Genau den letzten Satz hatte ich ja gesagt. Ich sehe die Dinge nie so einseitig, wie du es "für mich" oben darstellst: wodurch es aber komplex wird! Denn wieso kommen nur deine 40 von 1000 (wobei mich interessierte, wer die 30 Nichtmitglieder waren!)? Zu Elterntreffen des Teams kommen ja mehr: da geht es reell u. konkret um ihre Dinge, sie dürfen mitreden, fühlen sich so auch im Miteinander. Die HVs aber sind sehr dröge, schon die Tischordnung o. Agenda macht jedem klar: hier geht es um die oben am Tisch, die von Anfang an dominierend das Sagen haben, alles bestimmen, die Posten schon vorher unter sich aufgeteilt haben etc.
Kicker, ich finde sogar, Du siehst die Dinge extrem einseitig. Und zwar ausschließlich aus Deinem persönlichen Erfahrungsschatz heraus. Nach dem Motto, "bei mir war es damals so, deshalb ist es überall anders auch so.".
Bei der HV geht es auch reell um aller Mitglieder Dinge, auch dort kann man mitreden, sich im Miteinander fühlen und mitentscheiden. Ja klar, bei DIR im Verein ist es nicht so...
schon die Tischordnung o. Agenda macht jedem klar: hier geht es um die oben am Tisch, die von Anfang an dominierend das Sagen haben, alles bestimmen, die Posten schon vorher unter sich aufgeteilt haben etc.
Siehste, die Agenda war bei uns so, dass die üblichen Dinge, wie Entlastung, Berichte, Neuwahl, Kassenbericht etc., die abgehandelt werden müssen, abgehandelt wurden. Und anschließend gab es den TOP "Sonstiges", wo jeder Anträge einbringen konnte. Wortmeldungen waren jederzeit möglich. Die Vorstandsmitglieder saßen an einem Tisch in der Mitte des Raums, wir anderen drum rum. Schon klar, bei DIR im VErein ists ganz anders, aber deswegen ist es nicht überall so.
Sicher sind viele auch schlicht zu träge o. faul, um hinzugehen, aber die Abschreckungsmanöver unterstützen dies nach Kräften. Von formalen Einladungen sollte man sich da nicht täuschen lassen! Ich wollte zweimal als Gegenkandidat antreten, wurde aber schon im Vorfeld so eingeschüchert und freundlich gewarnt, dass ich es ließ - und dann gar nicht mehr zur Vereinsmeier-HV ging.
Also, bei uns hats früher im Verein öfter mal ordentlich gerumpelt, inklusive Kampfabstimmungen usw. Dass bei uns und anderen Vereinen möglicherweise keine Abschreckung nötig ist, weil es gut läuft, kommt Dir nicht in den Sinn, denn bei DIR ist es ja ganz anders.
Da hatte man sein Ziel erreicht, wobei ich ohne viel intrigantes Mobilisieren Dritter, eben "Wahlkampf", der mir nicht liegt, eh nie auf Basis von einem Konzept oder Argumenten gewählt worden wäre: denn darum geht es nicht, soll es nicht gehen, daher gibt's dafür schon gar kein Redezeit.
Möglicherweise fehlt es Dir an der nötigen Diplomatie? Am richtigen Umgang mit anderen? Wahlkampf muss nicht intrigant sein. Sähe ich die Notwendigkeit, etwas zu verändern und ich wollte kandidieren, dann müsste ich halt vorher entsprechend mit den Leuten sprechen. Und wenn man genügend andere findet, die der gleichen Meinung sind, dann klappts auch. Wenn nicht, muss man sich auch mal selber hinterfragen.
Spaß macht's so ja nicht, daher gehen wohl auch eher nur Spaßbremsen hin, Geld gibt's auch nicht, also haben Profis bestenfalls Eigeninteressen als Motiv u. sonst zieht's oft nur Profilneurotiker in diese Kreise (sorry, ist keine abwertende Verallgemeinerung, nur persönlicher Erfahrungswert aus dieser Politik: Überzeugungstäter werden eher schon vorher kaltgemacht bzw. zum Theoretiker)... Na ja, muss idir ja sicher nicht wirklich erklären, wie's läuft. Selbst schuld - dies einfache Urteil lehne ich so ab! Für sensibler Inspirierte ist Verein eher nichts, will man nicht in der Klapse landen...
Oh Gott, jetzt ist es also raus. Ich bin eine Spaßbremse. Da nutzt es auch nicht, wenn Du schreibst, es sei keine abwertende Verallgemeinerung. Denn so wie Du es schreibst, ist es ebendies.
Dass es Vereine gibt, wo tatsächlich Überzeugungstäter Vorstände sind, kannst Du Dir nicht vorstellen, weil bei DIR ist es ja nicht so.