Beiträge von Premutos

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    Hallo!


    Leider nein. Wir haben ganz normalen "Ligabetrieb" und auch Spielerpässe - sogar bereits in der G-Jugend.


    Mit dem Trainer wurde schon geredet und er würde sie auch zähneknirschend nehmen. Aber ich erzähle dir und vielen anderen sicherlich nichts Neues, wenn ich folgende sage. Ist ein Ast erst mal angesägt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis er bricht. Sprich: Ich sehe einfach kein gutes Umfeld für die beiden Mädels, in dem sie sich angemeseen entwickeln können.

    Hallo zusammen!


    Ich wende mich heute mal mit einem besonderen Problem an euch. Ich bin unter anderem Betreuer einer F3-Jugend, die hauptsächlich aus Jungs des Jahrgangs 2003 besteht. Die Mannschaft wird ab der kommenden Saison (2011/2012) als F2 auflaufen. Das zu den Rahmenbedingungen.


    Vor drei Wochen haben sich uns zwei Mädels angeschlossen. Die können halbwegs gut kicken, fühlen sich bei uns pudelwohl und es macht auch Spaß, sie zu trainieren. Allerdings sind die beiden Jahrgang 2001. Aufgrund der "Mädchenregel" dürfen Sie in dieser Saison noch problemlos bei uns mitspielen. Ab der nächsten Saison müssten sie jedoch laut Statuten in die E-Jugend gehen. Ich kenne den Trainer, der die E-Jugend bei uns trainieren wird recht gut. Dieser hat mir schon klar gemacht, dass er die Mädels nur sehr sehr ungern in sein bestehendes Gefüge aufnehmen werde und sie bei ihm wohl ein Schattendasein fristen werden.


    Klar, ich könnte das jetzt alles auf offiziellen Weg mit der Jugendleitung klären und somit "erzwingen", dass sie dort aufgenommen werden. Ob man ihnen damit aber einen Gefallen tut, bleibt mal dahingestellt. Bei uns kommen sie jedenfalls regelmäßig zum Einsatz und haben auch guten Kontakt zu ihrem Kameraden.


    Die Frage ist nun: Gibt es da irgendeine halbwegs realistische Möglichkeit, die beiden in der kommenden Saison doch noch bei uns zu behalten. Natürlich ist mir bewusst, dass es diese Regeln und Altersgrenzen nicht ohne Grund gibt. Aber in diesem speziellen Fall wäre es extrem schade, wenn die Mädels dann den Spaß am Fußball wieder verlieren würden.


    Danke mal im Voraus für eure Antworten!


    CU ANDRE

    Vielleicht habe ich eine Ausnahmemannschaft, aber es ist tatsächlich der Fall, dass besagte Jungs nicht mehr können. Die sind total ausgepowert, setzen sich neben mich und hecheln wie ein Hund. Das kannst du glauben oder natürlich auch nicht. Ich lüge mir da nichts in die Tasche und kenne mich mit Kindern gut genug aus, um zu erkennen, ob einer keine Lust mehr oder sogar "Angst" hat.


    Ob die anderen Mannschaften Kondition trainieren, entzieht sich meiner Kenntnis. Ok, bei zwei F-Jugendmannschaften in unserem Kreis weiß ich, dass es tatsächlich gemacht wird. Das ist aber nicht der Punkt. Kinder sind verschieden oder ich hasse solche Pauschalaussagen. Diejenigen, die ich meine, sind auch bei Aufwärmspielchen schnell außer Puste und können nicht mehr - egal wie spaßig es für sie anfangs war.


    Vielleicht solltest du auch einfach mal akzeptieren, dass es solche Kinder eben doch gibt.

    Da muss ich leider teilweise widersprechen. Ich stimme dir zu, dass gezieltes Konditionstraining nichts im F-Jugend-Bereich zu suchen hat. Lieber die erwähnten Staffel- oder auch mal Fangspiele einbauen. Dennoch ist nunmal jedes Kind anders. Und auch in "meiner" F-Jugend sehe ich in JEDEM Spiel, dass die Jungs im letzten Drittel des Spiels einknicken, während nahezu alle gegnerischen Mannschaften noch deutlich mehr Luft haben. Diese Pauschalaussage "Kinder wollen sich bewegen und können locker X Stunden rennen" sollte man mit Vorsicht genießen. Wir haben zum Beispiel zwei bis drei Kinder, die heben im Spiel schon nach 5 Minuten den Arm, wiel sie nicht mehr können und rauswollen.

    Huhu!


    Also, insgesamt gesehen war es eigentlich sehr viel besser als befürchtet. Wir hatten das Hinspiel 0:13 verloren und entsprechend hatte ich so meine Bedenken. Zudem hatten wir kurzfristig noch einige Ausfälle zu kompensieren. Ich habe in der Kabine gesagt, dass wir zeigen wollen, dass wir seit dem letzten Aufeinandertreffen besser geworden sind. Jeder solle kämpfen, mehr wolle ich nicht sehen. Und dass sie den Kopf nicht hängen lassen sollen, wenn sie in Rückstand geraten würden. Dann habe ich noch eine Art Kampfschrei mit ihnen gemacht.


    Die erste Halbzeit war erstaunlich gut. Da hat sich (fast) jeder voll reingehauen und wir haben gut dagegengehalten - sogar eine Torchance rausgespielt. Mit 0:1 ging es in die Pause. Da habe ich ihnen gesagt, dass sie klasse gekämpft haben und ich stolz auf sie war. Sie sollten einfach so weitermachen.


    In der zweiten Halbzeit schwanden dann leider immer mehr die Kräfte und die Abwehr wackelte immer stärker. Am Ende hieß es dann leider 0:3, was in meinen Augen dennoch eine deutliche Steigerung war. Das habe ich ihnen abschließen auch gesagt. Mal schauen... habe dann erfahren, dass ich die nächsten zwei Wochen wieder die F3-Jugend übernehmen muss - wird also interessant für mich. :)

    Ja, genau das schwebte mir ja auch als eine der anfangs aufgeführten Alternativen vor. Sprich: Den Jungs sagen, dass in dem Spiel kein Sieg für sie möglich ist. Ich habe halt dennoch meine Zweifel bei einer solchen Ansprache. Sie könnte ja die Kinder bereits im Vorfeld demotivieren und sie gehen dann mit der Einstellung "was soll ich mich dann noch anstrengen" auf das Feld.

    Mir ist genau das wichtig, was du gerade erwähnt hast. Jeder soll vollen Einsatz zeigen und versuchen, das im Training Gelernte umzusetzen. Aber weil das eben einige so gut wie nie machen, kommt es ja meistens zu diesen Niederlagen. Daher war es mir ja so wichtig zu erfahren, wie andere Trainer mit solchen Situationen umgehen.

    Huhu!


    Nur um das mal klarzustellen. Ich habe eben mal meine Beiträge hier nochmals durchgelesen und bemerkt, dass ich dabei teilweise unglückliche Formulierungen gewählt habe. Es soll hier nicht so aussehen, als wolle ich die Mannschaft oder Teile davon schlechtreden. Es ist nun mal so, dass unsere F3 personell nicht ganz so gut dasteht wie unsere F2 oder gar die F1. Und wir haben leider auch wenig (eigentlich gar keine) Alternativen. Dennoch freuen wir uns immer wieder über jeden erdenklichen Fortschritt. Am vergangenen Samstag hatten wir zum Beispiel ein Freundschaftsspiel gegen eine Mannschaft, die hinsichtlich des Leistungsniveaus auf Augenhöhe mit uns war. Aufgrund von zwei Torwartfehlern (unser Ersatztorwart durfte in der zweiten Halbzeit mal ran) haben wir dann 0:2 verloren. Aber einige Spieler haben sich wirklich "den Arsch aufgerissen". Wenn ich da an unseren "Sechser" denke (keine Angst, wir haben keine feste Positionen aber er hat diese Rolle von sich aus übernommen), geht einem das Herz auf. Gerannt für drei, mit gesunder Härte in die Zweikämpfe gegangen, mal an der Außenlinie entlanggesprintet etc. Und unser Stammtorwart ist körperlich ein kleiner Stopser, holt aber manchmal Dinger raus, da bleibt mir der Atem weg. Das sind Momente, die das Trainerdasein lebenswert machen. ;)


    Es ist wohl nur der dauerhafte Frust, der da in meinen Beiträgen mitschwingt. Man hat ein paar talentierte Spieler aber der Erfolg bleibt leider aus. Das ist schon aus dem Grund bitter, weil man den Kleinen von Herzen wünscht, dass sie sich auch mal mit einem guten Ergebnis selbst belohnen.


    Das wollte ich nur mal am Rande anmerken, damit hier kein falscher Eindruck entsteht.

    Das mit dem Haupttrainer kam eventuell von mir etwas zu "extrem" rüber. Die Zusammenarbeit mit ihm klappt insgesamt sehr gut, er ist sehr kompetent und weiß auch, wie er mit den Kleinen umgehen muss. Nur manchmal überlagern - so glaube ich - seine eigenen Gefühle das Geschehen zu stark. Sprich: Seine eigene Enttäuschung kommt da hoch. Er ist also kein Tyrann. Das wollte ich an dieser Stelle nur nochmal klarstellen.


    Aber zu etwas anderem. Wie fühlt ihr euch, wenn ihr euren Jungs nach einem - sagen wir mal - 0:13 sagt, ihr fandet alles klasse - wenn eben nicht alles klasse war. Klar, ich bin mir der psychologischen Bedeutung der besagten Aufmunterung durchaus bewusst. Aber ich persönlich tue mich schwer damit, vor der Mannschaft etwas zu sagen, das mir im Inneren eigentlich eher Kopfzerbrechen macht. Hinzu kommt leider die Tatsache, dass wir einige Spieler haben, die sich leider seit 2 Jahren überhaupt nicht weiterentwickeln und auf dem Platz eben nicht alles geben. Da unsere Personaldecke zudem sehr dünn ist, kommen wir leider auch nicht darum herum, diese immer spielen zu lassen. Anfangs dachten wir uns, dass sie mit zunehmender Spielpraxis schon noch dazulernen werden - passierte bis heute leider nicht. Und denen dann nach einem solchen Spiel dann zu sagen, dass alles klasse war, fällt zumindest mir etwas schwer.


    Ich will den Kleinen den Spaß am Spiel nicht verderben. Aber sollte man die Dinge nicht auch beim Namen nennen, wenn man auf eine langfristige Entwicklung abzielt?

    Hallo Namensvetter!


    So ähnlich wollte ich es angehen. Fakt ist halt leider, dass die Jungs genau wissen, gegen wen es geht und dass die Gegner meilenweit überlegen sind (die spielen tatsächlich einen sehr guten Kombinationsfußball für ihr Alter). Zudem muss ich auch ehrlicherweise zugeben, dass einige in unserer Mannschaft weder körperlich noch technisch sonderlich gut bestückt sind (viel mit flitzen ist da bei den mesiten nicht) - da liegt noch viel Arbeit vor uns. Des Weiteren merkt man mittlerweile schon, dass die Jungs nicht nur immer wegen des Spaßes Wiillen spielen sondern auch mal gewinnen wollen. Wenn man dann so eine herbe Klatsche kriegt, ist viel Aufbauhilfe seitens der Trainer gefragt. Und auch wir Trainer - machen wir uns doch nix vor - haben doch alle einen gewissen Ehrgeiz. ;)


    Egal, ich werde denke ich mal so ähnlich verfahren wie du es geschildert hast. Man muss es ihnen einfach schmackhaft machen und sich die wenigen Rosinen rauspicken. Der "Stammtrainer" haut nach solchen Partien verbal immer ziemlich drauf und bringt Sätze wie "Du XY; das war katastrophal. Das war gar nix." Damit spricht er die Dinge immer klar und deutlich an - vielleicht aber auch eine Spur zu hart für die Kleinen. Ist eine Gratwanderung...ich selbst war früher nur Torwart und mache auch meine ersten Schirtte als Betreuer/Trainer. Vielleicht seh ich das auch alles falsch - man weiß ja nie.

    Hallo zusammen!


    Mein Name ist André und ich eigentlich "nur" Torwart-Trainer und Betreuer einer G1- und einer F3-Jugend bei uns im Verein.


    An diesem Samstag muss ich quasi vertretungsweise für den eigentlichen Haupttrainer antreten. Wir spielen gegen eine haushoch überlegene Mannschaft (körperlich wie technisch), die uns in den bisherigen Partien immer zweistellig geschlagen haben.


    Nun stelle ich mir in den vergangenen Tagen immer wieder die Frage, wie ich das Team in der Kabine auf das Spiel einstimmen soll. Klar, auch bei uns steht der Spaß im Vordergrund - wir akzeptieren auch die deutliche Überlegenheit des Gegners.


    Dennoch frage ich hier mal ganz offen nach eurer Meinung. Welchem Ansatz würdet ihr folgen?


    1.) Gar nicht auf die Überlegenheit des Gegners eingehen (unsere Kinder wissen das allerdings) und ihnen erklären, dass sie "ihr" Spiel machen sollen.


    2.) Vorbeugend erklären, dass es ein sehr schweres Spiel sein wird und sie auch bei einem hohen Rückstand nie die Köpfe hängen lassen sollen.


    Oder gar ein dritter oder vierter Ansatz? Danke schon mal im Voraus für eure Hilfe!


    CU ANDRE