Ich sage auch nur rotieren, rotieren.
Ich habe damals den 98er Jahrgang in der F1 übernommen, wenig richtiges Training vorher. Zweistellige Niederlagen waren teilweise die Folge.
12 Mann-Kader. Mit 10 Mann zum Spiel. Immer im Wechsel. Das heißt jeder machte im Rhythmus 5 Spiele und pausierte dann eins (natürlich mit Ausfällen nie ganz gepasst).
Jedes Spiel einen anderen Keeper. Im älteren E-Jugend-Jahr hat sich dann ein "echter" Keeper herauskristallisiert, das ist er auch heute noch. Da er lange im Feld war, fußballerisch aber auch sehr ordentlich dabei.
Wir haben immer mit 3:3 gespielt.
Pro Spiel haben wir immer 3 3er Reihen gebildet.
Jede Reihe spielte insgesamt 2/3 des Spiels. Davon nochmal im Wechsel als offensive und als defensive 3er Reihe. Immer wieder rotiert, in unregelmäßigen Abständen. Haben aber darauf geachtet, dass die Zeiten eingehalten wurden.
Sicher gab es damals ergebnistechnisch Haue gegen Teams, die mit 2-3-1 oder solche Späße gespielt haben.
Im Laufe der Zeit wurde der Rückstand wettgemacht und aufgeholt. Heute spielt die Mannschaft, die ich leider nicht mehr traininere (Grundsatz bei uns im Verein: kein Trainer länger als 3 Jahre eine Mannschaft) C1 und ist mit voller Punktzahl Tabellenführer der Kreisleistungsliga.
Der Verein, der in der F alles gewonnen hat, spielt jetzt im unteren Mittelfeld. Die Stürmer stehen stur vorne herum, das Spiel ist stupide ausrechenbar und die Verteidiger sind als "Positionsidioten" nur schwer in der Lage, mal den Ball durch die Reihen laufen zu lassen oder gar das Spiel auszubauen.
Was ich damit sagen möchte. Beim Konzept mit dem Rotieren bleiben... Ergebnisse wegblenden (sollen die doch so ihre Spiele gewinnen) und die Mannschaft flexibel entwickeln lassen. Richtungsweisend denken. Die Spieler werden es dir irgendwann danken!