suche ein paar gleichgesinnte Väter mit Söhnen (die gibt es sicher) und macht ein extra Training, so, wie ihr Euch das vorstellt
Im Prinzip guter Vorschlag: ich hatte genau das 6 Monate gemacht, leider nur allein. Probleme: 1. wo findet man einen geeigneten Platz? Praktisch nur bei Vereinen. Ein LZ war bereit, uns parallel zu ihrer U10 mit trainieren zu lassen, Abschluss: Trainingsspiel (das "wir" aber stets verloren, Mix war nicht gewollt => schon nächstes Problem: Motivation...) 2. Da alles kostenlos + vereinsfrei war, kaum Disziplin seitens der Eltern : man kam u. ging, wie man lustig war (es grad bzgl. Einkaufen passte etc.) 3. Nach 6 Monaten wechselten 3 Kinder - mit die besten, zuverlässigsten, motiviertesten (auch bzgl Eltern) - ins LZ u. ich galt ringsum als der LZ-Chefabwerber.... 4. Förderteam also nochmal geschwächt (in den Vergleichsspielen), ich (wo ich auftauchte) ringsum geächtet, reihum Trainer, die "ihren" Eltern verboten, zum Förder-Event zu gehen (sonst sollten die gleich gehen)... Ergebnis: Finito, Projekt tot.
Die Idee bliebe für mich lohnenswert: eigenmotovierte Talente ab 9 o. 10 mehr in der Breite fördern, motivieren, ohne von außen zu selektieren nach sog. "Leistung", Elternportemonnai, Vitamin B u.ä. Man könnte so dem ein wenig begegnen, dass in Vereinsteam Leistungsscheren aufreissen, ohne dass motivierte, aber von (Subjektiv von außen aburteilenden) Sichtern aussortierte Kinder selbst ihres Glückes Schmied werden dürften. Wie aber jene Probleme lösen?
Da fehlt mir bis heute die Antwort. Vereine müssten kooperieren, das tolerieren o. gar im individuellen Kindinteresse unterstützen, offener für Kinder, ihre Entwicklung als höchstem Zweck werden. Aber hier bei uns wollte das keiner: als ich Fachwarte dann einlud, sich zwecks Gründung eines übervereinsmäßig mobilen Förderzentrums mal "privat" zu treffen, alles mal live statt Gerüchte zu hören (worum es gehen solle), kam keiner, ich wurde verspottet mit Bemerkungen, dass ich nun da wohl der große Chef werden wolle: an mehr mochte man offenbar nicht denken. Wer aber da Chef würde, war gar nicht Thema, hätte wegen mir jeder sein können: der dem Anliegen dienen will. Das waren so Probleme. Nur Werder, bei denen ich auch fürs Konzept warb, setzte nun mit dem Camp-on-tour den Gedanken mobilen Förderns um, als ein Element, aber: es ist mitnichten kostenfrei, dh für alle offen. Klar , hat man da Frust, kann den nicht immer standhalten o. andern raten, Gleiches zu versuchen, aber wer es trotzdem tut, vllt die Probleme besser zu lösen weiß als ich damals, hätte meinen höchsten Respekt! Denn er hätte (mE) scheinbar Unmögliches erreicht: Fördern ohne Besitzansprüche, ohne Geldverdienen, ohne Ichfixierung im Ehrgeiz als Ideal, dann noch Erfolg im Umsetzen, das wär's, würde im KiFu was revolutionär bewegen: Kinder, die schwächsten Glieder, ihr Wohl zuförderst, Fördern ganz um ihrer willen im Mittelpunkt!
