Beiträge von Keller-Kicker

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    siebener: hier allen en Detail zu antworten, geht nicht, daher greif ich dich heraus, wg allzu grober Unterstellung: natürlich hab ich namentlich bei Hitze angefragt! Abgesehen davon, dass jeder, der sich öffentlich produziert, die Folgen vorher kennt: er tritt aus der anonymen wie sprachlosen Masse heraus, andere erkennen ihn: namentlich, zustimmend, aburteilend - und er kennt sie gemeinhin nur als dunkle Massenmenschen, sein Publikum... Ohne namentliche Zusendung hätt ich aber nie Antwort erwarten können, logisch, oder?


    Off-Topic: In unserer ach so tollen "Moderne" arbeitet "man" allzu gern primitiv mit Schlagworten, um - einseitig gegen andere "vorbeugend" deren abweichende Meinung ausgrenzend - Öffentlichkeit für sich, sein Thema zu besetzen. Dazu gebe ich auch zB nächste Woche startend vom Land geförderte Seminare wie "Die Diktatur der Öffentlichkeit", bei Interesse, melde dich. Hitze hat beispielhaft, ja fast perfekt vorgeführt, wie diese Diktatur funktionieren kann, dh Öffentlichkeit instrumentalisiert, jeder Widerspruch quasi im Keim per begrifflicher Vorverurteilung erstickt wird. Das Absurde: dies unternimmt man im Namen von der so grad konterkarierten Toleranz bzw. des uns besetzend doktrinären "Laizismus" als ideologisch leitender Pose contra dem "Geistlichen", also zB dem Geist des Fußballs (vgl. Theweleit-Thesen zur Männerbündelei). Dies aber bemerkt heute gar keiner mehr, so absurd die Konsequenzen dann auch werden, wie andere Beispiele von Diskriminierung aufzeigen, die ich hier nicht bringen kann, da umfangreich...
    Natürlich bin ich nur "Halbgebildeter" (nach B.Pascal), daher hoffnungslos zerrieben zwischen Souverän und Volk (Laien); so wie Satre beleuchtete, dass liberal-individualistisches Wählen Demokratie zerstört, da jeder als wahrhaftes Volk eben dies Wählen, sich aufgeben, aufopfern statt per se behaupten müsste (also im Beispiel: kein Outing á la "Ich bin Ich", sondern sich in ethischer Pflicht zB trotzdem in die Familie be-zwingen, nachwachsender Mensch"werdend nach Grönemeier: Der Erde ist unsere Pflicht, sie ist freundlich, wir sind es nicht.... - Demokratie wird also zu ihrem bloßen Vor-Schein, s.o.: Im Grunde will jeder für sich alles erobern, bestimmen, auf sich "ein-stimmen". Dass dies keiner bemerkte, nur Beifall für Hitze, keine Gegnerschaft zugelassen wurde, erstaunt zwar im demokrat. Vor-Schein u. Fußballumfeld (eben Opium fürs Volk) wenig: legitim ist alles, das wirkt, und nur meiner a-politisch philosophischen Halsstarrigkeit geschuldet, doch die Folgen werden mitnichten die sein, die man nun evtl. im monologisch inszenierten Medienecho erwartet, einfachhin ausrechnet, also nur "gute". Daher og Diskussionsofferte, aber wie sich schon von Pascal her nahelegt: inhaltl. keine Reaktion, weder von Souverän noch Volk... Daher lass mich besser raus, so philosophieren will doch gar keiner, oder? Ok? Danke!!! ;)

    siebener: Gar nicht toll, folgte nur dem Rat von Andre. Was dir ne fette Ansage ist, ist für mich echter Leidensdruck. Doch das Thema gehörte hier gar nicht her, geht auch zu tief in Persönliches, oder man denkt nur undifferenziert in Vorurteilen, Schlagworten, Feindbildern, keiner liest genau, was man schrieb, also steigt man besser aus. Mit dem alle Andersdenker als homophob "Gestrige" u. "Gegner" diffamierend verdammenden H. hätte ich gern mal kontrovers diskutiert, echt, aber der beantwortet nichts, taucht nur ab statt sich Konflikten konkret zu stellen: sehr mutig!? Oder alles nur Fake, PR-Gag? Wozu? Hhm, egal, jeder denke sich da seins; zu Ehrlichkeit aber bedarf es echtem Dialog miteinander, wechsel- statt so einseitig manipulativer Kommunikation über andere als bloß fratzenhafte Zerrbilder, das ist nunmal so. Sollte H. sich noch stellen, werde ich dies mitteilen, garantiert. Sonst redet man sich nur für nichts die Köpfe hitzig, fürcht ich mal. Und das regt die zu sehr auf, die (von Kind an) persönlich involvierter sind, wo es für andere mehr intellektuell spaßige Herausforderung ist, da hatte Andre 100% Recht. Ich hoffe auf allseitiges Ok dazu: besser mehr verschweigen! CSD-Fan bin ich aber nicht u. meine Jungs müssen sich das nicht antun: haben es 1mal sehen müssen, waren geschockt, nie wieder. Bin lieber gestrig!

    Damit hängst du emotional drin, bedenke das, bist klug genug.


    Genau, deshalb steige ich hier auch aus (außer per PM vllt), widme mich lieber wieder harmloserem Geplänkel: um schön brav zu verdrängen, was mir am Herzen, auf der Seele läge! Aufschlussreich war für mich nur, wie "mutig" ein Herr Hitzelperger sich in ge"fake"ten Interviews contra ihm unbekannte, fiktiv mal eben als böse "homophob" im Mainstream diffamierte "Gegner" (wo ich mich in meiner freien Meinung o. sexuellen Selbstbestimmung durchaus angemacht fühlte) präsentierte, um dann auf konkrete Anfragen von realen Mitmenschen mit Gesicht u. Stimme, die ganz sicher aus persönlich guten Gründen nie mit ihm als bekennend Homosexuellen hätten duschen wollen (so wie dies Damenteams wohl auch nie gern mit mir nackt ständig täten, auch wenn bei Einzelnen keinerlei "Vorerfahrung" vorläge) nicht mal zu antworten. Frag du doch mal nach! - Das ist also der allseits so gelobte Mut...? Ich fände ehrlichen Dialog einfach besser, ist aber wohl allseits nicht gewollt, man redet lieber über- statt miteinander, alles wie gehabt im Fußball: und das ist der wahre Kern des Problems!!!

    Ich hoffe, wir sind uns alle einig


    Deshalb! Wo per massivem Druck vorgegeben wird, dass sich alle einig zu sein haben. da gibt's keine Debatte, q.e.d. Ich frage mich trotzdem, wieso der Papst über 400 "pädophile" Priester (von "pädophoben" ganz zu schweigen) entlassen musste, im Fußball aber dies auch noch nie Thema werden dürfte bzw. gleich massiv Anwälte aufgefahren werden, falls jemand (wie ich vor 5 Jahren zB, da früher selbst betroffen) das aus gegebenen Anlass mal zur Sprache bringen wollte. Pädophile o. auch kinderverächtliche Trainer (homo- wie heterosexuell) zB gibt es doch, aber was passiert? Bestenfalls werden sie statt gedeckt gebeten, den Verein zu verlassen, um dann 10 km weiter wieder tätig werden zu können, so die dort keiner informiert (was dank unterdrückten Strafverfahren dann Verleumdung wäre, schon klar). Alles soll heil u. heilig sein, so verkauft werden u. man redet lieber nur über angeblich arme Homosexuelle, obwohl sie längst bekennend Außenminister etc. waren (dito die sog. Frauen-Benachteiligung, die längst reversiv gekontert ist) o. in Vorabendserien knutschen, was zumindest unsere Jungs nur extrem ekelhaft statt "alles voll normal" finden: weshalb sie dann umschalten wollen. Das aber offen zu sagen, benötigt doch mehr Mut als jenes Outing: die sog. Homophoben (denen H. die Gegnerschaft erklärte) hat keiner gesehen, gehört, einerseits angeblich Mehrheit, andererseits unsichtbar wie ein Märchen? Soviel Einseitgkeit nennt man sonst Manipulation... Über offenbar echt, weit unbequemere, tiefer als "das geht uns nichts an" gehende Themen breitet man aber rigide Schweigespiralen aus, Null Chance für Opfer!? Wer wollte wo erhören, was sie sagen? Da kriegen sie noch Prügel, falls sie ehrlich ihre Ansicht mitteilen, ich hab's selbst schon als Kind erleben müssen, und, ach egal, genug Seelenstriptease.
    Tja, unsere Gesellschaft ist ja so tolerant u. offen, fragt sich immer nur: für wen, für wessen Nutzen! Sie ist total zu-gedröhnt. Man muss sich schon top inszenieren können - und kein Kind (von Traurigkeit) mehr sein, um breit Gehör zu finden! PS: Ich würde gern den mutigen H. mal zur Rede stellen, wie er sich das alles so konkret denkt, ob er zB an missbrauchte Kinder denkt, mit denen er dann "unter Männern" (seinen Sexualobjekten) nackt duschen will: ? Ich hatte H. sogar angeschrieben, Ergebnis: keine Antwort!

    Da fragt man sich dann immer, warum sie es nicht selbst in die Hand nehmen. In diesem thread geht mir die Trainerrolle einfach ein wenig zu weit. In erster Linie müssen Eltern entscheiden, ob und wie sie ihre Kinder sportlich fördern wollen.
    Welchen Schaden nun ein Trainer anrichtet, der nicht dem hier gepriesenen Idealbild entspricht, wurde übrigens noch nicht beantwortet ...


    Vorhin vergessen: wie wichtig Trainern Job/Hobby ist, zeigt zT, wie sie den dank reeller Trianerleistung bei Kids erfolgreicheren Kollegen Steine in den Weg legen, sie absägen u.ä.; auch die Schäden bei Kids hatte ich ausführlich geschildert, wieso die Klage? Dürfte wirklich jeder sich als Trainer bewerben, die Kinder o. auch Eltern dann wie "Kunden" selbst nach fachlicher, pädagogischer, sozialer Kompetenz statt Vorstände ihre Kumpels nach Seilschaft wählen, wäre alles sportlich fair u. in Butter! So ist es i.d.R. aber nicht, es gibt wenige Entscheider u. man kennt sich: wer anders, gar besser ist, fliegt ganz schnell, damit er jene Butter nur ja keinem Arrivierten vom Brot nehme, denn man kontrolliert sich selbst statt sich von Mitgliedern kontrollieren zu lassen, jedenfalls bei uns: Eltern dürfen für Kinder nur Beiträge zahlen, aber weder Kinder noch Eltern haben Stimmrecht. So macht man oft Ämter unter sich aus, grenzt Rivalen/Opposition aus o. hohe Beträge fließen aus der Jugend- in die Herrenkasse, von Klein/Arm zu Groß/Reich, ohne dass man's verhindern könnte. Tja, wer in der Saison bei 2 Jungs 2 x 3mal wöchentlich 5 o. 14 Kilometer hin u. zurück fahren + je 1,5 Stunden bei Training warten will u. kann, der wechselt dann mal eben "einfach", wenn die Kids wg. Schreierei, Zutexten, öder Monotonie statt effizientem Üben o. vielen Kollektivstrafakten ihre Lust ausgetrieben wird, sie Frust bekommen u. nicht mehr zum Training wollen: da müssen wir immer so viel Runden laufen, dann vorm Schuss ewig anstehen, dürfen dabei kein Wort reden, nie lachen u. es ist so langweilig.... Da Wechsel so aber irrealistisch sind, hören viele nur auf mit ihrem Sport. Und wenn das kein Schaden ist, würden ja all die Politik irren, die Sport als gesundheitsförderlich etc. für alle mit viel Mitteln sponsert.


    Fazit: Wer Spieler demotiviert, hat seinen Job verfehlt u. Kids bringt es gar nichts, dass er es fast umsonst tut. Narrenfreiheit, Werben um Gelder, Plätze, Hallen mittels Jugend etc. nützt nur anderen, Erwachsenen, natürlich auch den Eltern, die wenig bezahlen, sich nicht kümmern wollen. Es gibt aber auch welche, die gern selbst aktiv in fairer Job-Konkurrenz (der bessere soll gewinnen - das ist doch Sportsgeist, nur Trainer von Kindern - nicht den Herren - blocken dies ab...) betreuen würden o. denen bessere u. zielführende Betreuung viel mehr als nen paar Euro wert wäre. Aber freie professionelle Alternativen fehlen, da Vereine eben fast kostenlos das Monopol auf Gemeindeplätze o. Hallen haben, sich so konkurrenzlos billig anbieten u. die für Teams nötige Masse ziehen können. Und so geht's mir seit Jahren, daher der Appell an Verantwortung, Respekt, sportlich faire Leistungs-Konkurrenz auch unter Kinder-Trainern (falls es mehrere Bewerber gibt) statt dumpf diskriminierendes Ausgrenzen etc. Das sollte in einem demokratisch-marktwirtschaftlichen Liberalismus eigentlich für jeden selbstverständlich sein, aber in Vereinen scheint oft noch Real-Sozialismus vorzuherrschen u. irgendwie kann man sich "aus Tradition" der Tatsache verweigern, dass der gescheitert ist. Auf der anderen Seite gibt's dann quasi kleine leistungsfetischistische Diktaturen, die Leistungszentren, wo Kinder nur selektiert, wie Rohware gesiebt werden: wer (für die Trainer/Sichter/Vereinserfolge) nicht gut genug ist, muss draußen bleiben bzw. fliegt bei Formschwäche. Dahinter steckt als Motiv nicht mal mehr nur sportliche Siegesgier, sondern auch längst das Geld: Kinder nicht als Selbstzweck o. gar höchstes Glück, nur als "Unterbau". Wer U17/19-Bundesliga spielt, verkauft sich gut, rekrutiert aus eigener Jugend o. erhält Ausbildungsentschädigung. Dies Geschäft ist auch nicht grad menschlich, gar kindgerecht, oder?


    Man sollte auch darüber mal offener reden dürfen, aber dies scheint mir weit schwieriger als zB Homosexualität. Daher meine Rede vom Outing: eigene frühkindliche Macken, verdrängte Seelenschmerzen, reaktiv Machtwille eingestehen, eigene Motive im Unbewussten offen reflektieren, Unfähigkeit erkennen, sich fachlich verbessern etc., das brächte Kinder wie Trainer voran u. sich näher, oder? Wo reihenweise Teams aufgelöst werden, bedeutet das sonst reihenweise "kleine" Dramen. Mir geht das sehr nahe, da ich es selbst als Kind erleben musste, zeitlebens darunter litt ,Outing: überzeugt bin, sonst ein Topfußballer hätte werden können. Ja, klar, viel Fantasie. Das war mein Motiv: meinen Jungs sollte es besser ergehen. Aber letztlich war wie oben geschildert nichts zu machen, es wurde ein schmerzliches Déja vu...

    allein in den letzten fünf jahren sind drei fußballvereine bei uns verschwunden.


    Bei unserem Dorfverein wurden aus 10 Kinderteams in 5 Jg ein einziges, das nun unbedingt erhalten werden soll (Abwerben andernorts, 3 Anrufe hintereinander mangels Abstimmung), bei euch verschwinden gleich ganze Vereine - find ich besser! Unser Verein hatte 2 neue Jugendplätze bei der Gemeinde (auf aller Kosten) durchgeboxt, die stehen nun oft leer: topgepflegter Rasen, den Kinder der Gemeinde aber lt Schild u. Zaun nie betreten dürfen: für "Unbefugte" verboten! Nun trainieren Herren (5 Teams) mit drauf. Würden alle Vereine verschwinden, verschwände auch ihr Monopol auf den Fußball: Nischen, Neues, Professionalisierung: Leistung FÜR Kinder könnte entstehen! Klar, dann würde es per echter System-Konkurrenz nicht nur besser, auch teurer: sie belebt eben Geist wie Geschäft. Dass man nicht als Kunde den Lauten machen kann, wenn man fürs Kind nur 8 Euro im Monat hinlegt, klingt erstmal korrekt: da gibt's nicht viel zu verkaufen bzw. zu fordern. Die vielen anderen, eigentlich sozial Schwachen, also zuerst Kinder zustehenden Gaben von Stadt, Gemeinde, Land, Sponsoren fallen aber stets untern Tisch, s.o. Wenigstens die Plätze sollte man sportlich sich betätigen wollenden, weiter im Prinzip Fußball-begeisterten Kindern bzw. den sie frei wie früher auf der Gemeindewiese fördern wollenden Eltern öffnen, nachdem man ihre Teams ruinierte: das wäre nur fair! Zumal, wo diese Pfründe der Gemeinde gehören. Ist aber alles verschlossen, Motto: "alles meins"!? Da fehlt oben soziales Bewusstsein wie Verantwortung: das Denken als Verein im Dorf, zu dem alle gehörten...


    Klar, wo Konzepte nur Papier blieben, sind sie nichts wert, kenn ich auch vom Nachbarverein, der so der einzig guten Verein rundum im fernen Stadtsüden nachahmte: Da muss schon wer echt hinter stehen, der auch das Sagen hat. Leider habe ich das Gefühl, dass Vereine, aber auch DFB letztlich in der Jugend die Breite nurmehr mitschleppen zu müssen meinen, in Wahrheit nur auf die (Leistungs-Spitze schielen, schon fehlgeleitet im Blick auf Kids ab 7, 8 Jahre - als solle der Rest besser gleich bloße Fans werden, denen man dann besser Fanartikel u. Eintrittskarten verkaufen kann, da sie als Inaktive ja nichts sonst als Zuschauen u. Stars-Anfeuern mehr zu tun haben: schöne neue Fußballwelt?

    Letztlich hat das Konzept ihn zu Fall gebracht...so meine Ansicht heute.


    Man sollte sich, die Kinder, den Verein, die Eltern vor sich selbst schützen: und zwar durch eine in einem Konzept niedergeschriebene Philosophie des Vereins. NICHT um täglich darauf mit mahnendem Finger zu zeigen, sondern vielmehr um es da wo es Zeit wird dieses dann hervor zu ziehen. Das kann nach Beschwerden sein, das kann sein das es notwendig wird, weil bei bestimmten Trainern auffällig viele Mitglieder den Verein verlassen wollen oder weil es zum Testverfahren bei Einstellung eines Trainers gehört.


    Brechstange - nomen est omen? Mit ihr kommt man bei Mitmenschen nur vordergründig weiter, sie ist keine Siegertugend. Klar, Kids müssen gehorchen - oder gehen, aber was bringt's am Ende? Wer hinten liegt, versucht per Brechstange alles, oft vergeblich, da mit Gewalt. Es ist auch ne Frage des Selbst-Respekts, verantwortungskritisch in sich zu gehen, seine Motive nachzuprüfen, hinterfragen zu lassen, oder?


    Das mit dem Verhaltenskodex-Konzept hatte ich mehreren Vereinen als Weg zu mehr Qualität in Arbeitsfassungen offeriert, doch stieß ich damit stets auf Null Interesse, ein Dialog o. gar konkrete Umsetzung fand daher nie statt. Warum? Weil es so fürs Verhalten bzw. "Verein" nen Prüf-Maßstab gehabt hätte! Kritik hätte verbindlich Bezug nehmen können, falls das "Vereinen" (psychologisch in Einzelfällen wie bestimmenden Kollektiven) auf Sozial- als Dominanzverhalten in Nachfolge frühkindlich selbst erfahrener Präge-Muster zurückgeführt werden müsste: wer geschlagen, gehänselt, beherrscht, unter Druck "geführt" etc. wurde, wird später ohne (Selbst-)Therapie (dh Verarbeitung per Reflexion) selbst zum Schläger, Möchte-gern-Führer o. Herrscher. Ich hab einen Kollegen - erst "Feind", heute Freund, der 10 Jahre lang Kinder "betreute", da Fußball sein Hobby, er aber nurmehr inaktiv u. beim Einstieg Vater war. Er musste x-mal entfernt werden, fand aber stets wieder neue Opfer: da überall Bedarf an fast kostenlos arbeitenden Kindertrainern war. Heute nennt er sich selbstironisch "Schinderhannes", den man nie hätte auf Kinder loslassen dürfen. Erwachsene bekam er eh nie: Denn die hätten sich gegen nen andere autoritär beherrschen wollenden Führertyp wie ihn gewehrt, ihn nach 3 Wochen zum Teufel gejagt, wenn er mit seinem langen Zutexten ansetzte. Ich bot ihm seinerzeit zwecks authentischer "Sozialisation" an, bei mir Co zu werden, mal reelles Dienen am Team zu lernen, da er fachlich ja gut war, Tricks etc. vorführen konnte: das aber "konnte" er nicht über sich bringen, "unter" wem anderen der Sache dienen. Er wollte ja grad herrschen u. da waren ihm 10 Jahre lang die Kleinen grad Recht, zumal sich dies prima als soziales Engagement verkaufen, verdecken ließ.


    Ich bewundere aber, dass er es mit fast 50 noch schaffte, hinter den eigenen Vorhang zu blicken, wenn ihm auch jene Rauswürfe o. Teamauflösungen dabei helfen mussten. Trotzdem selten, immerhin entgingen so etliche Kids seiner Willkür. Wie vielen er ihre Lust auf Fußball vorher austrieb, das bleibt ungezählt...


    Nachsatz: Spielern eine Lust vermitteln zu können, sich (in heutiger Zeit noch) anstrengen zu wollen, ist das, was mE gute Trainer auszeichnet - und über den Sport hinaus viel bewirkt, bewegt, fürs Selbststeigern begeistert, also per Vorbild/-leben echte (Team- wie indiv. Eigen-)Dynamik be-fruchtet... Oder?

    tobn: Tja, es sind doch oft diese "besten Absichten" (der Großen), die (im Kleinen) alles verderben, da sie fremd, von außen, als o. mit Druck kommen, dem Kind suggestibel vs echt "überzeugend" aufgesetzt werden. Jeder sollte sich einfach verpflichtet fühlen, sich bewusster zu machen, dass man als Betreuer über Leben entscheidet, ob es ge- o. misslingt. Hätte ein Ronaldo, Messi o. Neuer "Hinz und Kunz" bzw. Herr/Frau MeierXYZ (bzw. der gewaltbereite Fan, Leistungsverweigerer, Drogensüchtige deren Respektpersonen) als Eltern, Trainer, Lehrer, dh Orientierungsgröße u. Maßgabe, gehabt: wer wäre er geworden? Das ist kor-relational! Diese ungeheure Verantwortung spielt viel zu selten die dem eigenen Kopf/Interesse übergeordnete Rolle, das will ich verdeutlichen. (Pubertierende Geschlechter ticken m.E. komplett anders, daher war der Film ne Mogelpackung schon im Titel: hab unter ca. 100 Jungs im Bekanntenkreis keinen erlebt, der so wie jene Mädels drauf war. Mädchen meinen, sie müssten top aussehen vs Jungs, die eher gut dastehen wollen im hierarchischen Ranking...) Aber beiderseits gölte: Leistungs-Druck/Stress vs Freizeit-Spaß - man streiche bei dieser Opposition bitte Druck u. (bloße) Freizeit, setze Leistungs-Spaß um bzw. in die Köpfe, um der vielfältigen Synthese von Leib und Seele (sozial-psychologisch wechselseitig zu verstehen) Wege des Je-Selbst-Möglichen zu bereiten.


    Sicher kann nicht jeder dazu komplexe Theoreme (zB das der Etyme, des Profiling, autogener Tr-programme uvm) sich erarbeiten, aber es gibt ja viele Optionen, sie sich ein wenig vermitteln zu lassen: sei es hier bei TT/Soccerdrills, dem DFB (informell ist er ja auch für mich ok), Kollegen, Seminare vor Ort etc., um eigene Motive zu reflektieren, zu erweitern... Die Trainer unserer Kids waren dazu leider nie offen - und das verstehe ich beim besten Willen nicht bzw. nur so, dass es ihnen dann doch uU primär um sich selbst geht. Ok, sie arbeiten für Vereine fast kostenlos, haben so auch ein Recht auf Selbstverwirklichung, ihren Spaß in ihrem Hobby, aber die Verantwortungsfrage bleibt, ist eine höhere - daher ist Andre's Appell stets wegweisend.

    Andre: Die 37"-Sendung war für mich Schwachsinn, sorry: von Frauen für Frauen über Frauen, aber im Titel "Schüler..."? Jungs wurden mit einem Nebensatz abgetan: sie hätten auch Druck, toll. Nein, so selbst verursachte Jungs-Dramen kenne ich keinen: Alle reden von Gender-Forschung, und dann so ne einseitige Sendung? Egal, ich hab nie was für die Schule, getan, meine Jungs müssen es auch nicht, machen kaum mal die Hausaufgaben u. sind trotzdem auf dem Gymnasium noch nie sitzen geblieben, da Durchkommen das Maß ist, nicht Einsen, daher auch weniger Stress, notfalls: Abgang auf die Realschule - so what? Aber dies hätte da nicht ins Konzept gepasst: wie beim Fußball sind vor allem Eltern verantwortlich, erst dann Schule bzw. Verein, deren Systeme ich bekanntermaßen selbst Mist finde. Das Wesentlichste schuldig ist (sich) jeder als Mensch, da Fehler u. Irren das Menschlichste ist, - nur wollen die meisten dies nie einsehen, suchen nur woanders Schuldige. In der Welt ist zwar fast jeder heute völlig selbstbezogen, daher fast allen anderen eher: unterschwellig-unbewusst feindlich gesonnen, besitzergreifend etc., aber verändern kann man dies - leider - kaum, dies ist aber kein Grund, die stets mögliche Selbstveränderung zu unterlassen: dein Suchen von eigener fragwürdiger Schuld, Fehlern u. Schwächen finde ich da vorbildlich!


    Ich bekenne auch, dass ich meinen einst geplatzten Traum gern in meinen Kids als noch lebendigen (da in mir naturgemäß totem) wiedergefunden hätte, aber sanft, so sie das wollen, ich überzeugend dafür werben, sie animieren könnte: genau das, was mir seinerzeit fehlte!* Ist dies nur Zufall o. Paradigma für den KiFu, damals wie heute? Wer mag kann das "Kleingedruckte" lesen u. kommentieren: nur belanglose Einzelfälle o. System?


    *In der GS war ich der Beste im Schulteam, am Gymnasium wurde ich irgendwie immer "zweikampfschwächer", dadurch unsicherer, an mir zweifelnd etc. Dann erfuhr ich: die nun Besten spielten nicht nur wie ich auf wilder Wiese, sondern im Verein. Daher kam das, was für mich Angst einflößendes, aber vom Lehrer nie geahndetes Foulspiel war: wildes in die Beine Grätschen (damals noch von hinten u. in der Halle bzw. aufm Ascheplatz erlaubt: klar, der Defensive hatten fast immer nur "auch" den Ball getroffen...), Wegdrücken, lautes Ballfordern oder runter machendes Anmotzen auch der Mitspieler... Meine Eltern hatten sich für mein Hobby stets Null interessiert, aber ich hörte mit 12/13, DJK Arminia sei der beste Verein, da müsse man hin. War zwar 5 km weg, im Winter per Fahrrad unbequem zu erreichen, egal, wir waren ja motiviert, nun was zu tun... Was ich nicht ahnte: die spielten Bezirksliga, hatten ne rein ergebnis-, dh leistungsoutcome-fixierten "Trainerautorität" ("der harte Hund"), die mir u. dem mitkommenden Freund erstmal nur Rundenlaufen verordnete, nicht mal Trainingsspiele dürften wir mitmachen! Weshalb mein Freund nach 3 Wochen wegblieb. Da ich leider schon angemeldet war, zwangen mich meine Eltern nun, weiter hinzugehen, da es ja Geld kostete. Nach 3 Monaten ohne 1 min Spielzeit verweigerte ich es, hörte mit Fußball erstmal komplett auf... Später mit 18 lud mich ein Bonner-SC-Trainer von der Wiese weg zu seinem Probetraining ein, da ihm mein Auge u. die Pässe beim Zufalls-Sichten gefielen, aber natürlich hatte ich im Training nur Schiss, da die anderen so rüde waren, das war's dann mit Fußball, ich wurde reiner Fan, fing erst mit 28 wieder ein wenig auf der Wiese an...
    Das alles hatte ich total verdrängt, vergessen, die Erinnerung brach erst auf, als meine Jungs mit Vereinsfußball begannen. Jedesmal, wenn ich nun live mit erlebe, wie einst vor Spielfreude sprühende Jungkicker plötzlich lustlos mit Fußball aufhören, wie sie lauthals motzend niedergemacht o. diskriminiert wurden, blutet mein inneres Kinderherz, und zwar tief, als würde mein Selbst sterben. Wer Schuld hat, war für mich (denn mein Weltbild hier ist wie bei jedem unter Zwängen Leidenden da recht stupide) immer klar: nie das meist vorher monatelang traurig, deprimiert dreinschauende Kind, sondern: Erwachsene! Aber oft hieß es dann nur, diese Kinder seien zu faul, unzuverlässig o. eben zu schlecht (für den Trainerfußball, seine Ergebnisansprüche, wegen denen diese auf die Bank abgeschoben wurde etc.). O-Ton eines Trainerkollegen: Du kannst gar nichts, was willst du hier, das ist kein Fußball, was du spielst, das ist Müll... Und dieser Kollege selbst konnte gar nicht Fußball spielen, hatte es nie in einem Team, konnte also auch keinem Kind was vorführen, beibringen - das war der größte Witz dabei. Also schritt ich offen ein, denn schon vorher wollten etliche Kinder von seiner Ersten in meine Zweite (zusammengewürfelte, aus den Ersten aussortierte Kinder aus 3 Jahrgängen) wechseln: obwohl die im Verein nur "die Loser-Truppe" hieß, da sie ein Jahr nie gewonnen hatte, bevor ich einstieg. Zudem hatten die Jungs der Zweiten die Erste mittlerweile in beliebten Trainingsspielen plötzlich dreimal besiegt. Plötzlich sollte ich die 3 stärksten Kinder an die Ersten abgeben, statt dass die dort Rausgeekelten zu mir dürften. Das lehnten wir beiden Trainer, Kinder u. Eltern ab. Und dann traute ich meinen Augen nicht: wir wurden als jüngerer Jahrgang plus weitere 2 jüngere in die 1.Staffel gesetzt, wo die Stärksten des 1 Jahr älteren Jahrgangs (die waren also 3 Jahre älter als zB mein Sohn u. dabei eben noch die regional Besten) waren. Ich wollte die Teilnahme verweigern, war aber offiziell nur der Co u. den 1.Trainer reizte wohl die Herausforderung: das schaffen wir auch, denen werden wir es zeigen...
    Da auch mein Sohn betroffen war, trat ich zurück, zwang ihn zum Wechsel in einen ferneren Verein in ein Team seines Jahrgangs: Tränen, aber die Vernunft musste nun einfach siegen... Im neuen Verein drohte er, dem Trainersohn als Star u. Cheftorschützen Konkurrenz zu machen, so bekam er Torschussverbot - hätte ich das geahnt... Seitdem hat er vorm Tor Ladehemmung, noch heute, ist nach einigen Wirren danach (denn nach 1 Jahr mussten wir so wieder wechseln, dann folgte ein Team, das kurz später aufgelöst wurde, da zuviele Kinder wg. dem Herumbrüllen des Trainers weg blieben...) nurmehr Mittelmaß. Sein altes Team aber verlor fast jedes Spiel zweistellig, einmal 0:20, und wer war Schuld? Ich, denn ich hätte die Jungs im Stich gelassen, mich verpisst - tja, sicher, schon wahr, vielleicht hätte ich bleiben müssen, aber die Gründe o. Gegenstrategie: Absagen der Staffelteilnahme kamen leider auch nie auf den Tisch... Ich will Erfolg, bejahe Leistung, denn kein Erwachsener hat ein Recht, Kinder ihre Chancen sang- u. klanglos verspielen zu lassen, auch das wäre für mich Betrug an ihnen, ein Verbrechen an ihrer möglichen Zukunft, aber Erfolg im Werdegang, nicht in Zahlen, Tabellen, Leistung aus u. für den Spaß, intrinsische Motivation fördernd, da in der Freizeit zu erbringen, eben Team- statt Trainer-Fußball. Dafür werbe ich seitdem vehement, leider noch völlig vergeblich. In Vereinen komme ich mit dieser Mission Null voran, verstehe dies leider nur negativ bzw. gar nicht: es geht nicht zuerst um die Kinder, ihr wahres Wohl, darüber will man scheinbar nirgends auch nur mal offen diskutieren. Bloße Spaß-Trainer lehne ich natürlich auch ab: das ist nicht wahrer Sportsgeist, erst Recht Verrat am Sport! Was nämlich Spaß bereitet, ist die süße Freude am Sieg, am verdienten u. mitunter auch am unverdient glücklichen (vs erschummelten o. erfoulten)...
    Und unserer Jüngerer, dito. Ich weiß nicht, ob ich Recht habe, aber transparenter und sachgerechter darüber streiten, das hätte ich mir oft gewünscht: wenn zB im Verein vor Ort in 5 Jahrgängen aus einst 10 Teams ein einziges wurde, kaum ein einst begeistert mit Fußball anfangendes Kind am Ende durchhält, fast alle zwischen 10 und 15 wg. "Lustlosigkeit" oä aufhören, kann dann alles stimmen? Es sollte für motivierte Kids offene "Leistungs-" wie Freizeit-Teams geben, überall, über Grenzen einzelner Vereine hinweg, denn: Kinder sind kein Spieler-Material von Vereinen, kein Objekt o. Besitz, sie sind werdende Individuen, unsere Zukunft, nicht nur fußballerisch! Im Sport lernen Kinder freiwillig, wollen von sich aus vorankommen, dieser Akzent vs Schule ist für sie enorm wichtig u. allzu oft wird ihnen diese selbst-bestimmte Spielwiese pro Lernen u. Leisten zerstört. Das ist für jedes Kind eine lebenslange Riesentragödie, ich weiß es, leide noch heute nachhaltig unter dem, was mir mit 12, 13 wiederfuhr: das Ende meiner kindlich begeisterten Fußball-Aktivität. Sie kehrte danach nie wieder... Ich vermute in manch "sog. Fan" Weltschmerz-Motive wie die meinen, nur aggressiver abgeführt gegen das System: macht kaputt, was euch kaputt macht, das alte Sponti-Motto: einfach endlich mal selbst draufhauen... Ist aber rein spekulativ, ich kann dies nicht näher erforschen, bin kein Prof, nur irgendein im Grunde in sich kaputter Typ...

    auch mal die Schwachen anfangen lassen


    Es ist sogar eine Unsitte u. unklug, immer erst den Stamm der Starken beginnen zu lassen u. dann zähneknirschend herumzuhampeln, wenn man trotzdem in Rückstand gerät u. den Schwachen zu erklären, dass man sie jetzt nicht rein bringen könne, da dies alles verderbe - ohne Gedanken, wie diese Worte auf sie wirken: die anderen verlieren schon grad, aber mit mir kann es nur noch schlechter werden oä. Im Gegenteil habe ich immer die sog. Schwachen anfangen lassen, da man so selbst freier ist, grad sie die Chance brauchen, sich ohne Druck u. unvoreingenommen zu zeigen, wogegen die Stärkeren schon lernen können, auch mit Druck umzugehen etc. Also: die Schwachen nicht immer hintansetzen, für mich die falsche Strategie: kurz- wie langfristig!

    Ich habe es schon x-mal erlebt, dass der Verein mit der ach so erfolgreichen E-Jugend ein paar Jahre später in der C die Mannschaft abmelden mussten - weil die schwächeren Spieler aufgehört haben und ggf die Stärkeren gewechselt sind. Dazu kommt noch, dass sich die Mannschaftsgröße von 7 auf 9 und dann 11 erhöht. Da werden die Spieler Nr. 11-16 plötzlich essentiell wichtig!
    Nur haben die meisten E-Jugend-Trainer, aus der F-Jugend kommend, sich noch nicht mit diesem Gedankengang beschäftigt, oder wollen sich nicht damit beschäftigen...


    Da haben wir was gemeinsam. Ich kann es mir nur philosophisch erklären, wieso man dann nicht mal ex post daraus lernt: auf lange Sicht sind wir alle end-- und sterblich. Im sportlichen Rausch von Siegenwollen kann man diese Sicht per Fokussierung fast perfekt verdrängen, vergessen: man könnte dann, wenn die E die C ist, schließlich längst tot sein, was die eigene Unwichtigkeit krass verdeutlicht. Wer mag schon daran o. die Tatsache denken, dass Kids die Zukunft, Erwachsenen eher Vergangenheit gehört? Da macht's existenziell viel mehr Spaß, den Turniersieg hier jetzt als total wichtig u. Krönung des Tages zu fixieren, die zielführend lästigen, schwächeren Kinder o. auch den Fortbestand des Teams in 3 o. 6 Jahren darüber zu ignorieren; individualpsychisch ist das eben normal, aber auch ungut für "Schützlinge" ;)

    Na ja, akifv, sicher nicht frei erfundener Anlass des Eingangs-Posts war ja, dass ein Trainer Kinder mit zu Turnieren schleift, ohne dass einige überhaupt zum Einsatz kommen, und der Vater sitzt auch noch daneben, muss es genau mit erleben, alles, da angeblich die besten Spieler das Turnier gewinnen wollen (und gegen die scheinen die "schlechten" dann gar nichts zu zählen). Welcher guter Vater eines der betroffenen Kids würde das nur abnicken? Andere Ursachen? Für mich ist die Sache zu klar: obwohl ich selbst durchaus meine, dass im Sport Leistung belohnt werden, der Bessere gewinnen soll! Aber auch gilt: Team ist Team, Breitensport Sport für u. in der Breite u. vor allem jedes Kind ist Kind, trotz manch Unterschied im zählbaren Ergebnis. Wer das als Trainer so krass nicht vorlebt, sondern die Schwächsten am langen Arm so verhungern lässt, ist für Kinder nicht geeignet, oder? Dann sollte er besser denen, die gar nicht für Einsätze vorgesehen sind, anbieten zuhause zu bleiben o. gleich nur als zur Passivität verurteilter Fan in Zivil zu kommen, sich ansonsten aufs Training zu konzentrieren. Hören die Schwächsten dann auf, wechseln in der D/C die Stärksten nach oben, dann muss er sein Team aber evtl. auflösen u. hat es durch seine Leistungskult zerstört, das muss er vor Augen haben (ich hab sowas bei uns x-mal erlebt u. versteh diese Unvernunft von Trainern nicht: Schuster bleib bei deinen Leisten, greif nicht nach den Sternen, sei froh, wenn Apfel u. Birne in deinem Garten wachsen, Turniersiege freuen, sind für kleine Vereine aber nie Pflicht o. Muss: falscher Ehrgeiz ;)

    Dann sollen doch die "Besseren" zu Hertha gehen! Wohin sollen die "Schlechteren" gehen? Auf die Straße? Sie sind doch schon in einem ganz einfachen Verein! Warum sollen sie gehen? Sie zahlen doch den gleichen Beitrag und sollten auch gleich behandelt werden.


    Wenn Vernunft am Ende mal das Maß ist - da hab ich aus Erfahrung so meine Zweifel... Viel Glück, aber: Vorsicht! Sei diplomatisch. Wer sitzt am längeren Hebel, hat die Macht u. hat man nicht schon Pferde kotzen sehen: plötzlich stehst du allein mit deiner sicher richtigen DFB-Weisheit vom kindgerechten Erlebnisfußball im Team, d.h. für alle gleichberechtigt, da, nur interessiert's keinen u. man sagt Tschüss zu dir: nimm deinen Sohn doch und geh! Wohin? Mir doch egal. Denn dass die Besten ohne volle Spielzeit für sich u. Erfolge wie Turniersiege zu Hertha & Co weg wechseln, dass ist ja die größte Angst der Trainer als Sportler (zwar nur passiv teilnehmend, aber im Ehrgeiz mit jenem Herzblut, dass nunmal vorn, oben sein will, denn dafür allein setzt man sich als zielführend denkender Erwachsener ein). Die Schwachen können ja nicht so gut weg, die will ja keiner u. wenn die gehen, dann kann ich das verschmerzen, sind ja keine Leistungsträger. Aber als Reserve, Zählkandidat, Beitragszahler will man im Verein die schon.
    Denkfehler solch Trainer: die Besten wechseln in D- o. C-Jugend ohnehin zu höherklassigen Teams größerer Vereine, also sollte er grad auf Mittlere u. Schwache setzen, wogegen er die Besten u.U. ja nur für Hertha & Co mitschleppt, die sie ihm am Ende abnehmen (wobei ein guter Kindertrainer solch Abgänge als sein Ziel, als Erfolg statt Verlust o. Drama für sich sieht - das versuche ich grad dem Trainer meines Sohnes beizubringen, damit er ihn für den JFV motiviert statt ausbremst, was er z.Z. noch betreibt: dein Sohn mussunbedingt bleiben, den lass ich nicht weg. Das soll meiner Eitelkeit zwar Wertschätzung signalisieren, bedeutet aber nüchtern: ich will seinen Wechsel nach oben, Aufstieg nicht.) Nimm mein Beispiel für deinen Trainer mit ins Gespräch: die Besten soll er lieber jetzt schon fürs Team abschreiben, seine Zukunft auf die Schwachen bauen, wenn euer Verein so klein u. unterklassig ist ;)

    die unberechtigte Belehrung


    Der Streit lohnt nicht, aber jeder sollte wirklich genauer lesen: Das "nur" bezieht sich im "Sinn" ja eindeutig auf die Opposition zu vater-eigenen Interessen, nicht denen des Teams. Dessen Interesse korreliert ja mit dem des Sohnes (im Ideal), aber beide offensichtlich nicht mit dem des Trainers, der die Jungs aus eigenem Interesse gegeneinander ausspielen statt als Team "zusammen schweißen" dürfte: ich hab zumindest o.g. (mal vorausgesetzt korrekt) zitierte Aussage, wo der Trainer so ehrgeizige Forderungen kleiner Jungs zu kolportieren vorgibt, noch nie so von Kindern gehört. Die sind meist viel fairer und sozialer! Das ist wohl der Punkt. Dass ein Vater gegen abwegige Kinder-Zitierungen, die des Trainer's Interesse untermauern sollen, de facto nichts machen wird können, sollte der Vater aber besser einkalkulieren: es würde ein Spiegelgefecht, bei dem nur er bzw. sein Sohn als Verlierer vom Platz gehen kann. Daher: nachgeben, Schulter klopfen, Kompromisslösungen planen, das führt eher zum Ziel als vorwurfsvolle Rundmails im Sinne von Sohn und Team-Geist contra Trainer: lässt der eine Abspaltung einer Zweiten nicht zu, ist's zappenduster ;)

    Wer mal an internationale Turniere geht, wird feststellen, dass schon von der U8 an, nicht mal absolute Top-Mannschaft wie Barca, Bayern München und Co in der Halle mit weniger als mindestens 4-6 Auswechselspieler anrücken, die dann auch bei den wichtigsten Spielen der Gruppen- und Finalphase fleissig (oft stur nach System) gewechselt werden.


    Dass alle durchgewechselt werden ist sicher vorbildlich u. richtig, denn im Kinder-Team werden alle gleich behandelt, sofern kein Trainer Gott ist u. schon vorher genau weiß, welch 8-jähriger sich in den nächsten 10 Jahren wie entwickelt. Ansonsten ist Training i.d.R. das fundamental Wichtigste, d.h. auch jedes Turnier vor allem unter dem Aspekt Spielpraxis zu sehen. Nicht zwecks internationaler Turniere stundenlanges Herumhocken in Autos u. Hallenbänken (fürs Sicherheitsdenken von Trainern als Protagonisten) bringt somit 8-jährige voran, sondern ihr Spielen. Insofern ist dies Vorgehen für mich nicht vorbildlich, eher kontraindikativ, da kontraproduktiv: So verheizt man Talente oft, die später dann - auch beobachtet - wieder ausgewechselt, rausgeworfen werden, sprich: die 'hochgefördert' überforderten, als Kinder nicht gerecht behandelten Frühtalente verlassen die NLZ/JLZ, oft aus schulischen, familiären wie motivational-intrinsischenen Stress-Problem u. andere, "unverbrauchte" Talente, die in kleineren Vereinen noch mehr ihre Ruhe zur Selbstentwicklung hatten, rücken nach, sofern sie zumindest passable Bedingungen hatten - oder? Daher sollte kein Papa die Panik bekommen, falls sein Kind mit 15 noch immer erst in der Kreisliga kickt, ich kenn einige Spätstarter, die dann mit 17 im NLZ mit mehr Frische und Elan das Pferd von vorn aufzäumten und zB plötzlich im Tor Nr.1 waren, obwohl als Nr. 3 gekommen.


    Wichtig ist fürs Talent aber, dass es im heimischen Dorfverein dann nicht etwa von Trainern o. Mitspielern demoralisiert u. ausgebremst wird, also sich nach unten anpassen soll (etwa, indem alle "gleichviel" spielen, obwohl Menschen eben individuell, dh ungleich sind) statt gemäß seinem Potential gefördert zu werden. Vielmehr sollte es den anderen als Vorbild "dienen", also sie als Attraktor nach oben hin anziehen! Aber keine Bange, lullifatz:


    Auch die Schwächeren sollten mE. erträglich viel mitspielen dürfen, ich bin da kein leistungsfetischistischer Hardliner, meine nur: wer zB motivierter trainiert, fitter o. besser fürs Team ist, der soll auch belohnt werden: damit alle erlernen: Leistung ist positiv, der Beste soll u. wird gewinnen, seine Flügel werden nicht durch "foulende" Zwangsmaßnahmen gestutzt! Und oft wollen auch Schwächere zuerst, dass ihr Team gewinnt, stehen freiwillig, sogar gern, wenn auch nicht vollends glücklich dafür zurück. Ihnen muss man jedoch per fließenden Grenzen immer wieder Türen öffnen, ihnen bei eigenem Wollen vermitteln, wie sie sich verbessern können, Chancen bieten, um ihre Steigerung zu zeigen, sich darin zu beweisen. Kinder, die nicht wollen, zum Glück zwingen per Garantie-Spielzeiten zulasten des Teamerfolgs, davon halte ich ebensowenig wie FB: hatte mal einen Vater, der mit der Stoppuhr min. 50% Spielanteil für seinen Sohn einforderte, dessen Sohn aber Angst vor Gegnern wie Ball hatte, einfach immer weg blieb im Zweikampf u. mir sagte, er würde am liebsten Tischtennis spielen. Wäre der Sohn nur schwach, aber eigen motiviert u. ein wenig talentiert gewesen, hätte ich dem Vater zugestimmt, aber mitunter will nur Papa u. gar nicht das Kind - dann muss man den Unwillen des Kindes gegen Papa verteidigen, auch wenn der Vorstand ist u. einen Heidendruck aufbaut. Wenn ein Kind Fußball lernen u. spielen will, kann es in einigen Jahren* ein ganz anderer Spieler geworden sein, von unten noch ins untere Mittelmaß, vom oberen Mittelmaß noch in die Spitze gelangen!


    *Notfalls muss Papa selbst trainierend das von sich aus motivierte, noch zu schwache Kind fördern, mit Zusatztraining im Garten, im Verein, im "Soccerland" o. Privattrainer besorgen: mein älterer Sohn bietet das an u. hatte zB in 7 Stunden einen notorischen 6-jährigen Bankdrücker ins Stammteam be-fördert, so schnell kann's gehen! (Nur dass die Mutter dann wg. Bequemlichkeit: Kosten kein Problem, da Professorenfamilie die Maßnahme gleich abblies u. mir nun der Trainer nebenbei sagte, dass just dieser Spieler in alte Muster zurückgefallen, störe statt lerne - und wieder draußen sei. Denn auch er stellt nach "Leistung" auf, bietet so wenigstens eine verlässliche, transparente u. vor allem sportliche Maßgröße, bei der jeder weiß, woran er ist -auch wenn's 2 Stellschrauben gibt: Kinder-Sport!).Schade, Kinder brauchen keine Eintagsfliegen, Schnellschüsse o. flüchtigen Abenteuer (obwohl auch sog. Fußballferienschulen in meiner Beobachtung gute Impulse verleihen können, nur: die muss dann wer fortführen, oder alles verpufft wieder bald), sondern kontinuierliche Be-treuung. Frag also mal einen Jugendspieler aus der Bekanntschaft, ob der deinem Sohn für nen Zehner die Stunde auf die Sprünge hilft, es lohnt sich evtl. vielfach, wenn so die exekutiven Funktionen auch in der Schule greifen etc. Ich würde also eine Zweite wieder ins Leben rufen, sympathisch u. attraktiv trainieren, dafür einen fußballerisch guten Jugendlichen akquirieren etc. und jetzt bloß nicht so viel Stunk machen, dass man dich samt Sohn nur noch rauskicken will ;)

    Whistle: Strafen befruchten nie positiv, da sie auf Negatives negativ reagieren, ausgenommen sog. "Symbolstrafen" wie Liegestützen beim Erwachsenen-Wettbewerb TW vs draufschießende Spieler, da die jeder als Spaß statt ernst nimmt. Menschen rechnen sich nicht als mathematische Multiplikationsgleichung(Minus x Minus = Plus), eher addiert sich unter der Hand das Negative (wird aber auch abgebaut per Vergessen, Verdrängen): selbst wenn sie selbst Strafen wollen (wie du schon eingangs erwähntest). Grund: der innere Schweinehund, der sich stets linear unerwünscht dazwischen schleicht u. innerlich/unbewusst für Ablehnung & Revolte sorgt.
    Was aber Lust drauf o. "an" macht, sogar wo man dies nur meint u. Lust nur kollektiv eingebildete ist (zB aus Angst, was zu verpassen, da alle es vorgeblich toll finden etc., zB anfangs - bevor man süchtig ist - bei Bier, Zigarette & Co), da zieht's alle hin. Also: sog. Attraktor werden, sportlich das coole Vorbild, klappt irgendwann: Sofern die Spieler den Sport überhaupt motiviert betreiben wollen, nicht nur zB wegen Freunden kommen! Dann wird's schwieriger, aber auch nicht unmöglich: wenn ihr vom Sport überzeugt seid, das positiv vorlebt, ohne Zwang ums Mitmachen werbt (Begeisterung steckt an), können erste neue Impulse entstehen, ihr auch die "faulen Säcke" mitziehen. Ob die dann irgendwann von selbst drauf u. in Gang kommen, liegt letztlich in jedem selbst, (inneren Aversionen wg. früheren Zwängen u.a. Negativem zB) mehr könnt ihr also als bloße, zumal selbst jugendliche Trainer nicht tun, zieht euch also nicht jeden Schuh an:da haben andere die Verantwortung für, in der Vergangenheit. Auf jeden Fall könnt ihr selbst etliche Erfahrungen on the Job machen, die euch im Leben voranbringen, "umsonst " ist eure Arbeit also so o. so nicht, auch wenn einige Jungs nicht so (diszipliniert) können, wie sie offenbar eigentlich wollen. Helft ihnen, so gut wie möglich ;)

    das hier ist eine aufgesetzte Bescheidenheit mit einem Ruf nach Anerkennung. Der arme Kerl.....(ironisch gemeint)


    Erstmal doch aus viel tief vergrabenem Frust geboren: den ich bzgl. oft vermisstem 'wahren' Sports-Geist gut versteh. Dass man ihn auch ganz oben empfindet, ohne ihn über so viel Jahre artikuliert zu haben, das gibt mir als "Systemtheoretiker" (vgl. Gefangenendilemma) neu zu denken, und: ist der FCB so viel besser - wieso? ;)

    absolutes NEIN, Keller-Kicker! Nicht "gib alles" sollte die Parole sein sondern "gib ab" muss es heissen, an Leute die was davon verstehen.



    Pietro hat Recht, leider wird oft etwas beantwortet, was gar nicht so dastand, weil man gar nicht richtig gelesen hat, was also nur eigenes Vorurteil ist. Ich zB hab natürlich auch geschrieben, dass die Vorfälle eigentlich ein Fall für Experten wären. Dennoch fühlt sich GoS selbst mit verantwortlich, da es alle im Team über lange Jahre betreut hat - und dies Gefühl ist prima! Was daraus im Handeln die rechte Konsequenz ist, muss er selbst entscheiden, wir können aus der Ferne nur spekulativ etwas raten, wie immer.


    Offensichtlich aber wird, so man genauer liest, so evtl. versteht, dass es da im Wesentlichen um Gruppendynamik im Team geht, nicht nur um den freilich herausstechenden Einzelnen A. Hat GoS den Vorfall mit dem Messer vergessen (wie kann man das?) o. ist er als Schutzbehauptung frei erfunden, das blieb unklar; B u. C empfinden Gewaltandrohung bzgl. dem nächsten Training! als Scherz: da stimmt etwas im Umgang ganz u. gar nicht. Gruppendynamik kann per Mobbing & Co ins Negative abdriften u. so viel Schädliches bewirken, aber man kann sie auch wieder mehr ins Lot bringen. Ob GoS dafür geeignet ist, was fraglich erscheint, steht mir nicht zu beurteilen an. Aber alles geben zu wollen, ist ebenso wie die selbstkritische Einsicht, bisher einiges übersehen zu haben, erstmal gut. Irgendwie Kampfsport zu integrieren, trainingsin- o. -extern, dürfte die Gemüter erstmal ab- u. evtl. in neue Bahnen lenken, könnte nicht schaden. Zitierte Spielermutter hat sich gegen eine Strafanzeige entschieden, da sollte ein Trainer nicht vorschnell dies konterkarieren, wenn dies gemeinsam mit Eltern korrigieren, denn: Begegnen sich betroffene Spieler auch in Schule etc., geht es um mehr als nur eine Problembeseitigung bzgl. dem Team, wen rigoros abzuschieben kann nicht der Weisheit letzter Schluss sein, wo Täter u. Opfer in unmittelbarer Nähe weiter zusammen leben u. Folgen (da man eben nur Hobbytrainer ist) unabschätzbar sind: Racheaktionen wie weiteres Abdriften Einzelner sind einzukalkulieren, da Fußball nicht alles ist. Ob GoS selbst Experten konsultieren kann u. will, entscheidet er selbst, schaden könnte dies nicht. So bleibt nur, ihm in seinem bzgl. Hinsehen und Eingreifenwollen geläuterten Einsatz viel, viel Glück zu wünschen, meine ich...

    siebener: Es ist ein krasser Fall, keine Frage: Luftgewehrschüsse aufs Auge, Messer, Gewalt androhendes Raus-Mobben - lt. Staat Straftaten, klar. Nur dass auch er mit Strafen i.d.R. positiv nichts erbringt, man daher zumindest bei Jugendlichen längst andere Wege sucht, mehr o. oft leider minder erfolgreich. Selbst wenn der Staat Kriminelle ausweist, kommen sie oft bald wieder zurück, so martialisch das "Rausfliegen" sich auch als PR-Politik macht ;)


    GoS will sich aber ja sozial mitverantwortlich fühlen, gut so.* Denn: entscheidend ist eben, auch, wie es soweit gekommen ist, kommen konnte - im Kinder-Team! Das Problem wäre mal von der Systemebene her strukturell zu sehen: "Überwachen und Strafen" ist eine uns fremdbestimmen lassende Vorgabe, wider unserem menschlich residualen Naturell. Es sollte m.E. immer (vs Todesstrafe als gesellschaftlich letzter Konsequenz) zu retten sein, denn ein Aus-Schluss geht von grundfalschen Denkmodellen aus: als gäbe es irgendwo ein Außen, wo wir all die Bösen und störenden Übel hin wegschieben könnten, ohne dass sie insgesamt wie ein Bumerang auf uns zurückfallen (auch wenn die forcierten Gewalttaten dann vordergründig nur andere treffen könnten).... Zumal Fußball hier eben kein Auffangbecken ist, sondern die Gewalt auch ihm entstammt. Denn GoS räumt reumütig ein, dass A durch seine Jugend gegangen ist, stellt sich seiner sozialen Mitverantwortung, was super ist.. Von Versagen kann man nicht reden, da ein Hobbytrainer eben keine Ausbildung u. Aufgabe hat, als Sozialarbeiter oä solche Probleme zu behandeln. Dennoch würde es GoS kaum moralisch kalt lassen, wenn er irgendwann erfährt, dass sein Jugendspieler einen anderen Menschen erschossen hätte oä. Daher wäre es schon aus Eigennutz nicht vernünftig, den Problemfall nur nach "draußen" abzuschieben. So teuer hier guter Rat ist, das wäre zu einfach, würde die Gewalt grad gestatten, "tolerieren": per künftigem Wegschauen, so wie Bestrafen sich selbst dient,: man meint sich so einbilden zu dürfen, etwas gegen Negatives getan, es beseitigt zu haben; dabei ist man ihm eher auf den Leim gegangen, hat dies nur unmerklich projiziert auf seinen Aktionismus.....


    Wenn auch B u. C meinen, mobbende Gewaltandrohung sei irgendwie als Scherz auffassbar, so entschuldbar, zeigt das schon tiefgreifende Fehlsteuerung im Team. Konkurrenzdenke kann Auslöser, aber kaum Ursache sein. Ich habe den Aggressionen zB schon mit 10 Jahren per Rugby-Spaßkämpfen entgegen gesteuert, indem jeder es freiwillig ausprobieren konnte, und zwar leistungsstärkebezogen. Da gab's zwar Elternkritik, aber präpubertierende Prügelaffen fanden zueinander u. ein Ventil, lernten, dass man sich auseinandersetzen darf, aber mit Seinesgleichen u. freiwillig zum Spaß. Ob dies pädagogisch abgesichert ist, weiß ich nicht, aber es funktionierte passabel u. Problemfälle kamen danach zB früher, um zu kämpfen, was manch Jungs eben benötigen u. sonst nirgends dürfen. Eltern sahen es später ein, auch wenn Fußball nur mittelbar Kampfsport ist: auch hier liegt z.T. ein Motiv von Kids, aber sie sollten lernen dürfen, dass dies eine andere Sportart ist.


    *Denn diese Einstellung ist selten genug! Wenn man einst bei Kollegen spielende Freunde des eigenen Kindes mit 13 hinterm Vereinsheim mit Bier u. Zigarette sieht, und dass die so offenbar auf den Rest vorbildhafter wirken als deren Trainer, wurde ja alle positiv sportliche Aktivität verloren, nur eine für sie persönlich wertlose Affinität zum Fußball blieb, die nur noch rein zum passiven Zuschauen im Fan-Dasein reicht, dann brauche ich denen nicht damit kommen, dass dies ihre Jungs, nun ihr "Endergebnis" (daher wäre kindgerechter Erlebnis- immer auch Ergebnisfußball, immer) sei. GoS finde ich da echt vorbildlich, sich einzubeziehen, keinen aus seinem Team fallen lassen zu wollen, auch wenn der evtl. schon gefallen, es zu spät ist. Schuld dürfte GoS aber aus den von dir genannten Gründen nicht anzulasten sein, kein Hobbytrainer kann ausgleichen, was sonst alles im Umfeld der Jungs passiert und prägt, das ist ebenso klar wie der parallel notwendige Schutz der weißen Schafe. Aggression o. Destrudo/Todestrieb wohnen lt Freud in jedem, die meisten haben dies sublimiert, so kontrollierbar gemacht, einige nicht - denen nicht zu helfen, wär gesellschaftlich im selben Land, heut auch global mE grob fahrlässig, so kann ich nur stets ans Mit-Verantwortungsgefühl appellieren: man sieht sich im Leben ja meistens zweimal... Gib also alles, prima, besser spät als nie, GoS!!!

    Wer wird der neue DFB-?Idiot??


    Bemerkenswert ist doch, dass ein eigentlich toperfolgreicher, für den FCB ob seiner Stärke attraktiver Charakterkopf wie Sammer sich 1,5 Jahre nach 6 Jahren stillschweigender Betätigung als DFB-Sportdirektor als (wem nützlich?) "guten Idioten" outet. Hatte er dies vorher anders empfunden u. nicht bemerkt - oder war es ihm stets bewusst, musste bzw. (aus opportunistischer Vernunft) wollte er Einsichten darüber lieber totschweigen? Zeigt dies nicht, wie es von der Spitze her im DFB wirklich zugeht, als wer man in diesem Betriebssystem Fußball wirklich tätig ist bzw. nur werden darf? Wobei nett wichtiger Posten o. Salär sicher auf die Sprünge helfen, aber eben nie wirklich befriedigen können, sonst würde S. ja nicht so nachkarten. Da der Begriff eines "Direktors" unstrittig ist, hat der DFB also enormen Bedarf darüber nachzudenken, was Sport(sgeist) wirklich wäre, damit der nächste für ihn zuständige Direktor, sich nicht wieder zum Idioten machen (lassen) müsste. Insofern bringt die eher nicht ernstgemeinte, unreflektierte BILD-Schlagzeile im unbedachten Formulieren (wie ein freudscher Versprecher) die Sache gut auf den Punkt, überrascht mich im Aussageinhalt wenig. Ob dies aber allgemein Anerkennung bei o.g. DFB-Suche findet - ?