Beiträge von personalityX

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    Zitat


    Folgt da jemand dem Deutschen Fußball Internat auf Facebook?! :)


    Grüße
    Zodiak


    Ja, richtig! Allerdings folge ich nicht nur auf Facebook ;)


    @Fußballbaron: Vielen Dank für Deine Antwort. Letztlich hast Du meine Meinung belegt, dass der Sprung in den Profifußball sehr schwierig ist. Dazu noch eine Statistik:"55 % der jetzigen U18-Nationalspieler schaffen es nicht in die 1. Bundesliga". Ulf Schott, DFB-Direktor Nachwuchs Trotz allem ist man sicherlich nicht gescheitert, wenn man 2. oder 3. Bundesliga spielt, allerdings träumen Nachwuchstalente nur von der 1. Bundesliga. Es wird für viele nur ein Traum bleiben!


    Andre: Vielen Dank für deine offene Antwort, die meinen Gewissenskonflikt weiter erschwert: Beim größeren Verein (Oberliga), die Jugendmannschaften (Landesliga) zu trainieren oder Angebote nachgehen, in den Leistungsfußball zu wechseln (hohe Fluktuation, "Alibi-Ausbildung" der Talente, Empathie für viele junge Spieler, die scheitern - auch wegen mir in der Rolle als Gatekeeper scheitern)? Gibt es auch den Traum als hauptamtlichen Fußballtrainer?


    Ich erlebe derzeit auch viele Spieler, die Angebote von Bundesligisten bekommen, allerdings kann ich aus Fremderfahrungen sprechen, dass diese Spieler meistens nach zwei Jahren zurückkommen." Hat das alles noch Sinn?" Sollte man das selbst unterstützen, wenn man als Trainer in den Leistungsfußball wechseln würde?


    trainer1985: Danke für deine Antwort! Es gibt auch gute Beispiele, dass Vereine auf gute Zusammenarbeit unter Herren- und Jugendmannschaften setzen. Leider gibt es auch viele negative Beispiele. Eine Utopie zu entwickeln, die pauschal für jeden Verein funktioniert, ist zu realitätsfremd.


    Freue mich weiterhin auf Kommentare!


    Gruß
    7Heby

    Hallo zusammen,


    in diesem Forum differenzieren wir gerne zwischen Leistungssport und Breitensport.


    Auf einem Infoblatt einer deutschen Eliteschule des Fußballs habe ich Folgendes gelesen: "Gesucht wurde die Antwort auf die Frage, wie viele Spieler einer U13 eines Bundesligisten den Sprung über die U15 und U17 in die U19 schaffen?" - "Die Antwort in % lautet 7! Gerade einmal 7% der U13 Spieler absolvieren erfolgreich den Weg in die U19! Bei einem 18 Mann starken Kader ist das also gerade mal ein einziger Junge, der das packt!"


    Laut internen Untersuchungen der Deutschen Fußball Liga (DFL) schafft es nur ein Spieler einer U13 im NLZ den Weg in die eigene U19. Der Verfasser des Infoblattes fragt sich, ob es Sinn macht, mit zwölf Jahren zum Bundesligisten zu wechseln oder ob nicht ein gutes Umfeld mit guten Trainern im Dorfverein reicht, um Profifußballer zu werden.


    Wir groß ist nun der Unterschied zwischen Breiten- und Leistungssport im Jugendbereich?


    In den NLZ gibt es pauschal viele qualifizierte Trainer, die die einzelnen Spieler sehr individuell fördern und fordern (Leistungstest, Persönlichkeitsentwicklungen, Medientraining, schulische Unterstützung, PLUS - MINUS - Stärken), was in Dorfvereinen nicht praktiziert werden kann. Ist trotz allem nicht letztlich das Ergebnis entscheiden?


    Wir kennen Spieler im Profibereich den den Weg im eigenen NLZ gemeistert haben, allerdings kennen wir auch Quereinsteiger, die den Sprung im Profibereich geschafft haben.


    Unabhängig vom Ergebnis einer professionellen Entwicklung, steht auch die Frage im Raum, warum so viele Talente in der U13 den Weg in die U19 nicht schaffen? Ist das Talent sogar zweitrangig oder das Scouting schlecht? (siehe Völlig falsche Sichtungskriterien bei...)


    Ohne weitere Argumente und Antworten zu liefern, freue ich mich auf eine interessante Diskussion!


    Gruß
    7Heby

    Sicherlich sollte man sich von den Eltern nicht vorschreiben lassen, welche Schuhe man tragen sollte - auch gibt es keine Vorschrift, die eine komplette Trainerausrüstung voraussetzt.


    Allerdings empfehle ich Dir, Fußballschuhe zu tragen. Ich habe seit längerem mein Training mit Laufschuhe geleitet, bis zu dem Punkt, dass ich von einem erfahrenden Trainer bei einer Hospitation den Tipp bekommen habe, Fußballschuhe zu tragen, um ggf. Techniken mit dem richtigen Schuhwerk zu demonstrieren. Mit Alltagsschuhen lässt sich ein Ball z.B. anders führen.


    Gruß
    7Heby

    Ich denke, dieses Forum muss nicht einem "Kaffee-Smalltalk-Chat" ähneln. Wir können keine Urteile über Menschen anhand ihrer Orthographie und Inhalte fällen. Ob ich nun als Erwachsener versuche, mich grammatikalisch richtig und nur mit einem Ausrufezeichen auszudrücken oder mit vielen Satzzeichen eine Wichtigkeit oder Not ausdrücke, ändert nichts daran, dass sich jemand an dieses Forum gewendet hat, um Tipps und Ratschläge zu erfahren. Auch mein Hautarzt würde mir helfen, wenn ich rhetorisch eine Niete wäre.


    Zur Thematik: Zur Kapitänsrolle in der E-Jugend wurde alles gesagt. Ich schließe mich guenter an, dass die Probleme woanders liegen, die du analysieren musst. Aus deinen Texten geht hervor, dass es drei Spieler gibt, die sich nicht, wie du es wünscht, verhalten. Liegt es daran, dass du vor etwa neun Monaten, deinen Sohn zum Kapitän gemacht hast? Sind ihre Leistungen schlecht, da andere Einflüsse auf sie wirken? Hat dein Sohn abseits des Platzes Probleme mit den Kindern? Gibt es Konflikte zwischen den Eltern, die den Spielern angehängt werden? Behandelst du alle Spieler fair? Spielen alle Kindern im Punktspiel?


    Du kannst Dir selbst diese Fragen beantworten und den IST-Zustand definieren. Falls Du dann Probleme siehst, aus denen Du Dich nicht zu helfen weißt, kannst Du Dich gerne wieder ans Forum wenden.


    Gruß
    7Heby

    Hallo,


    auf darftish.de findest du eine gute kostenlose Testversion.


    Habe vor einer Woche erfolgreich ein Videotaktiktraining veranstaltet.


    7Heby

    Sehe ich überhaupt nicht so!


    Beim Tennis ist das Zuschauer-Klientel zum Teil völlig anders als beim Fußball. Ich möchte den Schiedsrichter sehen, der einen Zweikampf falsch bewertet hat und nun auf der großen Leinwand bei 80.000 Zuschauern seine Fehlentscheidung in der Zeitlupe zur Kenntnis nehmen muss. Der Schiedsrichter wird nun von der Technik in die Opferrolle gedrängt und verliert an Glaubhaftigkeit und Autorität. Wie die Zuschauer auf die Fehlentscheidung, die im Videobeweis zu sehen ist, reagieren, kann man sich weitestgehend vorstellen.


    Wer soll eigentlich entscheiden, wer Einspruch einlegen darf? Der Trainer? Dem Trainer wird ein weiteres taktisches Mittel gegeben, um das Spiel zu beeinflussen. Beim aktuellen Regelwerk wäre unerlaubtes Eingreifen ins Spielgeschehen ein Platzverweis aus dem Innenraum.


    Im Tennis darf man nur Einspruch einlegen, um zu klären, ob der Ball auf die Linie eingeschlagen ist. Im Fußball hat nun der Trainer laut Anhängern des "Veto-Rechts" drei "Vetos". Einmal bei der Abseitsfrage, dann Strafstoß-Entscheidung und beim taktischen Foul. Der andere Trainer möchte Einspruch bei versuchtem Anspucken, Nachtreten und Handspiel einfordern. Das Regelwerk ist zu komplex und dehnbar!


    Ich argumentiere nicht konservativ bzw. "Dem Fußball muss die Tradition und die Emotionen erhalten bleiben...". Ich bin für die Torlinien-Technik. "Pro-Videobeweis" halte ich für schwammige und realitätsfremde Vorstellungen!


    7Heby

    Hi Cryff,


    bei den genannten Mannschaften handelt es sich sicherlich um Mannschaften, die teilweise den Fußball "revolutioniert" haben. Nichtsdestotrotz ist es Utopie, sich deren Training zu nähren und auf beispielsweise eine U17 im Amateurbereich zu übertragen.
    Allerdings möchte ich Dir eine kurze Übersicht - ohne Details liefern:


    Bei Ajax Amsterdam werde oft Passübungen im Form einer Endlos-Passform angeboten - auch Ajax - Kreisel genannt. Auch FC Barcelona hat diese "Kreisel" aus der Niederlande im Aufwärmteil übernommen. Im Hauptteil werden koordinative Elemente + Torabschluss in den Passübungen eingebaut. Zum Schluss ein Trainingsspiel, das auch durch nicht öffentliches Taktiktraining ersetzt werden kann.


    Kleine Spielformen sind z.B. das "Drei-Farben-Spiel", d.h. Spielformen, die auf Ballhalten mit wenig Kontakten im kleinen Raum ausgelegt sind. Klassisches Beispiel ist auch das "Kreisspiel", welches nicht nur zu Trainingsbeginn veranstaltet werden kann.


    Die Kondition/Koordination wird durch Koordinations- und Konditionsparkour trainiert.


    Deine genannten Voraussetzungen


    - technisches hohes Niveau
    - guter Teamgeist
    - mangelnde Laufbereitschaft


    können Grundlage sein, sich dem Training von Ajax [..] anzunähern. Mangelnde Laufbereitschaft hindert jedoch das Freilaufen, was verbessert werden sollte.


    Per Google-Suche oder YouTube findest du einige Videos und Blogs, auf dem das Training u.a. vom FC Bayern München und FC Barcelona dokumentiert worden ist.


    Eine weitere Hilfe kann Dir dieses Thema geben: FC Barcelona Training 2007-2008


    Schließlich findest Du auch Lektüren auf Amazon, die sich z.B. mit dem niederländischen Fußball beschäftigen.


    Gruß
    7Heby

    Ich bin nun das dritte Jahr Trainer einer C-Jugend. Vor drei Jahren habe ich eine C-Jugend Mannschaft mit 16 Jahren trainiert, kann vor dem Hintergrund sicherlich persönliche Erfahrungen in meine Antwort einfließen lassen. Ebenso signalisieren mir deine Antworten, dass du dich um die Mannschaft sehr bemühst. Finde ich gut!


    Zur Strafkatalog-Thematik: Wie meine Vorredner richtig geschrieben haben, ist ein Strafkatalog ein "Tool", das einem in verschieden Lehrgängen gelehrt wird, allerdings nicht vom großen Nutzen ist. Als aktiver Fußball habe ich das Geld nie bezahlt, wenn ich Mal zu spät gekommen bin. Aufgrund vieler negativen Erfahrungen habe ich den Katalog als Trainer nie eingeführt.


    Hans Meyer hat in der der Dokumentation "Trainer" gesagt: "Wenn du es nicht schaffst, eine natürliche Autorität auszustrahlen.. mit Hilfsmittel schaffst du es nicht!" Ich denke, dieser Punkt, eine Autorität zu sein, ist entscheidend.


    Wie wird man eine Autorität? Ich meinen Augen kann es sein, dass eine geringe Differenz im Alter Disziplinlosigkeit verursacht, jedoch habe ich die Differenz nie als Grund oder Hindernis gesehen, wenn es bei mir zu Probleme kam. Wenn du Regeln aufstellst und deren Konsequenten aufzeigst, diese auch konsequent befolgst, klappt es recht gut - so erlebe ich es seit einigen Wochen in diversen Fußball-AGs, in denen der Großteil Kinder sind, die großes Gewaltpotenzial ausleben. Ich habe sie die "3 Goldenen Regeln" genannt [kurz:"3GR"] - klappt bei Erstklässlern, aber auch bei Neuntklässlern. Zweitens versende "Ich-Botschaften", z.b. "Ich dulde es nicht...", "Es stört mich.." - wirkt bei mir besser als der Imperativ.


    Zum Schluss kann ich dir den Tipp geben, passe auf, nicht zu sehr Kumpeltyp zu werden. Ich habe in den ersten zwei Jahren viel mit den Jungs unternommen, in Facebook mit ihnen geschrieben, Quatsch gemacht. Ich habe an Respekt und Autorität verloren. Wenngleich ich das Glück hatten, dass wir Erfolg hatten und es größere Probleme nie gab.


    Versuche deine Jungs im Training zu begeistern und konsequent zu sein!


    By the way, Liegestützen haben bei mir immer funktioniert. :)


    7Heby

    Vorweg: Finde es gut, dass zu diesem Thema viel diskutiert wird.


    Zunächst war die Meinung eindeutig, dass Spieler A raus geschmissen werden sollte, jedoch konfrontiert diese Empfehlung nun mit der Meinung, mit Spieler A zu reden und klare Grenzen zu setzen.


    Zur Zuständigkeitsfrage: Ich leite sieben Fußball-AGs in Rahmen meines BFD bei einem größeren Sportverein. In allen AGs ist der Anteil an gewaltbereiten Kindern und Jugendlichen (Klasse 1 - 8 ) an ver. Schulen sehr groß. Ich habe vor einigen Wochen zu meinen Chef mal gesagt, dass "ich die Teilnehmer fußballerisch nicht mehr entwickeln könne, sondern viel mehr als Sozialpädagoge arbeite - viel Zeit mit Konfliktgesprächen und Präventionsspiele verstreiche."


    Die präsente Meinung, als Trainer solle man diese Rolle annehmen, vertrete ich nicht. Ich sehe mich als Fußballtrainer, der sich mit fußballerischen Inhalten beschäftigt und diese vermitteln möchte. Ebenso viel lese ich neuerdings Bücher über Erziehung, wobei ich 19 bin und keine Kinder habe ,z.B. "Das neue Kinder brauchen Grenzen", "Wenn Nervensägen an Nerven sägen". Nicht um mich als potenzieller Vater auszubilden, sondern um Tools zu lernen, um besser mit Situationen umzugehen. In den Lehrgängen des DFB werden einem auch pädagogische Inhalte gelehrt und ein erzieherische Funktion zugewiesen. Alles richtig! Trotz allem bin ich immer noch Fußballtrainer. Es kann den Fußballtrainer geben, der für sich als Erfolg definiert, "Einen jungen von der Straße zu holen". Allerdings haben die meisten Trainer keine richtige Qualifikation und verzweifeln am Handeln des Übeltäters und an ihrem eigenen Handeln.


    Zitat


    Spieler X soll nach dem Training eine Mütze aufsetzen wenn es kalt ist.
    Eltern : Setz deine Mütze auf es ist kalt, na los
    Spieler : Keine reaktion
    Trainer : Hey X, es ist kalt, du wirst krank, kannst nicht trainieren... Ich möchte das du die Mütze aufsetzt.
    Spieler X: *zieht die Mütze auf*


    Schönes Beispiel! Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der Spieler so handelt, weil er auf dich als Trainer besser hört, oder weil du deine Aufforderung richtig formulierst ("Ich-Botschaften"), was die Eltern versäumen/ versäumt haben.


    Zitat

    Weit über die Mannschaft hinaus


    Bei all den schönen Beispielen, richtigen Strategien (richtige Führung von Einzelgesprächen), bei vielen Tipps aus der Fachliteratur, bleibe ich dabei, dass vieles nicht realitätsnah ist. Kinder werden nicht als "böse" geboren, aber es kann ihnen schnell eingeimpft werden - welche Faktoren auch dazu geführt haben. Sie brauchen jetzt die Aufmerksamkeit, das Gefühlt, über anderen Macht zu ergreifen, sogar Gewalt als Befriedigung anzuwenden.


    Bei dem dargestellten Beispiel geht es um "Straftaten", die abseits (auch während) des Trainings vollbracht wurden. Als "Freizeittrainer" sollte man dieses Problem von sich abwenden/bewusst verschieben. Im Einklang mit dem Vorstand solltest du den Spieler von der Mannschaft ausschließen - ich bleibe dabei. Allerdings auch vorher mit den Eltern das Gespräch suchen (Dich nicht überreden lassen). Die Eltern sehe vlt. auch in der eine Lösung des Problems. Du musst ihnen trotzdem klar machen, dass andere Institutionen zuständig sind.


    Letztlich sind andere Pole für die "Schiebung auf die richtige Bahn" zuständig und verantwortlich. Wir, Trainer, können nicht wie beispielsweise Hausaufgabenbetreuer auch nach Hause fahren, "um die Welt zu verbessern".


    Ich trainiere Fußball, weil ich den Sport liebe, weil mich Trainingslehre und Taktiken faszinieren und NICHT, weil ich den Reiz suche, als Sozialarbeiter zu fungieren.


    7Heby

    Meine Meinung zu einem sicherlich schwierigen Thema:


    Spieler A aus die Mannschaft endgültig schmeißen. Ich denke, dieser Spieler stört das Training und den Zusammenhalt eindeutig. Wenn während der schon vollendeten Suspendierung die Atmosphäre besser war, zeigt es, dass Spieler A die Schlüsselperson zu einer friedlichen Atmosphäre ist.


    Des Weiteren ist es ein Signal für die anderen Störenfriede.


    Der Spieler hat auch Recht, dass man sich als Trainer nicht in die Privatangelegenheiten mischen solle. Als Trainer soll man sich in Einzelgesprächen über schulische und familiäre Probleme informieren und Tipps und Ratschläge geben, damit sie sich wohler fühlen, dir vertrauen und auch ihre Leistungen steigern.


    Nichtsdestotrotz vertrete ich die Meinung, die in der Vergangenheit in diesem Forum thematisiert wurde, das Training (allgemein Fußball) nicht das Auffangbecken aller Konflikte und Aggressionen ist. Bei schwerwiegenden Vorfällen (Luftpistole, Messer, Drohungen) sollen sich die Eltern an die Eltern des Täters wenden oder andere Institutionen einschalten.


    Wenn Spieler A aus deiner Mannschaft ist, ist es sowieso nicht mehr dein Ding - so hart es klingt.


    Dein Handeln würde ich auch mit dem Vorstand absprechen. Einen einfach aus der Mannschaft zu schmeißen, ist meistens nicht vom Vorstand geduldet, oder ihn in eine andere Mannschaft stecken, wenn Ihr bspw. die C1 seid und es gibt eine C2, die aber nicht zur gleichen Zeit trainiert, wobei der Spieler A deren Training sicherlich massiv stören würde.


    EDIT: Ich meine auch, dass Mobbing und Täterrollen nicht von Kindern, Jugendlichen beabsichtigt sind. Ich leite viele Fußball-AGs mit auffallenden Kindern - meistens ist beispielsweise die Erziehung [..] schuld. Der Fußballtrainer kann auch nicht diese Aufgabe übernehmen.


    Gruß

    Danke für Eure Antworten!


    Danke Zodiak für den Link, gefällt mir gut.


    Immer häufiger sehe ich den "typischen Kreis" in höheren Amateurbereichen. Vor dem Spiel oder beim Training steht der CO-Trainer in der Mitte und gibt Übungen vor, die dynamisch ausgeführt werden. Ich denke nicht, dass es langweilig wird, wenn man die Bedeutung des Dehnprogramms seinen Spielern erklärt und vor allem dynamische Übungen z.B. Schwunggymnastik/Movement Preps anstelle des statischen Dehnens, bei dem sich sowieso mehr unterhalten wird, als gezielt auf den Hauptteil vorbereiten wird, vorgibt.


    Ich möchte es auch nach dem Eintraben (5-10 Minuten) bei einer U14 einführen, jedoch soll der Kapitän nach einigen Vormachen das Dehnen leiten.


    Ob man nun die Zeit im Amateurbereich hat, finde ich schwierig zu bewerten. Ich lass dann lieber mal die Passspielübung 5-10 Minuten kürzer laufen, um zu kräftigen und zu dehnen.


    Freue mich weiterhin auf Tipps und Meinungen.


    Gruß
    7Heby


    Kein Problem!


    "Turbo Lernfussball" von Martin Hasenpflug ist jeden Cent wert - keine Frage! Allerdings meiner Meinung nach nicht für eine E-Jugend geeignet, wie der Autor selber angibt. Ein paar Ideen, Anregungen und Coachingtipps kannst du dennoch dem Buch entnehmen.


    Quelle, Angabe Autor: http://ecx.images-amazon.com/i…/71qk3TSbtDL._SL1360_.jpg


    Lies es dir aber unbedingt durch - soll dich nicht entmutigen!


    7Heby

    Schließe mich dem nur an!


    Krafttraining im Kindesalter ist nach neusten Untersuchen sicherlich nicht schädlich, in eigen Fällen sogar angemessen und hilfreich, allerdings ist das Problem, dass zu bleibenden Schäden führen könnte, die Qualifikation der Trainer.


    Ich denke auch nicht, dass der Themenbereich bei den Fußballlizenzen größer werden wird/werden sollte, das Fußballtrainer diesem Themenbereich nach der Lizenz kaum Interesse schenken würden. In Profibereich werden extra Konditions- und Koordinationstrainer beschäftigt...


    Einer Bewertung entziehe ich mich zu diesem Thema. Wöchentliche Gespräche im Fitnessstudio mit dem Leiter gehören schon zu Routine bei mir. Eine Kooperation von Verein mit Fitnessstudios ist in diesem Kontext auch über denkbar, wobei viele Jugendliche selbst zu den großen Konzernen wie MCFit gehen.


    Resümierend ist Krafttraining nicht zwingend schädlich, allerdings biete es nur an, wenn du die richtige Lizenz innehast.


    Gruß
    7Heby



    Hallo Steve,


    vorweg denke ich, dass du kompetent genug bist, deine E2/3 zu trainieren. Außerdem ist es für mich - sicherlich auch für viele Andere schwierig - als Außenstehender richtige Ratschläge zu geben.


    Aus deinem ersten Beitrag in diesem Thema resultieren für mich drei Optionen, warum es nicht mehr so klappt:


    1. Falsche Spielklasse, stärkere Gegner: wie meine Vorredner schon geschrieben haben, kann es mittlerweile so sein, dass auch gutes Training wenig bringt, da die Gegner in dieser Altersklasse einfach physisch und physisch besser und weiterentwickelt deine Spieler sind; heißt, dass eure Gegner kräftiger und größer sind und/oder der gegnerische Verein hat einen "guten Jahrgang (viele talentierte Kicker)" erwischt. Fazit: Bei Niederlagen deine Spieler stärken und weiterhin an der Weiterentwicklung deiner Spieler festhalten. Erfolg an Entwicklung und nicht an Tabellenstand messen!


    Zitat


    Wir trainieren abwechslungsreich: Dribbling, Finten, Koordination, Coerver, Schnelligkeit, Spielaufbau usw. usw. Aber im Spiel ist davon nichts zu sehen. Keine Finte, keine Doppelpässe, keine Torabschlüsse...


    Anhand dieser Aussage komme ich zu meinen letzten zwei Punkten:


    2. Deine Spieler haben kaum Erfahrung, Erlerntes im Spiel umzusetzen oder haben Angst, Fehler zu machen: Du schreibst, dass ihr viel trainiert. Wie trainiert ihr es, nachdem Prinzip "Üben - Spielen - Üben" oder nur "Üben"? Wie oft veranstaltet ihr Spielformen? Wie lange dauert das Abschlussspiel? Zum Thema Angst: Erwartet ihr die taktischen und technischen Fertigkeiten im Spiel, rastet ihr aus, wenn ihr es nicht seht und sprecht es lautstark in der Halbzeitpause an? Denke daran, die Kinder im diesem Lernalter viel spielen zu lassen - Vieles erlernen sich auch durch freies Spielen! Wenn z.B. Paul in Spiel jemanden mit einer Finten aus dribbelt, hat er den Mut., auch im Wettspiel einen Gegner aus zu dribbeln. Ihm bringt es wenig, ohne Gegner- und Zeitdruck Hütchen aus zu dribbeln, da er weiß, dich Hütchen wehren sich nicht und da er die Sicherheit aufgrund vieles Wiederholen hat, mutig am Hütchen vorbei zugehen.


    3. zu viele Schwerpunkte, falsche Schwerpunkte: Sicherlich lassen sich viele Themen nicht isoliert trainieren, z.B. benötigten Finten auch Koordination und Schnelligkeit. Da ich deinen Trainingsplan nicht kenne, rate ich dir nur, einen Schwerpunkt für einen längeren Zeitraum zu trainieren, heißt bspw. Dribbling 4-6 Wochen zu behandeln (Koordination etc. nebenbei). Nach diesen Wochen müssten sich i.d.R. Trainingserfolge ergeben und du hast schon eine wesentliche Basistechnik erfolgreich behandelt. Wenn das klappt, kannst du zu den Finten übergehen... , wobei wir beim letzten Tipp wären: In der E-Jugend kann man vieles im Individualtaktikbereich behandeln (1 vs. 1 Situationen usw.), allerdings machst du mich stutzig, wenn du schreibst, dass ihr Spielaufbau und Doppelbässe thematisiert/trainiert. Für mich gehören mannschafts- und gruppentaktische Themen nicht zum Training einer E-Jugend! Der Überblick vom DFB gibt dir Hilfe - vielleicht kennst du es aber auch schon: http://training-wissen.dfb.de/index.php?id=508095 (besonders "Grundlagen" - Seite 3").


    Ich hoffe, ich konnte dir helfen und vor allem überdenkst du dein Training infolge meiner drei Punkte!


    Viele Erfolg!


    7Heby

    Gerade nach dem Weihnachtsessen ist Fitnesstraining in meinen Augen sehr wichtig!


    Nichtsdestotrotz werde ich die Ausdauer mithilfe von Spielformen verbessern. Sinnvoll ist es auch, schon früh Testspiele mit Gegnern abmachen, wenn der eigene Verein einen Kunstrasenplatz besitzt, oder der gegnerische Verein - ich frage gezielt nach diesen Testspielgegnern, die einen Kunstrasenplatz haben. Dementsprechend finde ich dein wöchentliches Training als C-Jugend luxuriös (bieten leider immer weniger Städte, da die Hallensituation es nicht zulässt.). Lass sie gerne auch frei spielen, sie bewegen sich, ohne belastende Anstrengung zu spüren. Achte vor allem besonders auf kleine Gruppen und kurze Spielzeiten.



    Rene1105


    In welcher Spielkasse befindet sich dein Team? Sicherlich kann vieles Training, die Spieler fördern, aber auch schon früh ""verbrennen". Nach meinem ersten Trainerjahr wusste ich sofort, dass ich nun meinen Spieler unbedingt einen Monat Pause gönnen muss, sonst trainierte ich den Winter durch. Irgendwann haben die Spieler auch keinen Bock auf Fußball, was kontraproduktiv ist. Abschließend schreibst du auch, dass du auch vom Wetter abhängig bist. Neben Schnee und Kälte ist auch ein gefrorener Rasenplatz sau gefährlich. Wenn ich aktuell das Wetter und die Rasenplätze in meiner Umgebung sehe, kannst du das Training völlig vergessen. 1-2 Mal in die Soccerhalle, paar Hallenturniere - hauptsache Spaß. Auch wenn man evtl. nur den Februar hat, bevor die Saison anfängt, in dem Monat erst richtig anfangen.


    7Heby

    Hallo rookie69,


    top, dass du dich ehrenamtlich engagierst.


    Kann mich dem Link nur anschlie0en. Trainingsschwerpunkte und Merkmale der Altersklasse findest Du dort auch: http://training-wissen.dfb.de/index.php?id=508081


    Grundsätzlich biete abwechslungsreiches Training, das den Kinder Spaß macht. Durch vieles Spielen erlernen die Kinder einige Techniken von selbst. Achte beim Techniktraining darauf, vom leichten zum schweren zu wechseln. Bspw. beim Spannschuss, zeige den Kindern erst, wo die Trefferfläche beim Schuh und beim Ball ist, achte auf die korrekte Ausführung und später auch auf Armhaltung und Anlaufbogen.


    Verstehe bitte auch, dass nicht jeder immer die Zeit und Lust hat, deine offene Frage ausführlich zu beantworten. Über die Trainingslehre bei E-JuniorenInnen kannst du gesamte Bücher verfassen, außerdem kannst du die Suchfunktion dieses Forums nutzen. Erarbeite viele Übungen, Tipps durch fleißiges Selbst-Studieren, wenn Dir die Zeit bleibt. Außerdem kannst Du Dich in deinem Kreis weiterbilden, kontaktieren euren Jugendleiter mal.


    Sicherlich findest Du in kostenpflichtigen Zeitschriften, z.B. fußballtraining vom DFB einen Jahresplan, allerdings gibt es, wie viele erhoffen, keinen Plan, der dir alles vorgibt. Zumal jeder Hütchen setzen kann - es kommt darauf an, wie du richtig coacht. In deinem Fall achte primär darauf, zu helfen, so gut Du kannst und immer motiviert zu sein, die Begeisterung für den Sport auf die Kinder zu transportieren.


    7Heby

    Naja, ich bekomme mittlerweile nach den Turnieren von den Eltern erklärt, was ich alles falsch gemacht habe und nahezu jedes Mal werde ich drauf hingewiesen, dass
    a) Spieler X zu lange gespielt hat ("Der kann ja schließich nix") und dass
    b) ich bestimmt Spieler auf Positionen einsetze, auf denen sie nicht so gut sind wie auf anderen ("Also Vorne schießt der Nur Tore und du lässt den hinten spielen??")


    Kannten die so bisher nicht.



    Nur mal so, ich bin auch noch recht jung (19): Wenn ein Elternteil meint, in meine Tätigkeit als Trainer einzugreifen, würde ich ihm verdeutlichen, dass ich die Mannschaft jede Woche trainiere und dementsprechend das Recht habe, so spielen zu lassen, wie ich es als richtig empfinde. Eltern, die das nicht verstehen, würde ich mit Einverständnis des Vereins bitten, vom Platz fernzubleiben (sicherlich schwieriger, falls das Elternteil als Fahrer eingeteilt ist). Wichtig ist, das Kind nicht aufgrund des Verhaltens der Eltern zu "bestrafen". Das Stichwort "natürliche Autorität" ist in diesem Fall treffend.


    Zum Thema: Der Lohn jedes Ehrenamtlichen ist Anerkennung. Diese Anerkennung fehlt sehr oft. Die Tätigkeit eines Ehrenamtlichen wird als selbstverständlich erachtet. Anerkennung erntet man in der s.g. Leistungsgesellschaft nur, wenn man Erfolgt hat. Aus Sicht der meisten Eltern, wenn man oben in der Tabelle steht. Halte weiterhin daran fest, unabhängig der Ergebnisse, die Mannschaft auszubilden. Falls du derzeit keine Geschenke oder Lob erhältst, wird man dir später dankbar sein, wenn der Sohn z.B. mit beiden Füßen schießen kann.


    7heby