Beiträge von Keller-Kicker

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    benötigen die Trainer die dafür verantwortlich sind einen Aufpassser? Für mich ist das die Flucht aus der Verantwortung


    Akzeptanz ist sozial wichtig, entscheidend für den Erfolg der FPL u. sie sollte weder als Dogma herkommen noch sich allen ohne Diskussion aufdrücken wollen, aber: wenn jeder von sich her alles wieder hinterfragt, zerredet, kann es nie allgemein verbindlich zur Durchsetzung von Regeln kommen. Wie oft schimpfen alle auf den Schieri und nun, wo man es in die eigene Hand nehmen können soll, darf, da rufen sie nach ihm? Hat man soviel Angst vor seiner Aufgabe, vor sich selbst, dass man den "Richter" bzw. übergeordneten Leiter so benötigt? Ich finde die Titel ja unpassend obrigkeitlich, mir wäre seit jeher ein simpler "Schlichter" lieber, denn da wäre man schon immer im Dialog, d.h. in einer Mitverantwortung für Fairplay... sicher, wer KiFu als Kampfsport für sich definiert, der hat da ein Problem mit sich, aber er ist nur ein Kinderspiel!!! Das "Schlagen" des anderen bedeutet daher nicht alles, ist bestenfalls Mittel zum Zweck der Bewegung miteinander, nicht umgekehrt!!! FPL sollte das allen verdeutlichen.

    Womit wir bei der Bezahlung sind: wo mehr Nachfrage als Angebot, da müssen die Preise bzw. die weitere Attraktivität gesteigert werden. Möchtest du für ein paar Euro Schmerzensgeld Schieri sein? Offenbar viele eher nicht und die, die es dann sind, haben auch oft eher eigene Motive, was dann die Schmerzen per Gute eher abschreckende Schimpfkanonade von Spielern, Trainern, Zuschauern wieder erhöht... Zwei Jungschieris aus meinem Umfeld haben grad den Dienst quittiert: haben die Pöbelei einfach nicht mehr ertragen, zumindest nicht für die paar Euros, die ihnen als Zusatztaschengeld durchaus willkommen waren. Einer trägt nun doch lieber Zeitungen aus, ist eben entspannter... Also löst die Spielleitung per Coachingzone auch ein DFB-Kosten-Problem, wenn man dies auf alle doch nicht soo wichtigen Amateurspiele übertragen würde ;)

    Richtig differenziert: Kosten tut guter KiFu immer etwas, nur eben vor allem die Trainer - Ausbildung, dann Zeit, Nerven, Selbstüberwindung u.v.m. Im schlechten Fall aber belohnt der Trainer sich mangels Lohn durch andere selbst, will sich als Sieger profilieren (bzw. Siegvisionen nachhängen), seine Macht ausspielen, Ehrgeiz ausleben,beliebt sein dürfen. Ich bezahlte lieber reell für Leistung, die man dann auch einfordern darf, aber im Fußball gibt es ja keine freie! Marktwirtschaft, nur eine Größe: den DFB, seine Verbände und Vereine... Und so sieht Fußball dann oft auch durchweg aus: China, Russland u.a. "autokratische" Obrigkeits-Regimes lassen schön grüßen. Sorry, aber ich würd lieber in einer anderen, offeneren F-Welt leben

    Habt ihr in G, F oder E etwa Schieris??? Wir nicht!!! Da turnen irgendwelche Heimteam-Leute - oft Eltern, Brüder, Co-Trainer in Straßenklamotten, einmal gar mit Zigarette - auf dem Platz herum und schauspielern den Schieri. Wenn da mal wer fair, mit Respekt vor den Regeln und neutral pfiff, war es ein leider eher seltener Segen... (Ich habe denen immer nachher gratuliert, oft, da sie für ihre Fairness von dem eigenen Anhang zerrissen wurden.)
    Ich glaube gegen echte, unparteiische Schieris statt der üblichen Mogelpackung, die gleichwohl (wie bei sog. Trainer ohne jede reelle Quali) jegliche Befugnisse wie ein echter, bezahlter Schieri haben u. ausüben darf, dagegen hätte sicher auch Ralf Klohr wenig einzuwenden, nur: unsere Kinder sind den Verbänden eben keine reellen Schieris wert! Zwei dem KiFu echt verbundene Trainer sollten wohl in der Lage sein, ein "Kinderspiel" via Coachingzone im Streitfall fair und gut zu leiten, alles andere wäre wohl nur ein Offenbarungseid für sie! Wer den aber befürchtet, meint, die würden das ohne "Richter" nicht hin kriegen, sollte erst Recht für die FPL sein, denn da wäre sie umso nötiger.

    Man liest es in dieser beschissenen und von mir so gehassten Umschreibung: "IMMER MEHR" DEUTSCHE/MENSCHEN oder was weiss ich....machen dieses oder das usw.


    Klar, Wahrheit hat unter Menschen noch zu jeder Zeit den Giftbecher trinken müssen, aber lass uns nicht rum philosophieren, wo wir ein echt gutes Thema haben! Die Leute wollen immer alles am liebsten umsonst haben und meckern dann noch gern, wenn es in der logischen Folge suboptimal wird. Wieso man bei lausig spielenden KK-Herren oft noch 400 Euro im Monat bezahlt, für Kinder aber jede Bezahlung immer zuviel und dann irgendwie nur für Reiche sein soll, ist doch Kern des Totschlagarguments gegen Professionalisierung in der Jugendarbeit, natürlich immer abgesehen von LZ und Stp: denn die Starken exklusiv zu fördern, das hat vielen Deutschen ja schon immer gefallen, bis dann für diese Idee viele junge Menschen auf dem Feld fallen mußten. Man denkt, man hätte vom Irrgedanken der Selektion der Starken irgendwann gelernt, irgendwann genug gerad in unserem Land, aber dem scheint nicht so, er trägt munter weiter Früchte, wenn auch aktuell nur im KiFu.


    Das Prinzip dahinter, der Kult der (vorzugsweise physisch so definierten) Starken als Elite (vs innerlich kreativem Geist und seiner Bildung/Förderung, die nun mal nur durch hochqualifiziertes Personal, nicht creti und pleti denkbar ist u. viel Anstengung bedeutet, grad um Kinder ins Freie laufen zu lassen statt ichfixiert unbewusst eigene Bedürfnisse zu befriedigen) ist für mich aber das gleiche - oder liege ich gänzlich daneben? Wer die Problematik nur verdrängen will, der sage nun schnell ja - und die Eltern der geistigen Elite werden ihren Nachwuchs in der Breite weiter lieber in die Kunst- oder Theaterschule, zum Tennis oder Golf schicken, um genau dem zu entgehen, was ich hier beklage - und wofür ich von vielen sicher nicht grad geliebt werde, ist mir schon klar, aber etwas Reibung hat noch keinem geschadet, im Gegenteil: so werden Rost und Patina aus vergangener Zeit gelockert... Bildungsgutscheine für Arme weisen einen guten Weg weg vom Totschlagargument, oder?

    wenn der Fussball, ähnlich wie Tennis- oder Musikunterricht zu einem teuren Hobby wird, was sich nicht mehr jeder leisten kann? Da würde der Trainer zum gutbezahlten Hobby-Sitter


    Wenn man immer wieder hören muss, dass man eben die ertragen müsse, die Kindern sehr schaden, weil es kaum Leute gäbe, die bereit seien, Trainer/Betreuer werden mögen: why not? Ist doch wie bei den Schlecker-KiTa-Umschülerinnen: Kinderbetreuung soll - im Vergleich zur Pflege des teuren Autos o. Fernreise - wenig kosten, also kriegt man meist genau das, was es (Kinder!) einem wert ist... Mir wäre da eine Chance auf teure, aber professionell Qualität liefern müssende, da sonst arbeitslose o. insolvente Kinder-Sitter weit lieber, denn: professionelle FFS haben uns - mich wie die Kinder - nie enttäuscht, da waren alle immer voll Begeisterung dabei!!!* Aber dies muss gesellschaftlich eben seinen Preis haben: solange es nicht Fußballtraining durch staatliche Institutionen wie Schule für alle fast gratis gibt, ohne dass man dafür auf Leute verzichtet, die als qualifizierte "Fußballlehrer" den Beruf dafür auch haben, statt nur mangels Interessenten (o. gar im Vereinsklüngel, damit man dort im pädagogisch niedrigen Ausbildungs- u. Reflexionsniveau unter sich bzw. ohne Trainer-Konkurrenz und Besseres versuchende Kritik bleibe) berufen zu werden.


    Professionelle Betreuung, die was kostet, das käme immer Kindern zugute! Aufzurechnen, ob da evtl. eher "Reiche" profitieren könnten, übersieht schon mal, dass es hier um Kinder, nicht Eltern geht - und das Ausgleich ermöglichende neue Bildungs-Gutscheinsystem für ärmere Kids wird auch nicht bedacht: damit alles beim billigen, aber eben qualitativ kaum je vorhandenen Jakob bleibe? Das kann u. darf nicht die Quintessenz im KiFu bleiben! Ich meine: Gutes ist jenseits der Natur praktisch nie kostenlos - und wo alles fast kostenlos ein soll bzw. ist, ist Gutes eben selten, q.e.d.... (FFS gibt es leider nur in Ferien, kaum je durchgängig,schon gar nicht im Spielbetrieb, außer ganz vereinzelt wie neu in Berlin als "oranje"-Liga.)


    *Umgekehrt würde ich heute meine Kinder - ohne qualitative Betreuungsverbesserung - lieber zu Tennis u. Gitarrenunterricht schicken, lieber auf Urlaub o. Auto verzichten: Was sie aber nicht wollen, da nunmal dank mir bzw. Gruppensog im KiGa mit 4 bzw. 6 Jahren auf Fußball hin orientiert. Denn dort muss man sich soviel rumärgern, trifft auf lauter sich-selbstverherrlichende Dillettanten, einer meinte ja mal zu mir auf Kiritik hin, er sei Gott für mich u. ich könne ihm gar nichts, wobei er dann mit Letzterem leider bis zur Zerschlagung des Kinderteams Recht hatte... Profis, die pädagogisch genau Bescheid wissen und fundiert/geprüft gelernt haben, was für Kinder, ihre Entwicklung und ihr Wohlergehen, gut ist, die wünscht man sich als Eltern, wenn man nicht gleichgültig ist. Dagegen aber verstehen im Fußball leider viele schon nur Bahnhof, wenn man auch nur das Wort Pädagogik im Mund führt: wissen gar nicht, was man mit "kindgerecht", mit "intrinsischer Motivation" usw. meint und schlimmer: wollen es auch gar nicht erfahren und sich auf den Stand des eigentlich Nötigen bringen. Diese so hier im Umfeld erfahrene KiFu-Realität ist arg traurig für mich als Vater wie Pädagogen! Desinteresse (am Kind/-gerechten) fast überall, wohin man schaut, Null Dialogbereitschaft in der Sache. Professionellere Trainer gibt's meist nur in LZ o. Stp, wohin aber nur (fremd-)selektiert Beste dürfen: Förderung nur für die Starken (massiv gefördert wird diese Umverteilung nach oben, für die Spitze, gar noch über Steuermittel), übrigens ein typisch deutsches (Einzel/Wunderkind-)Denkmuster (da folgen wir im Grunde Max Stirner!). Ich begreife nicht, wie wenig wir aus der eigenen Geschichte gelernt haben: jeder sollte der Förderung wert ein, nicht nur die Stärksten, die ihrer eigentlich - jenseits des profitökonomische geeichten Starkults u. seiner Verkehrung der Schöpfung (nämlich als der Mensch, der so sich zum Gott erklärt) - am wenigsten bedürften. Schwache sollten primär gefördert werden, zumindest wo sie unverdient, trotz Motivation unten sind, also dies Fördern auch zu schätzen wissen und wollen. Reich gegen Stark kann man da nicht gegen Kinder aufrechnen, es geht nämlich um Kinder, ihre intrinsische Eigenmotivation, d.h. Liebe zum Fußball, nicht reiche Eltern, ehrgeizige Trainer o. Funktionäre. Und es gibt ja nun das Bildungsgutschein-System, um auch Kinder ärmerer Eltern zu beteiligen. Folglich kann Geldtranfer kein Argument mehr gegen Professionalisierung (die systembedingt dann notwendig Geld kostet) sein. Aber egal, versteht denn wirklich keiner, was ich da meine?

    Was nichts kostet, ist nichts wert ...


    Und eben leider per se: meist schon qualitativ, da man sich mangels dauerhafter Eigenmotivation (menschlich normal: alles erschöpft sich mit der Zeit - nur die monatliche Überweisung treibt doch die meisten morgens aus dem Bett!) weniger Mühe gibt sowie man bei der Grundversorgung (bloße Aufsicht vs rechtem Training) froh über jeden ist, da nicht etwa noch Qualität prüfen kann; bei den eher seltenen Ausnahmen aber aus Gewohnheit, Trägheit etc., zumindest meine demotivierende Erfahrung: Eltern wissen den Unterschied, die Trainerleistung im negativen wie auch positiven Fall kaum je zu schätzen, Hauptsache: für sie fast "umsonst", der Rest und die Sache selbst: der fußballerische wie menschliche Fortschritt ihrer Kinder ist dann - mangels Kostenfaktor - fast egal! Offenbar gilt: was geldökonomisch nichts kostet, ist jedem auch relativ uninteressant!* Zur HV der Vereine, wo man bei Misständen vor Ort die Führung statt später jammernd - oder den Schaden fürs Kind dabei verdrängend auch jubelnd - den Verein wechseln könnte, erscheinen dann 40 von 1200 Mitgliedern...


    (*Habe mal einen Live-Bericht zum Unfalltod eines 9.jährigen gesehen: der Todesfahrer war sehr besorgt um sein nun kaputtes Auto, tanzte um es herum: da er nicht Vollkasko hatte, wie er dem Reporter sagte. Den toten Jungen - der ja ihn nicht kostete - sah er praktisch gar nicht, das entsetzte Schreien dessen Oma im Hintergrund! hörte er auch nicht... Dieser Bericht ist für mich sinnbildlich für den Zustand unserer Gesellschaft geworden - so oft, wie mich das ums Auto "besorgte" Gesicht von diesem Raser nachts verfolgte - was sind gegnüber diesem Ereignis all unsere Sorge um Fußball, nicht viel mehr als die des Fahrers um sein Auto als "goldenes Kalb"...)

    Habe gestern mit meinem bald 11-jährigen Sohn über das Stickersystem geredet. Findet es zwar generell witzig, aber würde es altersbedingt nicht mehr eiftrig sammeln wollen: die Figuren müssten wohl "cooler" sein. Wie könnte man dies Sammelsystem nun für Ältere (inkl. Herren?) attraktiver machen, z.B. auch online etwa per Facebook-Gruppe, wobei ich keine F-Fan bin? Ob o. wie man Namen von "Idolen" verwenden u. einbauen dürfte, weiß ich nicht, nur, dass das Kind auch im Manne latent am Leben bleibt, also Sammelsysteme auch Männer noch treiben, die ja im Internet z.B. als Siedler teils viel reales Geld für rein fiktive Immobilien ausgeben: Männer sind eben da mitunter noch irrer als Kinder ;) Jede Tabelle ist ja auch nichts anderes als ein Punktesammelsystem (eben als Team statt individuell - und ohne Gag-Faktor, der uns häufiger schmunzeln statt um alles kämpfen ließe)! Wenn man das mal weiter dächte...


    Ich erstelle da grad rein für uns Datenblätter für jeden Spieler am PC, will im Turnus Übungen á la DFB-Fußballabzeichen zur Selbstkontrolle festhalten: denn im Heranwachsen können Kinder ja eigentlich mit der Zeit nur stärker werden, was dann hoffentlich motiviert, sich weiter zu verbessern, um "mein" Ziel, es als A-Team in 1,5 Jahren als ältere "D" vom Mittelfeld der 2. Kreisklassenstaffel ohne jeden extern fremdbestimmenden Druck in die Kreisliga zu schaffen, vor allem deshalb, da nur so die sich stärker entwickelnden "Talente" vorm Abwandern in vermeintlich bessere Vereine abgehalten werden könnten... Denn dann bliebe nur der leistungsmäßige Rückschritt als die übliche Abwärtsspirale zur "C" hin: zwei 9er-Teams müssten zu einem 11er zusammenschrumpfen, indem die Stärksten gehen, die Mittelschwachen aufrücken und die Schwachen sich unter neuem Trainer (der notgedrungen nach Leistung aufstellen dürfte) kaum mehr behaupten können...

    Einzelfälle wie du u. hier sicher viele andere sind ja für sich gesehen toll, aber sie reichen eben nicht aus, sind eher Ausnahme denn Regel. Und ich sehe mich selbst ohnehin als ungeeigent, da eben Papa-Trainer. Da liegt doch in 80 bis 90% das Grundmotiv und das ist eben unprofessionell. Jeder weiß dann: ein anderer (Nicht-Papa) wäre besser, aber wo gibt es da genug und wenn, verfolgen die oft auch ganz eigene Ziele, die mir (anhand mir der bekannten konkreten Fälle: meist Leute, die da eigenen Ehrgeiz o.ä. befriedigen wollen, oft aber ohne rechte Leistung im Sinne der Kinder: also Ergebnis- vs Erlebnisorientiert) suspekt erscheinen. Den wahrhaft selbstlosen Kindertrainer gibt es leider äußerst selten, denn wer kann es sich heute leisten, super zu arbeiten und dafür quasi nichts an Lohn zu kriegen? Nur ganz wenige "Reiche" ohne eigene andere Hobbies, Freunde etc., darauf kann man nicht wirklich ein breitensportliches Haus bauen...

    Das ist für mich Grundübel am aktuellen KiFu: Er kostet nichts, wird so wenig wertgeschätzt, gute Trainer finden sich kaum - auch mangels öffentlicher Anerkennung der sozialen Arbeit (vs Siegen) - oder die Herren (wo man bei uns zu dritt auch in der Kreis-Klasse noch je 400 Euro p.m. kriegt, in der Jugend aber wie der Schieri praktisch nichts) klar attraktiver: weniger stressig, dafür auch noch mehr Geld, Öffentlichkeit o. Schulterklopfer. Was nichts kostet, ist auch nichts wert - alter Spruch, aber für viele gültig. Was bleibt also für die Jugend oft übrig: jeder wird sofort mit Kusshand genommen, Qualifikation o. Benehmen ist egal etc.


    Ergebnis: eine äußerst notwendige FPL, weil KiFu oft ein echtes Trauerspiel bleibt. Dahinter die gesellschaftliche Frage: warum ist uns gemeinhin die (Fußball-)Jugend kaum was wert. Wobei Ausnahmen voll für die Jugend selbst statt primär/latent das Ego engagierter Trainer nur die Regel bestätigen: auch die Stp/LZ-Förderung, denn hier geht es eben vor allem um zweckrationale bzw. profitökonomische Selektion, nicht etwa um Jugend als Selbstzweck... KiFu sollte Eltern mehr: Professionalität wert sein, dann wäre vieles unmöglich/denkbar, was heute als normal erscheint: Eltern als lästige Anhängsel statt zahlende Kunden, Trainer, die sich alles herausnehmen und Kinder ganz offen "zur Sau" machen dürfen, der parteiische Heimschieri, der meist eben in Wahrheit gar keiner ist, pöbelnde o. unzuverlässige Eltern, gegen die Vereine keine rechte Handhabe haben o. im Ergebnis Kinder, die zuerst gewinnen müssen statt individuell gefördert zu werden, d.h. früher "Drop-out" der als zu schlecht beurteilten Kids: bei uns schon in der "F" viele Bankdrücker, die dann aufhören, zur "D" u. "C" hin dann natürlich (neben den LZ-Wechslern) fehlen, so dass dann die Teams allesamt starben!


    Kommerz u. (Semi-)Profis bei den Herren bis in die KK (bei den Trainern), breiter Dillettanismus der Papa-Trainer (bin selbst einer, wissend, dass Papas grad für eigene Kinder immer nur zweitbeste Lösung bleiben!) für die Jugend: schade, d.h. schädlich für unseren Nachwuchs, unsere Zukunft (auch wenn es dank rabiat selektiver "Förderung" z.Z. anders ausschaut: die Eltern sich so verkauft, als könne jedes auserwählte Talent bald Profi werden, wenn man nur alles mitmache, 100% gibt, was dann allen Leistungsdruck positiv erleben heisst). Ich weiß, für viele nur die alte Leier, aber wenn's nun mal so ist... Ich wollte mal ein professionelles Jugendförderzentrum - per Förder-Paten offen für alle, die eigenmotiviert sind - initiieren, aber es fehlte an allem: mit Plätzen, Hallen etc. per Steuermitteln gefördert werden eben nur vermeintlich gemeinnützige, in der Praxis eben meist "unprofessionelle" Vereine, Eltern wollen nicht mehr als dort bezahlen, Sozialsponsoren gibt es kaum, denn jeder KK-Sieg bringt ja mehr u. viel schneller Werbeeffekte als auch die beste Nachwuchsarbeit, plötzlich wollen auch die gleichen Jugendtrainer Unsummen vom Start weg kassieren - daher machte es ökonomisch keinen praktischen Sinn, nur ein Riesenminus für jede Etatplanung. Dank einseitig sponsernder Politik! bleibt also KiFu allein in DFB-Hand, konkurrenzlos und ohne jede freie Marktwirtschaft, die bekanntlich Fortschritte erzwingt, von temporären FFS o.ä. mal ab...

    Tja, man will ja immer bloß keinem auf die Füße treten, der irgendwo einen festen Platz im System hat und dagegen sein könnte. Daher die Angst vor Fairplay als Regelbetrieb: weil Fairplay nicht wirklich im Sinne aller ist. Viele wollen sich abreagieren, über Kinderteams produzieren - und das ytem ist eben letztlich doch auf Sieg bzw. Sieger geeicht, wogegen Verlierer keinen oben groß interessieren. Doch Trainer können durchaus zuerst mal Freunde sein, sich als Freunde: des KiFu definieren statt als besessene Rivalen um den Sieg, für den viele eben alles erst tun. Das ist die Wahrheit hinter all den vielen pharisäerhaften Sozial-Kulissen schönen Scheins (denn das hochkommerzialisierte Fußballsystem kassiert ja jede Menge Steuermittel, da "Sport im Verein am Schönsten sei"), Engagement, Verantwortung u.ä. genannt, die nur echten KiFu - als Fußball von und für Kinder - blockieren. Alles schwer durchleuchtbar.


    Gib nicht auf, aber sei realistisch, um nicht durchzudrehen. Gib jedem Trainer die Hand vorm Spiel, baue auf Freundschaftsspiele (die aber leider bei uns der Verband auch schon kontrollieren, im Ergebnis auf fussball.de eintragen, so wichtiger machen will), lass als Schieri vorm Spiel (nicht nur danach) "Gut Sport" sagen etc. Mehr ist wohl kaum drin, denn die Ziele der FPL laufen vielen Zielen des DFB eher entgegen: er will Leistung, Erfolgreiche etc. zuerst fördern, s. Stp - nur für die Besten, nicht etwa Schlechte: die müssen sehen, wo sie bleiben... Der Drop-out wird bei uns schon deutlich forciert: die Zuschlechten auf die Bank, die Guten aber verdrängen neben der Dominanz im eigenen Team und dem Zusatzfördern im Stp als Leihspieler die Schwächeren gar noch in deren eigenem Team zwecks "Meisterschaft", dem großen, wenngleich oft verheimlichten Ziel von 90% der Trainer: auch bei mir, nur würde ich dafür kein Kind opfern, indem es nurmehr auf der Bank hockt, ich dafür Bessere hin und her verschiebe, gar illegal...


    Ergebnis für unseren wie seine Trainer immer unantastbar tollen, dies verfügenden JL eben: die beiden Stärksten seilen sich ab ins LZ, der Rest des so stolz machenden zweitbesten KL-Teams: aufgelöst! Alles weg und kaputt - ein Mahnung für jeden, der so agiert, hoffentlich:man gräbt so das eigene Grab! Doch jeder kann kleine, die Kollegen teils im Erlernten echt verstörende Zeichen setzen: beim Teilen gern die Zweite der "Sclechten" übernehmen, eher Gegenteil des Heimschieri sein, Tore verschenken entgegen der FIFA-Respekt-Definition, nach der man auch gegen Schwächere bis zuletzt um alles voll niederkämpfen soll :) das schulde man dem unterlegenen Gegner - absurd!)...

    Klar gibt es zig Angebote, um auch als neuer Trainer gut informiert zu starten. Nur kenne ich Leute, die schon viele Jahre Trainer sind, gar mit irgendwie erworbenen Schein, die viele Grundfehler machen, nie was lesen. Wie dem vorbeugen? Vllt nicht gleich gemeinsam studieren, aber mal ein Hinweis auf die Infomaterialien, dann ein kleiner offener Dialog - da könnte ein JL o. Fachwart bald merken, wie es im Kopf aussieht, u.U. korrigieren, oder? (Wenn aber wie bei uns der JL schon in der "E" soviel Erfolgsorientierung ausgibt, verordnet - worauf dann das zweit-/drittbeste Kreisliga-Team als Team zerbricht, bestünde umgekehrt die Gefahr, die unbeschwerte Leichtigkeit zu verbiegen: wer kontrolliert den Kontrolleur... sich im Wechsel kontrollieren, kritisieren dürfen: bringt mehr!)

    Danke für dein Feedback! DFB u. Verbände schreiben Vereinen vieles vor, unter Strafe, doch der Schutz von Kindern vor unqualifizierten Trainern ruft da niemand auf den Plan. Merkwürdig, oder? Woher soviel Desinteresse? Lehrer, Psychologen, Erzieher u.ä. Verantwortliche für Dritte, zumal Kinder, alle unterliegen irgendeiner "Supervision", nicht wg. böser Kontrollwut, vielmehr weil sie wie eine Ausbildung notwendig wäre: zum Schutz von Schutzbefohlenen! Im Sport soll all das unnötig bzw. zeitlich nicht drin sein? Ist das dann verantwortlich gedacht, gerade wenn eben viele Trainer rückblickend jene Mängel offen zugestehen?


    R. Klohr o.a. haben in vielen Beiträgen (vgl. "Dribbeln unter Drill" o.ä. im Tagesspiegel) klar verdeutlicht, wie fatal destruktiv übergeordnete Erwachsene auf Heranwachsende wirken können, wie erdrückend übermäßige Lautstärke schon ist. Doch auch im Rückblick nimmt man es ja eher wie unvermeidbares Schicksal für jene Schutzbefohlenen hin. Traurig, da hätten Konsequenzen zu folgen, meine ich: neuen Trainern nämlich zu helfen, und die Zeit müsste man sich eben nehmen, weil es extrem wichtig wäre (die Folgen für Kinder vor Augen). Egal wirkt es nur aus Erwachsenensicht, Kinderpsychologie klärt da auf: Oder gibt es Daten die besagten, alles wäre für Kinder, ihre Talentförderung/-entwicklung egal? Jeder sollte, könnte von Anfang an besser sein, wäre gar nicht sooo schwer, oder...?

    Werbung ist doch ok, wenn sie nicht nur mit Sprechblasen arbeitet bzw. gar Falsches auslobt. Das Stickersystem hätte ich z.B. gern in G- o. F-Jugend verwendet, wenn ich davon erfahren hätte, und die Eltern es finanziert hätten für ihre Kinder: sinnvoller wie Eis u. Pommes beim Turnier! Ich übernehme nun eine Zweite der 2001er - nach dem Motto "we are second, we try harder". Die Eltern wollen zwar alle nur! Spaß, aber die Kinder wollten fast alle in die Erste: was ohne animative Leistungsstimulierung ja kaum irgendwann für Einzelne klappen kann. Kinder haben Spaß an Leistung und jeder besonders an Siegen, nur darf das kein Druck bzw. gar Zwang werden. Das Seminar interessierte mich, da ich eine Mannschaftssitzung plane, eben zwecks mehr Teamplay/building. Aber wie kann man das in dem Alter (konzentriert im Hinterzimmer der einzelnen Köpfe) gut gestalten - oder gar nicht...?

    total unerfahren habe ich geschrien wie ein Verrückter, war zu emotional, zu besessen auf die Ergebnisse


    Interessant, fast jeder gibt rückblickend (in zeitlicher Selbstdistanz) zu, dass er wohltuend ruhiger geworden ist. Im Umkehrschluss: Wer (als JL) einfach irgendwen ohne Erfahrung bzw. Herzensbildung auf Spieler loslässt, liefert sie quasi psychisch mit sich überfordert schädlich wirkenden Motzkis aus. Im Nachhinein sieht man es ein, aber wehe man sagt das wem, der grad ob der Niederlage in Rage gerät oder hält im Allgemeinen Trainern diesen Spiegel vor. Fazit: Was man Spielern im Training nicht vermitteln, also als Trainer leisten konnte, das gelingt zwar schon gar nicht unter Stress im Spiel, aber trotzdem hat es sich fast jeder entweder früher mal eingebildet oder einfach als Denkfehler ausgelebt. Muss, darf das so ein, zumal im Jugendbereich? Sollte es nicht zur Fairplay-Pflicht gegenüber Spielern, zumal Kindern werden, jedem Greenhorn einen Paten (so er nicht selbst ein notorischer, alter Schreihals wäre) zur Seite zu stellen - zum Schutz seiner de facto (per Aufstellungsritus: nicht das Team stellt sich, sondern ein Trainer es als ganzes auf und ein) "Untergebenen"?

    Leider ist es doch "normal" geworden, Kinder zu "peitschen", damit aus ihnen der nächste Thomas Müller wird. Aber gibt es so etwas nicht überall.
    Eigentlich krank - aber leider ist es nun einmal so.


    Krank, genauer: geisteskrank (i.e.S.), daher kaum je durchschaut oder durchschaubar. - Ich hatte hier ja nur etwas zu Play4win, dem Seminar für Spieler als Teambuilder gesucht, aber der o.a. Artikel und das Zitat sind treffend.
    Im Seminar (für Ältere bzw. Erwachsene) "formt sich die Mannschaft selbständig und was man gemeinsam geschaffen hat, ist was ganz Besonderes und festigt ein Team viel stärker, als die üblichen Veranstaltungen zum Teambuilding". - "Das eBook "Play2win - Das Spielerseminar" zeigt einen Weg auf, der nach ca. fünf Stunden mit einer Planung für die nächsten 90 Tagen endet. Dieser Plan wird dabei nicht etwa vom Trainern aufgestellt, die Spieler entwickeln ihn selbständig. Durch die Mitwirkung der Spieler und der daraus logischen Akzeptanz für die festgelegten Punkte, bildet sich ein Team, das gestärkt in die Zukunft geht", hört sich klasse an, aber wieso nur für Erwachsene? Hat das mal irgendwer für Kinder adaptiert, denn: wer mit 6 oder 8 im Team-Geist schon verdorben wurde, kann der einfach so in wenigen Stunden als Teamplayer wieder hergestellt werden? Für Kinder wäre echtes Teambuilding statt Aufstellung top-down doch viel, viel wichtiger...

    Wirklich merkwürdig, wie verschieden "unsere" Kinder je nach Region die Fußballwelt wahrnehmen. Während bei dir die Kinder offenbar große Abneigungen gegen ihre eigenen, oft ganz unfähigen Eltern haben, störten Freunde meiner Söhne, wenn die mal über Ängste etc. gemeinsam sprachen, meist motzend schreiende Trainer (auch beim Gegner) oder die rüde Gangart von Gegnern viel mehr als ihre bösen Eltern. Und meine Jungs brachen immer quasi in Jubel aus, wenn mal Mama + Papa mit zum Spiel kamen, wogegen sich in meiner Trainerzeit oft Kinder beschwerten, dass ihre Eltern ja nie mitkämen u. zuschauten. Was war das denn für ein Workshop, wo hat er seine Ergebnisse, die meiner Wahrnehmung komplett entgegenlaufen, empirisch her? (Kennst du den Spruch, man soll keiner Statistik glauben, die man nicht selbst zur Bestätigung seiner Grundthesen gefälscht hat? Irgendwie erinnern mich jene Ergebnisse daran...)

    Nach dem pädagogischen Hamburger Modell ist es gerade verkehrt und künstliche Selektion, Kinder zwecks leistungshomogener Teams zu trennen. Das geben nur die Verbände o. erfolgsfixierte Eltern und Trainer so vor, leider falsch! Kinder lernen vor allem von Kindern, die Stärkeren werden in ihrer Motivation durchaus stimuliert, wenn sie Schwächeren etwas zeigen, helfen können: es baut sie psychisch auf, statt dass sie etwas dabei verlören. Natürlich müssen Trainer bzw. Lehrer darauf achten, dass sie nicht übliche Erwachsenenhandlungsmuster übernehmen, sich primär als besser o. Sieger produzieren und profilieren, was dann allen, dem Teamgeist/play schadet statt nützt. Als Trainer ein schwaches Team voranzubringen ist auch nicht nur idealistisch, der Wert wird nur aus systemischen Gründen verkannt (es zählen eben zuerst Siege, Titel, nicht die individuelle wie Teamentwicklung.).


    Im Grunde aber könnte ein guter Trainer bei Schwächeren weit mehr BEWEGEN als bei ohnehin schon Starken, wo Fortschritte oft marginal bleiben (Rückschritte bei schwachem Training o. indiv. Probleme aber jederzeit möglich sind). Entscheidend: will man dynamisch wirken o. ist man auf "Statusdenken" au wie viele, obwohl am Ende eben seltenst eine Startruppe heranwächst (wie erträumt). Realistisch wäre danach, die Schwächeren zu übernehmen, so mehr zu bewegen statt in Selbstidealisierung nur auf Leistungsstärke zu schielen. Ich weiß, das ist schwer nachvollziehbar, wieso dies (kind- vs selbstbezogen) realistischer sei, da nunmal jeder meist von sich als bestimmenden (Markt-)Akteur aus geht, d.h. es primär um ihn statt das Kinderteam geht (Vorbild: Bundesliga, wo ja auch der Trainer gehen muss, wenn die Teamleistung zu schlecht sei)... Oder ist das Gemeinte (Anspruch, dass u.U. die Schwächeren übermorgen die Stärkeren WERDEN könnten statt sie indirekt ein für allemal abzuurteilen als schwach, also zu schlecht - fürs eigene Ego) so nicht vermittelbar?

    2 Teams wären da ein Muss! Wir sind bei 2001ern auch grad am Aufteilen, wollen aber bei aktuell auch 24 Kids eine Mannschaft mit 9er-Team A und B bilden, da es u.U. unfair wäre, mal eben Kinder zu trennen (hat in der F ein Trainer eines unserer Kinder getan und heute existiert dort gar nichts mehr). Wer ist o. was macht Kids stärker, besser, talentierter? Natürlich müsstest du wenn die Zweite übernehmen, nicht die abgeben. Denn 1. wirsst du dafür schwer motivierte Kräfte finden (eher oft einen Dummen, der irgendwann hinwirft, da du die Rosinen rauspickst, er nie da ran kommt, es aber wollte), und 2. hätten so die Zweiten doppelt das Gefühl abgeschoben zu werden und es (für dich) nicht wert zu sein; auch ich nehm auch die Zweite und wenn ich wirklich ein guter Trainer bin, wird man bald kaum einen Unterschied bemerken, in der F noch einfacher.


    Bzgl. LZ-Sichtern meine ich auch, dass die LZ-Trainer sich nicht immer laut als Meistermacher feiern dürften, wenn ihre Hauptleistung darin liegt, die Besten für sich abzuwerben und auszufiltern. wer ein Team in der tiefsten Staffel übernimmt und langsam nach oben bringt (die Abwerber dann immer im Nacken), der leistet wirklich was! Das zu wollen, ist der psychisch schwerere Weg, aber er würde/könnte ehrenvoller sein, auch wenn es die "Öffentlichkeit" nicht grad honoriert...