Beiträge von Keller-Kicker

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    "unser" NLZ


    Danke, das ist wohl recht beispielhaft ("paradigmatisch") - und eben ganz schön starr (meine Ansicht): um teambezogen "erfolgreich" arbeiten zu können. Das individuelle Erleben steht zurück, es wird von Trainer/Vereinsansprüchen aus konzipiert: Investition soll sich quasi simultan rentieren. Gastspieler sind da ein guter Ansatz, bei unseren "kleineren" LZ aber nicht Praxis. Müssten auch zu viele sein, wäre (logisch immer dem Außenblick verborgenes, nur spekulativ zu ahnendes) Potential das Maß....

    Trennung


    Da ging's mir nur um die Fakten u. darum, dass du überhaupt trennend von Breiten- vs Leistungssport schreibst. Das setzt sich in vielen Köpfen ja genauso fest/fort: als gäbe es da 2 Teile. Wird in den LZ auch so praktiziert: die 1. "muss" dreimal die Woche trainieren u. am WE parat stehen (sonst fliegt man raus), die 2. zB 1mal und am WE ist immer frei. Im anderen LZ gibt's gleich nur die 1., spart man sich eine Alibi-2., um die es eben nicht wirklich im Handeln ginge. (Im kleinen Verein soll's dann nur um sog. Spaß gehen, den 1. jeder billig für sich beanspruchen kann, um objektiv-kritischer Qualitätsbewertung von Trainingsarbeit zu entgehen, den man 2. ebenso im Karnevalsverein hätte, also fußballspezifisch ga nicht "Ziel" sein kann, sondern nur ein - guter - "Weg", etwas fußballerisch im Kind zu bewirken...)
    Alles ist systemisch (LZ/Stp als Orientierungsmaß/"Spitze" der selektiv "Besten") eher komplett getrennt statt durchlässig, als gäbe es eben B. u. L. wie bei den Herren. Dagegen würde ich gar nicht erst so titulieren, als gäbe es in der Jugend bereits B. u. L., da die individuelle Entwicklung bis 13, 14 Jahre noch völlig offen ist. Kinder sind Kinder, nicht so aufzuteilen! Einzelne Vereine (deine beiden) kann u. will ich nicht beurteilen, zumal spekulativ ohne Vor-Ort-Kenntnis, nur die Gesamtlage, wie sie sich - subjektiv - darstellt. Wobei dann Ausnahmen die Regel bestätigen: die Beurteilung was A., was R. sei, nimmt jeder selbst vor, ist bei mir von (philos. wie Bio-)Anthropologie u. (empirisch-selbstreflexiver) Gehirnforschung im "Menschenbild" geprägt.*


    *Was ich nicht in extenso nicht ausführen will/kann bzw. anderswo schon getan: Identitätsgewinnung per Aus-Differenzierung, zwanghaftes Anstreben von Superiorität in Polis wie Sport, Wille zur Macht vs Kollektivgeist und diese Denkmotive im individual-radikalen Selbst(an)erkennen als seinsstrukturellen Werdensprozess einer in sich antagonistischen "Menschheit" - zu komplex also, bloß dunkles "Hintergrundrauschen" - kein Positiv-Wissen - bzgl. KiFu... - Wie funktioniert es im Ganzen, dann: gibt es irgendwo wegweisend positive Ausnahmen als Vorbild für künftig besser alle fördernden KiFu, so mein konzeptioneller Ansatz (0. Begriffsklärung 1. Lage-Analyse 2. Ziel-Erfindung (auf pädagog. Basis) 3. Wege u. Maßnahmen als prakt. Gehversuche bzw. Fallbeispiele) contra bloß Meinungsaustausch o. Zufallsorientierung (=> fällt unter Begriffsklärung, wird aber affiziert schnell mit 1. bis 3. vermischt, da hast du mit der Projektion schon ganz recht, der unterliegt letztlich jeder Wissen-schaffen-Wollende, da als "subiectum" eben endlich...).

    Breitensport die gleiche Wertigkeit wie Leistungssport

    - bei Kindern darf man - von sich als "Erwachsene" denkend - beide aber doch grad nicht früh trennen, müsste jedem bis 13, 14 J. eine Tür offen halten: nach oben wie nach unten (wo zB im Dorfverein die Hängematte, im LZ der Druck - meist nur zeitweise - zu groß wird), ohne Unterschiede gleich ganz einzuebnen: Welt-Offenheit!

    Noch mal zur Eingangsfrage: was ist/bedeutet Leistungsfußball - in der D? Mein Ideal, was zu leisten sei: alle spielen durch, sofern sie es können - positions- bzw. konditionsbedingt. Wir leben nunmal - zum Glück - in einer Leistungs- statt sozialist. Freizeitgesellschaft: jeder darf! eine Freiheit genießen, sich per Leistungsbereitschaft zu entwickeln. Dies ist das höchste Gut. Wohin zuviel Hängematten-Mentalität de facto, also real führt, hat sich geschichtlich immer wieder gezeigt, wird aber oft vergessen. Kinder sind zwar erstmal "schutzbefohlen", sollten aber mal "gute" Erwachsene werden, das ist mE erstes Erziehungsziel. Bei zuviel früher extrinsischer Leistungsabforderung nehmen sie leicht seelisch (dh kaum sichtbar) Schaden, bei bloßer Gleichmachung auch (je andere/s natürlich).


    Die Balance im durch Erfolgs- o. Flow-Erleben intrinsisch stimulierbaren Eigenwillen ist also wichtig. Was kann ein Kind, das ist die Basis zwischen Über- u. Unterforderung. Heterogen besetzte Teams werden ab D zum echten Problem bzgl. Balance, scheitern daher oft. Frage: was sollten 11-, 12-jährige können/lernen: 60 min durchspielen (laufintensiv hinten wie vorn), unter einem wohldosierten Druck, gewinnen zu wollen...? Was bringt sie bzw. wen voran, was blockiert eher, ruft - latent o. offen u. wie? - Widerwille hervor? Probieren geht da über Studieren: der eine blüht auf, wenn er mal 60 min durchspielen darf, hängt sich dann voll rein, andere empfinden es als Last, selbst, wenn sie es können, sind froh, wenn sie sich auch mal ausruhen "dürfen": Wie soll man die animieren, mehr aus sich herauszuholen, bzw. die, deren egozentrischer Eigenwille ohne entsprechendes Können zur Belastung fürs Team (viel Einzelaktionen/Alleingänge, dann bei Ballverlust nur stehen bleibend: soll man dies per gleichen Einsatzzeiten unterstützen?) wird, disziplinieren? Das sind die entscheidenden Fragen, soll "das Team" gewinnen, dh das Teamplay im Kopf jedes Einzelnen: als "Leistungsziel" einer Art authentisch sozialer Marktwirtschaft, die insgesamt für optimale Entwicklung sorgen kann. Contra statisch selbstbefriedigtem In-sich-ruhen aller o. indirekter Blockadepolitik per einseitig Gleichmachen o. rigider Leistungsselektion in nach außen bzw. innen "geschlossener Gesellschaft" (Kommunismus vs LZ), dh Unfreiheit (zur eigendynamischen Entfaltung) je der Einzelnen...

    Meinung, dass mit dem Verstreichen der Sommerferien zwischen E- und D-Jugend sich die Welt der Kinder, und das sind für mich Zehn- und Elfjährige noch, nicht auf einmal völlig anders dreht


    Der "Punkt" ist auch zielführend, gilt aber ebenso für die E, wo LZ ja längst überall am Einsammeln sind; teils wollen da auch schon Kinder selbst leistungs/erfolgsorientiert wechseln bzw. eben mehr im Training lernen dürfen, was oft nur im LZ (leider nach dem äußerlichen Sichten, dem Abchecken nach Objektkriterien als geschlossene Gesellschaft) realmöglich ist. Bei uns ist in der D sogar der Zug dank massiver LZ-Förderung längst fast abgefahren, wie mir grad vorgestern ein Insider wieder in Bezug auf unseren 11-jährigen offen sagte: der Radar habe ja alle längst erfasst, andere würden nicht mehr systematisch beachtet, nur, per Zufall vllt, wenn wer wo "herausage" - superman lässt grüßen... Nun hat er zwar ne Einladung zum Herbsttraining, will aber nicht hin, auch mal Pause haben (wie die anderen, die aber eh diese Chance nicht haben), Papa dreht nun völlig am Rad, Mama triumphiert: gut so, mal entspannen, er will gar nicht - hihihi...


    Absurdes Theater, da alles viel zu wichtig gemacht, aber ne 2. LZ-Chance wird's bei Absage wohl nicht geben... und in seiner Ex-E spielten auch Leistungsschwächere schon keine Minute mit, mussten aber brutal still auf der Bank schmoren: so sie mal nen Einladungszettel zum Großen Punktspiel ergatterten, die immer wichtig verteilt wurden: die einen kriegten sie immer, andere ganz selten, offiziell aber waren alle gleich, tja, das böse Los entschied eben leider gegen einige... Wir schwanken also zwischen Extremen u. sollten doch immer für die goldene Mitte streiten! Es ginge dann beides u. auch die Leistungsschwächeren könnten für sich entscheiden, ob sie echte Gewinner werden wollen o. nicht, denn per Gleichheits/Mitspielgarantie auf der Leistung anderer mitzuschwimmen, bringt sie nie selbst sportlich voran. Entscheidend ist nicht Entweder-oder, sondern sowohl-als-auch: keinen Rumsitzen/stehen lassen, aber auch kein Blanko-Mitspielen ohne Leistung fürs Team o. kein Nur-Hinterherlaufen-Müssen (wenn Gegner zu stark), dann lieber Heranführen per separaten Übungen für die, die noch nicht soweit sind, erst lernen dürfen sollten, wie es geht: bevor evtl alle Lust u. Moral verlieren.


    Glückliche Kinder per Vereinen ihrer verschiedenen Ansprüche, darum geht's, oder? Leicht ist was anderes: Differenzen zeigen sich oft nur in Nuancen, noch klein... Man kann sie verkümmern lassen, Kinder darin ausbremsen o. bestärken, jedes für sich!

    ob das die größte Gefahr für unsere Spezies darstellt, sei mal dahin gestellt, es spielt hier auch keine Rolle

    ... noch schnell dazu: Andre sprach ja oben von "Krieg"... Den kenn ich auch in Vereinen - was da so hinter den kulissen abgeht, wenn mal wer den Mund aufmacht, für die kindbezogen wahren Mitgliederinteressen eintritt, die für mich immer zuerst bei vernünftigem, lehrreichen Trainings liegen... Fußball aber lebt entscheidend von der Bewegung (ihrer kreativen Freiheit) im Team/Kopf, wer da auf seinen Standpunkten beharrt, ist darin zwar nur Mensch, aber Fußball in seinem zivilisatorischen Wesen eben wurde nicht verstanden. Wegen ihm ist mir KiFu so wichtig: friedensstiftend, aber wg. jenem Missverstehen leider oft Anlass fürs ganze Gegenteil... Daher ist mehr Problem-Bewusstsein der Schlüssel nicht nur für guten Fußball, Leistung in ihm, für ihn, sondern von zivilisator. Wert: siegen wollen, können, dürfen, aber nie müssen...

    "arschlochtrainermäßig"


    gestern per Zufall ein D-Punktspiel unserer Gegner gesehen, ein Kind (gegen uns auch nur 10 min aufm Platz, als alles gelaufen war), saß komplett draußen, Begründung: er sei letztes Mal zu wenig gelaufen, was sein minimal besserer Bruder (u. Vater auch) verneinte, da er viel weniger gelaufen sei... (Ich trainierte beide mal, daher blieb ich auch hängen.) Doch es ging ja um ganz viel, evtl. den ersten Platz: "Meister" (denn man hätte eigentlich höherklassiert eingeordnet spielen müssen!). Also total unfair!? Trainer ein A? Den kenn ich nun schon lang vom Tennis, sehr netter, engagierter Typ, aber sportlich durch u. durch - er kann wohl nicht anders! Diese Ambivalenz gehörte schon immer zum Fußball - gewinnen o. alle spielen lassen, wenn's eng steht? Beides hat sein Recht...


    (Hätte man x Teams, sollte man leistungsgerecht zuordnen, klar, aber auch da wird oft manipuliert, Lieblinge etc. dürfen dann in die Erste, spielen da auch mit, andere aber... Und wonach soll man auch objektiv einteilen, jeder sieht jeden anders, Väter ihre kids - schon per Fokus - meist besser, als sie sind etc. Mein Kind spielte auch in der höchsten E-Klasse/KL, aber nur 7 waren stark genug, kamen die anderen rein, kippte das Spiel... So ging viel verloren, dann 2 Leistungsträger ins LZ, das ganze Team zerbrach, da man parallel in der 9er D hätte spielen sollen - real. Daher eben haben Leistungsteam in kleinen Vereinen keine Chance, wenn man nicht schon in der F/E daraufhin arbeitet, 9 - 11 homogene Teamplayer zu entwickeln, was hier nie das Interesse war. Am Ende schimpften Trainer u. JL aufeinander, nur, den Kinder nütze das nichts mehr, vorher hätte man mal konstruktiv übers Konzeptionelle vernünftig miteinander reden sollen...)

    alle gleichermaßen fördern und nicht hemmen


    Mit der Linie hast du ganz recht: ein Verein sollte transparent zeigen, wofür er einsteht: bevor Leute ihre Kids hinschicken, per Konzept: Mehr ambitioniert leistungs- o. bloß spaßfördernd! Ich versuche ja auch immer den sportlichen Irrsinnsspagat, da wir die Breite bedienen, es (per se immobile, nicht frei auswählen könnende) Kinder sind. ZB lasse ich die, die das Team bei zuviel Mitspielen zum Verlierer machen dürften, selbst überfordert wären etc., eben sich bewegen statt auf der Bank rumhocken. Und da haben sie auch weit mehr Ballkontakte, lernen viel mehr als dabei, die Besseren nur von hinten zu sehen, nachher teamintern vllt noch als die Ursache der Niederlage zu gelten, wo der Trainer dann bloß matt gegenhalten kann: wir sind 1 Team, wenn dem real auch so war, weil ihre Fehler zu Gegentoren führten. Oder soll man dann sagen (wie in G/F), dass es ganz egal sei, ob man gewinnt? Das nehmen die einem doch nicht mehr ab, wollen die nicht hören: da verrät man ihre Motivation doch?


    Das evtl. Ergebnis: keiner gibt mehr 100% fürs Team, alle werden demoralisiert, die Motivierten wandern ab, das Team zerfällt - da die gutgemeinte Idee hier nicht realistisch war...

    auf der einen Seite

    ..., aber die Dinge sind eben nie nur einseitig zu betrachten. Da muss man höllisch aufpassen, will man nicht ideologisch werden. Denn das ist immer die größte Gefahr für unsre Spezies: wenn jeder nurmehr auf sich, seinem theoretisch "richtigen" Standpunkt beharrt, denn dann müssen alle anderen, die abweichen, ja automatisch falsch liegen; doch die Welt ist nicht Automat eines Einzelnen o. ihrer Arrangements per Gruppenzwang, sie bewegt sich eigendynamisch, keiner kann sie rein von seinem Standort entschlüsseln, andere Ansichten nur ablehnend u. verdammend. Im KiFu hat Ralf klohr denn auch klare Regeln gezogen: bis zur E! Wer sich also in der D noch auf KiFu/FPL o.ä. beziehen will, unterlegt da eigene Motive - ok, sofern zur ergebnisoffenen Diskussion bereit. Doch hier sollte das Ergebnis vorher klar sein, Kollege voll im Unrecht, ich voll richtig - oder hab ich das missverstanden? Und so einfach darf man es sich m.E. nicht machen: jeder hat seine Gründe, also: offen, beidseitig betrachten - und vor allem reell die Betroffenen einbeziehen, um nicht in Ideologiestreit zu verfallen, wo dann das Wichtigste, die realen Menschen/Kinder, aus dem Blickfeld geraten, alles bloß als KiFu verkauft wird, aber Kinder - die sich entwickeln, nicht ewig Pampersliga spielen - praktisch nicht mehr vorkommen. In der D sind es völlig andere Kids wie in G u. F, denen muss man also gerecht werden, sie nicht auf "die armen Kleinen" reduzieren, die sie längst nicht mehr sind u. sein wollen!


    Von Ausnahmen ab, doch die (oft die Störer aller, daher fatal, die nur zu belohnen per Gleichmachen) sind nicht Maß für alle, oft eben eher "mental zurückgeblieben"*, also gad nicht "gleich"... Aber sorry, das ist nun allgemein zugespitzt, damit meine ich keinem persönlich!!! Denn man kennt sich - zB tobn - ja auch nicht persönlich: nur spekulativ auf Basis subjektiv verstandener Schriftzeichen im anonymen Internet...


    *Probleme liegen meist im Elternhaus, man kann versuchen zu helfen, aber sie kaum in ein paar Trainings mal eben lösen...

    Ich stimme, sorry, eher deinem Kollegen zu, im Grunde aber liegt ihr beide falsch! Bezieht in eure theoretisch abgehobene Diskussion doch mal all die Betroffenen selbst mit ein. Wieso kommt ihr darauf scheinbar gar nicht? Ihr könntet so lernen, was D-Jugendliche wirklich wollen statt ihnen von oben herab eure Zielvorstellungen anzudichten. Ihr dürftet dann merken, dass es so einfach nicht ist, dass man da genauso uneins ist, wie ihr es seid: "das" Kind gibt es nämlich nur in der Theorie, nicht aufm Platz, wo die Wahrheit liegt! Ich muss dich also ent-täuschen, falls du hier nur breite Zustimmung suchst. Wieso sollen D-Jugendliche, die läuferisch keine 5 Minuten durchhalten, vllt auch im Training keinen Bock haben, wie andere Gas zu geben, an sich, ihrer Fitness zu arbeiten, genauso lang aufm Platz stehen (!), wie die, die alles fürs Team geben? Leider sportpädagogisch völlig die Motivationsstruktur verkehrend, wenn auch gut gemeint. Das erstickt dann den Leistungswillen derer, die laufen u. ackern, das Team vorantreiben, schadet so ihnen u. letztlich allen enorm, unterliegt eben einer fundamentalen Täuschung, denn wir sind hier nicht in G- o. F-Jugend, wo man nur evtl. gehemmte Charakteren den Rücken stärken muss gegenüber denen mit mehr Durchsetzungskraft o. Aggression! (Das Grundproblem: heterogene Teams, wo schwächere naturgemäß dominiert werden: nun aber wider die Natur der kinder gegenzusteuern, macht's nicht besser, verschlimmbessert eher.)


    In der D wollen längst viele "Kinder" selbst gewinnen, nicht nur böse Trainer. Denn das treibt wahre Sportler voran, über ihren inneren Schweinehund hinaus. Du musst als Trainer zwar auf Ausgeglichenheit im Teamgeist achten, das kann aber nicht Gleichmacherei bedeuten, egal, ob so alle auf die Verliererstraße (von dir) gezwungen werden. Wenn zB das eigene Kind zu den schwächeren gehört, häufiges Trainermotiv fürs Festhalten an KiFu-Regeln noch über die E hinaus, dann darf eben nicht das ganze Team diesem Trainerinteresse unterworfen, dh sportsgeistig zerstört werden. Entschuldige bitte, wenn ich das so unmissverstänlich klar sage, da ich dies nämlich immer wieder beobachte: und wie die, die am meisten Team- u. Sportsgeist aufm Platz zeigen, darunter leiden... (Am Ende sollen dann zT noch sie verantwortlich sein, wenn sie - angesteckt - nicht mehr voll motiviert wie früher alles geben - das ist dann bitterste Ironie ihres Geschicks...) Bitte auch dies Leiden ernstnehmen u. differenzieren!

    Beckenbauer wollte damals schon Trainer werden, durfte aber nicht, weil er nicht die entsprechende Lizenz hatte

    ... und nicht ad hoc erwerben wollte (bis er sie dann nach dem WM-Gewinn "ehrenhalber" kriegte), sich dem offiziellen Zirkus verweigerte, obwohl man ihm goldene Brücken gebaut hätte. Also die Verrenkung "Teamchef" - mehr wert wie die offiziellen DFB-Trainer Köppel u. Osieck...


    Erstaunlich, wenn man die gedanklichen Konsequenzen ernst nimmt: die Lizenz, ihr Erwerb ist sogar dem Lizenzgeber weniger wert wie die Person des Trainers, Inhalt vor Form. Welch Zugeständnis!Daher bin ich Fan von diesem Trainer, der keiner, als solcher aber sehr erfolgreich war: weil man hier überdeutlich sehen kann, worauf es ankäme: Persönlichkeit, die sich nicht vor den Oberen im Hintergrund verbiegt, unterwirft o. verkauft, sondern Prinzipien u. ohne "passende Papiere" Moral hat, dazu, zu sich steht! Im normalen Leben haben "Menschen" dieser (Eigen-)Art meist keine Chance, da B. eben schon Starspieler war, dazugehörte, sich sein Rückgrat erlauben konnte, andere Nobodies nicht (wenn sich Soziologen mal die Mühe machten zu untersuchen, "wer" viele Penner menschlich sind, sie würden da viele Mitmenschen mit zuviel Rückgrat, Wahrhaftigkeit, Moral, Authenzität etc. eruieren können, fast wie B. oder andere unangepasste Querdenker/treiber, aber mit weniger Fortüne/Glück... Denn nur ganz wenige können es sich erlauben, nicht stromlinienförmig zu existieren u. trotzdem gesellschaftlich als Wer zu gelten statt zwischenmenschlich unterzugehen, daher B. als mein Vorbild, so ätzend vorlaut er mitunter den Finger in die Wunden legt, obwohl er sich andererseits sehr wohl zum "Suppenkaspar" machte, wir alle sind eben ambivalent, nie "astrein" im Kopf)


    Natürlich gibt es daneben viele ordentlich angepasste Trainer, die "super" arbeiten, lange kaum als ambivalent auffallen (B. hätte sich auch als Trainer mehr untergeordnet, wäre er nicht schon Kaiser gewesen) - wie Klopp, Tuchel & Co. Aber echter "Fan" kann man nur einmalig sein...

    Wunder: Beckenbauer fehlt. Nun, der wollte ja nie "Trainer" sein, grad daher vllt Vorbild für die, die ihm bescheiden (was sonst so gar nicht zu ihm passt, was seine Trainerrolle umso erstaunlicher machte) folgten... Und jeder, der man je selbst werden könnte!

    Was denn jetzt ???


    Bitte nicht alles durcheinander werfen: als Vater hat man eine Rolle, die kollidiert mit der des Trainers! Grad wer das so 'leidenschaftlich' durcheinander wirft, will das vllt nicht verstehen, was es fürs Team der Kids umso gefährlicher macht: wenn diese Rollen unmerklich wechseln. Dann ist das eigene Kind mal dies, mal das, aber nie bloß einer von 15, wie es sein sollte... Ebenso mit dem Hobby-spaß: wessen? Zu viele verwechseln ihr Hobby mit dem der Kinder, manche meinen, dass sie dazu auch ein Recht hätten: ich habe die Mannschaft aufgebaut, ich krieg schließlich kein Geld (also darf ich fast alles mit denen machen u. von ihnen fordern), ich opfere meine Zeit (also...) Alles Originalton. Da werden die Kids unversehens Objekt der Begierde: zu gewinnen, Dampf abzulassen, Macht auszuüben usw. Das die KiFu-Welt, die ich viel zu oft miterlebe. Hauptperson ist da der kostenlos o. billig arbeitende, über allem prangende Ki-Trainer (gern im wichtigen TR-Kostümchen) statt: das Ki-Team!


    Und da würde ich es mich als Vater gern mehr kosten lassen: wenn die Ki-Mannschaft der Star sein dürfte, die Trainingsqualität am höchsten stünde u. nicht der von Andre genannte "Senior"! Denn die laufen in manch Region zuhauf herum u. dominieren die Vereine dann per Rudelbildung. Aber man muss sich keine Illusionen machen: Ausbildungs-Professionalisierung ist nur Fantasie! Denn wer wollte schon mehr Geld für Kids ausgeben, sind ja nur unsere Zukunft: 5 Euro für profilneurotische Aufsicht u. keine Fragen bitte! Wir leben hier-jetzt, da gibt es so viel schöne Dinge zu kaufen fürs Geld, wozu für Zukunft vergeuden, für Kontrolle von denen, die den Acker für morgen bestellen... Deren Lohn: unsere Gleichgültigkeit bzgl. ihrem Tun, also Narrenfreiheit. Training als Glücksspiel für kinder, die einen kriegen per Zufall einen Toppädagogen, die anderen den, der hinterm Feigenblatt nur seine Bedürfnisse befriedigen will, s. der von Andre beschriebene Typus...


    Wen ziehen Jobs an, die gen Null Euro honoriert werden? Im günstigen Fall faire Väter o. Fußballverrückte mit Herz für Kinder, aber unsre Menschenwelt ist nicht immer nur ein Fall selbstloser Gunst für Kinder, deshalb gibt es ja so wenige bei uns! Und die Guten, die wollen meist auch als Trainer vorankommen... Daher bleiben die guten Trainer so oft den LZ- u. Stp-Kindern vorbehalten, zu wenig geldwerte Nachfrage halt bei Eltern, von denen viele gern motzen, nicht wissen, wohin mit ihrem Geld, ihren Kids immer die teuersten Fußballschuhe o. schicksten Klamotten kaufen: für mehr Ein- statt "Ausbildung" ;) Oder?

    Amos Comenius (1592-1670): ?Lehrer, lehrt weniger, damit die Schüler mehr lernen können!?

    Auf dem "Amos" in Bonn waren Lehrer immer "ganz klein mit Hut", wenn wir dies Zitat brachten. Den Amos-C-Verein gibt's noch nicht, wär aber mal ne Idee: Talente mehr lernen lassen, wer sie selbst sind u. sein können...

    MEINEN viele die Leistungssteigerung zu verantworten...tun sie aber nicht...glaube ich!


    Dito, denn was ist Veantwortung? Ex-trinsisches Motivieren aber kann intrinsisches animativ vorbereiten, nur eben nie "verursachen", wie man gern gemeinhin meint.
    Ausbilden kann man schon - jeden, dem es an eigener Einbildungskraft mangelt, also alle. Denn alle Finten o. Tricks wurden in ihren technischen Abläufen historisch entwickelt, über Jahrzehnte entwickelt u. teils verfeinert in ihren Elementen; nur trifft keine Technik das Wesen des Fußballspiels (hier gilt: glauben, nicht wissen/als Routinen automatisieren!). Was aber bitte soll eine "Ausbildung" sein, die man per Geld zu "entschädigen" habe o. könne? Man kann sie sicher als Leistungshilfe bezahlen, aber wo hätte ein "verantwortungsbeflissener" Ausbilder/Trainer schädliche Wirkung, wenn denn der Auszubildende nicht als Objekt, als Besitzstand gelten kann u. soll, was jeder Verantwortung im Ausbilden krass widerspräche? Nur mal so. Etwas Gutes kann nur Objekt von etwas schlechterem werden...

    Das Schlimme daran, dass es leider immer wieder Beispiele gibt, die ebend nicht besonnen Reize setzen

    ...klar, sogar die Mehrzahl, aber man soll ja nie das Kind mit dem Bade ausschütten. Klare Strukturen benötigen Kids - und greifen sogar nach ihnen, wenn sie sie beschädigen, s. "Mitmachen" u. langes Totschweigen bei den Missbrauchsskandalen: die Angst ist meist stärker als der Mut, den Mund aufzumachen. Kinder tun dies viel öfter wie Erwachsene, nur glaubte man ihnen früher dann nicht, hört weg, schüchtert sie ein, bringt sie auf Linie etc. Erst spielen sie weiter "ihren" Fußball, aber dann werden sie zusammengeschrien, dafür bestraft usw. - und stumpfen im Willen ab, funktionieren irgendwann. In Ruhe Richtiges zu vermitteln, fordert unsere Geduld, aber wer, meist ungelernt u. im Alltagsstress, kann die stets aufbringen, für umsonst? Jeder will auch sich verwirklichen...

    muss man den Spielern auch unbedingt einimpfen

    : was Fußball bedeutet! Impfen schützt u. hilft körperhaft, um das Wort nochmal aufzugreifen. "Einschleifen" hört sich da wie "hier wird nach meiner Pfeife getanzt" schon problematischer an. Dass es völlig egal sei, würde ich aber nie sagen: Es geht im Geiste des Teams immer darum, Kindern Lernangebote zu machen, die sie beim "trial and error" voranbringen können. Da sie dies in der Regel selbst möchten, haben sie ein Gespür für das, was ihnen individuell hilft. Aber man sollte ihre Entscheidung(-sfindung) nicht mit aller Gewalt manipulieren, nur impfend vor grobem, wiederholtem Fehlgehen schützen.
    Jede Aufstellung ist für sie erstmal abstrakt u. komplex: Zahlenwerk, nicht eben "spielnah". Daher muss man hier grad nichts "diktieren" (du stehst genau in diesem Feld, nirgends sonst), das lähmt ihre eigendynamisch offene Lernbereitschaft nur, ist aber leider in der Defensive weit verbreitet (Tainerkinder dürfen meist offensiv ran: Tore machen!), die Folge mit der Zeit verheerend: Standfußball! Unseren Kindern wurde er zwischen 4 und 8 Jahren so vermittelt u. trotz aller Appelle u. Förderung durch ihren Papa ist die statische Denkweise nicht aus dem Kopf zu kriegen, bis in den schulischen Alltag hinein: erstmal die Dinge auf sich zu kommen lassen statt sich selbst - gar pro-aktiv - zu bewegen. Für mich als Vater wie Bewegungstyp frustrierend, aber offenbar im so "programmierten" Kinderkopf nicht mehr zu korrigieren...
    Daher also mein offensiver Favorit der oben nachgefragten E-Aufstellung, da Ergebnis- statt Erlebnisfußball Kindern langfristig nie dient, sie im Kopf, ihrer Lern-Eigendynamik nur lähmt.

    nicht vom Fußball weggespert, sie könnten ja in ihrem alten Verein weiterspielen

    ...dann wäre die Absicht ja noch schlimmer, nämlich einsperren im alten Verein contra freiheitlich "den nächsten step" gehen dürfen. Würde ich mehr dieser kleinen Vereine u. deren Ausbildung als Ursache der positiven Entwicklung kennen (was ich einzelnen Trainern kleiner Vereine nie pauschal absprechen würde, bei uns im Jg. gibt es auch einen Top-Dorfverein, der mit den BuLi-NLZ mithält, obwohl er nur seine Dorftalente, keinerlei abgeworbene hat, - nur in der Summe ringsum...), säh ich es anders. Aber da würde logischerweise grad kein Einzeltalent wechseln "müssen", da das ganze Team spielerisch top ist!


    Ich selbst habe als Trainer einer jüngeren D dem stärksten Talent noch 2 Probetrainings im LZ besorgt als Chance rechtzeitig wegzukommen, da sein Vater weder eine AE hätte bezahlen wollen noch können (H-4). Klar, da galt ich nur als Feind im eigenen Lager u. warum ich "meinen" besten wegloben, "mein" Team um seine Dominanz schwächen wollte o. ähnliches, fand leider kein Interesse. Für mich dürfen Kinder nicht als Besitz betrachtet u. gg Geld verrechnet werden, damit irgendwer profitieren könne, selbst wenn es um so einen guten Kleinverein ginge, der dies sicher auch gar nicht wollte. Daraus schließe ich dann, dass es bei der AE in Wahrheit um ganz was anderes geht, was ich als justiziabel sehe: Denn Kinder, sie stark zu machen, sollte aus Respekt höchstes Gut sein, etwas darüber zu stellen, ist schon grundverkehrt im Denken, erst Recht, wenn's um Geld geht... Aber egal, die oberste Justiz sah es anders, was mir nur zeigt: die Kluft zwischen Rechthaben u. Rechtbekommen wird hierzulande immer krasser, mit fatalen Folgen für den Rechts-/Bürgerfrieden...


    Anreize ideeller Art habe ich vielen Kleinvereinen in den vergangenen Jahren etliche geboten, auf fruchtbaren Boden fielen die aber nur in den LZ... Warum? Meine aus viel Negativ-Erfahrung klüger werden müssende Antwort: das Interesse fehlt. Es sind immer nur einzelne Trainer die Vollgas für mehr Lernerfolge u. starke Kids geben. Mit denen halte ich in einem Netzwerk denn auch Kontakt, aber ansonsten dreht sich das Meiste ums eigene Ich - und da liefert die AE eine fatale Vorlage, um Kinder mittelloser Eltern zum Bleiben zu nötigen o. für viel Konflikte zu sorgen... Nachsatz: Holzwege führen im Urwald die, die sie freischlagen, zur Lichtung, auf denn!


    Das ist auf den Punkt gebracht, nur zu ergänzen, dass KiFu bis zur D zu modifizieren ist: damit alle am Spielen wie Bewegen gleichberechtigt beteiligt werden (wobei - da nicht alle gleich fit - auch differenziert wird, etwa im wichtigen Punkt-Spiel: alle sich bewegen, keinen auf der Bank sitzen lassen, aber u.U. nebenan für noch Ungeübte trainieren, denn im Punktspiel würden sie zu viel dominiert: besser erst üben!).


    (@g: wenn mich heute 12-jährige noch erkennen, die ich mit 4 trainierte, mir sagen, ich sei der liebste Trainer gewesen, dann geht im Herzen die Sonne auf, ob die nun Erfolg heiße o. nicht... Kenn aber auch Kollegen, wo Kinder sich schon 2 Monaten nach dem Trainerwechsel nur wegdrehen - das gäbe mir zu denken, ihnen aber nicht. Ob das dann erfolgreich war?)