Gurkentruppenlizenz - Auch diese Trainer haben 120Std. ihrer Freizeit geopfert.
Genauer lesen - Gurkentruppen-Lizenz: hier wird eher das Team als der Trainer despektierlich runtergemacht - dass sich solch armer Trainer mit Gurkentruppen abgeben muss, da die C-Breitensport-Lizenz nicht mehr her gebe an Achtung durch Vereinsvorstände, oder? Und das zu Recht, wie zuletzt in einem beispielhaften Bericht eines Teilnehmers (bei soccerdrills) durchklang: Ansprüche werden runtergeschraubt, praktisch jeder kommt bei der Prüfung durch? Da kommt's also eher aufs brave Absitzen eben dieser Zeit statt Leistung des Trainers an: Daher wird's so niedrig aufgehängt, dass es jeder schaffen kann, oder? Das ist auch gut so! Weil so JEDER animiert wird, sich diesen 'Heiligenschein' (faktisch, sorry, nicht individuell als Mensch) zu verleihen, sich 120 Stunden mal intensiver mit der Trainermaterie auseinanderzusetzen statt 'einfach nur zu machen': so man im Verein eben oft relativ Narrenfreiheit, dafür kein Geld kriegt. Da setzt Andre an, aber Geld ist auch kein reelles 'Allheilmittel'!
Ich habe in unserem Trainer mit 9,4 Euro je Stunde pauschal bezahlendem Dorfverein erlebt, wie sich die Reihen durchs Geld korrumpierend nur noch enger schlossen, schließlich gab es mehr Profits zu verteilen: die mussten in den richtigen Taschen landen, möglichst in den eigenen, aber nicht in denen der kompetenzmäßig bestgeeigneten. So handeln Menschen nunmal in der Realität, auch wenn jeder für sich höhere Ideale entwickeln mag, vor allem aus konkretem Leidensdruck heraus. Er ist dann mitnichten per se schlauer, nur erfahrungs-reifer und -weiser. Geldbezahlung würde nur helfen, wenn über allem als Vorstand ein echter "entrepreneur" Kontrolle ausübe, - aber das kann er auch ohne Geld und als Honorar ist mitmenschliche Anerkennung bzw. Handlungsfreiheit, Leistungsaufwertung durch mehr und echtes Miteinander durchaus auch geeignet. In manch Verein o. Gegend ist dies auch gegeben, wenn ich Schilderungen hier verfolge, anderswo sind Schreierei o. gar Schlägerei jederzeit möglich. Man müsste mal nachforschen, woran es liegt, dass es mal für Kids/Spieler/Mitglieder zufriedenstellend o. sogar über alles Erwarten gut, anderswo aber unterirdisch läuft: warum, welche Strukturen benötigt gute Arbeit wirklich, doch nicht "nur" Geld, das stets ein sog. "extrinsischer" Anreiz für die Motivation ist?
Im Sales-Management ist längst klar, dass mehr Geld vs "Ehre" nur mehr Druck u. Krampf, nichts kreativ bewirkt, oft gar das Gegenteil, da jeder nurmehr eifersüchtig in Geldkategorien zu denken beginnt, intrinsische Eigenmotivation bei allen drunter leidet, schwindet. Es geht also eher um sozial wechselseitig echte Anerkennung, sonst wird in der Tat ein am Ende nurmehr "geldgeiler" Trainertyp herangezüchtet, wie immer öfter im sonstigen Arbeitsleben auch, was uns in ihm als soziale Existenz verarmen lässt: keiner vertraut dem anderen mehr menschlich, jeder fürchtet, ihm solle nur letztlich was verkauft werden etc. Das Problem, Frage ist, ob bzw. was Ehre im Amt heute bedeutet o. ob nur das Amt zählt, durch das man seinem Hobby nachgehen kann: Kinder als Spielfiguren aufstellen, wie es einem beliebt, wie man in der Jugend mit Cowboy und Indianer, Legofiguren o. Autos im rat race spielte - und immer gewann, so man wollte: Was im Nullsummenspiel Fußball leider nie wie gewünscht funktioniert, da es immer min. einen Verlierer geben muss, wo es einen Sieger geben soll. Das ist die Crux an diesem Job, falls man nicht verlieren will, darf, kann, so ungelernt Druck hat u. auf kleine Fußball-Herzen als Spielzeug ausübt: dafür, dass man's finanziell ja umsonst macht, oder 

PS: Abstrus wird's bzgl. Geld dann, wenn der 1.Herren-Spielertrainer ohne jeden Schein, aber (als Spieler) einem sog. Ruf und Vitamin B im Dorf(verein) 800 Euro erhält, nach 2 Jahren dann vom Team als Ganzen in unwürdiger Nacht- u. Nebelaktion (als er grad im Urlaub war) abgeschossen werden muss, - ein Jugendtrainer mit B-Lizenz u. viel Beliebtheit bei seinen Spielern aber nichts und sich sogar nach kritischen Worten (mangels Vertrag) von einem zum anderen Tag verabschieden muss. So unterschiedlich aber wird "Trainerleistung" durch 'gemeinnützig-ehrenamtliche', natürlich immer ganz selbstlos handelnde Vorstände bewertet: nichts scheint unmöglich... 