Beiträge von Keller-Kicker

Du bist noch kein Trainertalker? Registriere dich kostenlos und nehme an unserer Community teil!

Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung

    Verein heist "Wir". Wir sind der Verein...alle zusammen und ebend nicht...


    Eben das habe ich stets anders erlebt: einige dürfen mitspielen, mitreden, mit bestimmen - und andere nicht. Was man da alles für Kämpfe, Intrigen, Konflikte - meist fies hinter den Kulissen - mitkriegen muss... Das Wir wird gern allen als solches verkauft, aber zu (er-)leben ist es selten, nur in der Ekstase zB nach Siegen, wenn alle gemeinsam was rausbrüllen u. dabei nicht auffallen wollen. Und sind nicht daher so viele so geil aufs Siegen, all die Erfolgsfans z.B.? Ich konnte es schön beobachten, wie mein Jüngster nach der zweiten Meisterschaft vom Werder- zum BVB-Fan wurde. Verständlich für ein Kind, wenn man neben Niederlagen nur Negatives über die Einen und Positives über die Anderen hört und sieht. Und übrigens: Vereine spielen immer noch und immer schon vor allem gegeneinander statt dass sie sich im Verein über allen Vereinen ("vereinsoffener/freier"), als Bürger der Region, eines Landes, der Sache erlebten. Muss man da nur an die vielfältigen "Abwerbungen" mit allen Mitteln o. ekstatisch-fanatisches Anfeuern - nur fürs eigene Team o. Land - wirklich erinnern? Dies Wir ist ne schöne Mär, ne ideale Fluchtfigur vor unschöner Realität, die die Sache allen gut verkaufen, für friedliche Stimmung "trotzdem" sorgen u. so das Geschäft insgesamt sichern soll. Worum sich die Verbände eben mehr u. mehr sorgen müssen - o. ist Rassismus in Stadien auch nur Einbildung? Aber es war noch nie alles nur gut, weil man sich darin grad wohl fühlte und es als Sollen (vs Sein/Ist) so gern wollte. Daher ist Fußball auch so politisch, indem man ihn für unpolitisch erklären will - wider alle Fakten: so politisch, dass viele aufgeklärte Zeitgenossen ihn längst als neues Opium für die Völker dieser Erde sehen, einige wie jüngst in Brasilien auch gegen ihn auf die Straße gehen, ihn als neuen Kolonialismus u. Imperialismus (eben des Geldes statt des Wir) anklagen. Und das ist diesen 'Ausländern' kein Spaß, sondern bitterer Ernst! Nur hierzulande geht es allen (Erwachsenen) im Schnitt viel zu gut, als dass man da hinschauen mag, oder wie? Ist das dann Wir, Solidarität - oder grad nicht? ;):(

    @TW: Hab beim Spiel keinen kleinen Kicker mehr unten stehen, das war vllt früher mal so, dass mir da einer abging: aufm Platz. Viagra aber benutze ich nur im Ehebett, um obenauf zu sein. Die "Kellerkicker" verfolgen missionarsstellungstechnisch eine philosophische Idee, plazieren sich dafür aber unten, also auch nicht, wo Geld ist... ;)

    Egal


    Und da widerspreche ich dir, es ist absolut nicht egal. Oder was sagst du zum Doppelmord in Brasilien direkt "aufm Platz" (auf dem für mich ja die Wahrheit liegt), inkl. Folter? Dies dürfte so bei uns zum Glück - noch - nicht der Fall sein, schon gar nicht im KiFu, der eben auch nicht "das gleiche Fußballspiel" ist, wie das der Erwachsenen, wo es eben zum geflügelten Wort wurde: Fußball ist Krieg (nur mit anderen Mitteln). Holland lag da schon näher. - Da geht es nicht nur um Rahmenbedingungen, sondern darum: Rettet das Spiel vor diesem Krieg! Das ist es doch gerade, was du den DFB-Leuten seit Jahren (unausdrücklich/unbewusst) unter die Nase reiben wolltest: nichts ist gleich o. egal, schon gar nicht, wo es Kids betrifft! Die spielen noch Fußball, wo er unter Erwachsenen mitunter einem Kriegsschauplatz nahe kommt. Und Bunte Ligen als Modell echt friedlichen Miteinanders: wo es keinen obrigkeitlichen (Schieds-)Richter brauchen soll (der Idee nach, in der Realität gib's natürlich auch immer wieder Konflikte) gibt es eben auch nur für Erwachsene, gab's noch nie für Kiddies!!! Wieso benötigen jüngste Kiddies, die sich untereinander kaum jemals so vehement, gewaltsam u. rigide streiten wie Erwachsene, denn Schieris: für die Trainer u. Eltern!!! Oder soll Kindern das Obrigkeitsprinzip von Anfang an als unhinterfragbar vermittelt werden - das wäre dann die politische Dimension dabei. - Sollte uns dies nicht etwas zu denken geben? Du möchtest den kindern ein Stück ihres Fußballs zurückgeben, ich fordere aber den ganzen KiFu für sie, das ist wohl die Differenz zwischen uns, oder? Weil ich sehe, dass Vereine wie Verbände die Kinder ganz unten ansiedeln, nur dies Revier mit beherrschen zu wollen scheinen: denn für ihre soziale Funktion bekommen sie alle ja Plätze, Hallen, Steuervorteile, Subventionen frei Haus von der Politik. Würde Jugendförderung ausgelagert, stünde dies als Basis logischerweise plötzlich in Frage: für alle, nicht nur für 'als querulatorisch abwertbare' Außenseiter wie mich. Wenn ich jetzt zynisch o. sarkastisch wäre, würde ich meinen....,


    Systeme wie der DFB "implementieren" irgendwann alles, was ihnen zum Erhalt nützt. So braucht es immer wieder neue Querdenke, denn die alte wird vom System mit der Zeit vernutzt, verbraucht. Dagegen kann der einzelne Kritiker nur etwas tun, indem er sich dieser Tendenz entzieht, bewusst auf "zuviel der Ehre" verzichtet, Auszeichnungen zurückweist etc. u. so den Herren oben die Zähne erneut zeigen. Nicht aus Bosheit, sondern weil ihr System nie perfekt sein kann, da Stillstand Rückschritt bedeutet u. sie systemisch auf Statusdenke setze. Ohne Systeme sind wir alle lt. Systemtheorie nichtig, auch klar, also: kein persönlicher Vorwurf! Doch Fußball gehört heute eben viel mehr denen oben, den Funktionären wie und unter Blatter als den jeweils Aktiven aufm Platz gehört. Jene verfolgen systemisch stets zuerst ihre Ziele, nicht die unserer Kids (wobei meine im Prinzip da durch sind: der Älteste schon sein erstes Herrenspiel in der BuLi hatte, da es dort - mitunter - eben weltoffener zugeht als bei denen, die die Welt als offene für sich beanspruchen): die sogar zuallerletzt, eher 'notgedrungen', um den Fußball in Gänze zu bestimmen, unter sich beherrschen zu können. So funktionieren System nun mal in ihren obersten Vertretern, das ist ein Naturgesetz, andere Systeme gibt es nicht. Daher ist die Meinung, bestehende System seien schlicht gut, für mich als Wissenschaftler so fatal. Ich hoffe, dir eine Spur vermittelt zu haben, wieso eine Bunte Liga für Kids eher die (Fußball-)Welt bewegen könnte, wogegen kleine Reformen nur etwas in der weiter bestehenden Welt verändern sollen: allein, weil es hier kein System gibt, alles neu, dynamisch, offen wäre! - Systeme verändern immer nur auf Druck von unten Strukturen, nie - von oben weg - sich selbst, vgl. Systemtheorie: Sie können sich nur irgendwann aufgrund ihrer inneren Unbeweglichkeit überholt haben u. ruinieren. Zunächst aber werden die schwächsten Teile diesen Ruin abbekommen, ihn erdulden u. erleiden, wie bei der aktuell durch die Medien gegangenen Massenschlägerei - wogegen die oben munter weiter ihren Rahm abschöpfen, ihre "Party" inszenieren u. uns verkaufen. Da kommen ihnen kleine Reformen oft grad sehr zupass, auch wenn deren Denkansatz dem System ursprünglich mal in toto widersprach... ;)


    PS: Wir bräuchten als Menschen (im endlichen Dasein) immer und überall neue Systeme, nur können wir dies eben seinsmäßig unmöglich leisten. Daher existieren für uns überhaupt Systeme, obwohl sie unseren Geist in unserer Person eigentlich degradieren, beleidigen mit ihren starren, vormundigen Anordnungen etc. Wir müssen es ein Stück weit erdulden, da nichts von uns als Seienden ewig währt, alles unperfekt bleibt. Jeder Pragmatiker muss dies grundlegende Problem natürlich jenes Stück weit ignorieren, für sich verleugnen, da sonst jedes Handeln im Keim seines "Entschiedenseins" erstickt würde, nie über bloße Ideen hinauskäme. Daher sind Philosophen auch Politikern so verhasst, da sie die ständig daran erinnern, dass deren Handeln nicht gut o. perfekt ist, sie nochmal mit dem neunmalschlauen Philosophen in Klausur gehen, alles überdenken müssten. Eine, vllt die beste Lösung: authentisches, simultanes learning by doing, nie mit sich fertig geworden sein, immer neu anfangen, sich nach seinem Tun (oder Lassen) zu befragen, ob es richtig war: nie meinen, dass etwas o. man selbst schon gut sei - daher nämlich reden alle so gern anklagend vom Gutmenschen - meinen dabei aber immer den je Anderen, doch: das was es noch nicht gibt, ist immer besser, als das, was schon da o. gar "immer so gewesen" ist: weil es die Köpfe bewegt, echte Beweglichkeit im Kopf von uns fordert... Unsere Kids hätten ein neues System gut gebrauchen können, aber ihre Kindheit ist nun quasi vorbei: ohne dass ich darüber vergessen mag, was dies aktuelle System ihnen alles angetan, wieviel Potential es verschüttet und Stress gekostet hat, wieviel ihrer Freunde längst aus ihrem Fußball als Aktive vertrieben wurden usw. Das einfach zu vergessen, abzuhaken, wäre zwar bequem: nicht mehr mein Ding sagend, aber das 2.Verbrechen an ihnen u. ihrem Fußball... ?(

    Ich dachte nur, es wäre allgemein von Interesse, da ja nunmal auch hier allgemein aufgeworfen. Letztlich wie beschrieben auch bzgl. dem Geldgeilen: früher war man ja viel eher bereit, bodenständig für die Ehre statt Geld was zu tun. Denn was ist Geld: "Liquidität", ein Mittel, alles, was etwas gewesen ist, in Zahlen zu verwandeln, so dass dann nur das etwas sei, was auch zähle... Und was zählt da heute noch etwas? :rolleyes:
    Hidden answer: Macht, Sieg, Starstatus (als Ego vs Team), das Sagenhaben... Geld verschafft jedem dies alles, auch gutes Training, gute Lehrer, sogar Schönheit per Chirurgie.

    @paulwurf: Benenn ihn einfach! Ich hatte das hier abwegige Thema nicht aufgebracht u. sehe vor allem mal den Unterschied, dass TW-Trainer - offenbar selbst (durch u. durch?) Deutscher - sich darin gefiel, sich von den Deutschen zu distanzieren, ihnen zuschreibend, dass sie sich gern einmischen u. dafür ab in den Keller gehörten. Fakt ist aber, dass sich die Deutschen historisch leider viel eher durch Mangel an Sich-einmischen/Zivilcourage: im Wegsehen, Verdrängen, Schuld-in-andere-projizieren o. jüngst in (für mich berechtigten, nur anders als Von TWT behauptet gepolten) Selbstbeschimpfungen auszeichneten. Was TW-Trainer dazu motiviert, würd mich off topic schon interessieren: wollte er das Deutsche benutzen, um mir persönlich einen mitzugeben, hat er generell Probleme mit sich selbst als Deutschem o. mit "dem Deutschen", inwiefern? Wie gesagt, off topic, aber dafür kann ich nichts: hab nur auf Vorhaltungen reagiert, die ich (zumindest "das Deutsche" betreffend) für vollkommen sinnverkehrt empfand: Daher würd ich gern wissen, wie man auf so Thesen kommt: immerhin geht's hier ja primär um den Deutschen Fußballbund, Fußball in D! Was ist so haarsträubend? Den Titel von TW-Trainer mal auf seine Zuschreibung des Deutschen zu beziehen? Versteh ich nicht: Eine Erklärung täte Not, ich bin ja so wissbegierig u. gern auch zur Einsicht bereit, bin aber kein Dr. Allwissend, der jeden Vorwurf o. jedes gesträubte Haar von selbst durchschaut ;)


    PS: Dass Ehre im Amt vom Geld fürs Amt abgelöst wird, führt dann wieder zum Thema hin...

    Aber typisch die Deutschen! Überall müssen sie sich einmischen! Ab in den Keller


    Unsinn: Wenn es DIE DEUTSCHEN wirklich gibt, die alles gemeinsam machen, dann sitzen DIE DEUTSCHEN gerade vor dem PC und schütteln IHRE Köpfe.


    Nur worüber soll man die Köpfe schütteln? Mal davon ausgehend, dass beide Autoren als Deutsche gelten, in Deutschland leben, das Deutsche als Muttersprache pflegen, im Fußball für Deutschland sind - da muss es schon komisch anmuten, wie gern solch Deutsche sich scheinbar im Anderen herabwürdigen, beschimpfen, "abschaffen" etc. Was das mit dem Thema zu tun haben soll - mir schleierhaft. Oder typisch dafür, dass heute immer weniger Leute für bloße Ehre im Amt sein mögen, lieber Bares sehen wollen, es normal ist, dass nicht mehr hinten drin ist, was vorn drauf steht: grad beim noch immer so gern benutzten Begriff "Ehrenamt", wo man vorgibt, was für andere, die Gemeinschaft, seinen Verein, seine Stadt, sein Land zu leisten, allzu oft aber nur sich selbst verwirklichen o. eben unter der Hand für sich Geld haben will? Nun denn, wir werden eh kein Problem hier lösen, daher ist der Streit müßig, woran das mutmaßlich "Geldgeile" bei Trainern (ich würd eher generell vom Egozentrischen als Grundfixierung bzgl. Geld, Sieg, Macht, Image etc. reden, eben zB vs Ethnozentrik wie in Vorzeiten) - so ja der Titel - wohl liegen, wie es aufzulösen sein mag...

    Keller-Kicker, da kann ich ganz groß Beifall klatschen. Besser hätte ich es auch nicht ausdrücken können. Einfach genial, Deine Zeilen... Vor allem die aggresive Spielweise und das "nicht verlieren können" macht mich oft nachdenklich, wo das noch hinführen soll.


    Danke: auch wenn der Anlass eher ein trauriger ist. Das Verlieren-lernen ist eben im Sport wie fürs friedliche Miteinander erstmal wichtiger als das Siegen(-müssen). In Bunten Ligen ohne Schieri gilt da: lieber mal nachgeben u. verlieren, als Stress produzieren. Natürlich gibt's auch da Ausreisser nach unten, nicht nur, aber vor allem durch die besagten Volksgruppen, wobei man im Nachgeben natürlich nie den moralischen Sieger raushängen lassen darf (obwohl man dazu neigt als Ausgleich dafür, in der Tabelle dank Gutmütigkeit eher hinten zu stehen), da das mitunter als besonders provokant empfunden wird. Die Tendenz zur affektiv-aggressiven Rudelbildung, wo man dann negative Emotionen absolut für wahr nimmt, plötzlich zu vielen auf einen stürzt, auch auf am Boden Liegende noch eintritt, sogar gegen den Kopf o. plötzlich ein Messer zur Hand ist, sollte man nie unterschätzen. Recht u. Ordnung werden zT völlig gleich u. wer für "gut Sport" stehen will, muss dem vorbeugen, hat die Verantwortung per Vorbild das Verlieren als gar nicht so schlimm näher zu bringen. Aber eben nie von oben herab arrogant, sondern bescheiden, indem man einfach als Klügerer nach, so evtl. ein Vorbild für die gibt, die noch erreichbar o. guten Willens sind. Etwa gegnerische Trainer o. Kapitäne, denen es irgendwann selbst peinlich wird, wenn man nach 2 ermogelten Elfern auch noch das reguläre Tor des Gegners für abseits erklären will. Man muss auch bedenken, dass sich viele per se gesellschaftlich als Verlierer, unten o. draußen fühlen müssen o. wollen, also schon vorab auf Ärger getrimmt sind. - Eins sollte immer gelten: es gibt in dieser Welt viel, viel Schlimmeres als ein Gegentor o. eine Niederlage im Sport, man muss nur genauer hinsehen, um die Tendenzen zu erkennen, wo unsere Reise hingeht... Was viele natürlich lieber gar nicht wollen, sie finden lieber alles gut, indem sie wegsehen, so weit es geht :(


    PS: Da ich grad meinen "Vorschreiber" lese - "ein gänzlich unpolitisches Forum"? Ja, das ist die Sehnsucht nach einer weltenthobenen Insel der Glückseligen im Fußball (wie es uns die Offiziellen so gern verkaufen: um so von der Politik max. öffentliche Mittel für sich zu generieren!), die viele in den Fußball hinein projizieren, selbst wenn es die Massenschlägereien schon in die Massenmedien schaffen. Und so will man dann die realen Probleme beseitigen: die Welt ist politisch exakt so, wie sie nach meiner Ansicht sein soll! Alles andere geht mich nichts an: ich spiele einfach Fußball, auch wenn die neben dem Platz sich prügeln u.v.m., mir doch egal. Diese auch politische Ansicht soll dann für alle verpflichtend gelten - na dann gute Nacht ?(

    Ehrlich ich kann mich da nur immer wieder wundern, woher "man" alles so "absolut" genau weiß, wo nackte, ungeschönte Zahlen (soweit sie - eben aus politischen Gründen, um keine erschreckende Wahrheit zu offenbaren - denn noch aufgeschlüsselt werden dürfen) doch ganz anderes aussagen. Ob bloßes Verdrängen o. Selbstdistanzierungen beim Problemlösen wirklich weiterbringen? Hat in der Geschichte noch nie funktioniert: wenn man einfach Unwahres verbreitet, etwa, dass es ne Massenschlägerei zwischen Familie Schmidt u. Müller war. Man kann immer lange so tun, als ob's Probleme, Gewalt, Kriminalität, massive Konflikte gar nicht gäbe, sie nur von bösen Leuten ausgedacht würden: bis sie urplötzlich vor der eigenen Haustür stehen!


    Beim Fußball stehen sie zwar schon längst im Haus, aber man tut immer noch gern so, als hätte man alles bestens im Griff, müsse nicht mal ins Nachdenken kommen. Aber wo soll das hinführen? Dass ist die Merkel-Strategie: immer schön so tun, als gäbe es keine echten Probleme und - wenn dann sie doch offenbar werden - löst man sie eben einfach. Schön, wenn man dann, wo wg. massenmedial präsenter Massenschlägerei im KiFu die Felle davonzuschwimmen drohen, schnell die FPL aus der Tasche zaubern kann: obwohl man sich faktisch auf diesem Auge fast immer eher blind stellte. Wir hatten hier auch viele Vorfälle u. alles wurde nur ignoriert, vertuscht, verharmlost und so in Luft aufgelöst. Mich hat der o.g. Exzess daher mitnichten verwundert, eher, dass es solange benötigt hat, bis dies mal etwas größer raus kam. Aber dies hat man nun ja schön schnell bewältigt mit o.g. PR-Selbstinterview nach dem Motto "Wir sind die Guten, forever and ever", oder? Hauptsache, das Völkerverständigende, so wenig zu Sieg- und -zwängen passende Image als eigene Geschäftsbasis für "Sommermärchen", Public-Viewing-Party & Co bleibt stimmig. Obwohl es in privatwirtschaftlicher Werbung viel sportauthentischer heisst: we play to win... Nur: Dieser Slogan als Sports-Geist (den komplett zu verleugnen nun mal auch nicht geht) wird die sozialen Sprengstoffprobleme garantiert nicht lösen, vielmehr verschärfen, also: besser gar nichts tun als Sprücheklopfen u. das als Problemlösung verkaufen, mehr will man auch gar nicht hören, noch... :rolleyes::(

    Sind wir nicht alle Ausländer, fast überall: auf der Welt* - den Spruch muss man auch erstmal verstehen! An einem Ort sollte, will man eben kein Ausländer sein: im eigenen Heimatland! Da kehrt jeder immer wieder gern hin zurück. Dies entspricht einem menschlichen Grundbedürfnis, das heute von den Globalpolitikern ignoriert, ja mit Füßen getreten wird - mit immer fataleren Folgen in der Realität jenseits der Werbesprüche der wirtschaftshörigen Politik. Dass auch der Fußball nurmehr Party u. Business sei, hat ja nun auch Uwe Seeler bemerkt u. dank Promistatus in den Medien kundgetan, wobei die Party vor allem dem Business dient, auf dieses alles sich reduziert. Und dies Business funktioniert nunmal im Kopf !globalistisch" zwecks maximaler Profitbasis, daher wird uns der Weltfußball als Party statt Wettkampf verkauft... Davon täuschen lassen sich fast alle, leider. Aber die Probleme mehren sich so nur statt wie in "Berichten" der Massen-Medien wundersam zu verschwinden (bis es irgendwann richtig knallen wird). Warum? Weil als Ausländer eben kein Mensch wirklich glücklich u. zufrieden sein kann, daher wollen auch Migranten entweder hier voll dazugehören (s. NRW, wo in Zukunft der Landtag der Bevölkerung u. nicht mehr dem deutschen Volk dienen soll) oder sie bleiben eben im Herzen italienisch, türkisch oder chinesisch. Oder kennt jemand wen, der sich wahrhaftig glücklich als "Ausländer, immer u. überall, definiert. höchstens als "Weltenbummler", was auch immer dieser abgehobene Ausdruck an Identität sagen soll, materiell-finanziell in der Regel: ich bin überall zuhause, da ich das Geld habe, überall hin zu reisen o. das Leben zu genießen - das aber können real nur wenige, die Reichsten. Der Spruch "Sind wir nicht alle die Reichsten, fast überall" dürfte aber für 90% der Weltbevölkerung haken o. wie Hohn klingen, oder ;)


    *Heidegger nennt das In-der-Welt-sein die menschliche Grundbefindlichkeit. Auf der Welt befinden sich nunmal nur "abgehobene Eksistenzen", kaum wirkliche Menschen - und diese Abgehobenheit ist für die Mehrheit der Menschen auf Erden gar nicht so lustig u. toll :(

    - Trainerlizenz
    - Anzahl an Jahren im Traineramt
    - Spielklasse der Mannschaft


    Die ersten beiden Kriterien sind sachgerecht. Die weiteren 3 Kriterien setzen falsche Signale, passen aber in mein DFB-Bild: wie bei Beamten soll gelten, dass jeder, der lange dabei ist, der sich ausbildungstechnisch dem DFB per dessen Lizenzerwerb (der dann jede Konkurrenz ausschließt, sich selbst ein Wissensmonopol zuschreibt, dies zementiert, etwa gegenüber - auch profitökonomisch - unabhängigen, staatlich kontrollierbaren Instanzen wie Universitäten, VHS etc.) unterwirft u. natürlich der durchs Trainieren (im DFB-System) höherklassiger Teams aufsteigt, "mehr wert" sei, an Geld. Dies "Mehrwert"-denken baut auf streng althergebracht hierarchischer Denke als Grundansatz auf, wogegen Innovativer per se abzuwerten sei: wer neu ist, muss sich immer erst durch die Institutionen der Oberen "hochdienen", um richtig dazuzugehören. Danach kann er, von oben herab, dann gern was verändern, nur, dass er da längst glatt geschliffen ist. Von unten, gar "revolutionär", aber soll so schnell nichts hochkommen, damit die Macht der Altgedienten gegen das gemeine Volk o. andere per solch Mauertaktik abgesichert wird, und zwar zudem über Geld als Mittel (obwohl es so vor Ort eben längst die Macht zunehmend übernommen hat, offenbar übernehmen soll).... Schöne alte (deutsche) Welt!? Machtstrategisch clever, nur leider in Vielem weltfremd u. Konflikte lieber aussitzend statt reell angehend: wieso ist etwa sozial integrative Verantwortung o. Pädagogik (als 1.Aufgabe im KiFu) kein Thema (wie in Werbeaktionen)? Soll da eine C-Breitenlizenz des DFB mehr wert sein als ein 5-jähriges universitäres Lehrerstudium? Lächerlich, aber leider z.Z. die geltende Wahrheit... :(


    PS: Unser Jüngster hat nun einen echten Lehrer als Trainer bekommen - und ich bin echt froh: wie der mit den Kids arbeitet, auf sie wirkt. Unser Älterer hat einen C-Breitenlizenz-Trainer - besser als nichts (wie jahrelang vorher: daher sind wir auch gewechselt), aber die Unterschiede sind schon enorm... Nur: der Lehrer ist laut DFB-System auch nur nichts wert wie unterschiedslos alle anderen KiFu-Trainer, völlig gleich also, ob sie viel o. wenig LEISTEN, entscheidend nur selbstfixiert: hat er unseren Schein o. nicht... Entschädigt sollte fairerweise also nur der Aufwand, statt latent Befähigung: im eigenen Sinne hierarchisch selektiert! mit zu bezahlen - oder man könnte von "Altgedienten- o. Erfolgs-Entschädigung" reden: ob das aber dann alle so toll fänden, wo da gar kein "Schaden" ausmachbar ist, es um gänzlich andere Zwecke geht, vor allem wohl doch: opportunistische Anpassung an die, die dies System ausmachen u. bestimmen? Sorry, wenn ich da so energisch opponiere, find das System zu .... "alternativlos".

    ...diskriminierend. das ist auch der Grund, warum der deutsche Presserat die Herkunftsnennung von Tätern nicht will. Über die Maßnahme kann man streiten, ich sehe das auch anders, aber es gibt einen Grund.
    Das das soziale Umfeld und die soziale Herkunft die größte Rolle spielen, ist schon längst nachgewiesen.


    Man sollte nie das Kind mit dem Bade ausschütten. In meiner Jugend habe ich im Diplomatenstadtteil Bonn-Bad Godesberg viel mit ethnisch Fremden gespielt u. schon als Kind erfahren: spielst du mit den afrikanischen Diplomatenkids, gehst du besser in die Abwehr, da die offensiv nur untereinander spielten, sagstest du zu arabischen Jugendlichen "Arsc.....", rasten die völlig aus, da diese minimale Allerwelts-Beleidigung für sie sehr schlimm zu sein scheint und was der spanische Gegenspieler mit "haputa madre" meinte, erfuhr ich dann auch später. Wer heute etwas genauer die "kleinen Notizen" in den Medien liest, müsste erschreckt feststellen, wie schnell - scheinbar besonders bei bestimmten Gruppen, die auch zu affektgeladener Rudelbildung neigen - mitunter ein Messer zur Hand ist o. in Prügeleien noch am Boden Liegende zusammengetreten werden, oft mit schlimmsten bis zu Todes-Folgen. Reell informiert dazu wird von "den Medien" aber selten bis gar nicht - und das ist fatal. Die Verharmlosung u. Verniedlichung des Miteinander-Zusammenlebens trotz mental tiefgreifender Unterschiede kann Konflikte sicher nicht verhindern, nur ihre Wahrnehmung - und sie vielmehr mangels Vorbereitung oder Verstehen schneller eskalieren lassen. Und dies betrifft natürlich auch längst den Fußball, genau deshalb muss er soviel Werbung dagegen schalten o. braucht massive Polizeieinsätze, um ein anderes Bild zu erwecken u. für Sicherheit in den Stadien zu sorgen. So sichern dann wir alle mit Steuergeld den kommerziellen Spielbetrieb der Profis, zu dem kriegerische Szenen u. massive Gewalt dann scheinbar gar nicht mehr bzw. nur als Ausnahme gehören. Schöne PR!


    Im KiFu ist dies flächendeckend aber unmöglich u. daher brodelt es in ihm oft ungefilterter, obwohl es nun wirklich um praktisch nichts als Spaß geht und gehen sollte: was jedem jeder Herkunft noch viel mehr verdeutlicht werden sollte, im Vorfeld. Wer außer Trainern u. Funktionären könnte und sollte dies leisten? Natürlich lastet sodann eine enorme, eigentlich unzumutbare Verantwortung auf den oft unausgebildeten Kräften, denen man im Versagensfall daher auch kaum Vorwürfe machen kann. Denn gefragt wäre längst die Politik, die sich überall als so Integrativ darstellt, besser: verkauft! Solange sie sich aber nur gern bei Länder- u. Endspielen auf den Ehrentribünen blicken lässt, das faktische Auseinanderbrechen vieler Bevölkerungsgruppen ansonsten nur schönredet statt etwas mehr hinzuschauen, pro-aktiv zu werden u. Verantwortung in der Tat vorzuleben, ist man vor Ort allein und drin in dieser Verantwortung zu handeln, ob man will oder nicht. Denn die Probleme einfach durch Wegschauen, Schönreden, Ausgrenzen von Tätern (plus ihren Kids) o. weiteres Aufhetzen lösen, das ist wohl völlig illusionär: Unterschiede erkennen, ernstnehmen, was aus ihnen an Gewaltpotential folgen kann und Verantwortung übernehmen, anders geht es nicht. Eine Pflicht jedem abzufordern, die Problemlage toll zu finden, massenmedial auszublenden o. wie Politiker schönzureden, würde Gräben aber nur vertiefen o. Gefahren per Ignoranz auftürmen. Oder?


    PS: Der hierzulande fast völlig ignorierte Doppelmord aufm Platz (wie die Revolte des Volks gegen die FIFA auf den Straßen) in Brasilien, dem WM-Gastgeber nächstens, wäre bei uns sicher - noch - unmöglich, aber die Tendenzen dazu sind global unterschwellig längst da, man muss sie o. Thesen von Bevölkerungs-Wissenschaftlern, die einen sog. "Weltbürgerkrieg" für die nächsten 20 Jahre prognostizieren, nur wahrnehmen wollen. Und Fußball hätte ein kleines Potential, dem entgegenzuwirken: falls wir alle mehr erlernen, dass es aufm Platz zuerst um Spaßerleben statt Siegergeben geht! Wer soll dies leisten, doch nur die Sport-Vereine u. -Verbände: doch worum geht es denen noch immer massiv zuerst? Um eitle Selbstdarstellung von obrigkeitlichen Funktionären und Sponsoren (mit Sport als Werbeplattform im Sieger/Star statt Selbstzweck bzgl. gemeinsamer Bewegung), um finanzielle Bevorteilung seiner selbst, Zurücksetzen aller gesellschaftlichen Aufgaben des Sports jenseits der "1.Herren" etc. Es liegt soviel im Argen und doch schaffen es die, die oben sind, all dies zu vertuschen, als bloßes "Sommermärchen" zu inszenieren u. uns zu verkaufen: Fußball als Insel der Glückseligen... Aber die Zeichen dagegen mehren sich nunmal auf vielfältige Art, leider grad auch im KiFu. Die Lage hinter den glänzenden Fußball-Fassaden ist durchaus sehr ernst, ausgrenzen können dies nur die Oberen o. Massenmedien dank ihrer Macht, nicht wir... :(

    Um genau diesem Trend entgegen zu wirken, dass Sponsoren den Breitensport(Hobby)fussball für ihre Werbezwecke mißbrauchen, sollten Fördergelder allen Vereinsmitgliedern zugute kommen!


    Völlig richtig, was man dabei nur meist zusätzlich übersieht, dass sodann die "hohe" 1.Herren der 1. KK o. KL privilegiert den gepflegt "guten" Hauptplatz benutzen darf (inkl. teurem Flutlicht o. 3- bus 4-mal wöchentlich Duschen, wo bei uns die "öffentlichen" Kabinen nur für "die Herren" dieser Welt geöffnet werden: die Jugend darf sich bei Wind u. Wetter aufm Platz umziehen), der für die "unteren" Jugendteams gesperrt ist, die auf den Rumpelacker nebenan abgeschoben werden. Dabei wird die komplette Anlage auch "gesponsert" - von Stadt u. Gemeinde: den öffentlichen Geldern aller Bürger und zwar für alle Bürger statt nur die 1.Herren u. ihre Werbefürsten, die so mit ein paar tausend Euro 1. als äußerst wichtig präsent sein können (obwohl sie für den Verein insgesamt meist gar nicht leisten und geben wollen) und 2. sich in ihrer Wichtigkeit die öffentlichen Anlagen dafür fordernd aneignen. Und alle schauen nur schweigend u. passiv zu bzw. weg, wie die Kinder, unsere Zukunft ins Abseits gedrängt wird von diesen Geldgebern und ihren privaten Zielen - verstehe ich nicht, diese Gesinnung: was hat unsere Jugend verbrochen, dass wir sie so wie Dreck behandeln! :(

    @Leider verkaufen die Funktionäre den Fußball, über den sie längst die Regie übernommen haben, allzu gern als zivilisierend integratives Allheilmittel für unsere sich in Parallelwelten aufspaltende Gesellschaft. Doch dies ist nur ihre Marketingmasche, wird dem Fußball als Wett-Kampfsport gar nicht gerecht, in dem es immer nur - bestenfalls - einen Sieger geben kann und soll. (Andere - Trainer, Schieris etc. - sollen es dann aufm Platz richten, obwohl sie selbst im Geschehen drinhängen.) Dies Wettkampfmäßige ist sein Grundprinzip, das man so viel verklärt, verniedlicht, wie man will. Aber im Extrem steht dann der Mord auf seiner Linie, wie grad wieder in Brasilien geschehen: Schieri tot, Spieler tot! Verlierer gibt es immer, Sieger mitunter nicht, wie im Krieg: Schiri getreten, gefoltert, zerstückelt! Letztlich jeder selbst schuld, wenn er Fußball spielt, zuschaut o. gar nach Brasilien zur WM fährt? Aber auch das ist eben Fußball ;(

    Ich kann den Threadschreiber gut verstehen, ein NoGo von der Mutter...eine Frechheit.


    Einspruch: es ist die Grundvoraussetzung jedes guten Kindertrainers, zwischen Kind u. Erwachsenen unterscheiden zu können, beim Training wie beim Umgang. Dies nicht zu tun o. zu können, wirkt sich auf Kids fatal aus. Der Mutter könnte man ganz nüchtern 1,5 Stunden erschlichene Betreuung in Rechnung stellen, das würde sie vllt nicht bezahlen, aber als Geste verstehen...
    PS: Polizei rufen u. dem Kind nen Schock fürs Leben verpassen???

    guenter, dann sollte das GG umgeschrieben werden: Jeder Mensch ist in seiner Würde zu achten, außer Kinder. Für sie gilt Sippenhaft, damit sie auch ja später nie gelernt haben, wie sie sich von ihren u.U. üblen Eltern unterscheiden können und dass sie dabei eine Chance hätten, ein eigenes Selbst zu entwickeln etc. Null Toleranz: Vor allem der Sport sollte möglichst respektlos jeden max. desintegrieren, dessen Eltern sich daneben benehmen, unsportlich sind, kein Geld haben, anders aussehen, anders glauben und leben! Wenn wir dann auch noch Enklaven einführen könnten, wird's perfektioniert. Was, wir haben so einer Gang(ster)-Bildung wie in den USA richtig gut vorgearbeitet - wer behauptet denn solchen Unsinn?! Sind doch nur die Eltern Schuld ;)

    Wenn du ein Kind so bloß stellst u. zum Weinen bringst, hast du leider überreagiert, so sehr ich deinen Ärger verstehe. Mir war vor 7 Jahren Folgendes passiert:
    Ein Team mit 21 Kids soll geteilt werden, ich bekomme vom Trainer u. Vorstand zugesagt, dass unsere Teams 6-jähriger gleichstark würden. Dann bekomme ich neben meinem Sohn und einem anderen nur die, die noch gar nicht spielen können, zudem noch welche vom höheren Jahrgang, zs acht, so dass unser Team im höheren Jahrgang gemeldet werden muss. Nach 2 Wochen u. der ersten zweistelligen Niederlage bringen die Eltern des stärkeren Kinds es im höheren Jahrgang unter: sind weg. Dafür soll ich 2 neue Kinder bekommen: aus dem nächstjüngeren Jahrgang, so dass ich nun zwischen 2.Klasse u. KiGa alle 3 Jahrgänge betreuen soll. Grund erfahr ich vom Trainer der Jungs: Eltern viel zu unzuverlässig. Ich lehne gegenüber Vorstand u. Kollegen ab, da ich offenbar ein Sammelbecken für all die sein soll, die kein anderer haben will. Beim nächsten Training sind die beiden Winzlinge dennoch da u. ich trainiere sie. Im ersten Spiel spielen sie nur ca. 40, 50 %, da sie vor allem die Gänseblümchen beachten, nicht aber den Ball. Die Mutter rennt gleich zum Vorstand, beschwert sich über mich - ok, beim nächsten Turnier plane ich ihre Zwillinge voll mit ein, doch wer kommt nicht: die beiden u. ich muss mir einen TW von einem Team ausleihen, die zu zehnt da sind - na ja, der bekam jedenfalls viel zu tun. Danach bitte ich die Mutter per AB zum Gespräch. Keiner kommt, die Kinder wechseln zum Nachbarverein u. ich bekam nen Anschiss, sie vertrieben zu haben. Noch Fragen? Nach Ende der Halbserie wechselte dann auch mein Sohn in ein anderes Team: zwei Jahrgänge höher, da nur dieser Trainer ihn im Dorf haben wollte (er dort dann "Abwehrchef" wurde), alle anderen blockierten, da ich mein Team verraten würde... Klar. PS: Es geht sicher auch hier noch schlimmer, also: Ruhe bewahren und immer lächeln, die Kids können ja als letzte was dafür ;)

    Philosophisch kreist man hier um die Position (Herr/Autokrat) vs Negation (Sklave/Untertan) sowie a. positive und b. negative Freiheit in der 'Qual der Wahl'; da bedeutet b. Abwesenheit äußerer Hindernisse, so dass keiner mich einschränkt, viele o. alle Wege offen stehen und a. läuft auf Selbstbestimmung hinaus, indem ich meine (mir bestmöglich gemäßen) Fähigkeiten und Ziele realisieren kann. Letztere können jedoch an sich wie in mir strittig sein. Ich als Position kann wiederum Herr über Gott und die Welt oder nur über mich selbst: mein Leben, meine Chancen oder Risiken als Entscheidungen etc. sein wollen. Das Freiheitsproblem stellt sich natürlich weit komplexer dar, soll hier angesichts der Fragen eines Duschens im Kinderteam so aber zur Aufhellung genügen. Will ein Trainer autokratisch (Hier bestimmt nur einer, was geht, gut ist, - und das bin Ich, jedes in sich souveräne Selbst soll sich unterordnen, existiert nicht...) über alle verfügen, was sie zu tun haben, bzw. welche Hintertüren lässt er ihnen offen als freie Wahl zur relationalen Selbstbestimmung? Dies ist für reell gelingendes Miteinander notwendig, indem sich dafür jeder freiwillig o. per Vermittlung über die Einzelnen hinausgehender Ratio im individuellen Selbstsein 'dienend' beschränkt.
    Die eigentliche Frage lautet also: steht 1er als Tugendbold über allen, diktiert ihnen das Rechte, Gute, unabdingbar Zu-leistende (und inwiefern) - oder haben sich alle gemeinsam darauf zu (ver-)einigen? Wer einer guten Sache 'dient', kann durchaus darin frei handeln und sein, wer einer Sache nur gut dient o. gar dienen muss, stellt diese Sache übers Gute und unsere Freiheit, es für uns positiv zu erwählen: dann ist Duschen o. Nichtduschen wirklich die Frage "Sein o. Nichtsein"... ;)