Beiträge von Dobrin

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    tom, Zodiak


    Manchmal schaue ich bei Vereinen vorbei, wenn die Herren (1. Manschaft) spielen. Das tue ich natürlich nur dann, wenn kein Eintritt verlangt wird. Immer wieder kommt mir die Frage hoch, weshalb die Herren nicht selbst den Platz pflegen. Ganze Rasenstücke fliegen weg beim verzweifelten Versuch den Ball zu treffen. Das Aushängeschild schafft es nicht über die volle Länge, meine Aufmerksamkeit zu binden. Habe ich dagegen besseres zu tun, so lasse ich mir solche Spiele ohne Bedenken entgehen.
    Eigentlich sieht das ganze in etwa so aus:
    - Erste Bundesliga ist interessant. Aus finanzieller Sich wird hier de facto kein Geld produziert. Es wird lediglich ein Teil davon entweder von Sponsoren, oder von Zuschauern abgezweigt. Wenn wir hier über die Werbung nachdenken, dann schlägt sich diese Investition auf die Endpreise von den unterschiedlichsten Produkten auf. Trotzdem wird das in Kauf genommen, die Zuschauer fibern mit.
    - Zweite Liga kommt nah dran. Auch hier konkurriert manchmal ein Derby mit einem guten Spiel aus der ersten Liga. Aus finanzieller Sicht läuft es ähnlich, manchmal sogar besser als bei manchen Vereinen aus der ersten Liga.
    - Dritte Liga fängt schon an, meine Geduld zu strapazieren. Ich nenne das aber trotzdem Fußball, weil dies immer noch von der Industrie hofiert wird. Auch haben die Vereine in diesem Bereich eine gute Jugendarbeit.
    - Unterhalb der dritten Liga ist es schon lächerlich. Nachdem die Fußballindustrie eh Milliarden verschlingt, die im Prinzip Energiekonsum bedeuten, gibt es in diesen Bereichen eigentlich schon keine glaubwürdige Erklärung mehr für diese Verschwendung. Es gibt teilweise Eintrittskarten und kaum Gegenwert. Der Fußball ist müde und schlecht. Die Spieler haben teilweise die Einstellung eines Stars, sind manchmal überheblich und haben kein Bock. Sie denken nicht daran, dass die Zuschauer Eintrittskarten bezahlt haben, um Einsatz und Willen zu sehen. Hier, würde ich sagen, ist eine Investition in Jugendarbeit die bessere Alternative. Vielleicht bräuchten die ganzen Profivereine keine Spieler mehr aus Afrika, wenn es genug davon im Inland gibt und, warum nicht, vielleicht ließen sich die Zuchtfrüchte auch ins Ausland verkaufen ;)

    Warum ein 7jähriges Kind ein intaktes soziales Umfeld braucht?

    Die Frage meinst Du nicht ernst, oder?

    Nein, nicht doch. Warum soll das abgebende Verein als intaktes soziales Umfeld definiert werden, und nach welchen Kriterien? Ich habe das Gefühl, dass die Übernahme durch einen stärkeren Verein hier als quasi schlecht dargestellt wird. Diese Argumentation kann ich nicht verstehen

    Und 7-jährige Kinder gehören in ein intaktes soziales Umfeld.


    Schwachsinn zu behaupten an einem Kind mit 7 Jahren man könnte relevante Talentkriterien erkennen. Das ist brutalste Schrotschußtaktik. Sonst nix.

    Profivereine bilden auch aus. Stell dir das vor, so eine Unverschämtheit, wo doch die Breitensportvereine absolut "sauber" sind. C'mon, das glaubst du doch nicht im ernst oder?
    Ja, die Kinder unterscheiden sich. Manche zeigen eben mehr und dann werden sie geholt. Manche werden aussortiert, andere kommen dazu, einige bleiben, manchmal für eine lange Zeit. Wo ist das Problem? Aber alle, die schon mal dabei waren, erzählen, wie toll diese Zeit war. Das behalten die Kinder in Erinnerung. Die Möglichkeiten habt ihr im Breitensport doch gar nicht und vor allem, warum soll der FC Schieß-mit-Wut-in-den-Baum besser geeignet sein als ein Profiverein?


    Übrigens:


    http://www.youtube.com/watch?v=V0oNNt7d1gY
    http://www.youtube.com/watch?v=x6Q1ShKWoJ0&feature=related


    Ihr könnt euch die Finger wund danach lecken. Kann einer von euch Breitensporttrainer irgendetwas diesem Jungen zeigen? So mal ...für sein Technikportfolio. In Philosophie scheint sich jeder gut auszukennen

    Kurz, prägnant, korrekt!


    @all: lasst mal die Drähte ruhen, die nach euren Einsichten heiß laufen sollten, lasst mal die Beschwerden und denkt einfach pragmatisch. Der Beitrag oben zeigt genau den relevanten Punkt. Talente gehören in die Vereine, die etwas damit anfangen können. Das können die Breitensportvereine nicht

    Das stimmt: Geld, Korruption, Menschenverachtung, Doping, Lügen, Macht, Politik all so Sachen halt ...


    Persönlich halte ich den Breitensport für das ehrlichere Ding.

    Es geht hier eigentlich nicht um die Ehrlichkeit. Wo geht es übrigens ehrlich zu, wenn das Geld im Hintergrund steht?
    Ich würde aber die Sache umgekehrt betrachten. Stell dir vor du bist der Vereinsleiter und 200 Kinder stehen vor dir und fragen, warum die Herrenmannschaft in der BOL einen Honorartrainer haben darf, während die Jugendmannschaften durchgehend von ehrenamtlich bestellten Leuten betreut werden. Was erzählst du ihnen? Dass die Herrenmannschaft mehr Aufmerksamkeit verdient? Mann die sind doch nichts wert, so einfach ist das. Wie ich schon sagte, der Fußball fängt an ab der 3. Liga, das zieht auch viel mehr Zuschauer an und damit auch Sponsorenkreise usw. Darunter spielen die verträumten. Für mich gibt es keinen einzigen vernünftigen Grund, weshalb bezahlte Honorartrainer die Bierbäuche gegen Bezahlung betreuen sollten ;)

    Ach ja, zum Thema Wert: hier gibt es unterschiedliche Blickwinkel, da die Bedeutung aus Zuschauer- oder Sponsorensicht eine ganz andere ist als die Bedeutung aus persönlicher Sicht. Wenn die Breitensportler und eigentlich aus meiner Sicht alles, was sich unterhalb der 3. Liga bewegt, einen Wert darin sehen, dann ist das nur ihre persönliche Sicht in Verbindung mit dem eigenen Spaß. Weiter hoch zieht der Fußball immer größere Kreise. Dort beginnt die Wertigkeit, eine andere Bedeutung zu haben.

    Die Polemik hat manchmal auch mit Argumentation zu tun. Obwohl ich in deiner Antwort keine Spur davon sehe, gehe ich trotzdem darauf ein. Punktuell:
    1) Das Recht für die Aussage hat etwas mit der Meinungsfreiheit zu tun. Weitere Details sind nicht notwendig, oder?
    2) Wenn sich die Beine der Herren im Weg stehen, hat das schon längst nicht mehr mit dem Trainer zu tun. Dahinter steckt eine lange Vorgeschichte. Es ist vielleicht die Talentlosigkeit aus der frühen Kindheit, oder der mangelnde Wille aus der selben Zeit, oder was auch immer. Ab einem gewissen Alter ist das aber auch nicht mehr relevant und auch nicht mehr korrigierbar.
    3) Neid oder persönliche Enttäuschung ist das sicher nicht. Das ist einfach nur eine Spekulation, wahrscheinlich aus der selben Wut, die du in deiner Antwort offenbarst.
    4) Spielst du noch selbst? Bist du irgendwie enttäuscht?

    Dobrin: Da ist viel Wahres dran was Du schreibst. Allerdings formulierst Du recht drastisch - was mir auch nicht fremd ist ;)


    In den unteren Klassen trifft sich halt einfach wirklich jeder, der organisiert gegen den Ball treten möchte. Das ist auch gut so. Dafür sind diese Strukturen da. Ich sehe das aus sportlicher Sicht eher so, wie die Männer/Frauen, die sich während der Woche Vormittags 2x zum Tennisspielen treffen, anschießend noch kurz was zusammen trinken und am Wochenende zu Jedermann-Turnieren fahren oder in der 2./3./4.

    Paul, ich verstehe dein Standpunkt, den ich übrigens auch selber teile. Mir geht es hier einfach nur um bezahlte Trainer in dieser Konstelation. Selbstverständlich soll jeder Sport treiben und auch Spaß daran haben. Solange das Wort Trainerhonorar in diesem Zusammenhang nicht auftaucht, ist es ja auch i.O.


    Es gibt Menschen, die tun etwas, was sie nicht so gut können. Sie können es aus verschiedenen Gründen nicht so gut, sei es...das sie behindert sind, sie noch klein sind oder ein nicht so großes Talent haben. Diese Menschen -ob Spieler oder Trainer- haben bei ihrem schlimmen unnützen unbrauchbaren Tun oftmals viel mehr Spass, als die Talente, die manchmal von narzisstischen Trainer die nur für ihr persönliches Seelenheil aggieren ....bedient werden. Dort müssen sie wie Marionetten leben und es wird ihnen noch angesagt, wann sie wie tief einatmen und ausatmen sollen. Wobei ich sagen muß, dass diese Phänomen auf breiter Ebene zu finden ist.


    Ich bin der Ansicht, dass das was im Sport -egal wo und wie- bei sicherlich oftmals mangelhafter Ausführung dennoch soooo positiv zu bewerten ist, das man es in Zahlen und Wort nicht erfassen kann. DAS, genau DAS ist etwas wert! Diesen Wert erkennen manche nicht oder vergessen ihn und DAS hat auch Gründe.


    Schönen Sonntag noch. ?(

    Andre, die Antwort an Paul's statement passt hier auch.

    Hallo zusammen


    Ich habe ein riesen problem. Ich trainiere die F Jugend eigentlich mit riesen Spaß.
    So beim training klappt alles nur dann wenn Samstags unsere spiel da sind vergessen aufeinmal die Kinder das decken der Gegner und das Angreifen. Als wie die versteinert vor den stehen und die laufen da hinter her.
    Wer kann mir ein paar tips und anregung geben wie ich das abstellen kann?

    Das sind zu wenig Informationen, deshalb hier einige Spekulationen.


    1) Manchmal gibt es gute Techniker, die aber etwas zu scheu sind. Im Spiel können sie ihre Tehnik nicht abrufen. Sollte die Mannschaft in festen Rollen geteilt sein (Verteidiger, Angreiffer) und sollten eben solche Spieler als Angreiffer aufgestellt sein, so blockiert das ein ganzes Konzept


    2) Vielleicht reden die Kinder untereinander und die Angst wird von einem oder mehreren in die Mannschaft transportiert. Du solltest die Ohren zuspitzen


    3) Eventuell hast Du den Kindern Hinweise gegeben, die kontraproduktiv wirken. Ein Beispiel wäre auf das Thema Verteidigung zu oft und penetrant hinzuweisen


    4) Lenkst Du die Mannschaft im Spiel? Wen ja, lass das gut sein. Das gleiche gilt auch für zu engagierte Eltern


    5) Betrachte noch ein Mal die Inhalte deiner Trainingseinheiten. Vielleicht kannst Du auch etwas hier darüber erzählen


    Dass eine gesamte Mannschaft scheu ist, ist schwer vorstellbar. Das würde die Statistik an ihre Grenzen treiben. Also, mehr Infos...

    Horst Wein...der Fußballspezialist. Das ist gut! :D


    Versuch folgendes: bilde mit Hütchen zwei Bahnen links auf dem Spielfeld und rechts auf dem Spielfeld entlang der gesamten Seitenlinie. Platziere dort jeweils einen Spieler von jeder Mannschaft (Wandspieler). Sie sollten angespielt werden, dürfen rauf und runter mit dem Ball laufen, dürfen aber von den Feldspielern nicht angegriffen werden. Das macht das Spiel breit.
    Variation: wird der Wandspieler durch einen seiner Feldspieler angespielt, so tauschen sie sich aus => Rotation

    Im einfachsten Fall haben die Kinder kein Talent. Damit wären jegliche Aktivitäten in dieser Richtung die absolute Zeitverschwendung und nein, bessere spielerische Qualität kommt nicht von ganz allein, wie jemand hier gerne postuliert. Die Frage ist nur, bist du sicher, dass du diesen Sachverhalt wirklich korrekt einschätzen kannst? Hast du ein Auge dafür, Veranlagung zu erkennen?
    Gibt es dagegen Interesse, Willen und gute motorische Eigenschaften, dann ist das Training eine Herausforderung. In diesem Fall brauchen die Kinder aber einen wirklich guten Trainer.
    Generell ist aber tatsächlich so, dass sich talentierte Spieler nur in einer fördernden Umgebung entwickeln können. Wenn alle Spieler in einer Kindermannschaft gut sind, dann lernen sie unheimlich schnell voneinander, sie bringen sich gegenseitig Techniken bei und ziehen sich damit auch gegenseitig hoch. Wenn der o.g. einfachste Fall zutrifft, dann sollen die 2 F-linge, vorausgesetzt sie sind wirklich talentiert, mit höchster Geschwindigkeit einen anderen Verein suchen. Mit Tempo, wie man so schön sagt :D

    Hallo Schimansky,


    ehrlich gesagt verstehe ich nicht genau, was du willst. Eine Menge Fragen hast du selber gestellt und eine Menge punktuelle Antworten hast du von Anakiny z.B. auch erhalten. Persönlich finde ich diese Antworten gut, auch wenn vielleicht nicht detailiert genug dargestellt. Das stellt dich scheinbar unzufrieden, du fühlst dich irgendwie angegriffen und das ist nicht nachvollziehbar, da du selbst diese Fragen formuliert hast.
    Du redest hier über zwei Dinge :
    1) System, Ordnung, Dreierketten
    Offensichtlich teilt niemand Deine Meinung. Ehrlich gesagt ich selber auch nicht
    2) Eigenkönnen
    Darauf gab es Antworten (Anakiny).


    Vielleicht versuchst Du eine Struktur in Deine Gedanken zu bringen?

    Was bedeutet hier Jahrgangstrainer? Ist es so zu verstehen, dass ein Trainer z.B. nur die E-Jugend trainiert? Wollt ihr eventuell auch die Mannschaften jahrgangsorientiert aufstellen?
    Wenn das so gemeint ist, dass ein Trainer nur eine bestimmte Jahrgangsstufe immer wieder übernimmt, dann ist das an sich keine schlechte Idee. Mit der Zeit lernt der jeweilige Trainer alle Eigenheiten der jeweiligen Jahrgangsstufe, er sammelt Erfahrung und verbessert sich dabei. Die Qualität des Trainings nimmt zu. Das kenne ich auch so aus meiner eigenen Erfahrung. In meiner Jugend habe ich 7 Jahre lang eine Fußballschule besucht. Zusätzlich waren wir stets auch jahrgangsorientiert aufgestellt. Auch diese Idee hat einen gewissen Charme, allerdings geht es in solchen Fällen um Fußballfabriken, die Spieler züchten, um sie dann auch zu verkaufen. Eine derartige Aufstellung ist in gewisser Weise einheitlich, was den Körperbau und die dem Alter entsprechenden Fähigkeiten angeht. Wenn die Spieler im Vorfeld auch selektiert werden, dann gibt es in Kombination mit einem guten Trainer ungeahnte Möglichkeiten. Für Amateurvereine ist das mesitens aber nicht umsetzbar, also nehme ich hier einfach mal an, es handelt sich nur um Trainer, die nur eine Jahrgangsstufe trainieren. Ob diese damit einverstanden sind, steht es auf einem anderen Blatt. Ich habe sehr oft das Gefühl, dass sich viele eher um das eigene Image kümmern als um die eigentliche "Wurst", die Kinder.
    Wie auch immer ein Konzept am Ende aussieht, es muss von allen getragen werden. Aus diesem Grund ist es, wie eigentlich in jeder vernünftig funktionierenden Domäne, das Produkt der Zusammenarbeit, z.B. in Form eines "Brainstormings". Ich habe etwas recherchiert und einige Beispiele gefunden:


    http://www.tsv-tettnang-jugendfussball.de/konzept1.htm
    http://www.tv-unterboihingen.d…Jugend_Ausgabe_5_2011.pdf


    Ich habe beide Konzepte etwas näher (nicht aber ausgiebig) betrachtet. Beim ersten Blick fällt auf, dass das Konzept von , das erste also, konzeptlos ist. Das ist schlichtweg Schrott! Ich wüsste z.B. nicht, was mich persönlich dazu bewegen könnte die Ausbildung eines Kindes einem solchen Verein anzuvertrauen. Hierzu möchte ich aber präzisieren, dass ich beide Vereine nicht kenne.
    Das zweite Konzept, von Unterboihingen, sieht eher nach einem Konzept aus. Ab Seite 20 werden z.B. einzelne Fertigkeiten entsprechend der Jahrgangsstufe aufgelistet.
    Beide Konzepte beinhalten teilweise identische Sätze. Das vermittelt mir persönlich den Verdacht, dass in die Erstellung des zweiten Konzeptes zwar eine Menge Arbeit gesteckt wurde, aber u.U. das ganze Ding nicht wirklich gelebt wird. Auch das habe ich öfters gesehen. Es kann sein, dass der Jugendleiter eine Menge Spaß damit im Hinterkämmerchen gehabt hat. Wenn er das aber ohne seinen Trainerstab geleistet hat, dann ist das ein gutes repräsentatives Ergebnis für die Schublade. Das muss in diesem Fall nicht zwangsläufig sein. Der Zweck ist nur, auf die Wichtigkeit der Zusammenarbeit hinzuweisen.


    Wenn ich selber die Erstellung eines Konzeptes moderieren müsste, würde ich besonders viel Wert auf die Aufschlüsselung der einzelnen Fertigkeiten legen. Ich würde sowohl die DFB-Richtlinien betrachten, die ich bislang überhaupt nicht kenne, :D als auch mit den einzelnen Trainern über deren Erfahrungen in der Praxis reden. Durch eine derartige Diskussion erwarte ich, dass die Schwächen entdeckt werden, die dann jahrgangsspezifisch zu beheben sind. Dazu werden im Konsens die Maßnahmen identifiziert und die Verantwortlichkeiten dazu definiert. Die Stärken können wiederum zum Vorteil der Spieler genutzt werden.
    Jetzt komme ich wieder zu meiner Erfahrung aus de Fußballschule zurück. Das Training war in 3 Teile strukturiert: Aufwärmphase, individuelle Technik, Spiel/Taktik. Außerhalb dieser Einheiten gab es Koordinations-, Konditions- und Krafttraining (ältere Jahrgänge) mit den entsprechenden Sportlehrern und zwar gewichtet in Abhängigkeit von den Informationen, die aus dem Training gesammelt wurden.
    Ein wichtiges Teil aus dem ganzen Konzept ist die individuelle Technik gewesen. Dazu gab es einzelne Stationen für die jeweilige Thematik: Passen, Stoppen, Kopfball, Schusstechnik, Flanken usw. Diese wurden jeweils von den Trainern betreut, die in den einzelnen Thematiken spezialisiert waren. Die Gruppenbildung innerhalb der Mannschaft war in der Grundlagenphase nach Schwächen sortiert. Es ist auch öfters passiert, dass teilweise auch Kinder von älteren Jahrgängen dabei waren, um bestimmte Übungen zu absolvieren. Das Problem hat hier immer zwei Seiten. Einerseits die Technik beibringen und andererseits das gelernte zu festigen/behalten.
    Wichtig ist es, denke ich, wenn das Konzept erstellt wird, dass die Trainer ihr Senf dazu geben. Des Weiteren sollte auch die augenblickliche Situation berücksichtigt werden. Welche Kinder gibt es, mit welchen Fähigkeiten usw. Auch ist das Konzept ein lebendiges Leitdokument, zu jeder Zeit, so zu sagen, anpassungsfähig.
    Ein letzter Punkt, was aber meinen persönlichen Geschmack darstellt, wäre die einzelnen Fähigkeiten mit Links zu entsprechenden Videoaufnahmen zu versehen, eventuell auch zu einer durchdiskutierten Übungsliste. Das versetzt jeden Trainer in die Lage, strukturiert zu arbeiten.
    Wie auch immer letztenendes das ganze Thema betrachtet wird, solltet ihr wissen, dass komplexe taktische Übungen nur dann erfolgreich durchgezogen werden können, wenn die Spieler die Grundlagen beherrschen. Ist das nicht der Fall, so könnt ihr noch und nöcher die jeweiligen Übungen wiederholen, es läuft immer wieder schief. Man hört immer auf dem Fußballplatz "genauer passen"...was extrahiert ein Kind aus dieser Anforderung?

    Dobrin, danke für dein Beitrag:
    Es ist meiner Ansicht nach völlig egal ob wir uns nun auf den Einsatz der "guten" Spieler einlassen oder darauf "verzichten".
    Irgendwo wird eine Seite immer etwas zu Meckern haben und Austritte aus dem Verein könnten der Fall sein, wobei ich die
    Jugendlichen und deren Eltern von unserer Seite aus kenne und diese voll hinter mir stehen.
    Ich möchte aber die Familien des anderen Vereins nicht ausschließen, kenne diese aber eben nicht so genau, bzw. die meisten.

    Genau das kannst Du mittels Entscheidungsmatrix ermitteln.
    Das andere Problem, das sich fast immer in Verbindung mit Spielgemeinschaften ergibt, kann ich irgendwie nicht ganz nachvollziehen. Es geht um die Konkurrenz, die immer noch zwischen den einzelnen Vereinen existiert. Als ob nicht die Kinder im Mittelpunkt stehen würden, sollten, müssten, sondern die Interessen der einzelnen Vereinen. Alle versuchen dabei die kurze Decke zu sich zu ziehen. Genial!

    Kinder sind sogar versichert, wenn sie nicht bei euch angemeldet sind. Wichtig ist aber, dass sie bei einem anderen Verein Mitglied sind, der wiederum zum Landessport Bund gehört. Das könnte sogar ein Schach-Verein sein.


    Sicherlich hat diese Regel ihre Berechtigung. Aber muss man einen F-Jugendlichen wirklich vor körperliche Überlastung schützen? Gehen die meisten Jungs nicht direkt nach dem Spiel mit ihren Freunden auf den nächsten Bolzplatz und kicken da weiter?
    Ohne Trinkpause, ohne ne tröstende Mutter?

    Doch das tun viele Kinder, das kann jedoch nicht verallgemeinert werden. Die juristischen Aspekte sollten aber auch geklärt werden.

    Das ist die ewige Talentfrage. Wer entscheidet, was "Abfall" ist und was nicht? Es gab bereits mehrere Diskussionen darüber und die Idee war die, dass der DFB den Trainern nicht unbedingt vertraut. Deshalb z.B. sollten alle Kinder gleiche Spielzeit bekommen. Auf der anderen Seite die guten Spieler, die sich als solche im Laufe der Zeit auch gegenseitig anerkennen, wollen stets miteinander spielen, bilden innerhalb der Mannschaft auch Grüppchen und schließen die "schwächeren" automatisch aus. Ja, Kinder können grausam sein, aber wenn sie selbst stets 100% dabei sind und merken, dass einige völlig desinteressiert auftreten, dann reagieren sie auch so. Nun verständigen sich die Trainer, dass die 2 Mannschaften doch durchgemischt werden sollten, weil vielleicht auch die Eltern eine gewisse Durchschlagkraft im Verein haben. Was wird passieren? Werden die schlechten besser? Was tun die guten?
    Diese Fragen kann kaum jemand aus der Ferne, passend für diesen Fall, beantworten. Das hat auch viel mit der Erkennung der Talente zu tun. Manche zeichnen sich als solche ziemlich früh, andere sind wiederum Spätzünder. Man sollte deshalb eigentlich nur von Potentialen reden. Von Motorik, Interesse für Sport allgemein usw.
    Welche Entscheidung zu diesem Problem auch immer getroffen wird, sei es aufgrund der Vereinspolitik oder wie auch immer, diese führt auch zu bestimmten Konsequenzen. An Deiner Stelle würde ich eine Entscheidungsmatrix aufstellen. Welche Spieler sollten in die D2 mithelfen, wie nehmen diese Spieler die Entscheidung auf, welche Potentiale aus der D2 könnten eventuell zu mehr motiviert werden, besteht überhaupt diese Chance, also wie sieht im Prinzip ein möglicher Ausgang aus. Hier gilt es auch zu betrachten, was aus den guten Spielern durch diese Maßnahme wird. Möglicherweise entwickeln sie sich auch nicht optimal.
    Auf der anderen Seite steht die zweite Möglichkeit mit der Trennung nach hoffentlich richtig erkannten Potentialen zur Verfügung. Wie sehen hier die Konsequenzen aus, gibt es eventuell später Austritte...

    Ich finde das Thema auch interessant, zumal mein Sohn dieses Jahr auch einen Wechsel hinter sich hat. Die Ausbildungsentschädigung ist eine vornehme Umformulierung für Geldmacherei und die Sperre ist das Werkzeug dazu. Kein vernünftiger Mensch auf diesem Planeten kann wirklich schlüssig argumentieren, dass die Sperre zum Schutz des Spielers verhängt wird. Schutz wovor?
    Die gesamte Regelung des Wechsels ist absoluter Quatsch. Einerseits sollte man über Entschädigungen und derartige Sachen nur dann diskutieren dürfen, wenn Verträge im Spiel sind, was hier durchgehend bis zum Profibereich kaum der Fall ist. Auf der anderen Seite ist es nicht so, dass Kinder/Jugendliche ständig nur das Thema Wechsel im Kopf haben und dadurch unruhige Nächte. Nein, das System schütz sich selbst vor Wechselflut. Meistens sind die Alternativen zu weit, oder die Freunde spielen in einem bestimmten Verein und nicht jeder ist talentiert genug, um zu einem höher spielenden Verein zu wechseln. Gerade aber die talentierten sollten nicht aufgehalten werden und die trifft es am meisten. Das nennt man erst recht Ausbildungsverhinderung.


    Sagt mir nicht, dass die Kinder etwas davon haben. Nicht in dieser Branche ;)