Beiträge von Keller-Kicker

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    warum


    Weil andere zu etwas zwingen immer hochproblematisch ist, nicht mal nur bevormundet, sondern vor allem anderen so autoritär von sich ausgeht, dass andere Ansichten nur ignoriert werden. Zu sagen, ich nehme nur den in meinem Auto mit, der nicht stinkt, ist ein reeller Deal. Rigoros zu fordern, ihr müsst alle dies und das tun, ohne dass man selbst Leidtragender wäre (auch per Haftung bzgl. Schienbeinschonern o. wg. Sicherung der nötigen Teamstärke bei Zuverlässigkeit) u. weil ich der Große bin, sonst dürft ihr nicht Fußball spielen (weil ICH es euch Dreckspatzen untersage) - da geht's um mehr als Fußball, um ein Menschen- o. Weltbild, als hätte einer für alle fix zu bestimmen (so läuft 'Team' faktisch ja oft ab), was gut+richtig sei, und jeder intolerant verloren, der Widerworte o. Sichwidersetzen wagt. Das wäre in unserer weltoffenen Gesellschaft ein recht fatal prägendes Vorbild, davor würde ich Kinder in ihrer Integrität schützend bewahren wollen: obwohl ich selbst (mir) Duschen auch wünsche! :thumbup:

    guenter: Gern, salve! Viele scheinen sich statt nur als Trainer als grundlegende Erzieher sehen zu wollen: Ich bringe den Kids alles bei, die Eltern können das ja nicht! So schön es ist, ganzheitlich in Verantwortung denken zu wollen, überschreitet das aber doch den "Job" - bedenklich. Da hast du es auf den Punkt gebracht: von sich her als gut gemeinte Angebote "fördernd" machen, aber nicht als genereller Menschenverbesserer Erfüllung in allen Lagen, von allen ohne Widerworte abfordern... Ob Duschen o.a. nun zwingend zum Fußball als Tugend, Pflicht o.ä. gehöre, das beurteilt 'man' offenbar grundverschieden. Andere Positionen ewig weiter zu bestreiten, führt nirgendwohin, macht schnell den Tugendhaften zum Tugendbold. Davor sollte man sich hüten, lieber jeder sich in demokrat. Toleranz des Andersmeinenden üben, oder?

    schlimm finde ich nur, wenn diese sich auch als Fussballehrer sehen , fühlen und meinen,
    sie müssten wie diese vorgehen.


    Tja, wenn sie es denn könnten - aber das scheint jene Lizenz eben nicht herzugeben! Was sollte vor allem einem Breitensport-Trainer vermittelt werden? Ich meine: durchaus Glaube an sich selbst, aber echter, d.h. ein Glaube, der auch Niederlagen, Kritik, Durststrecken locker wegstecken kann, dabei gelassen bleibt, statt sich im Selbstzweifel irgendwo abreagieren zu müssen: Ruhe ausstrahlend, in der die Kraft (für die Kids) wurzeln kann. Gelebte Begeisterung, die im Anfeuern auch mal positiv seine privat nötige Schreitherapie auslebt, aber nie negativ aus Wut o. Frust auf den zerbrechlichen Rücken aller o. einzelner Schützlinge. (Ein Trainer unseres Sohnes schrieb mir grad, dass er mit allen Spielern unzufrieden sei, tja, nur von einem schrieb er kein Wort, mit dem er wohl stets 100% zufrieden war: sich selbst!? Egozentrische Selbstzufriedenheit aber ist der Feind von Fortschritt/Erfolg, Teamplay/Eintracht etc. - was er doch alles fördern will: ein echter Selbstwiderspruch...) Wer dies in etwa verinnerlicht hat, ist menschlich schon recht qualifiziert, wird dem Team dienen statt herrschen wollen, weniger für sich - Geld, Siege, Ruhm - fordern, als fördern wollen. Er kann sich sonach aufs Fachliche konzentrieren und wird sich mit allen Spielern zs. weiter entwickeln - ein glücklicher Trainer, ein glücklicher Mensch, glückliche Kinder, glückliche Eltern.... ;)

    Gurkentruppenlizenz - Auch diese Trainer haben 120Std. ihrer Freizeit geopfert.


    Genauer lesen - Gurkentruppen-Lizenz: hier wird eher das Team als der Trainer despektierlich runtergemacht - dass sich solch armer Trainer mit Gurkentruppen abgeben muss, da die C-Breitensport-Lizenz nicht mehr her gebe an Achtung durch Vereinsvorstände, oder? Und das zu Recht, wie zuletzt in einem beispielhaften Bericht eines Teilnehmers (bei soccerdrills) durchklang: Ansprüche werden runtergeschraubt, praktisch jeder kommt bei der Prüfung durch? Da kommt's also eher aufs brave Absitzen eben dieser Zeit statt Leistung des Trainers an: Daher wird's so niedrig aufgehängt, dass es jeder schaffen kann, oder? Das ist auch gut so! Weil so JEDER animiert wird, sich diesen 'Heiligenschein' (faktisch, sorry, nicht individuell als Mensch) zu verleihen, sich 120 Stunden mal intensiver mit der Trainermaterie auseinanderzusetzen statt 'einfach nur zu machen': so man im Verein eben oft relativ Narrenfreiheit, dafür kein Geld kriegt. Da setzt Andre an, aber Geld ist auch kein reelles 'Allheilmittel'!


    Ich habe in unserem Trainer mit 9,4 Euro je Stunde pauschal bezahlendem Dorfverein erlebt, wie sich die Reihen durchs Geld korrumpierend nur noch enger schlossen, schließlich gab es mehr Profits zu verteilen: die mussten in den richtigen Taschen landen, möglichst in den eigenen, aber nicht in denen der kompetenzmäßig bestgeeigneten. So handeln Menschen nunmal in der Realität, auch wenn jeder für sich höhere Ideale entwickeln mag, vor allem aus konkretem Leidensdruck heraus. Er ist dann mitnichten per se schlauer, nur erfahrungs-reifer und -weiser. Geldbezahlung würde nur helfen, wenn über allem als Vorstand ein echter "entrepreneur" Kontrolle ausübe, - aber das kann er auch ohne Geld und als Honorar ist mitmenschliche Anerkennung bzw. Handlungsfreiheit, Leistungsaufwertung durch mehr und echtes Miteinander durchaus auch geeignet. In manch Verein o. Gegend ist dies auch gegeben, wenn ich Schilderungen hier verfolge, anderswo sind Schreierei o. gar Schlägerei jederzeit möglich. Man müsste mal nachforschen, woran es liegt, dass es mal für Kids/Spieler/Mitglieder zufriedenstellend o. sogar über alles Erwarten gut, anderswo aber unterirdisch läuft: warum, welche Strukturen benötigt gute Arbeit wirklich, doch nicht "nur" Geld, das stets ein sog. "extrinsischer" Anreiz für die Motivation ist?


    Im Sales-Management ist längst klar, dass mehr Geld vs "Ehre" nur mehr Druck u. Krampf, nichts kreativ bewirkt, oft gar das Gegenteil, da jeder nurmehr eifersüchtig in Geldkategorien zu denken beginnt, intrinsische Eigenmotivation bei allen drunter leidet, schwindet. Es geht also eher um sozial wechselseitig echte Anerkennung, sonst wird in der Tat ein am Ende nurmehr "geldgeiler" Trainertyp herangezüchtet, wie immer öfter im sonstigen Arbeitsleben auch, was uns in ihm als soziale Existenz verarmen lässt: keiner vertraut dem anderen mehr menschlich, jeder fürchtet, ihm solle nur letztlich was verkauft werden etc. Das Problem, Frage ist, ob bzw. was Ehre im Amt heute bedeutet o. ob nur das Amt zählt, durch das man seinem Hobby nachgehen kann: Kinder als Spielfiguren aufstellen, wie es einem beliebt, wie man in der Jugend mit Cowboy und Indianer, Legofiguren o. Autos im rat race spielte - und immer gewann, so man wollte: Was im Nullsummenspiel Fußball leider nie wie gewünscht funktioniert, da es immer min. einen Verlierer geben muss, wo es einen Sieger geben soll. Das ist die Crux an diesem Job, falls man nicht verlieren will, darf, kann, so ungelernt Druck hat u. auf kleine Fußball-Herzen als Spielzeug ausübt: dafür, dass man's finanziell ja umsonst macht, oder ?(:(


    PS: Abstrus wird's bzgl. Geld dann, wenn der 1.Herren-Spielertrainer ohne jeden Schein, aber (als Spieler) einem sog. Ruf und Vitamin B im Dorf(verein) 800 Euro erhält, nach 2 Jahren dann vom Team als Ganzen in unwürdiger Nacht- u. Nebelaktion (als er grad im Urlaub war) abgeschossen werden muss, - ein Jugendtrainer mit B-Lizenz u. viel Beliebtheit bei seinen Spielern aber nichts und sich sogar nach kritischen Worten (mangels Vertrag) von einem zum anderen Tag verabschieden muss. So unterschiedlich aber wird "Trainerleistung" durch 'gemeinnützig-ehrenamtliche', natürlich immer ganz selbstlos handelnde Vorstände bewertet: nichts scheint unmöglich... :(

    guenter: Jeder kann sich einbilden, dass er als Trainer u. möglichst alle im Team genauso gut sein müssen, wie er einst als Spieler, auch um Erfolge zu wiederholen: Mann, jetzt stehe ich wieder oben - wie damals in der Kreisliga zB, als 'ich' Meister wurde... ;) Im Grunde bin ich wie der Beckenbauer, großartig - dies Gefühl kann man doch ebensowenig wie nen Orgasmus irgendwo für Geld kaufen, das kriegt man nur aufm Fußballplatz, trägt dann bis ins Altersheim, wenn man mal der Held vom Team, vom Spiel, von der eigenen Welt gewesen ist ;):]


    PS Genau diesen Organsmus scheinen auch viele Eltern im Miterleben zu kriegen, ihrer aufgeregt schrillen Schreie nach zu urteilen... Seit ich mich darin durchschaut habe, hol ich mir nen Kaffee u.setzt mich in ne stille Ecke 8)

    Also ich habe noch nie in ner Zeitung gelesen, dass jemand über perfekt eintrainiertes Duschen zum Profi-Fußballer wurde. Was als 'sauber', zivilisiert, ordentlich, kulturell überlegen gelten soll: ein völlig anderes Feld! :rolleyes:


    PS: Dass auch ich Duschen ab dem D-Jugendtraining gut fände, ist dann Erziehung u. abzustimmen: miteinander! Dass Nichtdiskutieren für Toleranz steht - mir neu ;)

    Stefan70: Die entscheidende Frage ist doch eher: Ist der 'Trainerjob' (un- o. bewusst) auch Hobby des Trainers: will er darüber zum Sieger werden, sich stark, groß, gut o. wieder dabei* fühlen etc. - oder fasst er ihn (professionell) als Arbeit im Dienst an Spielern, Mitgliedern, Verein usw. auf? Für Letzteres lässt man sich gemeinhin irgendwie bezahlen (und sei es mit guten Worten, Schulterklopfen, Dank etc.), für ersteres halten dann die her, die als Art Spielzeug diesem Hobby dienen sollen, auch wenn man es umgekehrt darstellen mag. Ein Sonderfall sind eher unbedarfte Eltern, die den Job machen müssen, da es sonst keiner o. nur noch ungeeignetere Personen machen: sie können sich in die eine o. andere Richtung entwickeln, on the job lernen, Anregungen postiv aufnehmen etc. o. von Anfang an perfekt sein wollen ;)


    *Mir fällt auf, dass sich die, die selbst nicht mehr kicken können, besonders "emsig" reinhängen, oft mehr fordernd als fördernd - da leiden dann oft Kids, grad die "zu schlechten".

    Darüber wird nicht diskutiert


    Dies Bonmots der Trainersprache habe ich zwar zs. mit "alles hört auf mein Kommando!" uä längst in meiner Sammlung, aber nicht fett in Verbindung zu "Gleichschaltung", die ebenso wie "Pausenhofmarschieren" (Kasernen-?) ein guter Hinweis ist, worum es in vielen Köpfen dabei geht. Als in Berlin mal die "REPs" bei Wahlen in den Senat einzogen, waren Leitworte: deutsche Ordnung, Pünktlichkeit, Sauberkeit... Nun ist das sicher alles im Prinzip ok, förderlich, nur wo man darauf ein zwanghaftes Weltbild aufbaut, es in militärischem Befehlston allen gehorsamst aufdrücken will, wird's bald abartig - auch ob des Guten wird vielen in seiner Übertreibung schlecht.


    Erwachsene sagen da bald: Nein, aber Kinder können nur schweigen u. im Strom mitschwimmen. Ein Trainer sollte nur Trainer sein, nicht ein verkappter, alle Menschen und Welt verbessern wollender Aktivist - oder sich als solcher outen. Dass die 'deutsche Leitkultur' im Land längst fertig hat, es unwiederbringlich multikulti ist (mit allen Vor- wie Nachteilen), muss auch bedacht werden. Erziehen: ja, aber nur im sportlichen Bereich. Vom Tugendhaften zum Tugendbold ist's oft nicht weit: Beim Duschen muss sich jeder "nackig" machen. Das hat nur peripher noch mit Sport zu tun: Wer Schamgefühle anderer (o. gar religiöse Motive) nicht toleriert, ist kein Trainer für alle mehr... Im Grunde ist's ja gut gemeint, ich bin auch 100% fürs Duschen als hygienische Pflicht wie Teambuildig, also sich bitte nicht zu angegriffen fühlen, aber: Der (leise) Ton macht die (gute) Musik und, falls es ums Teamplay in echtem Miteinander geht, muss jeder auch mal schweigen können, um freies Diskutieren aller zuzulassen statt nur selbst das Wort zu führen ;)

    es liegt am Wettkampf. Der direkte Bezug zum Wettkampf fehlt bei allen oben aufgeführten kostenpflichtigen Angeboten. Für viele Trainer ist es fazinierend, die eigene Mannschaft am Wochenende gegen andere Mannschaften antreten zu lassen.


    Genau, man kämpft im Geiste mit u. will der Sieger sein, zT egal wie! Auch wenn ich dafür vllt Prügel kriege: Kinderteams sind meist das Spielzeug des kleinen Mannes. Er kann mit den Kids ja fast machen was er will, sie runtermachen, anschreien, abstrafen, mal in den Nacken packen, auf- o. kaltstellen - endlich mal oben stehen u. nahezu alles geht. Um wessen Hobby es dann zuerst geht, sollte einleuchten. Wieso wem, der seinem Hobby nachgeht, das Spielzeug gratis kriegt, dafür auch noch was bezahlen? - Die guten Trainer, die aus Begeisterung für KiFu dabei sind, sollten diese Leute als Feinde ihres Rufes erkennen, nicht den Überbringer der schlechten Nachrichten dafür halten. Dass es nahezu jedem (zumal Männern) gefällt, mal wie ein Alphatier groß was zu sagen zu haben, ist natürlichen Ursprungs, dafür muss sich keiner schämen. Man sollte sich diesem Bedürfnis aber bewusst sein, um es kontrollieren zu können (das zeichnet gute Trainer menschlich aus: mitfiebern ja, aber kein "Ihr müsst dies o. kriegt das" - das kommt noch vorm Fachlichen), oder ?(?(?(

    Man sucht bevorzugt nach "Junggesellen" als Trainer.


    So wen hatten wir auch mal als Trainer, er hatte in Kürze 3 Mütter für Kurzabenteuer erobert, so eine Scheidung, eine Trennung auf Zeit u. viel Stress in betroffenen Familien produziert, aber Spaß: seinen! sicher gehabt. Auch dies sollten "verantwortliche" Funktionäre Gratis-Trainern mit verkaufen können: wo kleine Kinder, da auch Frauen, teils alleinerziehend, evtl. mit Eheproblemen o. Ehemännern, die selten da sind (einer war Fernfahrer) - komm zu uns, da geht was! ;)

    schon sehr witzig, wie sehr ein Verein letztzlich über die Begrifflichkeit Ehrenamt unbedarfte Eltern auf wehrlose Kinder loslassen. Hier wird gespart...so wie es auch erwähnt wurde werden diese Eltern meistens restlos allein gelassen und ausgenutzt. Da gibt es keine Informationen, keine Einarbeitung, keine Hospitationsmöglichkeiten, keine Lehrgänge, kein Informationsmaterial oder Hinweise darauf und oftmals müssen diese armen Leute dem Schlüssel für ein Aufbewahrungsfach, dem Eingangstor und dem was in das Aufbewahrungsfach gehört (Trikots, Bälle, Hütchen, Leibchen) ...wochenlang nachrennen, prima!


    Alles ok, nur dass es für Kids "aberwitzig", mitunter tragisch ist. Daher hält sich mein Mitleid mit solch ausgenutzten Trainern in Grenzen. Denn sie machen es freiwillig, können selbst entscheiden. Die Kinder, die dann "unter" ihnen trainieren müssen mangels Mobilität im Dorf o. Mündigkeit, die haben diese Chance oft nicht, müssen auf Gedeih o. Verderb sich unterordnen, um heute überhaupt noch irgendwo vernünftig kicken zu können. Denn da liegt das Monopol faktisch immer mehr bei ebendiesen Vereinen, die von ihrer Spitze weg als "Verantwortungsträger" (ja Verantwortung sollte dem Amt vorangehen, aber das vergisst man gern) so agieren...

    wenn man das nicht versteht und rüberbringen kann, dann nutzt die schönste Lizenz nichts!


    Das bleibt völlig richtig, aber diese Lizenz attestiert eben eine "Scheinkompetenz", kaschiert deren Mängel u. verleiht so noch mehr Macht: mir redet nun keiner mehr rein (Miteinanderreden kennt man mitunter gar nicht, obwohl grad die C-Breiten-Lizenz dies als Schlüsselquali vermitteln müsste!), ich bin wer und keiner kann mir was, der nicht auch nen "Schein" hat... An den Taten sollt ihr sie messen, wer könnte so dreist sein, sowas zu fordern, nur dummdreiste Eltern, die nicht akzeptieren, dass nun aufm Platz ihr Kind mir gehört, mir allein... - etwas zugespitzt, zynisch o. gar 'böse', ok, aber im Kern läuft's vielerorts so ab u. macht mich sauer, da ich auf Seiten der Kinder stehe, fühle - bei uns sehr notwendig! Da habe ich oft nach Niederlagen klagend (in Richtung der Eltern, die es wagen solch tollen Trainern so lausiges Spielermaterial produziert zu haben) gehört: Mann, habe ich hier ne Gurkentruppe, nicht zu ertragen! - Jedem Trainer, der es anders, besser macht, gratuliere ich hingegen, er möge sich dadurch nicht angesprochen fühlen, warum auch: diese Leute versauen ja seinem verantwortungsvoll durchgeführten Job den Ruf, oder? ;)

    Hhm, wo kommt der Druck her im KiFu? Doch vom Siegenmüssen: das ist das Gift! Dass jeder im Sport siegen will, ist der Stimulus, den zu verleugnen, wär kontraproduktiv für Lern- und Leistungswillen, würde alles auf "nur Spaß" reduzieren: Fußball als Karnevalsumzug, ne, das kann's auch nicht sein, dafür rennt u. trainiert keiner, wenn er ehrlich ist, das läuft dann auf bloßes Zusammen-Abhängen o. Party hinaus. Und mit den Mentalitäten: die Gefahr der Verschiedenheit darf in den Medien gar nicht mehr verdeutlicht werden, umso größer wird sie, man muss nur das als politisch nicht korrekt" Klein- o. Ungedruckte zur Kenntnis nehmen, was alles so passiert. Umso wichtiger ist hier aber die soziale Kompetenz der Trainer bzw. der sie auswählenden Vorstände, die jetzt im betroffenen Dorfverein natürlich den starken Mann martialisch raushängen lassen: alle raus aus dem Verein, inkl. der Kinder (sicher die Hauptschuldigen!) - ganz tolle mutige Aktion!


    Hätten diese nachher-schlauen Herren mal besser vorher ihre Leute im Verein mehr begutachtet, zur Räson gebracht, denn auch das wäre ja möglich: mal vorher zum Ruhebewahren auffordern, als gutes Vorbild wirken, als bekannte, respektierte Person (nicht als Außenstehender Streits schlichten wollen, das finden solche Mentalitäten nämlich schnell als so arrogant u. anmaßend, dass man wie Andre schrieb, am Ende um Gnade winseln muss, s. den Fall des toten gutmeinenden Schlichters in Kirchweyhe, also: äußerste Vorsicht, die Medien warnen eben davor nicht realistisch!) eingreifen, beruhigen, notfalls Eltern Platzverbot erteilen: bevor was passiert! Falls ein KiFu-Trainer natürlich selbst unbedingt gewinnen "muss", aufbrausend ist, die Spieler dieser Mentalitäten vllt noch aufheizt, lange Zeit im Vorfeld die Signale ignoriert, dann muss sich nachher keiner wundern u. nur auf sie zeigen, als hätte man selbst damit gar nichts zu tun, meine ich. Durch diese Sicht bleiben die Täter natürlich Täter, aber die, die sich nun scheinbar nur wie Opfer stilisieren wollen, sollten auch mal übers eigene Verhalten nachdenken á la "Biedermann u. Brandstifter", oder? Nicht zuletzt: wer Fremde als Gäste ins Land holt, kann nachher nicht immer nur jammern über das, was er vorher hätte bedenken sollen: dass Menschen verschieden ticken, vllt nicht alle zueinander gut passen etc. Nachher ist's zu spät, bloße Schuldzuweisung nach außen - aber bitte nicht wir, nicht der Fußball - immer arg billig, finde ich... :rolleyes:

    Ich wäre nie auf die Idee gekommen Duschpflicht anzordnen. Würde es auch für mich nicht akzeptieren. Trotzdem gingen bei mir ab zweiter E-Jugend alle nach Training und Spiel regelmässig duschen. Einer anfangs noch mit Badehose, die er ab auch schnell ausgezogen hatte (wurde mir erzählt)


    Ich denke auch, man sollte es die Gruppendynamik regeln lassen, muss aber offenbar ab einem bestimmten Alter anfangen, dann gibt's auch keine großen Schamkomplexe. Die Statements hier haben mich wieder bestätigt, wie rückständig man bei uns im Verein ist u. denkt, wo noch in der C kein Duschen angedacht ist - geht eigentlich gar nicht, aber was soll man als einfache Eltern dagegen tun. Gratuliere allen hier, die es besser machen :thumbup:

    Dem mag so sein: wenn Vereinsvorstände die, die es aus Begeisterung kostenfrei machen o. für weniger motivierte Kollegen bei Teams zu gut ankamen, aus Eifersucht, Neid und Missgunst rausboxen o. das Leben stets erschweren, dann bleiben irgendwann nur noch leistungsschwache o. ihrer Qualität bewusste, daher teure Trainer übrig. Letztere müssen nicht nur "geldgeil" sein, vielleicht sagen sie sich schlicht: wer gut ist, Erfolg bei Spielern wie in der Tabelle hat, aber nicht gut behandelt wird, ist so vor sich selbst irgendwann nichts wert. Dann fehlt die Motivation auch denen, die eigentlich für Fußball leben u. alles geben würden, dann wollen die aus Selbstbewusstsein erstmal was sehen, nicht nur leere Versprechen. Nachdenken, Notbremse! Find ich verständlich, Qualität hat ihren Preis, entweder in Form von gegenseitiger Achtung, Respekt - oder in Geld ;)


    PS: Alles "umsonst" - ich mach das nicht mehr mit.

    "Haut die um/mal richtig rein!" höre ich leider auch mitunter, auch wurden 10-,11-jährige schon als "Wichser" o. Arschloch beschimpft (u. als zB ein Kind dann mit "Halt die Fresse" reagierte, zeigte der ca. 50-jährige Schieri dem Kind glatt Rot, ohne sich um die gleich von Trainer u. Eltern vorgebrachten Gründe nen Deut zu scheren - bei so wenig Fingerspitzengefühl musste er sich dann über Tumulte nicht wundern). Beim Beispiel von paulwurf sehe ich einen Fehler in der Einigung aufs Unentschieden - denn im Sport will man normalerweise gewinnen, eben auch Kinder. Da sollte man sie nicht bevormunden, indem man so tut, als ginge es um 'nichts', so jeden Einsatz vorab entwertet.
    In unserer BuLi hat es sich doppelt bewährt, mutmaßliche Ersatzspieler abzugeben: 1. kann so keiner bei einer Niederlage darüber schimpfen und 2. sind diese Spieler (oft zum Leidwesen der eigenen Mannschaft) meist ohne schlechtes Gewissen voll motiviert, eben zu gewinnen und sich als gut zu präsentieren. Jeder Sportler will Siege "erleben", nicht Niederlagen o. lahme Unentschieden (wie das 0:0 einst zwischen Deutschland u. Österreich); wichtig ist nur, dass der Sieg nie (per von Trainern fremdbestimmter Ergebnisfixierung) zum Zwang wird, man zuerst sich selbst statt andere besiegen will, auch Schwächere zum Team dazugehören lässt etc. Da kann dann gegen stärkere Gegner auch das Ehrentor als goldwert "erlebt" werden. Dies dem Team als positiv zu vermitteln, braucht es nicht mal ne Minireform, das haben Trainer selbst in der Hand, zumal, wenn sie gemeinsam der Sache dienen wollen (wie in der FPL vorgesehen). Hat man einen "Berserker" als Gegenüber u. ist evtl. zudem das spielstärkere Team, wird's natürlich schwierig, so er sein Team im selbstbezogenen Siegzwang da nur zur harten Gangart animieren kann o. will...

    Stella: Gratuliere erstmal, dass du schon in der E gemeinsam das Duschen einführst! Die Trainer unserer Jungs - D und nun C - lassen sie stets schmutzig in Fußballklamotten nach Hause fahren, benutzen nicht mal zwecks Ordnungssinn (inkl. Gesundheitsgefahr wg. langer Verschwitztheit) die Kabinen, was ich leider übel finde... (Der Verein will bei Kids aber offenbar auch die Kosten sparen.) - Das (warme) Duschen ist ein zusammen entspannen lassendes Gruppen-/Teamerleben, das man auch Kids gönnen soll! Man lernt Eigenverantwortung, kann nach Training wie Spiel sich u.U. noch aussprechen, Konflikte aufm Platz lösen sich dabei auf, man erzählt Lustiges etc. Es geht also um weit mehr, als sauber nach Hause zu fahren. Dennoch: Zwingen wollen sollte man keinen und die Aussage der Mutter lässt darauf schließen, dass sie ihr Kind gern 'abkapselt', zur 'Scham' erzieht usw. Dagegen kann man als Trainer nicht mit dem Holzhammer an o. Kids topdown als 'Stinker' ausgrenzen, so negativ falsche Scham sich idR später auswirkt; nur dem Kind von sich aus die Chance signalisieren, dass es auch offener ginge, das geht ;)

    ... gab es gegen die Entscheidung des Unparteiischen zunächst lautstarke Proteste von den Trainerbänken ..


    guenter: Wo ist der Leserkommentar, der dem widersprechen soll - nicht gefunden! Es ist aber klar, dass diese latenten Realitäten gern abgeleugnet werden. Ich habe das "Laut-Starke" von dieser Seite allzu oft live miterlebt, leider, natürlich nicht von allen, aber von vielen... Übrigens auch von bezahlten u. ausgebildeten Trainern, wie Fußballbaron oben bzgl. Bundesligaverein bestätigt, also scheint's recht normal, auch wenn die extremen Auswüchse (noch) selten sind. Klar, wer nichts als seine Handlungsfreiheit als Lohn für "den Job" kriegt, ist u.U. noch mehr sich selbst im Geltungsbedürfnis der Nächste als der BuLi-Vereinstrainer: wer unter Ehrenämtlern, die sich selbst auch oft nur mit nem Posten als einzigem Lohn schmücken wollen, sollte ihn woraufhin kontrollieren wollen, wenn er nichts kriegt, uU noch draufzahlt...? Dass man über alle als Anführer das Sagen hat, bestimmt, aufstellt, Ton angibt, ist eben der Lohn :(