen öffnen, könnte auch jeder Kreis für sich initiieren: Wenn keiner Kinder einfach so "betreuen" dürfen soll, ohne die Verantwortung vorher mal mit erfahrenen Kollegen reflektiert zu haben: dass es zuerst um Entwicklung aller, nicht den totalen Sieg (möglichst zweistellig) gehen soll u. darf, dass Fairplay nicht nur ein Wort ist, sondern (vor)gelebt werden muss etc. Mit Konsequenzen: wer immer wieder Anlass für Kritik bietet, wird erst nachgeschult, irgendwann dem Verein als nicht tragbar anempfohlen. Wenn ein Verein sich dann darüber reglmäßig hinwegsetzt, ist sein Ruf bald dahin, so dass er sich das gut überlegen wird.


    Effekt: Es wird bald ein ganz anderes Klima vorherrschen, an das sich jeder von sich aus anpasst, Exzesse blieben aus u. gute Leute (das wären für mich die, die sich jeder Kritik stellen, auch mal alle Kinder befragen, ob sie zufrieden o. gar begeistert sind) wären eher motiviert, Trainer zu werden, insbesondere, wenn ihnen eher Türen geöffnet würden. - Beschweren sich nur einzelne Eltern, ist das zwecklos. Den wenigsten aber liegt es, hinter dem Rücken "Mehrheiten" (zumal gegen wen, der sich ja engagiert, von bezahlten kräften mal abgesehen) zu organisieren, was immer etwas Intrigantes hat. Ich mag dies nicht, suche lieber 4-Augen-Gespräche - doch die haben mangels "Macht" fast nie Erfolg.

    Wenn ein Team zu wenige Spieler hat, so ein Spiel für alle komplett auszufallen droht, kann es sinnvoll sein, Leihspieler zu akquirieren. Auch Einsätze sog. Zweit- bzw. Gastspieler können - abgesehen von Fällen doppelten Wohnsitzes - sinnvoll sein, wenn diese leistungsmäßig auf der Kippe stehen, am alten Team hängen, zugleich aber ein Angebot eines anderen Trainers haben, in sein Team zu wechseln. Gerade Kinder sind sich da oft unsicher, können sich mangels Erfahrung u. gereifter Persönlichkeit nicht entscheiden. Auch bei Kindern, die im Fußballalter (erst mit 6 statt 4 Jahren begonnen) hinten liegen o. im Heimatverein lange diskriminiert, auf die Bank gesetzt wurden, kann es zwecks ihrer Förderung sinnvoll sein, woanders mitzuspielen, ohne das alte Team mit den Freunden ganz verlassen zu müssen. Hier sollte die Option, doppelt spielen zu dürfen, keinem Kind grundlos verweigert werden, solange keiner sonst einen Schaden erleidet.


    Wie aber ist es nun, wenn ein Verein einerseits einem Kind sein Zweitspielrecht (mittels dem sie anderswo einspringen könnten, wo die Personaldecke z.T. zu dünn werden kann) verweigert, zugleich aber anderen Kindern mit offenbar mehr Vitamin B bzw. Auswahlstatus regelmäßig das doppelte Spielen vereinsintern zulasten von durchaus anwesenden anderen Spielern ermöglicht... Die müssen dann dafür in ihrem Team z.T. die komplette Spielzeit auf der Bank sitzen, da man mit jenen privilegierten bzw. protegierten Kindern glaubt, eher gewinnen zu können - wofür solch Siege ("einmal im Leben einen Pokal gewinnen" - die Kinder haben dafür noch ein ganzes Leben Zeit, da geht es wohl eher darum, dass Erwachsene 1mal einen Pokal gewinnen wollen) auch immer gut sein sollen: Fürs Team selbst eher nicht, da man den Pokal ja nicht selbst, nur mit fremder Hilfe holt. Auch meint man, dass die Schlechteren im Team so von den guten Leihspielern lernen könnten, wie sie besser zu spielen. Für mich ist da eher Spielpraxis entscheidend u. der Einsatz der "Stars" eher kontraproduktiv: einschüchternd, hemmend. Das ist sicher Ansichtsache. Mich würde die Meinung anderer interessieren, die sich im Metier auskennen. Ob es erlaubt ist, dass z.B. 2003er, die schon in der E spielen, oder 2004er (die in der F-2 spielen) unbeschränkt bei Punkt- u. Pokalspielen in der F-1 aushelfen dürfen, weiß ich gar nicht so genau. Gut finde ich es jedenfalls nicht, wenn diese, die schon in ihrem Team 100% u. dann noch in einer "Vorauswahl" spielen, auch noch bei uns die Plätze anderen in ihrem Team wegnehmen. Selbst nachdem es zur Halbzeit schon 8:0 stand, blieben die "Besten" auf dem Platz - macht das Sinn, um Gegner zweistellig abzuziehen? Bei einem Punktspiel saßen so zwei 2003er Spieler aus unserem Team komplett 100% auf der Bank, damit a) gepunktet wurde und b) ein 2004er viel zum Einsatz komme. Letztere spielte das nächste Spiel erneut mit, hätte sich so doch eigentlich festgespielt, soll aber in seinem Team bleiben, also weiter doppelt spielen. Geht das bzw. wie ist das Tricksen zu bewerten, ist der Spielbericht nicht eine Urkunde? Einerseits verweigert man Kindern ohne Vitamin B ihre Chance, doppelt zu spielen, reell auszuhelfen, wo es sinnvoll wäre, andererseits werden Spielberichte eventuell getürkt, damit da, wo sich genug Spieler auf den Einsatz in ihrem Team freuen würden, die Besten o. Beliebtesten vielfach zum Einsatz kommen - ich finde es einfach nur traurig, dass Verantwortliche für "guten Sport" (denn jede Menge Leute machen da mit) schon bei Kindern so agieren. (Machen dagegen kann u. will ich nichts, nur mal Bescheid wissen, ob das auch sonst normal ist, denn ich will da eigentlich nur noch weg.) Natürlich kann man die Situation auf E, D oder auch Herren übertragen, wo z.B. in der Ü-48 auch regelmäßig Spieler aus Herren- o. Ü-40-Teams aushelfen, wofür dann andere auf die Bank müssen.


    Für mich zählt, dass sich jeder Spieler im Verein möglichst viel bewegen kann u. darf - wer schickt sein Kind denn zwecks Zuschauen zum Sport? Daher finde ich es äußerst ungerecht, Bessere o. Kinder mit Vitamin B zulasten Schwächerer zu Vielspielern zu machen, wogegen letztere fast nur mehr zuschauen dürfen. Die diskriminierten, ausgebooteten Schwächeren (deren Eltern auch fast nie da sind, sonst wäre wer da, der sie verteidigt) tun mir sehr leid! Und sie werden sicher - wie schon etliche, die nicht mehr kommen - irgendwann die Lust verlieren, was dann unser ganzes Team vom Bestand her kaputt machen dürfte; aber sie u. den Teamgeist bzw. die Gefährdung seiner sieht keiner, nur Siege u. Punkte, also die Besten scheinen zu zählen. Angesprochen gegenüber Trainer u. Fachwart habe ich es schon, eine Antwort erhielt ich aber nicht. Was man dagegen tun kann o. soll, weiß ich aber nicht. Danke für jede "sachdienliche" Antwort o. Meinung!

    Chris: Bisher wurde mir suggeriert, dass nur bei uns oft (nicht immer!) Trainer das Hauptproblem im KiFu seien, es z.B. zurecht nur einen "Eltern-Check" für Trainer, aber keinen "Trainer-Check" für Eltern (bzw. auch mal für Kinder!) seitens des DFB gibt. Was ich hier von vielen wie dir o. Oliver lese, scheint es eher umgekehrt zu sein, oder? Letztlich sind aber auch genaue Zahlen nicht so wichtig, weil da eben gilt: traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast. Dass überhaupt vielerorts sog. Trainer ihr Unwesen treiben, die doch eigentlich gar keine sind bzw. lt. den Vorgaben für Trainer keine sein dürften, dass dies offiziell keinen recht kümmert, dass ist das Problem (ähnlich die parteiischen statt neutralen Heimschieris in der frühesten Jugend, bei uns bis zur E, was Kinder, Eltern u. Trainer dann schon zurecht erregt bis hin zu den Schrei-Exzessen, wenn auch das dritte elferwürdige Foul übersehen wird). Topübungen sind für mich eher der Bonus beim Training, entscheidend ist erstmal der Umgang miteinander, das Verlieren-Können o. die ruhige Gelassenheit o. pädagogische Sensibilität für Kinder. Das sind menschliche, weniger fachliche Qualitäten, die augnscheinlich irgendwer viel mehr kontrollieren müsste, wenn das blinde Vertrauen wie hier anhand der Beispiele sich als Trugschluss erweist. Doch wer sollte diese Forderung an die Vereine und Verbände erheben, wo es immer nur einzelne "unerhörte" Stimmen gibt, die jene Exzesse beklagen? Solch Kontrolle diente übrigens allen und die guten sollten sie begrüßen statt befürchten, oder? "Ich bin/der ist eben so", "Den kann man nict mehr ändern, aber er meint es nicht böse" - diese Reaktionen auf Misstände kenne ich auch, Chris: Man räumt sie ein, hat aber keinerlei Lust, sie zum Schutz aller übrigen zu korrigieren. Wer dann noch nachhakt o. sich an einem Schieri (mit Schein) stört, der schon vorher ankündigt, dass er heute nur für uns pfeifen werde, wird da selbst zum lästig störenden Abschussobjekt....


    guenter: Unzuverlässige Spieler, die einfach ohne Absage nicht zu Spielen kommen, die kann doch kein Trainer tolerieren, will er nicht bald keinerlei Moral im Team mehr haben, oder? Natürlich sind meist die Eltern, nicht Kinder verantwortlich, aber diese Entschuldigung für Kids nützt letztlich nichts. Aufnahmestopp muss sein, wenn ein Verein schon je Jahrgang 3 Teams, aber nur 2,5 Plätze hat. Völliges Chaos würde keinen weiterbringen. Die, die (wie wir) kommen wollen würden, sollten auch besser erstmal versuchen, ihre Vereine zu ändern, für alle Kids dort, statt einfach nur für sich als Trittbrettfahrer die Verhältnisse vor Ort "zu fliehen". Wo alles nichts nützt, kann man die Wartezeit auch abwarten u. einsehen, dass über 20 Kinder in einem Team keinem was bringen. Ich hatte bei jenem Primus ein Trainerangebot u. auch schon zur Probe trainiert: alles super, doch mein Sohn wollte beim Verein seiner Freunden bleiben. Erst wenn ich die Verhältnisse dort u. die Depressionen, die sie bereiten, absolut nicht mehr ertragen kann, wird er wechseln müssen. Das, die elterliche Entscheidung gegen den Wunsch des Kindes, sollte die ultima ratio sein, bevor man irgendwann vor Frust ausrastet. Viele machen es sich zu leicht, wollen selbst einfach zum besten Jugendverein ringsum wechseln, selbst nichts tun u. vergessen dabei ihr Kind: da kann eine Warteliste heilsam sein... Trainer zu finden, ist auch für den Primus nicht leicht, denn "bezahlen" kann u. will er nichts, um nur echt engagierte Idealisten anzuziehen.

    Wobei die Schwächeren vielleicht oft gar so schwach sind. Dazu an anderer Stelle demnächst subjektiv erlebte Beispiele. Wie oft sieht man schlechtes, verkrampftes Spiel, Jugend wie Erwachsene, wie oft schießt man selbst, der Profi vorbei, verstolpert aus Hektik. Weit unter seinen Möglichkeiten. Die Nerven! Das ist der Erfolgszwang, der Stress durch die erhitzte Atmosphäre, der Erwartungsdruck ringsum: Wer kommt da durch? Stark spielen oft nur die Robusten, die das Getöse nicht anficht, die nicht sensibel sind: Ohren und Augen zu, Kopf nach unten und durch, auch mal eingeschliffenes Abspielen, aber kaum in den freien Raum o. genial, nur quer...


    guenter: Der Primus vor Ort hat neben seinem LZ fast alle Jahrgänge noch doppelt besetzt. In der Zweiten sind die, die noch mal den Sprung schaffen könnten, die Ehrgeiz zeigen, z.Z. noch zu sensibel sind, um verheizt zu werden o.ä., in der Dritten geht es nur um den Spaß. Klar, dieser Verein platzt aus allen Nähten, Aufnahmestopp, wo bei anderen neu gebaute Plätze leer stehen und der Neid wächst. Unzuverlässige müssen irgendwann gehen, daher ist jeder zuverlässig. Leider etwas weit weg. Der zweitbeste Verein hat auch die Doppelstruktur, platzt auch aus allen Nähten: wo man im Sommer in der Zweiten mit 16, 17 anfing, sind es nun schon 24. Man könnte kooperieren, von diesen Vereinen lernen o. selbst mit Nachbarn SGs bilden, damit die Stärkenren in ihrer KL spielen können, die Schwächeren trotzdem Platz bekämen - und zudem Rivalitäten á la Lokalderby sich auflösten. Gerade letztere ist wohl das große Hindernis für diese Chance.


    @paulwurf: Ups, keine Degradierung unter die Erde, ist aber auch ein Name - mauli... Deine Erfahrung ist meine Vision für hierzulande, kann ich aber leider nicht durchsetzen

    Die Hauptsache ist, sich weiterbilden zu wollen. Vielen fehlt heute die Zeit und geht es nicht letztlich vor allem darum, dass man seine "Zielgruppe" verstehen lernt? Auch in der 5. KK geht es wie bei Kindern in der KK um ganz anderes als in der Landesliga. In einem LZ aber erwarten auch die Kinder, dass sie vorankommen. Jeden von ihm selbst her begeistern, der Anfang! Dann kann man die Übungen entwickeln und sich z.B. von Dritten kontrollieren lassen. Die, die gern Rabatz machen o. zuviel Ehrgeiz haben, passen sich an, wenn im Verein das Klima sportgerecht, Fairplay und Ruhe vorgelebt wird. Gegner anlächeln, auf die Schulter klopfen, mit dem gegnerischen Trainer vor wie nach dem Spiel freundlich reden, sich über Tipps austauschen, z.B. wenn ein Torwart schon die falsche Grundstellung hat und immer im Zweifel nachgeben, so dem Sieg nicht die höchste Bedeutung beimessen, lieber gut spielen. Vielleicht färbt das irgendwann ab...


    Ranwie: Ideal ist es, wenn jeder Verein ein Leistungs- und ein Freizeitteam hätte. Darauf kann man hinarbeiten, indem man erstmal alle Spieler hält und integriert. Maxime: Fußball begeistert jeden, das ist meine Aufgabe. Der Rest findet sich. Passiert es, dass Schwächere aufhören, Starke zum Nachbarn wechseln, klappt es nicht. Jeder muss begeistert bleiben!

    Vorsicht, sonst steht morgen eine komplette zweite D-Jugend vor deiner Tür! Im Ernst, ich glaube schon, dass es von landstrich zu Landstrich völlig unterschiedlich läuft. Es müsste dennoch völlig unzweifelhaft sein, dass das, was tobias schildert, vielen Kindern über kurz o. lang die Lust am Fußball verdirbt bzw. ganz austreibt. Da braucht es gar keine empirsiche Motivforschung mehr, wohl aber bzgl. Leistungsdruck, Aufstellung/Hierarchie, Trainingsgestaltung u.v.m. Dass es dazu offenbar gar nichts Konkretes gibt, ist wieder mal bezeichnend für unses Land der DINKS (double income, no kids). Schocktherapie ist super: Eltern, Trainer o. auch aufgehetzte Kinder aufnehmen, beim nächsten Elterntreffen vorführen als "Überraschung". Aber erlaubt?


    Tobias: Danke für deinen Input zum C-Schein. So habe ich es auch schon gehört bzw. im Ergebnis erlebt. Entscheidend ist doch immer: fühlen sich ALLE wohl, machen ALLE mit und viele Fortschritte, wächst da echt EIN Teamgeist heran usw. Der Schein als Lizenz hat ja wie bei anderen Lizenzgebern viele Gründe. Ich habe einige private Fortbildungen gemacht (nicht anerkannt), da waren z.T. echte Überzeugungstäter mit viel Esprit am Werk. Auch gute Kollegen sollte man beobachten, sich helfen lassen, so lernt man vielleicht mehr u. praxisnäher.

    Danke für deine Erfahrung, da fühle ich mich nicht so allein mit meinen! Man müsste mal untersuchen, aus welchen Kreisen was wird! Aus unserem kam seit Jahrzehnten kein "größerer" Spieler. Ich bin sicher, dass es nicht überall so sein kann. Nur nützt das einem gar nichts vor Ort: ins Saarland o. nach Frankfurt kann ich meine Kinder leider nicht zwecks gutem KiFu fahren ;)