Beiträge von paulwurf_mauli

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    siebener


    Das finde ich jetzt stark übertrieben. Eine Fahne ist eine Fahne und eine Hymne eine Hymne. Ich kann da nichts negatives finden. Den "Stolz" finde ich prinzipiell auch nicht falsch, ich würde es anders ausdrücken. Ich freue mich zum Beispiel, dass mich das Zufallsprinzip nach Deutschland verschlagen hat und nicht beispielsweise nach Äthopien, Osttimor oder Kolumbien. Stolz empfinde ich nicht, weil ich nur stolz sein kann auf erbrachte Leistungen, die Geburt an einem bestimmten Ort rechne ich mir jetzt nicht an. ;)


    Die Frage ist doch, wie das "stolz" gemeint ist, und Stefan meint es sicher nicht so, wie die Dumpfbacken mit den entsprechenden Aufnähern und Plakaten.

    TRPietro


    Für mich sind die Spieler keine Migranten, sind ja fast alle hier geboren. Bei einem Klose oder Podolski käme ich nie auf die Idee, dass die Polen sind.


    Podolski sehe ich schon länger als nicht mehr so stark an, der ist sehr limitiert in dem was er spielen kann. Vielleicht gibt ihm ja der Wechsel zu Arsenal noch mal einen Schub.

    Es ist nicht nur in Deutschland "schwierig". Bei den Iren zum Beispiel singt auch etwa die Hälfte nicht mit, weil es sich da um Spieler handelt, die großelterlicherseits noch Iren sind, und deshalb spielberechtigt, aber beispielsweise Schotten sind. Da ich nicht so sehr darauf geachtet habe, wer mitsingt, kann ich nichts dazu sagen, wie es bei den anderen Ländern so ist. Ist mir aber auch schnuppe. Wenn ich mich an meine Fußballfrühzeiten erinnere, also ab WM 1982, da sangen die "urdeutschen" Spieler zum Teil auch nicht mit, sondern haben ausdauernd Kaugummi gekaut.


    Und schließlich werden die Spieler ja fürs Spielen bezahlt und nicht fürs Singen. ;)


    Günter,


    ich sehe da überhaupt keinen Widerspruch. Es geht bei dem Umgehen mit Ergebnissen doch nicht um die Kinder, sondern um die Trainer.
    Die Kinder wollen meiner Erfahrung nach immer gewinnen und das ist in Ordnung so. Als Trainer vermittle ich den Kindern nicht, dass mir das Ergebnis egal ist. Das wäre fatal. Und ehrlich gesagt, das Ergebnis ist mir auch nicht egal, weil mir natürlich lieber ist, dass meine Jungs gewinnen.


    Die Frage ist aber, was tue ich, um ein gutes Ergebnis zu erreichen? Und hier ist es so, dass ich eben keine Stammmannschaft aufstelle, dass alle Jungs ihre Spielanteile kriegen. Dass ich auch mal Positionen wechsle. Ist jetzt alles etwas verkürzt dargestellt, Quintessenz ist: Gewinnen wollen ist überhaupt kein Problem, das "wie" ist entscheidend.


    Und im Training kann man doch auch Aufgaben so stellen, dass keiner immer nur verliert oder gewinnt.

    Wieder zwei schöne Erlebnisse gehabt:


    - letzten Samstag Auswärtsspiel, trotz kleiner Ortsrivalität alles sportlich fair und freundlich. Nach dem Spiel sprach mich ein Vater der Gastgeber an, wie schön er fand, dass alles so ruhig war, kein Geschrei von außen (obwohl es strittige Situationen gab).


    - Sichtungstraining für die D nächste Saison, einige Spieler aus der E-Jugend, die ich schon mal in E2 trainiert hatte, kamen auf den Platz und riefen freudestrahlend: "Ui, wirst Du unser Trainer?"


    Ich freu mich schon wieder auf die nächste Saison, obwohl die alte noch nicht vorbei ist. :]

    Zitat von »Sir Alex« Kriterien bei der Talentauswahl für mich
    So hatte ich mir das erhofft, danke!


    Kicker, Du hattest an anderer Stelle bemängelt, es würde keine nachlesbaren Kriterien geben. Mit dem Link zeige ich Dir eine Stelle, wo das geht.


    Wobei ich natürlich weniger auf das Übliche u. Äußerliche schiele, sondern daran interessiert war, wie man sich kindgerecht dem annähern kann, was nicht so einfach sichtbar bzw. messbar ist wie Schnelligkeit, die Physis, Technik, Teamgeist o. taktische Disziplin, also wie in der Schule Sozial- u. Arbeitsverhalten: doch welches hilft bei der Karriere - Anpassungfähigkeit o. eigener Wille etc. Beide ist irgendwie nötig, eine Art Mix. Und wie ist das zu berücksichtigen, was die für sich beanspruchte Visibilität behindert, eben irgendwann überwindbare Hemmungen, Ängste, psychosoziale Probleme. Ein Mensch funktioniert ja nicht nach Schema F, wie man ich das gern "objektiv" ausmalt... Und damit wird's schwierig, denn nun kann "Sichten" definitiv nicht maher Talenten als realen Kindern gerecht werden, da greift dein Punkt 5! Den würde ich ganz oben an stellen: man muss bereit sein, Talente als reale Menschen wirklich näher kennenzulernen, um sie fair beurteilen zu können. Wer über Jahre miserable Heimtrainer o. kontraproduktive bzw. gleichgültige Eltern als Leistungsbremen hatte, kann unter besseren Bedingungen im Vermögen plötzlich explodieren, der berühmte "Leistungssprung", den "man" sich nicht erklären kann, der sog. Spätentwickler, der zuvor eben unter Blockaden litt...


    "Innere Werte" wie Fairness, Wille, Disziplin sind bei einer Sichtung ebenfalls wichtige Punkte, werden in den Kriterien von Verbandsseite auch aufgeführt. Nur, wie soll man Dinge bewerten, die man nicht sieht? Ein Sichter kann nur bewerten, was er sieht, und das ist eben auch noch individuell verschieden. Hängt natürlich auch it der Qualität zusammen. Bei dem Stützpunkt, den ich hin und wieder besuche, ist es aber auch nicht so, dass da nur große, körperlich starke Spieler rumlaufen.


    All dies würde natürlich den Aufwand vervielfachen, all dies zu beachten, das ist wohl Ursache der Vereinfachung zulasten der realen Kinder, aber auch der hohen Fehlstreuung, d.h. Ineffizienz und Ressourcenverschwendung.


    Will man wirklich alle ausführlichst sichten und warten, bis sich wirklich beim Letzten erwiesen hat, ob er ein Talent ist oder nicht, dann hätten wir Tausende von Stützpunkten, einen für jeden Verein. Das ist schon allein eine Frage der Logistik.


    Zunächst kann u. muss man erstmal die eigene Schwierigkeit einsehen, mit etwa mehr Demut sich eingestehen, dass man kein Gott ist, Talente weder sichten noch machen kann, es mehr Probleme gibt, als man vor sich einräumen mag! Unbefriedigendes Ergebnis, sicher, aber ehrlicher als die übliche Praxis? Lesen wir im Link, dann sieht man, wie von oben herab "auf die Kacke" gehauen wird, man glaubt genau definieren zu können, was ein Spitzentalent ausmache: "Mit dem Talentförderprogramm setzt der DFB in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden ein Nachwuchskonzept in einer Dimension um, an die weltweit kein anderer Verband heranreicht. Die Zahlen sprechen für sich..." Ja, welch Zahlen denn, Erfolgzahlen? Nein: Teilnehmerzahlen, abgesehen davon, dass man nicht grundlos von Zahlen statt von Menschen prahlt! Einen vielfachen Olympiasieger Jesse Owens hätte da kein LA-Trainer mit dem A ansehen dürfen, da nichts aufs easy-looking-"Beuteschema" passte und doch war gerade er der geborene Siegertyp... Heute aber hätte er dank Förderer Null Chance, würde nur aussortiert u. es bliebe keine Option offen, sich selbst auszuwählen.


    Meine Güte, das ist ein Verband, natürlich übertreiben die. Der Großteil weiß auch, dass sie keine Wundertaten vollbringen können. Die anderen Hansdampfe gibts aber in allen Bereichen. Sollen sie schreiben, wir sind der DFB, wir haben wenig Ahnung und mit Glück finden wir mal einen guten Fußballer? Wie Du drauf kommst, dass Jesse Owens durchs Talentsichten fallen würde, interessiert mich jetzt. Ich behaupte, dass er es heute leichter hätte.


    Ich weiß, das ist schwer zu verstehen, wenn man nicht so indeterministisch wie ich etwa in Anschluss an den Neurobiologen Maturana denken mag (leider sehr komplex, vgl. www.maturanahaus.com). Muss nun leider schon pennen gehen, morgen geht die Denkarbeit weiter, um ein paar Dingen in dieer unfassbaren Welt ein wenig mehr auf den Grund zu kommen... Danke noch für die Eingeständnisse, wie wichtig Eltern doch bei der Talentsichtung/wahl sind, ohne dass wir nun streiten ollten, ob Kinder eher wegen nerviger Eltern o. fehlenden "Umschlägen" o. Vitamin B draußen bleiben müssen - im Prinzip fürs Kind im Ergebnis egal - oder die Irrelevanz eben möglicher Problemituationen (z.B. familiär) o. des o gern betonten "Fußballalters" (das, d.h. die Selbst-Entwicklungsfähigkeit, in der Praxis keinen kümmert, aber für mich am wichtigsten wäre, oder!?).


    Umschläge? Ich fürchte fast, Du meinst es ernst.

    Auf den Seiten des BFV kann man folgendes finden:


    http://www.bfv.de/cms/seiten/v…spitzenspieler_65845.html


    Habe gestern an einem Sichtungstraining vom Verein teilgenommen, da hatten wir Vordrucke vom Stützpunktsichtungstraining. Es gab verschiedene Stationen, bei jeder gab es Kriterien, die zur Erlangung einer Note von 1 - 5 beschrieben waren.


    Die Bögen haben wir nachher dem Jugendkoordinator gegeben, bei Interesse kann ich aber mit Sicherheit welche besorgen. Dann einfach PN an mich.


    Es kommt doch hier auch drauf an, wie die Regeln gelebt werden. Wenn mal ein Spieler aushilft, von mir aus auch mal ein Spieler aus D1 gegen einen bärenstarken Gegner in der D2 mitspielt, das ist m. E. in Ordnung.
    Wenn aber mal eine komplette D1 gegen eine D2 aufläuft, weil die D1 spielfrei hat oder so, das ist dann schlicht eine Sauerei, auch wenn es die Regeln hergeben. Und zwar nicht nur gegenüber dem gegner, sondern auch gegenüber den eigenen Spieler.


    Ich halte es so, dass ich meine Mannschaft habe, und die spielt dann auch. Egal, gegen wen.

    Solche Kurzschulungen sollten gerade zu Saisonbeginn für Neulinge verpflichtend werden.
    Da könnte man schon vieles erreichen.


    Anzumerken ist allerdings, dass es auch erfahrene Trainer gibt, denen so eine Schulung nicht schaden würde.

    Richtig, Don Quijote,


    ich hoffe auch auf Einsicht. Bei uns zumindest werden es auch (hoffentlich nocH) ohne FPL immer weniger Brüllaffen.


    Trotzdem interessiert mich, ob es da Möglichkeiten gibt. Und auch Deine Frage ist sehr interessant. Die kann man, glaube ich, auch auf den Spielleiter übertragen. Gibt halt Kinder, die sagen nichts und wenn dann ein klarer Regelverstoß begangen wird, greift man dann ein oder nicht?


    Uwe,


    ich habe zwar einiges über die FPL gelesen, aber ich finde irgendwie keine Sanktionsmöglichkeiten. Was passiert denn konkret, wenn die Trainer es nicht mit Abstand über die Bühne bringen? Gibt es Stichproben, ob Fanzone, Coachingzone etc. auch eingehalten werden?

    BeKLOPPt


    Na, wenn Du hier schon länger mitliest, dann kennst Du das mit dem Ehrgeiz ja. :D


    Du schreibst von Fragen? Bis auf das Trainingslager ist glaub ich alles beantwortet.


    Also, mit einer Truppe, die ich so gar nicht kenne, würde ich selbst nicht weiter weg fahren. Erstmal kennenlernen. Deshalb würde ich eher am Sportgelände zelten und auch das Training nicht übertreiben, sondern sehen, dass die neue Truppe und der neue Trainer zusammenwachsen. Habt Ihr ein Vereinsheim? Bei uns gibts immer Sonderkonditionen für die Mannschaften, also günstiges und gutes Essen, Getränke zum selbstkostenpreis, usw. Wenn ja, könntet Ihr den wirt mal fragen, sonst vlt. grillen oder Essen von den Eltern vorbereiten lassen.

    Schließe mich tobn an,


    würde ebenfalls eine dritte Mannschaft bevorzugen. Wenn Not am Mann ist, kann man sich ja mal untereinander mit Spielern aushelfen.


    Bezüglich der Mannschaftseinteilung haben Vereine oft eigene Vorstellungen. Manche teilen leistungsbezogen ein, manche nach Jahrgang. Ich bevorzuge die Einteilung nach Leistung, weil man so homogenere Mannschaften bekommt, die dann dem Anforderungsprofil (wenn nicht alle in der Gruppe/Staffel spielen) am ehesten gewachsen sind. Sollte es die Philosophie deines neuen Vereines sein, nach Jahrgang einzuteilen, wird es schwierig mit "Durchsetzen", da müsstest Du versuchen, zu überzeugen. Wenn das nicht gelingt, musst du dich an die Gegebenheiten anpassen oder bei einem anderen Verein trainieren. So etwas sollte man eigentlich im Vorfeld abklären, ob man zum Verein passt.


    Bezüglich des Ehrgeizes: Wie auch tobn hoffe ich, dass der Ehrgeiz sich hauptsächlich darauf bezieht, deine Spieler auszubilden.


    Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Freude an Deiner weiteren Trainertätigkeit!

    2. Gewinne ich den Eindruck, dass gerade das normale -eigentlich von der FPL angesprochene Modell Trainer (gibt gerne vor, Wichtigtuer ohne Ende Punkt und Komma, Unantastbarer, Joystickliebhaber, Instruierer statt Stimulierer...entsprechend Ausbildungsverhinderer, also jemand, der sich gern immer und ständig reden hört...und sich unglaublich wichtig und mächtig fühlt)
    fürchterliche Angst vor der FPL und seinen 4 oder 5 Regelchen zu haben scheint. Das hat Gründe und ich kenne sie (siehe Klammervermerk!!!!!!!!!!!!!)


    Warum sollte der Brülltrainer, Joysticktrainer oder wie auch immer Angst haben? Der Unterscheid zu vorher ist, wenn ich es richtig verstanden habe, dass er in der Coachingzone neben seinem Kollegen steht. Das kann manche am Brüllen, Dirigieren, sich-wichtig-fühlen etc. hindern, die groben Exemplare m. E. aber nicht.


    Nur zur Klarstellung: Ich bin absolut dafür, dass die FPL eingeführt wird, glaube aber nicht, dass Du bei den Brüllaffen Grund zum Schadenfroh-grinsen haben wirst.


    Stefan


    Pfeifen bei euch Jungschiris F-, E-Jugend usw.? Bei uns sind es bis in die D-Jugend Gruppe Eltern, Betreuer usw. Da ist mir manchmal kein Schiri lieber, wenngleich sich das doch immer mehr bessert.
    Schiris gibts bei uns erst ab D-Jugend Kreisklasse.


    Und warum sollten sich die Kinder später nicht an Schiris gewöhnen? Sie gewöhnen sich ja auch an andere Mannschaftsgrößen, Spielfeldgrößen, an Abseits usw.
    Und für die groben Regelverstöße ist doch dann der Spielleiter da, oder?

    Es ist doch einfach so, dass die FPL nicht alle Probleme lösen kann, sondern nur für einen Teilbereich bestimmt ist.
    Für die Lösung dieser Probleme ist die FPL genau richtig und ich würde eine flächendeckende Einführung begrüßen.


    Alle Probleme könnte man m. E. (wie andernorts schon beschrieben) nur durch bessere Ausbildung, regelmäßige Treffen und Infoveranstaltungen usw. angehen.

    Tobias,


    meiner Erfahrung nach erreichst Du am Meisten durch Trainingsspiele, wie Tobi_1987 geschrieben hat.
    Lass sie spielen und pfeif konsequent abseits, auch gerne mal im Zweifel.


    Am Anfang haben sie bei mir losgespielt, wie in der E-Jugend (bei uns gibts Abseits erst ab D). Durch die ständigen Pfiffe waren sie schnell genervt, so dass sie dann eben besser aufgepasst haben.
    Letztlich ist das dann auch eine Erfahrungssache.

    Micha


    Ich finde, dass das eine sehr gute Idee ist.
    Bei uns hat der Torwart der Ersten Herrenmannschaft früher einige Einheiten angeboten, daneben haben wir einen ehemaligen Torhüter, der sich jetzt darauf spezialisiert hat und sich hier auch ständig fortbildet. Dieser bietet einmal in der Woche TW-Training an.


    Auch wenn es nicht wöchentlich stattfindet, sondern einmal im Monat, so kann dies doch einiges bewirken.


    Worauf Du achten sollst, da können Dir andere hier bestimmt besser weiterhelfen.