Beiträge von Keller-Kicker

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    Umschläge? Ich fürchte fast, Du meinst es ernst.


    Nun, zumindest haben mir Eltern, deren Kinder mal bei meinem freien Fördertrainings waren, es so erzählt. Ein Vater soll LZ-Trainern Umschläge gegeben haben, woraufhin dessen Sohn viel mehr Aufmerksamkeit erfuhr u. in den "Stamm" einrückte, wogegen der Sohn der dies erzählenden Mutter am Jahresende aussortiert wurde u. das LZ verlassen musste. Ein weiteres, in Konkurrenz mit einem anderen um den freien Platz stehendes Kind wurde gar nicht erst genommen, der Vater des erfolgreichen Kindes (Firmeninhaber) wurde nachher "Sponsor". Wahrheitsgehalte kann ich nicht verbürgen, da Eltern abgelehnter Kinder natürlich gern Stunk machen, möglich aber wäre es, da das LZ ökonomisch wohl sehr am Kämpfen ist. Wenn man in die USA schaut, dann läuft das dort ganz offen so: Training im Club gegen hohe Gebühren, die Reiche aus der Portokasse bezahlen, Arme sich vom Mund absparen müssen, soll ihr Kind vernünftig Fußball spielen lernen. Gut fände ich da Modelle mit Talent-Paten, damit jedes sog. Talent eine Chance hätte, ansonsten ist es dort eben einfach professioneller und transparenter, d.h. fairer nachvollziehbar (statt hintenrum per Kungelei), als hierzulande: Geld regiert die Welt, erzeugt Neid u. verdirbt den Charakter (was aber nicht die Kinder betreffen muss)...


    PS: Danke noch für den Link, griff ich ja auch auf! Ich kenne ja die gängigen Kriterien selbst, wollte sie hier aber in Frage stellen..

    Schnelligkeit allerdings ist elementar


    Ich habe ja immer versucht, erstmal den Begriff des "zu sichtenden" Talents zu differenzieren. Da haben wir das äußerlich Wahrnehmbare, das auch am aktuell grad erfolgreichen Erwachsenenfußball orientierten Wahrnehmungs-Moden unterliegt, z.Z. eben die sog. Handlungs-Schnelligkeit. Wäre Spanien (bzw. der FCB) mit geduldigem Rasenschach Welt- und Europameister (Ch-Sieger) geworden, wäre diese Form der Spielintelligenz das Non-plus-ultra. Wollen wir objektive Kriterien ausfiltern, muss man sich wie von dir gesagt vor vorschnellen Rangfolgen hüten. Punkt 5 von dir oben setzt aber einen nach meiner Leart generell anderen Akzent bzgl. dem Zeitfenster, der eben genau auf meine Denklinie hin führt, weg vom "elementar" Sichtbaren zum "Seinscharakter" des individuellen Spielers als werdender Persönlichkeit (die größtenteils "unsichtbar" wäre). Oder habe ich da zu viel hinein interpretiert?

    Kriterien bei der Talentauswahl für mich


    So hatte ich mir das erhofft, danke! Wobei ich natürlich weniger auf das Übliche u. Äußerliche schiele, sondern daran interessiert war, wie man sich kindgerecht dem annähern kann, was nicht so einfach sichtbar bzw. messbar ist wie Schnelligkeit, die Physis, Technik, Teamgeist o. taktische Disziplin, also wie in der Schule Sozial- u. Arbeitsverhalten: doch welches hilft bei der Karriere - Anpassungfähigkeit o. eigener Wille etc. Beide ist irgendwie nötig, eine Art Mix. Und wie ist das zu berücksichtigen, was die für sich beanspruchte Visibilität behindert, eben irgendwann überwindbare Hemmungen, Ängste, psychosoziale Probleme. Ein Mensch funktioniert ja nicht nach Schema F, wie man ich das gern "objektiv" ausmalt... Und damit wird's schwierig, denn nun kann "Sichten" definitiv nicht maher Talenten als realen Kindern gerecht werden, da greift dein Punkt 5! Den würde ich ganz oben an stellen: man muss bereit sein, Talente als reale Menschen wirklich näher kennenzulernen, um sie fair beurteilen zu können. Wer über Jahre miserable Heimtrainer o. kontraproduktive bzw. gleichgültige Eltern als Leistungsbremen hatte, kann unter besseren Bedingungen im Vermögen plötzlich explodieren, der berühmte "Leistungssprung", den "man" sich nicht erklären kann, der sog. Spätentwickler, der zuvor eben unter Blockaden litt...


    All dies würde natürlich den Aufwand vervielfachen, all dies zu beachten, das ist wohl Ursache der Vereinfachung zulasten der realen Kinder, aber auch der hohen Fehlstreuung, d.h. Ineffizienz und Ressourcenverschwendung. Zunächst kann u. muss man erstmal die eigene Schwierigkeit einsehen, mit etwa mehr Demut sich eingestehen, dass man kein Gott ist, Talente weder sichten noch machen kann, es mehr Probleme gibt, als man vor sich einräumen mag! Unbefriedigendes Ergebnis, sicher, aber ehrlicher als die übliche Praxis? Lesen wir im Link, dann sieht man, wie von oben herab "auf die Kacke" gehauen wird, man glaubt genau definieren zu können, was ein Spitzentalent ausmache: "Mit dem Talentförderprogramm setzt der DFB in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden ein Nachwuchskonzept in einer Dimension um, an die weltweit kein anderer Verband heranreicht. Die Zahlen sprechen für sich..." Ja, welch Zahlen denn, Erfolgzahlen? Nein: Teilnehmerzahlen, abgesehen davon, dass man nicht grundlos von Zahlen statt von Menschen prahlt! Einen vielfachen Olympiasieger Jesse Owens hätte da kein LA-Trainer mit dem A ansehen dürfen, da nichts aufs easy-looking-"Beuteschema" passte und doch war gerade er der geborene Siegertyp... Heute aber hätte er dank Förderer Null Chance, würde nur aussortiert u. es bliebe keine Option offen, sich selbst auszuwählen.


    Ich weiß, das ist schwer zu verstehen, wenn man nicht so indeterministisch wie ich etwa in Anschluss an den Neurobiologen Maturana denken mag (leider sehr komplex, vgl. www.maturanahaus.com). Muss nun leider schon pennen gehen, morgen geht die Denkarbeit weiter, um ein paar Dingen in dieer unfassbaren Welt ein wenig mehr auf den Grund zu kommen... Danke noch für die Eingeständnisse, wie wichtig Eltern doch bei der Talentsichtung/wahl sind, ohne dass wir nun streiten ollten, ob Kinder eher wegen nerviger Eltern o. fehlenden "Umschlägen" o. Vitamin B draußen bleiben müssen - im Prinzip fürs Kind im Ergebnis egal - oder die Irrelevanz eben möglicher Problemituationen (z.B. familiär) o. des o gern betonten "Fußballalters" (das, d.h. die Selbst-Entwicklungsfähigkeit, in der Praxis keinen kümmert, aber für mich am wichtigsten wäre, oder!?).

    Wichtige Beiträge, über andere (ihnen als Person spekulativ alles Mögliche im Netz, natürlich anonym und ohne Gesichtzeigen - sehr mutig! - unterschiebend) herzuziehen? Begründen, wieso R.Klohr sich davon abhebt? Ne, für sowas hab ich keine Zeit! Schade, wenn das wichtiger als die Sache wird, echt. Aber eins hab ich doch gelernt: Kriterien gibt's keine, immer wieder gefragt, kommt nichts. Das Meiste ist und bleibt offenbar Willkür, daher auch der "Erfolg" der Förderungen: die hohe Fluktuation usw.

    Also, das ist schon echt Charakter, so persönlich hier gegen andere Stimmung zu machen (zudem im von mir eröffneten SACH-Thread)! Nichts Besseres zu tun? Agierst du auf dem Platz auch derart unfair von hinten, anderen dieses dein Spiel "aufdrückend"? Aber ok, auch das ist eben Fußball und hinzunehmen, über "Niveau" werde ich da mit dir sicher nicht streiten... Eröffne eigene Threads und lass andere bitte mit diesen Verunglimpfungen in Ruhe!


    PS: Ein Urteil von Ralf Klohr z.B. ist mir auch etwas (ge)wichtiger als deines...

    Sie haben vor jedem Spiel gehofft, endlich in der Startformation zu stehen und bei jedem Training, bei dem ein Gast sein Probetraining absolvierte gehofft, es würde nicht den eigenen Platz einnehmen!


    Kinder sind da noch unbedarfter, empathischer bzw. mir viel sympathischer und fairer, denken so noch eher nicht (außer man hat sie schon verdorben): mein Sohn wurde heute z.B. beim Probetraining von allen möglichen neuen Mitspielern ganz herzlich begrüßt, einige meinten sogar, dass er unbedingt zu ihnen kommen solle. Zu nörgeln habe da eher eifersüchtige Eltern, aber wer will es ihnen verdenken, da gilt eben, der Bessere ist des Guten Feind. Und wer besser sei, das wird am Ende immer subjektiv beurteilt.

    Wenn Eltern meinen, sie hätten ein förderungswürdigesTalent, dann heißt es "Klinken zu putzen". Im Leistungsbereich wird wie eh und je auf dem platten Lande nach Gutsherrenart regiert! Wenn es dann mal der Zufall will, das einer der Dümmsten zum Chef vom Ganzen gewählt wird, dann Gute Nacht! Erst wird das Tafelsilber in Form von verwertbaren Eigentum des Vereins verkauft, dann folgt die Insolvenz, wo das Geld der Kleinsponsoren an die Gläubiger-Banken weitergereicht wird und danach muß der Steuerzahler den Schaden begleichen!


    Das von dir so zynisch zu lesen: treffender hätte ich es nicht sagen können, nur hätte ich mich das nicht getraut - danke! Man muss genau das bedenken: all wir Steuerzahler sind stets mit im Boot im Verein! Und woher bekommen auch regionale o. lokale LZ (als/wie Vereine, trotz oft GmbH-Status) i.d.R. ihre Trainings-Plätze o. -Hallen? Von Stadt o. Gemeinde auf Kosten aller! Aber wer kontrolliert, was mit den doch im Haushalt vor Ort immensen Mitteln (s. Hallen/Platzneubau) faktisch gemacht wird, wem es zugute kommt (z.B. festangestellten Leitern, gar neudeutsch "Managern" o. reell Kindern, meinetwegen auch zuerst "echten" Talenten)?


    Bei uns im lokalen LZ stehen z.B. auf wundersame Weise erstmal Trainer- u. Sponsorensöhne im Kader u. Finanzen sind ein Buch mit 7 Siegeln... Auch auf Vereinsgelände gibt es mitunter private "Schulen" (damit meine ich nicht den üblichen Wanderzirkus FFS, sondern feste Institutionen: Privattraining für Kinder Reicher, gegen Bares, von Privattrainern (als Selbständigen): die sind meist gut u. nett, aber: gesponsert vom Steuerzahler, da natürlich o.g. Plätze, Hallen und Umkleiden inkl. Duschen mit benutzt werden. 1. Kriterium der Talentsichtung hier: gute Finanzen bzw. Vitamin B der Eltern (also: Umverteilung nach oben durch Steuern)! Komisch, dass das in unseren Medien voll "kritischer" Journalisten noch nie wem auffiel. Aber sonst ist e m.E. auch nie wesentlich anders: wer kennt unter den Erwachsenen wen - wesentliches Kriterium beim "Sichten"...


    War früher ähnlich: mein Schwager hatte je 1 Woche als TW Probetrainings bei Werder u. Bayer L., da seine Mutter da immer wieder anrief - heute unglaublich, aber wahr, und das, obwohl viel zu klein! Schön dennoch, dass die Fußballwelt damals noch aus Begeisterung für die Sache, aus Leidenschaft (und Verständnis für Leidenschaft bei anderen, eben auch Eltern) sowie einfach "Goodwill" im Herzen für so etwas offen war, nicht alles genau (gemäß korruptilem Eigennutz)berechnet wurde wie heute - dabei leider u.U. vielleicht häufig falsch, wie ich bzgl. wahrem Talent (im Kind als seinen "unsichtbaren", verborgenen Potentialen) meine.

    Hatte dir eigentlich längst geantwortet, weiß leider nicht, wo der Beitrag hin ist. Grund einfach gesagt: wenn das Herz für Fußball schlägt, handelt man, wie man muss. Rational hätte ich meine Jungs längst abgemeldet (gibt bessere sportliche Betätigung, wo man zur inneren Ruhe finden kann, sich entspannt, für sich planen kann, nicht gefoult wird, mehr Freude findet etc) o. eben im Kopf abgechrieben. Doch im Herzen geht das nicht: davon lebt das ganze Fußball-Marketing und sein Kommerz-Zirkus doch im Kern: trotz Frust über all das sinnleer betäubende Gequatsche u. den Dummrummel bleibt man "Fan"!

    Manche ziehen das Bankdrücken in der Ersten dem Mitspielen in der Zweiten vor - ja, Eltern, aber Kinder? Einziger Grund für den Run auf die Erste: dass dort meist bessere Trainer sind - besser heißt da nicht erfolgreicher (das ist eben fat immer zuerst kaderbestimmt), sondern motivatorich: wo geht mein Kind gern zum Training, von sich aus? Das muss dann ein guter Trainer sein! Da dies in Zweiten oft nicht so ist, Obleute auch wenig kümmert, fühlt sich dann jeder "abgeschoben". Ich habe selbst grad erlebt warum: langes Schlangestehen, lange Vorträge der Trainer, wenig dynamische Übungen o. positive Eintimmung etc., und verlieren tun sie auch noch öfter (bei dann schimpfenden Trainern/Eltern) daher sterben dann die Zweiten eher, sind wie in einem Teufelskreis unattraktiver, fast chancenloses Auffangbecken für von Vereinen Abgeschriebene:
    Ich wollte grad ein ambitioniertes B-Team im LZ machen - beim Verein kein Interesse: Man will wohl nur die bloße Freizeit-Zweite mit nur 1mal Training die Woche. Damit der Platz gut/frei bleibe für die Erste, die 3mal trainiert, trainieren darfm denk ich. - So ist wieder mal ein Plan, von oben nach unten per intrinsischer Motivierung strukturiert statt bloß systematisch (also von sich, von außen aus) zu fördern gescheitert. Überall will man nur - für sich - die Besten, sonst: Desinteresse am für Kids chancengleich fairen Fördern, am Talent als Potential... These: Letztlich hat man nur den Sieg als feste Größe für sich im Kopf!

    Da frag ich mich nur, wo die ganzen anderen Spieler bei diesem Spiel gewesen sind, auf dem Platz und am Rand jedenfalls nicht...
    So wird mit den Kindern hier im Kreis umgegangen um die achso wichtigen "Titel" zu holen....


    So wurde es beim Team meines Sohnes auch gemacht, um mal einen Titel zu holen. Er - normal "Stammpieler" wandert so für Leihspieler auf die Bank (sich wieder mal als "Randexistenz" nun im Kopf, obwohl er u.U. sogar der Stärkste sein könnte*), zusehen statt spielen: ist gut für ihn hieß es, denn so kann er von den Leihspielern viel lernen. Hahaha, um "Argumente" sind Menschen doch nie verlegen! Als ich weiter "motzte", zumal nun unser Team so zerrüttet ist, dass es ganz "zerschlagen" werden soll (die "Guten" rücken in den älteren Jahrgang hoch, der Rest - tja...), hieß es vom Fachwart tadelnd, ich solle doch nicht immer gegen den Verein Stimmung machen bzw. ihm schaden - welch Witz, wo in den letzten Jahren so 4 Teams meiner Söhne kaputt gemacht wurden. Was schadet da: der in unreflektierter Affiziertheit gemachte Mist (der z.B. dahin führte, dass wir als "Erste" nun schon gegen die Zweite einer Nachbargemeinde verlieren, wo wir doch lt. Trainer das zweitbeste Team im Kreis ein sollen - das wir eben auch mal waren) o. das nüchterne Feststellen dessen: zwecks endlich einer objektiven Verbesserung der Lage? Wer immerzu Spieler verliert, muss sich doch mal Gedanken machen, bemühen, diesen Trend zu stoppen, ins Gegenteil zu kehren: Spieler auch mal wie andere für sich gewinnend, werbend. Auf mein Angebot zum fair offenen Dialog miteinander dann: keine Antwort mehr.


    So war's schon immer: der Überbringer schlechter Nachrichten wurde gern geköpft, wogegen deren Verursacher die Schuld noch auf andere, oft gar die Opfer, schieben. (Die seien unzuverlässig gewesen, hieß es da letzte Jahr.) So ist das Ende eben Quintessenz aller Dinge, unabwendbar. Nur wenige werden dank Erwachsenen-Vitamin-B noch vor Ort spielen können - ja, es ist eben ein unzivilisierter Dschungel, wo man nie echt MITEINANDER redet, immer ein latentes Gegeneinander - Rivalität u. Konkurrenz im Denken - alles dominiert statt reell Kinder in den Fokus des Interesses zu rücken. Und wer beachtet schon die 4 am WE aus pur selbstsüchtiger Eitelkeit eines Vaters erstochenen Kinder - ihrem Schicksal einmal in sich gehend gedenkend? Fast die Hälfte bei uns will ja schon gar nicht mehr Kinder, immer wieder töten Eltern, die zumindest noch irgendwie offen für Kinder waren, ihren Nachwuchs, gegen Kindergärten wird als Lärmbelästigung geklagt, überall rasen Autofahrer durch Wohngebiete, riskieren so ganz bewusst Kinderleben und werden dafür wie für eine Bagatelle bestraft etc. Ja, wir Deutschen schaffen, treiben uns ab - nur sind die Zusammenhänge nicht so, wie ein Herr Sarazin uns das als "Bestseller" verkauft, wenn man mal genauer hinschaut u. nachdenkt: jeder hängt da voll mit drin u. es liegt ganz sicher nicht an Fremden, ohne die wir tollen Deutschen als Land doch schon längst dem Bankrott offen ins Angesicht schauen müssten! Sorry, drifte ab, hängt aber doch alles mit allem zusammen: was sind in diesem moralischen Dschungel Kinder uns wirklich wert, im Alltag? Als Renten- oder Renditebringer werden sie als Zukunft ins Kalkül einbezogen, als eigene Menschen, mit eigenen Rechten?

    Man muss ja auch immer erstmal erkennen, wer auf welcher Position wie stark ist bzw. werden kann, da jedem eine Chance geben. Alle sollten ständig in Bewegung sein dürfen, hinten rum stehen u. nur defensiv - oder gar bei engen Spielsständen u. viel Trainerehrgeiz überhaupt kaum - spielen zu dürfen (müssen), lässt bald jeden "schlecht" aussehen/werden, einrosten... Eben darum ist Leistungsteilung für Schwächere gut - auch wenn Eltern das meist nur negativ als Wegschieben sehen, sich echauffieren, mit Wechsel drohen. Bank o. Mitspielen (auch im Spiel selbst, wo sonst die Starken unter sich passen, allein spielen u. lieber dribbeln) ist die reelle Alternative, erst Recht langfristig, das muss man Eltern dann aber vermitteln: ein Hauptschüler würde auf dem Gymnasium ja auch nur untergehen können, egal, ob Lehrer/Trainer alle gleich viel dran nehmen... Höchstens per echter ("intrinsischer") Eigenmotivation kann sich wer in Schule wie Team hoch kämpfen, aber die kann man kaum erzwingen, nur stimulieren, etwa per im Prinzip fließend offenen Strukturen ohne fixe Grenzen, per Option auf Gastspiele: wer darf aushelfen o. mit trainieren, wenn mal Spieler fehlen, er will etc.


    Leider sehen (trotz aller Wissenschaft dazu noch) wenige, was dynamisch offene Strukturen bringen, setzen lieber auf einfachere Systeme wie Teameinteilung/aufstellung, aber so wird viel Potential untergraben u. verschenkt. Daher eben wollen alle Eltern dann, dass ihr Kind in der Ersten "ist" (als wäre dies ein fester Zustand im System - Irrtum, denn es geht auch da bzgl. Entwicklung um reelle Spielanteile/zeiten, förderliche Positionen, Haupt- und Nebenrollen im wie neben dem Spiel, Wohlfühlen als indiv. Motivationsfaktor, Nähe, Team-Geist etc.!)

    Meine FPL-Erfahrung im Verein von einem Sohn: der Fachwart kam zum Spiel, erklärte, dass nun gemäß der FPL gespielt würde, die Eltern vom Platz, von ihren Kindern u. den Trainern weg in ihre "Zone" müssten - wo es doch immer heißt, der Mensch muss nicht müssen ;) Das war's, er war weg, es pfiff wie gehabt ein Jungschieri (immer etwas gegen unser, das Heimteam - gut so, Zeichen setzen, obwohl da viel Kritik aufkommt) und die Trainer maulten wie eh und je in ihren Ecken auf den Kindern wie Schieri rum, auch die ein bis zwei Bolzplatzkrähen unter Eltern waren bestimmend laut wie eh und je. Einziger Zweck der FPL schien es zu sein, die rechtmäßigen Vertreter der Kinder weiter auf Abtand zu halten, besser ausgrenzen zu können. Bemerkungen speziell von mir an Trainer (beider Seiten), einzelne Kinder doch vernünftig, eben fair zu behandeln statt bei Fehlern zu beschimpfen o. auch die "Schlechten" mal einzuwechseln, waren nun unmöglich gemacht, die Abschottung von Kritik perfektioniert (gerade wenn man nicht schreien mag). Demgemäß war ich über diese Art Mogelpackung u. Etikettenschwindel empört - dank Fachwart unwissend gelassen, dass FPL mehr als nur neue Kulissen, wirklich Fairplay will...


    Heute hält sich denn auch keiner mehr echt dran, Fachwart wie Trainer sind im Tollhaus mal wieder zurückgetreten, nur, wer was vernünftig u. fair gegen Kinder gestaltet sehen möchte, der bleibt seit eh und je unerwünscht im kleinen Kreis der Selbstdarsteller auf Steuerzahler's wie Kinder's Kosten... Leider! Daher mein Eindruck, Fairplay für Kinder könne leider nur Wolkenkuckucksheim sein, solange Vereine wie Verbände handeln u. sind, wie sie sind, im Besseren, in pädagog. höherer Bildung immer nur den Gegner als bösen Feind wittern, mit dem man gar nicht erst redet...

    Entscheidend sind beim Melden die Spielklassen von stark bis schwach. Die Schwachen wie Starken können in ihren Klassen sich am besten messen: sich weiter entwickeln u. ihnen gerecht Erfolgserlebnisse sammeln. Ein Mischen bedingt, dass letzteres für die einen zu leicht, für andere zu schwer wäre und alle ein wenig blockiert würden. Was sozial erscheint, wäre es so im Endergebnis mitnichten. Das Trennen sollte aber nie von oben "steril" verfügt werden: fließende Grenzen für Auf- wie dann numerologisch auch Absteiger (seien es leistungmäßige, disziplinarische o. pädagogische Gründe), regelmäßiges Sich-begegnen-können usw.
    Bei uns gab es immer krude Mixed-Teams (Alte vs Neue z.B.) bei dann intern strenger Grenzziehung ("Aufstellung" gemäß Erwachseneninteresse/Elterngrüppchen etc), Ergebnis: wo es mal 2 Teams je Jahrgang gab, existiert schon bei den 11- o. 12-jährigen heute kaum mehr 1 intaktes Team - fatal! Daher mein Rat, Kind- wie leistungsgerecht zu planen, d.h. aber eben vor allem: gerecht!

    Dann wären wir ja einer Meinung. Ich finde es natürlich gut, Kinder jeden Alters zu fördern, aber schon im vorliegenden Fall 7-jährige per Talentsichtung zu selektieren, mag die "Erwählten" ja "hervorragend" weiter bringen und "stolz" machen, aber Kinder in dem Alter schon vom Fördern mangels Leistungsperspektive für spätere Karrieren auszusortieren, finde ich eher abartig. Daher interessiert mich eben, nach welch Kriterien man dies zielsicher begründen könnte... Hiesiges LZ gab dazu nie was preis.

    Fairplay im KiFu: Beschränkung der Handlungsmacht Erwachsener über Kinder zur Bewahrung von deren Wohl, gegen schädliche Einflüsse. Äußerlich Abstand o. Ruhe halten, innerlich sensibel werden für alles, was Kindern - auch unsichtbar, seelisch o. indirekt - schaden dürfte. Offener Dialog im Miteinander dazu, auch Kinder selbst einbeziehend. Unabhängig davon, ob es die eigenen Kinder, das eigene Team o. den eigenen Verein betrifft: Kinder als solche, stets schutzbedürftig/befohlen sehen!


    Dazu muss unser sich zwanghaft selbst produzieren o. beweisen wollendes/müssendes Ego sich selbst reflektieren u. besiegen - für viele sehr schwer. Die FPL kann da unterstützend äußerlich Hinweise geben, wo guter Wille ist, sie kann auch Ungutes klarer zu Bewusstsein bringen, Lippenbekenntnisse in Taten überführen - begreifen, um was es geht, muss freilich jeder für sich. Mir scheint, dass viele Erwachsene im KiFu gar nicht verstehen, was kindgerechtes Fairplay erfordern u. bedingen würde, oder? Das muss vermittelt werden, um alle Kinder zu schützen, die FPL entlastet uns nie frei Haus von aller Verantwortung, ist kein Non-plu-ultra, aber ein ganz guter Weg... Warum ist es für viele so schwer, diesen Weg in Überzeugung mit zu gehen??? Denn die Forderung nach Sanktionen zeigt doch nur, wie weit viele offenbar von Einsicht u. Verständnis für kindgerechten Fußball bzw. selbstlosem Engagement für (alle, nicht nur eigene) Kinder - das ich jeder aber so gern auf die Fahne schreibt (s. offizielle Saisonziel-Angaben: Entwicklung aller Kinder u.ä.) - entfernt sind... Schade, schade!

    Trainer sollen gemeinsam - sich zum Kinderspiel als Selbstzweck "zusammenraufend" - das Spiel wie "ein" Schieri leiten: wenn beide einvernehmlich nichts sehen (was ja vorkommt, da Fouls subjektiv beurteilt werden), dann geht's weiter u. war der Arm eben gar nicht so weit draußen. Sonst: erklärend unterbrechen. Apropro Einsicht: wenn es die gäbe, bräuchte es die FPL ja gar nicht. Vielerorts ist die Atmosphäre aber recht vergiftet (eben eher wie beim Hahnenkampf denn Kinderspiel): Wer sollte nun jeden Ort einzeln begutachten, ob die FPL vor Ort nötig sei? Abwegig, oder?
    Trotzdem können Trainer wie Eltern weiter Kinder beschallen, beschimpfen, nur eben aus 5 Meter Entfernung bzw. mit dem Gegnertrainer neben sich. Daher entlastet die FPL keinen generell von Zivilcourage: da aktiv einzuschreiten, den Mund aufzumachen, wo kindliche Integrität zu bechützen wäre. Da sie aber meist mangels Mut und Engagement fehlt, tut eine FPL Not: aber bitte mit allen Elementen, statt dass man sich nur herauspickt, was einem gut ins eigene Konzept, eben z.B. die berühmte Hinterzimmer-Politik ohne die "gemeinen" Eltern als Kindervertreter, passt. Denn so unterläuft man den Geist der FPL: Fairness ins Herz eines jeden zu bringen statt nur formal von oben, eben z.B. per Schieri (bei den Jüngsten de facto selten ein echter "Unparteiischer", meist Eltern, der Co o.a., wodurch man oft "Schiebung" erleben muss, was dann wieder zu lauter Streiterei führt!!!) zu verordnen. Daher ist m.E. gerade der Verzicht auf Schieris das wichtigste Kernelement: selbst verantwortlich sein, Respekt zeigen u. für den gern beschworenen "guten Sport" statt die eigene Fraktion, für Fairplay entscheiden statt unmündig dafür Dritte zu "benötigen": was im KiFu echt ein Armutszeugnis bedeutet!

    Die Gebetmühlen mahlen nun mal erschreckend langsam, dagegen sein, blockieren, auf Bestehendes setzen ist soviel leichter, darum bei einer Mehrheit (wie eben der spekulativ "vorgestellte" S., der offenbar gar nichts genauer liest, aber wohl schon immer alles besser gewusst hat - Demokratie als Kreuzchenmachen zwischen Partyjubeln u. Buh-Rufen à la DSDS) beliebter als der Aufbau von etwas Neuem. Das habe ich mit der BLfK vor Ort bitter in ca. 3 Jahren erfahren, wie gesagt: sie blieb eine Totgeburt. Die FPL geht inhaltlich weniger weit, ist dafür weitreichend wirksam - daher besser, denn nur Ergebnisse zählen nun mal am Ende: nur sie nützen Kindern real, meine Prinzipienreiterei nützte nichts, im Gegenteil: die eigenen Kinder wurden diskriminiert, um schadenfroh ihren Vater mit Häme zu bestrafen! Umgekehrt werden eben Kinder aus den inneren Zirkeln o. mit Eltern-Vitamin-B protegiert: der Trainersohn ist fast immer dabei, fürs Sponsorenkind ist Platz, der Sozialfall mit schwierigem Papa (eigentlich so genug gestraft vom Leben) muss dafür draußen bleiben: C'est la via...


    PS: Grad werden wieder beide Teams meiner Söhne von ihren Vereinen kaputt gemacht, da Erwachsene sich o. ihre Söhne nur so am besten selbst versorgen können. Na ja, nützt nichts, müssen sie wieder mal wechseln, man ist eben ohnmächtig dagegen. Da kann eine FPL leider, leider auch nicht für mehr Bewusstsein sorgen: sie wird intern sogar umgesetzt, vor allem das Eltern-auf-Abtand-halten, das gut zum sonstigen Kungeln passt...