Beiträge von Keller-Kicker

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    guenter: dein Wort in Gottes Ohr! Wenn man schon Angst hat, sich Antworten anzusehen, da man neue Bechimpfungen fürchtet, nu weil man anders denkt, schreibt, ist, dann kann's nicht richtig, fair zugehen. Wenn "Persönlichkeitsbildung" diskutiert werden soll, ist Revierverhalten o. Rivalität ok, wenn es sich auf Ideen o. Theorien dazu bezieht, alles weitere folgt keiner guten Absicht. Dass meine Sprache mitunter als Zumutung empfinden wird, dafür kann ich nur um Entschuldigung bitten - verbiegen kann man seine Sprache trotzdem nicht. Sonst bitte ich diejenigen darum Hegel o. Heidegger ins Einfache für "Dummies" zu übersetzen u. verspreche bei Gelingen, dass sie bald weltberühmt werden dürften dafür: da es noch keiner schaffte. Es gibt eben die Bild und die Zeit/FAZ, BigBrother-RTL2 und Arte, auch viel dazwischen, aber nicht komplexe FAZ-Inhalte in einfacher Bild-Sprache. Das geht nicht zusammen, ein Fachstudium dauert eben auch 4 bi 6 Jahre und nicht Minuten. Hier im Forum aber müssen sich alle gedanklich/sprachlich wie in einer Ü-40 fußballerisch der Ex-Nationalspieler (gegen den ich dort schon kicken dürfte) u. der Rumpelfußballer der 5. Kreisklasse zusammen raufen o. eben gegenseitig ignorieren, aus dem Weg gehen (was ein Verlust für beide ist). Aber Fouls sind keine gute Lösung!


    Trotzdem habe ich hier viel dazu gelernt, wieso man im Dorfverein schnell viel Hass erfährt, wenn man mit Neuem o. Anderen ankommt... Vllt hat man sich wegen Unsensibilität den Hass auch selbst zuzuschreiben, aber ich habe auch erlebt, wie in meinem Team in der Halbzeit besprochen wurde, wie wer wann den Ex-Bezirksliga-Spieler von hinten umtreten solle - schockierend, aber auch das gehört ebe zum Fußball, der BL-Spieler kennt es auch, weiß mit der Situation psychisch umzugehen... Nur, wo noch Kinder im Spiel sind, sollte das echt Tabu bleiben: das schulden Verantwortliche ihrer Persönlichkeitsbildung! Toleranz ist daher ganz wichtig, denn es gibt auch Theorien, nach denen das Alter auf die Jugend eifersüchtig sei, sie unten halten will, um selbst sich besser zu fühlen. Das solle man wissen, wenn man Kinder "unter sich" trainiert...

    aus Ablehnung, Faulheit oder Unwissen - gar nicht erst mit der Thematik beschäftigt. So sah dann auch die Hinrunde aus: teilweise wurde mit Schiedsrichter gespielt, Coaching-Zonen habe ich außer bei uns nie gesehen, Zuschauer standen direkt am Spielfeld, Trainer hinter den Toren oder an der Seitenlinie auf und ab laufend, brüllend


    Genauso ist das "kranke System", wie du ausführlich schreibst. Die "Stümper" (Andre) haben vor Ort "aus Tradition" die Oberhand (meist alte Herren), wollen jeden, der was verbessern will, der anders wie sie denkt u. damit bei Kindern in der Praxis besser ankommt, raus haben: alles soll beim Alten bleiben! Sie verwenden viel Zeit und Mühe darauf, sich als formale Mehrheit für ihre Politik zu organisieren, so die wahre, die leider stets passiv schweigende Mehrheit (Kinder, aber auch ihre meist gegen die Brüller gleichgültig "gutgläubige" Eltern) weiter zu dominieren. Gibt trotzdem nicht auf, sonst wird sich nie was Richtung verbindlicher FPL und neuem Denken ändern! Man müsste u. die, die früher unter dem kranken System litten, mobilisieren, eine Stimme verleihen: allein kann es Ralf (o. vor Ort du) nicht schaffen. Gratuliere zu deiner Einstellung u. Bemühung, bitte weiter so statt sich demoralisieren lassen u. aufgeben!

    Lubi hatte vllt andere Vorstellungen von der Diskussion, ihrem "Mehrwert" im Kopf als die, die uns die Titel-Formulierung "Persönlichkeitsbildung im Nachwuchs" nahelegt. Klar ist, dass ewige Vorwürfe, gegenseitig Angiften o. gar Schimpftiraden mit Aus-/Vertreibungs- bzw. Gedankenkontrollfantasien (im Gewand der Meta-Kommunikation) nichts bringen. Man muss das auf ignore stellen, leider... Sicher hat taktische Disziplin, Ordnung (eben von oben herab - wogegen ich grad fürs Gegenteil plädiere!) dahin geführt, dass es oft hieß: und am Ende gewinnt immer Deutschland (trotz spielerischer Glanzlosigkeit) - grad das o.g. Thema aber könnte hier mal ein gedankliches In-sich-gehen pro kreative Persönlichkeitsbildung ermöglichen, so unbeliebt diese gemäß Dirk o. ebenso meiner Beobachtung gerade bei offiziellen "Förderern" oft (nicht immer!) auch unterbewusst ist... Munter bleiben!

    Dirk: Sehr guter Beitrag zur Sache, grad auch zur "Auswahl-Selektion", unterschreibe ich! Trainer sollten mit den individuellen Ausprägungen aller Spieler auskommen können vs alle auf sich als Vorbild trimmen wollen: da dies verschiedene Charaktere als werdende Persönlichkeiten unterdrücken, belasten würde. Doch ist dies eben schwierig: die Welt nicht nur durch die EIGENEN Augen zu sehen, sondern auch FREMDE Ansichten zuzulassen, die im Kopf Bewegung fordern (eine Zu-Mutung). Persönlichkeit ist vllt dies innere Zusammenspiel zwischen schon rein physisch notwendig eigener Position bzw. Aktion (die sich von selbst versteht) und der kreativ aufnehmenden Reaktion aufs herausfordernd Andere als Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern statt sich zu verlieren (wobei die Verlustangst als Wurzel der m Wettkampf wichtigen Aggression oft über-dominiert). Handeln (Aktion) ohne vorheriges Denken (Reflexion) ist zwar schnell, einfach, verbreitet, aber nicht kreativ o. flexibel. Sicher übt man automatisierte Abläufe im Training ein, aber in Bezug auf Technik: bei der Spielgestaltung sind olch Routinen oft kontraproduktiv - und sie rauben immer ein Stück persönliche Verantwortung, also verantwortliche Persönlichkeit: Vllt kommen wir noch zu Theorien, falls erstmal etwas Einigkeit in der Sache besteht...


    (Wer die Ignore-Funktion nicht versteht, wie soll man dem helfen: leichter geht's echt nicht: Nicht reden, tun!Ich habe sie jetzt - leider, aus Selbstschutz - vorerst eingeschaltet, um nurmehr Sachbeiträge beantworten zu müssen. Falls ich so dann welche verpasse, bitte ich um Verständnis - danke! Da auch das, was in Kindern, ihren Köpfen abläuft, einigen eben "fremd" zu sein scheint, könnte man hier später die Sach-Diskussion fortführen, im Moment erscheint es nicht zielführend.)

    Stefan, ironisch gefragt: Stehen nicht alle benutzten Wörter im deutschen Duden? Ich finde daher, der Vorwurf "Fremdwort" klingt immer etwas zu fremdenfeindlich: auf was bezieht er sich, auf "undeutsche" Wörter wie Thema, Training, Technik? Nicht sauer sein!


    Oliver: inhaltlich denken wir hier alle irgendwo ähnlich, glaube ich, nur wissen das viele wohl nicht. Jeder sportliche Trainer hat für sich Ehrgeiz, will, dass sein Team gewinnt etc., nur muss man diese Dinge im Kopf richtig ordnen, um sich dann richtig drauf zu verstehen: zuerst der Ehrgeiz o. das Team z.B.? Das hängt von der Zielrangfolge ab. Soll die Perönlichkeitsentwicklung der Kindes (statt Befriedigung seiner selbst) obenan stehen, dann kommt zuerst das Team, dann der Trainer und sein Ehrgeiz. Nur als Beispiel. Die Trittleiter ist da ein gutes Bild: sie gibt alles entscheidend vor - Richtung (natürlich immer nach oben), die für alle gleich genormten Abstände o. Gesamtlänge, Handlungsrahmen. Umfeld ist ein zunächst mal offener Raum, in dem sich auch Widerstände o. Hindernisse zeigen, mit denen jeder selbst(ständig) umgehen u. fertig werden muss: ausweichen, Konfrontation suchen, miteinander verhandeln/reden... Entscheidend ist mir das eigene Selbst: bewegt, entwickelt es sich weiter oder beharrt es starrsinnig (wie im sich verengenden Teufelskreis um einen Standpunkt) auf "etwas" bzw. soll es dies?

    Das z.B. Schulkameraden sich unterhalten und evtl. auch Vereinswechsel planen, ist doch vollkommen ok.


    Danke für dies vernünftige Wort zur kindlichen Autonomie, die vielen eben arg aufstößt! Die LZ-Vereine bieten alles Mögliche auf, um über die Eitelkeit der "gutgläubigen" Eltern Kinder für sich zu gewinnen. Doppelbesetzung ist Ziel, d.h. ein Kind spielt, eins schaut zu. Damit der Konkurrenzdruck schön hoch ist! Diesen Kindern muss! man durchaus vermitteln, dass es noch eine Welt außerhalb dieser Falle gibt, in der sie dank "gutgläubiger" Eltern sitzen. Daher lasse ich Kinder selbst berichten u. bestimmen, wo andere Kindern über Eltern, Versprechungen etc. Fallen stellen. Wenn man bei 20 Kindern, um allen per zwei 9er viel Mitspielen zu ermöglichen, dann drauf verweist, dass man vllt auch nicht so schlecht sei, dann viele neue Kinder zum Ausprobieren kommen, bleiben wollen, da es ihnen selbstbestimmt besser gefällt, soll das "zum Kotzen" sein? Da fehlt jeder Respekt vor Kindern als in ihrer eigenen Angelegenheit durchaus mündigen Mitmenschen... Schade, aber genau das ist eben oft so, q.e.d.

    War nicht Persönlichkeitsbildung im Nachwuchs Thema, s.o.? Wieso verstehst du den Zusammenhang nicht? Der fürs Spielerische beste Schieri ist der, den keiner groß bemerkt, d.h. bemerken musste. Ähnlich sehe ich ja Trainer, denn Persönlichkeit hat jedes Kind: als werdende, auch wenn mancher so tut, als gäbe es diese nicht, sie kindern absprechen (o. abwürgen) will: in ihrer Entfaltungsfreiheit als Potential. Möglichkeiten eröffnen als "persönliche" Chancen, an sich und seine Träume nach vorn als verwirklichbar (Motto: Lebe deinen Traum statt dein Leben lang zu träumen) glauben zu dürfen, überhaupt authentisch "sein" zu dürfen, so gewährt ein Coach dem Selbstwerden den im Wiesenkicken stets freien Platz für eigene Entscheidungen o. Selbst-Behauptung in ihrer peer group (vs manipulative Eingriffe zugunsten von ihm bestimmter Kinder, meist "den Lieblingen"...)


    Im echten Spiel orientieren sich Kinder gerade nicht an Vorbildern, sondern eben sich selbst (s. Spieltheorien). Daher ist es qua Persönlichkeitsbildung so wichtig, Kindern ihr (!) Spiel als Förder-Umfeld zu gönnen, sie frei (von Bevormundung durch autoritativ übermächtige Erwachsene) spielen zu lassen! So sehr es Erwachsene in ihrer Macht auch reizt, von oben herab lenkend, fernsteuernd einzugreifen: für kindliche Persönlichkeit stets fatal, auch wo gut gemeint erstmal erdrückend. Man muss das vom Kind statt sich selbst aus betrachten: das Kind hat gegen Erwachsene psychisch im Grunde nicht den Hauch einer Chance, es kann bestenfalls "bocken", sich total-verweigern, nie aber au sich heraus gleichwertig eigene Positionen entwickeln: der Erwachsene ist autoritativ viel zu groß, d.h. übermächtig. (Höchstens päter als selbst Erwachsener, da bricht dann der Vater-Sohn-Konflikt auf: für Persönlichkeits-Bildung aber ohne Therapeut meist zu spät, ergo nur aggressiv.)

    Persönlichkeit des Einzelnen wird immer auch stark von der Gesellschaft in der er aufwächst geprägt


    Zeigt sich Persönlichkeit nicht grad darin, ob u. wie jemand der Prägung entgeht, sich ihrem Diktat entzieht? Oder was soll sie sonst positiv, also von sich her betrachtet, sein (fußballerisch) in Differenz z.B. zu "Talent", das ja (begrifflich) beim Fördern Maß aller Dinge + Sichterei ist? Kann jemand genial spielen (lernen), wenn er sich an Vorbildern orientiert, an Vorgaben orientieren muss? Oder mangelt es an Geniestreichen, da es den freien sog. Straßen- bzw. besser: den wilden Wiesenfußball mit seiner echten Selbst- vs Fremdbestimmung (durch Trainer, die sich in der Konsequenz nur maximal zurücknehmen/halten könnten, um persönlichkeitsfördernd pro kindbezogener Selbst-Entwicklung zu sein) praktisch kaum mehr gibt? Offene Fragen über Fragen... Platz 1 - als Ziel statt Zwang immer motivierend!

    Das ist schon länger mein Thema: indem Kinder gemäß von Trainern ergebnisorientierter Bestimmtheit aufgestellt werden, darauf unbedingt zu hören ist (sonst wandert man auf die Bank, außer man wird aus persönlichen Gründen wie Trainersöhne protegiert), wird ihnen schon die Chance geraubt, sich selbst frei zu bewegen, Fehler zu begehen und dadurch authentisch die Übernahme von Eigenverantwortung zu erlernen, als notwendig zu erfahren. In der Folge fehlt diese "Wendigkeit" der Not (die antizipierend vor deren Eintritt!) im Kopf, man verlässt sich auf taktische Fremdkonzepte statt sich selbst, verantwortungstechnisch enteignet. Das ist das, was Scholl meinte mit dem Ackern und Laufen von sich aus bis zur Erchöpfung. Hat er früher zwar auch kaum je gemacht, aber die Idee davon hat er zurecht im Kopf als Ideal (von intrinsischem Team-Geist: Frage nicht, was dein Team für dich, sondern was du fürs Team tun kannst/musst).
    Die latent falsche extrinsische Obrigkeitsfixierung (Trainer wie Löw als Erfolgsgarant vs nur vorgeschobener Teamgeist i.e.S.) dürfte kaum korrigiert werden wg. dieser EM, zu rasch waren sich alle einig: tolle Spieler, tolles Team, im Grunde tolles Turnier - und weiter so. Diese vom "Abendland" ausgehende Fixierung ist auch ubiquitär, also global gültig. Ich weiß, diese nicht schmeichelhafte Diagnose wird viele Trainer erzürnen, da sie ihre Rolle vermeintlich angreift, eben hinterfragt, aber ich bitte, sie trotzdem sachgerecht zu beantworten - o. besser gar nicht. Der Zuammenhang von Psyche und Geist ist jedoch ein "hyperkomplexer", d.h. vom menschlichen Verstand aus gar nicht voll zu durchschauen, daher spekulativ. Umso wichtiger, sich dazu sachlich auszutauschen statt ins Persönliche abzudriften: da glaubt eh jeder, was er will u. Glaubenskrieg ist vorprogrammiert. Danke!

    Also erstmal in der Sache ist alles gut, haben nach dem heutigen Training schon 24 Spieler u. einige neue wollen noch ihren Teamkameraden (im LZ-Verein z.B.) erzählen, wie toll sie es bei uns fanden. Böswillig kann man das "abwerben" nennen, was ja ein negativ besetztes Wort ist, ein Vorwurf. Dass hier kein 1x1 verwerflichen Abwerbens gefragt war, weiß TW sicher u. "Bestechung" (kriminell!) o. "Diskriminierung" (Sinn im Fragehorizont völlig unklar), der als großes Übel grad P. Lahm im TV vorm EM-Halbfinale entgegentrat, mir als Wunsch nahezulegen, war sehr ärgerlich u. wohl genauso gewollt... Ich meine, man sollte auch Kindern das gönnen, was freie Marktwirtschaft o. Demokratie jedem von uns eröffnen: jeder darf selbst entscheiden und das auswählen, was er möchte u. seiner Ansicht das Beste für ihn ist. Daher gibt es Werbung: sie informiert die, die sonst das Angebot nicht kennen würden, über Alternativen, sorgt dafür, dass der Bessere gewinnt - das ist sportlich fair u. sauber!


    Kinder sind eigene Menschen, als Spieler auch menchlich zu respektieren: kein passives Besitzgut von Trainern, Eltern, Vereinen, auch wenn mancher sich dies vllt wünscht o. diese Denke leider auch verbreitet ist inkl. "das Team soll mir dienen statt ich ihm". Ab-werben heisst viel mehr als Für-sich-werben, aggressiv z.B. über (falsche) Versprechen wen verlocken, sein Team zu verraten, obwohl es dort gut läuft usw. Illegalität, Unsportlichkeit werde ich als Tipp nicht goutieren, wenn ich Kindern Möglichkeiten eröffnen möchte, die sie wie ihre Teams weiterbringen statt in Dummheit zu halten! (Gründe außen vor lassen, wie geht das? Dann eben würde ja grundlos rumgeschrieben - und genauso sah es für mich aus, denn Runtermachen ernsthafter Fragen hat keinen Grund für sich. So wagt man gar nichts mehr zu schreiben, aus Angst vor Sinnentstellung, die ich als Beleidigung durch die Hintertür empfinde, sorry: wer läßt sich schon gern o.g. kriminellen Typus andichten o. nach 2,5 Stunden sagen, dass von meinem Thema "sich leider keiner angeprochen" fühle, weil... - das alles spricht für sich: so will man selbst erfüllende Prophezeihungen schaffen, um mich zu isolieren, zum Haudrauf zu machen. Ich bin doch nicht so blöd, das Mobben ewig mitzumachen: man hat ja so schon Angst, hier Reaktionen zu lesen, kann dann nur noch gehen - genau das, was da bezweckt sein dürfte! So, gute Nacht, nicht mal das EM-Spiel kann man noch genießen...)

    Ok, habe ich übersehen. Aber wenn jemand (ja nicht du) anderen von wegen "Bestechung" kommen zu dürfen meint u. das vllt lustig findet, tut es mir leid: da ist bei mir dann eine Grenze überschritten, und ich soll da doch zum Haudrauf erklärt werden, oder?
    Sicher gibt es schon im Jugendfußball mitunter "bestechende" Argumente, eben Vollausstattung, gesponserte Teamfahrten, "Profi-Trainer", große Namen, doch stünde das mir irgendwie zur Verfügung, ich müsste icher nicht ratsuchend posten. In unerem Ex-Team schrumpfte z.B. die Spielerzahl von ca. 20 auf zuletzt 11 (dank "Bankdrücken", Anmotzen etc.), doch einige kicken munter für sich auf dem Bolzplatz. Die z.B. möchte ich per kennenlern-Tag erreichen u. in der Tat will ich da ein Mini-Turnier machen. Direkt ansprechen mache ich lieber nicht, habe ich mal vor Jahren bei 6-/7-Jährigen u. dann kolportierten böswillige Zungen in übler Nachrede: der spricht kinder in der Schule an, oh, oh... Lehrer stellten mich dann wie einen Verbrecher "zur Rede" (im Prinzip ja richtig, besser als wegschauen, aber der Ton macht die Musik) , sehr peinlich, mach ich nie mehr wieder! So long, dann nichts für ungut mit deinem :] o.ä.!

    eure sportlichen Ziele


    Die sollten schon ambitioniert sein, um Kindern gerecht zu werden: ihrer Zukunft! Privates Beispiel: Vielleicht war es ja nur Glück o. Zufall, aber ich habe schon einem Spieler, der 8-jährig nur auf der Bank versauerte, geholfen, dann mit 11 in die Stp-Auswahl zu kommen, wobei das gesamte Team nach 1,5 Jahren in derselben Staffel (mit nominell fast identischen Gegnern u. ausschließlich identischen Spielern, da neu kommende starke immer gleich in die Erste mussten) auf Platz 3 endete, wo sie früher letzte waren. Leider schlugen wir auch dreimal hintereinander die Erste, wobei dann im Ergebnis wir als jahrgangsjüngere zur Ersten gemacht wurden u. nur gegen jahrgangsältere, starke untergingen. Das führte dann auch zur Auflösung, da wiederum die stärksten Spieler eben andere, bessere Offerten hatten.


    Ziel ist seitdem immer zuerst das homogene Team für mich und grad Understatement: lieber durch übende Experimente (z.B. statt zu mauern offensiv spielen, mit mitspielendem Torwart, Schwächere trotz knappem Ergebnis mitspielen lassen) verlieren als Meister werden, woraufhin dann das Team nicht von Dritten zerpflückt werden könnte (Pyrrhusiege). Aber alles schwierig, denn man darf die Starken als Vorreiter auch nie bremsen, nur die Schwächeren optimaler anschieben, gleichberechtigt spielen lassen, zu privatem Üben animieren (was Stärkere meist eh von sich aus tun: Bolzplatz) o. sich stärker fühlen lassen. Grad letzteres kann ungemein viel bewegen, wo Motivation da ist: zum Team-(vs Star- o. Trainer-)Fußball, der von nichts u. niemand dominiert wird, sondern das Spielerische (gewalt)frei fließen, Kinder Flow erleben lässt. Das kann (nicht muss) schon per Begeisterung fürs Spiel selbst 2 Staffeln nach oben bringen, wenn der Fußball beseelende Götterfunke überspringt, mehr aber nicht. (Bei starken Spielern macht dies vllt grad oft das entscheidende Quentchen aus.)

    Das Team meines Jüngsten wurde erst Montag aufgelöst, da die Aufstockung misslang, sogar 2 Spieler gingen (einer per Talenttag verlockt, schon eher "abgeworben" - obwohl das ja nur die mündig freie Wahl seiner selbst bzw. Eltern ist!), statt dass wer kam. Ich denke, ca. 20 Spieler ist die denkbar ungünstigste Zahl, weder Fisch noch Fleisch: entweder es werden min. 24 oder bleiben besser 17/18, was auch schon viel Bankdrücken für Kinder (vor allem schwächere, die man dann gern aussortiert o. gar rausekelt) bedeutet. Das ist hier Motiv, keine "Dorfbundesliga", schließlich spielen die jetzigen Teams im Mittelfeld der 2. Staffel bzw. tiefer. Dennoch kann man Kinder mit guter Arbeit stark machen, das habe ich schon in der Vergangenheit u. ich werde auch 11-jährige noch lange nicht als unnütz abschreiben, wie es z.T. ja leider geschieht. Grad die wollen wir ja, da sie anderswo versauern müssen!!

    Bluff, Bestechung, Diskriminierung


    Oh Mann, es wäre wirklich positiv, wenn man nicht immer alles krum-lesen würde, um auf andere mit Schmutz werfen zu können oder benötigt man diese Art Auseinanderetzung dringend? Dafür gibt es doch genug Internet-Pranger-Foren, wo man munter zur Hatz auf andere blasen u. sie unablässig beschimpfen kann, oder? Hier bitte nur ANTWORTEN, keine wüst die Sachfragen ignorierenden Schimpftiraden, falls psychisch irgendwie möglich. Es hat auch nicht jeder die Chance, dass ihm die Spieler in G o. F ohne jedes eigene Zutun in Menge von selbst zulaufen! Aber soweit will man offenbar nicht denken, nur niedermachen, wenn andere Sinnvolles aufzubauen versuchen...


    Zur Info: Jeder muss Spieler anwerben (nicht: abwerben!), wenn die Teams auf 9 bzw. 11 aufgestockt werden müssen. Daher werden oft Teams aufgelöst u. Spieler wissen nicht wohin, denen so geholfen wird. Aber man kann alles ins Negative ziehen, wenn man unbedingt (anderen das anhängen) will: sehr unfair und ehrverletzend, dieser "Typus", finde ich!


    PS: Vllt löscht ihr eure unsinnige Hetze, damit ich dies auch löschen kann. Etwas mehr Toleranz, Danke! Und noch was zur Sache: Abwerben können nur die Vereine mit Namen, Geld, Macht - all das ist hier nicht gegeben, nur Ideale von gutem Sport, daher ist auch nur ein Kennenlern-Tag o.ä. realistisch u. sicher keine "Bestechung" o.ä.

    Zur speziellen Lage: Wir wechseln in einen neuen Verein, unser Ältester kommt in ein intaktes Team mit zwei C-Lizenz-Trainern, der Jüngere (D) in eine Gruppe, die bisher aus zwei 7er Teams bestand, aus denen nun 9er werden sollen. Einige Spieler wie der Sohn des ehemaligen Co plus Freund gehen, einige wie wir zu 95% plus 2 Freunde (bisher Kreisliga) kommen, für mich zahlenmäßig noch nicht ganz durchschaubar ca. 20 Spieler. Der Trainer ist kein Fußballer und fragte nun mich, ob ich ihm helfen könne. Ich war zwar schon einige Male als Trainer aktiv, aber die Lage hat besondere Herausforderungen, zumal kurz vor der Pubertät, weshalb ich nur max. 1 Jahr helfen will (danach sind Väter für mich quasi als Trainer ein No-go).


    Minimal 4 Spieler müssten noch geworben werden, wobei dann im B-Team notfalls Spieler aus dem jüngeren Jg aushelfen müssten/dürften. Das A-Team soll in 1,5 Jahren soweit sein, statt wie aktuell als älterer Jg in der 2. KK-Staffel im Mittelfeld in der Kreisliga (Plazierung egal, geht darum, sich durch höhere Beanspruchung entwickeln zu können) zu spielen, da es, sonst für uns keine Fortschritte bringen kann. Ein Jahr klassenniederer zu spielen, finde ich so schlecht nicht, da sich so u.U. bisher brachliegende Führungsqualitäten (alle Ex-KLer waren zwar Stamm, aber eher Mitläufer) gut ausbilden können (oder?). Wie könnte man da optimal vorgehen, vor allem um die fehlenden min. 4 Spieler noch zu werben, da sonst die klare Struktur und Wahloption für die Kinder (Leistung- vs Freizeitsport) dahin wäre? Leistung bedeutet hier das Ziel vom Kind her: dass es viel lernen, etwas üben, leisten u. so durch sich selbst (statt Glück, Zufall, andere, niedrigere Staffel) motiviert gewinnen will - oder eben eher nur rumdaddeln. Danke für jeden Tipp!!!

    Wenige kurze Antworten, prägnante Akzente, wobei sich zwischen "Tore schießen" u. Fairness zeigt, wie verschieden Kinder schon drauf sind: Ersterer dürfte Letzten im Team immer unterbuttern, wenn ein Trainer diesem nicht den Rücken stärkt z.B. Ich meine auch, man sollte 1mal im Jahr die Spieler selbst per anonymen Fragebogen nach Zufriedenheit, Zielen etc. befragen. Wurde bei uns stets abgelehnt, obwohl man sich ohne Feedback nur selbst produzieren, nicht kindgerecht verbessern kann. Guter Impuls, andre, so klar die Antworten zu erwarten waren!

    Deshalb muss man Fußball als Hobby betrachten, bis man den Punkt erreicht hat


    Das wird einem nur eingeredet u. den Punkt gibt's nirgends. Denn jeder kann einen Job auch wieder verlieren, Misserfolg haben etc. Der Mensch muss nicht müssen, denn er hat zwar meist keine Chance, kann die aber trotzdem nutzen, s. den neuen Piraten-König! Klar hat der sich irgendwie per Hartz-4 (ist aber weit weniger als die Banker für ihre Boni kriegen, Sozialneid ist da unangebracht) auf den Sessel des Parteivorsitzenden bugsiert, aber dennoch hätten ihn vor einigen Jahr 99,9% der Leute als verrückten Träumer und Nichtstuer abgetan, in unsachlichem Gaga-Stil verspottet (s.o.) u. nur er allein glaubte an seine Sache - zurecht, wie sich heute zeigt - und wenn die Piraten nur dazu dienen, den verantwortungslosen Schulden-Politikern Druck zu machen (ihre Inhalte sind mein Ding eher nicht). Also mit den Revolvern: nur Spinner sind Gewinner (von morgen)!

    Wer über den Tellerrand hinauszuschauen vermag, der findet genug Nahrung: Nicht bange machen lassen! Leben ist in aller Regel tödlich, man kann darum den Kopf in den Sand stecken o. es erst Recht nutzen u. genießen.

    Ein Trainer musste mal über Nacht den Verein verlassen, da gab's Gerüchte, aber ich denke, es waren Verleumdung, Andichtung. Denn als er kurz später woanders anfing, sprach ich ihn direkt drauf an aus Sorge um die Kinder dort und er wollte gleich auf mich los. Kinderschänder sind aber vom Psycho-Profil her feige, nicht Schläger, die verstecken u. verstellen sich lieber, soweit ich gelesen habe (ohne Experte zu sein). Ich habe auch gerade heute nochmal den JL wegen allem kontaktiert. Natürlich mag der mich auch als Querulant empfinden, wenn ich lästig nachfrage, wo denn seine Verantwortung ist, wenn 4 Jahrgänge nun nach 1,5 Jahren seiner Amtszeit verwaist sind; vorher starben auch schon Teams, eben auch 2 meiner Jungs, aber verbessert hat er leider nichts. Wären das 4 Herrenteams: als da vor Jahren mal ein komplettes Team ging, war es groß in der Presse, die Hütte würde brennen, aber es sind eben nur Kinder, kein Aufhebens wert... Ich muss dazu sagen, dass ich vor 1,5 Jahren auch kandidieren wollte, als Fachwart wie Vorstand. Ich hatte ein klares Konzept, wurde aber - da man offenbar viel Angst hatte, dass ein Gegenkandidat bei all der Unzufriedenheit gewählt würde - vor den Wahlen massiv unter Druck gesetzt, so dass ich zurückzog: man zahlt dabei ja eher drauf als was zu erhalten, opfert jede Menge Nerven und Zeit, da muss man sich nicht noch bedrohen lassen.


    Na ja, nun Neustart als Trainer im neuen Verein mit kleinen Brötchen (auf niedrigem KK-Niveau), mitschwimmen im Strom, die Ruhe genießen u. sehen, was geht: man kann eben im Fußball durchaus aus Tabellenletzten einen Tabellenführer, aus der bankrotten Borrussia aus Dortmund den Liga-Primus machen - und Kinder sind voll Elan, wenn man an sie u. ihre Träume vom Leben glaubt: Sie spüren das u. ziehen mit, so jedenfalls stets meine Erfahrung mit ihnen (auch z.B. mit kriminellen Jugendlichen in resozialisierenden Kursen). Wer viel gibt, bekommt auch viel zurück, bei Erwachsenen ist das eben leider oft anders, wohl, da sie eben nicht mehr an ihr Selbst so glauben können, schade drum! Grad sie könnten von Kindern wohl mehr lernen als die von ihnen.... Oh Mann, jetzt hab ich auch das Thema voll verfehlt!