@ FB: Alles ganz richtig. Erstmal soll Sichten, wie auch später das Trainieren u. (Punkt-)Spielen auch noch Spaß machen, da alles in der kindlichen Freizeit stattfindet u. es keinem Sichter bzw. Trainer nützt, wenn in Kids Ängste, Hemmungen etc. die Überhand erlangen, positiv von innen her rührende Ergebnisse blockieren o. die Wahl verfälschen. Mich stört, wie verbissen u. verkrampft oft gefightet wird, im Hintergrund immer die inaktiven, aber all dies - oft lauthals - fordernden Trainer. Was aber "Talente" viel mehr fördern würde, wäre das SPIELERISCHE wie FREIWILLIGE Lernen (wie Leisten - übrigens auch bzgl. Schule, die ja wie jene höherklassigen Trainer kinderfußballintern das 1. prägende Vorbild sind - mit den Lehrer als Zensor in ihrer 1.Funktion, noch vorm instruktiven Lehren bzw. erst Recht jedem pro-aktiv animativen o. attrahierenden Motivieren).-
Sicher, Spiele sind auch für Kids nie nur Spaß, sondern als echte auch belastender Stress! Nun fragt sich aber: soll man diesen eher von Kindern nehmen o. gar noch verstärken (um ihre "Resilienz" auszutesten, zu härten etc)? Auch zB vorm PC sitzen Kinder für sich allein schnell verkrampft statt entspannt da! Weil die "Hersteller" dies so wollen u. wissen, wie sie es schaffen...? Zudem will jeder schon als 2-jähriger für sich Präsenz/Aufmerksamkeit "gewinnen". Das nur zu verharmlosen, blockiert die Einsicht darin, den Umgang mit solch Stress unter "Rivalen" um Gunst/Wahl/Achtung erlernen zu müssen. Auch daher dann der hohe Dropout in der Pubertät: man hat es oft mangels Trainerkompetenz dazu nie erlernt! So verliert man altersbedingt schneller die Lust bei Stress, Niederlagen, Negativem wie Konflikten etc. durchzuhalten.
Auch wir, die Großen, sind nur endlicher Natur, schrumpfen wieder zusammen, auf dass nichts bleibt als Sternenstaub, doch zugleich sind wir nie ganz "erwachsen", können u. sollten selbst stets (jedes Kind als einzigartiges Individuum kennen-)lernen wie (uns schlau u. fertig fühlend, dadurch aber unseren Blick auch verengend) lehren... Dies verzeiht letztlich alles, berechtigt aber uns nie dazu, gleichgültig Schaden o. Leid für andere (Kinder, die zudem mehr Zukunft sind, uns am Ende aufheben, ablösen dürfen sollten, so dass wir ihnen den höchsten Respekt schulden: die Urschuld vs Ursünde) zu erzeugen. Falls Motivation von selbst entstehen kann, über Haupt etwas und nicht nichts ist, dann ist Auswahl treffen lassende Sichtung Irrtum u. die Moderne im abwesenden Gott ein Irrweg, der uns menschlich zu Scheitern führt - alles unbefriedigend, aber wahr, da eben genau das, was uns befriediegt o. befriedigen soll, das Künstlich Erzeugte am Ende unwahr ist, unwahrhaftig werden lässt etc. Dieser Thread war meinerseits eher Aufschrei gegen zuviel erlebte, die unterklassigen Trainer dann im Blick prägenden Engstirnigkeit ringsum: wenn zB ein 10-jähriger noch mit Fussi anfangen will u. gleich abgehakt, abgeurteilt wird: der kann, dh ist nichts! Dabei könnte er noch soviel lernen u. in 2, 3 Jahren dann auch viel geworden sein u. können! Denn sein (Wett-)Kampf ist spielerisch mit zu erleben u. noch lang nicht zu Ende: ich als nie im Verein trainierendes Kind hab zB erst mit 36 noch mit links zu schießen erlernt - und später dann ü40 etliche Vorlagen u. Tore mit links gemacht! Selbst in dem Alter geht also noch viel!!! Daher würde ich nie einen 10- o. 13-jährigen schon aussortieren, vielmehr zum Glaube wie Trainieren an sich selbst motivieren, ermutigen wollen...
Ein Super-Tool ist für mich zB der Zweit- o. Gastspiel-Status für ambitionierte Kids mit "gewissen Talenten". Auch offene Trainingslager, die weniger dem Geldverdienst als dem Sichten mit jede Menge Zeit u. Muße dienen: erst intensiver das Individuum kennenlernen, dann urteilen... U.v.m. Euch, euer Vorgehen kann ich natürlich Null live beurteilen, daher auch konkret-praktisch nichts groß mitteilen, nur "theoretisch", dh unwissend aus weiter Ferne her. Das ist im Forum generell das Problem, weshalb das Persönliche wie Praktische zurückstehen sollte. Oder?
Beiträge von Keller-Kicker
Du bist Trainertalker? Zur Anmeldung
-
-
Halbrichtig: ne Brücke schlagen von je individuell kindeigenen Motiven zu möglichst teamkonform überbauenden Zielen, etwa contra die unbändige Lust am Dribbeln o. Bolzen im Alleingang, ohne dabei vorschnell in "Spielsystemen" landen, jeden auf seine Position fixiert aufzustellen. Dies pädagogisch zu vermitteln ist das, was Lehrer in 6 bis 8 Jahren Studium u. Referendariat lernen sollten, oft nicht mal reell erreichen. Aber Kindertrainer sollen es in der Mehrzahl mal eben aus dem Stand können, auf Zuruf, da kein anderer als irgendein Papa da ist, der nicht wie alle anderen schnell genug aufm Baum war. Wie das? Das eben ist das Absurde am wie im System Fußball!
Die Trainer-Professionalisierung bleibt jedem sein Hobby, eigener Freizeitopferung o. auch Fußballfanatismus geschuldet. Bezahlen will sie keiner der Verantwortlichen, allen voran die Eltern. Auch, da man ihnen so schön bequem diese Verantwortung abzunehmen verspricht: lasst mal, wir machen das schon, irgendwie u. superbillig für euch! Mit 6 bis 8 Euro im Monat seid ihr eure Fürsorge los u. dabei mit eurem euch lästigen Balg. Also schlagt ein, aber bitte: erwartet nie Wunder, fragt nie überkritisch nach! Denn jeder weiß doch: was nichts kostet, ist auch nichts wert. Motivationsarbeit o. Eigenmotivation: das entscheidet allein jeder Hobbytrainer selbst. Wie auch sonst: er arbeitet schließlich fast kostenlos für euch! Also: Mund halten, einkaufen gehen, ausruhen = 1.Bürgerpflicht. Aber da ist doch irgendwo ein Fehler im System. Nur wollen Systeme dies, ihn nie zugeben, sich stets davor erretten, s. "Finanzsystem"! Das ist innerlich auch sowas von leer wie für seine Opfer tödlich. Doch redet auch hier fast keiner offen drüber: wer dies täte, flöge sicher bald raus statt Chefposten belegen zu dürfen, wäre draußen u. alsbald nurmehr unwissend, inkompetent zu nennen, da eben nicht drin, oder?
Das menschliche Grundproblem daher für Menschen, wie es vor allem dann die Schwächsten u. Kleinsten trifft, Motivation extrinsisch manipuliert bzw. lähmt: Systeme!!! Dies gilt für mich übergreifend, ist meine eigene "Theorie", also grad nicht die Essenz sog. Systemtheorie, die sich positivistisch selbst verklärt, da im Arbeits-System Universität diesem hörig entstanden... Ich weiß ziemlich unzumutbar so ne Theorie wider den Strich, auf dem doch alle gehen müssen: Geld verdienend. Daher nur pauschal die Quintessenz bedenken: Systeme töten intrinsisch jedem eigene Motive bzw. Motivationen ab! Also folgt "man" gern sog. Zielen, meist aber äußerlich den fremdbestimmten, die nicht in eigenen Motiven verwurzelt sind, so nicht weit tragen. Das ist für viele Kids die Tragödie, die sie so flatterhaft, gestresst, unstet unwillig o. auch mutlos machen kann, mehr Obhut fordert.
-
Auch wenn wir nur 20 zu sichten hätte würde sich bei uns in der Vorgehensweise nichts ändern.
Jetzt haste dich aber verraten, hatte ich mir aber auch so gedacht
Natürlich habe ich nicht das Praxiswissen zum Thema wie du. kann mich nur als Beobachter von Phänomenen bzw. Theoretiker nähern. So waren bei Werder sicher auch Werbeeffekte gewollt: sich (fan-)offen zeigen, ein Event dank Menge positiv vermarkten können... Egal, es suggerierte ne Chance für alle, gab Einblicke, machte vielen Kids Spaß, da ehrgeizige Trainer o. Eltern schon damals FPL-like Abstand u. den Mund halten mussten! (Leider wurde dies Event eingestellt, keine Ahnung warum: zu teuer o. aufwändig?)
Zeit zum Beobachten spielt sicher eine Rolle: erste kurze Eindrücke sollten schon aus Eigennutz mehrfach empirisch verifiziert werden. Da stimme ich dir voll zu! Dann: alles nicht so eng sehen, dh. keine Engführung des Blickes, sondern Offenheit für individuelle Außergewöhnlichkeit. Nicht alle über einen, den eigenen Kamm scheren. Denn jedes Kind, jede Situation war u. ist anders. Dies führt erstmal nur zu einem größeren Sample unter gleichen Kriterien, hat mit diesen also eher weniger zu tun, sollte also mehr Auswirkung haben. Kriterien zu verändern, geht stets ans "Eingemachte". Man wiederstrebt dem. Erstmal würde es den Aufwand kurzfristig scheinbar steigern lassen, aber in Wahrheit langfristig evtl. zielführend mehr "Selektionserfolg" gestatten, indem man eben nicht auswählt, sondern Entwicklungssprünge zuließe, vgl. das neue Buch "..." Den "Ausschuss zu minimieren, so perfide dies Wort klingt: dies würde auch die Kinder vor falschen Wegen o. Träumen schützen. Weniger ist erstmal mehr u. mehr weniger... Wie das? 1. Wenn man das ganze Selektieren wie in der Natur auf eine in aller Breite offene Basis stellt, bekommt man am Ende mehr. Dazu setzt man anfangs weniger ein, beobachtet wie bei euch en Passant, nähert sich ein wenig an, um Hintergründe zu erfahren: wann mit Training begonnen, welche Trainer o. Förderung bisher, etwas, was noch blockiert u. bei Beseitigung neue im Sichten noch ungeahnte Kräfte freisetzen könnte usw. Hier benötigt es ein sensibles Mitgefühl: wem kann ich was glauben, wo muss ich tiefer fragen o. überlegen... 2. Ohne nicht ausbremsende u. aufrichtig interessierte Eltern ist Förderung letztlich sinnlos, sie funktioniert nur im erzieherischen Teamplay. 3. Das Kind braucht minimale "Talent" wie Ballgefühl, Lernwillen usw. Je älter, desto weniger lässt sich kompensieren. Generell aber gilt, wenn Fußball neuerdings zu 70% Kopfball sein soll, dass dieser Lernfaktor höher als früher o. von außen gedacht sein dürfte.... Etc. (Ich will hier nur zum Nachdenken anregen, kann als Laie kein vollständiges Vorgehen empfehlen.)
Wonach aber soll man dann im Ist-Zustand noch suchen? Um dieser lästig entmachtenden Frage vorzubeugen, stellt man die äußerlich vorgehenden Kriterienkataloge als Art Bollwerk gegen Ausnahmen auf: was nicht sein darf, kann dann nicht mehr sein u. das menschliche Werden als sich gesellschaftlich in der Regel selbst erfüllende Prophezeiung erledigt dann fast immer den Rest. Gegenwehr ist selten. Klingt zynisch, ist es ja auch. Aber "Systeme" müssen, können nur so "denken": mechanistisch. Um sie menschlich zu versachlichen, muss man diesen Charakter stets aufzuheben suchen! Daher der Appell, der zugegeben dillettantisch, also im Wissen unwissend daherzukommen scheint. Denn so ist der Mensch: er weiß das wenigste und auch nur instantan: das Meiste wird nie erfahren u. ist falls doch zur Erkenntnis gebracht wieder rasch vergessen. Das ist nicht nett, schmeichelt keinem großartig, bildet aber den - meist auch vergessenen - Anfang unserer modernen Epoche menschlicher Selbstgewissheit (dh Subjektivität): sich sokratisch in seinen eigensten Dogmen nachfragen, so der Welt, den Objekten o. auch Kindern ihr Sein als Recht zurückzugeben, mehr bleibt nicht, um ein wenig weniger in der Irre zu landen. Sorry, das kann man nur so abstrakt erklären. Konkrete Praxis ergibt sich aus dieser Haltung (zB gern Achtsamkeit genannt), wenn man mit anderen Menschen konkret offener umgeht, sie also mehr als sie selbst zu Wort kommen lässt statt ihnen vorschreibt, wie sie zu sein haben - und bescheiden wird, leiser u. weniger dominant daherkommt, immer vor allem bewusst: ich kann auch falsch liegen, anderen Unrecht tun mit meiner Sicht der Dinge... Klingt wenig befriedigend, ich weiß; aber: wer glaubt, fehlbar zu sein, sich vermutlich eher zu irren als richtig zu liegen, der kann quasi automatisch mehr sehen, nämlich auch die eigenen Schatten in den 'Gesichtern' anderer

-
Was ist nun förderlich, gut, positiv für intrinsisch kindeigene bzw. auch lernend über andere/Trainer aneigenbare Motivation?
1. Ordnung zwecks erlebter Sicherheit vs Risiko....
2. Freie Zeit-Räume (Chancen) für den Spieltrieb...
3. animativ praktisches Vorleben: nicht nur als bzgl. Nachahmen(-wollen) "attraktives" Vorbild, auch mal als Counterpart von Psyche o. Kopf her
4. Stimulieren in den Potentialen statt Verkürzen des Kindseins auf aktuelle Leistung
... - bitte ergänzen. Vielleicht bekommen wir so eine Stichpunkt-Liste, die man zum tieferen Verständnis dann wieder je Punkt detaillierter erarbeiten, sprachlich ausfeilen etc. müsste. Da Verstehen nie vorschnell endet, uns als wahrhaftes immer weiter führt, allein schon, da alle Dinge sich in stetem Wandel befinden...
-
Ok, da habt ihr euch zu beliebt gemacht u. müsst an eurem Ruf arbeiten: ihn verschlechtern! Denn so etwas hab ich hier noch nie erlebt, außer bei den "Talenttagen" von Werder Bremen. Da sichteten ca. 10 bis 12 hochprofessionelle NLZ-Trainer bis zu 180 Jungs aus dem gesamten Umland: Jungs aus Bielefeld, Norden, Hannover u.v.m. Ohne Einstiegshürde stand jedem die Anmeldung frei! Es wurde nur verbal darauf hingewiesen, dass man Talent u. Willen haben sollte. Ob das der Fall sei, dürfte jeder selbst entscheiden. Kosten/Schutzgebühr für Mittagessen plus T-Shirt bzw. Trikots: 10 Euro! Dennoch wurden beide Male stets ein paar leer verbliebene Plätze von Werder-Spielern aufgefüllt. Gesichtet wurde dann natürlich auch nur oberflächenhaft die Leistung, nicht die Talente. So kam es, dass ein Kind dass 2 Jahre später bei Werder den lukrativen Gastspielerstatus (Einladungen zu besonderen Events/Turnieren/Testspielen/Trainings) erhielt, dort komplett übersehen wurde. Es war gehemmt u. zudem in einem Team, dass auswärtige Trainer so fingiert hatten, dass dort trotz Zufallsprinzip (man stellte sich an u. erhielt - allerdings fortlaufend, so berechenbar - Nummern für die 32 Teams) 4 Jungs zs dominierten, die auch zuhause ein Team waren. Das evtl. einzig wahre Talent wurde folglich "unsichtbar", erhielt keine Zuspiele, wurde frustriert, wollte sogar nach 3 Turnierspielen weg, stand nurmehr "dumm" rum etc. Später bei einem Turnier fiel es auf, wurde eingeladen, blieb. Nur ein Beispiel von vielen, die alle "über-sehen" wurden. Mein Tipp also: individueller sichten. Wenn Masse den Blick für Klasse erdrückt, stimmt was nicht u. es gilt: die spinnen, die Römer

-
Im Teamsport soll zB ein fix auserkorenes Spielführer-Kind mehr das Team motivieren können, als dass es dies schon wirklich auf Dauer könnte - zB wegen Reibungsverlusten, was dann innerlich aufreiben o. überselbstbewusst werden lassen kann. Ein 12-jähriger leistet eben schon enorm viel, wenn er es wie im Tennis gelernt hat, sich selbst motivational zu steuern. Zugleich aber wird so (einseitig zum Nachteil aller anderen) seine Resilienz gefördert. Dies nur als Beispiel, da ich selbst grad einem Trainer dies vergeblich zu vermitteln versuchte: er sieht nur die Stärke jenes Kindes, nicht seine - eben unsichtbare, aber bei ihm als Kind notwendig noch vorauszusetzende - mögliche Schwäche. Mit der Resilienz ist es aktuell ja so, dass man wie stets gern nur die im Licht, nicht die im Schatten (an)erkennt, also die Kinder, die sich dank Resilienz positiv entwickelten, nicht aber die, die dabei u.U. psychosozial zerbrachen, überheblich, machtversessen o. arrogant/iignorant wurden u.a. persönliche Defizienzen entwickelten, die sie dann später in interaktiven Prozessen scheitern ließen, sei es in o. an ihrer Stärke (vgl. auch den "post-modernen" G.Vattimo, Das schwache/weiche Denken).
-
Im Tennis kenne ich 11-, 12-jährige, die haben schon erlernen dürfen, sich selbst zu motivieren. Auch, weil sie es wollen! Das gehört dazu: in sich für die Sache ein Feuer haben, dass man dann amlassbezogen "anfeuern" o. auch herunterkühlen (cool down) kann. Im Teamsport/-play ist dies natürlich schwieriger, komplexer...
Daher installieren viele Trainer gern einen festen "Spielführer": 1. indem sie eine schon bestehende Hierarchie unter den Kids benutzen u. verfestigen, 2. indem dieser vom Charakter her eher stark o. auch "laut" zu sein vermag, 3. indem er für seinen Sport innerlich brennt, woran der Trainer dann anknüpfen kann u.ä. Drei Gefahren: andere stellen sich so schnell unter den Scheffel, da dieser "Führer" zu dominant erscheint o. wird. Laut Resilienz-Forschung kann er im Charakter so bestens weiter heranwachsen, wogegen all die anderen eher unter ihm zusammenschrumpfen, als sich an ihm als Vorbild aufzubauen. Grund: es sind Kinder, keine Erwachsenen, also ohne die nötige kritisch-reflexive Distanz als Chance, sich selbst in der eigenen Integrität 1:1 zu bewahren! Sie mutieren schnell zu bloßen "Anhängern", funktionieren dann nur, wenn der Spielführer den entsprechenden Ton angibt. Was aber, wenn der mal fehlt, woanderhin wechselt, da er allzu stark fürs Team u. so unterfordert wurde etc.? Und auch er bleibt immer noch ein Kind mit vielfältigen Probleme, Formschwankungen usw., das folglich auch überfordert werden, ausbrennen kann. Daher plädiere ich zB stets für wechselnde Spielführer, indem zB der mannschaftsdienlichste Spieler des Letzten Spiels fürs kommende mit der Kapitänsbinde belohnt wird. Man sieht dann förmlich von außen, wie dieser Spieler mit der Binde am Arm wächst, aufrechter u. willentlich voran geht. Müsste er dies aber immer, könnte es zu viel werden, seine Motivation in sich (intrinsisch) leiden, ausbrennen...
So schön der Effekt sein kann, dass der feste Spielführer das Team in Rückständen o.ä. als verlängerter Arm des Trainerkopfes aufm Platz mitreisst, die Gefahren solch auf Erfolg, Ergebnisse schielender Instrumentalisierung sollte keiner verkennen, sich so besser erstmal individueller Motivationskontrolle aller Spieler widmen, auch wenn dies natürlich viel umfangreicher, schwieriger zu bewältigen ist...
-
Ist doch klar: ich würde die sichten zu können meinenden Personen in ihren, dh auch deinen (?) Grundmotiven analysieren wollen. Da sie (wie ein Apriori) zwecks Handlungsautorität den (von deinem eigenen Selbst als Subjekt her) positiv veranschlagten Sichtungskriterien vorausgehen! Du sollst dich also quasi auf die Couch legen, offen u. frei verlautbaren, aussagen, was du intentional dabei denkst, fühlst, willst, zu sehen meinst, wenn du sog. Talente aus(er)wählst: ins Töpfchen o. Kröpfchen... Von deinen Intentionen her lässt sich u.U. dann (wenn ich deine Introspektion analytisch sinnvoll zu reflektieren wüsste) das erschließen, worauf es bei dieser Interaktivität (die Sichtung als interaktiver Prozess zwischen Sichtern u. Talenten, beide gleichberechtigt statt diese von jenen wie von oben herab gesehen) von denen her ankommt, um die es meiner Ansicht nach primär zu gehen scheint: die Sichter, ihre unbewussten Kriterien hinter verbal benannten. Grund: es sollte umgekehrt zuerst um die Talente (also die von Subjektseite zum Objekt "weg" erklärten Kinder) gehen...
Das mit der Couch ist natürlich Ironie, nimm dies Bild bitte nicht zu ernst. Sichter sind ja (heute) völlig normal (vor der epochalen Moderne hätte man sie vllt aber für verrückt erklärt...). Aber das Normale ist eben auch nicht immer für alle Beteiligten vollends gesund (hier die kindlichen Talente als Objekt, wo Sichter sich überlegenen Subjektstatus zuschreiben, so allererst darauf kommend, dass sie auswählen können u. dürfen: vormals eine Gott, der Evolution o. ähnlich 'transzendenten' Autoritäten vorbehaltene Funktion)

-
Ich nehm mal diesen Punkt auf (die anderen lasse ich mal um das Durcheinander zu reduzieren):
Eine der wichtigsten Eigenschaften um nach ganz oben zu gelangen ist die Fähigkeit jederzeit die volle Leistung abrufen zu können.
Das Durcheinander ist meist im Kopf. Du belegst es, indem du immer nur von dem Spieler sprichst: 1. sind Menschen höchst unterschiedlich veranlagt und nicht auf einen äußerlichen Sichtungskriterien-Katalog reduzierbar, 2. verfügt niemand permanent über diese Eigenschaft: dann würde ja zumindest in Einzelsportarten immer der Gleiche, eben der Beste gewinnen und hervorstechen und 3. haben 7- oder auch 11-jährige diese Eigenschaft in aller Regel noch gar nicht - vom Kopf her - ausgebildet. Sie erlernen sie noch, denn eben sie ist erlernbar. Daher nur kann schulbezogene Nachhilfe zB dauerhaft Erfolg zeigen. So ist im Fußball nie äußerlich von sich als Erwachsenen auf Kinder zu schließen, was aber trotz aller Empfehlungen eben sehr viele "Verantwortliche" ständig tun, grad beim von sich her selektiven "Sichten" als Aussieben. Siehe auch alle mir bekannten, prominenteren Mentalcoache bzw. Sportpsychologen wie Prof. Herrmann o. auch pädagogische Neurobiologen wie Prof. Hüther. Lies das mal nach! So wundere ich mich, dass du solch Thesen vertrittst, da du sonst doch die "mentale" Sache tiefer verstanden zu haben scheinst.Bei Heranwachsenden späteres Leistungsfähigkeit zielgenau zu indizieren, das kann kein Mensch. Aber viele glauben es zu können bzw. tun so als-ob! Das ist ein Problem, da man in sog., oft selbsternannten Leistungsvereinen die wahren innerlich verborgenen Talente (Stichwort: Fußball als Kopfsache) so meist relativ blindlings übergeht, indem man ignorant von sich statt dem Kind als heranwachsend ausgeht. Hemmungen, Ängste, Trainingsrückstände o.ä. "sieht", be-achtet man dann nicht. So verschaukelt man sich selbst, vor allem aber die Kinder als Objekt eigener Obhut: 1mal schlecht, immer schlecht!? Das verleugnet grad den Sinn von Training, das bis zu 90 % ausmacht vs nur 10 % Talent. Also ist rechnerisch eindeutig: hat wer schon mit 3 Jahren angefangen u. nen frühfördernden Papa zuhause, ein anderer aber erst mit 5 o. 6 Jahren ohne solch Papa u. vielleicht noch diskriminiert bzw. auf falscher Position bei weniger kompetenteren Trainer, wird er vom Sichter mit 7, 8 Jahren unweigerlich abgestempelt. Ebenso oft kleinere o. langsamere Spieler etc., obwohl die später oft weit besser sind, zT vom Kopf her, s. G.Boateng-Interview nach dem Schalke-Spiel am Freitag: Er o. Huntelar seien zwar langsamer als viele Augsburger, aber eben cooler, so die Gewinner... - Das war so dahin gesagt, beinhaltet aber viel aufm Platz Wahres, auch wenn die neben dem Platz eben nach ganz anderen Kriterien auswählen mögen. Vieles relativiert sich so schon sehr, vom vielen Großen längst unvorstellbar eigen-dynamischen Heranwachsen-können (Leistungssprünge) noch ganz ab Vielleicht will mancher aber auch gar nicht verstehen, da im tieferen Verstehen seine Sichtungsautorität auf ein Minimum zusammen schrumpfen müsste?
Eine ehrliche Antwort auf diese Frage wäre psychologisch (auf "Sichter" in ihrer Person als Untersuchungsobjekt) bezogen zielführend: was stellen sie sich eigentlich in ihrem Kopf vor, wenn sie ihre "Werktätigkeit" gut u. gewissenhaft zu verrichten meinen? Darauf zielte einst dieser Thread, darin geoutet hatte sich aber keiner, leider. Deshalb kommt man dann gar nicht wirklich ins Gespräch (dialogisch), lässt sich der Sichtungsansatz vom Denken her dann auch nicht rationalisieren u. "man" sitzt nur auf dem hohen Ross: Daumen hoch o. runter, ich bin es, der dies entscheidet!, Schluss, Punkt! Dabei <entscheidet> sich dies von selbst, und zwar im (sic!) Kinde statt im Sichter...

-
Ich bin jetzt nochmals den ganzen Thread durchgegangen.
Du hast ja Nerven
Aber dafür sind Threads ja auch da, man kann mal mit mehr Distanz ersehen, ob man sich aufeinander zu entwickelt hat, Fronten starr blieben etc.Grundkonflikt für mich ist Leistung vs Potential als Kriterienbasis. Ersteres entspricht mutmaßlich fast ausgewachsenen Herrenspieler, bei denen man meint, dass sich nichts mehr entwickeln ließe. Doch schon diese bequene Trainerannahme ist falsch, da zB Motivation ein erster Schlüssel ist: wenn Fußball vor allem "Kopfball" o. Kopfsache bzw. ein gemeinschaftlicher "Geist" im Teamplay sei etc. Aber auch Herzenssache! Auch die Seele muss im Spiel stimmen, mitspielen. Und in Kopf, Herz u. Seele kann man schnell in Mitleidenschaft gezogen, von sich selbst abgelenkt, gekränkt o.ä. werden... Grad sensible o. kreative Menschen sind oft schnell verunsicherbar, klappen dann in ihrer Leistungsfähigkeit zusammen, der Fuß wackelt nervös vorm Tor o. auch schon vorm simplen Pass, der Kopf arbeitet auf jedes tadelnde Wort von Trainer o. Mitspieler hin u. blockiert Präsenz aufm Platz etc. Ein Sicherheit verleihen KÖNNENDER Coach kann damitunter Wunder bewirken: woanders aussortierte u. abgehakte Spieler zeigen plötzlich, was sie wirklich drauf haben! Gestern wurde darauf zB in der Sportschau bzgl. Teams wie Braunschweig, Augsburg (Hahn zB) o. n.n. wieder hingewiesen. Übliche Sichter "sehen" meist nur das für sie, ihre Ziele nützliche Outcome, den äußerlich sichtbaren Ertrag statt nach innen.
Mehr reell "team-geistseelsiche" Offenheit im System der "sichtende Entdecker" wäre den stillen, oft "unsichtbaren" Talent sportlich sehr zu wünschen, damit sie nicht oberflächlich so oft verkannt u. vorschnell aussortiert würden. Selbstvermarktung als letzter Schrei hat doch nun Null mit wahrem Talent zu tun, oder? Wenn das aber wichtig ist, wird, dann sagt das doch alles. - Letztlich könnte mit "offeneren" Augenblicken auch manch nicht auf Finanzblüten als Rosen gebetteter Verein wie Augsburg oben mithalten, wie Braunschweig o. Düsseldorf nen vorher unglaublichen Durchmarsch von Liga 4 bzw. 3 in die Bundesliga machen - mit fast der gleichen Truppe um Spieler wie "Lumpi" Lambertz & Co. Drauf sollte man bauen, nicht erst aus Not o. per Zufall o. nur pauschal auf Eigengewächse aus der Jugend (wie heute schon praktisch alle quantitativ), vielmehr "systematisch"! Wenn es dann nicht ganz gegen die von Finanzsäcken gepäppelten Clubs reicht, ok, Spaß kann man in Braunschweig trotzdem haben, sogar vs Wölfe 4 Punkte holen: ohne einen einzigen Profi, der ne Million o. mehr kostete. Qualität nach innen "sichten", also Unsichtbares antizipieren, Hemmungen, Ängste, Trainingsrückstände etc. beachten, berücksichtigen, vorausschauend positiv per gutem Willen ergänzen: was könnten xyz, wenn sie 1 Jahr bei uns unter Profess. Topbedingungen mit den anderen "Talenten" trainierten, wo stünden sie dann - so hineinsehender zu fragen, würde allen gerechter
-
Einmal Promi, immer Promi! Wer oben auf der Welle strahlend o. gar selbstherrlich surfen will, muss immer auch damit rechnen, dass irgendwann die Schwerkraft ihn packt, insbesondere, wo er Fehler begeht, leichtsinnig, mutwillig. Die sog. 4.Gewalt nur zu benutzen, wenn man sich über all den anderen platzieren will, die nie Beachtung finden, eben auch bei schweren Vergehen gegen ihre Unversehrtheit bis hin zu Mord - zu einseitig. Aber darin sind alle unsere quasi-staatlichen Gewalten längst gleichgeschaltet - es gibt obere Menschen, die zählen in ihrem Leben, Geldverdiensten o. sogar ihren bloßen Aufgeblasenheiten 100mal mehr wie andere, die quasi als untere Menschen fast gar nicht mehr existieren, s. oben der Artikel von Trainer 1985 zum ob seiner Bewährung grinsenden, üblen Kinderschänder (auch hier keine Beachtung wert, nun denn, was soll man sagen, so ist unsere "Vernunft" eben wohl...?). Und letzteres sollte uns eigentlich mehr zu denken geben als ein alter Herr Hoeneß, der einfach seinen Hals nicht voll genug kriegen konnte u. nun letztlich seine Strafe akzeptieren muss, da er sich übers für alle geltende Recht u. Gesetz stellte, immerhin mit später Einsicht, da kein anderer Ausweg mehr bleibt. Der ganze Wirbel um seine Person die letzte Woche zeigt ja nur, wie ungleich Menschen faktisch in dieser globalen Welt der Stars, Helden o. Sieger längst ist: alle im Publikum, bloße Fans, ja viele Mordopfer, viel Kinderleid zB sind keine Zeile, kein Wort wert, ein Herr Hoeneß aber - unfassbar verrückt! Da war der Beitrag in der Sportschau zum Irrsinn, zur Gier etc. zwar opportun, aber doch nur zutreffend. meine ich...
-
Es geht nie zuerst ums echt Wichtige, also die konkrete Umsetzung ins Handeln, sondern das Vor-Denken: man muss erstmal für einen Konsens bzgl. richtigem Handeln sorgen, sonst wird es per se niemals dazu kommen können (womit viele aber zufrieden sind, sofern sie selbst keinen Leidensdruck verspüren). Warum? Da jeder Wirklichkeit anders bewertet, definiert. So hilft ein Kodex, der in kurzer Zeit er- u. vorgestellt werden kann, dann zu kollektivem Nachdenken führt, diskutiert u. verbindlich abgestimmt werden kann, damit dann Handeln kollektiv greift, nicht alles immerzu wie in der Politik eben üblich am Ende nur zerredet wird. Sprichwort: erst denken, dann aber handeln! Ersteres fällt oft schwer, kann im Gewissenhabenwollen straight on bewältigt werden. Letzteres wird gern vergessen, vertagt, dauert in der Erst-Umsetzung oft viele Jahre bzw. muss stetig erneuert werden. Sprichwort 2: wer rastet, der rostet. Viele rasten aber gern als Erwachsene, die sich in Körper wie Geist als ausgewachsen voraussetzen. Sie rosten ein, verhalten sich am liebsten statusgetreu u. bewegen sich nicht mehr so gern. Daher die Widerstände gegen einen Kodex, der Trägheit widerstreitet, Körper wie Geist in Bewegung setzen will. Also: das Richtige gemeinsam abzuklären ist das 1. Wichtige, wo Strukturen eben nicht befriedigend da sind, Umsetzung darf aber als 2. Wichtige nie vergessen, nur zerredet werden...

-
Karl: sorry, hab mich auch ungenau ausgedrückt. Man muss sich aber eben zweierlei unterwerfen: dem Vereinswesen wie den Dogmen des Spielbetriebs, allem voran: primär zählen Siege! Für eigene Team könnte man diesen Anspruch zwar entmachten, aber auf Gegner, Schiri hätte man keinen Einfluss, zB bei den in unserer Gegend oft vorkommenden groben Fouls, die dann stets bestenfalls nen Freistoß ergeben: Kind/Opfer vom Platz tragen, gut ist, keine problematisierende Diskussion, also normal, oft von Trainern als Hintermännern, also Ersttätern (die Kindern grobes Spiel erst einimpfen) so gefordert: geht die ersten 10 min richtig hart drauf, verschafft euch "Respekt" beim Stürmer, sein Schmerz ist euer Sieg etc.- oft genau so vernommen. Die Form prädestiniert dabei viel an Inhalt. Ist hier aber müßig: die Coole-Kidz-Initiative jedenfalls wurde platt gemacht, meine Philosophie dahinter pro Kindeswohl, -förderung o. -Motivation kaum jemals (nur eben von Werder u. einem ihrer Partnervereine in der Nähe) von wem wirklich verständig o. willig angehört, alles war nur "Konkurrenz", musste weg. Hilfsersuchen beim DOSB o. DFB - zwecklos, es kam nicht mal ne Antwort. So engagiert ist man da in Wirklichkeit, wenn es um echte Alternativen zu ihren Vorstellungen o. Plänen geht. Sieh mir bitte nach, dass mich dies wenig glücklich zurückließ. Vielleicht hätte ich mit skalierbar instrumentellen Nutzeffekten prahlen sollen: bringt 20% mehr Leistungsmotivation. Dan wäre man evtl. interessierter geworden: konnte u. wollte ich aber nie...
Brechstange: Für mich sollte es solch Kinderrecht absolut geben, aber es steht natürlich relational unter Finanzierungsvorbehalt - will kaum einer solch Leistung gratis geben, keiner den Qualitäts- o. Kompetenzschub bezahlen, dann bleibt er unmöglich. Das Relationale ist heute eben stärker als das Absolute, die (Finanz-)Mittel dominieren u. "domestizieren" Zweck o. Werte meist für sich. Auch die Kirchen bleiben eben meist gähnend leer, obwohl viele wie im Ablasshandel noch der Form halber Kirchensteuer zahlen... Oder?
-
trainer1985: solche Fälle meinte ich oben! Da quält jemand 2 Jahre aufs Widerlichste kleine Kinder - und bekommt Bewährung, da er dies ganz am Ende ja noch gesteht. Bitter für Kinder! Ich weiß nicht, wo FB was von Übermenschen geschrieben haben soll, aber: hier haben wir doch solch Übermensch! Einziger ihn positiv unterscheidender Status: er ist Erwachsener, seine beiden Opfer eben nur Kinder, dh in unserem Rechtsstaat (ebenso wie oft im Herrenverein, mindest finanziell im Verteilen gesehen): minderwertig!* Wären die Opfer laut protestieren könnende Erwachsene gewesen, gar reich, prominent etc., oder eben wie im Fall Hoeneß der geprellte Staat, dann hätten die dollen Richter sicher mehr Härte bewiesen... So oft ich FB nicht verstehe o. ganz schön arrogant daherreden find (die Schweiz war ja Kumpan der Steuerhinterzieher o. Anstifter, 'verdient' so Geld, das man dann für sich zockend weltweit 'arbeiten' lässt, wie heute fast alle Banker...), hier hat er wohl nicht ganz unrecht, auch wenn ich wie hier stets die 1. Front woanders ansetze wie er. Und da hat Hoeneß einfach Pech gehabt, zu falschen Zeit am falschen Ort. Immerhin dürften die Vollzugsbeamten mehrheitlich Bayern-Fans sein, wie die Demonstranten vor Gericht viel Mia-san-mia-Verständnis zeigen. Daher wohl auch der Verzicht auf Revision: Hoeneß vertraut evtl. darauf, dass es für ihn schon Ausnahmen geben könnte in München... Er hätte sie zumindest weit mehr verdient wie der grinsende Kinderschänder im Artikel, der in unserem Land eben nur ein "ganz normaler" Justizfall, Alltag ist!!!

*Die Zeitung schreibt wahrnehmungstechnisch ja auch: hinter verschlossenen Türen hätten sich alle (sic!) Beteiligten auf den Bewährungs-Deal verständigt! So ein Unsinn: die Kinder wurden sich nicht befragt! Als wären sie da nicht Beteiligte!!! Aber genau so perfide nimmt man heutzutage Kinder, ihr Leben, ihre Interessen eben wahr, bis hin zu obersten Gerichten - alles voll normal

-
Brechstange: Vllt meint Günter nur "übermotivierte" Trainer, die übers Ziel hinaus preschen, indem sie IHRE aktiv gar nicht auslebbaren Motive per deren Projektion 1:1 auf Kids zu übertragen versuchen, sich dabei aber vor allem selbst befriedigen wollen? Was anderes ist der finanzielle Notstand des KiFu: wo keiner qualitativ hohe Leistung bezahlen mag, da darf sie keiner erwarten: obwohl sie noch so sehr fürs Wohl der Kids zu erhoffen wäre!? Da frag ich gern nach: was können die Kids dafür, dass man ihnen in der Breite (vs Spitze) einfachhalber kompetentere Trainer als IHR Recht (als einstmals sozial schutzbefohlene) abspricht? Da hatte ich schon desöfteren hier meinen Disput mit denen, die das über die Kinderrechte gern komplett hinweggehend vertreten: klar, zahlungs- wie interesseunwillige Eltern hätten für ihre Kids nichts Großartiges verdient, die Kinder aber schon: sie sind eigene Individuen, kein Material für Trainer, Rentenkassen, die Wirtschaft o. Politik. Aber allzu oft werden sie genau so behandelt u. dies soll in völliger Werteverwirrung der meisten ebenso wie der (mangels Motiv/-ation zum Kind, zum Leben u. seiner Fortpflanzung: pro selbstobsessive Lust um der Lust willen, pro wütendem Ehrgeiz im Konsumieren, Besitzen etc) dramatisch ruinöse Kindermangel im Land nur als "normal" gelten: bloß nie (an)erkennen, was wirklich los ist, dann wird's schon nicht so schlimm kommen, wie es im Grunde (dh der Motivlage im allg.) ist?!

-
Aber: Wenn man nur mit virtuellen Werten und hochriskanten Börsendeals spekuliert, ist das keine reelle Arbeit - schöner Artikel:
http://www.manager-magazin.de/magazin/ar?m-a-913001.htmlDieser Scheiß wurde durch die Bankenlobby gefordert, gesetzlich legalisiert und in der Folge mit Vorstandsposten belohnt.
Das ist eher Neid geschuldet: was ist denn heute noch "echte" Arbeit? Überall wird vor allem was hin- u.- hergeschoben, damit das meiste Geld 'verdient', oder? Und was wäre zB ein Philosoph wert, der am tiefgründigsten Gedankenarbeit über unseren ruinösen Seinsstand leistet, aber eben keinerlei Geld damit 'verdient', verdienen kann o. darf? Nichts! Was die wahren Produzenten unserer Lebensmittel: Bauern hierzulande o. erst Recht in Entwicklungsländern? Die schuften zwar noch reell, aber für lau im Vergleich zu den Händlern ihrer Produkte!Ergebnis des Ganzen: global gigantische Schuldenberge, die irgendwann über die Realwirtschaft u. uns alle hereinbrechen! Dann ist Schluss mit lustig, gibt's vermutlich wieder Krieg, Aber bis dahin wird jeden Tag ne neue Sau durchs Dorf geführt, die so dumm war, sich erwischen zu lassen in einem Rechtssystem, das mitunter Betrug viel härter bestraft als hinterhältig feigen Mord, s.o. Offenbar findet "man" das aber voll ok, erst in der veröffentlichenden, dann der öffentlichen Meinung, denn wer mag schon tiefer drüber nachdenken, was eigentlich mit uns u. unserer Welt heute wirklich los ist, wie irre das Meiste erscheinen müsste, würde man es genauer analysieren u. bedenken wollen, wo alles noch u. schon bald enden muss. Daher wage ich mitunter auch mal nen unbequemes Wort jenseits des Fußballs o. Trainergeschäfts darin: denn auch dies gibt's so nur in dieser Welt, die auf mich in ihrer sog. Normalität äußerst gaga wirkt, auch wenn da kaum mal wer folgen mag. Hoeneß hat nur Pech gehabt u. seine Anwälte hätten sehr wohl das Alphatier als Kranken präsentieren müssen, der vermutlich eher in die Klinik als den Knast gehört. Aber ein Ober-Promi als seelen- o. gar geisteskrank? Das würde viel mehr an allem rütteln, so ist allen Beteiligten Knast als Deal in mind wohl einfachhalber viel lieber...


-
Wenn man bedenkt, dass vieles erst mit GESTOHLENEN und vom Deutschen Staat wissentlich gekauften Schweizer Bankdaten ins Rollen kam, ist es irgendwie schizophren, wenn sich nun dieselben, welche Diebstahl und Hehlerei gut heissen, zu Moralaposteln und ethische Instanzen aufplustern.
Das zeigt doch nur, wie staatshörig gleichgeschaltet unsere Massenmedien, allem voran im ÖRR, längst sind. Der Staat als Täter war, dürfte nirgends thematisiert werden. Wie gesagt: für mich hatte die Verteidigung von Hoeneß ne völlig falsche PR-Strategie: sie setzte aufs Vertuschen + Promi-Bonus wie bei Zumwinkel etc. Dabei hätte es H. nur helfen können, seinen Suchtcharakter vor aller Öffentlichkeit einzubekennen: dass Zocker krank sind! Ich weiß, wovon ich rede, nur redet eben niemand über mich: da ich nicht reich, kein Profiteur bin, nur den Schaden hatte. So wer interessiert niemand, weder Medien noch Staat, das ist das Perfide: aber an nem Hoeneß hängen alle ihr Fähnlein auf! Nicht, dass ich die Strafe nicht gerecht o. Fanproteste gegen das objektive Recht daneben fände, aber: die öffentliche Hetze als Promi-Malus: vielleicht sollte H. sich ne Kugel nehmen, um vielen den Spiegel ihrer Unmenschlichkeit vorzuhalten...? Reinen Tisch machen: ja, das würde bedeuten, den Kaugummi auszuspucken, das Lächeln erstarren zu lassen u. reell auszusagen: Geld macht uns Menschen krank und der längst fast ganz vom Geld besessene Fußball vielleicht auch, dh er "ist" irgendwie krank, quasi verseucht: was man am Umgang mit Kindern, die - als Selbstzweck in der Breite - de facto fast nichts (geld-)wert erscheinen, relativ leicht erkennen könnte, wenn man wollte bzw. eben "könnte"...
-
Karl, etwas off Topic, da zu persönlich: Widersprechen kann man dem, aber stimmt die Antithese auch? Wo gibt es Fußballschulen, wo Fußball als Teamsport kontinuierlich angeboten würde, gar mit Spielbetrieb? Würde solch Team, wenn es es denn irgendwo gäbe, nicht vom DFB-eigenen monopolistischem Spielbetrieb per se (notfalls gewaltsam, hab ich mit meinen "Coolen Kidz" erlebt: per Platzverbot vom durch den "Konkurrenzverein vor Ort" mobilisierten Vorstand, obwohl der Trainer des Gegnerteams gegen sie mal spielen wollte..) ausgeschlossen bzw. müsste sich ihm als vorab gültigen System 1:1 unterwerfen, also zB auch als Verein im Sinne organisieren u. aufstellen? Die sog. Fußballferienschulen wirtschaften hingegen "außer Konkurrenz" neben dem DFB, bedrohen ihn also nicht als System, sondern ergänzen ihn, meist von Vereinstrainern, Ex-Profis, NLZ etc nebenbei in Leerzeiten gegen Bares betrieben, aber ohne lebenseigene sportliche Teams... Aber ich lasse mich gern aufklären, wo es solche gibt. Dass man auch im Tennis (wir haben 2 Tennisvereine, in Luftlinie unter nem Kilometer von uns entfernt, half aber nichts: wenn alle Kids in der GS zum Fußball laufen, kann man dem eigenen nicht individuell vorschreiben, zum Tennis zu müssen, wäre unmenschlich, oder?) bestenfalls ein paar, nicht evtl. hunderte Kilometer fahren, da stimmen wir wohl überein. Nein, was mir vorschwebte: mit den gemeinde-eigenen Sportplatz nutzen zu dürfen, ohne den Riesenaufwand ner in Blick auf Freiheitssinn ungewollten Vereinsgründung betreiben zu müssen, damit nen paar Kinder (erstmal neben dem Vereinsfußball, wo sie ja auch schon spielten) etwas anders Fußball kennenlernen dürfen. Da fürchtete 'der Verein' offenbar so Konkurrenz sehr, machte gemeindepolitisch mobil, wie, kann sich jeder denken: Rufmord bzgl. Initiative u. Initiator, Unterstellung nur schlechter Absichten, Druck gegen Eltern: wenn euer Kind da hin darf, braucht es bei mir nicht mehr anzukommen, spielt nie mehr...
Und da ich keinerlei regulären Spielbetrieb bieten konnte, erstmal isoliert dastand, war klar, dass Eltern folgsam waren, Kids die Teilnahme verboten. So kann ein monopolistisches System eben jede (übrigens 100% kostenfreie) Alternative kaputtmachen, was mich noch heute sehr schmerzt: da ich an diese mit viel Herzblut u. Leidenschaft gestartete Initiative: ihre stets beobachtbare hohe Motivationskraft für 'das Andere' (ohne es nun en Detail auszuführen) sichtbar begeistert aufsaugende, ihnen aber nicht vergönnte Kids eben glaubte, noch immer glaube... Allein dass es eine 2.Welt neben der "normalen" gibt, geben kann, beflügelt schon kindliche Fantasie! So wollten u. rannten sie bei den wenigen Spielen bzw. Turnieren viel mehr, schlugen gar Leistungsteams, deren Trainer dann leider entsprechend reagierten, uns vor den Kids als zusammengewürfelten Haufen u. Schlimmeres beschimpften: statt gegen die Besseren fair verlieren u. so evtl. etwas Neues erlernen zu können. Einzige Ausnahme war da Werder, eben echt professionell: die luden uns sogar zu nem exklusiven, internen Weihnachtsturnier ein, sahen ohne Neid die Effekte, fanden die Initiative super u. diskutierten rege über den mentalen Hintergrund pro Kreativität, Spielintelligenz, Eigenmotivation o. wohl auch die heute sog. Resilienz, die ich damals nur psychosoziale Binnen-Stabilisierung von Individuum wie Team (in einer Art freiheitlichem Gleichklang: prästabile Harmonie, wie schon im Mittelalter von Kirchenphilosophen entdeckt, konfessionell beschworen) nannte. Doch auch dies überzeugte o.g. Eltern am Ende nicht.*

*So trage ich noch heute resignativ Trauer bzgl. diesem Projekt, das mal aus Klassenspielen u. Schulpokal für 1.- u. 2.-Klässler erwuchs. Was auch nur auf Vereinsinitiative von deren Trainern hin verboten wurde: angeblich zum Schutz gegen Schüren bösen Konkurrenzdenkens. Das aber die Kids nie zeigten, wohl aber projizierend jene Erwachsenen in ihrem Revierkampf gegen das Kindeswohl, oder? Tja, es gäbe so vieles, was man produktiv zur Stimulation von Kids machen könnte, aber de facto war alles völlig vergebens wg. jenen destruktiven Reflexen. Daher bitte ich dich zu verstehen, wieso ich gegen jenes Monopol wettere, heute gar nicht mehr anders kann, da zu viel Negatives passierte...
-
Es gibt viele bewegende Momente im Fall Hoeneß:
1) Unsere "ganz normale", massenmedial geisteskranke Gaga-Republik überschlägt sich wg. einem simplen Steuervergehen mit Extra-, Brennpunkt- u. Sonder-Sendungen, seit Tagen in allen Nachrichten 1.Meldung: Hoeneß... Wichtigeres gibt es offenbar nicht mehr in dieser Welt für unsere Köpfe, auch der mögliche neue kalte bzw. u.U. doch sich aufheizende (Welt-)Krieg bzgl. Ukraine wurde völlig an den Rand gedrängt durch diesen Übermenschenkult - das ist für mich schockierend.... Aber auch damit "verdient" man Geld (bzw. unsere Gebühren).2) Die Staatsanwaltschaft forderte fünfeinhalb Jahre Haft, genau so viel bekam einer der Totschläger von Kirchweyhe, der Rest ging völlig straffrei aus. Zur Erinnerung, da es dazu praktisch keinerlei Mediengewitter gab, da ein Steuervergehen solch eines alten Promis heute offenbar viel schwerer wiegt als der Tod eines 25-jährigen Kindes unseres Landes, der nur Streit schlichten wollte: eine Gang von sechs Migranten prügelte ihn tot, trat noch wild gegen den Kopf des wehrlos am Boden Liegenden, alles anderen schauten offenbar aus Angst vor diesem vielerorts latentem Terror nur tatenlos zu (unterlassene Hilfeleistung?) - darüber aber wurde nirgends groß geredet, obwohl es x ganz ähnliche Todesfälle mit vergleichbar lächerlich niedrigem Strafmaß gibt (zB "Jonny aus Berlin, ein Junge in Osnabrück, in Düsseldorf - keinen interessiert's von den veröffentlichenden Meinungsmacher, Normalität in Deutschland?). Wobei vor kurzem ein anderer Betrüger 11 Jahre Haft erhielt. Zu merken: Geld oder Leben, diesem Rechtsstaat scheint längst alles gleich, jedes Maß der Gewichtung ist den Juristen offenbar verloren gegangen, wo kollektiver feigster "Totschlag" u. letztlich harmlose Steuervergehen vergleichbar bestraft werden, erstere konsequent von Diskussion ausgeblendet, letzterer weit, weit mehr beachtet wird. Ist das nicht irrationalst, völlig gaga?
3) Abstruse Fan-Paraden vor dem Gericht folgten den Ausblühungen einer rückständig irrationalen Vereinsmeierei, die Hoeneß trotz des laufenden Strafverfahrens im Amt bestätigte, wovon er sich vermutlich eine Art münchen-interne Schutzwirkung gemäß den "Mia san mia"-Plakaten erhoffte. Doch auch die Spitzen der Wirtschaft sind infizierbar, machten mit, obwohl sie in ihren Firmen längst ganz anders gehandelt hätten, den im Prinzip ja geständigen Delinquenten entfernt hätten... Das untermalt die Tiefe der vielen völlig selbstverständlichen Vereinsgesinnung, nach der jeder, der dazugehört, wie annodazumal über Recht u. Gesetz stehe. Und wehe jedem, der da nachfrage. Den trifft kollektiver Zorn u. Wut, die auch jeder erfährt, der in gewissen schlecht geführten Vereinen kritisch fürs unterminierte Kindeswohl eintritt u. dabei am Ende wie ein Ochs vorm Berg steht, von dem es Steinschlag regnet, da er gemuht hat...
4) Dass die Leute/Medienmacher immerzu eine neue Sau öffentlich durchs Dorf zu treiben belieben, obwohl dies u.U. mehr Strafe bedeutet, als eine still verbüßte Haft, ist sicher klar. In diesem Fall aber prallten bewusstseinmäßig Welten aufeinander, die Person tat fast jedem außer den natürlich wohlfeil stets korrekten Politikern leid, aber wer wenn nicht eine Person wird denn verurteilt, begeht denn eine Straftat?
Ich weiß nicht, ob andere "Greg's Tagebuch Von Idioten umzingelt" kennen? Es ist trotz sinnigem Titel nur ein Comicroman für Kinder, keine philosophische Abhandlung über unsere Gesellschaft in ihren Geisteszuständen. Mir stand während dem ganzen Hoeneß-Zirkus ständig dieser Titel vor Augen. Und dank Revision kommt' nun demnächst zum Hoeneß-reloaded. Mein Gott, bitte verschone mich!
PS: In der Sache ist die Strafe bei solch Summen sicher mehr als gerechtfertigt, wohingegen ich mich frage, wie Eltern u. Angehörige damit weiterleben können, wenn die Mörder ihres Kindes in Kürze wieder frei u. lustig durch die Gegend laufen, Recht u. Gerechtigkeit immer weiter auseinanderklaffen: da Gefängnisse eben so, zu teuer und voll sind? Das würde doch im Fall Hoeneß sofort ein Sich-freikaufen als rational für die Staatskasse (auf die es heute wohl am meisten ankommt) nahelegen, oder? Wobei eins auch klar sein sollte: im Grunde war Hoeneß ein Spielsüchtiger, also krank. Und wenn er lässig kaugummikauend lächelt: ist er es nicht noch? Hat er also bewusst getäuscht o. ist er zuerst ein Opfer dieser Sucht, an welcher unsere Staat freilich nur - auch Neidkomplexe der Mittellosen befriedigend - achtlos, dh unmenschlich Steuergeld verdienen will, falls solch ein Zocker mal Geld verdient statt sich finanziell wie oft auch psychosozial - wie gewöhnlich, dann völlig unbeachtet - ruiniert? Denn der Staat drückt doch solch Süchtigem auf, aller Dokumentationspflicht nachzukommen, als sei er gesund, verlagert machtarrogant dank seines Gewaltmonopols alle Probleme damit einfach aufs überforderte bzw. gar kranke Individuum, um selbst abzukassieren, abzustrafen, wenn es diese Dokumentation nicht schafft, da ihm alles über den Kopf wuchs. Aber wer wollte sich schon so komplexüber alles nachdenken, das Strafen von oben herab mit (Staats-)Gewalt im Rücken kann es sich da wie stets viel leichter machen. Vermutlich hab ich meine noch verkürzten Ansichten zu unserm sog. "Rechtsstaat" in diesem Fall eher exklusiv, sorry, musste sie mal loswerden. (Von zufällig aufgefallenen Fällen wie Gustl Molach, Harri Wörtz o.ä. gar nicht zu reden.) Danke fürs Verständnis!
-
belegen, dass es wohl weniger aufs Talent, sondern auf (Früh-)Förderung ankommt.
Das ist der Grund, warum es so fatal(istisch) ist, einfach mal wie bei uns xyz Erwachsene nach dem Zufallsprinzip machen zu lassen - in Vereinen, wo nicht Profis, sondern z.T. blutigste Amateure bzw. Nichtfußballer per Revierverhalten ("mein Team", da redet mir keiner rein, nur weil er von Fußball mehr weiß...) dominierend zu Werke gehen. Aber in Deutschland gibt es wg. des Gewaltmonopol des staatsgleichen DFB keine rechten Alternativen zu deren "System". Nirgends könnten "fußballverrückte" Eltern regulär auf Frühförderung setzen, diese buchen, natürlich wie in anderen Bereichen, etwa Kunst, Tennis, Musik, bezahlt statt: quasi-kostenfrei. Dafür dann zB nen Nicht-Gitarrenspieler seinem Kind das Gitarre spielen beibringen lassen wollend, mit viel Worten u.ä. - ist ja umsonst! Eben. Jeder fände dies absurd, nur im König Fußball nicht!? Da gibt's reihenweise sog. o. selbsternannte "Trainer" (wie in G bis D auch "Schiris"), die nur den Posten dieser Funktion bekleiden, sich als sportlich verkleiden, ohne es zu sein u. auch nur adäquat ein wenig selbst (als dann positiv wie zwanglos prägen könnendes Vorbild) Fußball spielen zu können. Weil das System Qualitäts- o. Kompetenz-Kontrolle nicht vorsieht bzw. zulässt, jeder kleine Lokalfürst im Verein vor Ort nach Gusto wurschteln können soll, wie er mag, über x Jahre lang. Eigentlich skandalös, was Kindern da mitunter zugemutet und angetan wird, aber: wo in der Breite von fürsorglichen Eltern keine Kläger, da auch keine Richter! Also bleibt u. läuft alles oft fast genauso, wie es vor 100 Jahren war...Brechstange: Ich würde immer gern Team- u. Individualsport trennen - kann es resiliente Maßnahmen für Teams geben, (wie) können diese ganz eigenen Charakter entwickeln, so dass zB ein Gegentor alle zs sich auf- statt abbauen, positive Motive zu-lässt (vs gegenseitige Schuldzuweisung u.ä., die Unsicherheit schüren, sich verkrampfen lassen etc.). Die übliche, individuell fixierte Sichtungspraxis widersinnt im Wesen dem spielerischen Charakter des Fußballs als Teamsport, verfestigt sich dann so vom sich den Spielern vermittelnden Ansatz her. Darunter haben dann Teams als kopflastige Starensembles etwa des FC Bayern jahrelang in ihrer Spielkultur, ihrem Selbstverständnis darin gelitten... Erst die spielerischen Erfolge von Barca im per se beschleunigten Teamplay ließen da hellhöriger werden. In der Jugendförderung scheint mir dies aber noch nicht so richtig angekommen zu sein bzw. nur spielsystem-technisch. Motto dann bzgl. Trainingskonkurrenz im "Team": viel bringt auch viel, jeder denkt für sich, redet aber von Teamgeist... Dies alles aber denkt vom Trainer bzw. jemeinigen Kopf her statt auf den künftigen Spieler o. reelles Teamplay hin. Dies wird nur "aufgestellt", wirkt darin künstlich aufgesetzt: führt per se innerlich zum latenten Burn-out jedes echten, Sensibilität zulassenden Teamplayers! Demoralisiert, lässt sich im Teamgeist unwohl, nervös fühlen... Da ist es oft besser, Kids einfach laufen zu lassen, auch wenn dies für Unwissende nach Nichtstun ausschaut. Die bei vernachlässigten Kindern ansetzende Resilienzforschung scheint dies ja zu belegen...
Ob man nun aber absichtsvoll solch belastende Umfelder schaffen dürfen sollte, damit sich auf Gedeih u. Verderb des einzelnen Kindes evtl. seine Resilienz per derartig ihm aufgedrückte Maßnahmen verstärke? Das wäre für mich eine Art Über-Professionalisierung im Kindbereich, wo es jedem Kind zusteht, noch ein wenig kindlich statt voll durch instrumentalisiert sein zu dürfen. Daher gilt für mich: fördern ja, fordern nein. Das geschieht schon zu Genüge per Schule im Ordnungs-, Noten- u. Strafenstress, ihrem Frontal-Unterrichtsstil "einer als Lehrer vs alle als Schüler". Die sich vor ihm beweisen, zuhören, aufstellen etc. MÜSSEN! So aber überlagern sich höchst schädlich nicht-Kind-eigene Motive. Bei professionell ausgebildeten Lehrern darf man aber "ein wenig" Reflektion dessen erwarten, die es im Fußball kaum gibt
