Beiträge von Keller-Kicker

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    Das sagen so ja viele, aber ist es nicht genau umgekehrt: man ist Trainer für Fußball = Team-Sport = Esprit + Bewegung in body and mind... Letzteres hin zu bekommen wäre dann das Oberziel, der Rest Unterziele, dh Mittel u. Wege. Freude gibt es auch im Tennis-, Musik-Unterricht o. Karnevalsverein, für immer mehr auch beim einsamen PC-Egoshooter-Game. Also geht es um die (soziale) Freude am Fußball (bei Kindern wie hilfreichen statt abwesenden Eltern) als spielerischer Weg zum Teamsport: diesen Weg zu erfinden, fair zu vermitteln, motivational zu befruchten das wäre dann der pädagogische Erfolg. Der sportliche Erfolg als u. im Ergebnis zeigt dann, ob man gut arbeitete beim Lernerfolg (außer man wirbt einfach nur von anderen ausgebildete gute Talente ab), der förderliche JL: Glück u. Voraussetzung. Ich habe immer große Probleme, diesen Zusammenhang in der Praxis zu erklären, bin grad wieder mir gescheitert, daher die Nachfrage, wie du zu deiner Auffassung "irgendwie mit dazu" kommst, nicht aus Rechthaberei, also bitte mein Insistieren nicht übel nehmen: liegt ich denn falsch?


    Nicht verkehrt, aber kein pädagogisches Ziel? Das steht bei mir obenan, obwohl oft Eltern es gar nicht wollen. Da Erziehung zum "Guten" ja ihr Ding sei u. eine sportliche Identitätsentwicklung sie meist gleichgültig lässt: nur aufm Platz mitfiebern, dass man gewinne, das tun alle. Wie es aber von Potentialen zu Erfolgen komme, damit will kaum wer belästigt werden. Auch positive persönliche o. gesellschaftl. Folgen: Identität, Rückgrat, "Moral" o. Leistungswille stärkender Entwicklung sieht u.würdigt ja kaum mal wer, leider. Diese Lernerfolge fallen in der Praxis schnell untern Tisch...

    solche Stänkerpötte können einem das Leben schwermachen - auch wenn sie keine Funktion ausüben

    - ja, die hasse ich auch, umgekehrt aber sollte man jeden, der meint, es besser zu können, auch einfach mal lassen. Dann entscheidet es sich fair aufm Platz: kommt's an, bringt er was? Wer die Laberköppe nur als Rivalen aus Konkurrenzangst kleinmacht, weg drückt, ist selbst mitschuld, wenn die sich erregen. Ich habe Besserwisser immer eingeladen, Butter bei die Fisch zu liefern: die meisten kniffen gleich, 2 versuchten sich - und Kinder wie Eltern beschwerten sich nachher bzgl. Training bzw. Warmmachen, obwohl der eine lizensierter Handballtrainer war. Wäre wer besser angekommen, wäre ich sofort ins 2. Glied gerückt u. hätte mich für die Kids gefreut: nie was blockieren, was sie sportlich voranbringt, so stht es auch in jeder Vereinssatzung, - an die sich heute nur kaum ein Funktionär gebunden zu fühlen scheint...

    Ich glaube, da hast Du mich falsch verstanden.

    - richtig, dacht du meinst ironisch M. u. mich, da wir ja grad nen Kopf kürzer gemacht wurden... Hätt ich aber ertragen können, ist eben zu (tragi)komisch, was im KiFu zT vereinsseitig so abgeht, wie unverhohlen selten es da reell um Kinder, ihr Wohl, ihre Förderung geht o. auch nur offen u. ehrlich miteinander dazu diskutiert werden darf.


    Die Frage, welche (ihn wie das Interesse seines Teams u. so des Vereins schützenden) Rechte ein kostenfrei engagierter KiFu-Trainer denn habe, ist leider noch offen. Ich werde mal den DFB dazu kontaktieren, ob man einer Hire-and-fire-Politik der ja oft (mangels breitem Interesse der Mitglieder o. Eltern: man wechselt heut lieber gleich) notorisch die Macht verwaltenden Vereinsmeier nur wehrlos ausgeliefert ist. Das wäre dann echt ein Faktor, nie wieder Ki-Trainer zu werden... Da ein übermächtiger Trainer-Kollege mich rauswarf, soll ich nun zB nur als "Co" gesucht worden, nie mehr gewesen sein: denn den könne jener Trainer dann eigenmächtig entfernen... Obwohl ich u.a. auf der Homepage als Trainer (er nur als im Hintergrund mich faktisch schon kontrollierender Co) benannt war, alle Pässe (die ich nun am liebsten "verlieren" würde) habe, alle Spielberichte als allein verantwortlicher wie präsenter Trainer unterschrieb (der zwar die 1. Mannschaft regelmäßig mit trainieren musste, dort aber niemand, nicht mal Co war - was natürl. frustriert, da man sich nur als Lakai fühlt)...


    Ist man grad deshalb "vogelfrei", weil man ganz kostenlos arbeitet, folglich keinerlei schriftlichen Vertrag hat? Was kann man dagegen machen: Ehrenrat? Oder hängt der nicht auch immer in der Vereinsmeierei traditionell drin ("man kennt sich")? Der 4-Augen-Dialog war leider wohl nichts als ein Zeit gewinnendes Ablenkungsmanöver, denn jede sachliche Diskussion, was Verein, die satzungsgmäße sportliche Aufgabe, Fairplay tc. sei, wurde nur abgelehnt: es sei entschieden, funktioniere alles (in der Vergangenheit, da Kleine Kinder eben noch nicht auf Qualität achten, das beginnt mit 11, 12 Jahren, wo dann oft Teams mangels Lernerfolg u. pos. Entwicklung ein- u. wegbrechen)...


    Um es nochmal zu betonen: habe mir nichts zuschulden kommen lassen. Dass ich dann, ohne Vorwurf also "grundlos" rausfliege, es seitens "meines" Teams keinerlei Beschwerden gebe (aber viel Zuspruch), wurde vom JL so stehengelassen u. Demokratie im Verein liege darin, dass ja jeder gehen könne (eine Abstimmung des Teams o. der Eltern über die Forderung nach der Roten Karte gegen mich: obwohl ich gefoult, "grundlos" nen Kopf kürzer gemacht werde: so "ausgekontert"); "schriftlich" kriege ich aber nichts! Anlass war, dass ich ein halbstündiges, auf bessere Technikbeherrschung zielendes, so das oft unter TW-Fehlern bzw. ihrem Nicht-mitspielen leidende Team voranbringendes TW-Training mit 6 interessierten Kids vorm Teamtraining machen wollte: Der Trainersohn wäre ebenso wie meiner dabei gewesen u. grad ersterer hätte da viel von zB meinem (der im Spiel aber definitiv nicht ins Tor, lieber Tore schießen will, also keinerlei Konkurrenz, nur als von vielen schon hochgeschätztes TW-Talent Hilfe gewesen wäre). Die Reaktion war folgender, den besten TW (als Einziger auf Turnieren auch als solcher von den fremden Trainern gewählt u. objektiv ausgezeichnet) ausschließender Mailtext:


    "(...)Torwarttraining ist grundsätzlich gut, weil wir das in den letzten Wochen nicht machen konnte. Aber wenn Du da was machst, beschränke Dich bitte auf unsere drei Torhüter (b, y und z). Ich bin froh, daß die anderen (insbes. a) akzeptiert haben, daß wir sie eher im Feld brauchen. Da sollten wir keine neuen Baustellen aufreißen. Ich habe heute im Abschlußspiel neben b und y auch a und (Anm: Feldsp.) mal für 10 Min ins Tor gelassen. Das hat ihnen Spaß gemacht; sollte aber reichen. Klar ist: Mehr Torhüter brauchen wir zur Zeit nicht. Liebe Grüße...."


    Wobei ich a - den stärksten u. einzig auch schon "mitspielenden" TW - prompt 1en Tag später wieder benötigte (so sehr er dann im Feld auch fehlte), wobei er auch grandios hielt... Der Vater machte per Mail klar/Druck - bei mir: "Hallo ..., a möchte auf jeden Fall Torwarttraining machen, er würde heute oder sonst im Spiel auch gerne mal ins Tor. Gruß, ..." Toll, ich dazwischen, konnte nur alles abblasen, was dann als "i.O." galt...



    Ich bin trotz Abschuss auch stolz, mal wieder mit Rückgrat den sportlich fairen Teamgeist u. die Kindeswohl-Förderung als Einziger laut verteidigt u. meinen Kopf dafür riskiert zu haben, - und unendlich frustriert, genau dafür auch abgeschossen zu werden... Ist das die Quintessenz des hierzulande üblichen vereinsmäßigen KiFu? Kann man dagegen nichts tun, außer im Kleinen andernorts erneut anzufangen (wo wieder viel versprochen wird, doch wird's auch gehalten - meine Frau: du bist echt ein unverbesserlicher Träumer und Idealist, lass es endlich, nie wieder KiFu-Trainer ist ihre Forderung)? Erstmal bin ich aber auch froh u. erleichtert, den für mich absurden Kleinkrieg, wo es nur um harmlosen KiFu geht, nach vielen schlaflosen Nächten u. Kopfschmerzen (da ich als leidenschaftl. Sportmann das Elend fehlender Lernerfolge nicht mitansehen konnte, so den dürren Ast am dicken Baum der Macht absägen musste, auf dem ich hocken dürfte) hinter mir (jedoch künftig Wegsehen vor mir) zu haben: frei durchatmen, nur noch Papa, der wie alle "interessiert" rumlabern darf, ohne je was tun u. noch draufzahlen zu müssen - warum da KiFu-Trainer machen wollen? (Etwas Zynik ist da zwar noch, vergeht aber hoffentlich: verarbeiten, verabeiten, verdrängen, verdrängen!) Fall - Ende!

    Auch wenn sie im Jugendfußball keine Funktion mehr ausüben und wohl auch nicht mehr werden, erzählen sie doch noch jedem, der es nicht wissen will, was sie von allem halten.


    Kann dich Experten für Experten beruhigen: ich habe aktuell 4 Anfragen, als Jugendtrainer zu arbeiten, u. werd mich wie Micha wohl auch weiter sozial engagieren, nur vorher alles klären statt mich auf gute Worte etc. zu verlassen. Dass viele "es" nicht wissen wollen, erfuhr auch schon wie Micha schrieb Galilei: Hätten ihre tauben Ohren aber hören, ihr Kopf wissen wollen, hätte der Fortschritt eher Einzug gehalten. Hier ist es besonders tragisch, da unterm Strich unnötig Kinder die Zeche bezahlen, es nicht bloß um Kugel o. Scheibe geht, was zu aller Glück dann Kolumbus praktisch wider alle althergbrachten Theortiker entschied.

    Danke! Ich denke, dass man wirklich ein dickes Fell benötigt, weil man als KiFu-Trainer nunmal irgendwie der letzte Hund ist: ohne jede Honorierung, offenbar ohne eigene Rechte (auf seinen "Job"), oft ohne jede Anerkennung mangels Interesse der meisten Eltern, Kinder, denen mitunter Respekt eben fehlt, den man ohne schulischen Notendruck bzw. als bloßer Betreuer, Notnagel jedes Disziplinierungsmittel wie per Aufstellung nur durchs Schreiorgan erreichen könnte, was ich zB nicht mag, überall versteckte Rivalität, Manöver hintenrum etc.


    Auf die Schulter geklopft wird einem wenn bei Siegen, daher sind viele ja zwanghaft auf sie aus, um für alle Mühe auch mal ein wenig anerkannt zu werden... Für mich wäre es genug Lohn, wenn eben 4 Kinder soviel gutes Vertrauen beweisen, dass sie beim Eigentor zum 0:4 frei lachend sich selbst feiern, da sie genau wissen, dass hinter ihnen jemand steht, der zwar auch Erfolg o. Leistung als Ziel gut findet, sie aber nie zusammenschreien würde, sondern gern mitlacht. Nur gibt es viele Erwachsene die einem das Leben zur Hölle machen, diesen heiteren und doch im sozialen Lernen erfolgreichen KiFu aus Desinteresse an Kindern zerstören, dich rein destruktiv ausbremsen, zermürben, bis du nervlich im Psychokrieg nicht mehr kannst. Wozu auch immer weiter dafür kämpfen, dass man noch draufzahlt, sich selbst ausbeuten darf? Irgendwann ist man wie Micha am Ende. Dann sind die Kinder wirklich Verlierer! Wer kann es auf Dauer ertragen, zum Hobby für alle (da hatte Micha ja noch Glück u. 80% zeigten sich solidarisch) der geprügelte Hund zu sein? Natürlich machen auch KiFu-Trainer Fehler, sollten kritikfähig sein...

    bis auf den letzten Satz

    - der entspringt der traurigen Erfahrung aufgelöster Teams unserer Kinder in verschiedenen Vereinen. (@callahan: meinst du, steht die ganze Fußballszene unter systematischer Beobachtung? Vllt bist du zufällig ganz nah dran, aber ansonsten? Doch danke für den Tipp, mail mir gern Näheres per PM, vielleicht hast du Recht. Outen will ich weder mich noch andere, daher n.n.: so ein K-Club ist's aber nicht. Der JL will sich abermals mit mir unterhalten statt den Rauswurf nur zu bestätigen: vllt kommt der Stein noch ins Rollen, ein fehlendes Jugendkonzept hab ich in petto dabei) Die Muster sind für mich oft gleich, daher die Diagnose wohl breiter übertragbar. Den werbenden Satz, Sport sei im Verein am schönsten, kann ich nur nicht mehr hören! Umgekehrt ist's normal, s. Dirk Coerverfan, der als Experte berichtete, dass nur 2 o. 3 Kids bei den Herren ankommen. Junge Trainer wollen nur ne soziale Erfahrung machen; wenn man nicht über eigene Kinder gebunden ist, fragt man sich bei Konflikten eher, wofür man sich alles für umsonst antun soll, haut in den Sack.


    Nicht über die vielerorts realen Probleme offener zu reden, schadet in jedem Fall am meisten, kann nicht per modern rationaler Aufklärung Fortschritt bringen, ihn nur blockieren - das sollten o.g. Werber mal bedenken. Zu viele Kinder gehen ihrem Sport über Vereine grad verloren, die Wirkung bedeutet gesamtgesellschaftlich einen immensen Schaden: unsportliche, in ihrer Gesundheit leidende Erwachsene, fehlendes natürliches Ventil für Aggressionsabbau, Frust o. fanatisch gewalttätige "Fans" (die sich dem Fußball dann eben de- statt konstruktiv verbunden fühlen) statt guter Gemeinsinn, allg. Demoralisierung/-motivation und geistige Engstirnigkeit. die dank Enttäuschungs- und Angstkomplexen tief verwurzelt, verdrängt ist (inkl. soziale Verwerfungen u. Unlust an Engagement wie Zivilcourage bzw. "Mündigkeit" als Citoyen). Das ist dramatisch ("tragikomisch"). Umgekehrt sieht man im Bedenken dessen, welch sozialen Dienst gute Jugendtrainer für Kinder wie Gesellschaft leisten, so sie dürfen: welcher aber kaum je angemessen verteidigt, beachtet u. (immateriell per Dank vs Undank) honoriert wird, daher immer weniger Werk-Tätige findet...


    Daher der dringende Appell an Verantwortungsbewusste in Leitfunktion (JL, VV), qualitätsorientierten KiFu-Trainern mehr den Rücken zu stärken (mehr Lohn ist ja eh meist nicht drin) u. genauer hinzusehen, wenn etwas ungut ist. Kinder sollten uns gesellschaftlich wieder mehr wert werden - sie sind nicht zuerst als Kostenfaktor und Last für unsere Freiheit zur max. Ich-Verwirklichung zu sehen, sondern als dessen erster inhaltlicher Lebenssinn (wobei ich bzgl. KiFu ambivalent bin: Freizeitspaß, soz. Teamgeist, Lernerfolg/Leistung gehen immer nur zs, was ich in o.g. Bericht veranschaulichen wollte: der Mensch ist der, der aufsteht, mündig "aufrecht" geht - das muss man als Hänschen lernen, Hans tut's nimmermehr...): Ende der Bergpredigt ;)

    Willst du die Welt verändern


    Ja, ich würde wohl gern die KiFu-Welt ein wenig kindgerechter/freundlicher verändern, kann nervlich aber nicht gegen all die Hinterzimmer-Politiker an, es also nur im Kleinem, als Trainer eines Teams. Denn ohne vorheriges Bewusstsein müsste man als JL, falls man je gewählt würde, jahrelang Grundlagen in den Köpfen gegen massive Widerstände schaffen. In Willkür, wo ein JL jedem Trainer sein "Revier" garantiert, fühlen sich viele nun mal wohler: keiner kann ihnen was, ihre Leistung qualitativ hinterfragen, Vorlieben o. Protektion kritisieren. Jeder hat in seinem Revier eine Art totale Macht. Das zieht eben, wie dagegen mit sinnvoller Jugendkonzept-Arbeit anstinken? Die Uhren gehen eben meist anders, ich würde da am Ende nur erfolglos durchdrehen u. in der Klapse landen... Daher werde ich mich wie Micha ganz verabschieden, die Kids in meinen eigenen Augen also verraten, da ich den Kleinkrieg nicht durchstehe. Ich habe grad abschließend zum 1.Mal nen "Spielbericht" verfaßt: um mir/unserm Team auch mal ein Mini-Denkmal zu setzen ;)
    Nein, nicht um mich zu produzieren, sondern den bisher nur passiv, dh unsolidarisch bleibenden Eltern vor Augen zu führen, dass ihre Kids vllt doch was Wichtiges verlieren. Kapieren werden sie's wohl erst, wenn's zu spät ist, sie sich über mögliche Nachfolger selbst aufregen, die ihre Kids vllt zs schreien, wo sie nichts mehr zu lachen haben, nacheinander ihre Fußballstiefel an den Nagel hängen...



    (Hier der Bericht zur Doku: Lust und Frust im Kinderfußball...
    Gegen n.n. erlebten Kinder wie Trainer wirklich ein „denkwürdiges“ Spiel. Am Freitagmorgen noch standen nur 8 Kinder auf dem Zettel, drei Klassenfahrt, ein Armbruch, ein Zehbruch (Anm: meiner), ein Omabesuch, eine Abgabe an die D3, dann kurz vor 17.00 Uhr noch die TW-Absage wegen plötzlicher Erkrankung. Aufm Platz wurden zum Glück aus 3 Fragezeichen noch 2 Spieler, aber 2 ganz spielentscheidende Leistungsträger fehlten und mit Nick musste wieder ein Kind ins Tor, das eigentlich im Feld ganz wichtig ist und als TW leider vereinsseitig nicht trainiert werden soll.


    Zu neunt begannen unsere Kids gut gestaffelt gegen den in der Tabelle 3 Punkte vorn liegenden, starken n.n., doch schon nach 8 Minuten fiel Cornelius nach einem Schlag aufs schon verletzte Knie aus. Gut 10 Minuten überstanden wir mit viel Teamgeist und überragendem TW, dann war der auf die Zähne beißende Cornelius humpelnd wieder dabei – und der n.n. schoß das Tor. So ist eben Fußball, mitunter Frust.


    In der Pause versuchte der Trainer, die z.T. schon müden Jungs auf disziplinierte Defensive einzustellen, doch gleich fehlte ein nach vorn gerannter Abwehrspieler und nach dem einzigen kleinen TW-Fehler stand's direkt 0:2. Kurz fehlte dann die zuvor bravouröse Einstellung und schon fiel auch das 0:3, zumal Cornelius nach einem weiteren, nicht geahndeten Tritt erneut nach 10 Minuten weinend u. frustriert ausfiel.


    Das 0:4 brachte uns dann das wohl schönste Erlebnis: am Ende lagen nach einer vorbildlichen Rettungsaktion von Thark dank eines motiviert hinzueilenden Mitspielers 4 Kinder über ein kurioses Eigentor ausgelassen lachend am Boden und sogar über Cornelius verweinte Augen huschte ein Lächeln. Ich versicherte Thark, dass er dafür aber wenigstens einen Scorer-Punkt bekäme. Nach diesem entspannenden Moment rappelten sich alle auf, nahmen den Kopf hoch. Torwart Nick zeigte auch zum Erstaunen der Mitspieler zahllose Vorstöße bis vors Tor des verwirrten Gegners. Nach präzisem Abschlag fand das Team dann in Ulrich einen weiteren Torschützen zum Ehrentreffer und 2 Minuten vor Schluss biss der schwer angeschlagene Cornelius abermals auf die Zähne, betrat das Feld und wurde dafür abgeklatscht.


    Im nackten Ergebnis war nicht mehr drin, aber selten zeigte sich so, wie nebensächlich es für Kinder ist. Die am Ende voll mit sich zufriedenen Kinder haben an diesem Tag hoffentlich gelernt, wie spaßvoll sich auch eine 1:4-Niederlage anfühlen kann, nehmen dies fürs Leben mit: im Fußball darf man (verlieren u. trotzdem) lachen, steht wieder auf: Kopf hoch und weiter! Alle können stolz auf sich, ihren Kampfgeist und Humor sein: ohne eine Halbzeit in Unterzahl und all die Ausfälle wären wir wohl nicht nur moralisch als Sieger vom Platz gegangen, aber das ist letztlich egal. Der Gegner war stärker, wir gratulieren ihm. Doch nach dem Spiel ist vor dem Spiel, mit soviel echtem Teamgeist u. spielerischer Lust am Fußball kann uns nichts erschüttern! - Eitel geht die Welt zugrunde, auch ich... Anm: den TW darf ich nicht als TW trainieren, obwohl er schon bei Turnieren als bester von allen gewählt wurde, Grund für mich: er soll ausgebremst werden zur Protektion der anderen TW - KiFu-Normalität in D...)

    Findest du es richtig ein Zitat zu bringen, als Argument für den eigenen Diskussionsbeitrag zu verwenden, das ganz eindeutig in einem anderen Zusammenhang steht.


    Entschuldige, aber ich habe das Zitat nur auf das hier zu behandelnde Thema bezogen. Denn abstrakt über Gott u. die Welt: Rechtsgüterabwägungen bei Demos zu diskutieren, kann's doch nicht sein: hier geht es um den konkreten Fall der sog. Ausbildungsentschädigung, bei deren Nichtbezahlung rechtens Kinder von ihrem Fußballspiel ausgesperrt werden sollen, nicht, ob Minderheiten per Demo Innenstädte lahmlegen dürfen. Ohne Themabezug als zumindest vagen Zusammenhang macht's keinen Sinn, dies Beispiel zu diskutieren. Ein Argument kann man daraus eben grad nicht ziehen, so mir der Zusammenhang ganz vage, viel zu weit hergeholt schien: wozu 12- o. 16-jährige nur harmlos fußballspielen wollende Kids mit (dann ja gewaltsam) Innenstädte lahmlegenden Demonstranten vergleichen? Fand ich unsachgemäß.


    ( Zamorra: Vielleicht sollte dich mal wer als durch Foren "tobenden" Ungeist bezeichnen, damit du verstehst, wie man sich da fühlt? Wie beschrieben: mit der Zahl 600 wurde vor Ort gearbeitet, vllt gar dank Vorlage in o.g. Klage, ich habe sie nicht geprüft, nur übernommen, mea culpa, ein Fehler, der aber zugleich eins zeigt: wie die AE benutzt werden kann, um mit falschen Zahlen einzuschüchtern... Und wo monetäre Zahlen wichtiger als Kinder werden, deren Förderung im sportlichen Wohl in jeder Vereinssatzung verankert ist, ok, da sträuben sich mir die Nackenhaare nunmal. "Toben" aber tu ich deshalb noch nicht, nur meine freie Meinung dazu klar o. auch mal zugespitzt schreiben, um andere zu überzeugen: was leider kaum, schwer möglich scheint: warum verstehe ich nicht! "Umfangreiches Wissen" fehlt mir also leider, ich suche es nur: wie kann man Kinder - wie Profis, die selbst Verträge zu ihrem Vorteil unterzeichneten - von ihrem Fußball wegsperren wollen, nur weil Erwachsene um Geld unter dem wohlfeilen Ausdruck "AE" feilschen wollen? Gar nur um Kinder vor bösen Abwerbern zu schützen? Glaubst du das ehrlich? Hilf mir zu verstehen...)

    da ich zu vehement für den anderen Trainer, verankerte Jugendtore o. alleinverantwortliche Betreuung nur durch volljährige Trainer statt 16-jährige eintrat... Zugleich soll/"darf" ich aber weiter Trainings u. Punktspiele betreuen, da sonst keiner da wäre u. alles ausfiele. Hhhmm... Was tun? Auch sofort alles hinwerfen, wobei dann erstmal alle Kinder im Regen stehen, wogegen unser JL ja schön weiter im Trockenen sitzt? Welche Rechte hat man eigentlich als Jugendtrainer? Auf eigene Kosten mal zum teuren Anwalt gehen, wo ich für diesen tollen "Job" nicht einen einzigen Cent erhielt? Wie für sichere Bedingungen für die Kinder sorgen, da der Hinweis aufs "Dachauer Urteil" o. die Aufsichtspflicht keinen irgendwie interessiert: wen informieren, der dann für kindersichere Ordnung sorgen würde? Wobei ich nicht verstehen kann, wie ein JL seinen persönlichen Ruin riskieren kann im per ungesicherter Jugendtore spätestens nach dem Hinweis doch mutwillig verursachten Unglücks/Todesfall eines Kindes, der überall wie in Dachau möglich ist....


    KiFu - wirft mal wieder Fragen über Fragen auf? In der Vereinssatzung steht zum Kindertrainer kein Wort: ist man Angestellter, nur ohne Lohn? Kann man seiner (grundlosen) Kündigung im (wahren) sportlichen Interesse von Kindern widersprechen/streiten - doch wo? Oder ist man de facto nur ein ganz armer Niemand, der letzte Hund, den jeder treten darf (so wie ich o. jener Kollege uns grad fühle - heute in x Mails ausgetauscht bis der Kopf brummte: der will nun ne neue Jugend-GmbH o. so gründen - ich weiß nicht, da droht enorm viel Arbeit mit ner Pleite als Resultat...)? Muss ein JL eine Entlassung verbindlich, schriftlich machen, selbst Kindern/Eltern/Mitgliedern mitteilen o. kann er einfach sagen: Du bist jetzt (auch) raus - und tschüss!


    Oder gibt es da gar keine Antworten, sind wir Ki-Trainer in einer rechtlich dunkelsten Grauzone tätig, eben nur die Dummen? Im Grunde bin ich ja wie du, Micha, froh u. erleichtert, wenn ich da raus, endlich wieder frei u. ohne schlaflose Nächte für Null Lohn und Dank bin, aber die Kids tun mir doch leid: hatten grad erst ihren letzten Trainer verloren, der mit Kind u. dessen Freund zum Nachbarclub "floh", der auch mir schon das Angebot machte, sofort bei denen einsteigen zu können. Lieber Neuanfang u. das Ende mit Schrecken (für die verbleibenden Kids o. das eigene, dann mangels Trainingsqualität als Lernerfolgsbasis wechseln müssende) o. Schrecken (für mich) ohne Ende im weiteren Opfergang (dh Trainieren/Betreuen ohne Traineramt - wer auch immer man dann sei, oder würde ich so gar bei Unfällen wg. Amtsanmaßung persönlich haften?)

    wo du durchs Forum tobst

    - witzig (auf Kosten anderer), oder nur andere Meinung persönlich verunglimpfen wollend (wie ich es empfinde)? Richtig ist, dass die kolportierte Zahl nicht 600, sondern 200 wäre - schlimm genug, denn es gibt reichlich Eltern (Hartz-4), die auch dies Geld nicht mal haben, um ihr Kind frei zu kaufen, wobei man dies auch nicht wollen muss, damit Kinder ganz harmlos an ihrem Fußballspiel teilnehmen dürfen, von dem sie doch "sportlich fördern" sollende Verbände ausschließen wollen...


    Beispiel: da wurde jetzt eine ganze Innenstadt für mehrere Stunden lahmgelegt, weil 30 Personen sich auf ein Recht unseres Staates
    berufen, gegen den sie aber demonstrieren.

    - welch Vergleich! Legt ein 12- o. 16-jähriges Kind vllt eine ganze Innenstadt lahm, da es den Verein wechseln u. im neuen Team gern mitspielen will? Bitte nicht mit solch Kanone auf Spatzen schießen, wo keiner reell einen echten (Vermögens-)Schaden erleidet (so Kinder kein Besitzgut "gemeinnütziger" Vereine seien, die doch für sie, als schutzbefohlene Mitglieder, dasein sollen statt umgekehrt). Und ja, ich bin doch stolz drauf, dass ich mich "nur" darüber aufrege (-n kann), dass Kinder per monatelanger Aussperrung von ihrem Fußballspiel bzw. Drohung damit für das bestraft werden sollen, was Erwachsene im Zwist untereinander verbocken, noch dazu wg Geld o. Machtkampf. Tobend Innenstädte lege auch ich dabei nicht lahm; aber für viele scheint es schon zuviel zu sein, sich verbal für reell mehr (hier per jahrzehntelanger "Propaganda" gebeugte) Kinderrechte bzw. -freiheiten im öffentlichen Bewusstsein stark zu machen - schade: das reelle Wohl von Kindern sollte immer im Wert höher stehen als irgendwelche Geldtransfers o.ä. unter Erwachsenen...


    Warum sieht man dies nicht bzw. so anders, findet es so nichtig, wenn Kindern individuell (in Kollektivhaftung für Vereine bzw. Erwachsene) ihr Fußballspiel per Ausgrenzung davon geraubt wird? Ich verstehe diese Gesinnung, die Geld im Wert allem voran stellt, einfach nicht, sorry. Dass Justizia blind ist, weiß man ja, aber kann mir sie mal wer unter KiFu-Fans sachlich erklären: was nützt das der Jugend real? Wer prüft denn, ob jene "Entschädigungen" überhaupt auch nur der Jugend kleiner Vereine zugute kommen statt bei der 1.Herren zu landen, doch keiner, oder? Hier sollten alle KiFu-Freunde wie eine Wand fürs Kinderrecht auf freie Bewegung gegen alles Geklüngel eintreten, meine Meinung...

    Immer nur den Mund halten? Folgendes mehrfach ähnlich erlebtes Beispiel, als ich nur Vater (u Fußballer) statt Trainer war: 3 starke 8-jährige sollen, dürfen offensiv spielen, darunter "natürlich" Trainer- und der JL-Kind, die sich folglich auch wie eine Front einig sind. Die andern sollen, müssen in der Abwehr inaktiv rumstehen: ohne Gegner, beginnen zu träumen, Gänseblümchen zu beobachten, sich zu unterhalten und schwups, beim Gegnerangriff werden sie überlaufen, da sie alles zu spät mitkriegen, zu weit vom längst Fahrt aufgnommenen Gegner weg standen u. dann noch direkt auf Ball und Gegner draufgehen wollen... Der Trainer", der selbst nie Fußball im Verein o. sonstwo spielte u. keinen Ball trifft, nichts praktisch voführen kann, tobt am Rand, hat "leider" nur einen Wechselspieler (was "natürlich" nicht an ihm liegt) u. kann nur einen der Versager hinten vom Platz holen, sagt aber allen, was er von ihnen hält. Nun werden die "natürlich" noch unsicherer, ich rufe meinem Kind zu, er solle sich am Gegner orientieren, aufrücken, doch da fährt der "Trainer" dazwischen: "Nein, ich habe ihnen gesagt, sie sollen hinten bleiben, Ruhe da..." 2 Minuten später: das nächste Tor. Doch Hauptsache: der Trainersohn hat vorn wieder 3 Tore gemacht, was genau gezählt, dem Team danach vorgebetet wird: an der Offensive liegt es nicht, die Defensive aber spiele nur "scheiße"... Nun sagt ihr: da soll man als verantwortungsbwusstes Elternteil NUR ruhig bleiben. Ich sage: falsch, bitte differenzieren! Hier geht es um Kinder, ihr Team, ihr Lernen und Wohl: wer da nicht eingreift, verrät ihr Interesse. Doch kaum wer zeigt konstruktiv die nötige Zivilourage, hintenrum und leise hört man immer viel Gejammer, Gemotze, aber wer sagt mal was Kritisches laut, am besten sicher beim Elternabend?


    Viel öfter schweigen doch alle. Man steht da allein, jeder Tipp aus der Praxis wird als Einmischung, Majstätsbeleidigung o. Versuch, an der Macht des Postens zu rütteln, gewertet u. ignoriert... Natürlich gibt es auch besinnungslose Eltern als tumbe Schreihälse am Rand, aber wieso wird einseitig alles auf sie fixiert, als wären sie das Hauptproblem (statt eben Randfiguren ohne Verantwortung)? Wir sind also nach 1em Jahr weg, da unser Kind nur noch frustriert war, aufhören wollte. Daher danke an das Ein/Zugeständnis von Dirk, dass ich mich zu schreiben gar nicht getraut hätte: wenn von 15 o. 20 einst fußballbegeisterten Bambinis in der A-Jugend nur noch wenige, 3 o. 4 übrig blieben, kann dann diese Kinder-Fußballwelt so ganz in Ordnung sein? Es sind vielfältigste Gründe, die unseren Kids die Lust an ihrem Fußball austreiben, ihrer Entwicklung so schaden. Denn zumeist geht es erstmal um Erwachsene, ihre Interessen, egal, was man wie auch immer vorschiebt. Kinder in ihrer Individualität (!) hat in der Praxis kaum wer mal im Blick! DAHER kommen ja so wenig Fußballkids im Herrenbereich an. Meine Meinung, unbequem - ok, aber darum sogleich falsch? Man könnte sich mal ernsthaft u. konstruktiv damit auseinandersetzen, dass prrimär die, die real das Sagen haben, auch die Verantwortung tragen müssen, wie Dirk sie so selbstkritisch benennt (wenn auch mit verschiedenen Vorzeichen): Was haben wir, jeder für sich, damit zu tun?

    Mit welchem Recht darf ein weit entwickelter Spieler häufiger oder länger Spielen als ein nicht so weit entwickelter Spieler?


    Klasse Beitrag! Genau das ist's eben, verkehrte Welt, Umverteilung von unten nach oben. Verbände fördern nur "ihre" Elite, bzahlt aber werden sie in Zwangsumlage von allen. Eigentlich ein Skandal, aber wir sind im Fußball derart darauf abgrichtet, immer nur nach oben, zu den großen Siegern als "Hoffnungsträgern" auf zu schauen, die im Schatten nie wahzunehmen, dass jeder, der mal drüber nachdenkt, zum Außenseiter o. Querulanten erklärt, mit seiner Meinung von den inneren, ach so wichtigen Kreisen ausgegrenzt wird. Wie das verändern, mehr soziale Verantwortung generieren: nicht die Guten bestrafen, nur leistungsgerechter werden: jedem in seinen Leistungsvermögen gleichberechtigt helfen! Die FPL liefert da einen äußeren Rahmen, der aber vereins- u. verbandsintern mit Leben zu füllen wäre: alle fördern statt Kinder schon früh fremdbestimmt zu selektieren: die Guten ins Töpfchen (um sie oft zu verbraten), die schlechten gleich ins Kröpfchen: da sie nicht sofort uns Erfolg bringen!?

    Kreisjugendwart


    Leider oft normal: Schnell an den KJW wenden, bevor die Frist verstrichen ist!!! Da die F1-Kinder eingetragen wurden, hat der unfaire Heimverein dann keine Chance u. wird lernen müssen, was Fairplay ist. (Falls die Kinder aber im letzten Punktspiel der F1 fehlten, dürften sie spielen, daher sollte man auch nie vor Kinder vorschnell den Lauten machen u. sie beeinflussen: letztlich egal, ob sie verlieren, muss nie negativ empfunden werden: man lernt von Besseren nur...)

    Wichtig ist, im Vorfeld klare Absprachen zu treffen und diese nachvollziehbar zu dokumentieren. Im Idealfall hat der neue Verein so etwas wie ein Leitbild


    Leider muss man so rangehen statt blind auf Teamgeist zu vertrauen. Zu verstehen ist Micha schon, irgendwann ist man mit den Nerven durch u. muss sich selbst der Nächste sein. Aber Leute wie dieser JL bauen ihr Machtgerüst genau darauf, auf die Resignation anderer auf (wobei generell dessen Meinung nicht total falsch ist, denn: Kinder nur in Watte aus purem Fun zu packen, wird der Welt, in der sich jeder behaupten muss, nicht gerecht. Daher verabschiedet sich der "KiFu" auch per FPL ab der D, ist dann leistungsgerechter zu planen - man muss halt differenzieren).

    Wie immer, es gibt keine Universalloesung, soviel ist sicher


    Genau, denn jedes Kind ist individuell zu betrachten. Man tut zB dem stark übergewichtigem o. faulem Kind als Trainer sicher ebenso wie dem leistungsmotiviertem Toptalent keinen Gefallen, wenn man alles auf bloßen Freizeitspaß reduziert, wo jedes einfach akzeptiert u. aufgestellt wird, wie es ist. Denn es geht zwar auch um Entspannung im stressigen Alltag, im Kern aber um Erziehung als Aufgabe: Lernerfolge, Entwicklung zu einer Persönlichkeit (die jedes Team dann im menschlich-sozial höheren Wesenssinne ist). Die sportlichen Erfolge, auf die ehrgeizige Trainer oft zurecht aus sind, "ergeben" sich dann später aus der spielerischen Freude an der sportlichen Leistungserbringung: fürs Team wie sich selbst. Wenn alle im Team dies mit 13, 14 Jahren fest verinnerlicht haben, kommen Lern- und Teamerfolg wie Freizeitspaß harmonisch zusammen... Wer letzteren aber überbetont, Kinder auf ihn reduziert, leistet ihnen einen Bärendienst, sie werden im élan vital als Potential verdorben, auf die Freizeitpark-/Konsummentalität fixiert, wie es unsere massenmedialen Bildschirm-Marketer wollen.


    Will sagen: viele kehren sodann dem aktiven Fußball den Rücken o. schleppen sich nur ohne viel innere Moral so durch - und das zu sehen stimmt mich im sportlichen Geiste traurig: im Dorfverein Unter-, im LZ (oft) Über-Forderung und am Ende: lauter individuell vergebene Chancen, Misserfolg im Menschlichen als (bloßem) Potential, sich gesund zu starken Charakteren (Persönl.) zu entwickeln...

    Mir wäre der ganze Ärger es nicht wert. Es ist ein Hobby und soll Spaß machen


    Natürlich wirkt es absurd, wenn man so um einen unbezahlten Job streitet, um seine "Selbstausbeutung" im zeitökonomischen Sinn noch kämpfen muss, aber als sein Hobby sollte man diese tätige Verantwortung für Kinder u. unseren Nachwuchs grad nie betrachten. Denn das tun genau die zuerst, die dann wie jener JL offenbar vorrangig Eigeninteressen verfolgen u. übers Teamplay stellen: weil es ja "nur" Kinder sind. Bei Herren (o. Damen), also mobile Erwachsene, wäre so'n Zirkus unmöglich: das Team selbst würde sich zusammensetzen u. entscheiden, mit wem als qualifizierten Trainer man arbeiten will, dann dies vom Abteilungsleiter o. dann Vorstand fordern, notfalls geschlossen wechseln. Nur bei Kids sind beschriebene Zustände möglich und eben daher brauchen sie unser "Opfer" für sie. Wenn Micha aber nun allein weiter macht, wird der den auf Fehler o. Niederlagen wartenden "Feind" immer im Nacken haben, es kann nur funktionieren, wenn der mit im Team sitzt u. so zu offenerem Umgang gezwungen ist, so mühslig dies "Miteinander" auch werde: aufm Platz gewinnt man auch nicht im Schongang, fordert im "Wett-kampf" Feuer, Mut...

    Hhm, als unverbesserlicher Idealist meine ich noch immer trotz vieler gegenteiliger Erfahrung: Verein kommt von und meint "vereinen" - nicht sich abspalten! Es gilt gute Kompromisse im sinne aller Kinder zu finden, fair auszuhandeln und auszudiskutieren, keine Hauruck-Methoden, auch wenn es Mühen kostet, wo es angesichts des unbezahlten "Jobs" schon abstrus anmutet, wie man sich um ihn streitet: wer ihn nun machen darf. Nur 2) dürfte in Frage kommen wg. dem im Hin und Her schon genug beschädigten Vertrauensschutz aller Kids! Zurecht erwähnt der JL auch sein Kind, wobei ich davon ausgehen muss, dass es stimmt, was er sagt: dass ihm sein Kind am Herzen liegt, es und andere mehr als reinen Fun-Fußball erhoffen. Ich verstehe das gut, da mein 12-jähriger nun schon 2mal wechseln wollte, da er Trainer hatte, von denen er nichts lernen konnte, wo er sich unterfordert fühlte. Auch diese Kinder gibt es u. KiFu-Philosophie, die sie nicht wahrnehmen mag u. verleugnet, wird Kindern ebenso wenig gerecht, wie die, die allen gleich Leistung abfordern will. Kinder sind individuell, das muss jeder akzptieren statt die Welt von sich aus in gut und böse einzuteilen u. allen Kinderspaß für sich zu pachten - so einfach ist es auch nicht. Pädagogische Kindgerechtigkeit, Kompromisse, Kommunikation miteinander, das ist mE der einzig richtige, gerechte u. faire Weg, auch wenn ich mit diesem Tipp evtl allein stehe.