Beiträge von Keller-Kicker

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    Ich ging "hier mit dir gern in die Opposition", nicht gegen dich, sondern die Ansicht des Threaderstellers bzgl. Verteidigung. Unsere Söhne wurden zwischen 6 und 12 Jahren leider oft auf diese Position bzw. ins Tor gezwungen: dagegen kann man dann privat gar nicht mehr an fördern, was es für Schäden verursacht, wenn man auf undankbaren Defensivpositionen rumstehen muss statt sich frei bewegen u. (Tor-)Erfolge hautnah erleben zu dürfen, wie in unserem Fall stets die per Papa ambitionierten wie protegierten Trainersöhne. Die Entwicklung spricht rückblickend Bände, ohne das im einzelnen schildern zu wollen.


    PS: Unser Ältester dürfte nun in der 1.Hallenrunde endlich mal Mittelfeld spielen u. schoss gleich 6 von 9 Toren seines Teams. Da fragt man sich als Eltern natürlich, wo er heute stehen könnte, wenn seine Trainer seine Offensivqualitäten früher anerkannt hätten, denn nun ist er 12 und Entwicklung irreversibel verschenkt worden. Daher mein Interesse am autokratischen Positions-Aufstellen durch oft im Sehen nicht ausgebildete Kindertrainer u. mein Plädoyer fürs Rotieren als Fairplay pro "mentale" Freiheit, dass in unserer Region faktisch aber keiner macht (außer im LZ).

    Ein Trainer, der einem Spieler zu einem Tor als Erfolgserlebnis verhelfen will, wird diesen im nächsten Spiel vermutlich eher im Sturm als in der Abwehr einsetzen. Einen Spieler der aktuell sehr verunsichert ist, würde ich nicht unbedingt zentral in der Abwehr oder im Tor aufstellen, da dort Fehler oft sehr augenfällig sind und so die Verunsicherung eher schüren.


    Ich gehe hier mit dir gern in die Opposition: In semiprofessionell geführten LZ-Teams rotiert man meist bis zur D, damit Spieler alle Positionen kennenlernen. Man kann aber eben auch Positionen wichtig machen. Für die kindliche Entwicklung scheint das Mittelfeld am förderlichsten, da es indirekt feldbezogen alle Positionen mit umfasst, spielerisch die größte Freiheit gewährt. Als für den Teamerfolg wichtigste Position gilt die des Torwartes! Es gibt Untersuchungen, die ihr 20 bis 30 % bzgl. des Teamerfolgs zuschreiben - je nach Teamstatus im Wettbewerbsvergleich (beim schwachen Team kommt es sicher weit mehr auf den TW an u. in anderer Weise: im Spitzenteam muss sich zB ein Neuer so konzentriert halten, dass er trotz langer Nichtbeschäftigung statt Dauerbeschuss hellwach bleibt...). Folglich muss ein TW viel Verantwortungsdruck aushalten, Frustrationstoleranz entwickeln (können). Spielt man mit letztem Mann, ist die Verteidigerposition zB entlastet u. weniger wichtig, da abgesichert. Stürmer machen die Tore, die gemeinhin am wichtigsten genommen werden; daher wird oft der beste Torschütze extra ausgezeichnet, ihm bei den Kids zusätzlich Gewicht verliehen, obwohl er bereits die besten Erfolgserlebnisse hat. Abwehrspieler hingegen sind die Dummen, sollen meist hinten stehen statt sich frei bewegen zu dürfen. Wundert es da, dass die meisten - bei etwas Selbstbewusstsein - im Sturm spielen wollen, zumal, wenn man nicht nach hinten arbeiten muss? Doch viele Trainer stellen gern die Schwächsten in den Sturm: weil sie da am wenigsten Schaden anrichten können solle.


    Wichtigkeit der Positionen, es kommt also ganz auf den Standpunkt an, wie stets. Einfach eine Rangfolge kann es nicht geben, wer "seine" Position für sich gefunden hat, für den ist diese auch die wichtigste. Zugleich können Positionen auch wichtig gemacht werden: etwa, indem man Assist zählt, die 10 heroisiert o. verbal besonderes Lob ausspricht, wodurch man die Last des TW-Rolle oft auszugleichen sucht etc. Es heißt zwar Teamplay/sport, real aber gibt es Strukturen der sog. Wichtigkeit, obwohl es dem Teamgeist sicher idR eher schadet.

    Zamorra: sorry, aber dann war die Frage zu intelligent für mich... ;) Das Vorurteil war nicht auf dich bezogen, lies noch mal, was ich schrieb*: Egal, hat nur indirekt was mit dem Thema zu tun: falsch machen Trainer etwas, wenn sie sich primär als Rivalen sehen. Kollegialität statt Rivalität!


    *Zur Erklärung: Ich schrieb vom Vorturteil Erwachsener u. falschem Denken: Profis mit Kindern zwischen 5 u. 14 Jahren zu vergleichen, was zu tun du vorgabst, oder? Ob du real dies Vorurteil hast u. so denkst, weiß ich nicht, daher habe ich dazu auch gar nichts geschrieben. Oder wie sollte ich deine Frage verstehen? Noch ne Ergänzung: Für mich ist klar: kein Profiteam hat so eine gute Moral und solch ehrlichen Teamgeist wie ein Team von noch 5- u- 14-jährigen, oder wie kann man das anders sehen?

    suggerieren


    Es sind zunächst Fakten, keine Suggestion: denn du kannst sie ja frei einordnen u. widersprechen, da der Schluss als subjektiv offen gelegt ist! Wobei es viele andere, natürlich dann von jedem selbst auszulegende (o. frei zu zerredende) Fälle gäbe: ein 6-jähriger sollte zB im Halbjahr zurückgestellt werden in den Schulkindergarten. Parallel begann er mit Fußball, dann Schach (Im EU-Entwicklungsland Bulg. voll schulisch integriert!) u. bekam auch "mental" viel mit. Am Ende des Schuljahrs hatte er sich bereits stark verbessert, seine Eltern meinten zu mir, Fußball u. Schach hätten ihn mehr vorangebracht als alles in der Schule. Dennoch wurde ich nach Kritik an Strafmethoden o. Geschrei anderer Trainer aus dem Verein entfernt (auch diese Eltern zogen da nur den Kopf weg, schwiegen). Der Junge hörte einige Monate später mit Fußball auf, bekam prompt wieder Schulprobleme. Alles Zufall? Möglich, ich sag's nur, damit man vllt doch ins Nachdenken komme*, nicht um was zu beweisen! Ich konnte nicht helfen, bot ja kein MC an, sondern gab es Kindern nur nebenbei mit - wie andere Trainer eben unbewusst im Vorleben von Werten u. Normen auch: per Zusammenschreien, Strafen, Aufstellen vs Positions-Flow, Achtsamkeit auf menschlich 1er Ebene etc. Jede mentale Beeinflussung durch Trainer ist schon MT, ob man es nun weiß, einräumt o. nicht (was immer Mangel an Bewusstsein zeigt). Luna: In 3 Wochen wird man nie "wissenschaftlich" fundiert ausgebildet, dafür benötigt es schon ein seriöses, staatl. kontrolliertes Studium mit Abschluss: dauert 4 Jahre, Abi (Hochschulreife) ist Pflicht, da Dinge eben komplexer zu betrachten sind. Trotzdem kann man im MT Gutes bewirken nach ein paar Wochen ehrlicher Weiterbildung, wie man eben auch ein sehr guter Trainer sein kann, Beckenbauer & Co lassen grüßen: ohne jede sog. Trainer-Ausbildung, die ohnehin nicht staatlich, sondern nur vereinsmäßig vom DFB kontrolliert wird gemäß seinen Interessen, das vergisst man oft. Auf den Menschen hinter den Titel u. Trophäen kommt es an, auf das, was er u. seine Arbeit anderen konkret u. reell bringt. Natürlich kann man die Ursächlichkeiten von Erfolgen immer anzweifeln, jeder muss selbst entscheiden sowie Eltern bzw. Vereinsobere für die Kinder, für die sie Verantwortung übernehmen. Das sollte man durchaus eng, genau hin sehen u. nicht wen einfach machen lassen.


    Ich könnte viele weitere Fallbeispiele nennen, doch wozu: auch sie muss keiner als emprirische Beweise blanko hinnehmen, sie könnten frei erfunden sein, wie viele Fallbeispiele in psycholog. Literatur, wo es dann immer heißt: Fälle wurden zum Schutz ohne Namen geschildert u. verändert (da ich Psychologen kenne, weiß ich in etwa, wie sie Dissertationen abfassten) etc. Grund: es geht eher um Anregungen zum Nachdenken, nicht "Beweise". Viele geistige Wahrheiten haben historisch lange gebraucht, um anerkannt zu werden. Daher redet man auch von "Schulen": jeder entscheidet selbst, wem er folgt, Denkzwänge gibt es so nicht, nur bzgl. dem, was man offen aussagen darf u. dann oft mit der Zeit auch das Begreifen prägt. Da benötigt man Gegenpole, um mental im Kopf frei zu bleiben, denn allein schaffen das ja schon Erwachsene selten. Fußball ist da nur ein kleiner, aber viele Kinder im Sozial- wie Selbstverhalten zT stark prägender Bereich: frei lachende und so spielende o. unter Druck gestresste, ängstbesetzte Kinder - das ist die "mentale" Alternative, wenn man auf die KiFu-Plätze schaut; um mentale "Abrichtung auf Höchstleistung" sollte es nur da gehen, wo Selbstbestimmtheit im Wollen möglich ist: nicht vor 16, 17 Jahren, um die je eigene, freiheitliche Selbsterwählung (also kein Zwang per Trainer, Lehrer, Eltern o.ä.) zu stützen...

    Einzelansprachen, wie sie hier scheinbar von einem Schreiber bevorzugt


    Keine Ansprachen, nur ein präziser Hinweis u. bei Bedarf. Am besten möglichst schweigen, die Spieler sich sellbst verständigen lassen, denn sie spielen, nicht der Trainer. Austoben lassen ist immer gut; für mehr als 1, 2 Sätze fehlt Kindern in ihrer Freizeit oft die Aufnahmebereitschaft. Vllt läuft es in Leverkusen zZ so gut, weil da 2 Trainer sich untereinander unterhalten können statt sich am Rand zu produzieren? Ok, Streich, Tuchel u. Klopp haben auch ihre positve Wirkung, aber es kommt eben emotional positiv...

    einer Gruppe etwas zu erklären


    Ja, dies Vorgehen ist fast immer pure Selbstfantasie. Menschen sind Individuen (keine mal eben zu programmierende Computerfiguren) u. daher auch in aller Regel nur individuell anzusprechen, sonst hat man sie bereits unbewusst zur Masse degradiert. Meist hört praktisch keiner zu (höchstens den Ton, nicht die Musik), aber der Trainer meint, er habe ganz viel erklärt u. nun müssten alle danach agieren. Dann wundert er sich, wieso wieder keiner "spurt" u. macht seinem Ärger schreiend Luft - leider auch x-mal hilflos beobachtet - den Kindern gegen solch "Autorität" nicht helfen könnend, da schon per Drohungen gegen das Kind (wenn du weiter reinredest, muss dein Kind aus "meinem" Team raus) mundtot zur Unperson gemacht.

    Mentalcoaching sollte zunächst einfach auf Geistesbildung abzielen, wie es das Wort besagt: unterstützend. So ist etwa Kinderphilosophie heute populär - und vor allem: bei Kindern selbst beliebt, worauf es immer ankommt. Ebenso Kinderschach. So fing ich auch mit dem MC bei Kindern in Koop mit einer Schachschule an: logisches wie geometrisches Denken auf dem Platz als dessen innerste Wahrheit lernen. Natürlich buchten viele Kinder dann wie unser jüngster Schachkurse u. es machte sie "im Kopf" stärker. Er steht in Mathe heute zwischen 1 und 2, der ältere, der noch kein MC u. Schach erhielt, leider zwischen 4 und 5. Auch fußballerisch sind zum einen die damals eher experimentell geschulten Kinder (die Schwächeren, deren Eltern sie schickten) alle noch aktiv (wogegen im allgemeinen ca. 50% schon aufhörten) u. wurden Stammspieler, meist im defensiven Mittelfeld, wo sie offenbar gut die Bälle verteilen. Ein Kind zB fing erst mit knapp 10 mit Fußball wg Freunden an, wo die ersten längst aufhörten, er traf keinen Ball, sein Trainer verdrehte nur die Augen u. gab 7 Monate vor, der Spielerpass käme vom Verband nicht, wehalb er den Jungen leider nicht einsetzen könne... Nun ist er 12 u. verteilt mit simplen, schnellen Passspiel von hinten die Bälle, stellt sich gut gegen Stürmer, läuft motiviert Räume zu etc. Fußball ist eben so enfach erfolgreich zu spielen, wo der eigene "Kopf" mitspielen kann, darf! Daher kann ich nur immer wieder dafür plädieren, Mentalcoaching nicht irgendwie methodisch zu verkürzen, es so von eigener Warte aus Kindern zu rauben, sie ohne Gegenpol fremden Köpfen auszuliefern: denn viele Wege führen nach Rom; alle, die Kinder bzw. Spieler reell voranbringen u. mehr Stärke, dh vor allem "Beweglichkeit" im Geist verleihen, sind für sie gute, völlig egal, wie Erwachsene von oben herab das beurteilen.


    Ja, starke Kinder mit mehr Rückgrat sind für viele im Vereinssport offenbar eine große "mentale" Bedrohung, die Folgen für Kinder wie mich hab ich oft erlebt. Wie soll man den Trainer einer B-Bundesliga (der MC immerhin aus Neugier o. wg. dem Misserfolg zuließ) denn beurteilen, der seinen "Schützlingen" einbleut: Widerworte gibt's bei mir nicht, wer widerspricht, fliegt sofort aus dem Team (wie dann ich, als ich etwas kritischer wurde). Was nützt die DFB-A-Lizenz als Schein, wenn man gar nicht real versteht, wie 16-jährige ticken: dass es für ihr Selbstvertrauen das Wichtigste ist, eigenes Denken, Widerspruch u.ä. fürs Selbstwertempfinden und den eigenen starken Willen riskieren zu dürfen, da sicher auch Grenzen zu erfahren, aber in Maßen der Teamverträglichkeit, nicht von Willkür, die sie klein macht u. halten will. Ist es da verwunderlich, wenn das Team nur verliert? Daher ergänzt Coaching eben Training, sollte personell strikt getrennt sein: der Trainer muss darauf schauen, dass das Team u. alle Teile in ihm reibungslos funktionieren, ein Coach sieht die Teile des Ganzen auch selbst als Ganze: dass es immer Reibungen gibt und es gut ist, da so erst die innere Energie mental entsteht. Die Frage hier sollte denn auch sein: wo, wie, warum, nicht nur Ja o. Nein!


    Mentala: Ich gehe nun davon aus, dass du Psychotherapeutin bist u. so ausgebildet wurdest. Da dies für mich nicht gilt, die Frage: ist nicht Methodenpluralismus Teil des Lehrstoffs? Wenn jeder Coach o. MT zwingend Therapeut wäre, ist es dann nicht verständlich, dass es die Vorurteile gibt, man müsse ja irgendwie krank sein, wenn man sich mental beraten lässt? Ich setze da viel moderater an: jeder Mensch benötigt als Einzelwesen eine Art Lebensberatung, im Alltag genügen meist Familie o. Freunde, doch in spezifischen Bereichen gibt es fachliche Einsprengsel, die sie nicht kennen können, daher kann u. sollte man hier bei entsprechendem Interesse am Vorankommen Rat suchen - und danach auswählen, was er reell für die Praxis bringt, nicht nach Papier u. Schein. So ist ein MC Dienstleister u. jeder muss seine Dienste für sich bewerten, Eltern natürlich für ihre Kinder genau hinsehend. Allgemein gegen MC zu hetzen, ohne eigene theoretische Kenntnis finde ich unseriös, ist aber üblich: krankt man am Körper geht man selbstredend zum Arzt o. Physiotherapeuten u. keiner findet was dabei, will man Seele o. Geist stärker machen (ist noch nichtmal krank), gerät man aber unter Verdacht? Merk-Würdig, wo unsere Kultur doch auf den Geist aufbaut, nicht auf Muskelkraft wie in der Steinzeit!

    mehr Diplomatie lernen


    Die Diplomatie ist ein zweischneidiges Schwert gegen sich selbst: zum einen verbiegt man sich zu sehr, macht erstmal mit und kommt dann nicht mehr aus seinem Opportunismus heraus; zum anderen geht man Ziele zu direkt u. undiplomatisch an u. fliegt schnell raus. Beispiel: man fängt neu an, merkt schnell, dass vieles nicht stimmt: auf der 1. Betreuersitzung verbreitet ein Trainer (C-2, in der KKS!), dass bei ihm bestimmte 3 Kinder in der Saison keine Minute mitspielen werden u. folglich "per Krankenschein" von den D-Trainern zu übernehmen seien (was die u. der JL schon in 2 Fällen mitmachen, doch das 3.Kind bleibt übrig, kann nun nur in der D mittrainieren); beim "Kollegen" der D3 soll es zuerst nur um Spaß u. Soziales gehen, Erfolg sei in dieser Jahrgangsersten zweitrangig, doch er sucht sich dafür bis auf seinen Sohn u. dessen Freund nur die "Besten" heraus, schreit die auf Nahdistanz zusammen, wenn sie Fehler machen, hat in 5 Jahren schon 8 andere Trainer rausgeboxt, ist im Gegensatz zu einem selbst kein Fußballer, zimmert sämtliche Übungen selbst statt nach Trainingskonzepten, ist zudem im Training kaum mal da, so dass man als D4-Trainer zwar de facto nichts zu sagen hat, aber dafür über 50% allein mit beiden Teams beim Training ist... Da prescht man nun vor, schlägt dem JL vor, dass man doch ein Jugendkonzept erstellen solle, damit es nicht nur nach individueller Trainerwillkür, sondern für alle verbindlicher laufe, was ignoriert wird, dann bitte man darum, die de facto stets allein betreute D4 auch für sich trainieren zu dürfen (statt über 50% die viel störende u. die D4-Kids dominierende D3 mit) u. da fliegt man auch schon raus als Nr.9, als Spalter, der böse Kinder trennen wolle (damit beide in homogenen Gruppen mehr lernen, da genau dafür differenzierte Teams gebildet werden usw!)... Fazit: Ohne "Diplomatie" ist alles gute, natürlich kostenfreie Wollen uU nichts wert, man ist draußen u. ein Kunmpel des "Kollegen" springt erstmal ein. Nun darf darf beobachten, wie alle Kinder inkl. des eigenen nun nach der Pfeife tanzend Runden schrubben, monoton in einer D-Jahrgangsersten mit dem Ball gegen Wände schießen, um das Passen zu lernen o. in langer Reihe aufs Tor schießen: weil man etwas Grundlegendes falsch gemacht hat! Daher ist es für neue Trainer auch äußerst wichtig zu wissen, wie es real in vielen Vereinen läuft, dies zu akzeptieren: Mund halten, sich nur aufs eigene "Revier" fokussieren, mit der Zeit Macht erlangen, die Eltern hinterrücks gegen Rivalen einschwören etc. - denn die unguten Trainer machen dies auch, seit vielen Jahren u. ohne Macht wird man nie was verändern, nur draußen allem zuschauen dürfen, wenn man was verändern will, ohne vorher diplomatisch Macht dazu zu kriegen. Mehr Geld macht Interessen uU noch rigider: ?

    Rebellier mal in einem Leistungsverein, da sitzt du ganz schnell draußen


    Da hast du Recht. Eigentlich wollte ich die neueste Entwicklung nicht mitteilen, aber der Jugendleiter in dem LZ, wo wir gerade ein MTC-Konzept erstellen u. dann anfangen wollten, ist weg, nach 6 höchst erfolgreichen Jahren mit 5 Aufstiegen seiner Teams von der Bezirks- zur Bundesliga. Über die Gründe hüllt man sich in Schweigen, daher ich auch ;) Mit der Wissenschaft verhält es sich so, dass man methodisch jedes Sachgebiet erarbeiten kann u. eben sich nie auf eine Methode als Heilsweg festlegt. Was Wissenschaft bedeutet, kann man schön auch in populärwiss. Büchern nachlesen, lohnt sich.

    Ein guter Trainer sieht fürsorglich voraus, im Guten wie Schlechten. Alles, was man wem beibringt o. zuführt, schließt anderes aus. Menschen sind immer auch "Verdrängungskünstler", gerade Kinder. Daher machen sie vieles mit, ertragen vieles, das so oberflächlich "funktioniert" u. doch Schädliches bewirkt. Das Ende ist ja erstmal nie absehbar, doch entsteht das Böse, Gewalt, Hass: ist nicht einfach in einem Menschen da. Wir glauben gern, dass wir nur etwas Gutes bewirken, aber das Schlechte, die Kehrseite ignorieren wir: um unser positives Bild von uns zu bewahren, uns selbst gut zu fühlen. Doch immer macht man auch etwas falsch, wer meint, perfekt (zB da ausgebildet, wissend, machtvoll etc.) zu sein, vor dem graut mir um der Kinder willen. Denn sie sieht er nicht wirklich. Sie aber lernen auch vom Schlechten, fragt sich immer nur wie und was... Was fügt am meisten Schaden zu von dem, was man falsch machen kann? Für alle offenes (Selbst-)Kritikvermögen in jede Richtung, der Königsweg zur Selbstverbesserung.

    Danke, Germancoach, das hatte ich auch gedacht, aber es würde als Provokation bewertet und eh ignoriert. Mich treibt genau dies Problem seit vielen Jahren herum: der Kardinalfehler ist es ja, auf kritischen Dialog feindselig zu reagieren, in Eltern, Kollegen, Gegner primär nur Rivalen zu vermuten statt "Spielpartner", so statt Einsicht nur Abwehrreflexe zeigen etc. Was nützt es, wenn die Gutwillig-Aufgeschlossenen sich stets gern selbst weiterbilden, die aufgrund der Vereinsmeierei aber vor allem im KiFu (mangels Kontrolle, Gegenwehr, Aufmerksamkeit u. Interesse dort) häufigen viel falsch machenden o. persönlich ungeeigneten KiFu-Trainer stets bleiben, wie sie sind. Wie die, die es am nötigsten hätten, fürs Lernen begeistern, fürs Selbst in eigener Beobachtung sensibilisieren? Denn genau die wären es doch, an die sich der virtuelle Trainerlehrgang richten könnte und müsste. Denn die Kompetenten brauchen ihn ja nicht mehr, die Inkompetenten aber sind es, da sie in der Regel nicht wollen, so wie der Trainer unseres Jüngsten: kein Fußballer, alles und alle beherrschen wollend (hat neben mir schon 8 weitere Trainerkollegen rausgemobbt - in 5 Jahren!), auf konstruktive Hinweise (Links zu schönen Übungen bei soccerdrills.de wie training-online ignorierend) mit dem Kommentar reagierend: ich denke mir die Übungen immer während des Trainings selbst aus, "learing by doing" (und so sehen sie dann aus: erst 10 min Runden laufen, dann in der Halle 15 min mit "möglichst" beiden Füßen gegen die Wand passen, 10 min in Reihe von 15 bis 20 Kindern aufs Tor schießen, Pause, Wählen, Abschlussspiel falls angesichts der vielen Störungen durch "diese Horde Kinder" Zeit verbleibt...)


    So ist ja die typische Realität derer, die euren Kurs nutzen sollten - doch wie kriegt man die dazu, einfach per Linkzusendung leider nicht, s.o., irgendwelche Anreize, psychologische Fallen o. Marketingtricks, so dass sie aus Eitelkeit mal hinschauen müssten trotz "habe keine Zeit für sowas" wie Trainingsplanung - nur zum Rauskicken geeigneterer Kollegen eben, da geht ja auch viel Energie drauf...? Ist ja nicht schlimm, aber kann man sich ja mal Gedanken zu machen: wie kommt das Produkt zu den Kunden, die es dringendst bräuchten, aber nicht wollen....?

    Und nun müsste man noch für die Elternpraxis wissen: was kann ich tun, wenn das eigene Kind Trainer hat, die fast all dies falsch machen, es aber für richtig halten? Wie ihnen begegnen, wenn sie kritisch fragenden Eltern nur sagen: Ich bin der Trainer und lasse mir nicht rein reden!? Das wäre dann der Stein des Weisen für besseren KiFu, der nicht nur den Berg rauf und doch immer wieder runter rollen würde...


    PS: Ganz stolz erzählte mir der Trainer zuletzt, als ich versuchte mit ihm über von den anständigen Kids als ungerecht empfundene Kollektivstrafen ins Gespräch zu kommen: Bald werde ich wie bei meinem alten Team Punkt 17.00 Uhr pfeifen und alle laufen (ihre Runden) los, wirst schon sehen...

    Dadurch, dass Mentaltrainer und Sportpsychologen gerade sehr in Mode sind, stehen diesen alle Türen offen.


    Er hatte vor 20 Jahren Psychologie studiert, durch diese Wochenendseminare durfte er sich Sportpsychologe nennen. Wenn man z.B. als Trainier diese Seminare besucht, darf man sich Mentalcoach nennen. Ich finde es wirklich schon krank, wenn man solche Unwahrheiten erzählt. Was wir in dieser Zeit alles erlebt haben, kann man normalerweise gar nicht glauben. Immer wieder erzählte er bei der Jugendleitung Unwahrheiten über bestimmte Kinder und Eltern, leider hatte er auch in einigen Fällen Erfolg. Nach seinem ersten Jahr mussten 3 Kinder den Verein verlassen, weil sie angeblich den psychischen Druck (lt.Psychologe) nicht aushielten.


    Zu diesem interessanten Fall + These muss man klar sagen: Vereinsobere u. Trainer tragen hier die 1. Verantwortung! Türen stehen ja nie einfach offen, sie öffnen sie, wenn auch zB für Trainer oft blanco. Wenn sie diesen sog. Psychologen (WE-Seminare sind kein seriöses Studium!) ungeprüft holen, derart trotz geschildert krasser Ungereimtheiten dominant agieren lassen, dann noch zum "Leistungstrainer" machen, der dann wie üblich nach gusto aufstellt, dann haben jene so entschieden, eure Kinder dem über 2 Jahre - für sie eine lange Zeit, die viel kaputt macht - auszusetzen, erst als Co, dann als Trainer. Mit Sportpsycholgie als solcher hat diese Problematik nur am Rande zu tun, es ist der fast "normale" KiFu, wie man eben kostenfreie o. billige Betreuer oft akquiriert! Mentalcoache sind u.a. deshalb so unbeliebt in Vereinen - trotz aller Ausbildung o. Kontrolle an öffentlich-rechtlichen Lehrinstituten - da sie Spielern u. Teams den Rücken stärken u. verleihen, den es sonst nur im selbstbewussteren Herrenbereich gibt: dort wäre so Verhältnisse keinen Monat gut gegangen, hätten wehrhafte Spieler rebelliert...

    Du meinst es nur gut, mentala, aber: Sind kompetente Antworten denn seitens der Attacke erwünscht? Wie antworten, als (seien wir doch ehrlich: letztlich allen verhasster) Philosoph? Was ist denn Kompetenz (die ich mir nie zuschrieb)? Sie liegt wesentlich nie im Sendungsbewusstsein (wie man meint: es ist immer nur Einbildungskraft, der Schelling aber zB eine transzendentale Qualität zuschreibt, jedoch nur im Glücksfall, nicht aus eigenem Vermögen!), sondern im Zuhören, Hinsehen bzw. verständig sein wollendem Lesen der eigenen Seinsspuren im einzig reellen Chaos des realweltlichen Werdens (als ganz Anderen). Meine Verdammnis zu "absolutem Schwachsinn", wo ich nur eine Meinung äußerte (wörtlich: "ich meine"), keine "Argumentationsgrundlage" liefern wollte, bietet ja nun keine "interessante Frage". Das Schöne an praktischer Arbeit ist, dass Erfolg ihr immer Recht gibt, egal, was andere reden. Ich weiß ja, guenter meint es nicht böse, es ist nur Reflex auf die latente Provokation plus innere Ungeduld: sonst hättest du, guenter, ja Argumente geliefert, WARUM du zu deiner Anti-These kommst, was du unter - deiner Lesart einer exkludierenden - FA verstehst, wieso diese dann nicht zur Aufstellungspraxis im KiFu passe etc. Dann hätte man darauf profund was antworten können; so aber sehe ich nichts außer leerer Polemik, was der Rede wert wäre. Verzeih mir Guenter, wenn ich deinen Beitrag so kontere, ist nur ehrlich, ok? Bitte liefere erstmal selbst einige Argumente gegen die Idee systemischer Teamaufstellung (wird übrigens in Unternehmen längst praktiziert, was du offenbar gar nicht weißt!) o. ihre angenommene Argumentationsbasis, die du mir irgendwie als schon fertig unterstellst, ich aber gar nicht zu haben behauptete. Habe nun etwas Humor, versuche einfach mal "Butter bei die Fische" zu liefern, damit ich eine Handhabe bekomme, dir mit der von Mentala erbetenen Kompetenz antworten kann, die ich zwar vermutlich gar nicht habe, um die ich mich aber bemühe im Streben à la Goethe. Es nämlich ist die eigentliche (einzig mögliche) "mentale" Qualität, die uns zukommt - mystisch, vom jenseitig 'ganz anderen' her, im äußersten Zutrauen zu sich selbst, welches die Anderen ringsum stets gern zu zerstören suchen, Sokrates lässt als von der Menschheit zum Giftbecher genötigter geistiger Begründer unseres Kulturkreises grüßen: andere kreuzigen ist die leichteste Übung, selbst ein Kreuz tragen bedeutend schwieriger. In diesem Sinne, zu den Sachen selbst, damit eine den Bogen spannende Argumentation in Gang komme - und pantha rei: alles fließt... ;)

    Du hast völlig Recht, herkömmlich besetzt der Trainer jene Position, doch eine genauere, transparente Prüfung des Status erfolgt kaum je. Im vereinsmäßigen Teamsport und all seinen Zwängen ist immer der psychologische Aspekt des "kompetitiven Altruismus" kritisch zu beachten. Er ist meist das Haupthindernis für freien Flow als Erfolgsbasis von Teams, aber wie der Name schon besagt, ist ihm als "Altruismus" kaum beizukommen: wer für andere dazusein vermeint u. vorgibt, umgibt sich mit ihnen wie im sozialem Cocooning. Im Herrenbereich gibt es schon mal eine Spielerrevolte, ein heimliches konspiratives Treffen von Spielern, die dann zu streiken besprechen und so o. ähnlich (auch ohne direkte Verabredung, s. Magath in Wolfsburg) unbeliebte o. unbefähigte Trainer absägen, im KiFu ist dies aber unmöglich. Umso wichtiger wäre eine Sensibilisierung für MTC, um zB dem vom Trainerkopf aus gesteuerten "Narrowcasting" der Stammformation entgegenzuwirken, sie zu demokratisieren statt alle per "Aufstellungspraxis" dem latenten Eigeninteresse einer Person mit all ihren blinden Flecken voll und ganz zu unterwerfen, mit der einzigen ultima ratio einer Trainerentlassung bei zu großem Misserfolg o. Misstrauen/-mut/-stimmung/-gunst, aber eben dem Erwachsenenfußball vorbehalten, denn im KiFu läuft alles weiter bis zum für alle Kinder bittersten Ende: der Auflösung ihrer Teams, da die von anderen Trainern umworbenen Leistungsstärksten ihre "mental" beleidigten Freiheitsreste benutzen u. per Teamwechsel davonlaufen. Auf der Strecke bleiben da die Schwächeren, die keiner mehr will, wie ich in Teams unserer Söhne bereits 5mal erlebte - und sie sind erst 11 u. 12 Jahre! Für sie sah ich den ersten Wechsel noch als Stimulus-Progression und Flexibilitätstraining, irgendwann aber erodiert die Motivation, da Fußball als destruktives Chaos und Unrecht gegen Kinder erlebt werden muss, die ohne jede Mitsprache nach Belieben "trainiert" wie aufgestellt werden.


    In der systemischen Therapie gibt es dafür die nachträgliche "Familienaufstellung", ich meine, eine solche Therapie würden viele Spieler auch fußballbezogen benötigen nach dem, was sie schon als kleine Kinder zT erdulden müssen, nicht nur den zu frühen selektiven Leistungsdruck, sondern auch viele amoralische Gutmenschen nach dem Prinzip des "kompetitiven Altruismus" (im nach sozialer Bestätigung suchenden Sich-einbilden-wollen eigenen Gut-Seins, das dann natürlich Kritik nur kompetitiv abblocken kann: gesund fürs eigene Ich, aber...), für dessen gefahrlose wie billige Befriedigung sich KiFu geradezu perfekt anzubieten scheint. Oder was denkst du dazu, mentala? Soll man nun unter äußerlichem Zwang diese Fremdwahrnehmung zum Maß seines Handelns erklären o. helfen, sich davon zu befreien, Feedbackschleifen selbstbewusster einzufordern, Flow im Teamplay zu ermöglichen etc.?

    Ja, war da guenter gefolgt. Ich würde aber eher in der Saisonvorbereitung intensiver "coachen", denn im Winter liegt die Handlungsauslösung uU zu weit weg. Aufmerksamkeit u. Interesse von Kindern kriegt man aber meist über die Praxisnähe und ihren Ehrgeiz, sich im Spiel zu beweisen etc.


    PS: Viele Spieler haben innerlich Frust, das weiß ich von mir selbst (falsche Position/Stress/"heimlich" das Spiel von Gleich zu Gleich unterdrückende Hierarchien im Team: auch jenseits reeller Leistungserbringung/ Auswechslungen bzw. Bankdrückerei/Gestaltung des Trainings/Umgangsformen etc.) wie den Söhnen. Offen geredet wird darüber aber praktisch nie und wehe dem, der es mal wagt, den Mund aufzumachen, sei es auch noch so konstruktiv gemeint. Daher sollte ein Einzelgespräch diesen Aspekt zuerst im Blick haben, nicht aber zuviel "belehren" wollen: reden und fragen lassen statt selbst (wie im Trainingsalltag gewohnt) reden wollen...

    Fremdwahrnehmung spielt hier eine große Rolle


    Das ist das, was mich an den analytischen Modellen in aller Regel stört: der Außenblick (auch auf sich selbst, exzentrische Positionalität voraussetzend als eigene Möglichkeit) kann bei freiheitlichem Menschenbild hilfreich sein, nicht aber maßgebend. Die Rede von (doch wohl proprietären vs. öffentlich-veränderlichen bzw. open-sourced frei verwendbaren?) Formaten verstehe ich nicht ganz (man formatiert Papier, Daten, TV-Sendungen*, "Denkstile", aber Spieler)? Können Menschen nicht nur sich selbst "in Form" bringen vs nach Vorlage von außen her gestaltet werden? Daher geht es mir um im counterparting gesteigerte Selbstwahrnehmung gemäß einem integrativem Coaching, mit teambezogen systemischen Elementen u.a. Denn Mitte und "Herz" ist hier das Team, nicht das Ich/Individuum, aber das ist dann eben ein grundlegend anderer Ansatz. Was nicht behaupten soll, dass der analytisch außengeleitete Blick nichts bringe; denn heute - zumal im Fußball - handelt, ja "denkt man" eben zumeist so und fühlt sich so im vorherrschenden Denken dann auch schneller "abgeholt" und "erkannt", so der Flow erstmal personenintern in Gang kommen muss und man dies nur mit fremder Hilfe zu vermögen glaubt. MTC kann vom Ansatz her überfordern, vor allem bei Erwachsenen, die schon weitaus selbstfixierter als Kinder sind. Hauptproblem ist der Trainer, der sich seiner Autorität "entkleidet" fühlt und auf sie nicht verzichten zu können meint ("Widerworte gibt es bei mir nicht", so ein Trainer zu seinen jugendlichen Spielern, wie mir dann Eltern nach der x-ten Niederlagen in Folge ob ihrer Ohnmacht resignativ berichteten).


    *zB: Unter Fernsehformat versteht man in der Medienwissenschaft ?die spezifische kommerzielle Ausgestaltung und lizenzgebundene Festlegung? von Fernsehproduktionen.[1] Umgangssprachlich wird der Begriff ?Format? mit Gattung bzw. Genre gleichgesetzt.
    Während die Gattung, wie beispielsweise der Krimi, offen für Veränderungen ist, steht beim Format allerdings die strikte Einhaltung des vertraglich festgelegten Konzepts im Vordergrund. Ein bekanntes Beispiel für ein Fernsehformat ist die aus den USA übernommene Spielshow Glücksrad, aus Wiki...

    Einzelgespräche können Wertschätzung signalisieren, wenn sie zumindest "positiv-kritisch" u. nicht allzu "zudringlich" sind. Was ich nicht verstehe, wieso willst du sie lt. Titel "zur Halbzeit" führen, wenn du doch zurecht genug Zeit forderst. In der Halbzeit sollen Kinder sich entspannen, den Kopf frei bekommen, ihre Dinge abhaken. Generell gilt: wer fragt, der führt. Daher sollte man die Kinder selbst viel fragen lassen, sie nicht etwa 10 min am Stück "zutexten", da sie nur wenigen Minuten o. gar Sätze aufnahmebereit sein können, umso kürzer, je weniger sie aktiv beteiligt sind. Wenn man bemerkt, dass das Kind unaufmerksam, nicht wirklich interessiert ist, sollte man ihm nichts aufzwingen und abbrechen. Dass ist das Schlimme an den oft üblichen "Halbzeitansprachen" o. "Spielanalysen" (im Training nach dem Spiel) von Trainern, die sich so oft nur ihre - zB bei Rückständen sich verletzt u. "enttäuscht" fühlende - Autorität beweisen wollen. Sie werden allen gleich verordnet, obwohl doch uU jeder eine individuelle Ansprache benötigen würde. Da sind Einzelgespräche immer effizienter für den individuellen Spieler, in der Halbzeit reicht aber ein präziser Hinweis, falls etwas zu korrigieren wäre: der Defensive fällt immer auf die gleiche Finte des Gegners rein, stellt sich falsch o.ä., der Mittelfeldmann steht, der Offensive läuft ins Abseits, lässt sich blocken, schiesst überhastet, sieht die Gassen nicht etc. Da ist ein kurzes Wort an den Einzelnen immer besser als jene Ansprache, die alles und alle einbeziehen will, der aber keiner richtig zuhört und die deshalb dann schnell ins Schreien verfällt...

    Da haben kleine Mentaltrainer keine Chance


    Wirklich? Kommt immer aufs Ziel an. Gehe mal in deren Seminare, stelle ein paar Fragen, zB wo liegt für sie der Teamgeist oder ist er Fiktion? Da war vor Jahren mal die "flüchtige" Antwort einer dieser Koryphäen: Das ist hier nicht Thema! - um dann schnell im Psychologisieren des Teamsports fortzufahren. Nicht dass ich nicht gern deren aufschlussreiche und hochgebildete Bücher und Studien lese, aber sie sind eben vom Ansatz her grundverkehrend und falsch, wie jene Antwort belegt: Teamgeist ist gar nicht wirklich ihr Thema! Die vom DFB beherrschte Fußballwelt hat dies evtl. nur noch nicht zur Kenntnis genommen. Noch ist es so, dass man als Fragensteller erst ignoriert, dann mit Rauswurf wg. (Ruhe-)"Störung" bedroht wird, so ging's mir damals, als ich mit der Frage nachsetzte, was denn dann Thema sei: keine Antwort, sondern eben nur die Warnung: Bitte stören sie nicht weiter unseren Unterricht... Aber wie gesagt: diese Sportpsychologen haben vieles vorangebracht, es spricht nicht Mangel von Respekt aus mir, nur die Erkenntnis, dass sie das, worum es im Teamsport zuallererst gehen müsste, gar nicht erfassen wollen! Sie gehen vom Einzelnen statt dem Team aus und versuchen dann, deren mentale Eigendynamik autoritativ zu rekonstruieren. Natürlich generiert man so gewisse Erfolge, da dem Mentalen quasi unter der Hand doch mit gedient wird: besser als nichts wie meist im Amateurbereich o. vielen Fußball-Entwicklungsländern, aber es wäre mehr drin. Wie man dies angemessen verkaufen und zur Geltung bringen könnte, ist sicher eine entscheidende Frage, über die man viel grübeln kann bzw. muss... Aber bitte keine Angst vor großen Tieren, sie sind auch nur Menschen wie du und ich, im Prinzip, auf das man sie festnageln müsste... Man muss aber schon in ihre Hochburgen gehen, Widerspruch wagen, um sie in Verlegenheit zu bringen, was denn ihre Sache wirklich sei. Zu uns kommen sie von sich aus nicht, denn sie haben ja Erfolg. Also müssten wir uns hier den Rücken stärken, nicht nur wie viele persönlich gegeneinander Stimmung machen o. immer wieder mit Abwegigem vom Thema ablenken: dafür ist es zu wichtig, daher tut es mir echt weh, wenn es nicht hochgeschätzt wird.